Beiträge von Marie04

    Hallo Herzilein!

    Ich war mit meinem Mann 32 Jahre verheiratet. Die ersten Jahre hat er nie zuviel getrunken, angefangen hat es als wir anderthalb Jahre verheiratet waren. Aber er war Quartalstrinker und hatte oft monatelange Trinkpausen.

    Er war aber ansonsten fleißig und wir hatten einen guten Lebensstandard. Bloß die Trinkpausen wurden immer kürzer und die letzten Jahre war er täglich betrunken.

    Er war dann auch oft sehr gemein zu mir und Streit war an der Tagesordnung. Ich habe das sooo lange mitgemacht und immer noch gehofft er besinnt sich. Letztendlich wurde ich krank vor Kummer und mein Selbsterhaltungstrieb hat mich die Beziehung beenden lassen.

    Ich war dann sehr konsequent es gab kein zurück mehr, es gab nur noch mich und mein Wohlbefinden für das ich sorgte.

    Er ist letztendlich vor 8 Jahren am Alkohol gestorben, ich konnte nicht trauern denn zuviel war passiert.

    Ich bin nicht mehr co-abhängig aber passe auf mich auf denn ich habe auch so eine freundliche, gutmütige Seite.

    Wenn du hier bleibst und fleißig schreibst wird sich bestimmt nach und nach deine Einstellung ändern denn was dein XY mit dir macht ist unverschämt, ich hätte ihn schon längst in die Wüste geschickt. Vielleicht wird aus dem Herzilein eine Kämpferin das wünsche ich dir von Herzen.

    LG Marie

    Hallo Herzilein!

    Als ich mich von meinem trinkenden Ehemann getrennt habe war ich in deinem Alter. Damals hatte ich jegliche Hoffnung aufgegeben dass er jemals aufhört zu trinken. Ich konnte mir auch nicht vorstellen weiterhin so zu leben. Ich war mit meinen Nerven und Kräften am Ende.

    Was erhofft du dir von deinem Partner, so wie es aussieht wird er in nächster Zeit bestimmt nicht zur Besinnung kommen.

    Wir machen uns ja oft zum Spielball des Partners und verzeihen immer wieder in der Hoffnung dass sich etwas ändert. So gehen die Jahre ins Land und es wird höchstens noch schlimmer.

    Du schreibst dass du ein Helfersyndrom hast aber daran könnte man ja arbeiten und dagegen steuern.

    Ich habe nie bereut mich getrennt zu haben ich lebe ein schönes Leben und bin sehr zufrieden. Wäre ich nur viel früher ausgebrochen ich hätte mir viel Leid und Kummer ersparen können.

    Mal ganz ehrlich jemand der so etwas veranstaltet wie dein Partner den könnte ich gar nicht mehr ernst nehmen.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Jetzt nochmal,was ist das denn für ein Partner - trinkt, dealt [vielleicht] beschimpft dich, vielleicht konsumiert er sogar zum Alkohol noch Drogen usw.

    Du darfst auch weinen wenn du ihn rauswirfst und er dir dann fehlt aber um Himmels Willen lass ihn nicht mehr rein. So geht es wahrscheinlich Jahre so weiter. Zu schade sein Leben so zu verschwenden.

    LG Marie

    Hallo Laura!

    Ich glaube dir wenn du schreibst daß du gewisse Verhaltensweisen an den Tag legst. Wie sich das Ganze nennt ist im Grunde ja auch egal denn das ändert ja nichts an deiner Beziehung mit deinem Alkoholiker. Wenn du so in dir gefangen bist daß du meinst du könntest gar nicht anders dann wird es höchste Zeit sich in Behandlung zu begeben.

    Verhaltensweisen oder Störungen sind oft gut behandelbar daß es zumindest besser wird. Willst du jetzt den Rest das Lebens so ein unglückliches Leben führen und einfach nichts daran ändern? Du hast bis jetzt 0 Fortschritte gemacht oder daran gearbeitet, du schreibst immer du kannst das nicht ändern und immer geht das nicht weil........

    Wenn sich etwas ändern soll mußt du schon in die Puschen kommen und die Sache angehen. Was meinst du wie oft in meinem Leben ich schon Dinge ändern musste und das war nicht immer angenehm. Es ist auch durchaus möglich mal ohne Partner zu sein und sein Leben selbst zu gestalten. Es gibt immer Schicksalschläge daß jemand seinen Partner verliert und die meisten wachsen förmlich über sich hinaus und gestalten ganz alleine ihr Leben.

    Man kann dann immer noch entscheiden ob und wen man dann in sein Leben lässt.

    Also pack's an das Leben wartet auf dich!

    LG Marie

    Ich kann mir vorstellen, dass da ein vermeintliches Gefühl von Kontrolle und Sicherheit über eine unkontrollierbare Situation kommt. Kann ich mich noch dran erinnern, war bei mir ähnlich.

    Man muß sich aber bewusst sein daß nasse Alkoholiker selten ehrlich sind wenn sie über die Trinkmenge gefragt werden. Vielleicht wollen sie sich selber einreden daß es nicht so schlimm sei. Vielleicht wollen sie aber auch keinen Ärger mit der Partnerin.

    LG Marie

    Genau, ich schäme mich 1. und 2. bin ich ein Mensch, der generell alles mit sich selbst aus macht.

    Das ist auf Dauer aber ein trauriges Leben wenn man sich nicht anderen Menschen mitteilen kann, du wirst immer isolierter dabei. Sicher sollte man gewisse Dinge mit sich ausmachen aber "Geteiltes Leid.... usw."

    Es ist eigentlich kein Grund da um sich zu schämen, er ist alkoholkrank und du wahrscheinlich sehr co-abhängig. Aber wenn ihr beide nichts gegen eure Sucht unternehmt ist das jammerschade und ihr verplempert wertvolle Lebenszeit. Aber jeder müsste sein Problem für sich angehen, 2 Ertrinkende können sich nicht gegenseitig retten.

    Er ist immerhin ehrlich geworden, dass er sagt, wenn er was getrunken hat, das war vorher nicht so.

    Da machst du dir selber etwas vor, er trinkt nach wie vor wie er grad Lust und Laune hat vor allen Dingen was hast du davon wenn er es dir sagt?

    LG Marie

    Hallo Myla!

    Ich möchte weder, dass meine Freundin von seiner Sucht weiß, noch, dass sie überhaupt iwas von meinem "Privatleben" weiß.

    Also das finde ich jetzt seltsam, warum sollte die Freumdin nichts von meinem Privatleben wissen, schämst du dich seinetwegen? Ich frage weil ich auch mit kaum jemandem darüber gesprochen habe daß mein Mann soviel trinkt.Ich habe mich geschämt darüber zu reden.

    dass er am Sa nicht nur 3 Dosen, sondern 6 getrunken hatte.

    Ich war total beschäftigt, mir Vorwürfe zu machen, wie ich das nicht sehen konnte usw.

    Ach sollst du jetzt erraten können wieviel er trinkt? Es ist doch schlimmer daß er dich anlügt.

    Ansonsten hat sich bei dir ja nach wie vor nichts geändert, ich verstehe nicht wie du immer noch so hoffen kannst daß er sich ändert?

    LG Marie

    Hallo Sonnenblume1972!

    Herzlich willkommen hier ich bin auch eine Angehörige!

    Trotz der Erfahrung mit meinem Ex fühle ich mich aktuell in Hilflosigkeit gefangen.

    Ja das kann ich gut verstehen du bist hilflos ihm gegenüber denn wenn er nicht aufhören will bist du machtlos. Egal wie du dich verhältst, es wird sich nichts an seiner Trinkerei ändern. Die Sucht ist meistens stärker als alles was wir Angehörige unternehmen um den Partner vom Trinken abzuhalten.

    Meistens kommt er angetrunken nach Hause, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber nüchtern ist er eigentlich nie. Bei mir ist es dann wie ein Zwang, ihn zu fragen, wieviel er getrunken hat.

    Wie du schon selber festgestellt hast lügt er dich eh bloß an und du ärgerst dich noch mehr. Flaschen zählen oder solche Fragen stellen führt noch mehr in die Co-Abhängigkeit rein weil irgendwann dreht sich alles nur noch um den Alkoholkonsum. Ich habe früher auch immer Diskussionen angefangen wenn er betrunken nach Hause kam aber das bringt überhaupt nichts.

    Soll ich ihm aus dem Weg geben? Soll ich ihm sagen, dass ich in seinem jetzigen Zustand keine Zeit mit ihm verbringen möchte?

    Du solltest etwas tun damit es dir besser geht, wenn du keine Lust hast mit ihm etwas zu unternehmen wenn er betrunken ist - dann mache das nicht. Du kannst ihm auch in ruhigen Ton sagen wie sehr es dich stört daß er so trinkt. Du kannst alleine etwas unternehmen was dir gefällt und gut tut.

    Aber leider leider kann man den Partner nicht dazu bringen aufzuhören wenn er nicht will und man sollte nichts androhen was man nicht durchsetzen kann. Er wird dich dann noch weniger ernst nehmen.

    Ich habe mich irgendwann getrennt, ich konnte nicht mehr, leider endet es oft so. Aber bevor man vor die Hunde geht sollte man sich an die erste Stelle setzen, du bist für dein Wohlbefinden zuständig und nicht für das Wohlbefinden deines Partners.

    LG Marie

    Hallo Svenja!

    Ich weiß es ist der richtige Weg aber es ist so unwirklich und ein bisschen als sei er plötzlich gestorben aber ich kann und darf nicht richtig trauern weil es ja auch so viel schlechtes gab und ich doch jetzt aufatmen kann.

    Ich verstehe dich es hat bestimmt bei dir auch schön angefangen und es war ja auch nicht alles schlecht, ihr hattet ja auch schöne Zeiten miteinander. Aber es gab auch sehr viele Tiefen und irgendwann überwiegt das Schlechte total. Du musstest ja viele Hoffnungen begraben, bestimmt hast du es dir anders vorgestellt.

    Es ist ja noch alles ziemlich frisch, auch wenn die Vernunft sagt es war richtig so hinken die Gefühle noch hinterher. Das wird aber bestimmt besser und irgendwann wirst du erleichtert sein, ganz bestimmt. Dann bist du frei für ein neues, anderes, besseres Leben.

    LG Marie

    Ja, ich habe auch gewartet und beobachtet, Monate, Jahre, Jahrzehnte...... immer wenn ich mich in Sicherheit wiegte und dachte er hätte es jetzt im Griff kam die nächste große Enttäuschung, gegangen bin ich trotzdem viele Jahre nicht und habe soviel kostbare Lebenszeit vergeben.

    Ich wünsche dir alles Gute und daß es bei dir nicht so kommt.

    LG Marie

    Hallo Pingu!

    Ich merke richtig, wie es bzw. er mich anekelt und dann fühle ich mich schlecht, weil ich diese Gedanken habe.

    Diese Gedanken sind ganz normal und du musst dich nicht schlecht deswegen fühlen. Das ganze Schlafzimmer stank oft nach ihm, ich konnte irgendwann auch seine Berührungen nicht mehr ertragen weil er sich so gehen ließ.

    LG Marie

    Ich muss immer die starke sein ☹️

    Ja das kenne ich auch, mit der Zeit hat mich das total überfordert und viel Kraft gekostet.

    Ich weiß das er mich wirklich liebt und gerne mit mir zusammen ist...

    Aber es ist doch keine Liebe wie du es dir erträumst, oder? Zum Beispiel heute musstest du ihn wegschicken weil er sich betrunken hat und sich daneben benommen hat. An einem Samstag Abend würde ich mir vorstellen zusammen etwas zu machen oder gemütlich zu Hause zu sitzen.

    Ich fühlte mich neben meinem Mann oft total einsam besonders an den Wochenenden fand ich es schlimm.

    LG Marie

    Er müsste doch von sich auch sagen ich bleibe in der Zeit bei dir .

    Das erhofft man sich in einer guten Partnerschaft, aber er scheint ein krasser Egoist zu sein. Er beschäftigt sich nicht mit deinem Sohn, er steht dir nicht zur Seite, er betrinkt sich andauernd, er beschimpft dich und deinen Sohn, wann reicht es dir denn?

    Was sind eigentlich seine guten Seiten?

    LG Marie

    Liebe Laura!

    Ich hasse es… was sollich nur tun ???

    Mir fallen da genaugenommen zwei Möglichkeiten ein. Erste Möglichkeit: es geht so weiter wie bisher - er wird sich nicht ändern.

    Zweite Möglichkeit: Ich würde (endlich) den Schlußstrich ziehen (schon deinem Kind zuliebe), was anderes fällt mir nicht ein.

    Mein Beileid zum Tod deines Opas! Als mein Vater gestorben ist hat sich mein Mann aufgeregt weil er einen Tag frei nehmen mußte um zur Beerdigung zu fahren.

    Das mit den Süßigkeiten ist Quatsch und eine dumme Ausrede.

    LG Marie

    Hallo Silberstreifen!

    Ich frage mich jetzt ob ich ihn auch mit Liebesentzug bestraft habe. Tatsächlich war ich nach jedem grossen Rausch sehr kühl und abweisend zu ihm.

    Bei mir hab ich es als Mischung empfunden. Nach den großen Abstürzen war ich einerseits total sauer auf ihn, andererseits auch total verzweifelt weil ich merkte ich kann mich noch so anstrengen es bringt nichts, er trinkt trotzdem. Mit der Zeit schwand auch immer mehr das Vertrauen zu ihm.

    Das Ganze hat meiner Meinung nach einen körperlichen Aspekt, ich habe mich ja auch geekelt wenn er so nach Alkohol gerochen hat oder total verkatert und ungewaschen am Tisch saß. Mit der Zeit schwand meine Liebe zu ihm immer mehr, ich mochte es nicht mehr wenn er mich in den Arm nahm oder mich küssen wollte. Ich hatte dann immer einen Film laufen indem ich ihn total betrunken gesehen habe, das hat mich total abgetörnt.

    Das alles führte zu einem Liebesentzug, andererseits dachte ich wiederum wenn ich netter wäre würde es wieder besser aber ich hätte mich dazu zwingen müssen, das konnte ich nicht.

    Trotzdem konnte ich lange nicht loslassen und hoffte immer auf bessere Zeiten, ich dachte irgendwann muss er doch einsehen daß es falsch ist soviel zu trinken.

    LG Marie