Beiträge von Contemplation

    Hallo Two Times!

    Ich bin zum Beispiel meiner Mutter wieder ein ganzes Stück näher gekommen seit dem ich nicht mehr trinke und merke plötzlich wie alt und zerbrechlich sie doch mittlerweile geworden ist. Dann stelle ich mir die Momente vor in denen sie für mich das war und die guten die wir früher hatten und denke wie es wohl sein wird wenn sie eines Tages nicht mehr da ist. Wie es wohl sein wird wenn ich später mal an ihrer Wohnung vorbei gehe, in der schon seit langem jemand anderes wohnt. Das macht mich sehr traurig und es macht mir auch Angst. Wenn ich später mal alt bin und ganz alleine auf meinem Balkon stehe, keiner mehr da...

    Es macht uns menschlich dass wir über den Tod nachdenken. Erst das macht uns überhaupt zu Menschen. Es ist wahrscheinlich das schwierigste Thema überhaupt und Angst gehört dazu.

    Die Zeit in der wir uns mit Alkohol betäubt nicht ersthaft über solche Sachen Gedanken machen konnten ist vorbei und wir begreifen dass es nüchtern erstmal sehr viel schwerer ist sich mit dem Leben auseinanderzusetzen, wenn man Gedanken mit in den Schlaf nimmt um sie am nächsten Tag weiterzuführen, weil sie zu komplex sind...

    Jetzt bin ich etwas durcheinander gekommen und weiß nicht weiter, sorry ;)


    lg maik

    Guten Morgen!


    Ja alle finden es gut das ich nix mehr trinke, aber wenn sie selbst was getrunken haben rufen sie an und fragen ob man nicht vielleicht was zusammen machen will. (nicht alle Freunde) nüchtern meldet sich keiner... Hab beschlossen das erstmal so hinzunehmen, mein Leben ist mir wichtiger. Bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

    Oder doch: Ich fang wieder an zu trinken, damit die anderen nen schönen Tag haben, weil ich besoffen ja so lustig bin und dann sterb ich in nem Jahr.

    Ach nein, lieber doch das erste ;)


    Ist schon nicht einfach, aber wir müssen jetzt als erstes an uns denken!!! Alles andere steht hinten an und hat gefälligst den Mund zu halten.

    So!

    lg maik

    Hallo NNGNeo!

    Schön Dein Entschluss mit dem trinken aufzuhören! Viel Kraft!!! Darum dass Du die letzten zehn Jahre trotz des Trinkens durch gearbeitest hast, beneide ich Dich ein bisschen. Das ging bei mir leider gar nicht. Aber so hast Du nach Deiner Therapie eine gute Grundlage "draussen" weiterzumachen und hast da schon mal Ablenkung. Das ist SEHR viel Wert.

    Wegen der Medikamente brauchst Du Dir eigentlich keine Gedanken machen. Es sei denn dass Du wirklich nachweislich zuviel bekommen hast (Arzt oder Schwestern fragen). Auf irgendwelche Geschichten von Leidensgenossen die dort auch zur Entgiftung sind und alles besser wissen, brauchst nichts zu geben! Der Arzt legt die Medikation anhand Deiner Entzugserscheinungen (schwitzen, Unruhe, Agressivität, Angst, Blutdruck usw.) fest.

    Es kann schon vorkommen dass Du die erste Zeit etwas neben der Spur stehst. Das ist aber nicht weiter tragisch. Wenn die Medikamente abgesetzt werden kannst Du Dich eventuell auch nochmal etwas unwohl fühlen. Ist wie ne Wurzelbehandlung: macht niemand gerne, sollte man aber.

    Wenn die Nebenwirkungen natürlich zu stark sind Arzt oder Schwestern bescheid sagen. Aber wenn Du bloß müde bist oder etwas neben der Spur, leg Dich einfach ins Bettchen :)

    Viel Kraft. Halte durch!


    lg maik

    Guten Morgen.

    Dieses Gefühl nicht normal zu sein, weil man nicht "normal" mit Alkohol umgehen kann kenne ich sehr gut. Nach fast vier Monaten denke ich auch noch vereinzelt: Ist das wirklich so? Hab ich alles ausprobiert? Alle Möglichkeiten durch? Werd ich mich jemals wieder gehenlassen können auf diese so verführerische Weise, die nur der Alkohol es schafft in mir auszulösen. Bin ich stark genug für das nüchterne Leben?

    Ich habe mich entschlossen die Antworten auf diese Fragen nüchtern herauszufinden. So wie Du. Zweifel und Ängste gehören dazu. Dieser Kampf geht über die vollen zwölf Runden und wie Pink Lady schon meinte diese zufriedene Trockenheit: das dauert ne Weile.

    Aber irgendwann werden auch wir entspannt mit nem Glas Brause und ner Bratwurst am Grill im Garten stehen und denken: What a wonderfull life ;)

    lg Maik

    Hallo TwoTimes!

    Du kannst sehr gut Deine Gefühle ausdrücken und ich kann sehr gut nachvollziehen wie es Dir gerade geht. Ich habe noch ein paar Tage bis ich meine vier Monate voll hab. Ich lag Gestern Abend im Bett, meine Freundin neben mir. Sie war schon eingeschlafen. Ich lag wieder einmal wach. Wie so oft in letzter Zeit. Abends im Bett wenn alles ruhig ist beginnt plötzlich das Kopfkino...

    Gestern war ich plötzlich wieder zehn Jahre zurück in der Vergangenheit. Bundeswehr und eine abgebrochene Umschulung lagen hinter mir. Ich war in meiner Wohnung es war Neujahr und ich war alleine. Ich hatte am Abend zuvor keinen meiner Freunde reingelassen. Zum ersten mal in meinem Leben habe ich wegen des Alkohols so getan als ob ich nicht zuhause bin. Damit es keiner mitkriegt.

    Es sollten noch sehr sehr viele Male folgen.

    Dann schossen mir ganz viele einzelne Szenen von Sachen die ich im Suff gemacht habe durch den Kopf. Sehr peinliche Sachen. Dann sah ich meine Freunde vor Augen wie Sie mir damals alle helfen wollten aber ich keine Hilfe angenommen habe. Wie ich Sie immer mehr und mehr aussen vor gelassen habe und mich immer weiter von Ihnen abgeschottet habe.

    Wie sie sich immer weiter entwickelt haben, Ihr Leben bis Heute gemeistert haben. Befördert wurden, eine Familie gegründet haben, eine Haus gebaut.

    Und dann sehe ich mich. Die letzten zehn Jahre. Ein Wahnsinn. Ich schiesse hoch weil mir ein Schauer durch den ganzen Körper schiesst und ich einen Heulkrampf bekomme.

    Ich bin dann auf den Balkon eine rauchen und mich einigermaßen zu beruhigen.

    Es ist so schwer für mich im Augenblick zu akzeptieren wer und was ich bin. Was ich getan habe. Wen ich alles verletzt habe. Was für Chancen ich hab verstreichen lassen.

    Ich bekomme zur Zeit Hartz IV. Eigentlich schon sehr lange. Es ist der pure Wahnsinn wenn ich jetzt langsam zu mir komme und versuche nicht in Panik zu verfallen wenn ich an die nächste Zeit denke. Es macht mir Angst aber wir kommen da schon wieder raus.

    Auch wenn es im Augenblick schwer fällt daran zu glauben.


    lg Maik

    Hallo!

    Bin Heute drei Monate trocken und wollte das bloss mal berichten. Ich weiss momentan nicht so richtig was ich über mich berichten könnte, weshalb auch so wenig Austausch von meiner Seite stattfindet. Mache im Augenblick auch nicht sehr viel... Naja ich melde mich wieder.

    Liebe Grüsse, Maik

    Hallo!

    Das kontrollierte Trinken! Habe schon tausend versuche durch: Nur zu besonderen Anlässen, einmal im Monat, ach zweimal im Monat sind doch auch nicht so schlimm, ach nur Samstags das geht, nur Freitags und Samstags das muss doch auch noch zu schaffen sein..... Geht alles nicht! Irgendwann kommst Du auch zu der Einsicht, glaub mir. Oder glaub wenigstens den anderen Leuten hier die schon Jahre trocken sind. Sie haben leider recht!!!

    Aber das sind Erfahrungswerte die glaube ich ein Alkoholiker leider selbst machen muss, einfach schon um sich wirklich ganz sicher zu sein. Das ist ja auch ein Teil der Sucht. Aber glaub mir: Mit dem herumprobieren geht soviel Zeit verloren, die Du nicht zurückbekommst...

    lg Maik

    Hallo!

    Ich habe mir diese Frage auch schon sehr oft gestellt. Wie soll es weitergehen ohne Alkohol. Das kann doch kein schönes Leben sein.. Aber immer wieder bin ich abgestürzt. Immer wieder habe ich Freunden, Bekannten, Angehörigen und meiner Freundin dermassen vor den Kopf gestossen dass es mehr als weh tat.

    Du kannst bloss für Dich entscheiden ob Du so wie Du mit dem Alkohol lebst ein lebenswertes Leben führst. Ich für mich nach sehr vielen hin und her, trinken wieder eine Zeit lang nichts trinken, dann doch wieder und alles was man sich ein kleines Stück wieder aufgebaut hatte mit den Freunden etc. gleich wieder voll für den A... .

    Ich denke früher oder später wirst Du sowieso aufhören mit dem trinken. Also wenn Du Alkoholiker bist und Du dann wenn Du am richtigen Punkt angelangt bist noch nicht alle Gehirnzellen versoffen hast, wirst Du aufhören mit dem trinken. Anders gehts gar nicht!

    Also hör lieber gleich auf!

    Gruss Maik

    Hallo Ihr lieben!

    Werde das vielleicht mal als nächstes in Angriff nehmen dem Geld in der Tasche... Ist mir aber irgendwie nicht so ganz geheuer.

    Das Wochenende war auch wieder eher bescheiden. Wollte alleine sein und hab fast das ganze Wochenende auf der Couch verbracht. Hab mir für Morgen ganz fest vorgenommen mich zu Aktivieren, so haben Sie in der Tagesklinik immer zu: seinen Arsch hochkriegen gesagt. Will eine grosse Runde mitm Fahrrad fahren und danach ein bisschen was für die Muskel tun...

    Mal sehen wie die Sache Morgen aussieht.

    Die Welt und ich wir beide sind im Augenblick überhaupt nicht kompatibel. Kommt mir vor als ob ich hier im falschen Universum bin. Ein Ausserirdischer und jeder siehts mir an..

    Vorhin hab ich von meinem Balkon im zwöften Stock auf das fröhliche Treiben bei uns in der Stadt geschaut (war Stadtfest am Wochenende) und da ist es mir plötzlich durch den Kopf geschossen. Muss vor einem Jahr um die Zeit gewesen sein, da wollte ich schon stark angetrunken(soffen) auch zum Stadtfest gehen. Bin dann irgendwann auf einer Wiese mitten in der Stadt wachgeworden und vor mir stand ein junges Pärchen und fragten ob alles ok ist oder sie den Arzt rufen sollen. Ich bin dann schnell nachhause getorkelt...

    Man da liefs mir gleich eiskalt den Rücken runter als ich daran gedacht habe und das bisschen Neid gegenüber den feiernden Leuten da unten, war verflogen...

    Hallo Sissi!

    War mal wieder ein besch... Wochenende! Hab mehr oder weniger gar nichts gemacht. Das unterscheidet uns. Ich fühle mich zur Zeit alleine sicherer. Hab meine Freundin gebeten nach Hausse zu fahren, weil ich einfach meine Ruhe haben will. Ich weiss auch nicht. Denke sehr viel nach, versuche irgendwelche Pläne zu machen aber komme irgendwie nicht so richtig voran. Na ist doch gut wenn Du Menschen um Dich herum hast die Du in Deine Pläne mit einbeziehen kannst und die Dich hoffentlich unterstützen. Mit Eifersucht kenne ich mich auch gut aus. Ist gleich nach Entzug das Top-Gefühl überhaupt (Sarkasmus;) )

    Lass es Dir gutgehen!

    lg Maik

    Hallo Bloona,

    ja es ist schwer wenn man sich das vorstellt. Nicht mehr auf Partys, keine lustigen, entspannten Gespräche mehr. Kommt mir zur Zeit auch so vor als ob ich an der Welt vorbei lebe, in einem anderen Takt laufe. Seltsam das ganze. Kann dieses ganze ja irgendwann ist alles super noch nicht ganz glauben obwohl ich ganz dolle hoffe dass uns irgendwann nichts mehr ausmacht und wir ein glückliches und vor allem lockeres alkoholfreies Leben führen werden. Aber bis dahin haben wir denke ich noch einiges zu tun und zu verdauen.

    Wünsche Dir Kraft, bleib stark!!!

    lg Maik

    Hi!

    Stecke zur Zeit auch in einem Tief und stelle die ganze Welt in Frage. Habe bald den dritten Monat voll und hoffe das es bald wieder bergauf geht. Bleib weiter am Ball, hast es doch schon ein ganzes Stück geschafft. Nicht aufgeben, es wird schon wieder besser!!!

    lg Maik

    Schönen guten Abend wünsche ich Euch und vielen Dank für Eure herzlichen Worte. Hatte irgendwie Angst dass sich niemand meldet.

    Ja die Zeit heilt alle Wunden. Mir kommt es im Augenblick nur leider so vor , als ob die Zeit irgendwie stehen geblieben ist. Es zieht sich alles so hin. Na wahrscheinlich, weil ich nichts so wirklich geniessen kann und immer so eine innere Unruhe in mir habe. Die vergangenen Jahre kommen mir im Gegenteil dazu vor wie ein Traum. Ein schlechter.

    Als ob ein Schleier über allem liegt. Keine wirklich schönen Augenblicke, wenn ich zurückdenke. Also ich meine solche Augenblicke an die man sich gerne erinnert und die einem auch nach Jahren manchmal noch einfach so in den Sinn kommen weil sie einfach zu schön waren.

    Nur ein sich immer wiederholender Trott aus Lügen, Scham und Übelkeit wenn ich versuche die letzten Jahre Revue passieren zu lassen.

    Ich bin es leid und habe auch gar keine Kraft und vor allem keine Lust mehr dazu dem verdammten Alkohol das zu gönnen und mich weiter so fertig zu machen. Und meinen Angehörigen und meiner Freundin will ich das auch nicht mehr antun!!!

    Ich habe mir Heut zwei Bücher gekauft, als ich mal kurz mit meiner Freundin einkaufen war. Sie waren im Sonderangebot und so ist es nicht ganz so tragisch falls ich sie doch nicht lesen sollte.. Ich habe früher oft gelesen und vielleicht hilft es mir ja jetzt mich etwas zu entspannen. Na mal sehen , hören sich jedenfalls ganz spannend an.

    Ich hätte mal eine Frage an Euch und würde gerne Eure Meinung dazu wissen.

    Meine Geldkarte und Auswies und alles womit ich mir halt Geld besorgen kann hat meine Freundin. Wir gehen auch nur zusammen einkaufen. Ich würde das alleine auf gar keinen Fall wollen. Was haltet Ihr davon?

    Ist das Risikominimierung, oder wälze ich damit die Verantwortung an Sie ab? Ich gehe ab und zu zu meinem Therapeuten. Naja eigentlich leitet er die Suchtstation im Krankenhaus, ist Psychotherapeut und ich kann da jederzeit hingehen wenn ich reden will. Er sagt dass ich damit meine Verantwortung an meine Fraundin abgebe. Ich bin irgendwie der Meinung dass, bis ich etwas gefestigter bin eine gute Idee ist wenn Sie alles hat..

    Was denkt Ihr darüber?


    liebe Grüsse, Maik

    Hallo!


    Ich lese schon seit ungefähr einem Jahr hier im Forum, hab mich vor einiger Zeit hier angemeldet und schon einen Beitrag im Vorstellungsbereich geschrieben. Hab dann aber wieder angefangen zu trinken und so hab ich`s nicht zuende gebracht.

    Ich möchte mich nochmal kurz vorstellen, weil das andere etwas zu ausführlich angefangen hatte...

    Ich bin jetzt seit dem 12.06. nüchtern und habe mir auch fest vorgenommen es zu bleiben. Die meiste Zeit bin ich zuhause, da ich es aufgrund meines Alkoholkonsums nicht geschafft habe nen Job mal länger als ein Jahr zu behalten.

    Seit 2003 hatte ich 11 Entgiftungen und 2 AEB`s, naja und hab mich langsam aber sicher immer mehr aus dem realen Leben zurückgezogen. Habe in der Öffentlichkeit nur noch betrunken funktioniert und keine sozialen Kontakte mehr gepflegt. Nur betrunken habe ich mich rausgetraut oder mit Freunden getroffen, was aber schnell zu einem Problem wurde.

    Hab mich immer mehr gehen lassen auf solchen Feten oder Treffen und Morgens dann wenn noch alle lustig beisammen sassen kam bei mir schon wieder der Entzug und Panik durch und ich musste ganz schnell weg...

    Habe bis vor einem halben Jahr auch ab und zu Speed und Kanabis konsumiert, wenn ich überhaupt noch mal auf so einem Treffen war.

    Ich hab auch eine ziemliche Sozialphobie aufgebaut, glaube ich, denn draussen komme ich auch nicht mehr so richtig klar im Augenblick. Ich weiss auch nicht, das loslassen ist mir schon sehr schwergefallen. Einfach weil ich sehr grosse Angst vor dem habe was jetzt kommt. Finde ich überhaupt nochmal Arbeit, wenn ich erzähle was ich in den letzten Jahren gemacht habe. Kann ich das überhaupt noch?

    Ich bin auch seit drei Jahren mit meiner Freundin zusammen, die ich in der Tagesklinik kennenlernte und die mir immer wieder sehr viel Kraft gab.

    Habe auch mit Sport angefangen, grenze mich von allem was auch nur im entferntesten mit Alkohol zu tun hat ab aber im Augenblick ist es glaub ich nicht einfach mit mir.

    Ich bin sehr launisch, wütend auf die ganze Welt. Weiss nichts mit mir anzufangen. Hab auf gar nichts Lust. Würde mich am liebsten den ganzen Tag in meiner Wohnung verkriechen obwohl dass ja auch nichts besser macht.

    Irgendwie sitze ich meine Zeit ab, warte das irgendwas besser wird. Was passiert jetzt???


    lg Maik

    Hallo Bloona,

    die Angst das irgendwas fehlt, sich nie wieder entspannen zu können. Allein zu sein. Ich habe diese Gedanken oft ( Heute ist mein 70er Tag ohne Alkohol) aber trinken ist keine Alternative mehr für mich! Ich will mich diesen Gedanken stellen und herausfinden wie ich sie vertreiben kann. Und Du schaffst das auch!!!


    Alles Gute und viel Kraft!

    lg Maik

    Hallo Sissi,

    die Gefühle zulassen, Trauer zulassen, Angst zulassen. Das alles ist schwierig. Ich hab momentan auch sehr damit zu kämpfen. Manchmal Abends im Bett ist es besonders schlimm, wenn ich mich den ganzen Tag irgendwie ablenken konnte und dann Abends wenn alles still ist plötzlich alles auf einmal über mich kommt wie ein Unwetter. Man kann leider die Zeit nicht zurückdrehen, um die Sachen wieder gut zu machen, aber umso wichtiger ist es, glaube ich, klar und gerade jetzt erstmal wieder zu seinem eigenen Ich zu finden. Vielleicht siehst Du ja die Sache mit Deinem (Ex) Freund ja dann ganz anders, oder ihr könnt nochmal ganz anders an die Beziehung rangehen...

    Wünsch Dir einen schönen Tag!!!!

    lg Maik

    Hallo Frau Hasenfuss :),

    mir geht es auch so dass ich mich sehr unwohl fühle, Draussen, gerade wenn ich Bekannte treffe oder Freunde (keine Saufkumpels). Alleine schon die Vorstellung dass ich auf jemand bekanntes treffen könnte, löst unruhe in mir aus. Diese Blicke: Na hat er wieder getrunken, arme Sau, der schaffts doch nie. Solche Vorstellungen halt. Halt die Konsequenzen meines versoffenen Lebens draussen schonungslos bei jeder sich bietenden Gelegenheit eiskalt serviert zu bekommen, dass dauert schon bis man das alles aufgearbeit hat...

    lg Maik

    Achso eins wollte ich noch schreiben:

    Diese Euphoriephasen hatte ich die ersten Male nach der Entgiftung auch noch aber von Mal zu Mal wurden Sie weniger, ist aber nicht schlimm finde ich. Natürlich ist es schön sich gut zu fühlen aber wenn dann aus den richtigen Gründen finde ich und dann dauerhaft. Also wenn ich mein Leben endlich auf die Reihe bekommen habe, mich in eine neue völlig nüchterne Richtung im Leben und das auch noch zufrieden bewege.

    Die große ja jetzt kann ich alles schaffen Euphorie am Anfang hat sich bei mir jetzt eher in eine: "Jetzt kannst Du mich aber wirklich immer dreimal mehr am A.... lecken, blöder Alk! - Gemütslage verwandelt. Er kann mich mal, ich lass Ihn links liegen und geh Ihm ausm weg. Als ob jemand jede Flasche Alk mit tödlichen Viren besprüht hätte. Ist ja auch fast so für uns.

    Ich hoffe das war jetzt nicht zu durcheinander. Bin auch noch relativ neu hier und kann mich glaub ich manchmal einfach noch nicht so gut ausdrücken.

    lg Maik