Beiträge von carolinefeifer

    Einen schönen guten morgen an alle.

    Zum 1. mal habe ich mich 2008 angemeldet und nach einer Pause, 2011 das 2. mal.
    Mir wurde hier geholfen trocken zu werden und zu bleiben. Die Ratschläge und Erfahrungen halfen mir, nicht gleich bei jedem Stolperstein (davon gab es einige) rückfällig zu würden.
    Darüber bin ich Dankbar.

    Ich freue mich wieder hier zu sein und auf den Austausch mit euch.

    LG
    Caroline

    Hallo Melanie,

    ich finde dein "muss" ist schlecht gewählt. Es wäre zwar wünschenswert (wenn überhaupt) und würde einiges erleichtern; nur welche Gesellschaft meinst du den.
    Jede Kultur hat doch eine eigene Gesellschaft.
    Erwartest du, dass alle Kulturen auf der Welt sich einer Gesellschaft anschließen bzw sich angleichen?
    Was erwartest du da von einer Gesellschaft?
    Hier im Forum sind wir doch sehr unterschiedlich und wenige, da funktioniert das auch nicht.

    Ich sehe mich da nur in meiner eigenen Verantwortung, dass reicht mir. Vorbild für alle möchte ich gar nicht sein, ist mir zu anstrengend und wo würde dann mein Leben bleiben. Ich müsste mich ja biegen um die Erwartungen anderer zu erfüllen.

    Vorbilder werden nicht per Lotto Annahmestelle verlost; jeder sucht sich da sein eigenen, je nach Talent und Veranlagung. Im Vordergrund sollte da doch der Sport stehen und nicht eine inszenierte Formstellung, die am Schluss einer Veranstaltung steht. In dieser Hinsicht kann ich auf mein Kind einwirken, ihr vorleben, dass dies nicht dazu gehören muss.
    Die Welt ist nicht unter einen Hut zu bringen, auch wenn es sich einige Wünschen.

    Ich finde die Welt und die unterschiedlichen Gesellschaften bzw. Kulturen sehr lebhaft und interessant, muss nicht alles mitmachen und mögen und da stehe ich bei mir in der Verantwortung; für mich.
    Ich "muss" Sterben und auch mal auf die Toilette, sonst kann und darf ich.

    LG
    Carolinefeifer

    Hallo,

    ich schließe mich da Spedi's Aussage an, ohne es nur nachplappern zu wollen, sondern mehr als Elternteil und Überzeugung.

    Für Kinder das Vorbild zu sein, ist dies nicht der Wunsch jeder Eltern; meiner ist es jedenfalls.
    Ich zeige meinem Kind heute, dass es anders geht, lebe es.
    Und ich Zeige und Rede über das hinter den Kulissen.
    Das im TV ist nicht die Realität und es ist doch meine Aufgabe, meinem Kind dies zu verwirklichen und beizubringen und sie es sehen lassen.
    Ihr die Welt nahe zu bringen, wie sie ist, so dass später die richtige Entscheidung getroffen wird.

    LG
    Carolinefeifer

    Hallo,

    ich befördere mich mal auf Seite eins, um euch allen ein schönes Osterfest zu wünschen.
    Allen liebe Grüße hier zu lassen und geruhsame und friedliche Feiertage zu wünschen.

    Auf Seite Zwei war es auch ganz schön, weil ich hier immer noch trocken lesen kann und alles in mich aufnehme, was mir weiter Hilft.

    Mir geht es gut. :lol:

    LG
    Carolinefeifer

    Hallo BC,

    deine Antwort macht mich ein wenig Sprachlos, weil ich nicht so denke und vorgehen. Danke dir dafür, weil du mich teilhaben lässt.

    Ich kann ein wenig Nachvollziehen wie du es meinst und was dich bewogen hat, so zu handeln.
    Birgt das nicht auch die Gefahr, dass du falsch liegst mit deinen Einschätzungen, wenn man dich belügt? Oder dir sagt, was du hören möchtest?
    Wir sind doch Menschen mit Schwächen und selbst ich gebe nicht alles Preis. Wie sollte mich denn jemand einschätzen oder analysieren können.

    Ich bin nicht so vorausschauend. Ich nehme den Augenblick war und mein Bauchgefühl, wenn ich gut drauf bin, entscheide ich mich sonst warte ich ab. Bei mir sind es Sekunden die über Antipathie oder Sympathie entscheiden. Dazu musste ich mich auch erst mal kennen lernen, um einzuschätzen was ich brauche und was geht.

    So unterschiedlich wir eine Sache auch angehen, wichtig ist doch, dass wir uns dabei gut fühlen und zufrieden leben können.

    Danke

    LG
    Caroline

    Hallo BC,

    ich möchte dir nicht zu nahe treten, habe nur eine Frage zu deinen Satz:

    Zitat

    Ich für meinen Teil finde es interessant, mich mit der Psyche des Menschen zu beschäftigen bzw. Zugang zu bekommen - der hat mir eigentlich immer gefehlt. Ist auch eine Art Schutzmechanismus für mich geworden - wenn ich weiß, wie ein Anderer tickt, dann kann ich ihn viel besser einschätzen. Auch wenn ich weiß, welche Muster da gerade ablaufen, ohne, dass ich ihn bis ins kleinste Detail analysieren muß.

    Warum möchtest du Zugang zu der Psyche eines anderen habe, wenn du dann doch nicht analysierst?

    Und ist Analysieren nicht auch eine Art von Beurteilen, weil du ja nur von Annahmen ausgehen kannst?

    Sollte nicht jeder Mensch so angenommen werden, wie er gerade ist ohne beurteilt zu werden?

    Kann es sein, dass dein Schutzmechanismus eine Art Kontrolle ist?

    Sind doch mehr Fragen geworden als ich eigentlich dachte. Ich würde dich gerne besser Verstehen wollen, deshalb meine Fragen. So richtig kann ich es nicht einschätzen.

    Du musst nicht antworten, kannst es auch so stehen lassen. Es ist ja mein Unverständnis. :)

    LG
    Caroline

    Hallo BC,

    meine Erfahrung und Meinung nach kann nicht jeder Empathie empfinden. Ich stelle dies auch in Frage.
    Wie sollen Kinder mitfühlend sein, wenn sie es nie erlebten.
    Wäre jeder fähig Empathie zu leben, gebe es bestimmt kein Mobbing oder Gewalt oder Wegschauen.
    Aber ich will nicht abschweifen.

    Ich kann nur über mich reden. Ich bin Mutter und kannte mein Kind solange es klein war. Ich musste es jeden Tag neu kennen lernen, weil es sich entwickelte. Das geht nur solange es bei mir war. Jetzt ist mein Kind erwachsen und entwickelt sich weiter und anders und ich muss immer noch neu erkennen wer und was sie. Ich kann nur versuchen sie zu verstehen, wissen tue ich es aber nicht, nur wenn sie es zulässt und es mir mitteilt.

    Ich könnte nur versuchen, nach meinem Wissen nasse Co-Gedanken zu verstehen. Kann es aber nicht. Ich verstehe einige Verhaltensweisen überhaupt nicht, weil ich nicht so bin.

    Deshalb glaube ich auch nicht, dass ein Co-Abhängiger meine nassen Gedanken verstehen kann.
    Alles was mit Empathie zu tun hat, hat mit den Leben zu tun, mit mir persönlich und meinen Gefühlen und meinen Umgang gegenüber Anderen.

    Aber mit meine Sucht? Nein, das glaube ich nicht, dass es vergleichbar ist.
    Wenn das so ist, müsste ich mich mit dieser Krankheit auseinander setzen; aber warum sollte ich es tun? Ich habe doch mit mir genug zu tun.

    Ich habe sehr viel Mitgefühl und Liebe Anderen gegenüber. Würde auch jeden Helfen, bring mein Beruf schon mit, doch nicht bis zur Selbstaufgabe.

    Ist dies für einen Co-Abhängigen nicht genauso? Was bringt ihn den weiter, wenn er sich in meine Sucht hinein versetzten könnte?

    Sich in meine Person hinein zu versetzten, ja dass kann er wahrscheinlich, wenn er das Bedürfnis hat mich kennen zu lernen, nur in meine Krankheit; nein das bezweifle ich. Es bleibt immer eine Annahme.

    Bei einer Krankheit ist für mich das 1:1 wichtig.
    Von einander lernen können wir wohl, doch nur was mir gut tut.

    Wenn es so viel verstehen bzw. nachvollziehbar wäre, warum gehen dann die meisten Paare auseinander?

    Das ist meine Meinung und dazu stehe ich auch.

    Deine Meinung würde mir auch gefallen, habe ich so ganz selten kennen gelernt oder erlebt.

    Ich finde es auch gar nicht wichtig, dass ein Co meine nassen Gedanken nachvollziehen muss; er hat genug mit sich zu tun.

    Für mich ist Interpretation wichtig, für meinen Meinungsaustausch und ich finde es positiv. Ich gebe ja nur meine Erfahrungen weiter. Und ich lese die Meinung anderer um darüber mal nachzudenken.

    LG
    Caroline

    Hallo,

    es gibt bei den Indianern ein sehr gutes Sprichwort oder Zitat, welches ich hier nicht niederschreiben darf, deshalb sage ich es mal mit meinen Worten.

    Was ich Denke, Fühle oder Annehme kann nur jemand nachvollziehen der in meinen Schuhen gelaufen ist. Meine Schuhe passen niemanden so wie fremde Schuhe mir nicht passen.

    Es können nur Annahmen oder Fantasien sein. Alles nur ein "Könnte" nicht aber ein "ich weiß was in dir vorgeht, du fühlst oder denkst".

    LG
    Caroline

    Hallo Hartmut,

    Ich habe weder an einer Sucht bezogenen Therapie teilgenommen, noch war ich in einer Suchtklinik. Ich habe mich hier und in Seminaren über Alkoholismus informiert. Auch in den Seminaren wurde mir vermittelt, anhand einen Kreises, dass ein Rückfall kein Weltuntergang wäre und dies mit zu berücksichtigen wäre.

    Was es mit Anderen macht, kann ich nicht beurteilen, für mich war diese Kreis-Darstellung beunruhigend. Es hörte sich nach Endlosschleife für mich an, in die ich nicht hineingeraten wollte.

    Ich wollte zu den 2% Abstinenz Lebenden gehören und strengte mich an, Aktionen die einen Rückfall bewirken könnten, zu meiden. Ich lebte zu dieser Zeit fast 2 Jahre trocken und trotzdem beunruhigte mich diese Äußerung.

    Jetzt und heute habe ich meine Abstinenz als Lebenswert verinnerlicht und weiß, dass es an mir liegt, zu den 2 % zu gehören und auch wie lange, Beunruhigen kann es mich nicht mehr so sehr, nur passend finde ich diese Äußerung zu Beginn eines neuen Weges nicht. Da könnte es zu Vernachlässigungen kommen.

    Dies ist aber nur meine Meinung; Anderen kann die Aussage vielleicht geholfen haben und noch helfen.


    LG
    Caroline

    Hallo Hans,

    danke für deine Gedanken. Und nein, ich verschließe mich nicht, ich schütze meine priv. Sphäre hier im offenen Bereich, in dem ich vorsichtig schreibe. Angst vor Mitteilung habe ich nicht; nur wann und wo möchte ich noch einigermaßen kontrollieren und selbst entscheiden.
    Hier lese ich noch ganz viel, hatte ja hier meine ersten Ansätze; schreiben tue ich auch im geschlossenen Bereich.

    Ängste sind oft in die Zukunft gerichtete Gedanken die nicht mit den jetzt zu tun haben. Das meinte ich mit, mit mir ausmachen. Die Szenarien, die mich ängstigen, sind oft noch nicht geschehen oder sie sind von mir gedachte Aktionen, die sein könnten. Synapsen, die sich an ähnliches erinnern, Ängste hervor rufen. Verletzungen, die nicht geheilt sind.
    Da ist es gut bei sich zu bleiben und nicht darüber nachzudenken, was sein könnte sondern einfach was ist.

    Unser Gedächtnis hat nicht nur unsere Sucht gespeichert, auch die Verletzungen und die Freuden.

    Und wenn ich auf Dauer trocken bleiben möchte, ist es wichtig zu erkennen, was mich aus der Bahn wirft und wie ich dagegen angehen kann.

    Manchmal lasse ich einfach so einige Gedanken hier.

    Ich finde deine Gedankengänge sehr aufmerksam. Aufmerksamkeit auf mich und Andere gerichtet, ist ein wichtiger Punkt, auf mich zu achten.

    LG
    Carolinefeifer

    Hallo matthias, hallo OF,

    Danke, Namaste

    Hallo Hans,

    das hast du richtig erkannt. Mobbing bis zur Ausgrenzung. Dazu gehört Methode und Abwertung und sehr viel Skrupel, denn der Gegenüber braucht ja Unterstützung und Anhänger.

    Und ich brauchte die Zeit für mich, dies einfach so zu erkennen wie es ist und mich nicht mehr als Opfer zu fühlen. Es gibt mehr Menschen da draußen die erst bei Anderen kehren, als bei sich.

    Es gibt aber auch die andere Seite. Menschen die bei sich sind, mit Mitgefühlt. Solange ich erst auf diese schaue und die Anderen aus grenze, tue ich mir gutes.

    Mir ist auch klar; allem kann ich nicht aus dem Weg gehen. In dem ich bewusst lebe und auf mich achte, kann ich einiges vor ab erkennen und dagegen etwas tun.

    Ein guter Gedanke oder ein Lächeln verdoppelt und vervielfältigt sich, wenn er weiter getragen wird.
    Das überzeugt mich.

    Es ist mir heute viel wichtiger mit mir in Einklang zu sein, als darauf zu achten, dass ich nach außen hin eine Gute Figur mache. Mich biegen und brechen brauche ich nicht mehr. Damit belüge ich mich doch nur selbst und gut tat es mir auch nicht.
    Ich gehe nicht mit dem Ellenbogen voran und ich lasse jeden so wie er ist.
    Damit fühle ich wohl. Es findet sich alles.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende.

    LG
    Carolinefeifer

    Hallo Hans,

    jetzt statte ich dir mal einen Gegenbesuch ab.

    Ich habe hier 2008 angefangen; erst zu lesen, dann zu schreiben und aus allem die Informationen für mich mitgenommen, die ich brauchte.
    Dies hat mir gereicht und nach Anfänglichen versuchen regelmäßig eine reale SHG aufzusuchen, Abstinenz.

    Ansonsten habe ich meine Hobbys bzw. andere Aktivitäten oder Lebensweisen, die mich erfüllen.

    Einige benötigen den Kontakt zu einer realen SHG, ohne die sie nicht trocken bleiben können.

    So und jetzt ist mir der Faden gerissen.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch und mach weiter so.

    LG
    carolinefeifer

    Hallo Baer,

    ich kann dir deine Entscheidungen nicht abnehmen, die dazu führen, dass du dich wohler fühlst.
    Einfach wird es nicht werden. Vielleicht wird es danach besser, wissen tust du es erst wenn du es tust.

    Ich hatte auch sehr viel Angst, manchmal heute noch, vor jeder Entscheidung meines Lebens. Und ich brauchte immer sehr viel Mut und Zeit, bis ich diesen oder jenen Schritt gegangen bin.
    Um so mehr Zeit in meinem abstinenten Leben verging um so klarer konnte ich Entscheidungen treffen und hatte immer mehr Mut, diesen Weg zu gehen.
    Es gab Tränen, es gab Leid, es gab Enttäuschungen und Verluste. Freunde die gingen oder von mir gegangen wurden. Dagegen stand aber auch immer ein neues "Ich". Ich wurde mir immer Wertvoller und mein Selbstbewusstsein lebte wieder und wuchs. Ich lebte noch und war freier.

    Ich kann nicht wissen, was hinter deiner Lebenslüge steht und ob du dich besser fühlen wirst, wenn sie aufgedeckt ist. Denn Zeitpunkt bestimmst du. Also lass dir Zeit, denke nach und entscheide ohne Angst und mit Mut.

    Aber was meinst du mit letzter Konsequenz? Wirst du dann verlassen oder verlässt du?

    Du hast doch schon einiges erreicht und du kannst alles sein was du willst, brauchst nur den Mut dazu und den ersten Schritt.

    LG
    carolinefeifer