Beiträge von eklisee

    Hallo Ihr lieben,

    danke für eure Worte.

    Clärchen, du hilfst mir ganz doll, schon weil du da bist und dich mit mir gemeinsam damit auseinandersetzt. Unsere Geschichten verlaufen ja auch echt sehr ähnlich. Du hast ja auch schon gesagt du kommst da nicht mit. Ein Patentrezept kann es da auch nicht geben. Ich erwische mich auch oft dabei, die bösen Anwandlungen einfacher zu finden. Dann fühle ich mich in meinem Distanzwunsch bestätigt und es tut mir nicht dauernd leid.
    Das was du geschrieben hast, empfinde ich auch so. Er sagt auch, dass er sich schuldig fühlt und ist im Nachhinein entsetzt über das, was er uns angetan hat, will, dass alles schnell wieder gut wird.
    Ich freue mich für dich, dass ihr euren Telefonterror klären konntet. Bei uns ging das nicht so schnell.


    Ob er mich wirklich so liebt, wie er tut, kann mir natürlich keiner sagen.
    Mir ging es auch eher darum, dieses ALK-Verhalten zu analysieren, allgemein.
    Liebe ist für mich füreinander da sein, sich vertrauen, sich zuhören und dem anderen auch Freiheiten lassen können.
    Ständig zu überlegen, wie man den anderen schikanieren kann, weil jetzt lange genug alles harmonisch war, weil man mal gucken muss, wie die jetzt darauf reagiert oder was weiß ich, ist für mich keine Liebe.
    Soviel zu deiner Frage, Melanie.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das nur der Alk macht.

    Liebe Aurora,
    ich bin richtig entsetzt, wenn ich lese, was du da alles mitgemacht hast. Das tut einem ja in der Seele weh. Ich habe bei deinem Thread was vom Ende und vom Anfang gelesen.Wenn ich doch mehr Zeit hätte. Bloß gut, dass du dich da nicht hast unterkriegen lassen und einen Weg zum Glücklichsein gefunden hast.
    Ich könnte da auch ganz schön krasse Dinge erzählen, aber dazu ist mir das hier doch zu öffentlich. Aber das, was ich von dir höre, ist noch schlimmer, glaub ich.
    Es ist vieles ähnlich und auch einiges anders.
    Er war zwar anfangs total lieb und wir waren auch einige Jahre sehr glücklich. Allerdings ist er , glaube ich auch eher dazu erzogen worden, dass der Mann das sagen hat. Als ich mit den kleinen Kindern noch zu Hause war und mir was nicht gefallen hat, kam oft der Vorschlag, dass ich ja mit ihm tauschen könnte. Nach dem Motto, er muss ja viel mehr leisten.
    Nun hat er aber in mir auch einen kleinen Temperamentsbolzen kennengelernt. Ich hatte ein stabiles Elternhaus und war ganz und gar nicht so erzogen, mir sowas gefallen zu lassen.
    In Alkoholzeiten, hat er auch immer wieder versucht, mich klein zu halten, wahrscheinlich um damit seine Schwächen zu kompensieren.
    Nun kam dann aber die Zeit, in der er arbeitslos war und auch irgendwann aufgegeben hatte, daran was ändern zu wollen. Ich hatte mir in der Zeit meine berufliche Zukunft aufgebaut und somit hat einen Rollentausch stattgefunden, der schlecht funktioniert hat und bei dem die Hauptlast bei mir lag.
    Irgendwann ist er dann nach der aggressiven Phase immer kleinlauter geworden. Irgendwann hat er ja dann zum Glück (durch Anschubs von mir u. seiner Familie) wieder Arbeit gefunden. Aber viel besser ging es dadurch nicht. Ich muss dazu sagen, es hat da noch einen Schicksalsschlag in seiner Familie gegeben, den er schwer verkraftet hat. Ein Grund, der mich in meinem Trennungswunsch um Jahre zurückgeworfen hat.
    Naja, ich habe es nicht geschafft, auf ewig die starke zu sein, fühle mich auch irgendwie schwach, weil ich nicht geschafft habe, eher da raus zu kommen. Aber das nützt jetzt alles nix. Ich weiß, ich muss nach vorn schauen.

    Vielen Dank nochmal, dass ihr da seid :)
    (wieder ein kleines Buch)

    ganz liebe Grüße von Eklisee

    Liebe Forumteilnehmer,

    mich beschäftigt schon seit langem eine Frage.

    Mein Mann will ja nun um jeden Preis mit mir zusammenbleiben. Er beteuert, wie sehr er mich liebt und so weiter und sofort.

    Die "Achtebahnfahrten" zwischen Liebesbekundungen und Agressionen sowie Beleidigungen kennt ja hier fast jeder.

    Am Anfang war ja mal alles toll und man hat seine Zuneigung gespürt
    .Als er dann mehr und mehr getrunken hat konnte er meine Nähe gar nicht ertragen, hat oft solchen Hass ausgestrahlt, mich beleidigt , mich absichtlich verärgert, dass er sich mit mir nicht befassen muss. Nach außen hat er die große Liebe vorgespielt, wollte mich am liebsten gar nicht allein weg lassen.
    Dabei wusste er zu Hause gar nicht, was er mit mir anfangen soll.
    Das er meine Nähe nicht wollte, war aber später auch oft im nüchternen Zustand so oder bei nur wenig Alk. Dabei bin ich nun wirklich nicht klammerig, habe viele eigene Interessen.

    Er sagt, er hat sich geschämt, sich als Versager gefühlt und mich beneidet, dass ich so selbstbewusst bin und so viel schaffe, was ich mir vornehme.

    Nun hat er mich in letzter Zeit fast erstickt mit seinem Frisch-verliebt-Getue. Er akzeptiert meine Grenzen nicht u. wird wie früher böse, wenn ich nicht mitziehen kann und will.

    Nun meine Frage:
    Ist das Tatsache nur der Alk, welcher diese Agressionen verursacht??? Irgendwo muss doch dieses Missgefühl auch im Wesen drin sein, oder? Wenn ich mal beschwippst war, habe ich das, was ich sonst auch gefüht habe, noch verstärkt empfunden.

    Kann das wirklich Liebe sein??? :shock:
    Oder ist es nur die Angst, sein Leben allein meistern zu müssen, oder wie bei mir, sein zu Hause zu verlieren?

    Ich habe ihn schon oft darauf angesprochen.
    Er hat zugegeben, dass er manchmal etwas übertreibt und sich verbiegt, dass ich bei ihm bleibe. Beteuert aber immer wieder, wie lieb er mich hat.

    Ich traue dem Braten nicht. :roll: Er ist für mich wie ein Mensch mit zwei Persönlichkeiten. Mein Urvertrauen ist zerstört.

    Vielleicht kann mir jemand was dazu sagen, wäre sehr dankbar.

    LG Eklisee

    Ach Blumenwiese,

    ich kann dich ja so verstehen, habe in meinem Thread noch was geschrieben für dich, vielleicht hast du es ja gelesen.

    Du scheinst ihn ja wirklich sehr zu lieben. :cry:
    Aber das hört sich doch jetzt nur am Telefon so schön an! Wenn er wieder zu Hause ist, ist es doch bestimmt wieder das gleiche Theater wie immer!
    Versuch mal dich mit was schönem abzulenken.

    Schlaf erst mal eine Nacht drüber, erhol dich, morgen siehst du vielleicht wieder etwas klarer.

    Drück dich

    LG Eklisee

    Hallo Clärchen,

    ich wollte schon fragen, wie es dir geht, jetzt wo er weg ist, dachte aber, lass sie lieber erst zur Ruhe kommen.
    Schade, es ist schon spät. Wir hatten eben eine lange, schwierige Disskusionsrunde, konnte nicht eher antworten.

    Zitat

    Wie war es bei dirß War es " nur" die Nähe die dir zuschaffen macht, oder hat dein Mann auch plötzlich das Rad neu erfunden?

    So schnell ging das bei ihm nicht. Anfangs war er ja eher unzufrieden mit den strengen Regeln, hatte Heimweh und meinte, die ambulante Therapie hat ihm mehr gebracht. Später aber konnte er viel für sich annehmen und hat viel gelernt.
    Da kam nach 12 Wochen ein völlig neuer Mensch nach Hause. Über seine Fortschritte habe ich mich auch sehr gefreut.
    Allerdings redete er auch manchmal, als hätte er nun die Weisheit mit Löffeln gefressen. Er meinte, genau zu wissen, was für uns zusammen gut ist und glaubte zu wissen, was in meinem Kopf vorgeht. Ich müsste dochmal so rum und in die Richtung und was weiß ich wohin denken.
    Er hat auch auf einmal viel mehr hingekriegt als ich, ich war inzwischen ja schon so ausgelaugt. Früher hat er nur rumgehangen. Ich bin da nicht mehr mitgekommen. Naja und immer diese Erwartungshaltung, diese ständige Frage"gehts dir jetzt besser?"(d.h. liebst du mich jetzt endlich wieder?)
    Naja, das war auch die Zeit , in der ich meinen gescheiterten Abflug geplant hatte.

    Zitat

    Er ruft ein bis zweimal täglich an, schreibt SMS ! Und weisst du was? Das geht mit tierisch auf den Keks!!!!!!!

    Ich bin nicht mal dazu gekommen, abends einen Film zu sehen oder mir was vorzunehmen. Wenn ich nicht gleich rangegangen bin, gab es Telefonterror, Festnetz, Handy, hin und her. :x
    Naja, die wollen das Erlebte loswerden und verarbeiten, verständlich.
    Man hatte uns damals im Paargespräch vorgeschlagen, feste Zeiten abzusprechen. Zum Schluss hat sich das dann etwas eingepegelt.

    Clärchen, ich kann dir nur raten. Versuche viel angenehme, entspannte Zeit zu verbringen, dich mit schönen Dingen zu beschäftigen. Du hast ja auch noch deine Kinder. Machts euch richtig schön. :lol: Du wirst die Kraft brauchen.

    Schlaf schön

    LG Eklisee

    Liebe Blumenwiese,

    danke für deinen Beistand, wahrscheinlich fühlst du dich genauso in eine Zwangsjacke gesteckt, wie ich.
    Was ist es bei dir? Ist es wirklich noch Liebe, dass du nicht schaffst, ihn vor die Tür zu setzen,
    oder Mitleid?
    Ich kenne das. In den Zeiten, wo noch Gefühl und Hoffnung da war, war Mein Mann auch eine Zeit lang auf Montage. Wir haben jeden Tag telefoniert und ich habe ihn tatsächlich vermisst. Ich habe mich auf die Wochenenden mit ihm gefreut, welche wir auch oft schön verbrachten.
    Nach kurzer Zeit ist er dann schon wieder, wie so oft, krank geworden. Der Job war dahin und das ganze Dilemma ging wie vorher weiter.

    Das ganze kann sich über viele Jahre hinziehen, bis so ein Mensch mal aufwacht, wenn überhaupt.
    Irgendwann fragt man sich, warum man die ganze schöne Zeit mit diesem Frust vergeudet hat, man verliert die Kraft und wird selber krank. Vielleicht solltest du es gar nicht erst so weit kommen lassen.
    Es war wie bei dir jetzt. Nach einer weile Abstand oder Frieden habe ich mich immer wieder beruhigt und alles laufenlassen, bis das nächste Theater kam, welches nicht lange auf sich warten ließ.
    Irgendwann ging nichts mehr. Ich verwandelte mich von einem lebensfrohen Menschen zunehmend in einen eher depressiven. Da war mir klar, ich muss einen Schlussstrich ziehen, egal mit welchen Konsequenzen.

    Nun war es ja bei mir so, dass er gerade zu der Zeit endlich aufgewacht ist. Leider erst, als alles kaputt war.
    Ich müsste praktisch die alten Zeiten vergessen und mich wieder ganz neu in ihn verlieben. Das schaffe ich glaube ich nicht.
    Ein Problem ist auch, dass ich kaum Abstand haben kann. Außer in der langen Arbeitslosenzeit war er immer in Schichten beschäftigt. Dann war er in stationärer Therapie. Da hatte man Zeit, zur Ruhe zu kommen. Jetzt arbeitet er Normalschicht und ist so gut wie immer präsent, wenn ich zu Hause bin. Das ist sehr anstrengend für mich.

    Ich wünsche uns beiden die Kraft, das durchzustehen und einen Weg zu finden. :lol:

    Ganz liebe Grüße von Eklisee

    Hallo Aurora,

    alles gute Euch :D . Ich freue mich, dass du dein Glück nach den vielen Jahren Kampf gefunden hast und wünsche euch viele schöne Jahre für die Zukunft.

    Ich sehe hier, wie auch bei einigen Bekannten, dass es den meisten nach der Trennung, ob nun Alkoholiker oder nicht, danach viel besser geht. Es gibt scheinbar wenige, die es bereuen. Sie haben dann scheinbar zu schnell u. unüberlegt gehandelt.

    Habe meinen ersten Arbeitstag nach dem Urlaub hinter mich gebracht, war sooo müde, wollte gar nicht aufstehen (war zu lange im Forum :wink: ) Der Alltag dort tut aber gut, dort geht es trotz viel Arbeit meistens lustig zu. Ich bin heute auch schon wieder besser drauf.

    Wenn ich aber arbeiten bin, freue ich mich immer auf zu Hause und will mir scheinbar irgend eine heile Welt einreden. Zu Hause, wenn wir dann streiten oder wenn ich allein o. mit Freunden unterwegs bin, bin ich so fest entschlossen, den Absprung zu schaffen. Und dann kippt wieder alles. Woran mag das liegen? Ich will, dass dieser Kopfsalat endlich aufhört!

    Wenn ich ehrlich bin, wächst mir die Arbeit in meinem "tollen zu Hause" auch immer mehr über den Kopf. Mein Garten war mal mein Lebenselexier.
    Unter normalen Umständen würde ich es schaffen, ging ja früher auch.
    Es tut weh mit dem Wissen, das man hier wahrscheinlich sowieso nicht bleiben kann. Vielleicht übernimmts eins meiner Kinder mal. Das würde mich glücklich machen.Dann könnte ich loslassen.
    Ich habe noch so viele Interessen, für die ich viel zu wenig Zeit habe. Bin auch gern mit Freunden unterwegs.
    Nebenbei bemerkt, ich habe auch früher schon viel für mich gemacht. Wenn mein Mann keinen Bock auf die schönen Seiten des Lebens hatte, habe ich mit den Kindern eben allein was gemacht. Er meinte immer, wenn er zu nichts Lust hat, muss ich auch zu Hause bleiben. Die Disskutierei war immer anstrengend.

    Irgendwann, muss ich es schaffen, eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Gefühlslosigkeit meinerseits so bleibt, werde ich nicht bis zu meinem Lebensende so ausharren. Ich denke manchmal, dass ich schon längst viel schöner leben könnte. (Gärten gibts auch woanders) :)

    LG Eklisee

    Hallo Aurora,

    muss doch mal schnell noch schreiben :wink:

    ich werd´s mir überlegen mit dem geschlossenen Bereich. Bist du dort u. hier präsent?
    Habe angefangen, deinen Thread zu lesen, bin aber nach dem Urlaub noch nicht weit gekommen, ist ja inzwischen schon ein kleines Buch.

    Zum Glück ist es mir so ziemlich egal, was andere Leute denken. Ich habe ein gutes Umfeld. Meine Familie steht zu mir, egal, wie ich mich entscheide. Ich habe Freundinnen, die teilweise auch schon gebrannte Kinder im Thema Trennungen u. Beziehungsproblemen sind, mit denen man sich ab und zu austauschen kann. Aber sicher kennst du das Problem, dass man sich nicht traut, ständig jemandem was vorzuheulen. Irgendwo muss man aber hin mit dem Problem. Und hier sind Leute, die sich gegenseitig in der besonderen Problematik verstehen.

    Bei mir ist es scheinbar wirklich nur das Problem, ihm nicht wehtun zu können und das ich nicht von meinem zu Hause, meinem Garten, in den ich all meine Liebe gesteckt habe, und meinen Tieren loslassen kann. Wobei ich wirklich echt nicht weiß, wie wir das regeln sollen, ohne sofort das Haus verkaufen zu müssen. Da warte ich lieber noch bis nächstes Jahr, bis mein Kind raus ist. Hoffentlich sind wir bis da hin nicht alle wahnsinnig geworden.
    Eigentlich kann bei uns sowieso einer nicht akzeptieren, was der andere tut und denkt, bei uns gleicht sich irgendwie kaum noch was. Was ist das für eine Basis für´s Leben bis zum alt werden?

    Schlaf schön

    Liebe Leonia,

    Deine Worte

    Zitat

    Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Deine distanzierten Gefühle Deinem Mann gegenüber auch damit zu tun haben, dass Du, bevor er trocken wurde, endlich, nach einigen schlimmen Ehejahren an den Punkt gekommen bist, wo Du Dich trennen wolltest, an den point of no return, wo`s eigentlich kein Zurück mehr für Dich gab.

    Ja genauso ist es. Irgendwann hat man keine Energie für das ganze Theater. Es hat so viele hässliche Vorfälle gegeben, auch in Bezug auf meine Tochter und auch in dem Prozess, in dem er endlich aufgewacht ist. Ich schaffe das nicht mehr abzustellen. Meine letzte Amtshandlung sollte sein, ihn auf den Weg in die Therapie zu schicken. Danach wollte ich einen Schlussstrich ziehen. In meinem Fall hat sich das aber nun mal nicht so schnell realisieren lassen, jedenfalls nicht die räumliche Trennung. In die Schuldenfalle sollten wir nun nicht auch noch geraten, Und schnell mal das Haus verkaufen geht auch nicht, schon gar nicht, während er stationär in Therapie ist.
    Ich war hier lange Jahre Hauptverdiener, bis vor kurzem. Lange Zeit war er arbeitslos. Ich habe neben der Vollzeittätigkeit zu Hause auch noch fast alles allein gemacht, während er sich selbst bedauert hat.
    Ich will ihm das jetzt nicht mehr vorwerfen, aber es hat viel in mir kaputt gemacht.

    Was den anderen Mann betrifft: Ja vielleicht wäre das eine Option gewesen, wenn ich mir die Chance gegeben hätte, ihn näher kennenzulernen. Aber ich bin ja lieber 2 mal vor ihm weggelaufen. Das war noch in nassen Zeiten, schon vor etlichen Monaten. Da war nichts weiter, außer bisschen quatschen, tanzen und seine Annäherungsversuche, denen ich aber ausgewichen bin. Es war eigtl. nur ein Partyflirt. Ich bin manchmal mit Freundinnen unterwegs, um abzuspannen, mehr nicht.(Ausgehen mit meinem Mann endete meist in einer Kathastrophe.) Er wollte mich am nächsten Tag wieder sehen. Da ich aber auf dem Standpunkt war, dass ich mich, solange wir noch zusammen sind, auf keinen anderen Mann einlasse, hatte ich gedacht, das war mal schön für mein weibliches Ego (von meinem Mann kam ja nichts mehr) und ich vergesse das nach 3 Tagen wieder. Tja Pustekuchen, der Drang ihn wiederzusehen war groß. Ich fragte mich ,ob es Sinn macht, immer wegzulaufen und in meine kaputte Beziehung zurückzugehen. Vielleicht gibts da jemanden, der besser zu mir passt, der es schafft, mich da rauszutreiben. Ich wusste, in welchem Ort er wohnt, aber nicht wo. Einen Telefoneintrag gab es nicht und fragen konnte ich niemanden, weil ich in den Kreisen als "glücklich" verheiratet galt. Und er? Wenn er mich wirklich näher kennenlernen wollte, warum sollte er einer hinterherlaufen, die ihm erzählt, sie ist verheiratet, und sich nicht mehr blicken lässt? Als ich ihn nach einem halben Jahr wieder sah, hatte er jemand anders (sind nun aber scheinbar auch nicht mehr zusammen.
    Ich weiß nicht, was mich da so fasziniert hat. Vielleicht geht er mir nicht aus dem Kopf, weil er in unserem Leben so Schicksal gespielt hat, er solche Lebendigkeit ausgestrahlt hat. Was weiß ich, habe mich da wohl etwas zu doll reingesteigert und mir ein Bild gemacht,was er vielleicht gar nicht ist. Wie ich jetzt gehört habe, scheint er kein Kind von Traurigkeit zu sein. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Vielleicht hat er auch noch nicht die richtige gefunden. Aber ich weiß nicht, ob ich das ausprobieren sollte, bringt nur noch mehr Frust.

    Wahrscheinlich habt ihr alle recht, ich sollte eine Therapie oder Selbsthifegruppe für mich suchen. Ich bin wohl doch nicht so robust, wie ich immer dachte. Allein werde ich das wohl nicht schaffen.

    LG Eklisee

    Ja Spedi, traurig,

    aber es ist ein Lernprozess. Wenn wir alle von Anfang an in der Lage gewesen wären, unser Leben so zu gestalten, wie es richtig ist, für uns und unsere Kinder, dann würden wir uns nicht in diesem Forum befinden, auch du nicht. Wir können nur alle voneinander lernen.

    LG Eklisee

    Hallo Grazia, hallo Leonia,

    danke für euren Beistand. Was soll ich sagen, im Moment bin ich hin und her gerissen und fühle mich völlig ausgelaugt, könnte mich verkriechen und an gar nichts mehr denken.
    Der Urlaub hat alles noch mehr durcheinandergebracht. Am liebsten möchte ich wieder dort hin, es war so schön, trotz allen partnerschaftl. Anstrengungen.

    Grazia schrieb:

    Zitat

    Da war, abgesehen von Alk, einfach nichts zu machen. Ich liebte ihn nicht, ob mit oder ohne Alk.
    In diesem Sinne, Antworte ehrlich für sich selber: willst Du mit diesem Mann zusammensein?


    Ja Grazia, gute Frage. Ich habe ihn mal abgöttisch geliebt. Nach all den Jahren der Hoffnung und immer wieder Enttäuschungen hat das einfach aufgehört.
    Klingt jetzt vielleicht gemein, aber er hat auch körperlich so abgebaut, ist so dürr u. alt geworden, so dass von dem Mann, der er mal war kaum noch was zu sehen ist. Es erinnert mich eher an den giftigen Stiesel, der er zu Alkzeiten war Ich fühle mich nicht zu ihm hingezogen. Ich bin so ein "Wuselwesen", wie meine Tochter immer sagt. Er war, als ich ihn kennengelernt habe auch so. jetzt ist eher ruhig. Bei ihm weiß man manchmal nicht, wozu hat er wirklich Lust u. was macht er nur mir zum Gefallen.
    Aber wir haben im Urlaub auch schöne Zeit verbracht. Zu Hause wurde dann alles durch ganz böse Disskusionen im Hinblick auf meine Distanz wieder zerstört. Ich habe mich dann ganz depri gefühlt u. bin allein zu dieser Sommerabendveranstaltung gefahren, wo wir gemeinsam hin wollten.

    Leonia schrieb:

    Zitat

    Aber ich kenne auch die andere Seite der Medaille, die, mit der Du gedanklich bestimmt immer wieder liebäugelst: Trennung. Denn die habe ich früher öfter durchgezogen, wenn´s mit einem Partner nicht mehr so richtig funktioniert hat.
    Ich bin allerdings jetzt für mich zu dem Schluß gekommen, dass das auch nicht der Königsweg ist, da der nächste Partner oft nur andere Mängel und Macken hatte und es mit ihm insgesamt nicht unbedingt einfacher und leichter war.

    Ja Leonia, wenn mann das alles so wüsste, wie es kommt. Ich habe auch Angst, dass ich es bereue, hier unser zu Hause zu zerstören und alles hinzuschmeißen. "Vorschnell die Flinte ins Korn werfen will ich ja nicht. Wie schon geschrieben, habe ich ja schon den ersten Ausbruch schon aufgeschoben, Habe aber das Gefühl mich durch meine Ängste immer weiter in die Sackgasse zu treiben. An neue Partnerschaft hatte ich bei meinem Ausbruchsversuch noch gar nicht gedacht, wollte nur meine Ruhe haben u. zu mir kommen. Das mir mal der Typ dazwischen gekommen ist, in den ich mich da verschossen habe, habe ich mir nicht ausgesucht. Das war einfach mal so, hat allerdings noch mehr durcheinander gebracht. Ich könnte ihn fast verfluchen. Allerdings, hätte es ihn nicht gegeben, würde mein Mann jetzt wahrscheinlich immernoch trinken.

    Das schlimme ist, ich habe hier nicht den Raum mich zu erholen. Wenn ich bei ihm nicht so funktioniere, wie er sich das vorstellt, gibts permanent Stress, zynische Sprüche und Anschuldigungen, später dann wieder Entschudigungen. Das ist das gleiche Muster wie zu Alkzeiten, einfach nur zum weglaufen.

    So das war jetzt ein halbes Buch voll Wirrwarr, weil ich selber nicht weiß, wie mir ist.

    LG Eklisee

    Hallo zusammen,

    bin wieder im Lande.

    Der Urlaub war schön. Ich habe es genossen, wir konnten in den letzten Jahren aus finanz. Gründen kaum Urlaub außerhalb machen.
    Wir haben viel zusammen unternommen, es hat auch Spaß mit ihm gemacht.
    Allerdings bestand nach wie vor das alte Problem, ...Die Nähe war mir zu viel.
    Es war eher so, als würde ich mit einem guten Freund oder Bruder unterwegs sein. Ich fühle mich nicht zu ihm hingezogen.
    Er wollte sich aber wie ein frisch verliebtes Päärchen mit mir bewegen, ständig Hand in Hand laufen ,immerzu kuscheln, Küsschen hier Küsschen da. Er hat geklebt an mir wie eine Klette.
    Immer wenn ich ihm zu verstehen geben wollte, dass ich das nicht kann, war er bockig. Er hat scheinbar gedacht, in der Woche muss alles gut werden. Ich habs geahnt, obwohl wir vorher Absprachen hatten.
    Trotzdem wollte ich am liebsten dort bleiben. Ich wusste nicht, auf welches "Zu Hause " ich mich freuen soll. Auch wenn ich es nicht fühlte, es wäre einfacher gewesen, die Gefühle kommen zurück u. alles ist gut, aber so geht es nun mal nicht.
    Aufrund meiner empfindlichen Haut, die von der Sonne gestern noch ganz schön mitgenommen war, durfte er mich gestern gar nicht mehr anfassen.
    Er ist jetzt völlig gekränkt.
    Toll, ich habs befürchtet, für ihn bricht eine Welt zusammen und ich fühle mich nur noch mies. Dabei wollten wir uns den Urlaub davon doch nicht versauen lassen. :cry:

    LG Eklisee

    Hallo zusammen,

    ich gehöre zu diesen Müttern, die das ihren Kindern angetan haben.
    Ich wollte ihnen das zu Hause nicht nehmen, habe gehofft, es ändert sich was, oder ich kriege ihn dazu, dass er geht.
    Ich dachte, ich bringe sie nur noch mehr durcheinander, wenn ich sie nehme und weglaufe. Damals haben sich die Wogen immer wieder noch geglättet.
    Jetzt ist er trocken, jetzt wo meine Kinder groß sind. Eins lebt schon nicht mehr bei uns und steht gerade frisch im Berufsleben.
    Sie lieben ihren Vater, aber es hat große Wunden hinterlassen und die Folgen sind erkennbar.
    Ich frage mich oft, ob es gewisse Schwierigkeiten auch gegeben hätte, wenn ich sie allein groß gezogen hätte oder alles "normal" bei uns gewesen wäre.
    Ich werde es nie erfahren, kann die Zeit nicht zurück drehen,
    mache mir oft riesen Vorwürfe.

    Das mal so als Warnung für andere Mütter und Väter.
    Sowas geht an Kindern nicht spurlos vorüber. Sie sind da völlig machtlos und nehmen dauerhaft Schaden daran.

    LG Eklisee

    Ach Leonia, bist ja auch noch wach,
    bin noch bei beim Kofferpacken.

    Ja, was tut weh, könnte ich einen Roman drüber schreiben.
    Ganz kurz? Es tut weh,
    -dass es alles so kommen musste, er war mal meine riesengroße Liebe,
    -dass er erst jetzt aufwacht, wo alles kaputt ist und ich nichts mehr fühle,
    -dass ich ihm wehtun muss, jetzt wo doch alles gut werden könnte,
    -dass ich mich eigentl in jemand anderen verliebt habe, vor dem ich aber weggelaufen bin,
    -dass man schon viel früher was hätte unternehmen müssen u. nicht glauben,dass meckern, drohen u. betteln hilft (man vergeudet wertvolle Jahre)
    -dass ich wahrscheinlich fast mein ganzes Leben über den Haufen werfen muss und ziemlich viel aufgeben muss, woran mein Herz zu doll hängt, wenn ich frei sein und mich besser fühlen will,

    und dass wie auch zu Alkzeiten ihm es nicht passt, dass ich jetzt noch rumlunger und nicht fertig werde, hier noch an meinem Notebook sitze usw. u. sofort, aber das tut nicht weh, das nervt nur.
    So bin ich eben u. ich kenne viele Frauen von der Sorte. Er kann doch schlafen gehen, anstatt rumzuwundern.
    Die jenige, die morgens immer wartet bin ich.


    Vielleicht warst du noch nicht solange in Alkzeiten mit deinem Partner zusammen, dass du noch die Kraft hast dafür zu kämpfen. Bei mir kannst du sehen, was passiert, wenn man zu lange abwartet.


    Naja , will nicht rumjammern, bin dennoch optimistisch, dass ich das irgendwie in den Griff bekomme für mich.

    Es hilft sehr, dass ich in dem Forum Leute zum quatschen gefunden habe. Man traut sich je kaum noch, das Umfeld damit vollzulabern. So richtig kann sich sowieso keiner reinversetzen.

    Sclaf schön

    LG Eklisee :wink: [/b]