Beiträge von Dante

    Lieber Petter,

    ich kenne dich ja noch aus der Zeit, da ich hier neu ins Forum einstieg. Deine Geschichte habe ich bis zum gescheiterten Norwegen-Raid noch verfolgt, & dich erst heute (!) hier wiedergefunden.

    Als ich diesen Thread durchlas, dachte ich bei mir: "Der ist ständig auf der Flucht vor sich selbst." Die einzige Zeit mit einer gewissen Kontinuität in deinem erwachsenen Leben war deine Saufzeit.

    Es dürfte klar sein, dass es IMMER irgend etwas auszusetzen gibt an Arbeitsplatz, Mitmenschen, Wohnung etc., & wenn nicht, dann findet sich im Laufe der Zeit etwas.
    Beschaff dir ein kleines Auto & bleib am (Arbeits)platz! Da HH ja nicht so weit weg von dir ist, lohnt sich der Gedanke, wieder eine Psychotherapie aufzunehmen. Das kann dir helfen, dich zu stabilisieren.

    Stimmt, wenn's triggert, ist es nicht gut.
    Ich wollte mit meinem Beitrag anzeigen, dass es oft Anreize aus der Umwelt gibt, die auf dem ersten Blick überhaupt nichts mit Alkohol zu tun haben. Die Flaschen oder die 20er-Kästen - das allein wäre ja noch gegangen. Ich weiß ja, was in den Flaschen ist.
    Nein, mich hat vor allem diese Gedankenkette mit der Vorratswirtschaft erschreckt. Flaschenformat & -Form sowie die Kastengröße waren dann die Ergänzungen. Ich habe ja wie schon erwähnt meine Schlabberbrause im Keller vorrätig, Sechserträger mit 1,5 l PET-Flaschen. In solchen Flaschen gibt es kein Bier.

    Ich habe mir ein sehr sensibles Warnsystem antrainiert, glaube ich. Ein "Frischling" kann da schnell in eine unangnehme Situation geraten. Ich erinnere mich noch an meine Nachsorge, wo einer der Mitklienten ganz seelenruhig erzählte, wie sich statt Bier eben eine Flasche Biozeugs entkronkorkt, um sich diese dann genüßlich an den Nüschel zu setzen.
    So etwas nenne ich "an den Suchtstoff heranrobben". Man sucht seine Sucht zu befriedigen, indem man möglichst identische Verhaltensmuster aus der nassen Zeit tätigt, nur um den Faktor Alkohol reduziert.
    Es gilt indes, völlig neue Verhaltensmuster zu lernen & sich "in Fleisch & Blut" übergehen zu lassen.

    Schon wieder so ein dejavu mit dem nassen Ich, sprich Suchtgedächtnis:

    Mein Sohn bot mir vor einigen Wochen eine Mate-Brause an (lt. Wiki oft als "Hackerbrause" bezeichnet). Die sieht aus wir das Wasser aus einem im Regen stehen gelassenen Aschenbecher, schmeckt anfänglich auch etwas rauchig, dann aber recht gut & wirkt zudem durch den hohen Kohlensäuregehalt sehr erfrischend, besonders wenn sie gut gekühlt ist. Der hohe Coffeingehalt (etwa doppelt so hoch wie in Cola) bewirkt zudem eine gewisse Aktivierung der Lebensgeister. Ich jedenfalls fühle mich nach dem Genuss leistungsfähiger & auch "gut drauf", wobei ich nicht weiß, ob letzteres aus der gesteigerten Leistungsfähigkeit resultiert oder dem Coffein direkt zuzuschreiben ist.

    Nun kam ich kürzlich ich beim Einkauf im Supermarkt meines Vertrauens an einem Aufbau mit Hackerbrause vorbei: Mehrere 20er-Kästen übereinander zum Preis von 67 Cent den Buddl: Prima!
    Da kann ich mir ja einen Kasten in den Keller stellen, einige in den Kühlschrank schieben & so dafür gesorgt haben, immer gut gekühlte Hackerbrause vorrätig zu haben.

    HALT!

    Genau das war einst meine Verfahrensweise bei der häuslichen Bierversorgung: Sechs Flaschen im Kühlschrank; immer, wenn ich eine rauszog schob ich die nächste aus dem Bierkasten in der Speisekammer nach; wenn dieser leer war, gab's einen Reservekasten im Keller. Immer fließend kalt Bier bei Dante gewissermaßen.

    & jetzt ein ähnliches System für die Hackerbrause nachbauen? "Du hast ja auch immer ein Reservesixpack deiner Schlabberbrause im Keller, & das seit Jahren", sagte meine Frau: "& bist du rückfällig geworden?"
    Das stimmt natürlich. Aber was ist vernünftige Vorratshaltung & was ist der Angst vor einem "Trockenfall" geschuldet? Coffein ist wie erwähnt psychoaktiv, es können körperliche Entzugserscheinungen auftreten &/oder ein Gewöhnungseffekt eintreten. Zudem ist die Dareichungsform bierverdächtig - In 20er-Kästen á 0,5 l in sog. Euroflaschen, wie bei Bier eben auch, nur dass diese Flaschen nicht braun sondern ungefärbt sind.

    Coffein tut mir nicht gut. Ich trinke zu Hause keinen, auf Arbeit damals nur entkoffeinierten Kaffee & jetzt (meist grünen) Tee. Zu viel Kaffe verpasst mir ein unangenehm angespanntes & innerlich unruhiges Gefühl. Bei der Hackerbrause passiert das komischerweise nicht, allerdings trank ich bisher nie als zwei Flaschen.
    Was mich beunruhigte, ist diese Paralelle der Vorratshaltung, die mir anfänglich durch den Kopf ging, kombiniert mit der Dareichungsform, die dieses innerliche HALT! bei mir ausgelöst hat.

    Komplett auf die Brause verzichten? Sich "nicht so haben"? Mäßig einkaufen & sich dabei genau beobachten?
    Ich habe mich für letzteres entschieden. Ich habe instinktiv eine Gefahr wahrgenommen & entsprechend gehandelt.

    Wie geschrieben, lieber kommal, hat es mich nicht beunruhigt. :wink:

    Lieber Dennis, es bringt nicht nur nichts, sich über seine Dummheit in der Vergangnheit zu ärgern, es behindert einem auch, das Leben trocken zu genießen.
    Bei mir ist dieser Lebensgenuß höher als damals mit den erlesensten Weinen. Würde ich wieder trinken, würde mir etwas fehlen. :lol:

    Am letzten Freitag war ja der vermutlich letzte Sommertag in diesem Jahr. & was mach ich? Ich radle durch die Stadt.

    Das hatte Folgen: Durst!
    Wenn man dann an Pinte a vorbei kommt, die als einzige bekannte das Bier b vom Fass anbietet & welches man ja noch nie probiert hat, wenn man Biergarten c & Ausflugslokal d passiert & im Eingang des Reformhauses ein ganzer Bollerwagen mit Cidre steht, wird's einem langsam richtig kribbelig.

    Nunja, meiner Frau habe ich von meinem Durst erzählt, den Einkauf aufgeladen & bin weitergeradelt. Zu Hause gab's dann eine Riesenflasche Schlabberbrause extra sauer.

    Warum ich das erzähle? Auch einem fünf Jahre Trockenen können immer x unschöne Gelüste hochkommen. Das gehört zur Krankheit.
    Dem nicht nachgeben widerum gehört zur erfolgreichen Abwehr dieser Krankheit.

    Hat es mich beunruhigt? Nein
    & meine Frau? Ich glaube, meine Frau vertraut mir, hat mir dieses irgendwie signalisiert & wusste auch, dass ich sie nicht enttäuschen werde.

    Das Leben kann so schön sein. :D

    Beziehung & Suff ist ein weites Feld, lieber judecca. Trennung vom Partner nach eingetretender Abstinenz ist gar nicht selten. Der Alkoholiker verändert ja sein emtionales Dasein, was eine Beziehung natürlich auf eine neue Grundlage stellen müsste.

    Bei dir ist das wohl etwas anders gelagert: Deine Beziehung war schon zu Suffzeiten kaputt, nur hast du jetzt den Mut gefunden, die Sache abzuschließen.
    Mach bitte nicht den Fehler, dich jetzt schnell nach einer neuen Partnerin umzusehen! Die Stabilisierung deiner Trockenheit hat oberste Priorität, & wer mit sich selbst zu tun hat, kann sich nicht vernünftig um andere kümmern.

    Was Bernd in seinem (mittlerweile editierten) Beitrag ausdrücken wollte, war, dass es sehr verschiedene Formen gibt, iin die sich Alkoholismus ausdrückt, (auch wenn die zitierte Jelinek-Einteilung mittlerweile nicht mehr dem neueste Stand entspricht, ganz einfach weil daraus therapeutisch nichts folgt).

    Es gibt Spiegeltrinker, Rauschtrinker & Quartalssäufer, es gibt Mischformen.
    Entscheidend ist jedoch, dass du unter diesem Verhalten leidest & dass du nicht mehr bereit bist, das hinzunehmen.

    Hallo hababgst & Willkommen im Forum! :D

    Deine Geschichte liest sich scheußlich. & noch mehr Scheußlichkeiten kommen wohl hinzu, wenn das, was ich zwischen den Zeilen zu lesen glaube, stimmen sollte.

    Einige persönliche Einschätzungen möchte ich stichpunktartig hier lassen.

    - So etwas wie eine glückliche Kindheit/Jugend scheint bei dir zu fehlen. Das mit dem Vaterersatz ist da naheliegend.

    - Dein "Freund" weiß genau, wie er dich nehmen muss, um dich zu allem zu bringen, was er will.

    - Er will 1. saufen, 2. eine junge Frau im Bett, die ihm 3. den Haushalt führt.

    - Er geht überhaupt nicht auf deine Bedürfnisse ein.

    - Er liebt dich nicht. (Ist auch egal, du liebst ihn ja auch nicht.)

    - Du wirst nichts für dich durchgreifend Positives erreichen, so lange du ihn an der Backe hast.

    Mein Rat: Schnell weg von da, wo du jetzt bist! & keinerlei Kontakt mehr zu ihm!
    Ich weiß nicht, was du mit Psychiatrie meinst. Schreib doch etwas mehr darüber.
    Ich hoffe, die Al Anons haben dich ein wenig stützen können. Nachteilig ist, dass man dort nur von sich erzählt, ohne eine direkte Antwort zu erhalten.

    Liebe habangst, du bist noch sehr jung. Bei dir ist noch viel kaputt zu machen, mehr noch als bisher geschehen.
    Du hast ein Recht darauf, zufrieden zu leben. Du bist nicht verpflichtet, dich ausbeuten zu lassen; (schon gar nicht in der von dir beschriebenen Art & Weise!)

    Bestimmt gibt es in deiner Wohnortnähe Hilfsverbände: Diakonie/Caritas, Sozialberatung des Rathauses, Abstinenzverbände (, welche dir die richtigen Anlaufstellen nennen können) &sw.

    Erzähl ihm nichts mehr. Droh ihm nicht. Das hat alles keinen Sinn & verschafft ihm vielleicht sogar die Möglichkeit, dich an deinem Vorhaben zu hindern.

    Hallo Stefan & Willkommen im Forum! :D

    Antidepressiva, Schlaftabletten, dazu noch der Alk bzw. jetzt Entzugsmedis - edit - ... das ist ein gehöriger Cocktail & hat natürlich entsprechende Wchselwirkungen. Hast du den Überblick, wann du wie stark unter Wirkung welches Mittels stehst?
    Wichtig wäre es jetzt unbedingt, dass du unter Aufsicht eines Arztes deine Medis (was & in welcher Menge & Kombination auch immer) einnimmst & die verordnete Medikation auch peinlichst einhälst. Nur so ist eine psychische Stabilisierung überhaupt realisierbar.
    Am besten fragst du deine Psychotherapeutin nach einem geeignetem Arzt. Alles, auch die unscheinbarste Pille muss "auf den Tisch".

    Alles andere, Suchtverlagerung, Exfreundin &sw. ist Thema nach der Stabilisierung, glaube ich.

    & sorry @ Checkbe

    Das Wort "Kampfmätzchen" habe ich nicht verwendet, um dich persönlich abzuwerten, sondern die Methode.

    Ein Alkoholiker kann den Kampf gegen den Alkohol nämlich gar nicht gewinnen - er wäre ja sonst keiner. :wink:

    Schreib doch mal was über deinen Alltag, lieber Check, & richte dir hier einen Thread ein. :)

    Hallo ju & Willkommen im Forum! :D

    Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, weil du eine ambulante Therapie machst. Die ist nicht schlechter als eine stationäre, setzt aber einiges voraus.
    Du trinkst nicht, machst (hoffentlich) keine Kampfmätzchen wie die von Check beschriebene & gehst eine Therapie zeitgleich mit neuem Berufsleben an - mehr geht doch auch gar nicht. Das ist genug zu tun für einen trockenen Neuanfang.

    toi toi toi :wink:

    Hallo Sarah & Willkommen im Forum! :D

    Ob das mit dem Mittelding klappt? Ich hab da so meine Zweifel. :roll:
    Das er so vieles negativ sieht & viele Fragen hat ist eine Folge der Therapie. Die beginnt nämlich zu wirken. :wink:

    Mir selbst ging es während meiner Entzugstherapie nicht anders. Man kam aus dem negativen Gedankenkarussell nicht heraus. Wenn man dann einen Lebenspartner hat, liegt es nahe, diesen in der Fragenbewältigung einbeziehen zu wollen. Das klappt aber nicht, denn dieser ist nicht in Therapie & kennt die Zusammenhänge gar nicht, die zu den offenen Fragen führten.
    Im Gegenteil, oft kommt der Vorwurf, sich zu weit weg vom häuslichen Alltag der Angehörigen zu bewegen, was ja stimmt & tunlichst auch so sein sollte. Je weniger Ablenkung von Alltagsfragen man in der Therapiezeit hat, desto mehr kann man sich um sich selbst kümmern.

    Das ist der Schlüssel. Du kannst ihm seine Therapie nicht abnehmen, nicht für ihn trocken werden & auch seine Fragen nicht zufriedenstellend beantworten. Das ist alles alleine sein Ding.

    Was du tun kannst, ist
    - ihn ermuntern, die Therapie durchzuziehen
    - das Umfeld trocken legen wärend seiner Abwesenheit (sämtlicher Alk aus dem Haus)
    - DICH UM DICH SELBST KÜMMERN

    moin Krümmel,

    dass Depressionen eine ernstzunehmende Erkrankung darstellen, wurde hier schon erwähnt. Ergänzen möchte ich, dass Depression & Sucht oft miteinander auftreten, sich einander verstärken & ergänzen. Man kann jetzt natürlich fragen, was von beiden war zuerst da & was muss als erstes weg. Nun, das muss der Suchtprofi einschätzen. In aller Regel ist Suchtmittelfreiheit aber die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung von Depressionen.

    Häufig ist es auch so, dass die Depression durch den fehlenden Suchtstoff erst richtig spürbar wird. Uns fehlt der Suchtstoff, also fühlen wir uns schlecht. Zu lernen, Gefühle (auch negative) auszuhalten ist ein elementarer Bestandteil für eine zufriedene Abstinenz. Zu saufen, weil man den Frust nicht aushält oder nicht auszuhalten glaubt, ist also der falsche Weg.

    Was deine neue Freundin betrifft, so fällt mir dazu zweierlei ein. Erstens ist dein Suchtproblem das primäre. Wenn du ernsthaft trocken werden willst, sind Probleme bei der Beziehungsanbahnung (zurückhaltend formuliert) lästig. Es ist auch allemal einfacher, als stabil Trockener eine Beziehung neu anzugehen, welche ja von Anfang an unter neuen Voraussetzungen starten würde, als eine aus nasser Zeit bestehende "umzupolen".
    Zweitens gibt es bei einer ernsthaften Trockenheit keine Abstriche. D. h. wenn deine neue Freundin bei dieser Frage abwiegelt oder oder an deinen eisernen Willen appeliert, dann ist dieser Weg ( & womöglich die Frau) falsch.
    Es hängt natürlich auch davon ab, welche Gemeinsamkeiten in eurer Beziehung bestehen. Disco/Party/Kneipentouren sind für einen zufrieden trockenen Menschen nicht akzeptabel. Du kannst beim Bingetrinken nicht als Zuschauer dabei sein, Kneipensport wie Billard & Dart sind zumindest grenzwertig usw. Letztlich hängt es von ihren eigenen Konsumgewohnheiten ab, wie du dieses Problem angehst oder ob die Beziehung unter der Prämisse der Abstinenz überhaupt zukunftsfähig ist.

    Hab ich mir was geleistet! :shock:

    Wollte ich meinen freien Nachmittag nutzen, um nach dantegerechter Winterkleidung zu gucken, die man evtl. günstig abstauben kann - von wegen.
    580 € für'n Lodenmantel & solide Winterstiefeletten, man o man.

    Naja, den Mantel werde ich wohl ewig haben (, hoffe ich zumindest).

    Früher waren solche Summen die typischen Weinrechnungen, die es drei bis vier x im Jahr noch nebenher zu stemmen galt. Die Folge: ständig überzogenes Konto & Disopolimit immer bis zum äußersten ausgereizt, gelegentlich durch Kreditaufnahmen die Sache begradigt. :x

    & heute? Heute gibt's Rücklagen. 8)

    Nicht trinken lohnt sich in jeder Hinsicht :!:

    Hallo Mike & Willkommen im Forum! :D

    Ist ja interessant: Deine Familie kam nicht klar damit, dass du dein Leben nach dem Alkoholabusus selbst in die Hand nahmst & dir eine Arbeit suchtest. Anders denn als Sorgenkind konnten sie demnach nichts mit dir anfangen.
    Wurde der Kontakt ganz formell von einer Seite abgebrochen oder ist der einfach eingeschlafen?

    Hallo, liebe Nicky & Willkommen im Forum! :D

    Lass mich bitte aus Alkoholikersicht einiges bemerken.

    Das Wichtigste: Dein Freund weiß um sein Problem & macht keinen Hehl daraus. Offensichtlich hat er auch einen Änderungswunsch, wenn er auch noch nicht so recht zu wissen scheint, wie man diesen umsetzt.
    Nun kannst du für ihn nicht trocken werden. Den Weg muss er alleine gehen; höchstens kannst du (& vielleicht dieser Therapeutarztselbsthilfegruppenleiter ) beim Finden dieses Weges behilflich sein.

    Die Sache mit den Samthandschuhen bzw. dem Weglassen derselben greift nicht. Es macht keinen Sinn, etwas zu beschönigen wie es auch sinnlos ist, den moralischen Fall (im Sinne von Sturz) zu betonen. Insbesondere scheint es mir das Verhalten des Therapeuten zweifelhaft zu sein, deinem Freund persönliche Enttäuschung vorzuhalten. Dein Freund ist nicht dazu da, so zu sein, wie andere ihn haben wollen. Zudem ist er von sich selber tief enttäuscht; zumindest wischt er diesen "Rückfall" nicht einfach vom Tisch.
    Hier besteht die Gefahr, dass er sich aufgibt. "Es hat eh alles keinen Sinn" o.s.ä. ; auch, dich mit in Haftung zu nehmen ("Du wusstest ja von Anfang an um mein Problem.") Dass du dich darauf nicht einlassen solltest, versteht sich wohl von selbst.

    Ich denke, dein Freund ist sich noch nicht ansatzweise darüber im Klaren, was auf ihm zukommt. Im Kern hat noch gar keinen Anfang gefunden, weshalb ich auch das Wort Rückfall in " schrieb.

    Ich denke auch, er sollte sich abseits seines Arzttherapeuten einen Start in's trockene Leben suchen. Ich persönlich hätte kein Vertrauen in einen Arzt, der Alkoholismus mit Akupunktur & Depression mit Spritzen therapiert. Beides sind ernstzunehmende psychische Erkrankungen, die oft gemeinsam auftreten & tödlich ausgehen können.

    Ich halte eine umfassendes Gespräch in einer Suchtberatungsstelle für den besten Weg. Wenn du & er es möchten, könnt ihr da auch gemeinsam hingehen.