1987? Das ist ja schon bisschen her. ![]()
Beiträge von Dante
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Moin Petter,
üble Geschichte.

Ich weiß ja nicht, bei welcher Fa. du gerade arbeitest. Bei DB Regio sollte es aber so sein, dass der AG dir Betroffenengespräche anbietet.
Hilfestellung gibt es auch bei der ias, der "Bahnarztfirma" der DB.
Außerdem bietet auch unsere Gewerkschaft EVG so etwas an.Einfach nach drei Wochen wieder in den Führerstand steigen wäre nicht angebracht, wenn dich das so belastet. Es gibt Kollegen, die sind da anders drauf (oder tun zumindest so), aber die sind nicht der Maßstab.
Hol dir am besten Hilfe von Kollegen, denen das auch so ergangen ist. Such das Gespräch.
Im Übrigen: Schön, mal wieder was von dir zu lesen. Habe ich schon mal geschrieben, dass du mir hier abgehst?

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Tröste dich. In meinem Text wimmelt es auch von Satzbau- & grammatischen Fehlern. Das bleibt nicht aus, wenn man einen langen Text auf die Schnelle hinklatscht & keine Zeit fürs Korrekturlesen hat.
& das ist auch ein gutes Beispiel für die Selbsteinschätzung des eigenen Gefühlslebens: Früher hätte mich das sowas von gewurmt, solche Fehler zu machen. Heute ist das ein klein wenig anders.
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Oh, dankeschön!

Wo soll ich anfangen? Das ist ja alles schon ziemlich lange her....
Meine Trockenheit geht ja fast synchron mit meiner Partnerschaft, & die hat sehr viel mit meiner Empathiefähigkeit, vor allem aber mit damit zu tun, überhaupt erst in der Lage zu sein, die eigenen Bedürfnisse als solche wahrzunehmen.
Da ich, geprägt durch meine Erziehung, sehr früh gelernt habe, sämtliche Probleme des Lebens mit mir selbst auszumachen, war ich gleichzeitig natürlich nicht in der Lage, andere mit ihrem Gefühlsleben angemessen einzuschätzen. Fast alles wurde dem äußeren Zwang untergeordnet & bewertet; was darüber hinaus möglich war, "gönnte" man sich. Alkohol war beim "Gönnen" das alltägliche & stets verfügbare, & es war scheinbar kein Problem, das Trinkverhalten dem Alltag anzupassen.Die Ahnung, dass mit meinem Trinkverhalten etwas nicht stimmte, hatte ich schon früh in den 90ern, den Änderungsbedarf erkannte ich etwa fünf Jahre später zum Ende der Dekade. Richtig als Alkoholiker schätzte ich mich seit Anfang des Jahrhunderts ein, & als im Jahre 2006 eine Kollegin mir wegen meiner Alkoholfahne den Dienst nicht übergeben wollte, habe ich diese Zäsur zum Anlass für den Ausstieg genommen.
Eine Therapie hatte ich schon im Jahre 2004, & da war das Thema Alkohol recht bald vordergründig, wenn es sich auch nicht um eine Entwöhnungstherapie handelte.
Die Zweifel an meiner Therapiefähigkeit ist wohl zum einen dem Erfolgszwang zu verdanken, mit dem man so etwas angeht, als auch die schon erwähnte Art, meine Probleme mit mir selbst ausmachen wollen. Daraus resultiert nämlich eine gewisse Ungeselligkeit meinerseits, die ich bis heute nicht so recht abgelegt habe & die mir in der von Gruppendynamik geprägten Entwöhnungstherapie so einiges abverlangte & mich zuweilen verzweifeln ließ. Mein Bezugstherapeut machte dann auch mit mir recht viele Einzelgespräche & spülte mich in Empathiefragen gewissermaßen weich.Da mein Freizeitverhalten vor allem durch Isolation geprägt war, trat ich einer Kulturlosbude bei, in der mehr oder weniger unregelmäßig zwei Eintrittskarten zu irgendwelchen Veranstaltungen zugelost wurden. Da waren dann auch Opernkarten bei, & so bin ich zu meiner Ehefrau gekommen (
) - & hatte auf 1x Familie.Seitdem ist mein Weg mit dem von Aurora weitgehend identisch. Ich habe bis heute ein sehr zwiespältiges Verhältnis zur Familie, merke ich doch recht genau, was das z.B. mit meiner Frau machen kann.
Aber ich bin empathisch geworden & kann dadurch alles in entsprechendem Licht sehen, auch wenn ich sehr dazu neige, mich meiner Frau wegen manchmal ziemlich zu verbiegen. Aber da fängt der "gesunde Egoismus" auf anderer Ebene statt.Die Baustelle schließt sich niemals, & ich werde wegen meiner Sucht auch immer "emotional behindert" bleiben, aber ich glaube, das bekomme ich meistens ganz gut in den Griff, & wenn nicht, habe ich ja einen Blindenhund in Gefühlssachen.

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Jetzt passt mein Spruch vom krumm gesoffenen Hormonhaushalt wieder ganz gut.

Es stimmt schon, ohne den Suchtstoff erleben wir unsere Gefühlswelt viel intensiver. Das gilt vor allem in der ersten Zeit nach Beginn der Abstinenz.
Nun gibt es aber auch negative Gefühle, die gehören zum Leben nun mal dazu. Wir müssen lernen, auch ohne Suchtstoff mit unseren negativen Gefühlen umzugehen, ohne gleich zur Flasche zu greifen.Einen Nachtrag zu der von dir beschriebenen Situation. Deine Mutter weiß natürlich nicht, was alles zu einem trockenen Dasein gehört. Es kann sogar sein, dass sie dass alles für Quatsch hält. Jedenfalls setzt die ihre Einschätzung als die richtige & du hast sie so hinzunehmen. Überhaupt scheint der Alkohol einen hohen Stellenwert in deiner Famile zu haben.
Jeden falls gilt es, sich von solchen Vorgaben aus dem familiären Umfeld zu emanzipieren, auch ganz unabhängig von der Suchtfrage. Du bist eine erwachsene Frau & weißt, was richtig & gut für dich ist.
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Das mit dem Kuchen hätte böse ins Auge gehen können.
Deine Mutter akzeptiert deine Entscheidung bezüglich des Alkohols nicht. -
Hallo Tomc & Willkommen im Forum!

Ich kann ja verstehen, dass man sich nicht jedem gegenüber entblößt ob seiner Krankheit.
Aber die Frage von Hartmut möchte ich doch wiederholen:
Was machst du, wenn du mit deinen Bekannten/Freunden unterwegs bist & die dir ein Bier hinstellen, weil sie von dir nichts anderes erwarten als dass du es trinkst?Die Offenheit mit unserer Krankheit hat am Anfang vor allem den Zweck, uns vor solchen Situationen zu schützen.
& deine Frau? Deine Krankheit, deine Angelegenheit, damit fertig zu werden.
Sie hat mit ganz anderen Aspekten des Alkoholismus zu kämpfen & ich finde es sehr mutig & richtig von ihr, dir die Pistole auf die Brust zu setzen.
Ich finde nicht, dass sie hier "Kontrolllesen" machen sollte.Sicher gibt es Schnittmengen. Zu einer soliden Abstinenz gehört z.B. , dass die Wohnung alkoholfrei ist, & da muss sie natürlich mitwirken.
Aber das Ende der Ehekrise kommt erst nach der Stabilisierung der Abstinenz. Wenn überhaupt. Aber das kommt erst im nächsten Schuljahr dran.
Aber auch Hartmuts andere Frage sei hier wiederholt: Was, wenn Frau die Nase voll hat & einen Schlussstrich zieht? Dann wäre der Anlass für deine Abstinenz ja weggefallen.
Trocken wird man also für sich selbst. Alles andere folgt.

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Hallo Colanta & Willkommen im Forum!

Deine Geschichte ist ein Bilderbuchklassiker. Da werden dir so einige was zu schreiben können, aber mach doch bitte einen eigenen Thread für dich auf.
Das macht sich besser, als wenn sich die Geschichten von zwei Teilnehmern in einem Thread überschneiden.
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Deine Mutter hat schlichtweg keinen Zugang zu deinem Problem, Ag.Sie ist wahrscheinlich auch keine Alkoholikerin.
Ich würde das Thema vorerst auf sich beruhen lassen. Irgendwann gibt es wahrscheinlich eine Gelegenheit für dich, etwas klarzustellen.
Ohnehin scheinen sich die Menschen in deinem Umfeld recht rigoros über dich hinweg zu setzen. Dass jemand für andere wie selbstverständlich Alkohol in meiner Wohnung deponiert, ist undenkbar.
Ich denke, da solltest du bissiger werden. -
Schön, von dir zu lesen, Nobby.

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Ich muss mal durchzählen, wie viele Teesorten ich zu Hase habe....

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Hallo Ag & Willkommen im Forum!

Mit dem Forum stehst du nicht alleine da, wenn es um Suchtfragen geht. Sollte dir das nicht ausreichen, findest du bestimmt einen Weg, an einem Abend in der Woche eine Betreuung für den Kleinen zu organisieren.
Urlaub... Wie hast du bisher Urlaub gemacht? Wie war das Element Alkohol in ihm eingebaut & organisiert?
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Ferienwohnung. Hund kann in vielen Fällen mit, eine Minibar im Zimmer gibt es nicht, ebenso wenig eine Hotelbar.
Wenn dann der Strand noch frei von irgendwelchen Suffbuden ist, passt es.
Dann bleibt nur der Versorgungseinkauf im Supermarkt als Gefahrenquelle. Die hast du aber zu Hause auch. -
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Kenn ich. Seit ich keinen Alkohol mehr trinke, ist der Gang zum Topf deutlich häufiger fällig. [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/grin1.gif]
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Hallo selena & Willkommen im Forum!

Um die Zeit zu bändigen würde ich einfach jeden Tag hier etwas schreiben, selbst wenn es belanglos erscheint oder ist.
Es hilft, den Kopf zu sortieren. -
Hallo aboa,
beschränke dich doch einfach darauf, trocken zu bleiben.
Du wirst ja merken, wie das deiner Leber bekommt.Kuren kannst du ja vielleicht immer noch. Aber das würde ich nicht ohne ärztlichen Rat durchführen.
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Allen Forumsteilnehmern ein frohes & trockenes Fest!
Es ist nun mein 12. trockenes Fest. Alkohol hat nie gefehlt.
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Der Tannenhof ist mittlerweile ein richtiger Sozialkonzern geworden. Die haben zu allen Suchtfragen in allen "Graden" etwas anzubieten.
Ja, es stimmt. Schon 11 Jahre trocken, & manchmal, wenn das Thema zufällig aufkommt, muss ich schon nachrechnen. Der letzte Trockengeburtstag kam meiner Frau (!) nachträglich (!) in den Sinn.
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Hoffentlich findet ihn aboa hier auch wieder. [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Frech/smilie_frech_062.gif]
Hallo aboa & Willkommen zurück im Forum!

Neu Beginnen kannst du mit dem letzten Atemzug dichtete schon Bert Brecht. & ich bin sicher, dass du eine brauchbare SHG finden kannst.
So schlecht ist man in Brandenburg damit nicht aufgestellt. -
Warum nicht?
Lass es dir in Ruhe durch den Kopf gehen.
Da steckt ja doch viel Anforderung hinter.
Wenn du merkst, das ist keine aus der Not geborene Idee, dann mach dich dran!