Beiträge von Dante

    Hallo Sandy & Willkommen im Forum! :D

    Deine Liebe in Verbindung mit seiner Krankheit zu bringen ist eine böse emotionale Falle. Liebe, egal in welcher "Menge", schützt nicht vor Beinbruch, Schnupfen & Krebs, auch nicht gegen Suchtkrankheiten wie eben Alkoholismus.

    Aber eine Suchterkrankung ist in ihrer Entwicklung in hohem Maße vom Kranken selbst beeinflussbar. Man kann diese Krankheit nicht heilen, aber man sie stoppen.

    Dein Kind bekommt übrigens von der Situation weitaus mehr mit als du glaubst.

    Slowly & C F haben recht. Wie lange hast du getrunken? Da ist in 20 Tagen kein Loch zu.

    Was bitte sind Kraftorte?

    Auch der Tip mit der Fachlektüre von Carl Friedrich ist sehr gut!
    Ich würde dir zur Suchtfibel raten, die hat relativ kurze Kapitel, zu "Lieber schlau als blau", &, wenn man das eher humorvoll mag, zu "Alk" von Simon Boroviak.

    Also ich gehe mit meiner Krankheit offen in meiner Firma um & habe bisher ausschließlich positives Feedback erhalten.
    Davon ausgenommen ist nur die Situation nach der Therapie, wo meine Fa. im Zwang war, 700 Stellen abzubauen & mich als geeignetes Opfer ausgeguckt hatte.

    Letztlich muss das jeder selbst entscheiden. Jede Firma & jedes persönliche Umfeld ist anders.

    Aber zu seinem Alkoholismus zu stehen ist weder eine Bankrotterklärung noch die Abwälzung der Verantwortung für sich selbst auf andere.

    Ich!
    Ich wurde trocken gestreichelt, myn lütt Lillieken. [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Frech/smilie_frech_017.gif] & [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Liebe/smilie_love_290.gif]

    Mit dem Ski fahren ist das wirklich so eine Sache. Was steht, oder besser, was stand damals beim Ski fahren im Vordergrund: Die Abfahrt oder der Jagertee?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es bei dir ja nicht um Skiurlaub, denn du wohnst ja in den Bergen. Du würdest also nach dem Ablauf einfach wieder deine Sachen greifen & nach Hause fahren, das ja trocken sein sollte.

    Wenn du das machst, solltest du dich schon sehr gründlich beobachten & vor allem keinen Durst haben.
    Umgekehrt ist die Idee gar nicht schlecht, kommst du so wenigstens aus dem Haus & unter Menschen. Bloß sollten das dann natürlich nicht die falschen sein.

    Das lässt sich sogar ausbauen. Vielleicht ergeben sich Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen deines Alters, denen auch der Sinn nach Ski fahren & nicht nach der Saufbude danach steht.
    Mehr noch. Meine Erfahrungen in solchen Geselligkeitsfragen belegen, dass nach sauffreiem Freizeitverhalten ein sehr hoher Bedarf besteht.

    Die Einschätzung von Hull teile ich nicht.

    Welchen Abstand man zum Alkohol halten kann oder muss, ist sehr von der einzelnen Person abhängig.
    So mancher kann sich an öffentlichen Plätzen, an denen allgemein viel Alkohol konsumiert wird, überhaupt nicht mehr aufhalten. Es gibt aber auch welche, die trotzdem in die gewohnte Stammpinte zum darten gehen, ohne dass ihnen die Sauferei um sie herum etwas ausmacht.

    Was machbar ist & was nicht, muss jeder für sich selbst ertasten & vor allem dabei ehrlich in seiner Einschätzung sein. Ehrlich sein heißt in diesem Fall ehrlich zu sich selbst! Wenn man das nämlich nicht ist, geht das garantiert nach hinten los.

    Aber ganz am Anfang der Trockenheit gilt, sich vor allgemeinen Sauforten fernzuhalten & auch solche Orte & Personenkreise zu meiden, die vorher bei einem immer trinkbetont waren.

    Wer weiß schon, wie sich das mit dem Gewicht bei dir ergeben wird? Trinken oder nicht trinken ist da immer nur ein Faktor.
    Quäl dich nicht zu Aktivitäten, die dir nicht liegen, aber "gut" & "gesund" sein sollen.
    Das wichtigste ist doch, dass sie zu dir passen.

    Hallo Kossi! :D

    Es freut mich sehr, mal so etwas hier lesen zu dürfen. Was du da bisher geleistet hast, ist des Lobes wahrhaft wert!

    Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir (ich zähle mich also dazu) durch unsere Sucht in der Therapie sehr vieles über unser Innerstes gelernt haben & in der Lage sind, das Gelernte im Alltag auch umzusetzen.

    Allzuviele haben es da nicht so leicht wie wir. Diesen Menschen können wir zumindest etwas Mut vermitteln, der emotionalen Abwärtsspirale zu entrinnen.
    Scham & Versagensgefühl sind keine gute Basis für eine dauerhafte Trockenheit.

    Hallo Ernest & Willkommen im Forum! :D

    Du hast ein ähnliches Trinkmuster wie ich damals. Ich war auch nicht so der Gesellschaftstrinker.

    & auch mein Sozialleben wurde von sämtlichen Therapeuten bemängelt.

    Ich weiß ja nicht, wie abseits du wohnst, aber so aus dem Bauch heraus denke ich auch, du musst unter Menschen.

    Die Gartengeschichte gefällt mir. In einem Garten gibt es eigentlich immer etwas zu tun. Hauptsache, da ist kein Alkohol auf dem Gelände platziert.

    Dass du nicht jedem dein Alkoholproblem auf die Nase binden willst, finde ich verständlich, verkompliziert die ganze Sache allerdings, & dass auch noch unnötigerweise.
    Auf Arbeit ist es sicher einfach, mit Hinweis auf deine Krankheit das nächste Glas abzulehnen, aber perspektivisch ist Offenheit die weitaus bequemere Variante. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung, habe ich aber auch immer wieder gehört & gelesen.
    Fee- & Prinzessinnenexperte brauchst du doch gar nicht zu sein. Das ist ja schon deine Tochter. Hör ihr zu. ;)

    Hallo holk & Willkommen im Forum! :)

    Du schreibst, du kannst dich an den Wochenenden zu nichts aufraffen & Dinge, die dich vorher interessierten, dir jetzt egal sind.

    Prüf doch mal, wie weit diese Dinge mit dem Konsum von Alkohol einher gingen.
    Vielleicht empfiehlt es sich, dinge nazufangen, die absolut nichts mit Alkohol zu tun haben. Wie steht es denn um dein Familienleben?

    Wenn dir nicht nach Spaziergang ist, dann lass es auch.
    Umgekehrt ist das Bett nicht unbedingt der Platz, der einer depressiven Entwicklung entgegen wirkt.

    Was würde dir eigentlich richtig Spaß machen, worauf hättest du so richtig Lust?
    Das würde ich mal umsetzen (außer saufen, versteht sich).