Beiträge von Marie04

    Hallo Katharina!

    Herzlich willkommen hier im Forum. Mein Beileid zu eurem Verlust. Ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. Mein getrennt lebender Mann ist auch tot aufgefunden worden, über 7 Jahre ist es jetzt her. Er hat immer wieder Entzüge ohne ärztlichen Beistand gemacht und dabei kam es wohl zu einem Kreislaufzusammenbruch mit Todesfolge. Den genauen Zeitpunkt weiß ich auch nicht genau es können 4 Tage in Frage kommen in denen es passiert ist.

    Mir machte noch lange zu schaffen daß er keine Hilfe angenommen hat und alle guten Ratschläge in den Wind schlug. Ich mache mir aber keine Vorwürfe nicht genug getan zu haben, meine erwachsenen Kinder und ich haben alles Menschenmögliche versucht.

    Heute weiß ich daß Süchtige den Willen haben müssen aufzuhören und daß man als Angehöriger einfach machtlos ist :cry:

    LG Marie

    Hallo Jacquy0!

    Vieles was du da schreibst habe ich ähnlich selbst erlebt und es hat mich viel Mut und Kraft gekostet mein Leben wieder selbständig zu leben. Mein Mann hat mich auch ständig klein gemacht und mir die Schuld an seiner Trinkerei gegeben. Ich habe viele Jahre geschuftet und gerackert und mich verbogen um es ihm Recht zu machen. Aber nie war es gut genug, heute weiß ich er hat seine miese Spielchen mit mir getrieben.

    Wenn er nicht von sich aus nicht einsieht daß er zuviel trinkt und keine Anstalten macht daran etwas zu ändern bist du machtlos. Daß er regelmässig arbeiten geht sagt nicht soviel aus, mein Mann hat bis zur Rente gearbeitet und war auch immer fleissig. Nur zu Hause blieb alles an mir hängen das kenne ich nur zu gut.

    Es ist so furchtbar die ganze Familie leidet darunter auf Dauer gesehen ist das kein Zustand. Aber nur du kannst eine Besserung für dich und deine Kinder herbeiführen. Wenn er nicht einsichtig wird bleibt er auf der Strecke und du wirst den Weg alleine gehen müssen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    Hallo Loveyourself!

    Ich denke auch, daß es jetzt nur eine Ausrede ist und er macht den kalten Entzug ohne ärztlichen Beistand.

    Er spielt gerade mit seinem Leben ein kalter Entzug hat meinem Mann das Leben gekostet, er wurde tot aufgefunden. Möchtest du denn irgendwann ausziehen oder lebt ihr in getrennten Bereichen? Bis ich das Passende gefunden hatte lebte ich auch von ihm getrennt im selben Haus. Das fand ich total anstrengend er war ja nach wie vor ständig betrunken. Ich hatte auch immer Angst er stürzt irgendwann die Treppe runter ich konnte gar nicht richtig schlafen. Einmal ist er mit Alkoholvergiftung auf der Intensivstation gelandet da dachte ich auch daß er stirbt.

    Meine erste Nacht in meinem neuen Domizil habe ich sehr genossen, alles so hell und sauber, kein Gestank, kein Schnarchen mehr. Für mich war das der Himmel auf Erden.

    LG Marie

    Hallo Loveyourself!

    Herzlich willkommen hier, ich denke hier wirst du einige Mitglieder kennen lernen die dein Schicksal teilen. Ich bin nach 32 Jahren Ehe gegangen ich konnte einfach nicht mehr. Es ist auch soviel vorgefallen daß meine Liebe zu ihm weg war, ich empfand nur noch Abneigung, Ekel und Wut.

    Er stellte sich das weitere Leben so vor daß wir Freunde bleiben, die getrennt leben und gemeinsam Dinge unternehmen. Dazu hatte ich aber keine Lust mehr er hat ja nach wie vor getrunken. Aber wir hatten auch zwei Kinder die da schon erwachsen waren. Sie wollten ihn aber nicht in seinem Haus besuchen, die Treffen sollten bei mir stattfinden das habe ich dann zugelassen.

    Aber ansonsten hatte ich kein Vertrauen mehr das hatte er gründlich verbraucht.

    Jetzt möchte er auf einmal eine weitere Chance und verbindliches Versprechen, das wir wieder zusammen kommen, wenn er sich "ändert".

    Auf so etwas würde ich mich nicht einlassen, warum solltest du ihm jetzt so etwas glauben? Wenn er wirklich seit drei Tagen nichts mehr trinkt macht er gerade einen kalten Entzug oder war er beim Arzt? Wenn er nicht selbst aus tiefstem Herzen bereit ist mit dem Trinken aufzuhören sondern nur weil er dich halten will klappt das in den seltensten Fällen mit der Trockenheit. Mein Mann hat dann eben heimlich getrunken und mich ständig angelogen.

    Ausserdem bist du durch seine Trinkerei selber krank geworden, ich meine es wird Zeit daß du versuchst dein Leben schöner zu machen und etwas für dich tust. Irgendwann ist auch mal genug in der Alkoholspirale zu hängen.

    Mir geht es jetzt soviel besser es ist auch schon viele Jahre her daß ich mich getrennt habe und er ist mittlerweilen verstorben. Aber es ist nie zu spät seinem Leben eine positive Wende zu geben. Das einzige was ich manchmal bedauere ist daß ich nicht schon viel früher gegangen bin.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    Hallo Jump!

    Das tut mir sehr leid für dich! Ich habe dieselbe Erfahrung mit meinem Mann gemacht, einen Tag nach Entlassung aus der Suchtreha hat er wieder getrunken. In der Reha war er mustergültig und man sah wirklich eine Chance daß er es schaffen könnte.

    Ich war erst auch am Boden zerstört aber es hatte auch sein Gutes. Ich war sämtlicher Illusionen beraubt worden und konnte mich (endlich) auf den Weg aus der Suchtspirale machen. Einige Wochen später habe ich mich hier angemeldet und es tat mir gut in meinem Tun bestärkt zu werden.

    Für meinen Mann ging es tragisch aus, er hat getrunken bis zum bitteren Ende und wurde tot aufgefunden. Keiner konnte ihm helfen und er hat auch nie seinen Tiefpunkt erreicht.

    Alles Liebe und Gute für dich, Zeit heilt Wunden und auch für dich lacht die Sonne wieder.

    LG Marie

    Hallo Korli!

    Ich hoffe du hast dich auf keine längere Diskussion mit ihr eingelassen denn das führt zu nichts. Am besten wäre es gewesen das Gespräch erst gar nicht zuzulassen. So kommst du nur ins Grübeln bei diesen Schuldzuweisungen. Wenn sie es so sieht ist es ihre Meinung die sie ja haben kann aber mit der du ja nicht konform gehen musst.

    Kann den Bademantel nicht jemand anderes abholen? Sie wird vielleicht versuchen dich in ein weiteres Gespräch zu verwickeln was dir bestimmt nicht guttun wird.

    LG Marie

    Hallo Mariella!

    Herzlich willkommen hier im Forum, das Wichtigste haben dir die anderen Mitglieder schon gesagt. Ich bin über diesen Satz gestolpert:

    Im Grunde weiß ich, dass er erst am Boden sein muss um aufzuwachen.

    Eine hohe Prozentzahl der Alkoholiker erreicht den Tiefpunkt überhaupt nicht, also wenn du darauf warten willst kann ich dir wenig Hoffnung machen. Du solltest dein Wohlbefinden nicht von ihm und seiner Trinkerei abhängig machen.

    LG Marie

    Liebe sunshine!

    Mein Beileid zu dem Verlust deines Partners, ich kann gut nachempfinden wie schlimm das ist. Mein Partner ist auch an seiner Alkoholkrankheit verstorben, ich hatte alles Menschenmögliche versucht ihn zu überzeugen keinen Alkohol mehr zu trinken. Er war wesentlich älter als dein Partner, wir waren zu seinem Todeszeitpunkt bereits getrennt. Trotzdem hat mich sein Tod sehr berührt wir haben gemeinsame Kinder, für die es sehr schwer war.

    Es ist jetzt bereits 7 Jahre her manchmal bin ich immer noch fassungslos was der Alkohol für eine Macht hat, ich lese es ja immer wieder hier. Viel Trost und Kraft wünsche ich dir für die kommende Zeit.

    LG Marie

    Hallo Alfajores!

    Danke für das teilen deiner Geschichte. Es tut mir sehr leid, dass dein Mann verstorben ist...

    Mein Mann hatte auch eine Wahl, er hat sich leider immer für den Alkohol entschieden. Es ist schon lange her, ich habe mich in mühevoller Kleinarbeit mit meiner Co-Abhängigkeit auseinandergesetzt und führe jetzt ein sehr schönes Leben. Wunden vernarben und man sollte sie auch nicht immer wieder aufreissen.

    LG Marie

    Hallo Alfajores!

    In der Suchberatung meinten Sie, dass er ganz abrutschen wird wenn wir nicht mehr zusammen sind. Aber so wie es jetzt ist; das ist kein Leben mehr.

    Ich bin viele Jahre bei meinem Mann geblieben, es wurde mit seinem Alkoholkonsum immer schlimmer. Er hat auch nur auf meinen Druck hin eine Entgiftung gemacht. Als er aus dem Krankenhaus entlassen wurde war er genau 1 Tag nüchtern und danach direkt wieder jeden Tag betrunken.

    Auch er wollte mir einreden dass er wegen mir trinkt, ich fühlte mich immer so schuldig, lange Zeit war das so. Ich hatte einige gesundheitliche Probleme und war mit den Nerven am Ende. Plötzlich wusste ich wenn ich nichts ändere nimmt das ein schlimmes Ende für mich. Ich habe alles dann vorbereitet und bin dann ausgezogen. Er hat munter weitergetrunken und ist mittlerweilen verstorben.

    Wenn ein nasser Alkoholiker dir alle möglichen Dinge erzählt warum er trinkt ist das mit Vorsicht zu geniessen. Mein Mann hat mir erzählt der Arzt hätte zu ihm gesagt er wäre ein hoffnungsloser Fall und er solle weitertrinken, so schlimm wäre das doch gar nicht. Ich kannte den Arzt und das hat er nie und nimmer gesagt. Ich kenne das zur Genüge, einmal wird getrunken weil es Probleme gibt, dann weil man so gut gelaunt ist, dann wiederum das schlechte Wetter, dann ist es so heiß, es gibt immer einen Grund zum Trinken.

    Ich möchte dir nichts konkret raten nur eins ist wichtig, sorge dafür daß es dir und deinem Kind gut geht, er ist für seinen Alkoholkonsum und sein Leben alleine verantwortlich, er ist erwachsen und somit eigenverantwortlich.

    LG Marie

    Hallo Liesel!

    Du machst trotzdem einen guten Tausch, du bist zwar ohne Partner (was ja nicht so bleiben muß) aber dafür hast du ein weitaus besseres Leben. Ich fand es total entspannend morgens alleine aufzuwachen und mir keine Gedanken über Ihn zu machen - ich hätte oft vor Erleichterung heulen können.

    Alleine bin ich bis heute nicht, ich habe Kinder, ein Enkelkind und einen relativ großen Bekanntenkreis. Als ich noch mit ihm zusammen war traute ich mich noch nicht mal jemanden einzuladen aus Angst er könnte mich wieder total blamieren weil er so betrunken war.

    LG Marie

    Hallo line!

    Als ich mich dann von ihm getrennt habe, weil er mich betrogen hatte, war er jeden Tag von morgens bis abends betrunken. Und seitdem trinkt er jeden Tag. Mal mehr, mal weniger, aber er trinkt jeden Tag. Ich vermute, dass er Verlustängste hat (sein Vater ist gestorben, als er Ende 20 war und das hat er nicht verkraftet). Und er erzählt mir immerwieder, seit der Trennung, dass er wahnsinnige Angst davor hat, dass ich mich wieder trennen könnte.

    Er trinkt weil du dich getrennt hast, er trinkt obwohl ihr wieder zusammen seid, er trinkt weil er Angst vor dem Verlassen hat. Das ist für mich paradox oder es ist ihm jeder Grund recht um sich zu betrinken. Du hast ihn in Watte gepackt, trotzdem trinkt er. Du hörst sein endloses Gejammer an, er trinkt trotzdem. Daran merkst du daß du nichts für ihn tun kannst.

    In meinen Augen ist er ein Mensch tief in der Alkoholsucht und abhängig und zum Glück (für ihn) gibt es ja immer einen Grund zu trinken.

    Das ist seine Position, deine Position sollte sein dich aus dieser Suchtspirale zu befreien. Es ist ganz bestimmt nicht deine Aufgabe seine Sucht zu bearbeiten das muß er schon alleine schaffen. In meinen Augen ist er meilenweit davon entfernt das in Angriff zu nehmen. So gehen die Jahre ins Land und nichts ändert sich, es wird höchstens noch schlimmer.

    Viele Alkoholiker trinken sich regelrecht zu Tode weil sie es nicht schaffen trocken zu werden. Das kann sich über Jahre hinziehen und die ganze Familie leidet unter der Sucht, besonders die Kinder - die können sich ja nicht wehren.

    LG Marie

    Hallo Norma!

    Wie soll ich das nur schaffen das los zu lassen

    Indem du dir immer wieder das Negative das du reichlich erlebt hast vor Augen führst und dir immer wieder sagst daß du das nie wieder in dein Leben lassen willst. Wenn du mehr Abstand bekommen hast wirst du erkennen daß diese Beziehung total schräg und schlimm war und du wirst nicht begreifen können wie du dich auf so etwas so lange einlassen konntest.

    Ich bin schon sehr lange getrennt und heute frage ich mich noch wieso ich gewisse Dinge so lange zulassen konnte. Bei mir war es die Sehnsucht nach Geborgenheit ich habe mich total vergessen und mich total verbogen nur um diese Geborgenheit zu spüren. Ich habe etwas von meinem Partner erwartet was er mir nicht geben konnte und immer gehofft und gewartet daß der Tag noch kommen wird.

    LG Marie

    Hallo garfield!

    Ich persönlich trinke ja auch gern ein Glas Wein ab und zu.........Vielleicht wenn ich nichts Trinken würde .. ob er dann weniger trinkt ?

    Er wird nicht weniger trinken wenn du gar nichts trinkst, du kannst das nicht beeinflussen. Natürlich ist es so daß wenn er von sich aus aufhören würde sollte nichts Alkoholisches im Haushalt sein.

    Ich frage mich ganz ehrlich ob ich einen Cut noch machen soll wegen des Alters.

    Es ist nie zu spät sich ein zufriedenes Leben zu schaffen, ich war mit meinem Mann 32 Jahre zusammen und bin trotzdem gegangen. Ich war so unglücklich in dieser Beziehung, fragte mich oft:"War das alles in deinem Leben"? und habe mich entschieden nochmals ganz neu anzufangen. Es war eine meiner besten Entscheidungen die ich in meinem Leben getroffen habe.

    LG Marie

    Hallo Momo!

    Versuche doch mal auf seine Nachrichten nicht zu antworten, er versucht dich zu manipulieren. Das kostet dich Kraft und Energie die du woanders brauchst. Es ist doch alles gesagt worden, du möchtest dich trennen (und das zu Recht) also ist es doch irrelevant was er darüber sagt oder schreibt. Natürlich versucht er alles Mögliche um wieder an dich ranzukommen.

    Von einem Treffen in der Wohnung würde ich absehen er hat ein äusserst brutales Gesicht gezeigt!

    LG Marie