heute geht es mir garnicht gut....
Ich hatte mir letzte woche den rücken verletzt, beim arbeiten im garten. Konnte mal wieder nicht meine eigenen grenzen erkennen... Nun kann ich mich immer noch nicht bewgen und habe höllische schmerzen. Außerdem bin ich krank geschrieben und laß somit meine kollegen hängen. Habe deshalb ein furchbar schlechtes gewissen. Gleichzeitig bin ich sauer, weil alles wiedermal alleine an mir hängen bleibt. Vielleicht bin ich deswegen auch vorgestern so ausgetickt... Es war nur eine kleinigkeit, aber ichhabe meine man dann ca 10 min angeschrien und zur 'schnecke' gemacht. Und auf einmal kam meine ganze wut heraus.
Ich habe ihm gesagt, daß er mein vertrauen verloren hat. Das man sich nie auf ihm verlassen kann.... Vielleicht habe ich unbewußt gehofft, daß es irgendeine reaktion gibt... Nichts.
Er ist in sein zimmer verschwunden... Nichts. Keine reaktion von ihm.
Aber das war so garnicht ich. Ich hasse soetwas bei anderen und es kam so plötzlich aus mir heraus. Ich bin formlich explodiert..
Aber eigentlich untypisch. Ich war über mich entsetzt, allerdings hat es mir etwas gezeigt. Einfach wieviel wut inn mir ist, wieviel zorn und enttäuschung in meinen unterbewußtsein lebt und schön vor sich hingärt. Aber das möchte ich eigentlich nicht. Trotzdem versuche ich es als ein teil von mir hinzunehmen.
Und heute...
Ich kam vom spaziergang zurück und fing plötzlich an zu weinen...
Soviel trauer. Ich konnte garnicht wieder aufhören...
Mich traf aus heiteren himmel eine erkenntnis.
Seit letzten sommer als er wieder mal so zuschlug daß ich inder rettungsstelle landete ist mein letztes vertrauen in ihm kaputt gegangen. Es ist weg.. Seit einem jahr versuche ich krampfhaft etwas festzuhalten, was es nicht mehr gibt. Auch wenn es sich diesmal ernsthaft beherrscht hat. Trotzdem mein vertrauen ist weg und ich sehe keine möglichkeit es wieder aufzubauen. Egal wieviel mühe er sich jetzt gibt.
Es gibt keine gemeinsamkeit zwischen uns. Er liebt Quizschows und ich krimmis, aber keiner von uns ist bereit etwas mit dem anderen gemeinsam zu tun. Das heißt wir verbringen selbst abende die ich zu hause bin getrennt jeder inseinen zimmer..
Den mann den ich vermisse wenn ich nicht zu hause bin gibt es in wirkichkeit garnicht....
Dieser mann hat ähnliche interessen, mit ihm kann ich lachen, er nimmt mich ihn den arm, ihm kann ich vertrauen und mich anlehnen....
Ich weiß nicht ob er jemals existierte oder ob es ihn immer nur in meinen wunschträmen gab....
Wenn ich nun meinen mann ansehe empfinde ich nur noch mitleid mit ihm...und bedauern.
Nun sitze ich hier und weine und trauere...
Ich versuche mich jetzt diesen gefühl zu stellen, was mir sehr schwer fällt und mir kopfschmerzen macht..
Und ich weiß nicht wirklich wie ich damit umgehen soll. Mit dem verlust der illusion, wie schön hätte alles sein können zzurückgeholt in die realität... Kalt und einsam. Mein festhalten daran, wenn ich mir nur genug mühe gebe wird es funktionnieren, mit der einsicht selbst mit noch mehr einsatz und nochmehr willen war das von anfang an eine verloren schlacht...
Nun... Ich habe mich ergeben.
Ich bin ich und ich werde mich immer behalten...
Mein blick klärt sich gerade und ich versuche mit mir einen weg zu finden...