Beiträge von garcia

    Hallo Forum,

    Langsam könnte sich auf der Arbeit die Möglichkeit für eine Veränderung andeuten... ist noch sehr vage und unsicher, ich würde dann keine Behinderten mehr betreuen sondern Jugendlich mit problematischen Hintergründen. Spannend, was ganz neues, keine Pflege mehr... mal sehen... auf jeden Fall werd ich erstmal dort hospitieren und mir das angucken auf die Belastungen hin (wenn überhaupt Stunden zu haben sind dort); auf meinen Urlaub im November freu ich mich aber auch schon. Herbstliche Grüße Frank

    Es darf bis zu 0,5% Alk drinsein (und etwas ist IMMER enthalten auch wenns mit "0,00" beworben wird). Was für mich noch nichtmal das Entscheidende ist - ich war immer reiner Biertrinker und Hopfensaft würd mich auch dann triggern wenn er völlig alkoholfrei wär. Das wär mein Untergang, das isses nicht wert...

    OK letzte Verpflegungsstation aber da kann doch auch Schorle Wasser Saft rumstehn?! Solltest du schreiben an die Veranstalter wär ich auf die Reaktion gespannt.

    Hallo Kopfhoch, "zisch" bloß kein alkoholfreies Bier -- es enthält auch Alkohol (von der gefühlten Nähe zu "richtigem" Bier zu schweigen). Da ist der Rückfall vorprogrammiert... daß bei einer solchen Sportveranstaltung nur Alk angeboten wird find ich unglaublich. Gute Idee das mit dem Brief. --- Möcht dir auch noch viel Glück hinsichtlich deiner Frau wünschen. Vielleicht wära ja ne Idee wenn DU eine Trennung auf Zeit vorschlägst - daß du an deiner Trockenheit arbeiten und sie sich ein bißchen finden kann; schafft vielleicht Vertrauen, du zeigst daß dus ernstmeinst und bist ein bißchen mehr in der Offensive... ich drück die Daumen und les dich weiter. LG Frank

    Hallo ihr Lieben, danke für eure Rückmeldungen. TT, du hast das ausgedrückt was ich auch glaube...

    Es geht mir gerad etwas besser (es ist ja auch alles keine Superkrise oder so aber eine permanente Belastung im Hinterkopf), und ich werd mich jetzt ins Bettchen packen und ein Hörspiel hören. "Frankenstein". Paßt zu meinem geliebten Herbst und ich mag diese sanften Schauer...

    Habts alle gut! Frank

    Hallo Angela! Willkommen. --- Du schreibst: "Eine klare Trennung
    zwischen Alki und Co ist fast nicht möglich." Ich war auch mit einer Frau zusammen die ebenfalls trank und diese Aussage kann ich nur unterschreiben. Was hält dein Mann von Deinem Weg? Findet ers gut aber sieht sein eignes Trinkverhalten nicht so problematisch? Fühlt er sich bedroht ("ich müßt das auch können abers geht nicht")? Verändert deine Trockenheit euer Miteinander? Was macht sein Trinken mit deiner Abstinenz? Viele Fragen... aber erstmal Gratulation für deinen Weg, Freude daß du hier bist, ne gute Nacht & Lieben Gruß. Schön so! Frank

    Hallo Forum,
    heute war wieder meine Nachsorge-Therapiegruppe; da zwei Teilnehmer in der vergangenen Woche einen Rückfall hatten, war es sehr intensiv und macht mich auch jetzt im Nachhinein ziemlich nachdenklich; das Bewußtsein, zwar viel für mich tun zu können, aber eben niemals auf einer wirklich „sicheren Seite“ zu sein, ist sehr sehr wichtig und kann doch so schnell verloren gehen... also guck ich daß ich achtsam bleib.

    Mir gehts geradmal mittelgut zur Zeit. Arbeit ist ganz ok, ich gewöhne mich nach und nach wieder an die Routinen und die damit verbundene Belastung. Das Dumme ist, daß die Erinnerungen und Gefühle bezüglich der Frau mit der ich bis zu meiner Entgiftung zusammen war (wenn man das denn „zusammensein“ nennen konnte kaputt wie es war) jetzt wieder stark hochkommen, wo ich im Nachbarhaus arbeite. Bislang sind wir uns nicht über den Weg gelaufen, aber es ist eine Frage der Zeit bis das geschieht. Keine Ahnung was für Gefühle dann hochkommen werden, wie diese Begegnung sich anfühlen wird, aber jedenfalls wird es auf irgendeine Art schräg, komisch, merkwürdig sein. Ich werde mich mit Sicherheit nicht mehr in die destruktiven Strudel hineinreißen lassen, die für sie charakteristisch sind, ich kann mich jetzt abgrenzen und für mich sorgen. Aber es tut eben immer noch verdammt weh, ich hätte das in den Monaten der Distanz, in denen ich mich nur um mich kümmern mußte und Abstand hatte, nicht für möglich gehalten.

    Was mich eben so sehr stört ist, daß mich das Thema schon wieder so stark beschäftigt – das tut es seit so langer Zeit und eine irgendwie glückliche Lösung ist in einer dermaßen weiten Ferne, daß ich das überflüssig finde; es kostet mich Energie die ich dann für mich, mein Leben und Wichtigeres nicht mehr habe. Aber das ist eben das Leben: es stellt uns unsre Aufgaben, gleichgültig was wir davon halten; nur wenn wir es annehmen können wir wachsen... so versuche ich zu denken, so versuche ich es zu sehen. Und ich kanns in der Nachsorge bearbeiten, das ist eine echte Hilfe und Stütze für mich. Schade daß das nur ein albes Jahr läuft... ich muß dringend anfangen mich um eine Psychotherapie danach zu kümmern, da hab ich geschlampt bislang.

    Von all dem abgesehen gehts mir gut. Als ob ich auf zwei Ebenen funktionieren würde: ich hab einen guten Ausgleich zwischen Aktivität und Entspannung, ernähre mich gesund, meditiere viel, tu etwas für meinen Geist (d.h. beschäftige mich mit mich interessierenden Themen, lese viel), der Geldmangel macht mir nix aus, alles ist im Grunde gut. Und dann immer wieder Liebeskummer dazwischen. Wie Zahnschmerzen an nem schönen Sommertag.

    Vielleicht kann man einfach nicht alles haben...
    Allen im Forum einen ganz lieben Gruß und einen schönen Abend! Frank

    hallo Lena,

    toll daß ich meinen "Sonntagsgruß" damit verbinden kann Dir zu all dem was Du da schreibst zu gratulieren und mich da einfach mal mitzufreuen. Zum Walken hast Du Dir ja genau die richtige Jahreszeit ausgesucht - da spürt man sich!

    LG von Frank

    Guten Morgen TT,

    ein Problem das, glaube ich, sehr viele Menschen haben die lange getrunken und ihre inneren Spannungen mit Alkohol unterdrückt haben ist, daß wir ja durch das Trinken unser Gehirn vollkommen durcheinandergebracht haben indem wir es künstlich mit (erstmal angenehmen) Botenstoffen überschwemmt haben. Die fehlen nun. Das Belohnungszentrum ist durcheinander, alles muß sich erstmal wieder einpendeln und normalisieren – und das dauert seine Zeit...

    Aber es passiert, langsam aber sicher, doch. Ängste auf diesem Weg kenne ich gut (bei mir beziehen sie sich gerne auf meinen Beruf: kann ich das noch? Werde ich versagen? Ist mir der Kontakt zu Anderen zu viel?...etc.pp.), aber KEINE dieser Ängste hat sich bewahrheitet – alles war (und ist, manchmal) pures Kopfkino.

    Meine Erfahrung ist: Trockenbleiben an und für sich führt langfristig dazu, daß sich mehr und mehr auch seelische Gesundheit einstellt, auch, wenn es sich zunächst andersherum anfühlen mag. Ich bin sicher daß es Dir nicht anders gehen wird. Und ich wünsche Dir Mut und Geduld auf diesem Weg – tu Dir soviel Gutes wie Du kannst!

    Einen schönen Sonntag (Regen hin, Wind her) und LG wünscht Frank

    Herzlich willkommen auch von mir! Der Weg, den du da einschlägst, erinnert mich sehr an meinen eigenen im vergangenen Dezember: qualifizierter Entzug und gleich LZT im Blick, und er ist mir sehr gut bekommen. Ich finde super daß Du gleich guckst alle Hilfsangebote auszuschöpfen. Liest sich sehr gut! Wünsch dir Kraft Durchhaltevermögen und eine gute, lehrreiche Zeit dort. LG Frank!

    Hallo deliaaurora,
    daß sich zwischenmenschliche Bindungen mit der Trockenheit eines der Beteiligten verschieben und neu sortiert werden müssen finde ich völlig normal - es ist ja eine einschneidende (und unbedingt positive) Veränderung die da stattgefunden hat.

    Ich denke, an der Akzeptanz, die Du da erfährst oder nicht erfährst kannst Du ablesen wie wichtig Du den Anderen bist. Wenn sie nur die trinkende deliaaurora haben wollen, weil die so schön bequem war, ist das natürlich schlimm.

    Aber bleib bei Dir selbst. Es wird genug Menschen geben die Dich so zu schätzen wissen wie Du bist wenn Du Du selbst bist.

    Ein schönes Wochenende! LG Frank

    Hallo Forum, ruhige, stille Herbsttage hab ich in der letzten Zeit gehabt, mit viel Tee, vielen Büchern und viel Ruhe. Meine liebste Jahreszeit, egal ob ich´s mir drinnen nett mache oder mir unterm Regenschirm den Wind und den Regen um die Nase pusten lasse. Ich weiß es sehr zu schätzen, noch vier Wochen bloß kurze Tage zu arbeiten - ich komm nach und nach wieder in die alten Routinen, überprüfe sie aber auch viel mehr als früher darauf ob sie sich ok anfühlen für mich -, und heute kommt mein mittleres Kind. Mal gucken ob ich es schaffe einen 14-Jährigen zu einem Regenspaziergang zu animieren (Wahrscheinlichkeit unter 25% schätz ich mal), sonst machen wir es uns anderweitig nett...

    Allen einen schönen Samstag! LG Frank

    Hallo TT,

    ich wollt Dir ja eigentlich schon früher schreiben aber ich hatte ein paar Probleme mit meinem vorsintflutlichem Internet... egal jetzt funktioniert´s.

    Du schriebst: „Ich merke ja, dass das was ich manchmal so über mich denke, schon fast Körperverletzung ist. Es gibt keinen Menschen über den ich so streng urteile, wie über mich. Glaube, dass ist sehr ungesund.“ Das ist in der Tat nicht gesund; vor allem, weil Du – wie ich es rauslese – weniger über den Menschen urteilst, der Du jetzt bist und mehr über die frühere, trinkende TT. Dabei kann natürlich schnell aus dem Blick geraten, was Du alles schon erreicht hast in den Monaten Deiner Trockenheit, ganz banal für Deine Gesundheit, aber auch an Kraft, die Probleme, die aus der nassen Zeit übriggeblieben sind, nun anzugehen. Und das ist doch sehr sehr viel – es sollte in Dein Selbstbild einfließen, ganz einfach weil Du das verdient hast.

    Ein Leben oder weite Teile davon zu „reparieren“ dauert eben ziemlich lange; um so wichtiger ist es, die kleinen Schritte auf dem langen Weg sehen und wertschätzen zu können (ich hab dabei immer wieder tolle Inspirationen in dem, was silberkralle so schreibt gefunden, vor allem wenn er schildert wie er sich über die Natur freuen kann). Bei mir selbst ist es z.B. so, daß ich nach Jahren, in denen ich das nicht mehr konnte weil ich immer betrunken oder verkatert oder todmüde war, wieder lesen kann – eine meiner größten Leidenschaften (und auch so eine Tätigkeit, während der das Grübeln, das mir auch gut bekannt ist, keine Chance hat – wie bei Dir vielleicht während des Hörbuchhörens).

    Achtsamkeitsübungen helfen nicht so sehr dabei, „anders“ zu denken. Aber sie helfen dabei, sich nicht mehr so sehr im Gestrüpp der eigenen Gedanken und Grübeleien zu verfangen, sie erleichtern es, sich aus den negativen Gedanken heraus immer wieder mehr in der tatsächlichen Realität zu verankern und nicht hilflos in einem destruktiven Gedankensumpf zu versinken. Dieses Versinken passiert mir auch heute noch immer mal wieder... aber ich merke es schneller und kann leichter wieder daraus hervorkommen.

    Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal mit dem Thema „Meditation“ in Kontakt gekommen bin geschah das über ein Buch, das ich heute noch als wertvoll empfinde – nix Buddhistisches oder überhaupt nur in weiterem Sinne Religiöses. Es wurde von zwei Hamburger Psychotherapeuten geschrieben, Lütz Schwäbisch und Martin Siems, und heißt „Selbstentfaltung durch Meditation“. Vielleicht hilft Dir das ein bißchen weiter, es steht auch sonst viel Wissenswertes und Wertvolles darüber drin wie wir Menschen ticken und welche beinahe unerschöpflichen Entwicklungspotentiale wir alle haben wenn wir uns nicht in letztlich irrealen Gedankenketten verirren.

    Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg der sich so sehr lohnt! LG Frank

    Hallo BC, das tut mir sehr leid. Aber: deine Worte zeugen auch von einer inneren Stärke, von der ich noch ein ganzes Stück entfernt bin und für die Du sicherlich sehr viel getan hast. Das mag das Gute im Schlechten sein.. Ich wünsche Dir daß bald schönere Zeiten kommen - und ich bin sicher daß wird so sein. LG Frank