Beiträge von Lena40

    Hallo zusammen,

    heute morgen hat der Chef der Firma, die die Arbeiten auf meinem Balkon machen sollen angerufen. Jetzt wollen die morgen früh kommen und wenn ich Pech habe, legen die dann gleich los. Ich habe versucht, ihm zu erklären, das ich noch 1-2 Tage Zeit brauche, um wenigstens einen Teil der Pflanzen retten zu können. Ich wollte auch, das er erstmal nur herkommt, um sich ein Bild zu machen und mir zu erklären, was denn jetzt überhaupt genau gemacht werden muss. Dann hätte ich am Wochenende mit Freunden einige der großen Stauden/ Sträucher rausholen und in Kübeln mit dem Ballen zwischen lagern können. Aber keine Chance...ich fühle mich total überfahren und dem ganzen hilflos ausgeliefert. Kriege echte Fluchtgedanken und bin nervlich total fertig.

    Zumindest habe ich Unterstützung durch einen Freund aus meiner SHG, der ist Dachdecker und wird morgen früh um 7:45 h dabei sein. Er ist vom Fach und ausserdem habe ich dann auch einen Zeugen, das ist denke ich ganz wichtig. Als ich mit der Hausverwaltung vorgestern telefoniert habe, hat die Dame doch tatsächlich zu mir gesagt, das ihr meine Pflanzen sch...egal sind....da fiel mir nun gar nichts mehr zu ein. Ich finde das gelinde gesagt, eine Frechheit!

    Für jemand anderen mag das alles nicht so schlimm sein....aber ich liebe meine Pflanzen und habe da sehr viel Arbeit, Mühe, Liebe und Pflege reingesteckt und für mich ist das wirklich ne mittlere Katastrophe. Und ich habe es mit allen Mitteln versucht, eine für beide Seiten akzeptable und vor allem stressfreie Lösung/ bzw. Kompromiss zu finden....doch da ist kein Interesse und keine Gesprächsbereitschaft vorhanden.

    Das allerschlimmste ist, das auch Gedanken an Alkohol kommen....ich habe keinen direkten Saufdruck....doch ich merke, das ich echt aufpassen muss. Ich weiß, das das keine Option für mich ist, doch ich habe Angst, das da was aus dem Ruder laufen könnte.

    Eine wirklich schwierige Situation gerade.

    Gruß, Lena

    Guten Abend,

    mir gehts gerade ziemlich mies....und ich muss das gerade loswerden.

    Meine Nachbarin unter mir hat schon seit ca. 1,5 Jahren ein bißchen Schimmel im Wohnzimmer an der Decke, mittlerweile auch im Schlafzimmer und sie hat immer wieder Mal die Wohnungsverwaltung darum gebeten, sich darum zu kümmern. Die Ursache liegt wohl irgendwo auf meinem Balkon, das heißt, das da irgendwo eine undichte Stelle sein muss. Es waren auch schon 2 Mal Dachdecker bei mir, die sich das aber nur kurz angesehen haben und es ist weiter nichts passiert. Wie gesagt, das zieht sich jetzt schon 1,5 Jahre hin....letzte Woche sagte sie mir dann, das das jetzt gemacht werden soll. Ich habe alles gerade neu gepflanzt und ich habe auch einige sehr alte und mittlerweile große Stauden (Lavendel, Buchsbaum, Brautspiere, Lavendelheide). Ich habe einen umlaufenden Balkonkasten von 3x7m und als ich eingezogen bin, war da keine Erde drin. Wir haben ca. 50 Säcke a 45l in den Kasten gefüllt und das war eine Heidenarbeit. Ich wohne hier 5 Jahre und ich habe da meine ganze Liebe und viel Arbeit reingesteckt und jetzt wollen die die ganzen Pflanzen und die Erde rausholen um nach der undichten Stelle zu suchen. Naja, ich sehe ja ein, das es gemacht werden muss, aber erstens ist das alles sehr kurzfristig und hinzu kommt, das ich in 2 Wochen meinen ersten längeren Urlaub(2 Wochen) seit 1,5 Jahren habe, worauf ich mich schon solange freue. Ich werde nicht wegfahren und ich wollte mich auf meinem Balkon entspannen, und ob das jetzt was wird, steht in den Sternen. Ich wollte die Arbeiten um ca. 4 Wochen verschieben, aber das geht wohl nicht. Ach Mensch, das ist einfach alles total blöd....einen genauen Termin habe ich noch nicht, die melden sich diese Woche nochmal.

    Das andere war heute bei der SHG, aber mir fällt grad ein, das ich darüber ja gar nicht schreiben kann....auf jeden Fall hat mich da eine Person sehr verletzt, und das ist mir sehr nahe gegangen bzw. bin ich richtig sauer und böse geworden. Nun ja, ich werde versuchen, da nicht soviel unnötige Energie reinzustecken, weil die kann ich anders besser nutzen. Habe mich auch schon ein bißchen beruhigt, mich hat noch einer aus der Gruppe gerade angerufen und das hat sehr gut getan.

    Tja, mal sehen was diese Woche noch so auf mich zukommt...achja, war heute bei der Frauenärztin, bei mir wird 1x im Jahr ein Ultraschall der Brust gemacht, ich mache eine engmaschige Vorsorge, da in meiner Familie mütterlicherseits (Oma, Tante, Mama) Brustkrebs da ist. Zum Glück alles unauffällig, das ist erstmal gut so. Kein einfaches Thema....

    Bis bald, Grüße von Lena

    Lieber Frank,

    danke für deine Gedanken, ich habe das Gefühl, das du mich verstehst und das tut mir gut! Ja, es wird ein schwerer Weg werden mich meinen Traumata zu stellen, aber es ist glaube ich für mich der richtige Weg, um besser mit meiner Vergangenheit leben zu lernen. Auch ich habe "ES" jahrelang weggetrunken, ich wollte/ konnte meine Gefühle, meine Verletzungen, meine Verzweiflung und meine innere Not nicht spüren. Ich habe mich auch oft in Gefahr gebracht, da ich mir manchmal selbst nicht viel wert war.

    Ja, bei meiner Therapeutin fühle ich mich gut aufgehoben und sie gibt mir auch Sicherheit, doch ich habe trotzdem sehr viele verschiedene Ängste. Ich weiß halt nicht genau was auf mich zukommt, und was sich da noch so alles einen Weg aus meiner tief verschlossenen Seele sucht. Das ist etwas, was ich schwer aushalten kann....keine Kontrolle zu haben. Ich weiß nicht, warum ich solange mit Kontrollverlust getrunken habe, wo ich doch tief in mir eine gewisse Kontrolle brauche, um mich ein wenig sicher und wohl zu fühlen, das ist fast schon lebensnotwendig für mich. Gerade weil ich als Kind einfach keine Sicherheit hatte....ich wusste nie, was mich erwartet, wenn ich nach Hause kam.

    Das ich mich, wenn auch vorsichtig und durchaus ängstlich, an die Bearbeitung meiner Traumata wage, ist nur dadurch möglich geworden, das ich für mich erkannt habe, das ich alkoholkrank bin. Und das ich eingesehen habe, das ich Hilfe brauche und diese gesucht und angenommen habe. In meiner Abstinenz fühle ich mich schon recht sicher und stabil, doch auch da ist tägliche Arbeit notwendig, um mir meiner Krankheit bewusst zu sein und zu bleiben.

    Ich freue mich immer sehr, wenn du hier bei mir schreibst....dank dir dafür!

    Im Moment sind zwei Gefühle bei mir im Vordergrund: Angst und Zuversicht.

    Wünsche dir und allen anderen ein schönes WE,

    Grüße von Lena

    Hallo zusammen,

    tja, am Sa. habe ich ja noch gearbeitet, doch irgendwie habe ich mich falsch bewegt und danach tat mir der ganze untere Rücken weh und dazu kam noch heftiger Schnupfen, Kopfdruck und erhöhte Temperatur, also lag ich Sa. und So. flach, es ging gar nichts mehr. Am Mo. wurde es wieder besser und ich war dann auch mit der SHG Eis essen und es war ein schöner Nachmittag. Seit heute geht es auch meinem Rücken wieder besser, es ist zwar noch nicht ganz weg, aber ich hoffe, das es sich auch ohne Arzt wieder normalisiert.

    Heute morgen hatte ich meine letzte Stunde in der Nachsorge und ich habe mich nach 1 Jahr von der Gruppe verabschiedet. Ich hatte gemischte Gefühle, sozusagen mit einem weinenden und einem lachenden Auge....ich habe sehr viele gute und wichtige Rückmeldungen bekommen und evtl. werde ich auch mit dem einen oder anderen in Kontakt bleiben. Das wird die Zeit zeigen...mal sehen. Das wichtige daran für mich ist, das ich wieder ein Kapitel auf meinem neuen, abstinenten Weg abgeschlossen habe. Die Nachsorge war eine wichtige Unterstützung und Begleitung für mich (nach der Klinik), doch jetzt ist ein guter Zeitpunkt, nach 1 Jahr, da einen Punkt zu setzen.

    Jetzt kann ich mich voll auf meine Therapie konzentrieren und das wird noch ein hartes Stück Arbeit werden. Ich hoffe sehr, das ich stark genug bin, um mich mit meinen Traumata auseinanderzusetzen. Gestern war ich auf einmal seit langer Zeit tief traurig und ich spürte eine große Verzweiflung, Traurigkeit und Einsamkeit....ich habe es auch während meiner ganzen Zeit der Abstinenz noch nicht zulassen können, zu weinen. Obwohl ich weiß, das es mir bestimmt gut tun würde, habe ich da wohl irgendwie eine "Sperre" oder ich bin einfach noch nicht so weit. Ich glaube, ich habe große Angst davor, von meinen Gefühlen überrollt zu werden....

    Ich werde jetzt ganz besonders auf mich acht geben, um mich nicht zu überfordern.

    Herzliche Grüße von Lena :wink:

    Hallo Ihr Lieben,

    bin immer noch so schlapp und könnte den ganzen Tag schlafen...naja, geht leider nicht wirklich, aber ich habe meine Aktivitäten sehr runter gefahren und gönne mir, wann immer es möglich ist, einfach ganz viel Ruhe.

    Morgen früh darf ich arbeiten und dann habe ich 2 Tage frei, ich habe mir nichts vorgenommen und möchte auch nicht viel machen....am Montag gehen wir mit der SHG nachmittags zusammen Eis essen....ansonsten werde ich mich ausruhen und evtl. Tomaten, Paprika und Peperoni pflanzen, mal sehen.

    Wünsche allen schöne, hoffentlich sonnige Pfingsttage,

    herzliche Grüße von Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    möchte mich mal kurz bei euch melden....ich merke, das sich durch meine Gesprächstherapie einiges in mir anfängt zu bewegen, gerade auf der Gefühlsebene, also ich kann es gar nicht so gut beschreiben....irgendetwas passiert da mit mir, sucht sich einen Weg....

    Seit 2 Tagen bin ich total erschöpft, immer müde und ich weiß nicht so recht, was da mit mir passiert. Habe mich gestern deswegen krank gemeldet, auch wenn ich nicht (im klassischen Sinne), krank bin. Morgen gehe ich wieder arbeiten, jedoch habe ich das Gefühl, ich könnte gerade mal eine längere "Auszeit" gebrauchen. In der Therapie kommen wir jetzt langsam an meine Traumata, und ich fühle mich auch stark genug, mich damit auseinanderzusetzen und zu beschäftigen, doch ich finde das extrem anstrengend. Ich habe auch öfter so einen Druck im Kopf und ich bin sehr schlapp irgendwie.

    Ich denke, ich muss jetzt ganz doll auf mich aufpassen und auf mich achten....wenn ich mich nicht in der Lage fühle, zu arbeiten, dann werde ich das auch nicht tun. Ich bin jetzt wichtiger als die Arbeit.

    Sende euch ganz liebe Grüße, Lena :wink:

    Hallo Zerfreila,

    lieben Dank für deine Glückwünsche, darüber habe ich mich sehr gefreut!

    Ja, ich denke auch, das eigenes Tempo und Ruhepausen weiterhin, also sozusagen langfristig, auf meinem Weg sehr wichtig bleiben werden. Ich mag mich nicht mehr dem allgemeinen Stress/ Hektik aussetzen bzw. anpassen...das tut mir nicht gut....doch natürlich ist das nicht immer leicht, es erfordert viel Selbstaufmerksamkeit. Doch meine Trockenheit hilft mir sehr dabei, sie macht es erst möglich, das ich wieder näher bei mir bin und meine Bedürfnisse wieder spüren kann.

    Dir auch alles Gute, LG Lena

    Hallo Frank,

    danke für deine Zeilen- ich habe mich sehr doll gefreut, mal wieder von dir zu hören! Ich hoffe, es geht dir soweit gut und deiner Tochter auch...

    Das mit dem "Licht irgendwo in Niedersachsen, das in Hamburg noch zu sehen ist" ist ein schönes Bild...ein schöner Gedanke....es freut mich, das ich dir manchmal mit meiner Art, die Dinge anzugehen, ein wenig Kraft geben konnte/ kann.

    Das kann ich nur zurückgeben, du bist mir ein echt wichtiger Wegbegleiter geworden- ich denke öfter an dich und schicke dir dann liebe Gedanken....auch oder vielleicht gerade weil du (aus verständlichen Gründen) nicht so oft hier schreibst in der letzten Zeit.

    Wünsche dir weiterhin viel Kraft,

    ganz liebe Grüße von mir

    P.S.: ....ich bin heute seit 17 Monaten trocken, und mir geht es einfach soviel besser als zu der Zeit, wo ich noch getrunken habe....es lohnt sich wirklich, den Weg der Abstinenz zu gehen....auch wenn es am Anfang oft sehr schwer ist....es wird leichter mit der Zeit!!!

    Hallo Ihr Lieben,

    gestern hatte ich Geburtstag und zum 1. Mal seit einigen Jahren bin ich nicht weggefahren (geflüchtet), sondern habe 3 Freundinnen zu mir zum Tee+ Kuchen eingeladen. Ich hatte ja schon geschrieben, das es für mich sehr anstrengend und überfordernd ist, im Mittelpunkt zu stehen....zumindest war es bisher immer so. Und mit Geburtstag verbinde ich eben immer noch viele schlechte und schwere Erinnerungen. Im Teenageralter habe ich keine Freunde mehr zu mir eingeladen, weil ich mich so sehr für meinen alkoholkranken Vater geschämt habe. Ich habe mich damals wertlos gefühlt und war oft sehr traurig und verzweifelt. Ich glaube, deshalb kann ich es heute ganz schwer aushalten, wenn Menschen mir zeigen, das sie mich wertschätzen und mögen- da ist oft noch ein großes Misstrauen. Aber es tut sich was und darüber freue ich mich ganz doll!!

    Ich hatte gestern den schönsten Geburtstag seit langen Jahren! Ich war zwar total nervös und aufgeregt, aber es war einfach richtig schön... :D
    Möchte jetzt gar nicht so ins Detail gehen, aber es haben soviele liebe Menschen an mich gedacht und mir gezeigt, das sie mich mögen....das ist wirklich etwas neues für mich...und ich habe es zugelassen....und bin immer noch emotional sehr aufgewühlt. Ich brauche ein bißchen Zeit, um das "sacken" zu lassen- klingt vielleicht komisch, aber auch wenn ich mich sehr darüber freue, so ist es einfach ungewohnt für mich. Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke? :?:

    Es finden viele (kleine+ große) Veränderungen statt in meinem Leben, das ist spannend und aufregend, doch für mich ist es ganz wichtig dabei, alles in meinem eigenem Tempo und mit den für mich nötigen Ruhepausen zu tun.

    Bis bald, wünsche allen ein schönes WE, Grüße von Lena :wink:

    Guten Abend,

    es gibt nicht viel zu berichten, möchte mich nur kurz melden um euch mitzuteilen, das es mir gut geht! :lol:

    Meine Therapie läuft jetzt wöchentlich und sie tut mir nachwievor gut, bei der Nachsorge gehts dem Ende zu, es sind noch 2 Stunden, dann war ich 40 Stunden (ca. 1 Jahr) dabei. Deshalb habe ich auch in 2 Wochen die Abschlussuntersuchung und es stehen auch noch einige andere Arzttermine an. Irgendwie habe ich immer genug zu tun....in der letzten Zeit habe ich mich viel auf meinem großen Balkon ausgetobt, das ist Entspannung pur für mich und bereitet mir große Freude. Nur schade, das es (im Norden) noch kein stabiles Frühlingswetter gibt, umso mehr heißt es, jeden sonnigen Tag zu geniessen!

    In knapp 2 Wochen habe ich Geburtstag und in den letzten Jahren bin ich dann immer weggefahren...ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt und fühle mich dann total überfordert- habe auch schlechte Erinnerungen von früher....dieses Jahr möchte ich mich da ein bißchen ausprobieren und werde 3 Freundinnen einladen- auch das ist schon durchaus stressig für mich, aber es ist in einem überschaubaren Rahmen und es kommt auf einen Versuch an. Wichtig dabei ist, das es mir gut geht! Mal sehen, wie es sich für mich anfühlt, bin jetzt schon aufgeregt... :roll:

    Ich wünsche euch ein entspanntes WE,

    liebe Grüße von Lena

    Hallo Frank und Matthias,

    danke für eure Rückmeldungen, darüber habe ich mich sehr gefreut!

    ....ein bißchen stolz bin ich natürlich auf mich, aber in erster Linie bin ich tatsächlich dankbar, das es gerade so ist, wie es ist. Ich hoffe sehr, das es so gut weiter geht....

    Heute hatte ich Therapie, und ab heute läuft sie jetzt wöchentlich. Eigentlich finde ich das gut, jedoch kann das auch sehr anstrengend werden, ich bin ja gerade erst am Anfang und ich weiß, das da noch so einiges auf mich zukommt. Bisher tun mir die Gespräche wirklich gut, aber es werden noch einige "schwere" Dinge und Themen kommen, wovor ich auch ein wenig Angst habe. Doch ich fühle mich bei ihr gut aufgehoben und lasse es einfach auf mich zukommen. Ich weiß, das die Bearbeitung meiner Vergangenheit, meiner Geschichte ganz ganz wichtig für mich ist, um einen Abschluss zu finden....und um wieder Platz und Energie für etwas Neues zu entwickeln.

    Gleich gehts noch zur SHG,

    bis bald, Grüße von Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    möchte euch kurz berichten, wie es mir bei meinem 1. Weggehen und auf dem Geburtstag gestern gegangen ist.

    Bei dem Geburtstag meiner Freundin dachte ich eigentlich, das es nachmittags Kaffee und Kuchen gibt, dem war aber nicht so. Ich bin um 15:30 hingefahren und da wurde gerade das Buffet für die Party hergerichtet. Um ca. 16 Uhr kamen dann nach und nach die anderen Gäste, und ja, was soll ich sagen- es gab Alkohol in rauhen Mengen. Nunja, ich wusste ja, von früher, das dort immer viel getrunken wird, jedoch dachte ich, das es erst abends losgeht. Ich konnte -zum Glück- gut mit der Situation umgehen und ich habe nicht einen Moment lang den Wunsch verspürt, etwas trinken zu wollen. Ich bin ganz offen mit meiner Alkoholkrankheit umgegangen und es kamen auch sehr interessierte Fragen an mich und meinen neu eingeschlagenen Weg. Ich habe mich gesehen und ernst genommen gefühlt, insgesamt war dies ein sehr positives Erlebnis für mich. Doch ich werde mich in Zukunft lieber mal alleine mit meiner Freundin zum Tee verabreden- ich muss mir nicht beweisen, das ich inmitten trinkender Menschen bestehen kann....ich weiß jetzt, das ich das kann, aber ich glaube meine Interessen haben sich einfach verändert.

    Am Abend bin ich ja dann mit 2 anderen Freundinnen weggegangen und es war ein richtig schöner Abend. Ich habe nach so langer Zeit endlich mal wieder getanzt und mir hat es nichts ausgemacht, das um mich herum getrunken wurde. Mir ist irgendwie im Laufe des Abends ein großer Stein vom Herzen gefallen....ich fühlte mich total befreit und wieder in der "Normalität" angekommen- ich kann mir jetzt noch mehr vertrauen und das verdanke ich meiner Nüchternheit.

    Das Wichtige daran für mich ist, das ich jetzt weiß, das ich auch mal weggehen kann und mich in Situationen wohl fühlen kann, wo andere Alkohol trinken- das es kein absolutes Tabu mehr für mich ist. Allein das es möglich ist zählt für mich- auch wenn ich gar nicht so oft das Bedürfnis danach habe (wegzugehen). Ich bin dabei mich zu verändern und auch meine Bedürfnisse verändern sich. Es tut gut zu wissen, das ich mich in meiner Nüchternheit sehr wohl und sicher fühle.

    Ich bin auf dem richtigen Weg und dafür bin ich sehr dankbar.

    Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche :)

    Herzliche Grüße, Lena

    Hallo Frank,

    deine Worte tun soooo gut :D ....lieben Dank dafür!! Und ja, ich kenne den Spruch, aber ich weiß nicht, ob ich schon so weit bin?! Ich denke, das dauert noch einige Zeit- mal schauen, wie's mir morgen abend beim weggehen geht...

    Hallo Matthias,

    Zitat

    ... mach s!

    Das werde ich!!

    Wünsche euch ein schönes (Frühlings-) Wochenende,

    liebe Grüße von Lena :wink:

    Hallo Matthias,

    ja, das habe ich mir überlegt- das wäre natürlich ziemlich blöd und genau deswegen bin ich ja solange solchen Situationen aus dem Weg gegangen- sprich Risikominimierung. Aber ich fühle mich jetzt in mir selbst stabil genug, um es in kleinen Schritten auszuprobieren. Ich denke, 16 Monate sind eine lange Zeit und wenn ich es nicht ausprobiere, dann kann ich auch nicht heraus finden, wie es mir dabei geht. Falls ich mich nicht wohl dabei fühle ist das sicherlich nicht schön für mich- doch dann weiß ich, das ich noch nicht soweit bin und das ich daran noch arbeiten muss. Ich nehme das sehr ernst und ich gehe da nicht leichtfertig mit um- sondern mit großer Vorsicht.

    Dir auch eine schöne Zeit!

    Hallo Linde,

    ja, meine Freundinnen wissen über meine Alkoholkrankheit Bescheid. Zu dem Geburtstag gehe ich bewusst nachmittags hin, und ich werde auch gehen, bevor es mit dem Alkohol losgeht.

    Und abends gehe ich mit zwei anderen Freundinnen weg, und wir werden auch schon früh losgehen und ca. um 0-0:30 wieder gehen. Die beiden Freundinnen trinken sowieso sehr wenig Alkohol und werden gerade bei meinem 1. Weggehen in meiner Gegenwart nichts trinken. Damit fühle ich mich gut aufgehoben.

    Ich möchte mich einfach nicht mehr rigoros von allem ausschliessen- trotzdem steht meine Abstinenz an erster Stelle. Ich wollte es auch schon im Herbst letzten Jahres ausprobieren- doch da fühlte ich mich noch nicht stabil genug und habe es gelassen. Jetzt fühle ich mich stabil genug und ich habe mir das gut überlegt. Mein Gefühl sagt mir, das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.

    Ich schreibe euch auf jeden Fall, wie es mir gegangen ist und wie ich mich gefühlt habe.

    Bis bald, herzliche Grüße Lena

    Liebes Forum,

    mir geht es soweit ganz gut, es läuft alles in geordneten Bahnen und am WE habe ich endlich mal frei. Manchmal denke ich zwar, das alles schon fast zu gut läuft und evtl. etwas langweilig ist, doch ich glaube, ich brauche eine gewisse Struktur/ Regelmäßigkeit, weil mir das einfach Sicherheit gibt.

    Am Samstag bin ich nachmittags bei einer Freundin zum Geburtstag eingeladen und bislang haben wir, seit ich aus der Klinik wieder da bin, nur telefonischen Kontakt. Ich war früher oft auf Feiern bei ihr, auch mit meinem Ex, und da wurde immer sehr viel getrunken- was mir damals sehr entgegen kam...doch seit ich abstinent lebe, habe ich bisher Einladungen von ihr abgesagt (zB. Silvester). Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen. Mittlerweile fühle ich mich stabil genug und deshalb habe ich zugesagt, trotzdem bin ich ein bißchen unsicher, weil ich nicht einschätzen kann, wie es mir dabei gehen wird- aber ich möchte es einfach ausprobieren. Ich denke, es ist ganz wichtig für mich, in kleinen Schritten wieder aus meiner Zurückgezogenheit ins "normale" Leben zurück zu kehren. Damit meine ich auch mit Leuten zusammen zu sein, die moderat Alkohol trinken (deswegen gehe ich nachmittags da hin). Bislang habe ich solche Situationen seit 16 Monaten gemieden, um erstmal in mir selbst stabil zu werden.

    Und am Samstag Abend gehe ich das 1. Mal seit 16 Monaten mit zwei Freundinnen abends weg- wie gesagt, auch das eine Premiere für mich. Natürlich bin ich ein bißchen aufgeregt und gespannt darauf, wie ich mich dabei fühlen werde. Wenn irgendetwas sich nicht gut anfühlt, kann ich jederzeit gehen bzw. den Ort verlassen. Doch das möchte ich jetzt einfach ausprobieren und am schönsten wäre es natürlich, wenn ich mich dabei gut und sicher fühle, weil das würde auch noch mehr zu meiner Zufriedenheit beitragen.

    Im Übrigen habe ich nicht vor, dann oft wegzugehen oder zu feiern....im Gegenteil. Aber es wäre toll, wenn ich weiß, das es einfach geht, wenn ich möchte, das es möglich ist. Das würde mir ein Stück Normalität zurück geben.

    Nunja, ich werde auf jeden Fall gut auf mich acht geben und auf mich aufpassen.

    LG von Lena :wink:

    Lieber Frank,

    ich schicke dir ganz viele liebe und herzliche Sonntagsgrüße..... :wink:

    Ich denke oft an dich und hoffe, das es dir (den Umständen entsprechend) gut geht!?

    Find grad nicht die "richtigen" Worte...möchte das du weißt, du bist nicht allein.

    Gruß Lena

    Hallo zusammen,

    nach dem ganzen Stress der letzten Woche hatte ich heute endlich einen freien Tag....und den habe ich in vollen Zügen genossen. Erstmal ausgeschlafen, lange und ausgiebig gefrühstückt, Telefonate erledigt, die Sonne bei einer Kanne Tee auf meinem Balkon genossen, bißchen Frühjahrsputz, lecker gekocht, ne kleine Tour mit dem Rad und alles ganz in Ruhe....einfach herrlich! Vor allem die Sonne hat mir richtig gut getan, und übernächstes WE habe ich frei und da soll es tatsächlich bissel wärmer werden, das wäre natürlich toll!

    An dem WE werde ich das 1. Mal seit 16 Monaten mit 2 Freundinnen abends weggehen. Denke ich bin jetzt stabil genug und meine Freundinnen wissen auch über meine Alkoholkrankheit Bescheid. Ich freue mich darauf und bin echt gespannt, wie sich das für mich anfühlen wird. Und wenn sich irgendetwas komisch anfühlt, werde ich den Ort verlassen.

    In letzter Zeit mache ich mir verstärkt Gedanken um meine berufliche Zukunft....möchte gerne nochmal etwas neues anfangen, evtl. eine Umschulung oder auch Praktika. Mein großes Problem dabei ist, das ich nicht wirklich weiß, was mir Spaß macht oder was zu mir passt. Dieses Problem habe ich schon lange Jahre und ich weiß nicht recht, wie ich das heraus finden kann? Hoffe sehr, das mir auch da meine Therapie weiter helfen kann.

    Oder hat da jemand von euch vielleicht Erfahrungen oder Ideen? :idea:

    Bis bald, lg Lena :wink: