Beiträge von carolinefeifer

    Hallo Uwe,

    ein sehr interessantes Thema, dass ich sehr neugierig verfolgte und deinen letzten Text sehr genau anschaute und las.

    Ich bin hier nicht sehr aktiv unterwegs und wollte mich eigentlich nicht dazu äußern, weil ich hier bei dir noch gar nicht geschrieben habe.

    Für mich ist dein Text keine "Wortklaubereie", hoffe dich richtig verstanden zu haben. Es deckt sich auch mit meiner Denkweise, sich klar und deutlich auszudrücken und jede Unterschiedlichkeit in Worte zu fassen.

    Z.B. haben diese Worte (mag dich, hab dich lieb, sehr lieb, liebe dich) auch unterschiedliche Bedeutung.

    Auch ich führe ein gesundes Leben jetzt, abstinent und sucht frei, versuche alles in Waage zu halten.
    Meine Art von Begrifflichkeit:

    Bin mir aber auch meiner Krankheit bewusst und würde mich nicht als Süchtige sondern als Sucht gefährdet bezeichnen. Gesund werden hat mit dem nichts zu tun.
    Den diese Krankheit habe ich für immer.
    Meine Lebensweise führe ich so, dass ich den Gefährdungen meiner Krankheit keinen Spielraum lasse.

    Das heißt aber auch nicht, dass ich die Bausteine vergesse oder Leichtsinne werde. Ich bin mir immer Bewusst, was ich war und nicht mehr will.

    Für mich gibt es da auch erhebliche Unterschiede, so wie jeder anders lebt und versteht.
    Deutsch ist für mich eine wunderschöne Sprache, mit der man sehr gut umgehen kann und spielen kann. Wir können mit dieser alle Unterschiede ausdrücken und erklären. Zumal hier ja die Gestik fehlt.

    Wenn ich rein von der Bedeutung der Worte (Duden,Lexicon) ausgehe, dann gilt dies auch nach meiner Begrifflichkeit für die Co Abhängigkeit......wenn die Sache/Person/bzw Suchtmittel nicht da ist, gibt es kein Süchtigen oder Co.

    Denn von was sollte die Person dann Abhängig sein.

    Aber es gibt immer eine Co-bzw. Alk/Drogen-Sucht-Gefährdung.
    Für uns doch mehr als für Andere.

    Und wenn dieses Denken dazu führt sich wohler oder Besser zu fühlen und mehr Selbstbestimmung zu leben, ist es doch ok. Dann ist dies der richtige Weg für diese Person.

    Und genau aus diesem Grund versuche ich mich mit Anderen auszutauschen, diese Unterschiede zu lesen und versuchen zu verstehen so wie das zu finden was mir hilft Lebensbejahend durch mein Leben zu gehen und trocken zu bleiben.

    Uwe, ich hoffe, dass ich deine Grenze deinen Bereich hier, nicht überschritten habe, als ich meine Gedanke hier ließ.

    Ich kann dich ganz gut verstehen und teile einige deiner Ansichten.

    gruß carolinefeifer

    Hallo Baer,

    deine Gefühle die du beschreibst erinnern mich an meine Anfänge, aber sie kommen auch immer mal wieder.
    Es sind neue Eindrücke und es werden immer mehr.
    Es verändert sich alles und du dich auch.

    Das Gefühl der Einsamkeit, sich verlassen zu fühlen kann ich nachvollziehen, auch das du dich nicht auf Arbeit outen möchtest.

    Mir ging es da genauso und manchmal auch noch heute. Das Begreifen und das sich selbst erkennen war für mich, als wenn ich zerreiße.
    Da waren zwei Seiten; die Eine die ich kenne aber darin nicht leben kann und die Andere die ich nicht kenne und mir angst macht, weil ich mich dann ausgeschlossen fühlte, von der Anderen Seite. Es war wie ein Kreislauf, den ich erst durchbrechen musste.

    Das braucht seine Zeit. Die Leere geht vorbei und du kannst sie mit anderen Dingen auffüllen.

    Du schreibst

    Zitat

    Zuhause fühle ich mich einsam, da ich zwar versuche mich mit der Situation abzufinden, aber irgendwie nix investieren oder mich auf etwas einlassen kann.

    Aus den "kann" würde ich schließen, du möchtest aber kannst nicht.
    Ist dies dein Gefühl der Erstarrung oder hindert dich etwas anderes daran.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.

    Lg carolinefeifer

    Abwertung?

    Die Erfahrung mit der Abwertung kam nach dem ich Abstinent wurde und hatte gar nichts mit meiner Sucht zu tun. An sich. Dies passiert überall und immer zu.

    Ich hatte genügend Kraft und Willen Abstinent zu leben und die Einsicht, das Lernprogramm durchzuhalten und mein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. War mit meinem positiven Denken jedoch immer wieder auf Gegenwehr gestoßen. Für keinen Menschen in meiner Umgebung (Arbeitswelt) war es vorstellbar, dass ich Zufrieden mit allen Unzulänglichkeiten des Lebens war und leben konnte.

    War es Neid oder Unzufriedenheit der Anderen?
    Es führt immer zu Abwertungen.

    Also grenzte ich mich aus und hielt mich von denen fern, die mir - so dachte ich - nicht gut taten und entfernte mich immer weiter vom sozialen Umfeld.
    Mehr zurück ziehen und mehr Arbeit waren die Folge und ein ganz alleine sein.

    Dann begann ich ein anderes Lernprogramm.

    Abwertung hat in meinem Leben keinen Platz mehr. Jeder, jede und jedes hat auch etwas positives an sich, dass muss gesehen werden und aufgewertet und aufgebaut werden.

    Ich lebe in dieser Welt und muss sehen, dass ich mich stärke gegen die Abwertungen, die mich runter ziehen.

    Die meisten Menschen sind mit Abwertungen beschäftigt. Warum eigentlich?

    Eine Frage die mich heute nicht mehr interessiert, denn die Menschen mag ich trotzdem, mit ihren Fehlern und ihren Unzulänglichkeiten und mit meinem Wissen; sie werden sich im laufe ihres Lebens auch noch ändern.

    Das loslassen heißt für mich heute, den Anderen zu lassen wie er ist, zu verzeihen und alles anzunehmen was mir gut tut. Anderen zu helfen ohne Erwartung und mit den Respekt meiner und seiner/ihrer Person.
    Im Sinne von Selbsthilfe.

    Mir gefällt das.

    lg carolinefeifer

    Hallo und einen schönen Tag.

    Meine Gedanken und meine Erfahrungen zur Abgrenzung.

    Innere Abgrenzung, was ist das?
    Dazu muss ich erst mal für mich verstehen, dass es eigentlich keine Grenzen gibt, im allgemeinen Umgang miteinander und mit meiner Umwelt. Ich selbst kann nur Abgrenzungen schaffen.

    Meine „Äußere Abgrenzung“ sind Grenzen die ich meinen Mitmenschen und äußeren Bestrebungen aktiv setzen muss um mich zu schützen.

    Ich kann die Welt nicht vor mir abschirmen, sie gehört zu meinem Leben; sonst wäre ich Tod. Ich kann nur lernen mit allem Unzulänglichkeiten im äußeren umzugehen und offen mal zu sagen; ich bin nicht immer lieb ich kann auch anders.
    Andere zeigen, bis wohin sie gehen dürfen; mit mir.

    Meine „Innere Abgrenzung“ ist mein Umgang (für mich auch manchmal schwer zu lernen) mit den Einflüssen meines Lebens. Mitmenschen, Katastrophen, Gefühle, meine Seele, andere Seele, spüren der Befindlichkeiten anderer. Umgang miteinander im mitfühlenden und respektvollen Sinne.
    Das Annehmen allem Leben und Sinnen dieser Welt ohne es an mich im schädlichen Sinne anzunehmen, einzufügen oder es zu meine Eigen zu machen.
    Dazu gehört auch, einzugestehen, dass ich nicht alles kann und sehr sensibel bin und dann auch mal anders behandelt werden möchte. Wenn dies nicht geht, dann muss ich mich schützen und gehe zur äußeren Abgrenzung über.

    Es gehört aber auch zu meinem Leben, nicht weg zustoßen oder abzulehnen.
    Das was ich verlange für meine Person, lebe ich und gestehe es auch anderen zu.

    LG
    carolinefeifer

    In letzter Zeit tauchen immer wieder neben dem Schlagwort Koma-Saufen auch "Rausch-Trinken".

    Da musste ich mal nachlesen, was damit gemeint ist und wo da ein unterschied sein soll.
    Der liegt wohl beim; bis zum Rausch und dann aufhören.
    Soll entspannend und wohl zum Leben bzw. zur neuen Lebensphilosophie gehören.

    Ein Rausch, so die Ausführenden (so zwischen 35 und 55 Jahren, meist Männer) ist etwas berauschendes, etwas was benötigt wird um auf Touren zu kommen und den Streß abzubauen.
    Der Rausch setzt Glücksgefühle frei und so weiter.

    Da wird also nach einem Vertragsabschluss oder in einer Männerrunde (ich glaube Frauen sind dann auch dabei) oder unter Freunden ein mal im Monat oder doch dann irgendwann einmal pro Woche los gezogen und getrunken bis der Rausch kommt.

    Und dann; tja dann wird der schüchterne zum Helden zum Draufgänger oder sogar zum größten Liebhaber..zum Witzereißer zum größten Unterhaltener...oder doch nicht......einfach zum Cloun
    Wo bleibt das Glücksgefühl dann am nächsten morgen, bei Übelkeit und Kopfweh.

    Das wird dann in Kauf genommen....ist eben so.

    Traurig wird es dann, wenn einige Kollegen oder Freunde nicht mehr trinken wollen, oder können oder aus medizinischen Gründen nicht mehr dürfen.
    Tja, diese werden ausgeschlossen, weil sie nicht lustig sind oder einfach nur albern. Es wird sich über sie hergezogen.

    Es mag ja sein, dass diese Personen wissen, wann schluß ist......nur bleibt es doch nicht so....

    Was für Vorbilder........

    Ich bin froh, dass ich keine Dogen brauche und kein Alkohol um Freude und Spaß zu empfinden. Ich brauche keinen Rausch um Glückshormone zu fühlen, dass geht auch ohne Rauschmittel ohne Alkohol.

    Ich habe aufgehört darüber nachzudenken, warum sie sich verändern wollen.
    Hoffentlich ist dies nicht die neue Generation von Vorbildern, für unsere Jugend.
    Alkohol verändert die Persönlichkeit, dass wissen wir ja selbst. Nur die Anderen merken es nicht.

    Warum fällt es so vielen Menschen schwer einfach sie selbst zu sein.

    Ich will ja nicht die Lobby der Weinbauern oder Bierbrauer verurteilen, aber können wir diese Lebensphilosophie verharmlosen.
    Wo doch so viele Jugendliche an Alkoholvergiftung sterben.

    Naja, ich kann hier nur schreiben, dass ich mich nicht verändern möchte. Ich hole mir meine Glückshormone und mein Lächeln woanders und brauche kein Wein oder Sekt um gut drauf zu sein. Was immer das heißen soll

    Wie heißt es so schön "ich will so bleiben wie ich bin", nüchtern, mit klaren Kopf und mich morgen noch an alles erinnern, was ich heute tue. Möchte nicht gereizt sein und ungeduldig.
    Ich möchte nicht zwei verschiedene Charaktere in mir habe bzw. zwei Persönlichkeiten.

    Wie schön darüber sich nicht den Kopf machen zu müssen.

    lg Carolinefeifer

    Hallo,

    das sind alles ganz schöne Beschreibung, die wir hier ja auch in den Bausteinen erlernen können.
    Wenn es sich um eine Person handelt ist dies auch recht gut händelbar.

    Die Realität sieht aber anders aus. Das musste ich real erleben, nicht alles lässt sich mit den Bausteinen hier Regel oder umsetzten.

    Es gibt ja hier in Berlin wenig Möglichkeiten, einfach so mal zu wechseln ab einen bestimmten Alter. Bei einer Arbeitslosenquote von 12 % ist es auch schwer einen anderen Arbeitsplatz zu suchen.
    Auch hat nicht jede Firma die Kapazität, einer Umsetzung.
    Und was ist mit der Qualifikation, die muss auch bei einer Umsetzung berücksichtigt werden.

    Dazu kommt, dass ich die Personen ja nicht ändern kann, doch nur mich.
    Ich will jetzt gar nicht daran denken oder nachdenken, wie was warum geschieht, dass liegt ja immer an den Arbeitsbedingungen.
    Das Mobbing allein zerstört ja nicht das Selbstwertgefühl.

    Nur muss ich mir doch irgendwann mal die Frage stellen, was kommt nach dem Recht bekommen, was macht es mit mir. Ist es damit zu ende, nein, ist es nicht. Da fängt es doch erst an.

    Wer einen Arbeitgeber oder den Rechtsweg geht, erhält nur auf dem Papier recht aber nicht vor der Person.
    Es geht immer weiter es hört nicht auf.

    Das Selbstwertgefühl verliert man meiner Meinung erst, (wenn es sich um diese Art von mobbing handelt), wenn man raus ist aus dem Bereich, Krank und andere für sich sprechen lassen muss.
    Da geht es nur noch um Arbeitsrecht.

    Der Arbeitgeber will Ruhe am Arbeitsplatz. Es soll funktionieren, auch die Mitarbeiter.

    Es ist nicht einfach da eine Entscheidung zu fällen:
    Entweder kämpfen und weiter machen oder raus und sich was anderes suchen.

    An dieser Stelle braucht man professionelle Hilfe, mit ihren Erfahrungen und Hilfeprojekten.

    lg carolinefeifer

    Hallo Bc,

    du fragst nach Strategien; hier im öffentlichen Bereich kann ich dir meine nicht nennen, muss mich ja schützen, ich bin ja noch am Aufbau.
    Versuche aber mal mit Fragen dir weiter zu helfen.

    gipfel und Melinak habe da ja einiges gesagt. Ich möchte mich da nicht vertiefen.

    Das Mobbing dauerte lange und das Selbstwertgefühl verliert man erst nach einem langem Kampf und anzeigen;

    Selbstwertgefühl aufzubauen, kann jeder hier lernen, im Austausch mit anderen und mit Hilfe und Mitgefühl, Verständnis, oder?
    Wie kommt es dann, dass ein neu errungenes und lange gestärktes Selbstwertgefühl zerstört wird?
    Durch Andere, nicht durch sich selbst.

    von gipfel

    Zitat

    Für sie sind Angriffe ja keine Abwertungen sondern das "normale Programm".
    "bestrafen" kannst Du sie mit Aufwertung, aber wer tut sich das schon dauerhaft an ?

    Darum geht es doch, die Dauer. Nicht warum jemand etwas macht. Es spielt keine Rolle wie stark du bist, wenn jemand dauerhaft mobbing ausgesetzt wird, verliert er.

    @BC, eigentlich habe ich in großen zügen so einige Strategien genannt,denke ich mal.

    Es beginnt immer mit Kleinigkeiten, denen man aus dem Weg geht und sich positiv stellt, positiv ist und mit der Zeit ironisch antwortet, ironisch komisch.

    Das geht eine Zeit lang gut. Dann reicht es und man wert sich....die Mobber bekommen angst und reden sich raus und stellt es so hin, als wenn der gemobbte daran schuld ist; stellt sich dem Vorgesetzten auch so da, weil er sich ja gewehrt hat. Der Vorgesetzte redet mit den beteiligten und was passiert weiter....der Gemobbte muss nun aufpassen, denn jetzt folgt die Rache......mit Worten, mit Ausgrenzung und mit Arbeitsbehinderung.

    Also achtet der Mobber noch mehr auf seine Arbeit auf die Umgebung und steht ständig unter Streß, weil er unter der Ausgrenzung leidet, ständig mit Aufwertung beschäftige ist.

    Das Resultat daraus ist, um so mehr jemand darauf achtet keine Fehler zu machen, um so mehr macht er sie.

    Nächste stufe: Abstand halten zu Kollegen und nur noch arbeiten, Freizeit benutzen um sich aufzubauen und zu stärken.

    Das geht nicht lange gut und der Körper reagiert mit Schmerzen, Kopf, Rücken und Verkrampfung.

    Nächste Stufe wäre dann: Arzt Behandlung, angegriffene Physische und Gesundheit.

    Das führt wieder zu mobbing und angriffen, weil der Gemobbte ja nicht mehr so viel schafft.
    Irgendwann kommen dann Unzufriedenheit und Gereiztheit und dann zur nochmaligen anzeige..schriftlich mit allen detais ...die auch nicht weiter führt, weil es ja nicht nur eine Person ist.

    Nächste Stufe: der Gemobbte verliert die Übersicht und bekommt zweifel und langsam sitzt er im Loch und kommt da nicht mehr raus....da hilft nur professionelle Hilfe.

    Es gibt am Ende, wenn das Selbstwertgefühl nicht mehr da ist, nur noch die Hilfe von außen und Professionell um da wieder zu gesunden.

    Frauen können untereinander noch grausamer sein als man denkt. Es wird dann zur Manie, es wird zum Sport, es wird bei ihnen zur Machtausübung, Kontrolle.
    Immer mit dem Gedanken, ich kann ja nichts dafür das es deine Gedanken sind, nicht meine. Ich habe mit deinen Gefühlen nichts zu tun.

    Ich hoffe ich konnte einige deiner Fragen oder was du wissen möchtest daraus entnehmen.

    lg
    carolinefeifer

    Hallo BC,

    ich gehe gar nicht mehr damit um. Ich holte mir Hilfe.

    Zu erst versuchte ich mich abzugrenzen, dass führte zu Provokation der Anderen; weil nur freundliche Reaktionen von mir kamen.
    Es gefiel nicht, wenn einer gut drauf ist, weil sie es nicht sind.
    Nach einer Weile wurde ich dann Arbeitsintensiver; nur noch Kopf runter und arbeiten und in der Pause raus.
    Das gefiel denen auch nicht, also wurde nach Arbeitsfehlern gesucht.
    Für mich wurde es immer anstrengender, immer aufpassen keine Fehler zu machen. Das verunsicherte.

    Bis es nicht mehr geht; der Körper macht es nicht mehr mit, reagiert mit Erschöpfung und Schmerz und ich habe mir dann Hilfe gesucht.

    Ich arbeite nur mit Frauen zusammen. Es gibt zwar auch Andere aber nicht in meinem Arbeitsbereich.

    lg carolinefeifer

    :oops: da habe ich euch übersehen.

    liv , danke.

    Tina , du hast nachgefragt wie ich mich hier und jetzt fühle.
    Ja so langsam heimelig, neu und doch noch ein wenig fremd.

    In meinem Innern sieht es so langsam wieder ruhiger aus.
    Bin ja immer noch gestärkt und trocken, dass ist für mich am wichtigsten. Das Andere kann ich nicht ändern, muss lernen es anzunehmen und in anderen Bereichen wie beruflich, da muss ich ganz schön arbeiten und kämpfen.
    Wenn ich gelernt habe mich auf neues einzulassen, bin ich wohl auf dem Weg alles richten zu können.

    Jeder braucht seinen Tiefpunkt um trocken zu werden; tja meiner läuft gerade. Das Paradoxe daran, ich bin trocken und bin während meiner Trockenarbeit immer tiefer gerutscht.


    lg carolinefeifer

    Hallo,

    es ist sonnig draußen und doch habe ich gar keine richtige Lust raus zu gehen, sind mir zu viele Leute unterwegs. Hier ist Volksfest angesagt.

    Sitze auf meinen Balkon, schaue ab und an mal hier rein und lese.....wie am Anfang....tut irgendwie gut, mal andere Dinge im Kopf zu haben. Dann versuche ich meinen Kopf zu leeren und mich auf meine Baustelle zu konzentrieren.
    Jedenfalls eine davon. In der Hoffnung, dass es mir anschließend besser geht.
    Bauch mäßig habe ich da noch einige Stop's zu überwinden obwohl mein Kopf da bereits klare Linien gezogen hat.
    Irgendwie machen mich diese Entscheidungen traurig. Würde gerne mal einen leeren Kopf haben.

    Schönen Feiertag

    lg Carolinefeifer

    Hallo BlueCloud,

    der letzte Beitrag hier ist schon etwas her, denke aber, dass ich meine Gedanken noch hier lassen darf, fühle mich durch das Thema angesprochen.
    Bin noch dabei meine Vorschreiber/in noch ein mal zu lesen.

    Für mich war Abwertung bis letztes Jahr noch ein Gefühl, welches ich steuern konnte.
    Betreffend Familie konnte ich es ja immer ansprechen, wenn das Gefühl der Abwertung auf kam, was wohl damit gemeint ist.

    Bei Fremden, die mich nicht betrafen, mich nichts angehen oder Freunde von Freunden sind, konnte ich höflich antworten oder ihnen aus den Weg gehen.
    Jedoch blieb ich doch mehr daran interessiert, die Abwertungshaltung nicht zu bewerten höflich zu bleiben und nett zu antworten.
    Der Erfolg sprach dann für sich, man stellte sich ein auf respektvolles umgehen und blieb sachlich freundlich.
    Würde es mal so beschreiben.

    Leider funktionierte mein Konzept, welches auch auf meine innere Ruhe zurückzuführen war, nicht immer bei meinen Kollegen und auf Arbeit.

    Ich möchte jetzt nicht näher beschreiben was es war, aber ich hatte Beschwerden im Rücken und Gelenke und konnte mich häufig nicht bewegen, ging dann so weit, dass ich eine ganze Weile ausfiel.
    Und jedes mal wenn ich dann wieder erschien, bemerkte ich immer mehr Ablehnung. Spitzen, die man hinter meinen Rücken austeilte, wurden mir von anderen zugetragen.(schon wieder Krank, die solle doch weniger arbeiten, typisch alter, die muss soll mal bei sich zu hause was abklären, was hat die den für Probleme)....diese Art von Ablehnung führte nach einer Weil, bei mir zur Unsicherheit.

    Gestärkt durch mein Selbstbewusstsein und meiner langjährigen Tätigkeit und auch meine Rechte, versuchte ich es zu klären, was wiederum wieder zu feigen Nettigkeiten führte, vor den Vorgesetzten und hinterm rücken wurde gestochen.

    Bei mir führten diese stetige Abwertungen, die auch meine Tätigkeit beinhaltete, mich unter Druck setzten keine Fehler mehr zu machen und immer schön funktionieren zu wollen und auf Schmerzmittel auszuweichen. Alles nur, weil ich auf diesen Job angewiesen bin, was man mir jeden Tag auch noch auf Brot schmierte.

    Irgendwann übersah ich den Druck, den ich mich aussetze und viel wieder in die Art von funktionieren zurück, die ich eigentlich nicht mehr wollte.

    Dadurch gab ich denjenigen noch mehr Freiraum mit der Abwertung weiter zu machen bis hin zur Ausgrenzung.
    Es kann, so empfinde ich es, bis zum mobbing gehen.
    Mein Selbstbewusstsein hatte ich nicht verloren, nur einfach festgestellt, dass ich in dieser Situation Hilfe brauchte.

    Es ist vielleicht ein Grenzfall, denn ich hier beschreibe, oder gehört hier vielleicht nicht hin, aber leider auch kein Einzelfall.
    Es beginnt mit Abwertung und bei mir führte es bis zur Ausgrenzung und Mobbing.
    Mein Selbstbewusstsein habe ich noch, nur bin ich mit allen vorsichtiger geworden.

    Es ist zwar nur mein Gefühl, doch aus meiner Sicht heute, werde ich dieses nicht mehr unterschätzen.

    Das ist mir dazu eingefallen.

    lg Carolinefeifer

    Ich wünsche allen einen angenehmen Abend.

    Beim lesen einiger Themen und auch meinem Text, habe ich mich wohl um ein Jahr betrogen. Liegt wohl daran, dass ich ein wenig woanders Bausteine sortierte.

    Ich bin 3 1/2 Jahre trocken und sitze hier mit zitternden Fingern, fragend, ob es meine Angst vor einem Wiederanfang hier ist oder gerade, weil ich hier schon mal war.
    Ist es eine gewisse Sicherheit die ich hier mal hatte oder weil ich sie mal verlor.

    Ende letzten Jahres und Anfang diesen Jahres war ich arbeitsmäßig massiven Mobbing ausgesetzt; das ging so weit, dass ich mich immer weiter in mich zurückzog und mich verschloss. Das ging 2 Monate gut. Dann kam meine Kur und Angst vor dem zurückgehen und mich der Arbeit zu stellen.

    Diese Baustelle musste ich erst mal anders angehen. Was ich dann auch tat. Den Schritt nach außen zu gehen um Hilfe anzunehmen war der schwerste Teil und doch habe ich auch das geschafft.
    Ich schaffte es auch, nicht zu verzweifeln und trotz manchmaligen Gedanken, nicht zu trinken.
    Denn das wäre der einfache Weg gewesen.
    Jetzt fühle ich mich schon gestärkt, aber noch nicht am Ziel. Ich habe nicht vergessen, wie es war als ich trank. Da will ich auch nicht mehr hin.

    Als ich aufhörte zu trinken, nahm ich mal an, dass dieses Gefühl von Schwäche irgendwann mal nachlässt, oder sich vermindert.
    Das diese eine Baustelle, die andern überbrückt und es immer besser wird.
    Ich hätte nie gedacht, dass es Baustellen gibt, versteckt, die nach meiner Stabilität noch aufbrechen und es erst wieder nach unten geht.

    Nun, ich durfte und darf es noch jetzt erleben. Ich war stark habe nicht mehr getrunken, dabei alles andere vernachlässigt, weil ich übermütig wurde und jetzt bin ich zwar trocken, aber auch nicht recht weiter als vor 3 Jahren. Klar mit einer ganzen menge an Erkenntnis, aber auch zweifel. Frage mich oft, wann habe ich dies oder jenes übersehen. Meine Trockenarbeit habe ich nicht vergessen, oder vernachlässigt aber andere Dinge, die dazu gehören, um stabil zu bleiben.
    Und manchmal fühle ich mich einfach nur zu alt für diese ganzen neu Anfänge.

    Ich will hier nicht in Selbstmitleid zerfließen, denn schlimmer noch als die Erkenntnis, den Weg alleine zu gehen, ist, von anderen erklärt zu bekommen, dass meine Mitteilungen nur ein Ruf nach Aufmerksamkeit sei.
    Aber das ist es nicht. Diese Art von Eitelkeit brauche ich nicht mehr.

    gruß
    carolinefeifer