Beiträge von garcia

    Heute war ein besserer Tag als.die vergangenen; ein schöner Morgen mit meiner Tochter, ein schöner Nachmittag mit meinem Kleinsten, ein schöner Film am Abend. Es ist doch die Geduld die trägt - und mein Rücken entkrampft sich auch allmählig. Allen einen friedlichen entspannten Abend!

    Zum Thema „Veränderungen“ fallen mir immer zuerst die beiden manchmal so weit auseinanderfallenden Ebenen ein auf denen Veränderungen sich ereignen können. Es gibt ja einmal die Veränderungen, die ich mir wünsche, die mir notwendig erscheinen, auf die ich hoffe. Auf die kann ich hinarbeiten, innerlich – durch Achtsamkeit, In-mich-hineinhorchen, Reflektieren meiner Gedanken und Gefühle -, oder äußerlich, indem ich die Dinge angehe, die ich stets (und vor allem in und durch die Trinkzeiten) hinausgeschoben, verdrängt und vermieden habe.
    Daneben gibt es aber auch immer die Veränderungen, die in der Außenwelt stattfinden, die mir geschehen und die meine Lebensbedingungen verändern – zum Guten wie zum Schlechten. Manches kann ich steuern oder doch wenigstens beeinflussen; manches liegt ganz außerhalb meiner Kontrolle. Was kann ich tun, wenn die Gesundheit nicht so mitspielt wie ich es mir vorgestellt habe? Der Arbeitgeber pleite geht? Die Kinder krank werden? Macht mich ein Lottogewinn freier und unabhängiger, gar glücklich? Oder doch leichtsinnig, unvorsichtig und oberflächlich?

    Darum finde ich mich immer in einem Spannungsfeld zwischen dem, was ich gestalten und erreichen möchte und dem, was mir an Veränderungen von Außen bereitgestellt wird. Eigentlich ist es ja so, daß es im Leben gar nichts gibt außer Veränderungen. Das auszuhalten erfordert manchmal eine Stärke, die ich viele Jahre nicht hatte; vieles an meinem Trinken hatte damit zu tun, Veränderungen auszuweichen (seien sie nun äußerer Art oder innere Notwendigkeiten), hatte damit zu tun, mich und die Welt anzuhalten, einzufrieren und zum Schweigen zu bringen. Das war lebensfeindlich, denn nur was sich verändert lebt. Es war, sozusagen, Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

    Was ist da zu tun? Ich kenne keinen besseren Satz mit diesem Spannungsfeld umzugehen als den alten Spruch von der Notwendigkeit -- die Kraft zu entwickeln, zu verändern was man verändern kann; der Notwendigkeit -- die Gelassenheit zu entwickeln, zu akzeptieren was man nicht verändern kann; und der Notwendigkeit -- die Klugheit, den Blick dafür zu entwickeln, das Eine vom Andren zu unterscheiden. Ich weiß nicht, wo der Ursprung dieses Spruches liegt, aber ich glaube er ist schon sehr alt. Er wird schon bei den alten Ägyptern gültig gewesen sein (die es vielleicht anders ausgedrückt haben); er hat etwas Universales. Wenn alles Veränderung ist bleibt nur diese Mischung aus Gelassenheit, Tatkraft und Klugheit, um Veränderungen (mit-)gestalten zu können, ohne sie zu fliehen oder unter die Räder zu kommen. Und dann ist Leben lebendig (nicht immer einfach, nicht immer schön, aber lebendig). LG

    also ich lese abends irre viel in letzter Zeit... guck gern n guten Film... geh auch im Dunklen gern nochmal spazieren... und mag gernmal heiß baden (Sommer ist ja vorbei), oder ein Mix aus alldem quer durcheinander. Da ist ja jeder anders... LG Frank

    Hallo Marion, hallo Forum!
    Mir gehts so la-la. Der Rücken tut immer noch weh (allerdings nicht mehr so stark wie Mitte der Woche), die Muskulatur im unteren Rückenbereich ist halt reichlich verspannt. Das macht Laufen z.Zt. unmöglich (was schade ist denn ich kann nach den paar Wochen wohl von vorn anfangen), wenns Montag nicht besser ist schickt mein Arzt mich noch einmal zum Orthopäden, sicherheitshalber. Positiv ist nur daß das Ganze mit der OP nichts zu tun hat, es handelt sich also um keinen realen Schaden - aber auch "nur" Verspannungen können recht nervig sein.
    Was mich an der Situation mehr belastet ist, daß dies gerade im Vorfeld der Wiedereingliederung passiert - zu einem Zeitpunkt an dem ich mich eigentlich prima darauf eingestellt hatte ab dem 17. wieder zu arbeiten. Dies habe ich auch weiterhin vor. Es wird einfach Zeit dieses "Rentnerdasein" zu beenden und wieder aktiver zu werden; auch wenn das ein ungewohntes Gefühl ist freue ich mich doch darauf und habe Energie dafür. Und nun droht mir mein Körper einen Streich zu spielen...
    Aber jammern hilft nichts. Ich guck daß es mir gut geht, bewege mich viel aber sanft und halt den Rücken warm. Auf mehr hab ich ja eh keinen Einfluß, aber was ich tun kann tu ich.
    Morgen kommt meine Tochter zum Frühstück, darauf freue ich mich sehr da wir uns nicht ganz so regelmäßig sehen wie ich und die Jungs.
    LG und danke für die guten Wünsche! Frank

    Hallo Gia, ich kann nur von mir sprechen. Wenn ich beispielsweise an einem heißen Sommertag mir ein schönes kaltes Bier zum Feierabend gönnen würde -- dann hätte ich keine Wahl mehr, es würden sechs oder acht daraus und am nächsten Morgen würde ich weitertrinken. Ich würde immer so weitermachen bis ich eher früher als später einen frühen Tod sterben würde. Weil es eben eine Sucht ist. Wo Sucht im Spiel ist ist es mit dem Genuß vorbei... Du schreibst ja selbst von "wochenlangem Durchsaufen".Ja ich glaube, ein trockenes Leben kann sehr befriedigend sein. Aber man muß dazu sehr viel in sich "umbauen" und sich von Grund auf verändern und das dauert. Wenn du dich nüchtern ausgegrenzt fühlst hast du vielleicht die falschen Menschen um dich... Magst du mehr von dir erzählen?

    Hi Sissi: versuchs (so komisch es klingt) als Chance zu sehen, als Chance zu gucken was da absolut nicht in Ordnung war in dir und deinem Leben. Positiv ist daß du nicht resignierst und aufgibst und einfach weitertrinkst. Da ist also eine Stärke. Bau auf die. Es gibt jetzt eine Menge zu lernen. Ich wünsch dir gaaaanz viel Kraft und die Einsicht daß du nun auch kein schlechterer Mensch bist - denn das bist du nicht. Ganz lieben Gruß! Frank

    Hi Marion... "Rückenmassage" klingt sehr sehr gut -- aber Hamburg ist n büschn weit weg nä?! Könnt dir ja nichtmal die Fahrtkosten erstatten *schmunzel* ... nee im Ernst: du hast ja Recht in Allem was du sagst. Ich muß das eben nur lernen das so.zu sehn. Wird schon. Bloß ums Laufen ists schade es tat mir so gut. Aber "Lebbe geht weiter", guter Satz das... es wird werden so oder so. LG

    Liebe TT, ich kann dich gut verstehen. Ich hab auch keine Menschen mehr. Die Meisten tranken auch und sie sind weg. Die Andren haben selten Zeit. Ich wollt laufen - ich hab mir soo viel davon versprochen -- nun streikt mein Rücken. Vorbei... Ich muß alles auch allein aushalten. Was mit meim Job wird weiß ich nicht. Nix geht. Aber zumindest... kann ich all das aushalten ohne mich mit Alk zu betäuben... das ist nicht viel aber es ist das was ich hab. Ich kann dir nix dolles sagen als Trost aber doch eines: wenn ichs schon aushalten muß dann mach ichs immerhin OHNE BETÄUBUNG und das ist besser als nix. Ganz lieben Gruß --- ich glaub es lohnt sich am Ende doch GESUND zu sein

    Hi Poster!
    Ich sehs so: schreib mehr oder laß es. Wenn du mehr schreibst wärs für mich persönlich n Gewinn und würd mich freun. Wie silberkralle irgendwann mal schrieb:"bissl militant aber gesund" oder so... vielleicht brauchts Forum ab und an mal ne "Reizfigur"? Manchmal nimmt das Supereinfühlsame ja viel Platz ein (was auf seine Art ok ist) bloß: ich mag die bunte Mischung... aber ich find: machs wies für dich gut ist. Jedenfalls schön daß du mal wieder da warst. Und alles Gute!

    Hallo Correns,
    das mit dem gezielten Rückentraining werde ich beherzigen. Enttäuschend ist für mich die Laufpause weil.sie ganz am Anfang kommt, wo ich mir gerade eine Grundfitness aufbauen wollte... nun muß ich wohl bei Null wieder anfangen.
    @Forum: heut gings mir etwas besser aber nicht gut. Blöd ist daß dieses Totalversagen vom Rücken eben ein richtig großer Rückschlag ist; ich dachte ich kann jetzt durchstarten aber nee... wieder alles wie vor nem Jahr OP hin oder her... auch das ist eben etwas womit es klarzukommen gilt. Ein Stolperstein an dem ich entweder zerbrech oder wachse - hab mich fürs Wachsen entschieden. Dazu gibts keine Alternative.
    Marylou : obs psychisch ist darüber denk ich nach -- sicher nicht NUR aber ich will Anteile nicht von der Hand weisen, vielleicht will mir mein Körper was sagen. Da hast recht, dank dir
    LG an alle

    Hi ML, das sind genau die Schmerzen die ich seit Jahren immer wieder hab. Mitm Laufen hats nichts zu tun. Ich dachte mit der OP seis vorbei... nix da. Heut waren sie immer noch so daß ich 5 min zum Aufstehen brauchte. Und den Tag liegend verbring mit guten Bùchern. Was ja ok wär wenn nicht eigentlich Lauftag wär (daran ist nicht zu denken)... was mir Kopfzerbrechen bereitet ist daß ich ja in 2 Wochen wieder arbeiten will. Und ich WILL das. Aber nun hab ich das Gefühl mein Körper läßt mich im Stich... na mal sehn. Wenns morgen nicht ok ist bin ich beim Arzt - wobei ja ne konkrete Diagnose bei Rücken einer Papstaudienz gleichkommt. Also Lesetag und hoffen. LG

    Marion ich hab nicht sagen.wollen "laß das", im Gegenteil... ich wollt nur erklären warum ich zu "Liebe" nicht viel schreib im Moment. Genieß es und sei ein bißchen vorsichtig würd ich sagen... wie gesagt es scheint doch was Gutes zu sein. -- sag mal wenn du damals getrunken hast und du ihn verletzt hast ("ungestraft") - bist du "Co"? Oder nicht eher er? Sich verletzen lassen von jemandem ohne die eignen Grenzen wahrzunehmen klingt für mich sehr danach als wenn er der Co ist... könnt ihr vielleicht mal drüber sprechen um euch als Paar besser zu schützen. Ich wünsch T&M VIEL GLÜCK!

    Hi Kolibri - du schreibst: "ist staendiges gruebeln oder tiefes nachdenken
    vielleicht schon der anfang?" (Für ne Depression...) Das ist ja n Riesenunterschied. Das Nachdenken führt dich in die Tiefe. Gut!! Das Grübeln nur im Kreis... was zu depressiven Zuständen führen kann ohne das schon zu sein... schlecht denk ich... LG

    Hallo Lena, meine "Sonntagsgrüße" kommen ja manchmal recht spät... hatst du ne gute Woche und gehts dir gut? Ich hoff das sehr. Wenn du mal schreibst freu ich mich. Wenn nicht ists voll ok. Aber ohne nen ganz lieben Gruß laß ich dich nicht in die neue Woche rein! also: viel Kraft und Spaß, Frank

    Hi Marion -- für mich ist "Liebe" nix schönes sondern was bittres gewesen seit einiger Zeit und das hallt nach. Aber schön zu lesen ist daß das nicht so sein muß (gut für mich - da wird man nicht kirre...). Paß auf den Barolo auf wenn er ne Gefahr sein sollte und genieß was sich (halbwegs?) gefahrlos genießen läßt. Toll wenns geht! Das ist was Gutes. Drück dir die Daumen dafür! Frank

    Also wenn diese Faustformel stimmen würd diente ich längst den Rosen als Dünger bis ich wieder trocken bin... aber es ist schon eine längere Zeit denk ich, ein paar Jahre. Aber: wenn man nicht nur aufs Ergebnis starrt merkt man doch auch daß jeder Schritt für sich lohnt. Daß das Leben sich auch nach einigen Monaten anders und besser anfühlt als mans seit Jahren kannte. Nach einigen Jahren vielleicht besser als mans sich je vorstellen konnte. Und das trägt weiter. -- Ich find auch wie Martin zu gehsts gut an. Viel Kraft! und LG

    Tja mit den Kids wars nett. Dafür hab ich seitm Nachmittag wieder mal fiese Rückenschmerzen... manchmal kommen sie wieder und dann ist der ganze untere Rücken blockiert. Naja für Tatort aufm Sofa reichts und nach ner Nacht im Bett ists meist wieder ok. Will nicht meckern andre sitzen im Rollstuhl... und seelisch ists ganz ok daher: gutnacht ans Forum träumt alle was schönes *aua* LG

    Hi ,
    Tja n Stadtteilfest ist wohl ähnlich wie n Dorffest (Hamburg ist keine Großstadt sondern eine Ansammlung vieler Dörfer die sich Stadtteile nennen...); Freßmeile, in diesem Fall war viel Straßenakrobatik und Kleinkunst dabei. Zum Abend hin wird da auch getrunken aber wir waren früh da, war noch Cola- und Bratwurstzeit. Aber das Gerauche, puuh, da bin ich boch extrem empfindlich... Wenns nicht um die Kinder geht geh ich nie auf Feste. Mag weder Menschenmengen noch Lautstärke. Mich findst im Wald nicht aufm Jahrmarkt - oder im Kino - oder zuhaus. LG

    Ja mein großer Sohn hats geschafft, allerdings kann ich jetzt nur kurz schreiben da er sich zur Belohnung für heut abend den Laptop geschnappt hat... ich und die Kinder hatten einen schönen Tag mit Besuch von nem Stadtteilfest und Film gucken und Pizza machen. Abds war ich laufen und nun werd ich mich mit müden Füßen ins Bett zurückziehen und gemütlich lesen. - Gestern war ich beim Arzt, ab 17.9. werd ich wieder arbeiten. Und das ist gut so, sosehr ich mich ans Freihaben gewöhnt hab. LG