Alles könnte gut sein, trotzdem tut alles weh

  • Hallo Clärchen,

    ich wollte schon fragen, wie es dir geht, jetzt wo er weg ist, dachte aber, lass sie lieber erst zur Ruhe kommen.
    Schade, es ist schon spät. Wir hatten eben eine lange, schwierige Disskusionsrunde, konnte nicht eher antworten.

    Zitat

    Wie war es bei dirß War es " nur" die Nähe die dir zuschaffen macht, oder hat dein Mann auch plötzlich das Rad neu erfunden?

    So schnell ging das bei ihm nicht. Anfangs war er ja eher unzufrieden mit den strengen Regeln, hatte Heimweh und meinte, die ambulante Therapie hat ihm mehr gebracht. Später aber konnte er viel für sich annehmen und hat viel gelernt.
    Da kam nach 12 Wochen ein völlig neuer Mensch nach Hause. Über seine Fortschritte habe ich mich auch sehr gefreut.
    Allerdings redete er auch manchmal, als hätte er nun die Weisheit mit Löffeln gefressen. Er meinte, genau zu wissen, was für uns zusammen gut ist und glaubte zu wissen, was in meinem Kopf vorgeht. Ich müsste dochmal so rum und in die Richtung und was weiß ich wohin denken.
    Er hat auch auf einmal viel mehr hingekriegt als ich, ich war inzwischen ja schon so ausgelaugt. Früher hat er nur rumgehangen. Ich bin da nicht mehr mitgekommen. Naja und immer diese Erwartungshaltung, diese ständige Frage"gehts dir jetzt besser?"(d.h. liebst du mich jetzt endlich wieder?)
    Naja, das war auch die Zeit , in der ich meinen gescheiterten Abflug geplant hatte.

    Zitat

    Er ruft ein bis zweimal täglich an, schreibt SMS ! Und weisst du was? Das geht mit tierisch auf den Keks!!!!!!!

    Ich bin nicht mal dazu gekommen, abends einen Film zu sehen oder mir was vorzunehmen. Wenn ich nicht gleich rangegangen bin, gab es Telefonterror, Festnetz, Handy, hin und her. :x
    Naja, die wollen das Erlebte loswerden und verarbeiten, verständlich.
    Man hatte uns damals im Paargespräch vorgeschlagen, feste Zeiten abzusprechen. Zum Schluss hat sich das dann etwas eingepegelt.

    Clärchen, ich kann dir nur raten. Versuche viel angenehme, entspannte Zeit zu verbringen, dich mit schönen Dingen zu beschäftigen. Du hast ja auch noch deine Kinder. Machts euch richtig schön. :lol: Du wirst die Kraft brauchen.

    Schlaf schön

    LG Eklisee

  • Guten Morgen Eklisee!

    Ich habe meinem Mann gestern gesagt dass mich seine Anrufe in der Häufigkeit und Intensität überfordern. Und man höre und staune, er konnte es verstehen und ich soll mir überlegen wie ich es gerne hätte!
    Da ist mir der Mund aber offen geblieben. Ich hatte fest mit einer beleidigten Leberwurst am anderen Ende gerechnet.

    Ich werde ihn also bitten nur noch einmal anzurufen, dann auch gerne länger.

    Er überrascht mich sehr. Ich kann es kaum glauben.Und komisch, es fällt mir schwerer diese guten Eigenschaften anzunehmen als die schlechten. Die schlechten kannte man und wusste damit umzugehen. Es ist schwer jemanden nicht mehr als den "Bösen" zusehen, diese Rolle hat er jahrelang so gut ausgefüllt. Jetzt stimmen die alten Regeln nicht mehr. Das soll keine Beschwerde sein, ich will nur sagen es ist auch gar nicht so einfach positive Änderungen anzunehmen.

    Danke für deine prompte Antwort!

    Liebe Grüße Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Hallo Eliksee,

    danke für Deine Worte. Ja, eine Zwangsjacke - das trifft es irgendwie.

    Ob es wirklich noch Liebe ist? Eine Zeitlang dachte ich, es wäre keine Liebe mehr da. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher was ich fühle. Liebe oder Mitleid? Auf jeden Fall lebe ich in der Vergangenheit, wie er mal war, wie unsere Beziehung mal war. Sie fing so toll an, alles war toll an diesem Mann.

    Bei mir war es auch so. Wenn mein Freund krank war und wochenlang zuhause dann kamen alle Probleme geballt hoch. Die Wochenenden waren aber schon länger auch nicht mehr schön. Wir leben wirklich nur in unserer Telefonbeziehung. Sobald er zuhause ist dann können wir einen Abend/Tag noch gut zusammen auskommen. Danach liegt er nur noch für sich auf dem Sofa und zieht sich von mir komplett zurück. Wenn er dann wieder auf Tour ist ab Montag tut es ihm leid. Und ich fange an ihn zu vermissen. Aber auch nicht mehr so sehr wie noch vor einigen Monaten. Die Gefühle haben sich gedreht. Auch er wollte den Job wechseln und dann jeden Abend daheim sein. Wie Du schon schreibst: das ist für Dich anstrengend, dass Dein Mann in Tagschicht arbeitet und immer präsent ist .... lach ... ich hatte auch Bedenken jeden Abend und dann evtl. jeden Abend Ärger.

    Lieben Gruß von Blumenwiese

  • Hallo

    Zitat

    Und ich fange an ihn zu vermissen.

    Frag ich mich - vermisst Du ihn so wie er ist oder wie er sein könnte/sollte?

    Vermisst Du reales zusammensein? oder das was Du gerne hättest?

    Die EHRLICHE Antwort auf diese Fragen hat mir weitergeholfen. Ich habe nicht meinen Mann vermisst, sondern die Vorstellung wie schön es sein könnte wenn er so gewesen wäre wie ich inh brauchte.

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Liebe Forumteilnehmer,

    mich beschäftigt schon seit langem eine Frage.

    Mein Mann will ja nun um jeden Preis mit mir zusammenbleiben. Er beteuert, wie sehr er mich liebt und so weiter und sofort.

    Die "Achtebahnfahrten" zwischen Liebesbekundungen und Agressionen sowie Beleidigungen kennt ja hier fast jeder.

    Am Anfang war ja mal alles toll und man hat seine Zuneigung gespürt
    .Als er dann mehr und mehr getrunken hat konnte er meine Nähe gar nicht ertragen, hat oft solchen Hass ausgestrahlt, mich beleidigt , mich absichtlich verärgert, dass er sich mit mir nicht befassen muss. Nach außen hat er die große Liebe vorgespielt, wollte mich am liebsten gar nicht allein weg lassen.
    Dabei wusste er zu Hause gar nicht, was er mit mir anfangen soll.
    Das er meine Nähe nicht wollte, war aber später auch oft im nüchternen Zustand so oder bei nur wenig Alk. Dabei bin ich nun wirklich nicht klammerig, habe viele eigene Interessen.

    Er sagt, er hat sich geschämt, sich als Versager gefühlt und mich beneidet, dass ich so selbstbewusst bin und so viel schaffe, was ich mir vornehme.

    Nun hat er mich in letzter Zeit fast erstickt mit seinem Frisch-verliebt-Getue. Er akzeptiert meine Grenzen nicht u. wird wie früher böse, wenn ich nicht mitziehen kann und will.

    Nun meine Frage:
    Ist das Tatsache nur der Alk, welcher diese Agressionen verursacht??? Irgendwo muss doch dieses Missgefühl auch im Wesen drin sein, oder? Wenn ich mal beschwippst war, habe ich das, was ich sonst auch gefüht habe, noch verstärkt empfunden.

    Kann das wirklich Liebe sein??? :shock:
    Oder ist es nur die Angst, sein Leben allein meistern zu müssen, oder wie bei mir, sein zu Hause zu verlieren?

    Ich habe ihn schon oft darauf angesprochen.
    Er hat zugegeben, dass er manchmal etwas übertreibt und sich verbiegt, dass ich bei ihm bleibe. Beteuert aber immer wieder, wie lieb er mich hat.

    Ich traue dem Braten nicht. :roll: Er ist für mich wie ein Mensch mit zwei Persönlichkeiten. Mein Urvertrauen ist zerstört.

    Vielleicht kann mir jemand was dazu sagen, wäre sehr dankbar.

    LG Eklisee

  • Hallo Eklisee!

    Ich glaube bei unseren Männern ist es zZ so dass sie sehr genau wissen was sie uns all die Jahre "angetan" haben.
    Jetzt wo sie trocken sind und alles gut sein könnte, glauben sie mit ihrer grossen Liebe einiges wieder gut zumachen. Und wir können diese Veränderung noch nicht so recht glauben, denn es ist ja irgendwie eine 180°C Drehung.
    Ich bin immer wieder erstaunt was da aus ihm rauskommt. Und wenn dein Mann spürt dass du eben nicht so himmelhochjauchzend bist, dann macht ihn das unsicher. Er hat Verlustängste. ob die jetzt nur dich, oder auch euer Haus betreffen ist für ihn sicher nicht trennbar, er will sein altes Leben zurück. Man soll ja nicht von Schuld reden, aber ich denke unsere Männer empfinden sie ganz stark. Wenn wir dann immernoch nicht bereit sind unsere Grenzen einzureißen dann sind sie hilflos und fallen in alte , vertraute Muster zurück, und das funktioniert leider auch ohne Alk.
    Wir bräuchten alle viel mehr Zeit als wir uns geben, Zeit ohne Drängen und Erwartungen. Und das ist sooo schwer.

    Ich habe leider kein Patentrezept und ich hätte so gerne eines!

    Ich glaube ich war keine große Hilfe, sorry! :roll:

    Aber ich schicke dir herzliche Grüße! Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Zitat

    Frag ich mich - vermisst Du ihn so wie er ist oder wie er sein könnte/sollte?

    Vermisst Du reales zusammensein? oder das was Du gerne hättest?

    Hallo Grazia, möchte Dir ehrliche Antworten auf Deine Fragen geben, auch wenn das hier nicht "mein" Themenstrang ist.

    Ich vermisse ihn so, wie er sein sollte bzw. mal war.
    Ich vermisse das, was ich gerne hätte, was aber so seit längerem nicht mehr ist.

    Lieben Gruß von Blumenwiese

  • Liebe Eklisee,

    wie schon so oft in deinem Fädchen springen mich die Dinge direkt an. Denn dein Mann hat ein ähnliches Verhalten wie mein Exmann damals. Daher kann ich sehr gut verstehen, was in dir vorgehen muss.

    Ob diese Aggressivität nur vom Alkohol kam, bei deinem Mann, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es bei meinem Exmann zum Schluss hin so war, dass er immer aggressiver wurde. Was ich vorher so nicht kannte. Aber er hat mich oft spüren lassen, dass er mich nicht in Augenhöhe mit sich sieht. Nüchtern genauso, wie wenn er getrunken hatte. Das hat mich immer mehr klein fühlen lassen. Er hat das nicht mit Aggressivität, sondern mit anderem Verhalten gemacht.

    Als er nüchtern wurde, wollte er von all dem, was in seinen Trinkerzeiten so passiert war, nichts mehr wissen. Vor allem die Eskalationen der letzten Zeit, bevor er aufhörte, wollte er nicht hören. Da hat er mich massiv s..uell bedroht, das war auch das, was für mich den Tiefpunkt bedeutete, dass ich endlich gehen konnte. In dieser Zeit wurde das letzte Fitzelchen Liebe, wenn überhaupt noch welche da war, abgetötet.

    Auch mein Ex war, nachdem er trocken wurde, die Liebenswürdigkeit in Person. Bis heute weiß ich nicht, was ihn genau dazu bewogen hat, so zu sein. Ich habe oft versucht, mit ihm zu reden, was zu verarbeiten, aber das hat nicht funktioniert. Wir waren nicht auf Augenhöhe... Er akzeptierte nach wie vor meine Grenzen nicht und versuchte seine alten Verhaltensweisen bei mir. Was auch anfänglich sehr gut, im Laufe der Trennungszeit aber immer schlechter klappte. Denn ich entwickelte mich ja weiter. Konnte immer mehr Grenzen setzen. Immer mehr auf mein Gefühl hören. Und eben mein Gefühl auch annehmen, mich ernst nehmen.

    Wenn ich schreiben würde, mein Ex hat das aus dem oder dem Grund gemacht, wäre das Spekulation. Er hat jedenfalls bis zum Schluss behauptet, mich zu lieben, aber bis zum Schluss konnte ich es ihm nicht glauben. Vielleicht hat er mich ja wirklich lieb gehabt, auf seine Art, aber ich konnte es nicht mehr annehmen. Irgend etwas hat mich daran gestört, irgend etwas hat sich da falsch angefühlt für mich. Wenn Dante jetzt zu mir sagt, dass er mich liebt, hört und fühlt es sich ganz anders an :D . Und ich bin froh, auf meine Gefühle gehört zu haben, damals. Ich bin froh, dass ich mich nicht "um des lieben Friedens willen" wieder eingelassen habe mit dem Ex.

    Ich hoffe, das bringt dich ein wenig weiter, was ich dir geschrieben habe.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Ihr lieben,

    danke für eure Worte.

    Clärchen, du hilfst mir ganz doll, schon weil du da bist und dich mit mir gemeinsam damit auseinandersetzt. Unsere Geschichten verlaufen ja auch echt sehr ähnlich. Du hast ja auch schon gesagt du kommst da nicht mit. Ein Patentrezept kann es da auch nicht geben. Ich erwische mich auch oft dabei, die bösen Anwandlungen einfacher zu finden. Dann fühle ich mich in meinem Distanzwunsch bestätigt und es tut mir nicht dauernd leid.
    Das was du geschrieben hast, empfinde ich auch so. Er sagt auch, dass er sich schuldig fühlt und ist im Nachhinein entsetzt über das, was er uns angetan hat, will, dass alles schnell wieder gut wird.
    Ich freue mich für dich, dass ihr euren Telefonterror klären konntet. Bei uns ging das nicht so schnell.


    Ob er mich wirklich so liebt, wie er tut, kann mir natürlich keiner sagen.
    Mir ging es auch eher darum, dieses ALK-Verhalten zu analysieren, allgemein.
    Liebe ist für mich füreinander da sein, sich vertrauen, sich zuhören und dem anderen auch Freiheiten lassen können.
    Ständig zu überlegen, wie man den anderen schikanieren kann, weil jetzt lange genug alles harmonisch war, weil man mal gucken muss, wie die jetzt darauf reagiert oder was weiß ich, ist für mich keine Liebe.
    Soviel zu deiner Frage, Melanie.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das nur der Alk macht.

    Liebe Aurora,
    ich bin richtig entsetzt, wenn ich lese, was du da alles mitgemacht hast. Das tut einem ja in der Seele weh. Ich habe bei deinem Thread was vom Ende und vom Anfang gelesen.Wenn ich doch mehr Zeit hätte. Bloß gut, dass du dich da nicht hast unterkriegen lassen und einen Weg zum Glücklichsein gefunden hast.
    Ich könnte da auch ganz schön krasse Dinge erzählen, aber dazu ist mir das hier doch zu öffentlich. Aber das, was ich von dir höre, ist noch schlimmer, glaub ich.
    Es ist vieles ähnlich und auch einiges anders.
    Er war zwar anfangs total lieb und wir waren auch einige Jahre sehr glücklich. Allerdings ist er , glaube ich auch eher dazu erzogen worden, dass der Mann das sagen hat. Als ich mit den kleinen Kindern noch zu Hause war und mir was nicht gefallen hat, kam oft der Vorschlag, dass ich ja mit ihm tauschen könnte. Nach dem Motto, er muss ja viel mehr leisten.
    Nun hat er aber in mir auch einen kleinen Temperamentsbolzen kennengelernt. Ich hatte ein stabiles Elternhaus und war ganz und gar nicht so erzogen, mir sowas gefallen zu lassen.
    In Alkoholzeiten, hat er auch immer wieder versucht, mich klein zu halten, wahrscheinlich um damit seine Schwächen zu kompensieren.
    Nun kam dann aber die Zeit, in der er arbeitslos war und auch irgendwann aufgegeben hatte, daran was ändern zu wollen. Ich hatte mir in der Zeit meine berufliche Zukunft aufgebaut und somit hat einen Rollentausch stattgefunden, der schlecht funktioniert hat und bei dem die Hauptlast bei mir lag.
    Irgendwann ist er dann nach der aggressiven Phase immer kleinlauter geworden. Irgendwann hat er ja dann zum Glück (durch Anschubs von mir u. seiner Familie) wieder Arbeit gefunden. Aber viel besser ging es dadurch nicht. Ich muss dazu sagen, es hat da noch einen Schicksalsschlag in seiner Familie gegeben, den er schwer verkraftet hat. Ein Grund, der mich in meinem Trennungswunsch um Jahre zurückgeworfen hat.
    Naja, ich habe es nicht geschafft, auf ewig die starke zu sein, fühle mich auch irgendwie schwach, weil ich nicht geschafft habe, eher da raus zu kommen. Aber das nützt jetzt alles nix. Ich weiß, ich muss nach vorn schauen.

    Vielen Dank nochmal, dass ihr da seid :)
    (wieder ein kleines Buch)

    ganz liebe Grüße von Eklisee

  • Hallo ihr Lieben,

    vor ein paar Tagen hat er mir die Pistole auf die Brust gesetzt. Er kann in diesem Distanzzustand nciht leben, wollte von mir eine Entscheidung, die er dann doch wieder nicht akzeptierte. Ich sagte ihm wieder das gleiche, wie immer, dass ich erstmal Abstand brauche, um mit mir selbst klar zu werden, dass ich die Nähe nicht fühle. Das wurde dann wieder eine Disskussinsrunde in einer Endlosschleife.
    Auf Abstand leben in einem Haus kann er nicht, aber trennen will er sich auch nicht, schon garnicht was in der Hinsicht regeln. Das soll ich wieder machen, ihm sagen was er jetzt machen soll. Als ich vor zwei Monaten weg wollte, war das Theater groß. Nun wollte er sich sofort am nächsten Tag scheiden lassen, weil er meine Distanz nicht mehr aushält, was er aber nicht wirklich so meinte, sondern nur wieder eine Trotzreaktion war. SOO EIN THEATER !!! :roll:

    Wir haben jetzt beschlossen, uns beraten zu lassen, gemeinsam. (Die Paatherapeutin in der Klinik hat uns beiden nicht all zu viel gebracht, auch vielen anderen dort nicht, wie er sagt).
    Er will nicht mit mir hin, wenn es auf Trennung hinaus läuft, (das kann er alleine). Und ich will nicht hin, nur um unsere Ehe zu retten.
    Ich bin der Meinung, wir gehen da hin, lassen unsere Situation mal von einem Dritten betrachten, egal in welche Richtung das jetzt laufen wird. Vielleicht kann man ja im Umgang miteinander was lernen.

    LG Eklisee

  • Hallo Eklisee,

    Zitat von eklisee

    Wir haben jetzt beschlossen, uns beraten zu lassen, gemeinsam. (Die Paatherapeutin in der Klinik hat uns beiden nicht all zu viel gebracht, auch vielen anderen dort nicht, wie er sagt).
    Er will nicht mit mir hin, wenn es auf Trennung hinaus läuft, (das kann er alleine). Und ich will nicht hin, nur um unsere Ehe zu retten.
    Ich bin der Meinung, wir gehen da hin, lassen unsere Situation mal von einem Dritten betrachten, egal in welche Richtung das jetzt laufen wird. Vielleicht kann man ja im Umgang miteinander was lernen.

    das halte ich für eine sehr gute Idee. :)

    Ich denke, Du kannst mit therapeutischer Unterstützung viel eher rauskriegen, wo Du nun genau stehst, ob Du eher Richtung Trennung tendierst oder Richtung Zusammenbleiben.

    Zudem kann Euch der Therapeut vermutlich auch ein paar Tips und Strategien an die Hand geben, mit denen Ihr Euere Ehe, wenn Ihr es möchtet, wieder etwas verbessern könnt.
    Ich find`s jedenfalls toll, dass Du und Dein Mann Euch darauf einlasst.

    Herzliche Grüße
    Leonia

  • hallo elisee,

    ich hatte am ende der ehe auch eine ehetherapie gemacht. einfach rauszufinden was ich will. war gut, dies begleitung stärkte mich in meinen entscheidungen. wärden der therapie kam das klare aus bei mir. gespräche danach halfen mir dieses klare aus noch besser zu unterstreichen. dadurch hatte ich die chance es dann auch wirklich durchzuziehen. eheberatung bedeutet ja nicht gleich das die ehe gerettet wird, sondern das beide partner sich darüber bewusst werden was sie wirklich wollen. in diese richtung partnerschaft zusammen oder die andere richtung trennung.dann gehts weiter in begleitung die dann sicher wieder hilfreich ist sich dann zu orientieren.mir hat es viel gebracht gehabt, auch wenns das aus für uns bedeutete. muss bei euch ja nicht das gleiche bedeuten.

    lieben gruß melanie

  • Danke Leonia,

    ich werde mich dort auch erkundigen, was es für Möglichkeiten in der Nähe gibt, mich mit mir ausenanderzusetzen.

    So geht das hier auch nicht weiter. Ich mag mich auch nicht mehr unter Druck setzen lassen. Lieber trenne ich mich gleich, auch wenn ich hier noch bis Mitte nächsten Jahres bleiben muss. (warum, habe ich ja schon geschrieben).

    Ich hoffe, dir geht es einigermaßen gut. Ich stöber hier ab und zu ein bisschen rum. Pass auch du auf dich auf und höre auf deine inneren Signale :)

    LG Eklisee

  • Hallo eklisee!

    Eine Paartherapie mit offenem Ausgang, warum nicht! Es kann doch nur gut sein mit einem neuralen "Schiedsrichter" dabei zureden. Und was kannst du schon verlieren?

    Liebe Grüße Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Hallo Melanie,

    jetzt haben sich unsere Beiträge wohl überschnitten.

    Ja ich habe auch die Hoffnung, dass sich mit dieser Hilfe jeder von uns selbst besser verstehen lernt und das wir so besser herausfinden können, welcher Weg für uns der beste ist, wo auch immer er hinführen wird.

    Vorher ständig darüber rumzudiskutieren bringt nichts, wir machen uns gegenseitig nur die Nerven kaputt.

    LG Eklisee

  • Liebe eklisee,

    Zitat von eklisee

    Ich hoffe, dir geht es einigermaßen gut.

    danke der Nachfrage. :)
    Ja, es geht mir gut.

    Ich stelle übrigends fest, dass sich mein Partner mit fortschreitender Trockenheit charakterlich wenig ändert. Er war schon als nasser Alkoholiker ein ruhiger, freundlicher, umgänglicher Mensch, nun wo er trocken ist, ist er lediglich ein bißchen ernster, aber ansonsten im Verhalten so angenehm wie vorher.

    Das macht es für mich natürlich leicht, mit ihm zu leben. :)

    Liebe Eklisee, ich wünsche Dir ganz arg, dass sich Deine Probleme und Schwierigkeiten auf die eine oder andere Art möglichst schnell lösen lassen.
    Find`s toll, dass Du und Dein Mann Euch professionelle Hilfe dazu nehmen wollt.

    Herzliche Grüße
    Leonia

  • Hallo Leonia,

    danke für deine Wünsche.

    Ich freue mich, dass es dir gut geht.
    Vielleicht habt ihr ja wirklich noch rechtzeitig die Kurve gekriegt, und ihr habt eine Chance auf ein glückliches Leben. Es muss ja nicht bei allen in der Trennung enden.
    Ich wünsche dir wirklich, dass es so bleibt. :D

    Ganz liebe Grüße

    Eklisee

  • Hallo,

    ich will nur sagen, dass ich mich im gechlossenen Breich angemeldet habe. Muss nur noch auf mein Geld warten. Der Urlaub hat fast alles aufgefressen :wink: .

    Ich will kämpfen, diesen Kopfsalat loswerden und mehr über meine Krankheit, die ich inzwischen entwickelt habe, herauszufinden, um daran zu arbeiten. Die passt irgendwie nicht ganz zu den Merkmalen einer CO-Abhhängigen, oder doch? Jedenfalls hatte ich nie dieses Aufopferungsbedürfniss, mich um den schwachen Partner kümmern zu wollen. Ich will einen Partner auf Augenhöhe. Klein und wertlos habe ich mich auch nie gefühlt, nur unsicher. Ich weiß auch nicht, vielleicht bin ich abhängig von meinem zu Hause und meinem Garten, irgendwie dämlich.

    Jedenfalls hat mir das Forum schon viel geholfen. Ich sitze an meinen freien Tagen nicht mehr fast den ganzen Tag sinnlos in einer Ecke rum um vor mich hin zu grübeln oder zu jaulen. Sowas kann ich auch eigtl. gar nicht leiden. Ich schaffe wieder viel mehr und mache auch wieder mehr Dinge, die mir Spaß machen. (wenn ich nicht dauernd hier am Forum sitze :wink: )

    LG Eklisee

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