Hallo morgwai & Willkommen im Forum! 
Es ist in der Tat ein herrliches & ungemein belebendes Gefühl, welches sich nach nur wenigen Tagen Abstinenz einstellt. Man spürt seinen Körper viel intensiver & hat auch Freude daran.
Allerdings ist das nur EIN Vorteil einer trockenen Lebensweise, & noch nicht 1 x der wesentliche. Der steckt nämlich in der ganz neuen Art, sein Leben zu gestalten, andere Sichtweisen zu entwickeln & seine wahren Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen & auszuleben anstatt sie mit Zellgift (nichts anderes ist Alkohol nämlich) zu ertränken.
Die körperlichen Veränderungen, die Alkohol hervorrufen kann, entwickeln sich zudem längst nichts so schnell zurück wie bei anderen Suchtstoffen. Vieles bleibt. In Sachen Polyneuropathie z. B. ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Nerven wieder völlig erholen. Das "Trinkerbein" bleibt einem einem dauerhaft erhalten. Allerdings kann man lernen, damit zu leben & sich dennoch sicher zu bewegen. Die Geschichte mit den Gehirnzellen stimmt nicht: Was da 1 x kaputtgesoffen wurde, ist irreversibel. Allerdings können sich die noch heilen Gehirnzellen neu vernetzen - so genug davon vorhanden sind.
Ich will damit andeuten, dass es für eine körperliche Regenerierung keinerlei Garantiescheine gibt. Manches geht gut, manches nicht so gut, manches gar nicht; & das alles in Abhängigkeit vom Schädigungsgrad (sprich vom Umfang des Alkoholabusus).
Was ich noch damit zum Ausdruck bringen will, dass eine (scheinbar) gut voranschreitende Regenerierung kein Hinweis auf Wiederholbarkeit ist, frei nach dem Motto: "Hab ich zu viel gesoffen, dann höre ich eben für eine Zeit auf; bin ich dann wieder fit, kann ich wieder saufen:"
Dieses Karussel würde sich nicht allzulange drehen.
Die Frage ist vielmehr, WARUM du aus dem Alkoholdunstkreis ausbrechen willst. Geht es dir nur um die körperlichen Beschwerden?