Hallo zusammen,
von meiner Seite gibt es etwas neues - nichts Erfreuliches, aber für mich auch keine Überraschung: Mein Mann hat gestern von seinem Arbeitgeber eine Kündigung erhalten. Der Grund war nicht angegeben, aber es müssen die massiven Fehlzeiten (dieses und letztes Jahr insg. knapp 200 Tage) gewesen sein, die den Arbeitgeber zur Kündigung veranlasst haben. Grund für die Fehlzeiten war natürlich sein Alkoholkonsum. Mein Mann war sich immer sicher, dass er keine Kündigunng erhalten wird, da er wisse, wie seine Firma "tickt". Weit gefehlt. Meiner Meinung nach geschieht es ihm recht.
Die Kündigung war natürlich wieder ein Grund zu trinken anstatt in die SHG zu gehen.
Das Beste ist, dass mein Mann sich einredet (und so wird er es auch anderen gegenüber kommunizieren), dass nicht sein Alkoholkonsum der Grund für die KÜndigung ist, sondern weil er dieses Jahr wegen seiner Depressionen so lange in der Klinik war. Ratet mal, warum die Depressionen so schlimm waren, dass er plötzlich in die Klinik musste!
Ich sagte meinem Mann, dass ich ihn bei nichts unterstützen werde in Bezug auf Arbeitssuche, Kündigungsschutzklage etc., solange er nicht daran arbeitet trocken zu werden. Ich glaube, ich werde spätestens nächste Woche einen Termin bei einem Anwalt machen um mich zu informieren, wie die Chancen stehen, dass mir für den Fall unserer Trennung die Wohnung alleine zugewiesen wird.
Gibt es unter Euch jemanden, dessen Partner ebenfalls aufgrund seiner Suchtkrankheit den Job verloren hat? Wie seid Ihr damit umgegangen?
Viele Grüße
Julia