Beiträge von garcia

    Hallo Manu,

    Verletzende oder gar "vernichtende" Worte lehne ich ab. Abgrenzung kann ja auch auf eine konstruktive und hilfreiche Weise geschehen, das muß sie sogar.

    Ob es Menschen gibt die erst durch eine Therapie in den Stand versetzt werden von Selbsthilfe profitieren zu können... das ist eine schwierige Frage, zumal ja auch Therapie kein Allheilmittel ist; aber wenn ich so darüber nachdenke würde ich schon sagen, ja, das gibt es. Selbsthilfe braucht schon ein gewisses Maß an innerer Stärke um sie annehmen zu können. Ich glaub schon daß es Menschen gibt die, um dieses Maß entwickeln zu können, professionelle Hilfe brauchen. LG

    Hallo Manu, du schreibst: "Ich finde, dass ein Mensch auch dann respektiert werden muss, wenn er im Sinn hat, sich selbst zu
    vernichten".

    Ich gebe dir absolut recht. Therapeuten sollen und müssen so denken und agieren. Nur ist das hier Selbsthilfe; und Selbst Betroffene müssen sich von dem Ansinnen sich selbst zu vernichten abgrenzen. Sonst bricht hier alles zusammen.

    Heißt für mich: wer "im Sinn hat sich selbst zu vernichten" ist hier falsch; er sollte sich therapeutische Unterstützung suchen. Das kriegen wir hier nicht hin. Das ist die Grenze eines solchen Forums und eine Grenze von Selbsthilfe überhaupt.

    Aber ihm gebührt Respekt da er ein Mensch ist. Das seh ich auch so. LG

    Hallo hercule, bei mir wars so:
    Ganz am Anfang hatte ich Einschlafprobleme. Lag bis halb 4 wach. Dann hatte ich lange ein Tief am Tag und war so ab 13 14 Uhr unglaublich müde. Da ich krankgeschrieben war hab ich mir einen Mittagsschlaf gegönnt - bis ich merkte daß das meinem Nachtschlaf nicht guttat.

    Ich glaube das sind alles Anpassungsprobleme die sich wieder legen - was aber Monate dauern kann; sei froh daß es am Tag ok ist bei dir, hab Geduld und genieß die positiven Folgen der Trockenheit, würd ich sagen. LG Frano

    Marion, ich wünsch dir gute Besserung. Pack dich warm ein, laß dich verwöhnen, verwöhn dich selbst und werd in deinem Tempo gesund! (Kranksein kann ja was haben find ich wenn man genießen kann daß der Körper mal ne Pause verordnet)... Gute Besserung! Frank

    Hallo deliaaurora,
    für die Chance deinem Ex aus dem Weg gehen zu können kann ich dich beglückwünschen... ich hab sie nicht... das Problem für mich ist daß ich (was ich jetzt erst merkte) diese Frau irgendwie immer noch "liebe" (die Anführungszeichen waren bewußt - jedenfalls sind starke Gefühle). Lob mich nicht zu sehr. Manchmal bin ich gedanklich stark (also auch im Schreiben hier) aber im Handeln eben nicht, da paddle ich ziemlich... dank für dein Feedback es hat mir sehr gutgetan.
    @alle: ich hab gerad den erweiterten Forenzugang beantragt und bin aehr gespannt auf das was mich da erwartet. LG!

    Was du schreibst klingt wunderbar. Und, was ich loswerden möchte: ich bewundere deinen Mut: eine mögliche Veränderung so am Schopf zubpacken und durchzuziehen. Manchmal wünsch ich mir diesen Mut auch für mich. Manchmal hab ichs Gefühl ich bewege mich darauf zu... aber erreiche es nicht... vielleicht bringt mich das Älterwerden dem ja näher, wenn ja gehörst du zu den Faktoren die mir weitergeholfen haben... jedenfalls: HOCHACHTUNG! LG

    ...tschuldigung bin verfrüht auf den Absendebutton geraten --- mitmHandy passiert das...
    Also: Anfänger stehn am Anfang. Ihr Langzeitler habt sehr sehr viel gelernt. Aber das war ja nicht nur ein Erlernen von Faktenwissen, sondern mehr ein emotionales Wachstum gegen einen Haufen innerer Widerstände, sicher oft genug schmerzhaft und hart erarbeitet. Nun präsentiert ihr den Neulingen die Früchte... aber um die wertschätzen zu können braucht es eben diesen langen emotionalen und schweren Weg, auf dem vor allem auch ein Abschied von dem eigenen Selbstbild (oder Teilen davon) liegt, ein Drangeben von Teilen der eignen Identität, das Erleben und Aushalten von Schmerzen aller Art.

    Ist es da verwunderlich daß die Reaktionen nicht immer danlbar sind: "Ah ja so geht das?", daß bequeme Abkürzungen gesucht und ausprobiert werden, daß den Überbringern schlechter Nachrichten - den Langtrockenen "So einfach ists nicht, du wirst dich von liebgewordenen Lebenslügen verabschieden müssen...", daß diesen erstmal oft Unverständnis und Ablehmung entgegengebracht wird?


    Ich find das normal. Mir gings am Anfang nicht anders.

    Ich bin jetzt seit einem Dreivierteljahr hier im Forum. Dich hab ich jetzt erst "kennengelernt", schade, hätt ich gern früher... aber besser jetzt als nie. Ich hoffe mehr von dir zu lesen.

    Ich wünsche den Langzeittrockenen daß sie die Geduld und Kraft auch weiter aufbringen, ihre "Früchte" zu präsentieren, auch wenn das von Neulingen ab und an als Zumutung verstanden wird. Ging auch mir schon so. Und 3,4 Monate später ging mir dann ein Licht auf - und die Saat ging auf...

    Seid nicht bequem. Aber habt Geduld. Neulinge brauchen Zeit. Keiner weiß das besser als ihr. Nä? ---LGFrank

    ...tschuldigung bin verfrüht auf den Absendebutton geraten --- mitmHandy passiert das...
    Also: Anfänger stehn am Anfang. Ihr Langzeitler habt sehr sehr viel gelernt. Aber das war ja nicht nur ein Erlernen von Faktenwissen, sondern mehr ein emotionales Wachstum gegen einen Haufen innerer Widerstände, sicher oft genug schmerzhaft und hart erarbeitet. Nun präsentiert ihr den Neulingen die Früchte... aber um die wertschätzen zu können braucht es eben diesen langen emotionalen und schweren Weg, auf dem vor allem auch ein Abschied von dem eigenen Selbstbild (oder Teilen davon) liegt, ein Drangeben von Teilen der eignen Identität, das Erleben und Aushalten von Schmerzen aller Art.

    Ist es da verwunderlich daß die Reaktionen nicht immer danlbar sind: "Ah ja so geht das?", daß bequeme Abkürzungen gesucht und ausprobiert werden, daß den Überbringern schlechter Nachrichten - den Langtrockenen "So einfach ists nicht, du wirst dich von liebgewordenen Lebenslügen verabschieden müssen...", daß diesen erstmal oft Unverständnis und Ablehmung entgegengebracht wird?

    Ich find das normal. Mir gings am Anfang nicht anders.

    Maria, du hattest dir Gedanken darüber gemacht warum Äußerungen der Langzeittrockenen hier im Forum von sog. "Frischlingen" häufig als Kritik (miß)verstanden werden. Ich wollt dazu was schreiben - fing ja hier auch als Anfänger an und bin jetzt keineswegs langzeittrocken aber doch auch nicht mehr ganz am Anfang.

    Ich glaube daß der Grund für diese Mißverständnisse - so banal das klingt - einfach daran liegt: Anfänger stehen am Anfang

    Marion und Matthias, vielen Dank für Eure guten Wünsche!

    Tja heute hab ich also zum ersten Mal seit neun Monaten in meinen Arbeitsplatz "reingeschnuppert" (für alle die dies noch nicht so lange mitlesen, ich arbeite in einem Wohnhaus für 24 Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung, auch viel Pflege ist dabei - Rollstuhlfahrer, Bettlägerige, alte Menschen). Mein Ersteindruck ist zwiespältig.

    Ich hab gemerkt daß ich nach der langen Abwesenheit einen ganz anderen Blick auf dieses Haus habe, einen "Außenblick" gewissermaßen; vieles, was mir, solange ich Jahr um Jahr dort beschäftigt war, ganz normal vorgekommen ist kommt mir jetzt ganz anders vor. Ich bin eben nicht mehr im Elfenbeinturm; und die Frage ob diese Tätigkeit - oder jedenfalls manche Aspekte davon - für mich und mein Leben noch das Richtige ist wird mich noch sehr intensiv und lange beschäftigen.

    Auf einiges habe ich wieder Lust, es reizt mich und ich habe Motivation und Interesse. Andere Aspekte der Tätigkeit dort schrecken mich ab, es gibt Dinge, von denen ich das Gefühl habe: "Nee das willst du nicht mehr. Das hast du lange genug gemacht". Aber in diesem Beruf gibts halt nur das Gesamtpaket... ich kann mir nicht nur die Schokostückchen raussuchen...

    Für eine Gesamtbewertung ist es zu früh. Außerdem gibts ja die Gespräche über eine Veränderung innerhalb der Firma, die demnächst weiterlaufen werden.

    Mir gehts ganz gut jetzt (Rückenzwicken mal ausgenommen), aber eines ist mir sehr klargeworden heute: ich werde verdammt gut auf mich aufpassen müssen.

    Selbstausbeutung ist in sozialen Berufsfeldern immer nah und ihnen fast schon immanent. Da gegenzuhalten ist nicht einfach - aber für mich absolut unerläßlich.

    Auf sich zu achten ist ja (finde ich) sowas wie der Grundbaustein auf dem die andren Grundbausteine aufbauen... und darin war ich früher nicht besonders gut (Co-Anteile!), da lern ich noch.

    Und daß ich dort der Exbeziehung unter der ich so gelitten hatte früher oder später auch wieder über den Weg laufen werde beschäftigt mich auch: mehr als ich gehofft hatte... es ist eben nix je weg, es kann nur verarbeitet werden umd dazu muß man Schmerzen aushalten.

    Also viel zu tun im Hause Garcia.

    Allen einen schönen Abend wünscht - Frank

    Hallo Maria, du schreibst:
    Ich möchte zum Nachdenken anregen & nicht kritisieren. Dennoch scheint es oft als Kritik empfunden zu werden und aufzubürsten, wenn länger Trockene was von sich geben, das aufmerksam machen soll oder was zum Hinterfragen dient.

    Warum ist das so?

    Ich hab da ein paar Ideen zu. Ich antworte aber morgen da ich heut abend recht müde bin... hab morgen meinen ersten Dienst nach 9 Monaten, hatt heut Gruppe etc.pp., aber mir fällt schon einiges ein warum ihr "Langzeitler" z.Zt. eher abschreckt als hilfreich rüberkommt in diesem Forum. Also ich werd versuchen was dazu zu sagen wenn ich wacher bin ok? Bis dahin wünsch ich alles Gute und LG. Frank

    ja, deliaaurora, und dein Ex müßte seine Tür eben selber aufmachen, das kann ihm niemand abnehmen...

    Gratulation zu deiner erfolgreichen beruflichen Entwicklung!

    Über Sinn und Nichtsinn von Antidepressiva mit einem Facharzt zu sprechen ist, glaub ich, die einzig sinnvolle Lösung; es kommt ja immer auf den individuellen Fall an. Bei Depressionen gilt eigentlich eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten als der beste Weg - frag ihn. Schön daß du so schbell einen Termin bekommen konntest!

    LG Frank

    Hi Marion, hi Forum,
    Tja, die letzten 3 Tage...
    heute war ich schon einmal kurz auf Besuch auf meiner Arbeitsstätte (meine Chefin mußte das Formular zur Wiedereingliederung für die Krankenkasse unterschreiben) und habe bei der Gelegenheit schon ein paar Kollegen/innen kurz wiedergesehen; außerdem haben wir die Dienstzeiten für die ersten paar Tage festgelegt. Ich denke ich werde da ganz sanft nach und nach wieder reinkommen. Und jetzt geh ich zu meinem wöchentlichen Einzelgespräch und werde danach mal wieder einen langsamen, leichten Lauf probieren -- der Rücken ist soweit wieder in Ordnung und ich werd alles dafür tun daß das auch möglichst so bleibt.
    LG!

    Hallo Lena,
    ich hoffe es geht Dir weiterhin gut auf Deinem langsamen, reflektierten, auf Dich achtenden und darum so gesund wirkenden Weg und Du kannst das nochmal sommerliche Wetter genießen - so wie ich meine letzten freien Tage, am Donnerstag fange ich langsam wieder an zu arbeiten (und freue michnmehr darauf als daß ich nervös bin). Ganz lieben Gruß aus Hamburg! Frank

    Hallo Correns & Marion,
    das sind gute Ideen wenns euch nach Hamburg verschlägt. Marion was ist denn das für ein Seminar? -- Heut war ich beim Arzt. Am Donnerstag fang ich wieder an zu arbeiten. Er sagte Laufen sei auch für den Rücken eine sehr gute Sache (ich hab jetzt keine Schmerzen mehr), wichtig seien Schuhe mit einer guten Dämpfung. Ich mach erstmal noch 6 mal Krankengymn. und dann Rückenaufbau auf Rezept. Zur Zeit gehts mir seelisch sehr gut, bin ausgeglichen und hab Kraft... vielleicht ists der Herbst der tut mir immer gut. LG

    Hallo Lena, die treulose Tomate bin ich denn ich hab ja Sonntag garnix geschrieben... aber jetzt gratuliere ich dir ganz ganz herzlich zu deinen 9 Monaten Trockenheit. Ich finde klasse wie du all das angehst: Stück für Stück in deinem eigenen Tempo und gründlich. Davon lerne ich mit. Ich wünsche dir schöne Tage! LG Frank

    Es ist schwer zu raten deliaaurora; aber ich finde du hast jedes Recht dich jetzt um dich selbst zu kümmern, und zwar ohne Gewissensbisse. Dein Ex ist erwachsen, er ist unter ärztlicher Betreuung, er ist dein Ex und nicht dein Partner und außerdem finde ich daß Selbstmorddrohungen eine sehr üble emotionale Erpressung sind. Ich wünsch Dir von Herzen viel Kraft. Für DEINEN Weg. LG Frank

    Hallo Forum, hallo !
    Ja, ich bin ok. Heute hatte ich wieder einmal ein Einzelgespräch im Rahmen der Nachsorge und danach das immer wieder verschobene Erstinterview mit der dortigen Ärztin; mit der hatte ich ein sehr gutes Gespräch wegen meiner Rückenbescherden, die mir ja einmal wegen des Laufens Kummer machen und zum Andren auch deswegen, weil ich mich nicht so richtig belastbar fühle wenn ich an den Wiedereinstieg in den Beruf denke. Sie hat mich in meiner Vermutung bestärkt, daß es besser ist, das Laufen für eine Zeitlang an den Nagel zu hängen und mich erst einmal um den Aiufbau einer tragfähigen Rückenmuskulatur zu kümmern (hey Correns liest du mit? Dein Reden...) wenn ich jetzt am Donnerstag zu meinem Hausarzt gehe um die Wiedereingliederung festzumachen lasse ich mir Rehasport verschreiben. Die Ärztin meinte daß dem Laufen, wenn ich das drei vier Monate konsequent durchziehe, dann nichts mehr entgegenstehen sollte. Das sind doch mal gute Informationen -- obwohl ich mich sooo drauf gefreut hatte, im Herbst zu laufen (ich liebe den Herbst sehr, Frühling und Herbst sind mir lieber als Sommer und Winter), aber naja. Neue Ziele neues Glück.

    Die Schmerzen sind jetzt wesentlich besser, und seelisch gehts mir gut: erholt, entspannt und die Lust wieder zu arbeiten überwiegt die (wohl ganz normale) Nervosität bei Weitem.

    Ich wünsche allen hier einen angenehmen, sonnigen und trockenen Sommertag! Viele werden nicht mehr folgen... genießt es. LG!

    Hallo deliaaurora, schön daß es dir wieder besser geht!

    Ich glaube mit dem Satz, daß Wille allein nicht reiche ist gemeint daß es nicht ausreicht nur mit Willenskraft gegen Suchtdruck anzugehen - das mag eine Zeitlang klappen aber ohne sich Stück für Stück ein anderes, trockenes Leben aufzubauen wird man dann allzuleicht doch irgendwann wieder überwältigt. Nur Verzicht ist ja noch kein Gewinn. Ein zufriedenes trockenes Leben beinhaltet - für mich - , daß ich mir immer mehr positive Denk- und Handlungsweisen aneigne und destruktive Dinge in mir (und von denen gibts ne Menge nach der jahrzehntelangen Trinkerei)wahrnehme und in Frage stelle. Es ist eigentlich ein allmähliger Umbau weiter Teile des Lebens. Da kommen Sachen wieder zum Vorschein, da muß ich Dinge rausschmeißen, da muß ich mich auf ganz Neues einlassen...

    Das alles erfordert manchmal ganz schön viel Willenskraft. Aber damit bau ich mir was auf. Wille der nur darauf abzielt ein Verhalten zu vermeiden erlahmte bei mir immer irgendwann... und ich trank wieder...

    Einen schönen Abend außerhalb des Krankenhauses! LG