Beiträge von Dante

    Hallo Herbstrose & Willkommen im Forum! :D

    Duschen statt baden ist ein gutes Beispiel der Strategie "alltägliche Trinksituationen vermeiden & durch trockene Verhaltensweisen ersetzen".
    Leuchte doch mal deinen Alltag nach weiteren Situationen ab, bei denen du für gewöhnlich zum Weinglas greifst.

    Hallo Schrum & Willkommen im Forum! :D

    Ganz unabhängig von der Frage, ob dein Feund nun Alkoholiker ist oder nicht; entscheidend ist doch, dass du dich nicht wohl fühlst, wenn er etwas getrunken hat. Wenn du dich schon regelrecht anspannst, wenn er sein Kreativbierchen öffnet, heißt das doch, dass du dich überwinden musst, um in seiner Nähe zu bleiben.
    Dieses Gefühl wird mit Sicherheit nicht über die Zeit besser! Also solltest du eine klare Ansage machen:
    Es geht nur eines - sein Bier oder deine Anwesenheit. Ich hoffe, ihr wohnt noch getrennt.

    Tja Blümchen,
    du bist offensichtlich noch nicht mit dir selbst im Reinen, sonst wäre dir das nicht passiert. Mit ihm ein Bier trinken ist dein Signal an ihn: Alles so okay. Anders kann er das gar nicht deuten.
    Hast du Angst, alleine zu bleiben?

    Hallo V15,
    da haben wir doch schon zwei Übungen:
    1.
    Keine Diskusion, wenn er etwas getrunken hat (unabhängig von der Menge). Alle hier ( & du sicherlich auch ) wissen, dass es sinnlos ist, mit Angetrunken zu sprechen, weil da nie etwas gescheites herauskommt.

    2.
    Die Auf's & Ab's kann man abdämpfen, wenn man weiß, was man will. Versuch doch mal, deine konkreten Vorstellungen & Wünsche zu formulieren. Schreib sie dir ruhig auf. ;)

    Sobald du in einer Situation mit einem ganz konkreten Hilfsbedürfnis bist, bekommst du auch viele Antworten, Wildflower.
    Ich habe deinen Beitrag auch erst gelesen & dann sacken lassen. Für dich ist das natürlich unbefriedigend, wenn das Feedback ausbleibt.
    Aber jetzt ist der Stein ja ins rollen gekommen. ;)

    Wir würden jetzt im Kaffeesatz lesen, wenn wir nach EINER Ursache für diese Situation suchen würden, Julia. Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Möglich ist durchaus, dass dein Vater krank wurde & nicht mehr nachtanken konnte wie gewohnt. Dass er Spiegeltrinker ist, liegt sehr nahe, wenn du trotz wohnlicher Nähe nichts mitbekommen hast. Bei deiner Mutter hingegen kann ich mir das nicht vorstellen. Die hat die Sauferei gedeckt (wie so oft bei Alkoholgeschichten).
    Jetzt stellt sich die Frage des richtigen Umgangs mit einem Alkoholiker, der ja, so wie sich das liest, nicht aufhören möchte. Ganz vorne steht aber die Frage, was dein Vater überhaupt noch kann, wenn er aus dem Krankenhaus kommt.

    Dein Suchtproblem ist ein sehr ausgeprägtes, lieber Ak.
    In Sachen SHG-Besuch würde ich eine ganz stramme Regelmäßigkeit anstreben.
    Mir kommt es so vor, dass dir deine Sucht nur irgendwie lästig ist & du die Sache vor allem mit Willenskraft & "positiven" Verhaltensweisen wie z.B. Sport bewältigen willst. Dabei ist deine Suchtstruktur (ich nenn das jetzt mal so) recht komplex, weil polytoxikoman. Drei Suchtstoffe bewältigen heißt nicht drei mal Entwöhnung, so einen Stoff nach dem anderen. Darum halte ich auch einen engen & regelmäßigen Kontakt zur Suchtberatung für äußerst förderlich.

    Hallo Moe & Willkommen im Forum! :D

    Ich klopf dir mal auf die Schulter & verrate dir: Es ist möglich, trocken & weitaus zufriedener zu sein als zu Saufzeiten. Ich spreche da aus Erfahrung. :wink:

    Wenn du Zeit hast, dann lese mal die Threads einzelner Teilnehmer hier, & zwar die langen mit hohen Seitenzahlen. Da kann man viel draus erkennen.
    & schreib selbst, vielleicht täglich etwas. Wie du dich fühlst, oder die alltäglichen Dinge, mit denen du dich so beschäftigst. Das hilft, den Kopf zu ordnen.

    Hallo m & Willkommen im Forum! :D

    Deine Lage ist ausgesprochen misslich, schon allein die schnelle Schwangerschaft ist ja ein ziemlicher Stiefel. Im Kern kennst deine Freundin noch nicht richtig, wo sie noch trocken war, & jetzt erst recht nicht, wo sie trinkt. Dazu das Kind. :?

    m, ich glaube, du musst dir erst mal selbst sehr gründlich darüber im klaren sein, was du willst & was überhaupt nicht in Frage kommt.

    a) Willst du diese Frau?
    b) Willst du sie auch, wenn sie trinkt?
    c) Willst du das Kind?

    Wenn du diesbezüglich im Reinen mit dir bist, kannst du auch die nächsten Schritte angehen.

    Ich hatte auch ziemlichen Respekt vor dem Grillen, nachdem ich mit dem Saufen aufhörte.
    Grillort war Nachbars Biergarten, & wie so üblich, wurde das Fleisch mit Bier "abgelöscht", wenn das heruntertropfende Fett sich entzündete. Auch war meine Sorge, dass zu Gegrilltem ja nichts anderes schmeckt als Bier.

    Diese Sorge habe ich längst nicht mehr: Im Vordergrund steht ja das Grillgut; der Durst kann bestens mit Mineralwasser gelöscht werden. Das gilt übrigens für alle gehaltvolle, herzhafte Speisen. Egal ob Eisbein bei + 30°C, Fleischplatte beim Balkankoch oder im griechischen Restaurant, oder eben im Garten beim grillen.

    & was die Unsitte des "Ablöschens" mit Bier betrifft: Das geht auch mit Leitungswasser. (Noch besser ist's natürlich, solche Fettentzündungen zu vermeiden.)
    Das Fleisch nimmt übrigens vom Bier Geschmack an. Wird am Grill mit Bier gepanscht, esse ich nichts von dem Grillgut, egal, wie lecker das riechen mag.
    Überhaupt sind Veranstaltungen, wo der Grill nur als zusätzliches Schmankerl zum allgemeinen Gartenpartybesäufnis dient, keine, die sich meiner Anwesenheit erfreuen können. Das sind dann nämlich schlichtweg Saufevents, auf denen ein trockener Alkoholiker nichts finden wird, was er braucht.

    Moin Nachtfalke & Willkommen im Forum! :D

    Suchttherapie mit Hund ist etwas, von dem ich noch nie etwas erfahren habe & ich bin auch erstaunt, dass so etwas in einer Therapieeinrichtung überhaupt möglich ist.
    Es ist nicht ausgeschlossen, dass dein Rentenversicherungsträger keine Verträge mit diesen Fachkliniken hat.
    Ich würde das mit der Rentenkasse direkt abstecken & anrufen. Vielleicht bekommst du da den passenden Wink.

    Hallo Nix,

    es ist recht schwer, dir etwas zu raten. Du zeigst selbst auf, dass du schon mehrere Therapien absolviert hast, von denen keine mit Sucht zu tun hatte.
    Was war der Anlass für diese Therapien?
    Es ist sehr schwer einzuschätzen, was zuerst da war oder was dringender therapiert werden muss: Depression oder Sucht. & es ist ein Feld, in der die Suchtselbsthilfe nur schlecht greifen kann, eben weil die Behandlung von Depression eine Sache der Profis ist & wir hier nur Laien sind.

    Der Besuch der Suchtberatung ist ganz bestimmt ein guter Schritt! Hier gibt es nämlich auch Profis, & zwar solche, die eine suchtspezifische Zusatzausbildung haben & deinen Fall ganz anders bewerten können.

    Sonst würde ich dir raten, hier einfach deinen Tagesablauf zu schildern, also so eine Art Tagebuch zu führen. Es müssen ja keine Romane sein. Den einen oder anderen Gedanken werden die Leser dann schon hierlassen, aus denen du wiederum etwas ziehen kannst. :)

    Hallo Kiki & Willkommen im Forum! :D

    Dein xy ist zwei Jahre in einer therapeutischen Betreuung gewesen & hat es keinen Monat ohne Rückfall durchgehalten: Er ist einfach noch nicht so weit & es kann bezweifelt werden, ob er es überhaupt in absehbarer Zeit schafft, eine stabile Abstinenz aufzubauen. Sicher hat er es ehrlich gemeint, als er den Versuch in die Eigenständigkeit tat, & ganz sicher auch auf deine Hilfe gebaut.
    Aber: Es reicht nicht. Nicht bei ihm, der es in zwei Jahren nicht fertig gebracht hat, einen stabilen, selbsttragenden abstinenten Alltag zu etablieren; nicht bei dir, weil dein Paket (alleinstehend mit Kind, Missbrauchsgeschichte & Borderlinekarriere) zu schwer ist als das du noch ein weiteres (& was für eines!) schultern könntest. Du lässt ihn nicht im Stich, weil du ihm nicht helfen kannst. Wohl aber lässt du dich im Stich, wenn du unüberwindbares anzugehen versuchst & dabei das wenige gefährdest, dass du für dich erreicht hast.

    Die Frage nach Co-Abhängigkeit oder nicht ist irrelevant. Relevant bist du. Pass auf dich auf!