Beiträge von Dante

    Tja, wenn das so ist, bin ich gar nicht therapierbar & genau genommen auch nicht therapiewillig. Demütigung & Therapie kriege ich nämlich nicht zusammen. Bleiben mir also 2 Möglichkeiten: weitersaufen oder "einfach" nichts mehr trinken.
    Trotzdem möchte ich mich für eure Mühe bedanken. Mit meinem weiteren Weg möchte ich euch dann auch nicht weiter belästigen. Ich werde aber dieses Forum weiter lesen.

    Hallo Karsten, vielen Dank für deine Antwort. Bei meinen Problemen mit den Regeln handelte es sich in keinem Fall um irgend etwas, was mit Alkohol auch nur im entferntesten zu tun zu haben schien. Es ging um solche Sachen wie Badeordnung oder unkorrektes Verhalten nach dem Anklopfen an der Tür.
    Überhaupt habe ich mir im gesamten letzten viertel Jahr nicht so wenig Gedanken gemacht über mein Alkoholproblem wie in den besagten 43 Stunden da vor Ort.
    Im Gegenteil habe ich endlos lang um just diesen Therapieort gerungen & alle möglichen Institutionen telefonisch wochenlang genervt. Ich bin nahezu mit Vorfreude angereist & gewissermaßen mit offenen Armen gerannt ins ebenso offene Messer. Wahrscheinlich habe ich meine Erwartung zu hoch und/oder falsch angesetzt, vielleicht hätte ich mich von meiner Psychotherapeutin nicht beschwatzen lassen sollen (sie hat dort mal gearbeitet), vielleicht habe ich mich aber auch noch nicht die Treppe tief genug hinunter gesoffen. Auf letzteres würde ich allerdings gern verzichten.
    Vielleicht hat hier noch ein Forumteilnehmer Erfahrung mit der Saulus-Klinik in Lindow (Mark) & kann mir etwas erzählen. Aber ich weiß umgekehrt auch nicht so recht, was mir das jetzt noch nützen kann. Ich glaube, ich muss einen neuen Weg finden. Bloß fehlt mir noch der Wegweiser.

    Na, schönen Dank für deine "Ermutigung", hiippi. Soll ich daraus nun schließen, meine guten Vorsätze sausen zu lassen, da sie eh in die verkehrte Richtung führen? :lol:

    Nur wenige Stunden kenne ich diese Website, habe kaum etwas gelesen & habe mich also recht spontan entschlossen, hier etwas zu schreiben.
    Ich selbst bin Alkoholiker & lebe seit Anfang Mai mit dem Entschluss, abstinent zu leben & eine Therapie zu absolvieren. Seit dem 10. Juni bin ich trocken.
    Die stationäre Therapie liegt zu diesem Zeitpunkt 37 Stunden zurück & hat beim Abbruch 43 Stunden gedauert. Ich bin mit den zumindest sinnlos erscheinenden Regularien & ständigen Schurigeleien nicht fertig geworden. Da ich auf mein Fragen auch keine Antworten erhielt, habe ich letztlich entnervt die Segel gestrichen.
    Wie es jetzt weiter gehen soll mit mir, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mein AG will gehörig Druck machen, meine medizinischen & therapeutischen Bezugspersonen sind nicht erreichbar. Mir fiel nun auf, dass ich mich noch nie mit anderen Betroffenen ausgetauscht habe. & genau dieses tue ich hiermit.
    Fest steht für mich eigentlich nur, dass ich auf jeden Fall trocken bleiben will (& auch guten Mutes bin, dass zu schaffen).