Hallo Ihr lieben,
danke für eure Worte.
Clärchen, du hilfst mir ganz doll, schon weil du da bist und dich mit mir gemeinsam damit auseinandersetzt. Unsere Geschichten verlaufen ja auch echt sehr ähnlich. Du hast ja auch schon gesagt du kommst da nicht mit. Ein Patentrezept kann es da auch nicht geben. Ich erwische mich auch oft dabei, die bösen Anwandlungen einfacher zu finden. Dann fühle ich mich in meinem Distanzwunsch bestätigt und es tut mir nicht dauernd leid.
Das was du geschrieben hast, empfinde ich auch so. Er sagt auch, dass er sich schuldig fühlt und ist im Nachhinein entsetzt über das, was er uns angetan hat, will, dass alles schnell wieder gut wird.
Ich freue mich für dich, dass ihr euren Telefonterror klären konntet. Bei uns ging das nicht so schnell.
Ob er mich wirklich so liebt, wie er tut, kann mir natürlich keiner sagen.
Mir ging es auch eher darum, dieses ALK-Verhalten zu analysieren, allgemein.
Liebe ist für mich füreinander da sein, sich vertrauen, sich zuhören und dem anderen auch Freiheiten lassen können.
Ständig zu überlegen, wie man den anderen schikanieren kann, weil jetzt lange genug alles harmonisch war, weil man mal gucken muss, wie die jetzt darauf reagiert oder was weiß ich, ist für mich keine Liebe.
Soviel zu deiner Frage, Melanie.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das nur der Alk macht.
Liebe Aurora,
ich bin richtig entsetzt, wenn ich lese, was du da alles mitgemacht hast. Das tut einem ja in der Seele weh. Ich habe bei deinem Thread was vom Ende und vom Anfang gelesen.Wenn ich doch mehr Zeit hätte. Bloß gut, dass du dich da nicht hast unterkriegen lassen und einen Weg zum Glücklichsein gefunden hast.
Ich könnte da auch ganz schön krasse Dinge erzählen, aber dazu ist mir das hier doch zu öffentlich. Aber das, was ich von dir höre, ist noch schlimmer, glaub ich.
Es ist vieles ähnlich und auch einiges anders.
Er war zwar anfangs total lieb und wir waren auch einige Jahre sehr glücklich. Allerdings ist er , glaube ich auch eher dazu erzogen worden, dass der Mann das sagen hat. Als ich mit den kleinen Kindern noch zu Hause war und mir was nicht gefallen hat, kam oft der Vorschlag, dass ich ja mit ihm tauschen könnte. Nach dem Motto, er muss ja viel mehr leisten.
Nun hat er aber in mir auch einen kleinen Temperamentsbolzen kennengelernt. Ich hatte ein stabiles Elternhaus und war ganz und gar nicht so erzogen, mir sowas gefallen zu lassen.
In Alkoholzeiten, hat er auch immer wieder versucht, mich klein zu halten, wahrscheinlich um damit seine Schwächen zu kompensieren.
Nun kam dann aber die Zeit, in der er arbeitslos war und auch irgendwann aufgegeben hatte, daran was ändern zu wollen. Ich hatte mir in der Zeit meine berufliche Zukunft aufgebaut und somit hat einen Rollentausch stattgefunden, der schlecht funktioniert hat und bei dem die Hauptlast bei mir lag.
Irgendwann ist er dann nach der aggressiven Phase immer kleinlauter geworden. Irgendwann hat er ja dann zum Glück (durch Anschubs von mir u. seiner Familie) wieder Arbeit gefunden. Aber viel besser ging es dadurch nicht. Ich muss dazu sagen, es hat da noch einen Schicksalsschlag in seiner Familie gegeben, den er schwer verkraftet hat. Ein Grund, der mich in meinem Trennungswunsch um Jahre zurückgeworfen hat.
Naja, ich habe es nicht geschafft, auf ewig die starke zu sein, fühle mich auch irgendwie schwach, weil ich nicht geschafft habe, eher da raus zu kommen. Aber das nützt jetzt alles nix. Ich weiß, ich muss nach vorn schauen.
Vielen Dank nochmal, dass ihr da seid
(wieder ein kleines Buch)
ganz liebe Grüße von Eklisee