Hallo Schokokeks!
Auch von mir herzlich willkommen im Forum, ich bin auch eine Angehörige.
da gebe ich dir Recht. Um nicht darunter zu leiden, müsste ich mich vollkommen abgrenzen. Das würde zu Lasten der Beziehung gehen.
Gelingt es dir dich so abzugrenzen oder ist sein Konsum nicht ständig eine Belastung für die Beziehung? Mir ging es im Laufe der Jahre immer schlechter mit seinem Konsum weil er immer häufiger und immer mehr getrunken hat. Wenn er die Sucht nicht stoppt ist das der normale Verlauf. Die Sucht stoppen kann nur er alleine wenn er das nicht will kannst du wenig machen.
Du kannst ihn kontrollieren, dir den Mund fusselig reden, dich aufregen oder weinen, er wird immer einen Weg finden seine Sucht zu befriedigen. Oft wird dann einfach heimlich getrunken, mein Mann trank abends eine Flasche Bier und war auf einmal total betrunken bis ich gemerkt habe daß er heimlich trinkt und den Alkohol bunkert.
Ich versuche Dorffeste zu meiden, gehe mit ihm kaum noch irgendwo hin.
Das ging mir auch so ich habe mich total geschämt wenn er so betrunken war und habe mich mehr und mehr zurückgezogen. Darunter habe ich auch gelitten weil ich irgendwann gar keinen Bekanntenkreis mehr hatte und total isoliert war. Ich habe auch niemanden mehr eingeladen weil er bei Ankunft der Gäste schon betrunken war.
Danach saß er eines Abends weinend auf dem Sofa und sagte er schafft das nicht alleine und braucht Hilfe. Aber dabei ist es geblieben.
Zwischendurch kommt doch etwas Einsicht, aber er handelt ja trotzdem nicht, die Sucht ist einfach zu stark, egal was passiert, es wird weitergetrunken.
Er zerstört unsere Beziehung.
Ja wenn ein Partner trinkt geht jede Beziehung kaputt, ich habe mich nach vielen Jahren auch getrennt weil ich merkte daß ich an seiner Seite seelisch krank wurde. Er hatte meine Liebe zu ihm verspielt, der Alkohol war ihm wichtiger als seine Familie.
Ich habe mir nochmal ein ganz neues Leben aufgebaut, er ist an seiner Sucht einsam gestorben.
Ich muss wohl einen Weg finden damit zu leben…
Das kann ich mir gar nicht vorstellen daß jemand damit leben kann zumindest nicht ohne Schaden zu nehmen. Ein zufriedenes Leben sieht anders aus, so dreht sich doch alles nur noch um den Alkohol.