Beiträge von garcia

    Hallo Lena

    ich drücke alle Daumen die ich hab daß ihr alle diese Zeit gut übersteht. Ihr alle: zuächst und vor allem al Du. Aber auch die Pflanzen, jede einzelne. Ich kann ganz gut verstehn daß die ans Herz wachsen.

    Weißt du ich hab keinen grünen Daumen sondern nen schwarzen... vor vier Jahren stand auf der Wiese vor meiner Wohnung ein total verhungerter blattarmer schrottreifer Benjamini. Meine Kids warn da und meine Tochter meinte: " Papa der arme Baum den mußt du retten"... naja ich hab ihn reingeholt. Er sah immer mager aus, aber inzwischen macht er nen zufriedenen Eindruck. Ok, du kriegst überall schmuckere Benjaminis, aber er hat nen großen Topf, verliert nicht mehr ständig beleidigt seine Blätter als wolle r mir ein schlechtes Gewissen machen, er will wenig und unregelmäßig Wasser (aber wenn bitte mit Dünger), und wir haben uns aneinander gewöhnt. Kommt mir jedenfalls so vor. Der Exalki und der eigenwillige Benjamini...

    Was ich sagen will: Pflanzen sind wichtig (ja!!) und ich drück deinen die Daumen, und dir selbst noch mehr. Aber laß dich nicht irremachen. Du hast soviel erreicht. Und das ist ein Fundament das wachsen wird.

    Grüne liebe Grüße aus Hamburg im Regen, Frank

    Hallo, du schreibst: " Es ist zu viel: ich bin Mutter, (und Vaterersatz, denn zu ihm gibt es keinen Kontakt), Berufstätige, Suchttherapeutin, Kummerkasten und
    bald wohl auch Sterbebegleiterin... Ich schaff das nicht."

    Natürlich ist das zuviel, viel zuviel.

    Und ein bißchen später schreibst du: " Konkret habe ich um drei Personen Angst: XY, mein bester Kollege (der tatsächlich schon in wenigen Tagen wieder entlassen wird) und eben
    meine schwerkranken Freund."

    Um deinen "XY" solltest du keine Angst haben denn er ist erwachsen und also für sich selbst verantwortlich. Er hatte einen Rückfall. Er muß sich also Hilfe holen, von professioneller Seite und nicht von Dir denn Du brauchst selbst welche. Wenn du als trockene Alkoholikerin dich da nicht abgrenzen kannst bist du selbst über kurz oder lang extrem gefährdet...

    Der schlagende Kollege ist kein "bester" Kollege sondern ein Mensch der dich geschlagen hat. Darauf gibt es nur eine Antwort: raus mit ihm aus deinem Leben (und am besten auch aus der Firma, sowas ist ein zwingender Grund für eine fristlose Kündigung). Wende dich an deine Chefetage oder an die Mitarbeitervertretung / den Betriebsrat.

    Angst um deinen sehr kranken Freund, das verstehe ich und das tut mir sehr sehr leid. Ich wünsche dir Kraft und Mut ihm beizustehen. Das kannst du aber nur in ddm Maße in dem du dich von Menschen abgrenzen kannst die nur Kraft wegsaugen. Achte auf dich, dann kannst du ihm gerecht werden - der XY ist selbst dran (anders wirds eh nix mit Trockenwerden), und der "Kollege" - weg mit dem, s.o.

    Angst haben solltest du um dich selbst, das zuallererst. Dann hast du deinem kranken Freund was zu geben. Geh nicht unter. Guck auf dich.

    Ich wünsche dir das du das sortiert kriegst und Kraft daraus erntest!

    LG Frank

    Hallo Forum, hallo Tocco, Silberkralle & Sternenhimmel,

    @ Tocco: Musik höre ich weiter regelmäßig, beinahe jeden Abend (wenn mir nicht mal ein guter Film dazwischen kommt; da ich meist erst um 22 Uhr Feierabend habe muß ich mich ein bißchen nach den Nachbarn richten – ich bezweifele daß die auf Mitternachtskonzerte stehen… es ist wieder mehr Jazz und Blues dabei, bei Klassik bewege ich mich zwischen Mozart, Schubert, Schumann hin und her; Kirchenmusik ist für mich doch eher etwas für die kalte Jahreszeit. - Ja, Jonas fehlt mir auch. Er hatte so eine Art von Klarheit, die mir viel gebracht hat. Und Humor. Irgendwie bin ich mir aber sicher, daß es ihm gut geht, warum weiß ich selbst nicht genau…

    silberkralle : Das „eigentlich“ bezieht sich darauf, daß ich selbst ein bißchen erstaunt bin daß mir´s so gut geht – keine richtige Trauer, bloß ein bißchen Wehmut dann und wann, aber dafür das Gefühl wie befreit zu sein. Mich hat das wie gesagt anfangs selbst etwas erstaunt, aber es ist, denk ich, einfach ein Zeichen dafür daß ich da, wo ich war, viel zu lange verharrt habe.

    @Sternenhimmel: Du schreibst: „Ich finde es sogar eine sehr gesunde Einstellung wenn man in der Lage ist Nähe zulassen zu können aber auch sich immer mal wieder mal distanzieren zu dürfen.
    Auch in einer Beziehung ist das sehr wichtig sich hin und wieder mal zurückzuziehen und auf sich selbst zu konzentrieren.Das bedeutet ja nicht gleich was negatives“
    Da hast du natürlich völlig recht. Bei uns war das Schwierige eben aber, daß „sie“ auf alles, was schön war oder irgendwie mit Nähe oder Verbindlichkeit zu tun hatte, mit Panik und heftiger Distanzierung reagiert hat. Darunter hat sie wohl ebenso sehr gelitten wie ich und fand sich selbst deswegen auch ziemlich kaputt… naja, weiter möchte ich es auch aus Rücksicht auf die Frau im offenen Bereich nicht vertiefen. Bleibt nur zu hoffen daß sie für sich einen guten Weg finden kann – wenn der allerdings nicht auf einem trockenen Leben aufbaut wird sie, fürchte ich, auch keines ihrer anderen Probleme auf irgendeine sinnvolle Art angehen können.

    Aber das ist nicht meins, das ist ihrs.

    LG Frank!

    Hallo Lena, erstmal möchte ich Dir zu den anderthalb Jahren Trockenheit ganz herzlich gratulieren! Stell dir mal vor du blicktest jetzt auf deinen (erstmal) kaputten Balkon - mit der Flasche in der Hand - so hast Du die Kraft, das alles wieder herzurichten und wenigstens einigermaßen mit der Situation klarzukommen.

    Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie es ist, sich ein kleines Paradies zu schaffen, und dann wird das aus übergeordneten Gründen einfach so beseitigt. Aber du wirst dir das neu gestalten, da bin ich sicher. Und, paß auf: wenn du erstmal dabei bist dann wird das auch Spaß machen, irgendwie...

    LG Frank

    Hallo Forum, hallo Lena und Samsara und sternenhimmel,

    mir geht es im Moment eigentlich richtig gut – vielleicht besser als seit langer Zeit. (Nervig war nur daß mein Handy rumspinnt, dadurch konnte ich hier länger nicht schreiben als es mir lieb war… jetzt sitze ich auf der Arbeit, das Haus ist ruhig und ich habe einen Computer).

    @ Lena: ich merke daß ich richtig losgelassen habe, und das fühlt sich wie eine Befreiung an; vor allem beschäftigt mich all das nur noch manchmal, und ich habe auf einmal viel mehr Zeit und Kraft und Muße mich mit Dingen zu beschäftigen, die mir Spaß machen und guttun. Das ist ein klein wenig ähnlich wie das Gefühl vor bald anderthalb Jahren, trocken zu werden; ein Zuwachs an Kraft und Zeit, ein Gefühl als falle ein dunkler Schatten von mir ab.

    Samsara : Du hast recht – ich habe lange gebraucht um gefühlsmäßig loszulassen, so lange, daß ich auf der einen Seite schon ganz gut wußte, daß das gefühlsmäßige Festhalten etwas stark destruktives an sich hatte, ohne es doch loslassen zu können. Daß ich das nun doch konnte hat, glaube ich, viel mit einem Coaching zu tun, das mir meine Firma „spendiert“ hat (da sollte es um berufliche Perspektiven für mich gehen, aber die Coacherin und ich haben eben dieses Problem zum Thema gemacht weil es einfach dran war), und diese drei Stunden haben viel in mir in Gang gesetzt.

    @ sternenhimmel:
    Oh viele Fragen… der Kontakt im letzten halben Jahr war keine Beziehung mehr, es war irgendetwas undeutliches, diffuses, immer wieder zwischen Nähe und Distanz wechselndes – eben das, was diese Frau eben nur zu leben in der Lage ist (was sie ja auch selbst weiß und sagt), und das hatte etwas Quälendes.
    Tja, Co-Abhängigkeit und Beziehungssucht… das ist eine interessante Frage. Darüber habe ich viel nachgedacht, es war Teil meines inneren Lösungsprozesses. Ich kann und möchte das nur für mich persönlich beantworten, keinesfalls für Andere. Ich mißtraue dem Begriff der Co-Abhängigkeit etwas, mit „Beziehungssucht“ kann ich mehr anfangen. Das darum, weil eine Selbsteinschätzung als co-abhängig immer das Grundübel – die Sucht – allein beim Gegenüber verortet, und man selbst ist immer nur sozusagen mitbetroffen aber irgendwie doch nicht wirklich verantwortlich: das ist dann der Alkohol, oder der Trinker (die Trinkerin)…
    Ich glaube, dass sehr sehr viele als Co-abhängige geltende oder sich sehende Menschen wirklich im Grunde unter einer Beziehungssucht leiden, die oft nicht wirklich eingestanden ist, sondern hinter der Alkoholsucht des Partners im Verborgenen sitzt. Es ist ja immer verführerisch und leicht, bei einer eigenen Suchtproblematik nicht so genau hinzusehen. Der Begriff „Co-abhängig“ kann ein solches Wegschauen erleichtern. In meinem Fall war es egal dass die Frau (wie ich ja auch) getrunken hat. Ich hätte mich nicht groß anders verhalten, wenn die Beziehung ebenso destruktiv gewesen wäre nur eben ohne Alkohol.
    Am Ende geht es ja darum, sich aus destruktiven Beziehungen lösen und auf eigenen Beinen stehen zu können; und das Destruktive kann zwar eine Sucht sein, es kann aber auch in Gewalt, Untreue, Lügen, Kälte, mangelndem Respekt oder sonstwas bestehen.
    Ich will damit nicht sagen dass es Co-abhängigkeit nicht gibt; aber ich glaube, man sollte sie immer in einem größeren Rahmen sehen, im Rahmen dessen dass man in etwas bleibt, das einem nicht guttut, und dann gucken was einen am Gehen eigentlich hindert. Und das liegt in einem selbst, nicht in der Sucht des Gegenübers.

    Du fragst auch: „Bist du denn in der Lage auch glücklich und zufrieden alleine leben zu können? Oder kannst du dir das für die Zukunft überhaupt nicht vorstellen?“ --- Im Moment kann ich mir eigentlich NUR vorstellen, allein zu leben, da ich so tief in meinen inneren Themen stecke – und das meine ich positiv -, dass ich mich gar nicht groß auf eine andere Welt einlassen möchte oder könnte. Und jemand, der von Beziehung zu Beziehung springt war ich eh nie. Das kann ich jetzt so sagen, für mich; wie das alles in einigen Jahren aussehen wird das werd ich ja sehen, das weiß ich jetzt natürlich nicht.

    Immerhin ist das Leben wieder offen, und das freut mich sehr; ich hab doch sehr festgehangen.

    LG Frank

    Hallo Sabine,

    Das ist eine sehr schöne Nachricht. Glückwunsch! Ich denke jetzt wird viel Kraft frei die nicht mehr in Sorgen verbraucht werden muß...

    Einen schönen Tag, LG Frank

    Hallo du schreibst: " Ich habe massive Paradontose und laut Arzt würde in absehbarer Zeit mir ein Zahn nach dem Anderen ausfallen. "

    Ja das kenne ich sehr gut. Ich hab aufgrund traumatischer Kindheitserfahrungen (5 Schwestern halten fest, ein Arzt bohrt, niemand betäubt) eine tiefsitzende Zahnarztphobie. Und aufgrund der Unterhaltszahlungen auch kein Geld für ne Sanierung...

    Läuft irgendwann auf n Gebiß raus und mir ist das auch recht so. Willl irgendwie gar keine eignen Zähne... hab ich immer nur Ärger Sorgen und Ängste mit gehabt.

    Wenn ich lese daß jemand das echt angeht - und das hat mit Alkohol erstmal nix zu tun, da kenn ich auch genügend Nichttrinker die das auch haben, scheint mir ein Generationenproblem zu sein -, dann denk ich immer: Hut ab.

    Gut daß dus angehst. Bin ich immer noch weit von entfernt.

    LG!

    Hallo Frank (bissel komisch das zu schreiben wenn man selbst so heißt),

    ich freue mich daß du hier wieder schreibst. Ich las dich immer gern. Mit dem "Quartalstrinkerdasein" kenne ich mich nicht so aus, denn ich trank jeden jeden jeden Tag. Ich kann mir aber vorstellen daß das ein Trinkschema ist das schwierig ist weil plötzlicher Suchtdruck wie aus dem Nichts kommt wenn man an sich keine Probleme hat wochen- und monatelang nüchtern zu leben.

    Du schreibst: " Wenn ich es ohne Wenn und aber in vollem Umfang annehme, dann ist die Gefahr auch relativ gering, das ich rückfällig werde."

    Ist das so, vor dem Hintergrund? Brauchst du nicht eine ganz spezielle Art "Notfallkoffer"? Das Annehmen ist sehr wichtig - aber der Saufdruck kommt ja weil unsre Gehirne dauerhaft anders ticken; egal was wir in nüchternem Zustand alles annehmen können, das kann ja schnell ausgehebelt sein (kenn ich nur zu gut)...

    1000 grüne Häkchen und Gratulation auch zum Nikotinverzicht, manchmal glaub ich das schaff ich nie :(

    LG Frank

    Hallo Kolibri,

    ich find klasse daß du so schnell antwortest. Und wenn du auch einsam bist da in der Einöde, gibts doch das Forum hier, hm? Wir können ja nn keine Spinnen vertreiben... aber Austausch bieten.

    LG! (in Hamburg herrscht Dauerregen - Mai ist sonst anders, vielleicht hast du ja wenigstens Sonne)

    Tja, mit dem längeren Beitrag wird das nix weil ich nämlich nicht auf der Arbeit bin --- sondern krank zuhaus. Drum bleibt nur das Handy, wie immer...

    Meiner Tochter gehts besser und wir haben ein jetzt noch engeres intensiveres Verhältnis zueinander. Mal gucken was die Zukunft bringt - aber mehr schreib ich hier mal nicht, das haben wir auch so abgesprochen. Aber: erstmal Entwarnung...

    Job: ich hab mich innerhalb meiner Firma auf was beworben was mir guttäte. Aber vorm Herbst ist da keine Entscheidung zu erwarten... wenn ihr mir alle die Daumen drückt bringts vielleicht was... immerhin tut sich was, ein bißchen. Und was ich gerade tu macht schon Spaß. Mal sehn.

    Liebe: Schwer. Ich hab seit ner Woche zu der Frau über die ich hier schon viel zuviel schrieb (seit ich hier bin) keinen Kontakt mehr. Das ist zerbrochen. Ich sollte mich darüber freuen, denn etwas Destruktives loswerden ist ja erstmal positiv aber ich kanns nicht recht. Ich denke da hab ich ne andre Facette meines Süchtig Seins am Wickel, ich nenn es Beziehungssucht (nicht Co), und das beschäftigt mich sehr zur Zeit.

    Der Weg stimmt. Gesund bin ich noch lange nicht.

    Ich wünsch euch alle eine gute Zeit, und wenn ich gesund bin und ne richtige Tastatur hab schreib ich gründlicher ok?

    Habts gut bis bald LG Frank

    Hallo kleiner Kolibri,

    ich sehe das wie Hartmut und Bruce - "nicht richtig" rückfällig sein gibt es nicht. Ein Rückfall ist ein Rückfall.

    Aber das ist auch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und zu verzweifeln. Es ist eine Gelegenheit zu gucken wo du nachlässig oder unvorsichtig warst (wieso war da Bier im Haus? Schau dir nochmal die Grundbausteine gut an, sie heißen so weil sie eine GRUNDlage sind)...

    Bedenke daß auch die schlimmsten Lebenssituationen durch Trinken immer nur noch übler werden. Und auf die längere Zeit der Trockenheit vor dem Rückfall kannst du trotzdem stolz sein - aber dich nicht drauf ausruhen, das hast du ja gemerkt...

    Jetzt gibt es viel zu lernen. Ich wünsch dir daß du das tust und die Kraft und den Mut dazu!

    LG Frank

    Hallo silberkralle,

    mir ist das alles eigentlich egal: trocken, abstinent, antialkoholisch, "ich trink nicht", was es da alles gibt. Entscheidend ist die innere Einsicht die du selbst beschreibst: Zitat:

    " ich bin trockener alkoholiker. ich bin und bleib krank - ich hab meine krankheit nur „gestoppt“."

    Das ist doch das Wissen: ich bin und bleib krank (auch wenn ganz tiefgreifende Gesundungsprozesse in Gang kommen mit der Abstinenz), nur: jedes einzelne Bier wirft mich auch nach Jahren auf Null zurück. Oder dahinter.

    Ich hab inner SHG mal jemanden kennengelernt der seit 18 Jahren trocken war, ein überaus beeindruckender Mann, mit einer irren Ausstrahlung. Gesünder kann man nicht wirken. Und der hat gesagt: "Wenn ich EIN Bier trinke wärs besser ich werf mich vor nen Zug. Das geht wenigstens schnell -- für mich und meine Kinder."

    Dem war das egal ob er nun "trocken" oder "abstinent" oder sonst was ist. Dem war wichtig daß er morgens aufsteht und abends ins Bett geht und dazwischen nix getrunken hat. Sonst garnichts...

    LG Frank

    Hallo liebe Wegbegleiter (eine schöne Anrede die ich von Samsara entlehne),

    ich hab ja länger nix geschrieben da ich bis über beide Ohren in Problemen steckte... aber ich möchte mal kurz sagen daß es mir, auch in schwerer See, halbwegs gut geht. Was ich vor allem dem Umstand zuschreibe daß ich allen Problemen immerhin nüchtern gegenüberstehe... das macht nichts besser aber alles lösbarer.

    Und das das geht hab ich auch sehr sehr euch allen zu verdanken. Dafür möcht ich mich mal bedanken.

    Sonntag hab ich Spätdienst, da hab ich nen Computer zur Verfügung und kann mehr schreiben. Handy hakt etwas es ist mühsam...

    Bis dahin allen meinen Lieben Gruß!

    Frank

    PS FrankyFresh schön daß du wieder da bist...

    Hallo Samsara,

    auch ich möchte dir ganz herzlich wünschen daß du schnell und nachhaltig gesund wirst.

    Ich hab ja eine ganze Zeitlang wenig im Forum geschrieben aber doch immer gelesen, und bei dir immer sehr gern - ich finde da viel Verbindendes.

    Krankheitszeiten kann man ja auch nutzen (ging mir so bei der Rücken-OP vor einem Jahr), sie sind nicht angenehm aber sie schaffen Raum und Zeit zur Selbstbesinnung...

    Und der lange kalte Winter ist auch vorbei.

    Hab eine trotz allem gute Zeit! LG Frank

    Kleiner Kolibri,

    du hast einen schweren Weg hinter dir und hast lange standgehalten. Ein Rückfall ist ein Rückfall und eine erste Sache, da will ich nicht drumrumreden.

    Aber: mach dich jetzt nicht fertig. Guck auf die ganze Zeit in der du stark warst. Akzeptiere daß man nicht immer stark sein kann und daß ein Augenblick der Schwäche nicht bedeutet daß du schwach bist, im Allgemeinen.

    Sorge für dich. Ich schließe mich Contemplation an: gibt es die Möglichkeit hierher zu kommen? Hast du die deutsche Staatsbürgerschaft? Wenn ja geh zur Botschaft und frag um Rat...

    Was dich und Ron angeht kann und mag ich nichts raten, es steht mir nicht zu. Aber ein Satz: Ron hat eine Farm und eine Frau. Das eine ist eine Sache und das andre ein Mensch. Was ist jetzt wichtig? Der Mensch - was sonst?

    Meld dich hier öfter, bitte.

    Drück dich und wünsch dir Kraft Mut und Glück

    Hallo Rote Beete,

    ich bin da über einen Satz von dir gestolpert: " Mein Lösungsweg wird wohl sein, ihr so wenig Raum in meinem Leben zu geben wie möglich."

    Ich hab genau das auch mal gedacht - nicht bei meiner Mutter sondern bei einer Frau die ich liebte -, und meine (bittere) Erfahrung war die daß es da keine Kompromisse gab. Es gab entweder Raum (und der hatte keine Grenzen und in der Weite hab ich mich verirrt) oder eben keinen, aber nicht ein bißchen Raum - ebensowenig wie es "ein bißchen Alkohol" geben kann für mich.

    Ich hab dann die Tür zugemacht und gar keinen Raum mehr gegeben und das tat erstmal sehr weh. Aber irgendwann hatt ich dann festgestellt daß ich dadurch Raum für MICH hatte.

    Keine Ahnung ob du dich darin wiederfindest... aber wenn du seit 3,4 Tagen trocken bist brauchst du jeden Raum für dich den du kriegen kannst dek ich. Nimm ihn dir...

    LG Frank

    PS: bedenk was Linde schreibt, es ist wichtig daß dein Arzt an Bord ist

    Hallo Lena,
    du schreibst: „Jetzt kann ich mich voll auf meine Therapie konzentrieren und das wird noch ein hartes Stück Arbeit werden. Ich hoffe sehr, das ich stark genug bin, um mich mit meinen Traumata auseinanderzusetzen. Gestern war ich auf einmal seit langer Zeit tief traurig und ich spürte eine große Verzweiflung, Traurigkeit und Einsamkeit....ich habe es auch während meiner ganzen Zeit der Abstinenz noch nicht zulassen können, zu weinen. Obwohl ich weiß, das es mir bestimmt gut tun würde, habe ich da wohl irgendwie eine "Sperre" oder ich bin einfach noch nicht so weit.“

    Das erinnert mich ein wenig an diese jahrelange unglücklich / unmögliche Beziehung, in der ich noch tief steckte als ich mich hier im Forum angemeldet hatte… die Frau war auch traumatisiert, war aber nie in der Lage, diese schlimmen Dinge noch einmal zu bearbeiten – sie hat sie weggetrunken… was ihr Leben natürlich überhaupt nicht verbessert hat, im Gegenteil. Durch diese Begegnung, die mich mit zu vergiften drohte und aus der ich mich erst sehr, sehr spät habe lösen können, kann ich zumindest ein wenig erahnen, welche Kraft es kostet, sich Traumata zu stellen – einfach weil ich die destruktiven Auswirkungen so hautnah miterleben mußte.

    Du bist vielleicht auf einem schweren Weg, aber du bist – und das ist das Entscheidende – auf genau dem richtigen Weg. Ich habe da großen Respekt vor.

    Nach allem, was du schreibst, scheinst du viel Glück mit deinem Therapeuten / deiner Therapeutin zu haben und hast da ein sehr gutes Vertrauensverhältnis und bist in besten Händen. Das bedeutet aber auch, daß da jemand auf paßt daß nicht zuviel auf einmal hochkommt, daß du eben nicht überrollt wirst. Dazu ist so eine Therapie ja auch da: einen sicheren Rahmen zu geben, in dem man begreifen kann, daß das was in der Vergangenheit war eben nicht in der Gegenwart ist.

    Ich wünsche dir weiter die Kraft, die du immer wieder zeigst – und gute Besserung!

    LG Frank

    Hallo,

    du schreibst:

    " Andererseits bin ich nun schon so viele Jahre im Berufsleben und versuche, der Arbeitslosigkeit positive Aspekte abzugewinnen. Die Zeit, eine Therapie zu machen, auch Zeit, zu mir selber zu finden und mir meiner Schwächen aber auch Stärken bewußt zu werden. Raus aus demHamsterrad mit BlackBerry 24 Stunden täglich einschließlich Wochenende, Laptop im Urlaub (Bereitschaft, alles der Firma unterzuordnenwar "gerne gesehen", Zuwiderhandeln, d.h. auf Privatleben zu pochen, nicht so sehr). Motivationsreden seitens der Geschäftsleitung, bei denen ich mich manchmal wunderte, ob ich denn nun versehentlich in ein Scientology-Meeting gestolpert wäre. Das ist nun vorbei. Ein Kapitelist geschlossen.Wie es weitergeht? Ich werde mein Bestes geben, wieder gesund zu werden. "

    Das klingt für mich nach einem absolut positivem Denken. Du fällst nicht in ein Loch ohne Job sondern guckst wie du Freiraum gestaltest, das gefällt mir... Ein sehr guter Ansatz... vor allem "die Zeit eine Therapie zu machen", ja, nimm sie dir.

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Einstieg in ein neues, nicht krankes Leben!

    LG Frank