Gedanken zur Co-Abhängigkeit

  • Hallo Speranza!

    Zitat

    So weit so gut aber woher soll ich wissen was der andere empfindet? Ich kann nun nicht ständig darüber nachdenken ob den anderen etwas triggert wenn ich etwas sage oder einen Beitrag schreibe.

    Eben! Aber: wenn Du Dich selbst als sachlich wahrnimmst, Dir auch sicher bist, dass Du mit Deinem Geschriebenen keinerlei für Dich erahnbarer Grenzen überschritten hast - dann brauchst Du Dich nicht mehr in einen anderen hineinzuversetzen. Sich selber bewußt sein! Wenn Du dieses Gefühl hast, erkennst Du schnell selber, dass die Parameter Deines Gegenübers ganz andere sind, als Deine eigenen.

    Zitat

    Es ist meine Art mich so auszudrücken wie ich es tue das hat mit versuchtem Perfektionismus nicht das Geringste zu tun. Ich schreibe einfach meine Gedanken nieder, es liegt mir auch fern jemanden an die Wand drücken zu wollen oder besonders "klug" rüberzukommen.

    Auch alles richtig - aber - Du steckst ja net im anderen drin - der wahrscheinlich selbst nicht ahnt, warum er jetzt so sauer auf Dich reagiert. Es ist nicht Deine Aufgabe, Dich um das Wohlbefinden des Anderen zu kümmern, nur damit er Dir wohlgesonnen ist.

    Zitat

    Mich stört es nicht wenn jemand mit meiner Art nicht zurechtkommt was mich stört ist wenn der andere etwas heraus liest was ich gar nicht geschrieben habe. Er liest in dem Moment nicht die Zeilen sondern zwischen den Zeilen.


    So bauscht sich das Ganze oft auf ich ärgere mich und denke jemand unterstellt mir etwas, versuche zu erklären was der andere oft gar nicht hören will da er genauso denkt richtig zu liegen.


    ... wie Dein Ex-Partner dies oft getan hat? Dies ist nun einmal Dein ganz eigener Trigger. Wenn jemand Dir was unterstellt, dann setzt Du alles dran, es richtig zu stellen. Versuche diesen Trigger mal auf Deine sonstige Umwelt auszudehnen - was willst Du damit erreichen? Das man Dich lieb hat, Du gehört wirst? Du respektiert wirst? Eigentlich (Spekulation) siehst Du in jedem, der Dir was unterstellt, unbewußt Deinen Ex-Partner - der sowas jahrelang mit Dir praktiziert hat und daraus hat sich in Dir ein Verhaltensmuster aufgebaut hat und nur das Gefühl, jemand versteht Dich nicht so, wie Du es meinst, löst dann wiederum Emotionen in Dir aus, verletzt Dich, so wie Dein Ex-Partner Dich damit verletzt hat.

    Versuche es Dir einfach nur bewußt zu machen, dass so ein Verhalten (wenn Dir was unterstellt wird oder Du meinst, Dir wird was unterstellt) bei Dir triggern kann - genauso kann Dein Verhalten auch bei anderen triggern. Da kannst Du nix für - aber der andere auch nicht. Es geht dabei nur um´s Bewußtmachen.

    Zitat

    Natürlich werde ich so jemanden nicht ewig nachlaufen aber vielleicht muss ich ihn früher ziehenlassen? Denn eine gemeinsame Ebene wird es in diesem Fall einfach nicht geben.

    So mache ich das - ja. Es geht aber nicht um´s Hinterherlaufen, es geht mehr um das Gefühl in einem selber. Diese Unzufriedenheit, dass man von seinem Gegenüber nicht gehört oder verstanden wird oder nicht geliebt wird. Das Gehen mache ich nicht mehr im Groll oder aus Verletztheit - denn ich gestehe jedem zu, dass er auch dazu lernt. Und wenn nicht, dann hinterlasse ich wenigstens keine negativern Spuren und so kann ich dann mit mir zufrieden sein - auch wenn ein anderer mir bis zum Sankt Nimmerleinstag aus eigenem Trigger was unterstellt und mir noch 1000 x ein schönes Leben wünscht (was wiederum den besagten Knopf bei einem selber auslöst: da hat mich jemand nicht lieb, sondern lehnt mich ab, weil er ja nicht versteht, dass ich doch ganz sachlich bin und deswegen nix mehr mit mir zu tun haben will). Da kommt dann das Karussel in Gang, die Endlosschleife... und eigentlich weiß hinterher überhaupt keiner mehr, worum es ging....


    Gruß

    BC

  • Ein PS:

    Es geht mir bei der ganzen Sache, die wir gerade bereden, nicht darum:

    Wie bringe ich jemand anderen dazu, ein von mir erwünschtes Verhalten mir gegenüber an den Tag zu legen (z. B. mir nichts zu mehr unterstellen)?

    sondern vielmehr darum:

    Wie gehe ich damit um, wenn mir unerwünschtes Verhalten entgegen schlägt und wie kann ich meine Gefühle so umpolen, dass ich zufrieden sein kann - trotzdem es einen Menschen gibt, der mir was unterstellt.


    Gruß

    BC

  • Hallo BC!

    Zitat

    Es geht mir bei der ganzen Sache, die wir gerade bereden, nicht darum:

    Wie bringe ich jemand anderen dazu, ein von mir erwünschtes Verhalten mir gegenüber an den Tag zu legen (z. B. mir nichts zu mehr unterstellen)?

    Das ist mir klar es wird immer wieder Menschen geben die mir etwas unterstellen wollen und es steht ja nicht in meiner Macht Menschen so zu ändern dass sie zu mir passen (möchte ich auch gar nicht).

    Zitat

    Wenn jemand Dir was unterstellt, dann setzt Du alles dran, es richtig zu stellen. Versuche diesen Trigger mal auf Deine sonstige Umwelt auszudehnen - was willst Du damit erreichen? Das man Dich lieb hat, Du gehört wirst? Du respektiert wirst?

    Nein die Intention ist keinesfalls dass man mich lieb hat oder respektiert aber ich empfinde Unterstellungen auch als Gefahr für mich. Wenn mir jemand beruflich etwas unterstellen würde könnte ich in Schwierigkeiten geraten wenn ich nicht versuche es richtig zu stellen.

    Ist es nicht irgendwo menschlich Unterstellungen richtig zu stellen? Es nicht einfach hinzunehmen sondern dagegen zu steuern?

    Dann kommt bei mir noch hinzu dass ich es unfair finde wenn jemand mir Dinge unterstellt. Ich sage es wenn mir etwas nicht passt, dass ich Trigger bei ihm auslöse ist nicht meine Schuld, andersrum ist es genauso.

    Zitat

    ... wie Dein Ex-Partner dies oft getan hat? Dies ist nun einmal Dein ganz eigener Trigger.

    In den letzten Jahren unserer Beziehung bin ich einfach dazu übergegangen ihn stehen zu lassen denn ich wusste ja für mich dass es nicht stimmt was er da sagt und es auch nichts bringt zu versuchen es richtig zu stellen.

    Manchmal habe ich aber auch gesagt er soll nicht so einen Quatsch daherreden weil ich schlicht und einfach verärgert war.

    Da ich aber ein höflicher Mensch bin würde ich hier so etwas nie schreiben bei fremden Leuten bleibe ich immer auf der sachlichen Ebene.

    Zitat

    Da kommt dann das Karussel in Gang, die Endlosschleife... und eigentlich weiß hinterher überhaupt keiner mehr, worum es ging....

    Also geht es darum aufzupassen dass ich nicht in diese Endlosschleife gerate einmal richtigstellen reicht und wenn der andere das wiederum falsch auffasst ist es nicht mehr mein Problem sondern es fehlt einfach die gemeinsame Basis.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,

    Zitat

    Also geht es darum aufzupassen dass ich nicht in diese Endlosschleife gerate einmal richtigstellen reicht und wenn der andere das wiederum falsch auffasst ist es nicht mehr mein Problem sondern es fehlt einfach die gemeinsame Basis.

    Ja - genau so meine ich es - diese Gedankenmühlen unterbrechen und mit einem zufriedenen Gefühl - ohne Anhaftungen - aus so einer Situation gehen zu können. Zufrieden, weil Du etwas (auch für Dich) richtig gestellt hast und somit eine Chance zur weiteren Kommunikation gegeben hast. Wird diese jedoch wieder vertan, darfst Du Dich wieder schöneren Dingen widmen, als nachzugrübeln, warum Du nicht verstanden wirst oder solange zu bohren, bis die von Dir empfundene Unterstellung zurück genommen wird (worauf man vielleicht bis zum Sankt Nimmerlein warten kann). Sowas kann nach meiner Erfahrung nämlich sehr ziehen runter und energieraubend sein, ewig vor die Mauer zu rennen. :)


    Gruß

    BC

  • glück auf speranza

    Zitat von Speranza

    ihn stehen zu lassen denn ich wusste ja für mich dass es nicht stimmt was er da sagt und es auch nichts bringt zu versuchen es richtig zu stellen.

    ich denk, das is der punkt. egal obs der xy oder n fremder is. wie wichtig is mir die meinung meines gegenüber? < davon hängts ab wie oft ich versuch die falsche meinung zu korrigiern. is sie/er mir (inzwischen) eher unwichtig, lass ich sie/ihn stehn.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Speranza,

    da stimme ich Matthias zu.

    Was aber das Paradoxe ist: in dem Moment, wo "Er" im Suffkopp was gesagt hat, ist es genauso eine wahre Realität für ihn, wie für mich eben meine Realität die Wahre ist - dass ist ja noch das Schlimme daran. Und wenn einem immer wieder vorgebetet wird, dass man "falsch" ist, dann glaubt man es irgendwann und wenn nur ein Hauch davon gespürt wird, läuft die ganze Verteidigungs-Maschinerie eben wieder an, egal um wen es sich handelt.

    Gruß

    BC

  • Hallo Matthias!

    Zitat

    denk, das is der punkt. egal obs der xy oder n fremder is. wie wichtig is mir die meinung meines gegenüber?

    Bei meinem Ex wurde es mir immer unwichtiger da meine Liebe immer mehr verschwunden sind. Er ist in meiner Achtung immer mehr gesunken und ich fand es nur noch lächerlich.

    Was ich noch üben muss ist ein Ende zu finden und nicht immer wieder nachzuhaken wenn ich doch für mich das Gefühl habe im Recht zu sein müsste das für mich doch reichen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo BC!

    Zitat

    Was aber das Paradoxe ist: in dem Moment, wo "Er" im Suffkopp was gesagt hat, ist es genauso eine wahre Realität für ihn, wie für mich eben meine Realität die Wahre ist - dass ist ja noch das Schlimme daran.

    Bloss ER merkte am nächsten Tag schon wie unrealistisch seine Realität war, hat sich dafür entschuldigt und zeigte Einsicht - bis zum nächsten Mal.

    Irgendwann war ich diese Spielchen satt es verunsicherte mich immer mehr, letztendlich wurde ich stinksauer.

    Zum Glück hat diese Wut etwas in mir bewegt ich fing an eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

    Aber es triggert mich schon noch muss ich feststellen aber je mehr ich mir das klar mache umso gelassener kann ich werden (hoffe ich zumindest).

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hu hu Speranza,


    Zitat

    Aber es triggert mich schon noch muss ich feststellen aber je mehr ich mir das klar mache umso gelassener kann ich werden (hoffe ich zumindest).


    Genau so geht´s: sich bewußt machen, was passiert da gerade mit mir und wenn es einem bewußt geworden ist, dann verpufft es eigentlich sofort, weil mehr Anteile aus der Vergangenheit kommen, als in der Gegenwart vorhanden sind.

    Nur den Weg muß man natürlich kennen, wie man sowas auflöst - aber ich denke, Du packst das!


    Gruß

    BC

  • Huhu BC!

    Zitat

    Nur den Weg muß man natürlich kennen, wie man sowas auflöst - aber ich denke, Du packst das!

    Das denke ich auch wenn ich ein Problem erkenne und mir der Weg zur Lösung logisch erscheint und zu mir passt schaffe ich es (meistens) auch.

    Obwohl im Moment finde ich es schwerer emotional an mir zu arbeiten als im Bad die Fliesen abzustemmen. :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Speranza,

    Zitat

    Obwohl im Moment finde ich es schwerer emotional an mir zu arbeiten als im Bad die Fliesen abzustemmen.

    Wenn man weiß, wo man den Hebel ansetzen muss, dann läuft es wie geschmiert - mit den Fliesen und mit der Emotionsarbeit :)

    Ich habe überigens einen Fehler in meiner Schreibweise entdeckt: es sollte nicht Triggerpad sondern Triggerpatt heißen. Also, dass man in einer Situation ist, in der zwei Menschen sich durch ihr Verhalten gegenseitig antriggern.


    Gruß

    BC

  • glück auf speranza

    Zitat von Speranza

    Was ich noch üben muss ist ein Ende zu finden und nicht immer wieder nachzuhaken

    ich üb auch noch.

    schöne zeit und n geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Zitat

    ich üb auch noch.

    schöne zeit und n geduldsfadenverstärker

    danke Matthias ich wünsche dir einen schönen Tag :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo BC!

    Zitat

    Ich habe überigens einen Fehler in meiner Schreibweise entdeckt: es sollte nicht Triggerpad sondern Triggerpatt heißen

    Das ist doch kein Problem ich habs trotzdem verstanden :)

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallöchen!

    Heute gehen mir Gedanken über Egoismus durch den Kopf, Egoismus ist ja etwas sehr wichtiges, aber wie weit sollte Egoismus gehen?

    Gesunder Egoismus ist für mich Selbstwahrnehmung um mich wohlzufühlen, es nicht jedem recht machen zu wollen und mich nicht in die Helferrolle drücken zu lassen. Es gehört auch dazu gut für mich zu sorgen mir etwas zu gönnen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, mittlerweilen schaffe ich das auch richtig gut.

    Ich kenne aber auch Leute die in meinen Augen sehr egoistisch sind und nur an ihren Vorteil denken. Leute die nur noch sich wahrnehmen und sich für den Nabel der Welt betrachten und alles soll sich um sie drehen.

    In mir kommt sehr schnell Unmut auf wenn ich mit solchen Leuten näher zu tun habe und es ärgert mich.

    Für mich gehört zu einem gesunden Egoismus keinesfalls dazu mich total in den Mittelpunkt zu stellen und zu erwarten alle sollen sich nach mir richten.

    Für mich ist es auch wichtig gesprächsbereit zu bleiben, nicht immer auf meiner Meinung zu beharren sondern auch Gegenargumente und Kritik zuzulassen denn nur so kann ich Fortschritte machen.

    Über andere Meinungen würde ich mich freuen auch gerne in der "Du-Form".

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Liebe Speranza,

    Gerade an dieser Unterscheidung - gesunder Egoismus oder für mich besser ausgedrückt "Bedachtsamkeit für mich" - und den ungesunden, den anderen negierenden und ausnützenden Egoismus mache ich mir viel Gedanken.

    Ich kenne die Art meines Mannes - absolut egozentrisch.

    Ich kenne meine (nun im Abnehmen befindliche Art), bei irgendeinem Problem oder einer Fragestellung an andere zu denken und danach zu entscheiden oder zu handeln. .... ausgesprochen ungesund. Das hat dazu geführt, dass ich so lange in dieser Alk-Beziehung verblieben bin. Ich dachte einmal, dass gerade diese "Charaktereigenschaft" ein positiver Zug von mir wäre. Ich kann noch nicht erkennen, dass dahinter meine Tendenz stecken würde, über diese Schiene Anerkennung zu finden. Ich sehe aber, dass ein solches "selbstloses" oder nur vordergründig selbstloses, nicht egoistisches Verhalten, im Zusammenleben mit konträr gearteten Menschen eine Quasi-Einladung zum Ausnutzen beinhaltet.
    Um dieses Benutzen als Ausnutzen zu erkennen, das auch mit einem Anteil an Verachtung gewürzt war, brauchte ich sehr lange Zeit.

    Bei meinem Kindern führte aber diese meine Einstellung nicht zu diesem negativen Folgen, ganz im Gegenteil (ich denke aber, dass ich hier doch sehr konsequent in kein übermäßiges "Verwöhnen" verfallen bin) - wohl aber bei meinem Mann (und bei einer Freundin). Gerade hier achte ich nun aber dezidiert auf meine Grenzen. Ich finde ich kann nun die Situationen viel besser und befriedigender händeln.
    Es gibt eben einen Mittelweg, den ich jetzt spüre und erkennen kann und der für mich meine Maxime geworden ist.


    -Ich bin ich, ich möchte dies oder das, ich empfinde das so oder so, ich habe ein Recht auf meine Wünsche, Bedürfnisse und Ansichten.

    -du möchtest ........,

    -Kann es einen Kompromiss geben?
    -Möchte ich auf meiner Ansicht bestehen bleiben?
    -Kann ich aufgrund der angegebenen Argumenten überzeugt werden?

    Dazu muß der Partner allerdings gesprächsbereit sein, nicht sofort immer mit Schuldzuschreibungen kommen, Kompromisse nicht bereits als Niederlage ansehen und ein Nachgeben nicht als eine beleidigende Besiegung ansehen..... bei meinem Mann sind Gespräche dieser Art nach wie vor (fast) unmöglch.
    Bei allen anderen Menschen merke ich meine Fortschritte ... mehr Klarheit für alle Beteiligten und mehr gegenseitiges Verständnis.

    LG oldie

  • Hallo Speranza,

    das Thema hatten wir auch mal in der SHG. Ich finde, wenn ich meinen Blickwinkel auf dieses Wort verändere, dann hilft es mir auch den Blickwinkel auf den Menschen zu verändern.

    Egoismus ist Egoismus. Alles andere ist egozentrisch (so wie oldie bereits beschrieb), egomanisch, narzistisch etc.

    Wenn ich dem Kind für mich einen anderen Namen gebe, z. B. ein Anderer verhält sich mir gegenüber egozentrisch oder narzistisch, dann fällt es mir leichter - mit ihm umzugehen, weil ich meinen Egoismus nicht mit seinem vergleiche, ergo - muß ich mich nicht mehr bei jeder Gelegenheit über ihn ärgern, weil ich vorher einfach Äpfel mit Birnen verglichen habe. Es fällt dann dieses "Aber Du..." weg und somit die stille (vielleicht unbewußte) Hoffnung, den anderen nach meinen Bedürfnissen ändern zu können, was einen ja eigentlich ärgert. Denn in den Augen des Anderen, verhält er sich für sich selber ja korrekt, sonst würde er sich ja nicht so verhalten.


    Es fängt alles in und bei uns selber an.


    Gruß

    BC

  • Hallo oldie!

    Zitat

    Dazu muß der Partner allerdings gesprächsbereit sein, nicht sofort immer mit Schuldzuschreibungen kommen, Kompromisse nicht bereits als Niederlage ansehen und ein Nachgeben nicht als eine beleidigende Besiegung ansehen..... bei meinem Mann sind Gespräche dieser Art nach wie vor (fast) unmöglch.

    Das kenne ich zur Genüge aber ich glaube jeder nasse Alkoholiker ist sowieso ein krasser Egoist mit dem Gespräche oder Kompromisse unmöglich sind.

    So in etwa lief es bei uns auch er hat zwar manchmal nachgegeben aber mir es immer wieder vorgehalten und alles mies geredet oder mir gesagt wie gut er doch wäre zu mir wäre da er auf meine Wünsche eingegangen wäre. :roll:

    War ich zu einem Kompromiss bereit musste ich mir anhören wie toll doch seine Entscheidung wäre, wie froh ich doch sein könnte auf ihn gehört zu haben und und ....

    Ich selber empfinde mich mittlerweilen mittig was meinen Egoismus angeht, ich lerne mich einerseits abzugrenzen wenn jemand mich ausnutzen will auf der anderen Seite gehe ich aber auch auf Bedürfnisse anderer Menschen ein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo BC!

    Zitat

    Denn in den Augen des Anderen, verhält er sich für sich selber ja korrekt, sonst würde er sich ja nicht so verhalten.

    Das sehe ich wiederum etwas anders, ich denke schon dass manche Menschen sehr berechnend sind und sich einfach einen Dummen suchen den sie um den Finger wickeln können. Ich kenne jemanden der dann sagt:" Naja wenn der so dumm ist und sich ausnutzen lässt" also erkennt er ja dass er nicht richtig handelt.

    Da hilft nur eine klare Ansage dass man so etwas nicht mit sich machen lässt.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • liebe speranza,

    wo wir wieder bei der rolle des alkoholkranken und des coabhängigen sind, das da ein ungleichgewicht da ist und es dort im verhalten miteinander eben genau so abgeht. lernen kann der co sich durch zu setzen und sich klar hin zu stellen und zu sagen, das ist für mich jetzt nicht korrekt gewesen, ich fühl mich damit nicht gut.denn ich als co habe das jahrelang geschluckt und bin dann geplatzt und beim platzen kommen dann so situationen zu stande die nicht fein sind. dann lieber sofort klar und deutlich reagieren ohne platzen zu müssen.

    gruß
    melanie

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