Beiträge von Marie04

    Hallo wieweiter!

    Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte haben sich so liebevoll um ihn gekümmert. Er durfte in Würde gehen.

    Das ist sehr viel wert! Mein Mann ist auch vor einigen Jahren an seiner Alkoholsucht verstorben, es ging ganz schnell und wie mir die Ärzte sagten hat er wohl auch nicht mehr gelitten. Ich war sehr betroffen von seinem Tod, auf der anderen Seite dachte ich aber auch jetzt ist er erlöst. Nichts und niemand konnte ihm helfen, seine Sucht war einfach stärker.

    Lasse dich auffangen in deiner Trauer und wenn dir danach ist schreib hier von deinem Kummer.

    LG Marie

    Da gebe ich Dir schon recht aber bei meinem xy gab es in der Kindheit ein traumatischen Erlebnis das er nie aufgearbeitet hat. Das ist keine Entschuldigung vielleicht eine Erklärung.

    Millionen Menschen hatten traumatische Erlebnisse und sind nicht süchtig geworden. Für mich gibt es keinen Grund mit dem Saufen anzufangen weil dies oder das passiert ist. Traumatische Erlebnisse kann man verarbeiten und überwinden, sie prägen zwar oft das Leben und die Persönlichkeit aber z.B. mir wäre nie der Gedanke gekommen zu saufen.

    Manchmal denke ich das reden sich die Betroffenen oft ein um nicht aufhören zu müssen. Häufig ist die Sucht auch stärker als jede Psychotherapie. Wenn es nicht "klick" macht ist jede Therapie sinnlos und das "Ich arme Sau-Syndrom" wird die Suchtspirale und auch die Depressionen immer weiter verschlimmern.

    LG Marie

    Hallo wieweiter!

    Wenn die Depression der Auslöser für die Alkoholerkrankung ist, dann wäre es doch wichtig die Depression psychotherapeutisch zu behandeln.

    Es lässt sich oft schwer sagen was zuerst da war. Aber zu trinken weil jemand depressiv ist ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Es ist aber erwiesen daß durch das Trinken die Depressionen verstärkt werden.

    Es ist unheimlich wichtig erst zu entgiften und dann zu versuchen die Depressionen in den Griff zu bekommen. Es ist eigentlich eine Doppeldiagnose einmal die Suchtkrankheit und einmal die Depressionen. Beides muß behandelt werden sonst werden sich beide Erkrankungen gegenseitig hochschaukeln.

    Der Suchtkranke muß auch lernen daß Trinken bei einer Depression nichts bringt sondern den Zustand meist verschlechtert.

    Wenn ich weiter darüber nachdenke, das passiert ja dann in der Entwöhnungsklinik, vorausgesetzt der Alkoholiker ist bereit einen Entzug zu machen.

    Ja aber die Zeit ist meistens viel zu kurz das ist ein langwieriger Prozess der oft Jahre dauern kann das kann die Entwöhnungsklinik nicht leisten.

    LG Marie

    Hallo Myla!

    Lies dir bitte deinen ersten Beitrag nochmal genau durch! Meinst du nicht selber daß das nicht ausreicht um die "Beziehung" zu beenden. Erst ein Jahr seid ihr zusammen soll das Jahre so weitergehen? Wenn jemand so aggressiv wird wenn er getrunken hat hat jegliche Hemmschwelle verloren. Ich traue mich fast zu wetten daß es in dem Modus weitergeht. Leider beschönigst du alles was passiert ist. Ich hätte mich schon bei der Sache mit dem Jugendlichen getrennt, mit so einem Schläger wollte ich nichts zu tun haben.

    Willst du überhaupt etwas ändern oder nur auf seine wundersame Heilung hoffen?

    Hallo Myla!

    Ich bin selber Angehörige eines Alkoholikers aber schon lange getrennt. Ich war viele Jahre mit ihm zusammen und konnte mich lange nicht lösen aber wenn ich deine Geschichte lese läuft es mir kalt den Rücken runter. Ich habe psychiatrisch gearbeitet und so manche mißhandelte Frau gesehen. Kieferbrüche, gebrochene Rippen und Gliedmaßen, Schädel-Hirn-Traumen, Hirnblutungen - die Liste liesse sich fortsetzen. Ein großer Teil kehrte immer wieder zum gewalttätigen Partner zurück das ging oft Jahre so, manche trennten sich nie, manchmal hatten sie Glück und der Partner hat sich zu Tode getrunken. Klingt vielleicht jetzt schrecklich ist aber Realität.

    Was ich dabei nie verstehen konnte daß diese Frauen ihren Partner nicht in die Wüste geschickt haben, sie bekamen oft viel Hilfe um ein eigenes Leben anzufangen und gingen trotzdem immer wieder zurück. Was deine Beweggründe sind weiß ich auch nicht ich kann mich da nicht reindenken so co-abhängig war ich nie.

    Ich verstehe auch nicht dass man sich so einen Mann auch noch schönreden kann weil er vielleicht mal ab und zu nett ist. Aber die meiste Zeit Ist er doch betrunken und attackiert dich verbal und körperlich und du hast Angst vor ihm.

    Was muß denn passieren daß du zur Besinnung kommst, ist dir dein Leben nicht zu kostbar um so zu leben?

    LG Marie

    Hallo Myla!

    Der Hausarzt jedoch meinte, dass er ihm nicht helfen kann, mein Partner bei ihm an der falschen Adresse ist.

    Er soll sich im Internet belesen.

    Sag deinem Freund bloss nicht daß du hier schreibst, das soll dein Geheimnis bleiben. Ich glaube nicht daß er beim Arzt war, das hört sich für mich an als ob er dich beschwichtigen wollte um dich weiter einzulullen.

    Ansonsten bin ich der Meinung wie meine Vorschreiberinnen, beende diese Beziehung bevor er dich ernsthaft verletzt oder noch Schlimmeres passiert.

    LG Marie

    Hallo Aufundab!

    Es ist so schwierig, weil 90% der Zeit alles gut ist.

    Das kann ich mir nicht vorstellen daß nach seinen Eskapaden direkt wieder alles gut ist. Ich bin auch der Meinung daß diese 10% die schlecht sind vollkommen ausreichen um ins Grübeln zu kommen und zu überlegen ob man so eine Beziehung will.

    Mein Mann war viele Jahre Quartalstrinker oft lagen Monate zwischen seinen Abstürzen ich war trotzdem unglücklich und unzufrieden mit meinem Leben. So wie er sich betrunken aufgeführt hat hat mich jedesmal tief getroffen.

    LG Marie

    Hallo Katharina!

    Herzlich willkommen hier im Forum. Mein Beileid zu eurem Verlust. Ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. Mein getrennt lebender Mann ist auch tot aufgefunden worden, über 7 Jahre ist es jetzt her. Er hat immer wieder Entzüge ohne ärztlichen Beistand gemacht und dabei kam es wohl zu einem Kreislaufzusammenbruch mit Todesfolge. Den genauen Zeitpunkt weiß ich auch nicht genau es können 4 Tage in Frage kommen in denen es passiert ist.

    Mir machte noch lange zu schaffen daß er keine Hilfe angenommen hat und alle guten Ratschläge in den Wind schlug. Ich mache mir aber keine Vorwürfe nicht genug getan zu haben, meine erwachsenen Kinder und ich haben alles Menschenmögliche versucht.

    Heute weiß ich daß Süchtige den Willen haben müssen aufzuhören und daß man als Angehöriger einfach machtlos ist :cry:

    LG Marie

    Hallo Jacquy0!

    Vieles was du da schreibst habe ich ähnlich selbst erlebt und es hat mich viel Mut und Kraft gekostet mein Leben wieder selbständig zu leben. Mein Mann hat mich auch ständig klein gemacht und mir die Schuld an seiner Trinkerei gegeben. Ich habe viele Jahre geschuftet und gerackert und mich verbogen um es ihm Recht zu machen. Aber nie war es gut genug, heute weiß ich er hat seine miese Spielchen mit mir getrieben.

    Wenn er nicht von sich aus nicht einsieht daß er zuviel trinkt und keine Anstalten macht daran etwas zu ändern bist du machtlos. Daß er regelmässig arbeiten geht sagt nicht soviel aus, mein Mann hat bis zur Rente gearbeitet und war auch immer fleissig. Nur zu Hause blieb alles an mir hängen das kenne ich nur zu gut.

    Es ist so furchtbar die ganze Familie leidet darunter auf Dauer gesehen ist das kein Zustand. Aber nur du kannst eine Besserung für dich und deine Kinder herbeiführen. Wenn er nicht einsichtig wird bleibt er auf der Strecke und du wirst den Weg alleine gehen müssen.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    Hallo Loveyourself!

    Ich denke auch, daß es jetzt nur eine Ausrede ist und er macht den kalten Entzug ohne ärztlichen Beistand.

    Er spielt gerade mit seinem Leben ein kalter Entzug hat meinem Mann das Leben gekostet, er wurde tot aufgefunden. Möchtest du denn irgendwann ausziehen oder lebt ihr in getrennten Bereichen? Bis ich das Passende gefunden hatte lebte ich auch von ihm getrennt im selben Haus. Das fand ich total anstrengend er war ja nach wie vor ständig betrunken. Ich hatte auch immer Angst er stürzt irgendwann die Treppe runter ich konnte gar nicht richtig schlafen. Einmal ist er mit Alkoholvergiftung auf der Intensivstation gelandet da dachte ich auch daß er stirbt.

    Meine erste Nacht in meinem neuen Domizil habe ich sehr genossen, alles so hell und sauber, kein Gestank, kein Schnarchen mehr. Für mich war das der Himmel auf Erden.

    LG Marie

    Hallo Loveyourself!

    Herzlich willkommen hier, ich denke hier wirst du einige Mitglieder kennen lernen die dein Schicksal teilen. Ich bin nach 32 Jahren Ehe gegangen ich konnte einfach nicht mehr. Es ist auch soviel vorgefallen daß meine Liebe zu ihm weg war, ich empfand nur noch Abneigung, Ekel und Wut.

    Er stellte sich das weitere Leben so vor daß wir Freunde bleiben, die getrennt leben und gemeinsam Dinge unternehmen. Dazu hatte ich aber keine Lust mehr er hat ja nach wie vor getrunken. Aber wir hatten auch zwei Kinder die da schon erwachsen waren. Sie wollten ihn aber nicht in seinem Haus besuchen, die Treffen sollten bei mir stattfinden das habe ich dann zugelassen.

    Aber ansonsten hatte ich kein Vertrauen mehr das hatte er gründlich verbraucht.

    Jetzt möchte er auf einmal eine weitere Chance und verbindliches Versprechen, das wir wieder zusammen kommen, wenn er sich "ändert".

    Auf so etwas würde ich mich nicht einlassen, warum solltest du ihm jetzt so etwas glauben? Wenn er wirklich seit drei Tagen nichts mehr trinkt macht er gerade einen kalten Entzug oder war er beim Arzt? Wenn er nicht selbst aus tiefstem Herzen bereit ist mit dem Trinken aufzuhören sondern nur weil er dich halten will klappt das in den seltensten Fällen mit der Trockenheit. Mein Mann hat dann eben heimlich getrunken und mich ständig angelogen.

    Ausserdem bist du durch seine Trinkerei selber krank geworden, ich meine es wird Zeit daß du versuchst dein Leben schöner zu machen und etwas für dich tust. Irgendwann ist auch mal genug in der Alkoholspirale zu hängen.

    Mir geht es jetzt soviel besser es ist auch schon viele Jahre her daß ich mich getrennt habe und er ist mittlerweilen verstorben. Aber es ist nie zu spät seinem Leben eine positive Wende zu geben. Das einzige was ich manchmal bedauere ist daß ich nicht schon viel früher gegangen bin.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    Hallo Jump!

    Das tut mir sehr leid für dich! Ich habe dieselbe Erfahrung mit meinem Mann gemacht, einen Tag nach Entlassung aus der Suchtreha hat er wieder getrunken. In der Reha war er mustergültig und man sah wirklich eine Chance daß er es schaffen könnte.

    Ich war erst auch am Boden zerstört aber es hatte auch sein Gutes. Ich war sämtlicher Illusionen beraubt worden und konnte mich (endlich) auf den Weg aus der Suchtspirale machen. Einige Wochen später habe ich mich hier angemeldet und es tat mir gut in meinem Tun bestärkt zu werden.

    Für meinen Mann ging es tragisch aus, er hat getrunken bis zum bitteren Ende und wurde tot aufgefunden. Keiner konnte ihm helfen und er hat auch nie seinen Tiefpunkt erreicht.

    Alles Liebe und Gute für dich, Zeit heilt Wunden und auch für dich lacht die Sonne wieder.

    LG Marie

    Hallo Korli!

    Ich hoffe du hast dich auf keine längere Diskussion mit ihr eingelassen denn das führt zu nichts. Am besten wäre es gewesen das Gespräch erst gar nicht zuzulassen. So kommst du nur ins Grübeln bei diesen Schuldzuweisungen. Wenn sie es so sieht ist es ihre Meinung die sie ja haben kann aber mit der du ja nicht konform gehen musst.

    Kann den Bademantel nicht jemand anderes abholen? Sie wird vielleicht versuchen dich in ein weiteres Gespräch zu verwickeln was dir bestimmt nicht guttun wird.

    LG Marie