Beiträge von Dante

    Einen Trigger kann jeder trockene Alkoholiker zu jeder Zeit erhalten, sei es um 4 Wochen oder um 4 Jahre.
    Man kann die Gefahr eines Triggers auch nicht auf Null reduzieren; man kann sie auch nicht dadurch minimieren, dass man sich möglichst sämtlicher Reize, einschließlich der erfundenen, zu entziehen versucht. Risikominimierung ist nur ein Teil zur zufriedenen Abstinenz, eine vollständige Revision der persönlichen Lebensumstände & damit verbunden die Bereitschaft zu einschneidenden Änderungen in der Lebensführung sind ebenso wichtig.

    Hier hätte ich eine Frage, lieber e.t.: Wie war der Anfang deiner Trockenheit? Wie hast du mit deiner Frau darüber gesprochen? Welche Veränderungen (außer keinen Alkohol mehr trinken) hast du so vorgenommen?

    Das sind ja schon drei Fragen. :shock:

    Aber ich hoffe, nicht allzu aufdringliche. :wink:

    Hallo e.t. ,

    wenn du mit den alkoholhaltigen Putzmitteln bisher kein Problem hattest, solltest du dir auch deswegen keinen Kopf zerbrechen.
    Viel wichtiger ist allerdings die Geschichte mit der Schnapsflasche. Glaubst du, du könntest deine Frau dazu bringen, auf Alkohol im Hause komplett zu verzichten?

    Hallo, du liebes Lavendelchen! :D

    Schön, dass du ab & zu hier noch liest.
    & ich habe dabei auch tatsächlich mir neues von dir erfahren, nämlich dass du so etwas wie Menschenscheue hattest. Das hätte ich nicht gedacht! Als ich dich kennen lernte, hatte ich den Eindruck, dass du überall zu Hause sein würdest & mit jedermann umgehen könntest.

    So kann man sich täuschen! :lol:

    Gibt es auch ein Foto vom Objekt? (Ich will ja nicht Klavierkneipe oder Pianopinte schreiben :P )

    liebe Grüße

    Dante

    Dieser Thread hat den Trend hin zur Fragestellung, ob Coabhängigkeit nun eine Krankheit, gar eine Suchtkrankheit ist oder eben nicht.
    Diese Frage werden wir nie für alle zufriedenstellend beantworten.

    Das Phasenmodell von Emma lädt allerdings zu Interpretationen in alle denkbaren Richtungen ein - Solch Phasenmodell lässt sich auf JEDE Beziehung anwenden, egal, ob das Problemfeld nun Alkohol, Schwiegermutter oder stehpinkeln ist.

    Co-Verhalten IST Kontrollverhalten. Wir sollten nicht vergessen, dass Coabhängigkeit immer im Zusammenhang mit einem suchtkranken Angehörigen zu betrachten ist.
    Sich selbst bei seiner Kontrolle zu kontrollieren ist unsinnig - Es gilt, sich aus diesem Zustand zu lösen.

    Das sollten dann aber wirklich auch Profis machen, liebe Joanne. Selbsthilfe vermag vieles, aber nicht alles.
    Im übrigen ist die Ursachenbestimmung bei Suchterkrankung niemals monokausal. Stets steckt hinter einer Suchtkrankheit ein komplexes Geflecht von Ursachen.
    Somit ist eure "Vereinbarung" nicht 1 x kontraproduktiv. Thema ist der Alkohol & nicht der Krieg.

    Hallo Mary & Willkommen im Forum! :D

    Die Geschichte deines Mannes kenn ich son bischen von mir selbst. Offenbar kann er Abends nicht abschalten ohne eine gewisse Dröhnung intus zu haben.
    Das mit der Suchtgefährdung hat er womöglich sogar schon hinter sich.
    Ich denke, du solltest dich informieren, wo in deiner Nähe Suchtberatungsstellen sind, vielleicht sogar selbst mal vorfühlen.
    Dann wäre nochmal ein ernsthaftes Gespräch mit ihm zu führen. Sag ihm, dass du dir Sorgen machst & dass so ein Beratungsgespräch nicht schaden kann.

    Das wäre jetzt das, was mir zu deiner Geschichte ganz spontan einfällt.

    Hallo Joanne,

    das mit dem Tiefpunkt lass an dieser Stelle mal beiseite. Du hast längst den Punkt erreicht, zu erkennen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann & du handeln musst.
    Dich schreckt zweierlei: die ganze anstehende Anstrengung samt den vielen daraus resultierenden Auseinandersetzungen mit ihm & der Schrecken des Endgültigen, die deine nächsten Schritte beinhalten. Es ist schwer, sich von einer Liebe loszureißen.

    Diese Schuldgefühle, die deine Tochter entwickelt & die wiederum bei dir deiner Tochter gegenüber entstehen, die wird man nicht vermeiden & auch nicht mehr vergessen manchen können. Deine Tochter entwickelt Schuldgefühle wegen einer möglichen Trennung genauso wie wg. eines miteinander Aushaltens beim trinkenden Vater/Mann wie überhaupt darauf, dass ihr Vater trinkt. Das IST so, bei allen Kindern.

    Ich glaube also nicht, dass sie dir den entscheidenen Wink geben kann, was du nun zu tun hast. Irgendwo ist das ja auch schlüssig: Wenn du schon in dieser Frage zerrissen bist, wie soll eine 10jährige da eine rationale Antwort haben?

    Vielleicht hilft es dir, deine persönlichen Anforderungen an eine Partnerschaft genau zu definieren, liebe Joanne.

    Schreib dir doch 1 x auf, was du von einer Partnerschaft konkret erwartest.
    Dann schreib auf, was du auf keinen Fall möchtest. (Beispiel: Ich will keine familiären Aktivitäten mit ihm, wenn er was getrunken hat.)
    Schreib immer auf, was DU erwartest, möchtest, verneinst. Kompromisse sind später dran.

    Ich glaube, solch eine Niederschrift hilft dir, deine Gedanken zu ordnen.

    Hallo morgwai & Willkommen im Forum! :D

    Es ist in der Tat ein herrliches & ungemein belebendes Gefühl, welches sich nach nur wenigen Tagen Abstinenz einstellt. Man spürt seinen Körper viel intensiver & hat auch Freude daran.

    Allerdings ist das nur EIN Vorteil einer trockenen Lebensweise, & noch nicht 1 x der wesentliche. Der steckt nämlich in der ganz neuen Art, sein Leben zu gestalten, andere Sichtweisen zu entwickeln & seine wahren Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen & auszuleben anstatt sie mit Zellgift (nichts anderes ist Alkohol nämlich) zu ertränken.

    Die körperlichen Veränderungen, die Alkohol hervorrufen kann, entwickeln sich zudem längst nichts so schnell zurück wie bei anderen Suchtstoffen. Vieles bleibt. In Sachen Polyneuropathie z. B. ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Nerven wieder völlig erholen. Das "Trinkerbein" bleibt einem einem dauerhaft erhalten. Allerdings kann man lernen, damit zu leben & sich dennoch sicher zu bewegen. Die Geschichte mit den Gehirnzellen stimmt nicht: Was da 1 x kaputtgesoffen wurde, ist irreversibel. Allerdings können sich die noch heilen Gehirnzellen neu vernetzen - so genug davon vorhanden sind.

    Ich will damit andeuten, dass es für eine körperliche Regenerierung keinerlei Garantiescheine gibt. Manches geht gut, manches nicht so gut, manches gar nicht; & das alles in Abhängigkeit vom Schädigungsgrad (sprich vom Umfang des Alkoholabusus).

    Was ich noch damit zum Ausdruck bringen will, dass eine (scheinbar) gut voranschreitende Regenerierung kein Hinweis auf Wiederholbarkeit ist, frei nach dem Motto: "Hab ich zu viel gesoffen, dann höre ich eben für eine Zeit auf; bin ich dann wieder fit, kann ich wieder saufen:"
    Dieses Karussel würde sich nicht allzulange drehen.

    Die Frage ist vielmehr, WARUM du aus dem Alkoholdunstkreis ausbrechen willst. Geht es dir nur um die körperlichen Beschwerden?

    Im Kern hat sich nichts geändert, haben Aurora & ich festgestellt.

    Du bist hin- & hergerissen & weißt nicht, wie es ihm recht zu machen ist --> dein altes Verhalten

    Er übt Druck auf dich aus, wenn auch nicht mit so dastischen Mittlen wie vor einem halben Jahr --> sein altes Verhalten

    Ihr seid noch ganz am Anfang eures Weges. Für dich relevant ist bisher nur, dass er nicht mehr trinkt.
    Ich hoffe sehr, dass er seine Umschulung für sich macht & nicht dir zu Gefallen den Musterschüler gibt. :?

    Hallo Joanne & Willkommen im Forum! :D

    Klar ist, das lese ich aus deinen wenigen Beiträgen heraus, dass dein Leidensmaß übergelaufen ist & du nicht bereit bist, mit einem aktiven Säufer zu leben.
    Das Schlechtgerede zu deiner Freundin, die Ansage an deine Tochter (er weiß gar nicht, was für einen Stress er bei der Kleinen da auslöst!) - all das zeigt, dass ihm nicht bewusst ist, was er mit seiner Trinkerei verursacht.

    Ich denke mal, den heutigen Tag kannst du abhaken. Mit Betrunkenen zu reden ist sinnlos. Es kommt nichts sinnvolles mehr dabei heraus.

    Liebes iä,

    1.
    Du schwafelst nicht zuviel. (Hattest du noch nie, redest du dir aber immer noch ein. :wink: )

    2.
    Schreib im geschlossenen Bereich. Das ist woanders & bringt auch wohl besseren Austausch, wie ich finde. Einige alte Bekannte sind auch noch da. :)

    Hallo Bonsai & Willkommen im Forum! :D

    Ziemlicher Stiefel, den du da mit dir trägst. :roll:

    Erstmal zum Alkoholdunst in deinem Wohnzimmer: Der ist sehr wahrscheinlich eingebildet & vom Suchtgedächtnis ausgehend. Ich kenne einige Fälle von erstaunlichen Streichen des Suchtgedächtnisses. Da schmeckt auf 1 x das Wasser im Trinkglas nach Wein oder man bekommt Bierdurst beim Anblick eines Glases mit Tee (wg. der Farbe).

    Auch Saufträume sind nicht ungewöhnlich. Ich selbst habe ab & zu solche.

    Beunruhigend ist eher, dass diese Erscheinungen bei dir gegenwärtig so konzentriert stattfinden. Als Quelle vermutest du selbst dein Interesse an Musikveranstaltungen. Wie sehr waren solche Besuche bei dir in der Vergangenheit mit Alkoholkonsum verbunden? Wer hat dich begleitet? Erzähl uns doch bitte davon.

    Hallo, du liebes iä! :D

    Schön, dass es bei euch Düröngin weitgehend zu funktionieren scheint. Schön auch, dass dein Nichtmehr-MGT sich gefangen hat & der erste gemeinsame Urlaub gut verlaufen ist.
    Deine Aussage, dein Schatz liebt dich NOCH, macht mich etwas stutzig.
    Hälst du dich für so wenig liebenswert, dass du dich darüber wunderst?
    Ich hoffe so sehr für dich, dass bei dir im Bereich Sucht (alle Teilbereiche) alles im Lot ist.
    Meld dich bald wieder!

    Liebe Grüße

    Dante