Beiträge von Marie04

    Hallo Svenja!

    Ich weiß es ist der richtige Weg aber es ist so unwirklich und ein bisschen als sei er plötzlich gestorben aber ich kann und darf nicht richtig trauern weil es ja auch so viel schlechtes gab und ich doch jetzt aufatmen kann.

    Ich verstehe dich es hat bestimmt bei dir auch schön angefangen und es war ja auch nicht alles schlecht, ihr hattet ja auch schöne Zeiten miteinander. Aber es gab auch sehr viele Tiefen und irgendwann überwiegt das Schlechte total. Du musstest ja viele Hoffnungen begraben, bestimmt hast du es dir anders vorgestellt.

    Es ist ja noch alles ziemlich frisch, auch wenn die Vernunft sagt es war richtig so hinken die Gefühle noch hinterher. Das wird aber bestimmt besser und irgendwann wirst du erleichtert sein, ganz bestimmt. Dann bist du frei für ein neues, anderes, besseres Leben.

    LG Marie

    Ja, ich habe auch gewartet und beobachtet, Monate, Jahre, Jahrzehnte...... immer wenn ich mich in Sicherheit wiegte und dachte er hätte es jetzt im Griff kam die nächste große Enttäuschung, gegangen bin ich trotzdem viele Jahre nicht und habe soviel kostbare Lebenszeit vergeben.

    Ich wünsche dir alles Gute und daß es bei dir nicht so kommt.

    LG Marie

    Hallo Pingu!

    Ich merke richtig, wie es bzw. er mich anekelt und dann fühle ich mich schlecht, weil ich diese Gedanken habe.

    Diese Gedanken sind ganz normal und du musst dich nicht schlecht deswegen fühlen. Das ganze Schlafzimmer stank oft nach ihm, ich konnte irgendwann auch seine Berührungen nicht mehr ertragen weil er sich so gehen ließ.

    LG Marie

    Ich muss immer die starke sein ☹️

    Ja das kenne ich auch, mit der Zeit hat mich das total überfordert und viel Kraft gekostet.

    Ich weiß das er mich wirklich liebt und gerne mit mir zusammen ist...

    Aber es ist doch keine Liebe wie du es dir erträumst, oder? Zum Beispiel heute musstest du ihn wegschicken weil er sich betrunken hat und sich daneben benommen hat. An einem Samstag Abend würde ich mir vorstellen zusammen etwas zu machen oder gemütlich zu Hause zu sitzen.

    Ich fühlte mich neben meinem Mann oft total einsam besonders an den Wochenenden fand ich es schlimm.

    LG Marie

    Er müsste doch von sich auch sagen ich bleibe in der Zeit bei dir .

    Das erhofft man sich in einer guten Partnerschaft, aber er scheint ein krasser Egoist zu sein. Er beschäftigt sich nicht mit deinem Sohn, er steht dir nicht zur Seite, er betrinkt sich andauernd, er beschimpft dich und deinen Sohn, wann reicht es dir denn?

    Was sind eigentlich seine guten Seiten?

    LG Marie

    Liebe Laura!

    Ich hasse es… was sollich nur tun ???

    Mir fallen da genaugenommen zwei Möglichkeiten ein. Erste Möglichkeit: es geht so weiter wie bisher - er wird sich nicht ändern.

    Zweite Möglichkeit: Ich würde (endlich) den Schlußstrich ziehen (schon deinem Kind zuliebe), was anderes fällt mir nicht ein.

    Mein Beileid zum Tod deines Opas! Als mein Vater gestorben ist hat sich mein Mann aufgeregt weil er einen Tag frei nehmen mußte um zur Beerdigung zu fahren.

    Das mit den Süßigkeiten ist Quatsch und eine dumme Ausrede.

    LG Marie

    Hallo Silberstreifen!

    Ich frage mich jetzt ob ich ihn auch mit Liebesentzug bestraft habe. Tatsächlich war ich nach jedem grossen Rausch sehr kühl und abweisend zu ihm.

    Bei mir hab ich es als Mischung empfunden. Nach den großen Abstürzen war ich einerseits total sauer auf ihn, andererseits auch total verzweifelt weil ich merkte ich kann mich noch so anstrengen es bringt nichts, er trinkt trotzdem. Mit der Zeit schwand auch immer mehr das Vertrauen zu ihm.

    Das Ganze hat meiner Meinung nach einen körperlichen Aspekt, ich habe mich ja auch geekelt wenn er so nach Alkohol gerochen hat oder total verkatert und ungewaschen am Tisch saß. Mit der Zeit schwand meine Liebe zu ihm immer mehr, ich mochte es nicht mehr wenn er mich in den Arm nahm oder mich küssen wollte. Ich hatte dann immer einen Film laufen indem ich ihn total betrunken gesehen habe, das hat mich total abgetörnt.

    Das alles führte zu einem Liebesentzug, andererseits dachte ich wiederum wenn ich netter wäre würde es wieder besser aber ich hätte mich dazu zwingen müssen, das konnte ich nicht.

    Trotzdem konnte ich lange nicht loslassen und hoffte immer auf bessere Zeiten, ich dachte irgendwann muss er doch einsehen daß es falsch ist soviel zu trinken.

    LG Marie

    Hallo Minna!

    Ich hoffe, Du trägst nicht zu viel davon weiterhin auf den Schultern mit Dir rum.

    Nein, alles gut, ich habe mir ein eigenständiges Leben aufgebaut und mittlerweilen viel Abstand gewonnen. Ich habe auch viel im Forum gelesen und mir ist vieles klarer geworden was ich vorher nicht begreifen konnte.

    Ich lebe recht zufrieden mit meinem Alltag der mittlerweilen ganz anders ist als früher mit ihm zusammen.

    LG Marie

    Hallo Minna!

    Ich bin damals viel zu lange geblieben, ich war 32 Jahre verheiratet in denen Er anfangs seltene Abstürze hatte und zum Schluß jeden Tag betrunken war. Ich habe ihm ja öfters mit Trennung gedroht, er hat mich gar nicht mehr ernstgenommen.

    Er meinte dann es wäre besser wir trennen uns in aller Freundschaft dann könne er endlich in Ruhe trinken. Der Alkohol war im auf jeden Fall wichtiger als ich. Ich habe ihn nicht mehr geliebt als ich gegangen bin und war irgendwie erleichtert endlich in Ruhe leben zu dürfen.

    Er hat weiter getrunken und ist vor 7 Jahren tot aufgefunden worden.

    LG Marie

    Hallo Minna,

    Warum kommt der Alkoholiker nicht raus aus seinem Kreis... Warum?

    Das weiß nur er ganz alleine, wir als Co-Abhängige können den Faktor "Sucht" nicht verstehen oder nachvollziehen. Ich habe es nach vielen Jahren in denen sich alles hauptsächlich um seine Sucht drehte aufgegeben es zu verstehen. Ich habe es einfach hingenommen und verstanden daß es einzig und alleine sein Ding ist und habe damit abgefunden.

    Ich habe mich um meine Person gekümmert und zugesehen daß es mir wieder besser ging. In meinem Fall habe ich mich getrennt und ihn seinem selbst ausgesuchten Schicksal überlassen. Irgendwann verspürte ich eine Riesenerleichterung diese mir selbst auferlegte Bürde nicht mehr tragen zu müssen.

    Schau auf dich und sorge für dich.

    LG Marie

    Liebe wifey!

    Er hat dich doch selber gesagt daß er dich nicht mehr liebt, ich denke er hat dich noch nie geliebt so schlecht wie er dich behandelt. Er hat in meinen Augen einen ganz miesen Charakter und ändern wird er auch nichts. Er hat ja eine bequeme Partnerin an seiner Seite die er wie er will körperlich und seelisch mißbraucht. Es tut mir weh zu lesen wie er mit dir umspringt.

    Du mußt unbedingt da weg, kannst du vielleicht ins Frauenhaus? Der Weg da heraus ist bestimmt schwer für dich aber unbedingt notwendig. Du wirst an seiner Seite niemals glücklich werden und der Horror geht immer weiter.

    LG Marie

    Hallo wifey!

    Daß du da schnellstmöglich weg musst brauche ich ja nicht extra erwähnen denn das ist klar und sehr wichtig. Es gibt ja zum Glück genug Anlaufstellen aber du mußt deinen ganzen Mut zusammennehmen und das auch wollen. Es ist mir unbegreiflich daß du schreibst diesen Menschen zu lieben ich verstehe das nicht. Dein Freund ist ein gewalttätiger Alkoholiker, der dein Geld verplempert und dich behandelt wie den letzten Dreck. Was hast du denn Schlimmes erlebt daß du so wenig Selbstachtung hast?

    Egal wohin du gehst, alles ist besser als das was du im Moment hast. Dein Sohn wäre doch bestimmt froh wenn er mit dir friedlich in einer Wohnung leben könnte. Dein Sohn müsste dir doch mehr wert sein als dein gewalttätiger Freund. Ich weiß ja nicht wie alt er ist aber daß du in so einer schrecklichen Beziehung lebst bekommt er doch bestimmt mit und das hinterlässt Spuren.

    Du spielst mit deinem Leben irgendwann schlägt er so heftig zu daß noch mehr gebrochen ist als deine Nase. Wer kümmert sich dann um deinen Sohn?

    Bitte setze alles daran in die Gänge zu kommen, es kann doch nur besser werden!

    LG Marie

    Hallo wieweiter!

    Um so hilfloser stand ich der Alkoholkrankheit meines xy gegenüber. Ich dachte immer es muss doch eine Lösung aus der Sucht geben.

    Das geht nicht nur dir so sondern allen Menschen die nicht süchtig sind. Sucht ist nur von Süchtigen zu verstehen. Ich habe auch immer gedacht:"Warum trinkt er nicht weniger bzw. gar nichts", ich verstand es lange Zeit als Willensschwäche. Bestimmt hast du alles Menschenmögliche versucht ihn vom Trinken abzuhalten und es hat trotzdem nicht funktioniert..

    Ich habe viele Jahre geraucht und kann es ein wenig die Sucht nachvollziehen aber mit dem Trinken kann man es auf keinen Fall gleichsetzen. Das finde ich ist viel massiver und heftiger.

    Aber da war noch seine Depression. Ich möchte niemanden Schuld geben, aber das berufliche Umfeld war nicht gerade hilfreich.

    Das ist überall so im Berufsleben darauf nimmt niemand Rücksicht. Aber bist du dir sicher er hätte nicht getrunken wenn alles gepasst hätte? Es trinken ja auch Menschen bei denen alles stimmt oder zumindest glatt läuft.

    Ich finde auch diesen Grundsatz, solange jemand trinkt, kriegt er keinen Platz bei einem Psyotherapeuten nicht in Ordnung.

    Er hätte sich ja auch stationär einweisen lassen können und dort entgiften und seine Depressionen behandeln lassen können. Wie sollte man ernsthaft eine Therapie machen wenn man angetrunken zum Psychologen geht? Dazu gehört schon ein einigermassen klarer Kopf.

    Ich hatte immer das Gefühl es müsste zuerst die Depression behandelt werden, da die die Ursache war.

    Nein das funktioniert nicht, es ist ja im Grunde egal warum jemand trinkt, er muß erst damit aufhören um weiterführende Therapien in die Wege zu leiten. Ausserdem ist er schon viel früher einen falschen Weg gegangen wenn man depressiv ist fängt man im Normalfall nicht an zu trinken sondern geht zum Psychologen.

    Bitte quäle dich nicht so mit diesen Gedanken das führt ja zu nichts. Er war suchtkrank und hat es wie mein Mann nicht geschafft aus der Suchtspirale auszusteigen. Sehr viele schaffen es trotz Therapie nicht und gehen einen ganz schrecklichen Weg.

    LG Marie

    Hallo Tea-Time!

    Nun hab ich mich da eingelesen und leider trifft einiges davon sehr auf mich zu.

    Das ging mir anfangs hier genauso und mir ging ein Licht auf, ich dachte immer ich müsste mich um meinen Partner kümmern und dafür sorgen daß er nicht mehr soviel trinkt. Ich fühlte mich für alles verantwortlich und sorgte dafür daß der Laden lief und dachte das wäre richtig so.

    Manchmal hatte ich richtig Wut im Bauch weil er weitergetrunken hat, es war ein viele Jahre dauernder Kampf den ich nur verlieren konnte. Hier habe ich viel dazugelernt und meine Meinung total geändert.

    Er hat ja trotz daß ich ihn verlassen habe niemals seinen Tiefpunkt erreicht aber ich habe mich selber gerettet und eingesehen daß ich in erster Linie für mich und mein Wohlbefinden sorgen muß.

    LG Marie

    Hallo Flori!

    Ich habe natürlich die Hoffnung, dass in dieser Beratung darauf hingearbeitet wird. Genau weiß ich es aber nicht.

    Leider kann ich dir auch nicht sagen was da alles besprochen wird. Bei meinem Mann war ich dabei aber das war im Krankenhaus bei seiner Entgiftung. Er bekam Adressen und Telefonnummern und konnte recht schnell eine ambulante Langzeittherapie anfangen. Leider wurde er immer wieder rückfällig und flog aus der Therapie.

    Vielleicht können dir die trockenen Alkoholiker eher sagen was bei einer Beratung so alles besprochen wird.

    LG Marie

    Hallo Tea-Time!

    Es kann funktionieren, wenn er irgendwann wirklich will. Ob es dazu kommt, weiß ich aber nicht.

    So uneinsichtig wie er im Moment sich verhält kann es noch lange dauern bis er wirklich will - wenn überhaupt. Mein Mann hatte lange Zeit auch diesen Kontrollverlust beim Trinken, es kam anfangs nur alle paar Monate vor. Vor der Hochzeit habe ich nie erlebt daß er sich so betrunken hat, wir wohnten aber noch nicht zusammen. Wer weiß schon was er gemacht hat wenn ich nicht anwesend war.

    Im Laufe der Jahre wurde der Alkoholkonsum immer häufiger und immer heftiger ich habe mich oft für ihn in Grund und Boden geschämt. Er hat zwar immer versprochen etwas dagegen zu tun aber es ist nur ein halbherziger Versuch erfolgt.

    Ich habe mich irgendwann getrennt, ich war depressiv geworden und in einem schlimmen Erschöpfungszustand. Er hat sich zu Tode getrunken und nie den Tiefpunkt erreicht. Die Sucht war einfach stärker als alles andere.

    Ich würde wenn ich nochmals handeln könnte viel viel früher die Flucht ergreifen, das Leben ist zu kurz um so eingeschränkt zu leben.

    LG Marie

    Hallo Flori!

    Ich habe angestoßen, dass er zu einer Suchtberatung geht, auch ich habe mich beraten lassen.

    Herzlich willkommen hier im Forum, hier bist du richtig. Es wäre ja schön wenn dein Partner zur Suchtberatung ginge, aber - sieht er überhaupt ein daß er ein Suchtproblem hat? Es kann auch sein daß er sich schlicht weigert dorthin zu gehen weil er in seinem Trinkverhalten überhaupt kein Problem sieht.

    Die Beratung ist das eine aber bei ihm müsste ja anschliessend eine qualifizierte körperliche Entgiftung erfolgen und danach fängt die Trockenarbeit an. Leider werden viele nasse Alkoholiker direkt wieder rückfällig und das Hoffen und Bangen des Partners geht von vorne los.

    Wie lange gebe ich ihm und uns Zeit?

    Das ist sehr schwierig zu sagen, ich habe lange gehofft und ertragen bis ich merkte er wird sich nie ändern, es ist immer schlimmer geworden. Aber es ist auch so, ER muß sich um sein Suchtproblem kümmern und es angehen. Tut er das nicht bist du machtlos, er wird dir zwar immer wieder versprechen es ändert sich was aber es wird Jahre und Jahrzehnte so weitergehen wenn du nicht aussteigst.

    Besonders wenn Kinder da sind sollte man schnell handeln denn die leiden oft ihr Leben lang. Du solltest auch nicht das Problem deines Partners zu deinem eigenen Problem machen. Das kostet nur unnütze Zeit und ruiniert dein Nervenkostüm.

    LG Marie