Beiträge von Marie04

    Hallo Aram!

    Gut dass du diesen Schritt gegangen bist und dich von deinem Mann trennst.

    Ich denke dann, was ist mit mir???

    Wer hilft mir, und was er mir angetan hat?

    Leider kann man nichts von dem was passiert ist ungeschehen machen und ich verstehe daß du darunter leidest. Ich habe es auch so empfunden wie du, er hätte soviel Hilfe erhalten wenn er nur gewollt hätte.

    Er hat einmal eine Entgiftung mit anschliessender ambulanter Therapie gemacht. Bei einem Paargespräch war ich fix und fertig und wurde trotzdem gefragt wie ich ihn unterstützen würde. Ich habe damals geantwortet ich hätte einfach keine Kraft mehr und er müsse das alleine regeln, ich hätte genug gemacht und getan. Den Blick der Psychologin werde ich nie vergessen. Ich habe mich schrecklich geärgert und auch gedacht wo ich denn bleiben würde. Naja mein Mann hat munter weitergetrunken somit hatte sich das Thema eh erledigt.

    Ich habe mich alleine da heraus gearbeitet was schwierig war denn ich war auch depressiv. Ich habe versucht nur nach vorne zu blicken und alles Hässliche hinter mir zu lassen. Mit der Zeit ging es mir aber besser aber vergessen werde ich nie. Es ist eine große Narbe zurückgeblieben aber ich habe gelernt damit zu leben.

    Deswegen ist auch meine Meinung man sollte einen trinkenden Partner so schnell als möglich verlassen damit der Schaden in der Seele nicht so groß ist.

    Mit der Zeit wird es besser, die Bekannten die auf seiner Seite sind wissen wahrscheinlich nicht wie es ist mit so einem Partner zu leben. Weil er im Krankenhaus liegt denken alle wie schlecht es ihm geht, vielleicht erzählt er auch dementsprechende Dinge. Sollen doch deine Bekannten oder deine Freundin sich um ihn kümmern wenn sie meinen. Es steht nirgendwo geschrieben dass man sein Leben lang bei seinem Partner bleiben muss.

    Vielmehr ist dein eigenes Wohlbefinden wichtig und das hat ihn bis jetzt auch nicht interessiert.

    LG Marie

    Hallo Lykka!

    Du kannst ja damit anfangen von dir zu sprechen was du möchtest und was du nicht möchtest. Also klar und selbstbewusst Stellung zu beziehen. Ich habe meinem Mann gesagt daß ich nicht mehr mit einem Trinker zusammenleben möchte, daß ich so ein Leben einfach satt habe und daß er ein halbes Jahr Zeit bekommt etwas gegen seine Sucht zu tun. Ich habe ihm gesagt daß ich mich ansonsten trennen würde.

    Er hat dann versucht mit mir zu diskutieren das habe ich nicht mehr zugelassen sondern auf meinem Standpunkt verharrt. In dem halben Jahr hatte ich Zeit mein Leben neu zu regeln, z.B. wo ich hinziehen würde was finanziell machbar war und all diese Dinge. Er hat sich natürlich nicht daran gehalten, er hat mich erst gar nicht ernstgenommen. Andere Leute habe ich vollkommen rausgehalten, sogar meine Kinder.

    Ich habe es durchgezogen, habe noch eine Zeitlang getrennt von Tisch und Bett im gemeinsamen Haus gewohnt bis ich mein eigenes Heim beziehen konnte. Ich fühlte mich innerlich total leer und trotzdem fing es mir an besser zu gehen und ich konnte nach vielen Jahren endlich wieder Dinge geniessen. Mein Mann war anfangs Quartalstrinker hat aber im Laufe der Jahre immer öfter und immer mehr getrunken zum Schluß von morgens bis abends.

    Meine Entscheidung war zwar richtig aber ich habe viel zu lange damit gewartet aber wenn ich damals gewusst hätte was ich heute weiß..... Meistens lebe ich aber in der Gegenwart und bin recht zufrieden mit meinem Leben.

    LG Marie

    Hallo Lykka!

    Das ist ganz typisch und ein Zeichen seiner Sucht daß er die wahre Trinkmenge abstreitet. Mein Mann hatte angeblich auch nie etwas getrunken selbst wenn er schon lallte und das ganze Zimmer nach Alkohol stank. Er hatte auch überall Alkohol gebunkert, im Keller, im Auto und in der Garage. Er verließ abends immer kurz das Wohnzimmer und kam immer betrunkener zurück. Am Wochenende hatte er angeblich immer in der Garage etwas zu tun, naja was das war habe ich dann mitbekommen.

    Den wahren Konsum bekommt man sowieso nie mit es würde auch nichts bringen ihn zu wissen. Diese Beteuerungen weniger oder gar nichts zu trinken kenne ich auch zur Genüge, es dauert ne lange bis es wieder mehr wird oder es wird eben heimlich getrunken. Mein Mann hat sich zu Tode getrunken das war aber nach unserer Trennung. Ich hatte ihm auch ein Ultimatum gestellt das hat aber auch nichts gebracht und so bin ich gegangen.

    Leider kann man die Sucht wenig beeinflussen wenn ihm die Einsicht dazu fehlt. In den meisten Fällen kommt irgendwann der Tag an dem man entscheiden muß ob man das noch länger mitmachen möchte denn der Leidensdruck wächst immer mehr. Es ist ja auch keine Lebensqualität neben einem trinkenden Partner der seinen Alkoholkonsum über alles andere stellt.

    Aber stillschweigend erdulden muß das niemand, es bleibt dir ja die Möglichkeit zu handeln damit es dir wieder besser geht. Dein Partner ist erwachsen und du bist in keinster Weise für ihn verantwortlich. Du bist auch nicht schuld daß er trinkt oder angetrunken Auto fährt, er schüttet sich den Alkohol selber in den Körper, du hast nichts aber auch gar nichts damit zu tun.

    LG Marie

    Hallo Bluezone!

    Das ist ein sehr belastendes Leben das du führst, auf Dauer wirst du noch kränker werden, vielleicht sogar ganz zusammenbrechen wenn du es nicht schaffst auszusteigen. Natürlich erfordert es einige gravierende Umstellungen in deinem Leben aber warum solltest du es nicht schaffen?

    Wenn diese ganzen Belastungen die dich soviel Kraft kosten wegfallen werden andere positive Kräfte freigesetzt und deine Motivation wird zunehmen. Ich habe mir wenn ich schlaflos neben meinem betrunkenen Mann lag immer vorgestellt wie schön mein Leben ohne ihn sein würde. Ich hatte immer ein schönes ruhiges Heim vor Augen indem mich niemand schikaniert, mich beschimpft oder mich sonst schlecht behandelt. Eines Tages habe ich meine Vorstellungen in die Tat umgesetzt und es war der Himmel auf Erden, nachträglich konnte ich gar nicht mehr verstehen warum ich so lange gewartet habe.

    Ich denke auch deine Kinder würden davon profitieren wenn du einen Cut machst, bestimmt leiden sie unter der Situation. Du solltest immer bedenken man hat nur ein Leben und das sollte man geniessen und so gestalten dass es erfüllend und positiv ist. Das wird dir mit deiner alkoholkranken Frau auf keinen Fall gelingen denn sie macht ja keine Anstalten ihre Sucht in den Griff zu bekommen.

    LG Marie

    Hallo Sarah!

    Genau das ist es ja..

    Das ist es was mich so traurig macht....ich bin so müde und sehe kein Licht mehr.

    Es ist alles zerstört ....

    Ich weiß, es ist traurig und scheint so aussichtslos aber leider hast du nur zwei Möglichkeiten. Entweder beendest du diese Beziehung auch wenn es weh tut oder du leidest weiterhin. Ich habe meine Beziehung beendet, ich konnte nicht mehr, mich hat das Ganze depressiv gemacht. Ich habe meinen Mann aber auch nicht mehr geliebt es war einfach zu viel vorgefallen.

    Es ist aber auch ein tolles Gefühl diesem Schrecken entronnen zu sein und wieder Positives in mein Leben zu lassen, bei mir hat letztendlich die Erleichterung überwogen.

    Ich hoffe auch du kommst an den Punkt daß du dich wieder freuen kannst und nicht nur an IHN denkst.

    LG Marie

    Hallo Leyla!

    Bei meinem Mann war das so daß wenn er getrunken hat gar nichts mehr gemacht hat. Er konnte das ganze Wochenende im gleichen Jogginganzug auf der Couch liegen und vor sich hinstarren und hindösen. Ab und zu ist er aufgestanden und in der Garage verschwunden um nachzutanken. Alkohol hat ja auch eine beruhigende Wirkung und wenn ständig getrunken wird leidet auch das Gehirn darunter.

    Mich wundert daß du noch bei ihm bist nach den Vorkommnissen die du geschildert hast, deine Schmerzschwelle scheint sehr hoch zu sein. Ihn verstehen wirst du niemals können und ihn retten schon mal gar nicht. Aber es geht ja um DICH und nicht um ihn, du solltest dich schnellstmöglich in Sicherheit bringen.

    Willst du wirklich so einen Partner? Er ist so wie er ist damit musst du dich abfinden. Einen anderen Menschen kann man nicht ändern wenn ihm die Einsicht total fehlt.

    LG Marie

    Hallo Sarah!

    So wird es immer weiter gehen, Gespräche, Versprechen daß Therapien folgen werden, Rückfälle. Du kannst es nicht beeinflussen ob er sich an seine Aussagen hält du kannst gar nichts tun. Es liegt alleine bei ihm ob er in der Lage ist seine Sucht zu bekämpfen. Ich verstehe deine Hilflosigkeit und deine Einsamkeit.

    Ich war selber viele Jahre mit so einem Mann verheiratet und es gibt nichts was ich nicht versucht habe um ihn von der Sucht wegzubringen. Letztendlich kam die Erkenntnis daß ich nichts tun kann ausser mich selber zu retten denn ich ging selber an dieser Situation kaputt. Von da an trennten sich unsere Wege, ich habe mir ein neues Leben aufgebaut und er hat sich zu Tode getrunken. Ja es hat sehr wehgetan das alles zu erleben aber heute habe ich meinen inneren Frieden geschlossen.

    Was ich anders machen würde wäre daß ich viel früher gehen würde, es ist verschenkte Lebenszeit die man nie wieder zurückbekommt.

    LG Marie

    Hallo Sarah!

    Herzlich willkommen hier im Forum, schön daß du da bist. Vielleicht schilderst du dein Problem etwas genauer, bestimmt gibt es Antworten auf deine Fragen. Ich bin/war auch Angehörige eines Alkoholikers und schon sehr lange hier im Forum.

    Dein Text sagt ja schon das Wichtigste weswegen du hier bist. Schreib einfach munter drauflos über das was dir auf der Seele brennt. Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

    LG Marie

    Hallo Chris!

    Herzlich willkommen hier im Online-Forum. Hier bist du mit deinen Problemen richtig und einige deiner Fragen werden bestimmt beantwortet. Ich bin/war Angehörige eines Alkoholikers und schon sehr lange hier im Forum. Schreibe dir einfach von der Seele was dich bedrückt.

    LG Marie

    Hallo Leyla!

    Hast du es wirklich nötig dich auf so ein Niveau herabzulassen? Das ist ja nun unterste Schublade was da passiert und du müsstest dir zu schade für so etwas sein. Denke doch mal an dein Kind das bestimmt schon einiges mitbekommt. Willst du wirklich noch Monate oder Jahre so weitermachen?

    Es gibt doch bestimmt noch genug anständige Männer du musst dir nur die Chance geben sie kennen zu lernen. Das verbaust du dir aber komplett wenn du dich an so einen Mann hängst!

    Also sorry da wäre ich aber lieber eine Zeitlang alleine als so eine "Partnerschaft" die nur Ärger und negative Gefühle verursacht.

    LG Marie

    Hallo Leyla!

    Erst einmal herzlichen Dank für Eure zahlreichen Antworten! Warum war ich schon längere Zeit nicht mehr hier? Einmal, weil keine neuen Antworten mehr auf meine Beiträge kamen.

    Das stimmt aber was sollte man irgendwann noch antworten wenn sich jemand nur noch im Kreis dreht? Ich empfinde hier im Forum schreiben sich viele den Frust von der Seele, wenn dann Antworten kommen die nicht der Meinung des Threaderstellers sind viele wieder von hier verschwunden. Ob sie sich das was geantwortet wurde zu Herzen nehmen und zumindest versuchen aktiv etwas zu verändern würde mich manchmal schon interessieren.

    Der Weg da raus ist einfach daß man sich selber ändern muß um etwas zu erreichen denn trocken legen kann man den Partner einfach nicht. So vergehen die Jahre und nichts ändert sich und die Lebensqualität ist weiterhin eingeschränkt, schade!

    LG Marie

    Leyla wir hatten noch Kontakt weil wir 32 Jahre verheiratet waren und gemeinsame Kinder hatten. Meine Bedingung war aber daß er mich nicht betrunken kontaktieren darf. Er hat sich daran gehalten, ich hatte den Eindruck durch mein entschlossenes Handeln hatte er Respekt vor mir bekommen. Ich bin nur ein Dorf weiter gezogen und öfters haben mich seine Nachbarn angerufen ich sollte mich doch mal um ihn kümmern er wäre schon wieder so betrunken. Ich habe das immer abgelehnt ich wollte damit nichts mehr zu tun haben. Vor 4 Jahren ist er an seiner Krankheit verstorben um das Begräbnis habe ich mich gekümmert.

    Er hat öfters versucht mich zurückzu gewinnen sei es daß er mein Mitleid erregen wollte oder mir einreden wollte ich könnte auf Dauer nicht ohne ihn.

    Aber in deinem Fall würde ich den Kontakt komplett und rigoros abbrechen, das tut zwar im Moment sehr weh aber dieses Gefühl vergeht auch wieder. Dann kann man nach vorne schauen und sein Leben neu gestalten.

    LG Marie

    Vielleicht, weil ich gelernt habe, um Liebe kämpfen zu müssen? Aus Angst vor dem Alleinsein? Wieder versagt zu haben? Keinen Mann halten zu können? Oder weil ich den Gedanken nicht ertragen kann,

    Das mögen alles Gründe sein weswegen sich jemand so verhält und den Weg da heraus nicht findet. Aber zum Glück hat man auch einen freien Willen und Dinge kann man auch ändern. Du siehst ja durchaus was schief läuft und daß es im Grunde gar keine Partnerschaft ist denn in einer funktionierenden Partnerschaft würde man sich so etwas nicht antun.

    Zu deiner Frage in der Überschrift JA sie lügen und manipulieren zumindest hat das mein Partner gemacht und zwar ohne mit der Wimper zu zucken. Aber was mich heute nach 10 Jahren Trennung noch umtreibt ist warum ich mir das habe gefallen lassen. Weil ich wie viele Co-Abhängige immer nur das Gute das er zweifellos auch hatte immer in den Vordergrund gestellt habe.

    Im Grunde habe ich mich selber manipuliert und belogen und meine eigenen Empfindungen unterdrückt denn ich war ja unglücklich. Mein Gedanke war dann immer:"Naja er hat zwar wieder so viel getrunken ABER.... er ist ja fleissig, andere Männer machen das ja auch, ich gönne ihm sein Bier nicht, ich darf nicht so unzufrieden sein, denn.......... und dann kam weiterhin dieses Schönreden. Viel zu lange bin ich in dieser Partnerschaft geblieben, das wurmt mich heute noch.

    Mich zu trennen war eine der besten Dinge die ich in meinem Leben gemacht habe. Für mich ging es ab da nur aufwärts und ich habe mich sehr zum Positiven geändert. Ich habe auch meinen inneren Frieden gefunden und das Leben ist wieder schön.

    Man muss seinen inneren Schweinehund der dazu führt dass man sich nicht lösen kann intensiv bekämpfen damit man da raus kommt. Was soll schon schlimmes dabei passieren es kann nur besser werden!

    Nur Mut!

    LG Marie

    Hallo Blume!

    Ich möchte dir alles Gute wünschen daß dein Partner den Weg ohne Alkohol schafft. Zum Glück gibt es ja einige wenige Partnerschaften in denen der alkoholkranke Partner sich besinnt und aufhört zu trinken.

    Meistens ist es ja nicht so aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber in deinem Fall würde ich dem Mann auch noch eine Chance geben weil er sich um ein trockenes Leben bemüht und aktiv geworden ist. In die Zukunft schauen kann sowieso niemand von uns und immer das Schlechte erwarten sollte man auch nicht.

    LG Marie

    Hallo Sensual!

    Überlege doch mal…du bekommst weder Anerkennung, noch Wertschätzung, Respekt, Geborgenheit, Liebe. Stattdessen sein Leid, seinen ganzen Müll, wirst mit Liebesentzug „bestraft“, wenn du deinen Mund aufmachst und Grenzen ziehen willst…

    Dann nehme dich wahr und schaue genau hin, ist es das was du verdient hast? Denke mal darüber nach was du so mit dir machen lässt. :!: Du kannst ihn nicht ändern nur dich selbst!

    LG Marie

    Hallo Leyla!

    Wenn ich doch auch nur mal meine Gedanken abstellen könnte. Der Alkoholiker trinkt ja unter anderem auch, um sich zu betäuben, um quasi nichts mehr fühlen zu müssen, oder? Nur geht dadurch ja die Ursache seines Schmerzes nicht weg. Im Gegenteil. Bei meinem „Mann“ (wir sind nicht verheiratet, wohnen auch nicht zusammen) habe ich ganz stark das Gefühl, dass er immer mehr braucht, um nichts mehr zu spüren, was ihn so sehr quält.

    Warum der Alkoholiker trinkt ist ja für dich Nebensache, es ist seine Baustelle. Da kannst du ihm mit all deiner Liebe und Fürsorge nicht helfen, ganz einfach weil er es nicht zulässt und es nicht will. Wenn er ernsthaft sein Leben verändern wollte würde er es zumindest versuchen in die Gänge zu kommen und das ganz ohne dich. Ich denke schon daß er in seinem Inneren genau weiß daß etwas gewaltig schief läuft.

    Ich weiß bis heute nicht warum mein Mann getrunken hat und werde es auch nie erfahren denn er ist an seiner Sucht gestorben. Ich habe es mittlerweilen so akzeptiert. Was ich aber irgendwann nicht mehr akzeptiert habe war seine Sucht. Es war seine Sucht und er hat kein Recht auch mich deswegen unglücklich zu machen, denn ich bin nicht er!

    Ich habe mit seiner Sucht nichts zu tun und bin nicht der Auslöser davon. Ich habe mir ein Leben ausserhalb seiner Sucht verdient, ich bin dafür nicht zuständig. Ich muß mir solche ungerechten Dinge die er mit mir macht nicht gefallen lassen. Wenn er mit sich selbst nicht zurecht kommt ist es nicht meine Aufgabe ihn zu bespaßen. Er würde das eh nur ausnutzen um ungehindert weiterzutrinken.

    Es ist schwer da auszusteigen aber wenn man sich nur das Negative das so eine Partnerschaft vor Augen führt klappt es vielleicht eher. Als ich ausgestiegen bin habe ich es so empfunden als müsste ich mein Leben retten.

    LG Marie

    Sucht sich der CO Partner einen Alkoholiker um sein "Helfer Syndrom" befriedigen?

    Nicht unbedingt, im Grunde mag ich das was ein Helfersyndrom ausmacht überhaupt nicht. Ich fand es eher belastend für alle und jeden da zu sein oder mich neben dem Beruf um alles kümmern zu müssen, Haushalt und Kinder war meine alleinige Aufgabe, ich fühlte mich oft ausgenutzt. Am Wochenende lagen alle auf der Couch nur ich habe geputzt, gekocht, gemacht und getan, so manches Mal war ich richtig wütend deswegen.

    Ich fand aber nie so richtig die Kraft mich deswegen zu wehren und habe es viele Jahre mitgemacht. Aber eins weiss ich genau ich hätte nie einen Mann geheiratet der zuviel trinkt, fand aber auch nicht die Kraft mich dagegen aufzulehnen als ich es gemerkt habe. Alkohol ist für mich ein seltenes Genussmittel das ich mir ab und zu gönne aber ich muß es überhaupt nicht haben.

    Ist ein Alkoholiker überhaupt (noch) in der Lage, wahre Gefühle für andere Menschen zu haben?

    Ich würde sagen auf jeden Fall, mein Mann hat mich und die Kinder bestimmt geliebt, er wollte immer daß wir keine Not leiden und es uns gut geht. Er sah sich aber viele Jahre nicht als Alkoholiker sondern meinte sein Konsum wäre normal.

    LG Marie

    Hallo Schokohasi!

    Denke ich da richtig,dass er versuchte, mich schlecht zu machen, weil er nicht einsehen will, dass nur er "schlecht" ist?

    Das ist typisches Suchtverhalten er ist ja nicht "schlecht" sondern krank aber es fehlt halt die Einsicht. er müsste sein Problem auch ohne dich an der Seite angehen denn sein Trinken hat ja mit dir nichts zu tun. Wer weiß vielleicht hätte er dich noch monatelang hingehalten mit seinen Versprechungen.

    Vielleicht hast du dir Schlimmeres so ersparen können, ist zwar schade und traurig daß die Beziehung in die Brüche geht aber erspaert dir sehr wahrscheinlich viel Schmerz und Leid.

    Bei ihm weiterhin wohnen würde ich auch nicht wollen, wer weiß was da noch so vorgefallen wäre.

    Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Glück dieser Welt.

    LG Marie

    Hallo Mietschi!

    Herzlich willkommen im Forum, ich wünsche dir einen guten Austausch. Ich war auch viele Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet. Er hat im Laufe der Jahre auch immer mehr getrunken zum Schluss jeden Tag. Das mit der Couch kenne ich auch, ich wusste nie wie er drauf war wenn ich nach Hause kam, ich war nur noch angespannt. Die Wochenenden verbrachte er trinkend auf der Couch, bei uns hat es immer nach Alkohol gestunken.

    Natürlich fand er immer einen Grund um sich vollaufen zu lassen, meistens gab er mir die Schuld. Aber das machen alle Trinker so, irgendetwas ist immer schuld bloss sie selber nicht. Mein Mann hat auch 2 Tage nach seinem Klinikaufenthalt wieder getrunken. In mir ist damals eine Welt zusammengebrochen, ich hatte entgültig die Nase voll von ihm und ihm laut und deutlich verkündet daß ich mich trennen werde. Ich habe es auch durchgezogen sonst wäre ich seelisch zugrunde gegangen.

    Du kannst ihm sowieso nicht helfen, er hat doch genug Hilfe bekommen wenn er nichts davon umsetzt ist es seine Schuld nicht deine. Er kann ja ausziehen wenn er meint du und dein Vater wären schuld an seiner Trinkerei.

    Ich war auch immer die starke Frau die alles regelt, ich habe mich sogar um seine Mutter gekümmert als sie gebrechlich wurde, sie konnten nun auch nichts für ihren saufenden Sohn. Aber irgendwann bin ich ins Burn out gerutscht und habe eineinhalb Jahre gebraucht wieder auf die Beine zu kommen.

    Wenn es dir möglich ist fahre du doch mal ein paar Tage weg oder beantrage eine Reha um etwas durchzuatmen und deine Angelegenheiten neu zu sortieren. Schlage dir bitte den Baum aus dem Kopf, das Leben bietet doch so viel mehr als einen ewig betrunkenen Ehemann, du musst nur wieder lernen wie schön es sein kann.

    LG Marie