Beiträge von beagle

    Lieber Berthold,

    vielen Dank für deine Worte.

    Ich habe für mich entschieden, in keine Gruppe zu gehen und dabei bleibe ich auch.
    Es mag sein dass es für andere eine Art Anker sein mag, aber für mich nicht.

    Mein Anker ist meine Therapeutin, die auf Alkoholismus spezialisiert ist.

    Ich verstehe durchaus was du meinst. Mir waren diese Art Gruppen dennoch etwas zu "heilig". Jeder tat dort so als wäre er der Weisheit König und wo man Neuen - auf subtile Art - mitteilt, nur deren Weg sei der Richtige.

    Tut mir leid, ich mag das nicht. Genau das setzt mich unter Druck.

    In meiner Therapie lerne den Druck auf Dauer zu reduzieren.
    Die neuen Therapieansätze gehen davon aus, dass die Vermeidung aller Situationen und Dingen die mit Alkohol in Verbindung stehen, nicht den Effekt erzielen, den man erzielen kann, wenn man sich langsam den Situationen annähert und stellt.

    Ich weiß, dass hier in diesem Forum viele diesen Ansatz für verteufelungswürdig halten würden, aber das ist mir egal. Es ist mein Weg.

    Heute ist Tag 14. und ich bin nüchtern.

    Entschleunigung. So ist es.

    du schreibst:

    [/quote] wenn ich mich selber liebe und anerkenne, dann muß ich es mir nicht mehr im Außen holen und wer weiß wie ackern und Kapriolen schlagen, damit ich es bekomme.

    Zitat

    ganz genau. Seit ich das erkannt habe, nutzte ich jede Gelegenheit zum "üben", bei Fremden zunächst, dann auch im Job. Ich merkte, wenn ich ganz klar sage was ich will und was nicht, was mir gefällt und was nicht, dann bekomme ich 1. Respekt, denn ich hatte ja davor nie eine Meinung, die ich kundgetan hätte.
    und 2. auch Beachtung, weil mein Auftreten resoluter geworden ist. Ich merkte, wenn ich wirklich autenthisch war, und ehrlich, dann nehmen mich die Leute anders wahr, sie haben Respekt und hören was ich sage.
    AUch Konflikte kamen dadurch heraus, weil man ja nicht immer einer Meinung ist - aber wenn ich bei mir blieb konnte ich die Konflikte souverän lösen.

    Ich sehe diese Zeit gerade als Chance zur Selbstfindung und Veränderung. Und Entschleunigung ist gerade an Stelle Nr. 1!

    Blue Cloud: wie haben deine Freunde auf deine Veränderung reagiert? Denn Selbstliebe wird dann oft verwechselt mit Egoismus.

    Guten morgen Blue Cloud!

    Das ist eine fantastische Idee mit dem Picknick!!! danke für den Tip!

    Kartoffelsalat ist ja überhaupt was Feines, da könnt ich mich jedesmal reinlegen :) (vorausgesetzt es wurde gut gemacht )

    und ich koche ja gern....uiii in meinem Hirn regnet es gerade Picknickrezepte, muss ich gleich aufschreiben.

    Ja die Gastgärten haben sich als sehr großes Problem herausgestellt. Ich kann im Supermarkt seelenruhig an den Bierdosen vorbei und auch am Weinregal (seltsamerweise ist das jetzt möglich, in früheren Trinkpausen war das immer die Hölle), aber wenn das Bier offen in Gläsern zu sehen ist, das halt ich nicht aus.

    Aber Picknick -echt genial und so simpel!
    Danke Blue Cloud!
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag! Scheint bei dir auch die Sonne?
    Bei mir zwitschern die Vögelchen und die Sonne strahlt beim Schlafzimmerfenster herein :)

    hi,

    leider gehts im moment echt nicht. ich habe schmerzen vom hals abwärts bis runter in die waden. wenn ich länger spazieren gehe, beginnt die hüfte zu stechen. ich kann mit dem rechten arm nicht mal einen haarfön halten. zudem bin ich rechtshänderin :cry:

    aber es wird schon werden. die physiotherapie beginnt ja die woche.

    ich brauche echt noch ruhe, und das erste mal in meinem leben habe ich sie.

    in den letzten jahren war viel los. 3 todesfälle und letztes jahr hat mich mein freund in die wüste geschickt wegen einer anderen.

    ich habe den alkohol wieder ausgepackt und gearbeitet wie ein tier. geendet ist das dann vor wenigen wochen im burnout, und seitdem wollen die dinge und die gefühle raus.

    was raus muss muss raus.

    naja es wird schon wieder....ich höre das erste mal auf meinen körper und meine psyche.
    habe ich noch nie zuvor so richtig. ich bin ein mensch der extreme, es ging immer nur ganz oder gar nicht. schnell und schneller. meine ganze kraft ging drauf so zu sein wie andere mich möglicherweise haben wollten, ich wollte ja nur beachtet und geliebt werden von allen. daher habe ich alles möglichen aufwand getrieben um das unerreichbarer ziel zu erreichen.
    man kann nicht von allen geliebt werden. ich wußte einfach nicht wer ich wirklich bin.

    mittlerweile habe ich aber erkannt, ich will nicht mehr von jedem geliebt werden. im letzten jahr habe ich auch erkannt, ich darf etwas für mich tun. ich muss nicht zu allem ja sagen. und nun bin ich einfach alles leid, so zu leben wie zuvor geht nicht mehr und ich will es auch nicht mehr

    mir tut gut:

    - wenn meine 3 Katzen ganz früh morgens zu mir ins Bett kommen, eine neben den Beinen, eine unter der Decke in den Kniekehlen, eine neben meinem Kopf

    - mit Freundinnen telefonieren

    - ein heißes laaaanges Bad und meinen Katzen zusehen wie sie nicht kapieren warum der Schaum zerplatz :lol:

    - Tee trinken, immer neue Sorten entdecken

    - am Abend duschen, dann die Rotlichtlampe auf den Rücken scheinen lassen und danach mit heißem Tee ab aufs Sofa und fernsehen, eingemummelt in die Lieblingsdecke

    - in der Sonne sitzen und die Augen zu machen, so dass alles rot flimmert

    - Blumenduft

    - immer neue Dekorationspläne für die Wohnung machen

    - spazieren gehen und Eichhörnchen füttern

    - mich hübsch machen, schminken, was Hübsches anziehen und dann die Blicke von Fremden genießen

    - basteln

    - mit meiner Nachbarin im Stiegenhaus plaudern, bis ungefähr 12x das 3-Minuten Ganglicht ausgegangen ist

    - mit meinen Katzen reden, sie können nämlich sprechen :lol: wirklich!!!

    - sich freuen wenn alte Bekannte sich nach langem wieder melden

    - am Wasser sitzen, oder am Wasser spazieren gehen

    - Listen schreiben (bin ein Vergissmeinnicht)

    - KOCHEN!!! eigene Rezepte erfinden

    - heißer Kakao nach dem Baden

    - Schwimmen gehen und sich dabei richtig auspowern

    [/list]

    hi plejaden,

    einen gastgarten nennt man da wo ich herkomme, wenn zb. ein Restaurant oder ein Cafe entweder vor dem Lokal oder im Hof seine Tische aufstellt und du draußen essen und trinken kannst.
    Das passiert jetzt gerade, weil das Wetter schon so toll ist, und überall räumen die cafes ihre Tische auf den Bürgersteig und man kommt ständig an sowas vorbei.
    Da kannst du sozusagen am Weg zum Supermarkt gleich mal den Leuten beim Trinken zusehen, wenn am Weg so ein Cafe/Restaurant seinen Gastgarten eröffnet hat.

    Darum fürchte ich mich davor, weil man echt nicht dran vorbei kommt. ich wohne in einer Stadt, wo das sozusagen Tradition ist und ich fand das auch immer schön (auch ohne Alkohol). Und da habe ich z.B wahrscheinlich einen nassen gedanken, weil es hat schon manchmal einen eigenen Flair, wenn du in einem Hof sitzt wo Efeuranken und Blumen wachsen, und du sitzt mittendrin.

    Das ist wohl etwas was ich, wenn ich ganz ganz ehrlich zu mir bin - vermisse, aber ich weiß auch jetzt: genau dort lauert für mich die allergrößte Gefahr.
    Wie kann ich wegkommen von diesem Gedanken des Verzichts auf diesen Flair? Ich weiß ich halte das - jetzt zumindest - nicht aus, dort zu sitzen und andren Leuten beim Bier- und Weinkonsum zuzusehen.

    hi nochmal.

    ich habe heute das gefühl komplett instabil zu sein.
    meine psyche sagt: gehn wir doch raus, spazieren, schönes wetter! mein körper sagt: ufffffff muss das sein, ich kann noch nicht, ich hab schmerzen und bin müde.

    auf wen soll ich denn nun hören? ich weiß das kann mir hier keiner beantworten, erwarte ich auch nicht.
    ich sehe jetzt klarer denn je, wie sehr ich ausgepowert bin, und wie sehr mein körper nach ruhe schreit. aber es ist so langweilig alleine daheim.

    ich bin unzufrieden und nervös und weiß nicht was ich will. so sitze ich hier und schaue stundenlang im forum herum, was zwar auch schön ist, aber irgendwie habe ich auch das gefühl der instabilität, das mir sehr auf die nerven geht. ich bin/war nämlich immer eine "ich-kann-alles-allein"-frau. habe nie hilfe angenommen und nun bin ich auf hilfe angewiesen. ich muss andere leute bitten, mit mir einkaufen zu gehen weil ich nicht schwer tragen kann. und den rest der zeit verbringe ich - jetzt nüchtern - daheim und habe - weil nüchtern - massenhaft zeit. jetzt fällt mir natürlich auf wie lange ein tag sein kann, und wenn man nichts machen darf/kann,. kann das ganz schön lange sein.

    entschuldigung wenn ich jetzt hier herumjammere. es ist wieder so ein tag an dem ich mir selber auf die nerven gehe.

    uffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff.

    also sind nasse gedanken im grunde etwas, womit ich meine abstinenz in frage stelle, und gründe suche um wieder etwas trinken zu können?

    im moment habe ich solche gedanken nicht. aber mein gastgartenbesuch könnte dann wohl als solches eingestuft werden. ich bin, obwohl ich wußte, es ist keine gute idee, in einen gastgarten gegangen mit einer freundin, und dort war ich nur nervös.

    jetzt weiß ich wieder, ok das ist keine gute idee, mach ich nicht mehr.

    Guten Morgen Berthold (und natürlich auch allen anderen)

    ich danke dir für deine aufbauenden Worte! :D

    ja ich hatte viel Kraft, damals mehr als heute, aber ich bin jetzt einfach vom ganzen Leben ausgepowert.

    du schreibst:

    Zitat

    Eine Freundin von mir mit der ich 5 Jahre zusammen war, war auch Bulimikerin

    ich war allerdings nicht Bulimikerin, sondern hatte Anorexia nervosa, also die Art Magersucht bei der man so gut wie gar nichts mehr isst. Ich babe Kalorien gezählt und mir tausend Verbote auferlegt.

    Das Paradoxe ist, ich bin jetzt, 15 Jahre später, mit gut 20kg übergewichtig - aber im Kopf bleibe ich immer magersüchtig, so wie ich im Kopf auch immer Alkoholikerin bleiben werde.

    Diese Zeit damals ist auch wichtig für mein Alkoholverhalten gewesen, denn es hat sich hier eine Koppelung eingeschlichen. Ich möchte nicht ins Detail gehen, denn dies ist ein offener Bereich, und ich möchte nicht dass es so ankommt als würde ich noch Tips an AnorektikerInnen austeilen wie man trotzdem feiern kann.

    Jedenfall hat sich diese Koppelung bis heute gehalten, kurz gesagt: ich kann Hungergefühl nicht von Saufdruck unterscheiden, es fühlt sich identisch an.
    Ich habe mich dann mein weiteres Leben meistens fürs Trinken entschieden um dieses Gefühl zu stillen. Oft genug war es aber auch einfach nur Hunger und wenn ich was gegessen hatte, hatte ich danach null Saufdruck, also es war tatsächlich einfach Hunger.

    Es ist verzwickt und darum habe ich mir die beste Therapeutin gesucht, die ich finden konnte, und so lerne ich auch gleich das Essen neu.

    Tja. so kann es gehen im Leben. Da muss man in seinen 30ern nochmal Essen lernen, leben lernen, entspannen lernen.

    Zunächst hat mich die Tatsache umgehauen. Ich dachte, das kann doch nicht sein, ich bin auf dem Level eines Babies angelangt. Muss alles neu lernen!
    Aber jetzt seh ich es tatsächlich so, und als Chance: ich bin durch mein letztes Burnout ein anderer Mensch geworden. Ich habe die Chance bekommen aufzuräumen in meinem Leben, nochmal von vorne anzufangen und ich bekomme auch die nötige Zeit dazu, bzw ich nehme sie mir einfach.

    hallo und danke, spanijoggel (ein origineller nickname!!!)

    ja mir hilft es sehr hier zu sein und ich habe das gefühl ich passe hier auch ganz gut her.
    ich bin von natur aus sehr selbstkritisch, daher bin ich auch sehr streng mit mir gewesen. in letzter zeit bin ich aber weicher geworden. ich konnte mich nie selbst lieben, ich war nie gut genug. ich dachte ich muss immer mehr leisten weil ich gleich alles sofort wissen muss (zb in neuen jobs), ich dachte ich müsse schneller lernen und mehr, weil ich nicht intelligent genug bin, dabei habe ich ein studium abgeschlossen und danach noch 1 jahr lang meinen titel verleugnet. (ich weiß ein studium abgeschlossen zu haben sagt jetzt nichts über intelligenz aus, so sollte es nicht rüberkommen - ich kenne einen haufen "doofe" akademikerInnen und einen haufen hochintelligente leute, denen der Hauptschulabschluss fehlt oder sonstwas.....)

    und ich dachte ich muss immer allen helfen und zur stelle sein, wenn man nach mir verlangt, damit mich alles lieben.

    so.

    was hat es mir gebracht? ein burnout nach dem andren, weil ich mich in alle jobs mit der einstellung von anfang an reingetigert habe. ich wurde ausgenützt (war ja immer hilfreich zur stelle) und fand das auch noch in ordnung. es gab mir da gefühl gebraucht zu werden, in wahrheit habe ich mich unter meinem wert verkauft und letztlich bringt das null respekt ein.

    heute: wieder burnout. aber neue gedanken, neue pläne. ich lerne mit meiner therapeutin alles neu: zu essen (war mal magersüchtig, habe auch eine koppelung essstörung.-alkohol), zu entspannen (ich war immer geistig auf achse mit selbstzweifeln und ängsten), mich selbst zu lieben und an erste stelle zu setzen.

    ich will so nicht mehr leben, wie ich es bisher getan habe, denn ich habe erkannt: Ich kann viel, ich weiß viel, ich bin es wert mit respekt behandelt zu werden, ich bin intelligent, ich bin stark.
    Alkohol steht mir im weg und ist meine größte hürde, ein neues leben zu beginnen und ich bin auch schon auf dem weg in mein neues leben - ohne alkohol. und ich muss sagen: ich bin verdammt stolz auf meine 12 mickrigen tage! ! !

    hallo jasmin,

    ich habe mir gerade deinen thread durchgelesen. ich finde du machst das super. du kümmerst dich um eine neue stelle - wenn es nichts wird, dann kommt etwas anderes, besseres!
    Ich glaube da irgendwie ans schicksal, die dinge kommen dann alle zur richtigen zeit.

    und diese tage wo man sich nicht gut fühlt und sich selber nicht aushält, ja die kenn ich auch gut. erst gestern war so ein tag bei mir. aus irgendeinem grund war ich unruhig und nervös und konnte mich selber nicht leiden.

    was mir immer hilft ist duschen und essen, in der reihenfolge. lange warm duschen, richtig schön. und dann was gutes essen, egal was. wonach mir gerade ist. hat früher schon geholfen und hilft immer noch gut.
    die dusche entspannt so schön. ich habe daneben immer das radio laufen und manchmal singe ich mit und schon bin ich besser drauf.

    ich wünsche dir alles gute!

    lg
    beagle

    hallo correns,

    ich danke dir für deine antwort!

    achterbahn ja, aber die ist weitaus (momentan noch) nicht so schlimm wie mit alkohol. ich hatte ständig depressionen und habe mich selber gehasst.
    gegen ende, also kurz bevor ich trocken wurde, habe ich jedoch aufgehört mich zu hassen. undgefähr 1 monat vorher begann das.
    ich habe mich vorm entzug schon viel damit auseinander gesetzt, weil es ja eben auch nicht das 1 mal ist.

    wie gesagt, einige wochen davor habe ich aufgehört mich zu hassen. ich dachte mir, ok, es ist jetzt so, du trinkst. es bringt dir nichts mehr, dich zu hassen. du bist wie du bist. du wirst aufhören. du wirst dein leben retten du wirst so lange trinken müssen bis es reicht. du wirst so lange nicht aufhören wie du nicht bereit bist dafür, innerlich. du kannst aufhören dich zu quälen, denn du willst aufhören.

    ich kann das nicht genau erklären, was da die letzten wochen abging. ich trank immer mehr und öfter. gleichzeitig wusste ich, es hat bald ein ende. irgendwas in mir hat sich geöffnet und der beginn war, mich nicht mehr zu hassen.
    ich denke es war wohl die einsicht, dass ich eine krankheit habe, und das nicht als hobby mache oder was weiß ich. es war die einsicht, ich kann mich nicht wehren solange ich nicht bereit bin es als krankheit , die mich irgendwann umbringen wird, zu akzeptieren.

    und letztlich habe ich es akzeptiert und nun ist alles so viel leichter geworden. die letzten anderen waren immer mit druck verbunden: ich darf nie mehr.
    jetzt ist es: ich will nie mehr.

    ohhh sundra,
    das ist ja voll was für mich!!! ich liebe Zimt, manchmal stäube ich mir ein wenig davon in den Kaffee - herrlich weihnachtlich!

    Das klingt wahnsinnig gut, Kardamon ist auch lecker!!! jetzt weiß ich welches Regal ich nächstes Mal ansteuern werde, danke dir für den Tip!

    :D:D

    Schwarztee mag ich auch nicht, der schmeckt mir zu bitter und den nervös-effekt mag ich auch nicht.

    Vor x jahren habe ich mal einen Yogi-tee (heißt der so?) getrunken, aus der Not heraus, weil kein Kaffe verfügbar war, und den fand ich auch ganz gut. der hatte auch so ein süße note.

    So, Mr. Kater will bespielt werden, ich muss jetzt Bällchen und Mäuse werfen.

    hallo sundra,

    Yoga interessiert mich auch schon länger, ich könnte mir vorstellen dass mir das Freude bereiten könnte.
    Ich habe auch Katzen :D gleich 3 an der Zahl, und seit ich nüchtern bin merkt der verspielteste von allen: aha frauchen ist voll da, da könnte sie doch andauernd mit mir spielen! er kommt ständig und bettelt um ein spielchen. Da habe ich sozusagen meinen Physiotherapeuten zu Hause, denn Bällchen schießen und Schnüre durch die Gegend ziehen ist auf Dauer auch Bewegung für meinen schmerzenden Arm :)

    Ich bin noch am Erkältung auskurieren. Gestern wäre mir so sehr nach Schwimmen gehen gewesen, aber ich bin momentan zu kraftlos. Meine Schilddrüse hat beschlossen, wieder mal in die Unterfunktion zu gehen vor lauter Stress (ich bin jetzt schon länger mit burnout krank geschrieben) und jetzt muss ich wieder körperlich besser drauf werden, dann kann ich auch hoffentlich wieder schwimmen gehen. Also sofern mir der Arzt es nächste Woche erlaubt. Wenn man so eingeschränkt ist, wird es dann doch irgendwann fad. Und in Cafes und Restaurants kann ich derzeit auch nicht gehen, um jemanden zu treffen, ist zu riskant.

    Fertiggerichte gab es auch bei mir öfter, aber sind jetzt nur mehr eine seltenheit. im Moment achte ich darauf was ich koche, was ich esse - aber manchmal kommt der innere Schweinehund daher und will dann Chips, Fleisch und Knödel :oops:

    Das erste Mal fühle ich mich aber zu Hause wohl, seit meiner Trennung vor über einem Jahr. Ich liebe meine Katzen, meine Wohnung und auch die Umgebung. Ich habe einen riesen Schlosspark in der Nähe, dort gibt es Eichhörnchen, die einem am Bein hochkraxeln, weil sie Nüsse möchten :)

    Ich denke ich werde später ein Bad nehmen, ein paar Kannen Tee kochen, meinen Rücken mit der Rotlichtlampe verwöhnen und dann gemütlich das Fernsehprogramm durchzappen :)
    Schönen Abend noch!

    Hallo allerseits!

    heute ist Tag 12 und ich bin froh!

    gestern war ein tag, an dem ich mich selbst nicht ausgehalten habe, war sowas von unruhig. aber es war kein saufdruck!

    heute habe ich viel geschlafen, dann in der Sonne auf dem Balkon gefläzt und gelesen, eine gute Schüssel Salat gemampft und ein speckbrot - dabei bin ich ja eigentlich "Teilzeit-Vegetarierin", aber mehr vegetarisch als fleischessend. Allerdings hat sich jetzt, wo ich nüchtern bin, seit ein paar tagen wieder so ein unglaublicher Zahn auf Fleisch entwickelt...

    Keine Ahnung ob es da einen Zusammenhang gibt? War das bei euch auch so zu Beginn, seltsame Gelüste auf was auch immer?

    Leider hab ich schon gute 20kg zu viel auf den Hüften und brauch da nicht noch mehr...ich denke aber auch, ein guter Teil der Speckschwarten auf den Rippen ist schon auch vom Alkohol. Ich habe viel Bier getrunken, und das setzt ja auch ganz schön an.

    Da ich grade auch keinen Sport machen kann wegen meinen Schmerzen, muss ich da schon auch acht geben darauf, dass ich nicht beginne nur unsinniges Zeug zu mampfen.

    Aber ich bin heute wieder guter Dinge.
    Ich bin froh so viel Zeit zu haben und weiß zwar noch nicht so recht etwas damit anzufangen, aber das wird schon.

    Ich möchte mir jetzt auch irgendein nettes Hobby suchen. früher habe ich gern gemalt, aber das interessiert mich gar nicht mehr. Kochen bereitet mir freude, mit zutaten experimentieren. und auch spazierengehen. simple dinge eben.

    Der Zeitgewinn ist enorm. Bis vor Kurzem war ich ja nur mit mich betrinken und wieder ausnüchtern beschäftigt. Jetzt merke ich wie viel Zeit ich darauf ver(sch)wendet habe, also mit Alkohol und Kater.

    Jetzt wo ich nüchtern bin von früh bis spät, ist mir schon beinahe langweilig. Da ich im Krankenstand bin und zudem aber meinen Arm und Rücken kaum bewegen kann, fällt sport weg, spazieren gehen geht nur begrenzt und ich habe auch nicht so wirklich lust drauf im moment. Die hüfte beginnt recht bald zu schmerzen.

    Nächste Woche beginnt dann aber meine physikalische Therapie und ich hoffe dann geht es aufwärts.

    was macht ihr so mit eurer gewonnen zeit?

    sundra, danke fürs beruhigen :) siehst, hast mich auch beruhigt, brauch ich gar keinen tee mehr :lol:

    ayurvedischen tee, was ist denn da drin? ich bin "erst" bei den gängigen sorten angelangt wie fenchel, brennessel und dann noch spezialtees aus der apotheke. da gibts so ein marke, die hat für jedes "leiden" einen tee und am meisten pfuipfiuigitt war der leber/galletee. den hab ich mir noch in der nassen zeit besorgt, um meine leber zu entlasten. den habe genau 2x runtergebracht, dann ließ ich es bleiben.

    ich habe aber kürzlich ein reformhaus bei mir in der nähe entdeckt und da gibts tees ohne ende, regalweise geordnet nach marken, nach inhalt (also eine früchteabteilung, eine kräuterteeabteilung usw...), dann noch heiltees und auch ayurvedisch usw.....ich war sooo überfordert und hab nur für meine verkühlung salbeitee gekauft. aber ich stand da wie ein kleines kind im spielzeugladen und konnte gar nicht glauben was ich da jahrzehntelang verpasst habe!! da muss ich alles nachholen :lol: