Beiträge von Marie04

    Hallo Jürgen!

    Zitat

    ich denke, das passiert in aller Regel dann, wenn sie für Ihre Sucht von anderen ( z.B. dem Co-Alkoholiker ) angegriffen werden.

    Neee das wäre jetzt zu einfach da wäre die Frage war vorher die Henne oder das Ei? Wenn er sich angegriffen fühlt kann er ja anders reagieren als zu trinken.

    Ich denke es ist einfach um die die Suchterkrankung aufrecht zu erhalten.
    Er trinkt ja auch wenn keine Vorwürfe oder keine Angriffe von aussen kommen. Warum er jetzt meint zu trinken muss er selber herausfinden.

    Aber es ist auf keinen Fall der Co, die böse Umwelt, der Chef oder seine Familie, ein Nichtsüchtiger würde Dinge verändern und nicht trinken.

    Zitat

    Deshalb suchen sie Ausreden, wenn sie angegriffen werden. Relativ menschlich.

    So ergeht es dem Co-Abhängigen auch er sucht Ausreden warum er den Partner nicht verlassen kann obwohl er angegriffen wird und redet sich selber froh.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

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    Wer seinen Tiefpunkt in der der Sucht erreicht hatte, der hat am wenigstens oder gar nicht mehr gejammert .

    Der hat auch begriffen dass er sein Elend selber schuld ist und nur von sich aus etwas ändern kann. Er übernimmt Verantwortung für sich und sein Handeln ohne andere dafür haftbar zu machen.

    Mir erging es dermassen schlecht als ich meinen Tiefpunkt erreicht habe dass ich kaum noch die Kraft besass um mich zu kümmern und schon gar nicht um andere.

    Liebe Grüsse
    Speranza
    Speranza

    Hallo Jürgen!

    Zitat

    vielleicht, weil er nicht genug darunter litt !?

    Das kann ich nicht beurteilen denn ich stecke ja nicht in seiner Haut.

    Zitat

    Du wirst von mir nicht erleben, daß ich mich über die 8-10 Jahre meines Trinkens beschwere.

    Du bist trocken und somit ist deine Denkweise anders zumal du wie du schreibst niemandem damit geschadet hast als dir selber.

    Aber nasse Alkoholiker machen oft alles und Jeden für ihre Sucht verantwortlich und begreifen oft jahrelang nicht dass nur sie selber etwas ändern können.

    Co-Abhängige haben auch oft eine verzerrte Wahrnehmung von sich selber und denken im Prinzip auch andere wären für ihr Unglück verantwortlich "wenn der trinkende Partner nicht so gemein wäre könnte ich in Frieden leben".

    Dass sie am trinkenden Partner aber erstmals nichts ändern können sondern nur an sich selbst kommt im Bewusstsein einfach nicht an.

    Sie sehen sich ja selber als nett, hilfsbereit, aufopfernd und meinen damit den kranken Partner erreichen zu können. "Ich tue doch alles dass er nicht mehr trinkt".

    Dass es aber nicht an mir liegt dass er trinkt begreife ich auch nicht da er mich manipuliert was ich erst aber auch nicht merke.

    Zitat

    Ich habe das Gefühl, dass Co-Abhängige mehr jammern.

    Das mag sein weil sie es einfach nicht verstehe können dass sie so mies behandelt werden wo sie sich doch so aufopfern und immer hoffen dass der Partner endlich was tut.

    Zitat

    Ich habe das Gefühl, daß Nikotinsucht, Fressucht hier gern mal verharmlost werden ...

    Ich denke dass viele Menschen Süchte so sehen wie sie ausgelebt werden und natürlich ist für mich ein gröhlender, nasser Alkoholiker der mich vielleicht dumm von der Seite anmacht störender als einer der eine Zigarette raucht oder die fünfte Portion Pommes isst.

    Damit tut er ja mir nicht weh und es geht mich im Grunde nichts an.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jürgen!

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    Wer Jahre oder Jahrzehnte mit einem alkoholsüchtigen Partner verbracht hat, sollte sich für diese Dummheit selbst in den A.... treten, nicht dem Süchtigen.

    Den Ball könnte ich jetzt glatt zurückgeben denn ich werde nie verstehen warum jemand jahrzehntelang trinkt.

    Der Co-Abhängige ist genauso krank hat das etwas mit Dummheit zu tun?

    Zitat

    naturgemäß ist hier in diesem Forum die Abneigung gegen Alkoholsucht am grössten.

    Ist das jetzt dein Gefühl oder Erfahrungen die du hier gemacht hast?

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Aurora!

    Ich möchte dir sagen dass ich grossen Respekt für dich empfinde wie du mit dieser schrecklichen Tragödie umgehst. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft, Mut und Stärke.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

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    Ich stellte es nur mal zur Ansicht, als meine Erfahrung hier rein.

    Zitat

    wo habe ich das geschrieben das ich dir das sagen wollte?

    Jetzt hast du mich erwischt es steht wirklich nicht da sondern ich habe es aus obigem Satz gefolgert :)

    Aber was wolltest du mir eigentlich sagen? Ich wollte dir sagen dass dein Beitrag in meinen Augen am Thema vorbei war und wenn ich jetzt richtig verstanden habe hast du mir ähnliches mitgeteilt.

    Mein Beitrag war eine Antwort auf deinen Beitrag ohne Wertung einer Person sondern es war meine eigene Meinung.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

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    geht es hier nicht um Zitat:
    Unbewußte Sucht?
    wie es im Thread Titel steh t?

    Natürlich ging es darum deswegen schrieb ich auch zu deinem Beitrag:

    Zitat

    Für mich ist das hier nicht das Thema wenn ich mir über Nikotinsucht und Co-Abhängigkeit Gedanken mache weiss ich ja dass mich beides betrifft und ich bin kein Hypochonder sondern ich habe ja beides vorzuweisen.

    und äusserte meine Meinung ohne mich persönlich angesprochen zu fühlen.

    Hätte es besser gepasst wenn ich die Anrede weggelassen hätte? Ich verstehe was du mir sagen wolltest nämlich dass ich deinen Beitrag unkommentiert stehen lassen sollte aber wenn ich das Bedürnis habe zu antworten mache ich es und es war in meinen Augen ja nicht am Thema vorbei.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Hartmut!

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    Eine Mischung aus Hypochondrie und Geltungssucht. (Suchtverlagerung)

    Ein Hypochonder hat Angst an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden, er vergleicht nicht sondern ist fest davon überzeugt schwer krank zu sein und achtet übertrieben auf körperliche Signale.

    Warum er das macht hat ganz verschiedene Gründe.

    Für mich ist das hier nicht das Thema wenn ich mir über Nikotinsucht und Co-Abhängigkeit Gedanken mache weiss ich ja dass mich beides betrifft und ich bin kein Hypochonder sondern ich habe ja beides vorzuweisen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Melanie!

    Zitat

    die nikotinsucht hat für mich was mit meiner coabhängigkeit zu tun. etwas tun von dem ich weiss das es mir schadet und nicht damit aufhören zu können.

    Ich sehe es als zwei verschiedene Dinge, wenn ich rauche und weiss ich schade mir damit und höre trotzdem nicht damit ist es eine Sucht und kein Co-Verhalten.

    Nicht jeder Süchtige ist co-abhängig, wenn ich aufhöre zu rauchen bleibe ich trotzdem co-abhängig und brauche eine gesonderte Behandlung.

    Ist jetzt meine Meinung dazu.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo BC!

    Ich kann nur für mich sprechen ich bin Raucherin sonst ohne Süchte. Mir stellt sich da eher die Frage ob meine Nikotinsucht überhaupt etwas mit meinen alkoholkranken Ex zu tun hat?

    Habe ich jetzt nur Glück gehabt dass ich keine anderen Süchte entwickelt habe? Ich hatte nie das Verlangen zu trinken, zuviele Tabletten einzunehmen oder mich arm zu kaufen.

    Mir war vollkommen klar dass ich damit keine Probleme lösen kann sondern mir weitere Probleme aufhalse und mein Leben noch schwieriger sein wird.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo BC!

    Zitat

    Es geht mir mehr darum, sich selber auch einmal auf eigenes Suchtverhalten zu überprüfen, denn wo bleibt der ganze Frust, Ärger, die Trauer, Angst und Wut?

    Auf keinen Fall puste ich solche Gefühle durch meine Zigarette. Manchmal muss ich solche Gefühle aushalten oder mich ablenken (nicht durchs rauchen) wenn jetzt kein für mich nachvollziehbarer Grund für solche Gefühle da ist.

    Ansonsten habe ich ja die Möglichkeit mich zu wehren oder das Problem anzugehen wobei ich wiederum auf meine Trigger aufpassen muss :wink:
    Bei unrealen Ängsten hilft mir wiederum die Konfrontation und immer wieder in Situationen hineinzugehen bis sich die Angst verliert.


    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo BC!

    Zitat

    Ich für meinen Teil finde es interessant, mich mit der Psyche des Menschen zu beschäftigen bzw. Zugang zu bekommen - der hat mir eigentlich immer gefehlt. Ist auch eine Art Schutzmechanismus für mich geworden - wenn ich weiß, wie ein Anderer tickt, dann kann ich ihn viel besser einschätzen.

    Es ist schlicht unmöglich zu der Psyche anderer Menschen Zugang zu bekommen wenn der andere das nicht will und sich hinter einer Fassade verbirgt.

    Du kannst ihn beobachten aber wenn es ums Beurteilen geht spielt deine eigene Wahrnehmung und deine Stimmungslage eine grosse Rolle.

    Deswegen versuche ich erst gar nicht mich in die Psyche des anderen hineinzuversetzen sondern urteile nur das Verhalten das er an den Tag legt, das ist mein Selbstschutz bzw. in meinem Fall auch der Versuch den Patienten vor sich selber zu schützen.

    Natürlich kenne ich die verschiedenen Krankheitsbilder aber selbst da "ticken" die Leute verschieden da auch viele andere Einflüsse zum Tragen kommen.

    Was mich betrifft versuche ich gar nicht mich in "nasse" Gedanken oder krankhafte Gedanken hineinzuversetzen ausser in meine eigenen. Mir sind sogar manche Co-Abhängigen Gedanken fremd und ich kann es nicht mehr nachvollziehen.

    Aber das ist auch nicht nötig da es nicht meine Gedanken sind und ich mich ja nicht unnötig damit belasten muss.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo Jürgen!

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    nö, seh ich anders. Alkoholismus ist vor allem eine psychische Krankheit.

    Ich habe mich da etwas unvollständig ausgedrückt. Ich meinte dass die Grundvoraussetzung für den Alkoholiker ist den Stoff (und zwar für immer) wegzulassen sonst ist jede weitere Behandlung sinnlos - also den stoffgebundenen Entzug meinte ich damit.

    Um einen Rückfall zu vermeiden folgt natürlich die psychische "Arbeit" mit allem was dazu gehört sonst hat der Alkoholiker wenig Chancen trocken zu bleiben.

    Im Gegensatz dazu brauche ich als Co-Abhängiger keinen Stoff weglassen sondern auf rein emotionaler Ebene an mir arbeiten. Ich habe meine Co-Abhängigkeit noch nie als Sucht empfunden sondern als ein Verhaltensstörung die mit Suchtmittel nichts zu tun hat.

    Ich kann sie auch ohne alkoholkranken Partner ausleben also hat es mit "Stoffen" die mich süchtig machen eher weniger zu tun.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Ich würde sagen dass es völlig irrelevant für den Co-Abhängigen ist zu wissen wie ein (nasser) Alkoholiker tickt.

    Es sind beides Krankheiten und trotzdem etwas ganz verschiedenes.
    Wenn ich herzkrank wäre versuche ich auch nicht nachzuvollziehen was ein Magenkranker tut denn es geht um mein Herz.

    Es geht erstmals um eine stoffliche Sucht und nicht um eine emotionale.

    Wenn der Suchtkranke aber akut Suchtdruck verspürt und um Hilfe bittet kann ich ihm als Co-Abhängiger weniger raten denn meine Therapie ist Schritt für Schritt und der akut gefährdete braucht Soforthilfe.

    Da nützt ihm ein langer Bericht wie ich selber vorgehe in meiner Co-Abhängigkeit und das ich mein Verhalten minutiös hinterfrage oder analysiere relativ wenig.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo arwen!

    Deine Situation ist momentan recht verzwickt und es scheint alles über dir zusammenzubrechen.

    Aber egal wie verzweifelt du bist versuche trotzden Schritt für Schritt vorzugehen Hauptsache du bewegst etwas und seien es nur kleine Schritte.

    Was er sagt ist doch nebensächlich er scheint deinen Widerstand zu bemerken und versucht alle Register zu ziehen um dich klein zu machen, es hat ja bis jetzt anscheinend funktioniert denn wie du schreibst hat er dir bereits jegliches Selbstvertrauen genommen.

    Es nützt ja nichts dass du ihn für alles verantwortlich machst was er dir antut denn du hast es zugelassen das ging mir auch so. Ich frage mich heute auch wieso ich ihn nicht schon viel früher in die Wüste geschickt habe aber nachträglich immer mir vorzuwerfen wie blöd ich war bringt mich auch nicht weiter.

    Ich kann nur nach vorne gucken und Schritt für Schritt mein Leben neu gestalten damit es mir wieder gut geht.

    Du musst auch das Positive sehen du verdienst dein eigenes Geld und bist schonmal unabhängig von ihm. Es gibt bestimmt auch Lösungen wie du es mit dem Haus handhaben kannst bestimmt weiss der Anwalt darüber Bescheid.

    Wenn du Angst hast dass er gewalttätig wird wenn du ausziehst würde ich ihm das gar nicht mitteilen sondern einfach weg sein.

    Zitat

    Dieser Mensch ist soooo krank und es interessiert ihn gar nicht mehr wie es mir geht.

    Das stimmt er ist sehr krank er ist suchtkrank und ihn interessiert nur wie er seine Sucht befriedigen kann und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Flasche steht an erster Stelle alles andere ist nebensächlich.

    Wenn er nicht selber einsieht dass er krank ist wird er nichts ändern sondern so weitermachen.

    Hast du schonmal das hier gelesen das ist sehr aufschlussreich und mir hat es gut weitergeholfen:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    Auch wir Partner eines Alkoholabhängigen haben ein Problem wir lassen uns bis wir selber am Ende unserer Kräfte sind solche Dinge gefallen.

    Ich habe mir viele Gedanken gemacht warum das so ist einfach deshalb weil mir so etwas nie wieder passieren soll.

    Deinen Entschluss dich zu trennen finde ich gut selbst wenn du bei Null anfangen musst denn du hast dir etwas Besseres verdient als so ein Leben.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Huhu BC!

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    Nur den Weg muß man natürlich kennen, wie man sowas auflöst - aber ich denke, Du packst das!

    Das denke ich auch wenn ich ein Problem erkenne und mir der Weg zur Lösung logisch erscheint und zu mir passt schaffe ich es (meistens) auch.

    Obwohl im Moment finde ich es schwerer emotional an mir zu arbeiten als im Bad die Fliesen abzustemmen. :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    Hallo BC!

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    Was aber das Paradoxe ist: in dem Moment, wo "Er" im Suffkopp was gesagt hat, ist es genauso eine wahre Realität für ihn, wie für mich eben meine Realität die Wahre ist - dass ist ja noch das Schlimme daran.

    Bloss ER merkte am nächsten Tag schon wie unrealistisch seine Realität war, hat sich dafür entschuldigt und zeigte Einsicht - bis zum nächsten Mal.

    Irgendwann war ich diese Spielchen satt es verunsicherte mich immer mehr, letztendlich wurde ich stinksauer.

    Zum Glück hat diese Wut etwas in mir bewegt ich fing an eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

    Aber es triggert mich schon noch muss ich feststellen aber je mehr ich mir das klar mache umso gelassener kann ich werden (hoffe ich zumindest).

    Liebe Grüsse
    Speranza