Hallo Menaggio!
Irgendwie denke ich, dass jeder noch eine Chance verdient hat. Aber das mit dem Alkohol scheint ja oft genug eine never ending story zu sein.
Das stimmt schon, jeder hat noch eine Chance verdient. Aber in einer Beziehung mit einem alkoholkranken Partner wiederholt es sich ja ständig, er wird rückfällig, ich gebe ihm noch eine Chance und drohe vielleicht das dies wirklich die letzte Chance sein wird. Aber mitnichten, die Jahre gehen ins Land und ich bin immer noch da und gebe ihm eine Chance.
Ich habe viele Jahre verharrt bevor ich gegangen bin. Ob das noch Liebe ist, ich denke nicht. Unter Liebe stelle ich mir etwas anderes vor: Gleichberechtigung, daß ich geschätzt werde, Rücksichtnahme und daß die Beziehung auf Augenhöhe ist. Stattdessen leide ich ja in so einer Beziehung, ertrage den betrunkenen Partner, nehme mich immer mehr zurück, lasse mich beschimpfen und runtermachen, alles dreht sich um seine Sucht, die ganze Familie leidet.
Mit gesunder Liebe hat das wenig zu tun, ich finde es ist eher ein Kümmern, ein Helfenwollen und die eigene Persönlichkeit verliert sich immer mehr. Ich bin in meiner Beziehung seelisch krank geworden, zum Schluß waren da nur noch Wut und Verachtung. Nach der Trennung habe ich Jahre gebraucht um das zu verarbeiten und wieder ein eigenständiger Mensch zu werden.
Heute bin ich der Meinung je eher umso besser ist es wenn ich aus so einer Beziehung aussteige.