Beiträge von garcia

    Hallo,

    in letzter Zeit mach ich oft folgendes:

    ich koch Nudeln und stell sie beiseite. (Meist Penne). Schwitz Knoblauch und kleingewürfelte Zwiebeln an. Lass kleingeschnittene Kirschtomaten mitbruzzeln. Tu die Nudeln dazu, dann Pesto ausm Glas, rühr um, füg geschnetzelten Ruccola zu und geriebenen Parmesan. Wenn ich überhaupt würz etwas Pfeffer. Das ist lecker dann und einfach und geht schnell :)

    Hallo Correns, Samsara, dank euch beiden für eure Rückmeldungen,
    hallo Forum,

    ja das mit der Ruhe ist eine gute Sache.

    Und ich kann Das gut nutzen. Diese und die kommende Woche hab ich Urlaub und den kann ich gut gebrauchen, die Monate seit Oktober waren beruflich ganz schön anstrengend und auch privat, da meine Tochter (die Große, sie ist grad 17 geworden) auch so einiges an Problemen hatte, was sie in eine stationäre Therapie geführt hat die in diesen Tagen endet. Darauf werd ich nicht weiter eingehen da mir dazu dieser Bereich hier zu offen ist und es ja nicht primär um mich geht. Aber da jeder Schatten auch ein Licht in sich trägt (Samsara, dein Thread hat einen sehr passenden Namen), hat all Das auch sein Gutes gehabt - das sich unser Verhältnis ziemlich intensiviert hat. Jetzt geht es ihr gut und eine ambulante Therapie mit einer Therapeutin, bei der sie ein gutes Gefühl hat, ist in trockenen Tüchern.

    Ich selbst lese sehr viel (hab ja dazu auch nen Thread in Freizeitbereich aufgemacht in den ich in loser Folge immer mal wieder was reinschreiben werd), und mit dem Laufen hab ich in den vergangenen Tagen auch wieder angefangen. Das hat allerdings nix mit Marathon zu tun sondern wie immer nur mit dem Ziel, irgendwann im Sommer mal so 30-45 Minuten am Stück langsam joggen zu können. Was dann kommt überlasse ich der Zukunft. Im Moment bin ich allerdings noch beim Wechsel aus 1.min. Laufen und 1 min. Gehen. Das so ne halbe Stunde. Es fordert mich aber es überfordert mich nicht. Alle paar Tage werd ich einen Tag pausieren um mich langsam dran zu gewöhnen. Interessant finde ich daß mein Körper auf ganz andren Ebenen darauf reagiert: ich esse gesünder, rauche halb so viel (beides ohne jeden Vorsatz Das macht der Körper von selbst), und ich schlafe besser.

    Ich glaube as war's was da unerkannt war als ich sagte daß irgendwas fehle: ich hab zuviel mit dem Geist gemacht und zuwenig mit dem Körper. Das war zu einseitig. Jetzt merke ich daß sich eine andre Art Balance einstellt. Was mir guttut.

    Und der Frühling kommt auch, Das mag ich auch. Wenn's schön keinen Winter gibt will ich eben Frühling... und die Zeit erfüllt mir den Wunsch :)

    Die Dinge drehen sich in eine gute Richtung und das gefällt mir.

    LG Frank

    Ach PS meine Gastkatzen sind seit heut auch wieder hier Das ist schön :)

    Karneval? Das ist für mich als Nordlicht immer nur so die einsekündige schaudererzeugende Störung beim Zappen. Wenn da siebzigjährige Graubärte mit ekligen Narrenkappen auf Prunksitzungen rotnasig in die Kameras prosten. Tusch.

    Ich kann mir aber vorstellen daß das was haben könnte, an der Basis, abseits des organisierten Karnevals den man so im TV bestaunen und bemitleiden kann. Wenn eine ganze Stadt wie etwa Köln so kollektiv ausrastet. Irgendwie hat das ja durchaus was. Find ich sympathisch irgendwie...

    Aber im Ganzen bin ich schon froh daß zwischen mir und Karneval ein paar hundert Kilometer liegen... es gibt ja auch so schon genug öffentliche Alkexzesse (Fußball Weihnachtsmärkte etc),.da schätz ich mich glücklich daß es hier nur vier Jahreszeiten gibt. Und nicht fünf...

    Den "unendlichen Spass" von David Foster Wallace hab ich jetzt durch. Und bin wieder bei Murakami gelandet, dessen "1Q84" ich zum zweiten Mal lese... mit viel mehr Genuß als damals (wies eben ist wenn man nicht mehr nur atemlos der Handlung folgt sondern entspannt dem alten Faden folgt).

    Mal gucken was dann kommt. Ein Plan ist endlich einmal Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" auf die Schliche zu kommen... aber daß ist ein Vorhaben das mich auch etwas abschreckt, vielleicht ein bißchen groß noch zur Zeit... aber aus dem Kopf krieg ichs auch nicht so recht. Ist aber auch ne Geldfrage.

    Aber im Moment ists Murakami der mich zieht und damit bin ich glücklich als Leser :)

    So darf's bleiben...

    LG Frank

    Hallo Lena,
    stimmt mein Fädchen hier verlottert etwas... Das liegt daran daß ich kaum etwas zu berichten habe. Ich beschäftige mich viel mit Musik und mit Literatur. Und bin viel draussen unterwegs. Ansonsten arbeite ich auch sehr viel... Mein Leben läuft auf einer Art Mittellinie. Ich vermeide alle Extreme, nicht nur die negativen sondern auch die positiven. Das gibt mir Sicherheit.

    Allerdings lese ich jeden Tag im Forum und schreibe ja auch aber eben nicht viel bei mir... da gibt's eben wenig zu berichten...

    Ich bin nicht das was man glücklich nennen würde aber mir geht es auch nicht schlecht. Im Moment scheint mir Das die angemessenste Art zu leben zu sein. Es ist wie ein Boden bereiten. Was dann in der kommenden Zeit daraus wächst werd ich sehen - darauf bin ich selbst gespannt...

    Morgens meditiere ich und dann geh ich ein bißchen laufen (in einem sehr bescheidenen Umfang), frühstücke, mach ein bissel Haushalt, arbeite, mach mir einen ruhigen Abend und schlafe. Was soll ich da groß schreiben? Aber momentan ist Das genau das was ich will und was mir guttut.

    Danke für deine Nachfrage! Tat gut :)

    LG Frank

    Hallo Lena, du schreibst (neben so vielen andren wichtigen Dingen):

    "und es ist mirklar geworden, das ich in den ersten ca. 10 Jahren meiner Kindheit noch recht "normal" bzw. gesund aufgewachsen bin."

    Ich glaube das ist es wovon du zehrst. Es ist ja angesichts deiner Geschichte beinahe nicht faßbar saß du einen so gradlinigen und entschlossenen Weg zu gehen imstande bist. Aber dieser Satz zeigt saß du auf einem guten Fundament baust. Meins war schmaler: es lag bei meiner Omi und dauerte bloß unter zwei Jahre... dann war ich bei meinen Eltern und da war's futsch...

    Ich finde deinen Weg sehr bewundernswert. Erst den Alkohol abstellen. Dann die sozialen Dinge klären (alte Beziehung, unschöner Job etc). Und dann in die Grundlagen der eigenen Vergangenheit eintauchen und Leichen aus dem Keller holen (gewissermaßen), um die andre Leute ein Leben lang einen Bogen machen.

    Ich lese dich immer und ich versuch mir soviel wie ich kann von dir anzugucken und zu lernen. Ich bin komplizierter als du. Manches gelingt besser andres schlechter. Aber ich bin sehr sehr dankbar für jede Nachricht hier von dir. Und hab schon manchmal sehr bedauert saß ich nicht irgendwo in Niedersachsen leb und wir uns da inner realen SHG getroffen haben ...


    Naja ... immerhin kann ich mich für deinen letzten Beitrag wieder mal herzlich bedanken und dir sagen daß er mir sehr viel gegeben hat. Wie immer wenn du schreibst.

    Dankeschön und einen ganz ganz lieben Gruß aus Hamburg! Mach immer so weiter und dir kann nichts ernsthaftes passieren denk ich.

    LG Frank

    Hi,

    was du schreibst klingt nach einem langen, manchmal zähen aber sehr gutem und gesunden Weg. Klasse find ich daß du ihn gehst. Gegen alle Widerstände. Ja! Mach so weiter ---

    und ganz viel Kraft dafür wünsch ich

    LG Frank

    Hallo Linde,

    eine wirklich süße kleine Stadt ist Flensburg. Liegt an der Grenze zu Dänemark und hat eine Menge dänisches Flair, die Ostsee zieht sich bis in die Innenstadt herein, niedlicher Hafen, shoppen kann man auch gut dort und per Schiff kleine Abstecher nach Dänemark machen....
    ich bin da geboren und deshalb nicht besonders objektiv aber im Norden kenne ich nix Schöneres.

    LG Frank

    hey linde, klingt superlecker,

    kannst näher ausführen was "gefüllte pepperonis" sind? wie füllt man so kleine dinger? (kann ich mir bei paprika besser vorstellen)? und mit was? hack? schafskäse? was viel abgefahrenes?

    neugierige grüße frank

    hallo Lena,

    "Teddykarten" kenn ich garnicht... aber vielleicht was vergleichbares:

    ich hatte ja so ein 3-Std-Coaching letztes Jahr, das sich sehr um die völlig verkorkste Beziehung drehte aus der ich nicht rausfand... und mir mehr geholfen hat als die gesamte LZT damals.

    Die Coacherin hatte eine große Glasschüssel mit Tierfiguren. Ich sollte raussuchen: ein Tier für mich, eines für jedes meiner drei Kids, eines für meine Expartnerin (die Mutter) und eines für die Frau von der ich nicht wegkam innerlich.

    Also, um es abzukürzen: ich hatte mir für mich eine Katze ausgesucht (was auch sonst). Und diese Frau war eine Schildkröte.

    Und dann fragte mich die Coacherin, was um Himmels Willen denn eine Katze mit einer Schildkröte anfangen will? Kuscheln geht nicht, gemeinsam jagen geht nicht, und bei der geringsten Kontaktaufnahme verwandelt sich die Schildkröte in einen Stein --- Kopf rein Beine rein und nicht bewegen?

    Das klingt alles ein bißchen dumm, ich weiß. Ein bißchen flach. In den drei Stunden ist ja auch noch viel mehr gelaufen.

    Aber es hat in mir etwas wachgemacht was zwar schon da war aber geschlafen hat, sozusagen. Es hat mir wirklich was gebracht, auch wenn ich mich in der Stunde selbst an einen Taschenspielertrick erinnert gefühlt habe. Sowas kann Assoziationen auslösen die recht tief gehen können, die einen Perspektivwechsel auslösen können. Und nix andres hab ich damals gebraucht.

    Kann ich was mit anfangen... sehr sehr toll daß du deinen weg so konsequent gehtst.

    Und dein Rezept neulich hat mir auch gefallen...
    Toll all das! Viel Glück! Viel Kraft! Viel Spaß am Winter! Freu mich immer wenn du dich meldest, Lena


    LG Frank

    Quantensprung,
    ist schlußmachen keine Option?
    Wenn nicht, warum nicht?
    Ich würde niemanden von ner Bank auflesen - auf Dauer nichtmal eines meiner Kinder...

    LG und Entschlußkraft wünsch ich dir, Frank

    Sachen wie den "unendlichen Spass" kann (ich) natürlich nicht nur lesen. Daher lockre ich das immer wieder auf durch Nebenlektüren. Hier kamen ne Menge Krimitipps... nun mal meiner:

    Ich liebe und verehre die Krimis von Janwilhelm van de Wetering. Skurril. Auf sehr dezente Weise dem Zenbuddhismus verbunden. Meist an der alten Whodonit- Regel desinteressiert. Tiefenentspannt. Unmoralisch aber an Moral sehr interessiert. Skurille schräge Menschen, mal tragisch mal wunderbar als Nebenfiguren. Wunderbare Ermittler.

    Das ist Balsam für die Seele und die Füße :)

    lg frank

    Hallo Ute,
    das klingt jetzt völlig banal... aber auf Problemzeiten kommen bessre hinterher!
    Und auch das Frühjahr kommt jeden Tag ein Schrittchen näher.
    Willst du es mit einem trockenen nüchternen Kopf begrüßen?
    Dann leg jetzt das Fundament dafür!
    Neuer Kühlschrank & Musik und auf einmal singen draußen die Vögel, es wird wieder grün und du kannst verdammt stolz sein auf dich.
    Weil du einen Winter trocken überstanden hast.

    LG Frank

    Hallo Forum,
    ich freu mich mal daß dieser Thread so viele Reaktionen ausgelöst hat!

    Plejaden : Dr. Strange & Mr. Norrell hat mir seinerzeit auch ganz hervorragend gefallen, und Bulgakovs „Meister und Margaritha“ ist schon viel zu lange an mir vorbeigegangen. Den hab ich jetzt mal wieder mehr im Hinterkopf.
    schnuffig : Danke für den Tipp, Japan geht bei mir immer 

    Groß war die Versuchung, nach dem neuen Murakami mal wieder in die älteren Bücher reinzulesen, aber das geht nicht, denn die „Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ war selbser nur eine Unterbrechung eines anderen, größeren Leseprojektes, das mich seit fünf, sechs Wochen beschäftigt und zu dem ich nun wieder zurückgekommen bin, um nicht alle Fäden zu verlieren.
    Dabei handelt es sich in so ziemlich jeder Hinsicht um ein monströses Buch, nämlich „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace. Unendlich lange Satzbauten. Viele viele Worte, von denen weder ich noch Google je gehört haben. Hunderte von Anmerkungen, Dutzende von Personen, 1550 Seiten alles in allem.
    Manchmal brauch ich den Versuch literarischer Bergbesteigungen, ebenso wie es manchmal auch simple Krimis tun. Deswegen stehen auch diverse angelesene Buchleichen in meinen Regalen, Sachen die ich angefangen aber nie beendet hab (Pynchton, Joyce, Musil z.B.). Bei diesem Buch ist das aber anders. Ein bißchen mußte ich mich reinlesen, dann nahm die Lektüre Fahrt auf, und obwohl es immer wieder auch einmal sehr dichte und anstrengende Passagen gab reißt mich das Buch mit. Es spielt in einer nahen, vollkommen durchkommerzialisierten Zukunft, in der selbst die Jahresbezeichnungen an Konzerne vermietet werden (daher gibt es Absonderlichkeiten wie das „Jahr der Inkontinenzunterwäsche“ oder das „Jahr der Milchprodukte aus dem Herzen Amerikas“), es handelt von Drogen, Sucht und Rausch in jedweder Form (ohne da irgendetwas zu beschönigen oder zu romantisieren), von Profitennis (einer der Hauptschauplätze ist eine Tennisakademie für talentierte Jungspieler), es handelt von einer Gesellschaft, in der Kicks und Spaß alles sind was noch zählt, während tiefere Werte vollkommen untergegangen zu sein scheinen. Obwohl das Buch eine Menge teils absurden Humor enthält liegt darunter doch auch eine tiefe Melancholie.

    Nicht unbedingt was für Leseanfänger. Ich hab mich vor Beginn der Lektüre durch die entsprechenden Wikiartikel gelesen, um wenigstens einen roten Faden in der Hand zu haben. Und das hat sich gelohnt. Auf ein solches Leseerlebnis wird ich wohl eine ganze Zeit warten müssen wenn das vorbei ist… aber noch bin ich ja bei Seite 820, das dauert noch…


    LG Frank

    Wenn jemand gut ganz gehen kann sagt das, glaube ich, viel über seine Telente aus, schon im Leben gute Wege mit Zielstrebigkeit und Klarheit gegangen sein zu können. Dieses Können ist am Ende nicht einfach da; es entwickelt sich zu einer Haltung, die viel mit innerer Souveränität, mit Sich-nicht-allzu sehr wichtiger--zu-nehmen-als die Welt da draußen. Von der man ja nix als ein Teilchen ist. Und auch einer besobderen Art von Humor.

    Du wirst da einen tollen Menschen verloren haben...aber in der Art wie er da war und letztlich ging hatte er auch ein großes Geschenk für dich, oder? Mach etwas daraus. Ich glaube du bist gut darin aus solchen Dingen etwas zu nachen.

    Auf Schnuffigart.

    Liebste tröstende Grüsse aus dem finsteren Eisregen hier im Norden, Schnuffig. Der Winter hat nur noch Rückzugsgefechte zu bieten. Nicht mehr lang dann blüht ubd sprießt es wieder, das Leben, unser aller Leben.

    Hab ne ruhige Nacht!

    Frank

    schnuffig,

    herzliches Beileid (klingt billig ist aber ehrlich gemeint), und viel Kraft wünsch ich.

    Du schreibst: " Alles durfte er fertig machen. Was für eine Gnade."

    Das können ja nur die Allerwenigsten von sich sagen. Ist es ein Trost? Ich hoff es, es sollte einer sein


    Lieben Gruß Frank