Beiträge von beagle

    danke drybabe,

    ich habe in der suchfunktion geschaut aber nicht das passende gefunden...weißt du zufällig wie der teethread heißt?

    auch ich habe tee bis vor ein paar monaten verteufelt. so wie du sagst, gefärbtes wasser und was soll ich damit???

    irgendwann war ich dann krank und habe in der apotheke einen wahnsinnstee bekommen gegen husten. der färbte sich zuerst blau und dann gelb, war schön anzusehen. und der schmekcte mir, den trank ich dann auch so.
    irgendwann hab ich dann entdeckt, oh da gibts ja echt gute sachen!

    seither trinke ich mehrere liter am tag.

    wegen dem nerventee habe ich nur sorge weil er ja eben ruhig macht und ich mir dachte das kann nicht gut sein, wenn ich ständig irgendwas "brauche" um ruhig zu sein. aber ich stehe auch noch ganz am anfang. allerdings ist es nicht mein erster entzug und daher bin ich diesmal sehr sehr wachsam, weil ich vorhabe, meine alten fehler zu vermeiden.
    gelingt mir noch nicht so ganz, habe in meinem andren thread (8 tage und bereit für ein neues leben) auch geschrieben, dass ich angst vor gastgärten habe - und was mach ich 3 tage später? in einem sitzen und schwitzen vor angst. naja habs wohl gebraucht um wieder zu wissen, was alles NICHT GEHT.

    ich bin froh dass ich hier immer so viel tips und feedback bekomme und auch dass der umgangston hier so ehrlich ist. das gefällt mir! und das wichtigste: es HILFT mir wirklich hier zu sein! auf jede frage bekomme ich eine antwort (oder mehrere!) und darum fühle ich mich gut aufgehoben.

    danke dir nochmals
    lg
    b

    ich danke auch für eure Antworten.
    Ja der Hallux drückt ganz schön, und ich merke es ist jetzt echt bald an der Zeit.
    Mir wurde damals gesagt, die Op ist eine Frühjahrs oder Herbst-Op, weil im Sommer ist die Gefahr zu groß, dass Keime reinkommen und durch die Hitze dann schön vor sich hinwuchern können.

    Nachdem ich weiß, dass ich auf einen Termin ca 3 Monate warten muss, werde ich mit Ende Juli mal alles in die Wege leiten, habe ich beschlossen. Dann wird die Op im Oktober stattfinden. Bis dahin bin ich hoffentlich auch schon sicherer in meinem alkoholfreien LEben, es sind ja erst 12 Tage...

    Ich habe eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung vom Ty Hashimoto, daher ist Jod für meine Drüse Gift und löst einen Schub aus.

    Guten Morgen!

    Ich bin 12 Tage trocken und somit ganz am Anfang.
    Seit einiger Zeit stehe ich total auf Tee jeglicher Art, am liebsten Kräutertees.

    Allerdings war und bin ich auch oft nervös (habe zudem Burnout mit Angststörungen usw). Irgendwann habe ich ab und zu Schlaf- und Nerventee getrunken sowie Orangenblütentee, weil er mir geholfen hat die Panikattacken zu lindern.

    So.

    Und gestern Abend ist mir aufgefallen, dass ich diese Tees eigentlich sehr häufig trinke. Zum einen täglich und vor allem Abends - das hat mich dann doch sehr an mein Alkoholverhalten erinnert.

    Ich möchte gerne wissen, ob man das jetzt sozusagen als Suchtverlagerung auf diese Beruhigungstees betrachten könnte, weil das brauch ich bitte echt nicht.

    Werde den Tee auf jeden Fall ab heute weglassen, weil es mir selber nicht geheuer ist.

    Trotzdem würde ich nur zu gern wissen was ihr dazu sagt.
    Ich möchte nicht von einer Sucht in die nächste!!!!!!

    lg
    Beagle

    hi

    danke für die Infos.

    silberkralle : jaaa er tut mittlerweile hölle weh. das verschieben hatte ich schon, denn ich hatte 2009 schon einen Op-Termin und musste ihn verschieben, weil meine Schwimu gestorben ist. Ist also auch schon 3 Jahre her....ich verschiebe es im Grunde schon seit vielen Jahren - der doofe Hund hat schon begonnen zu wachsen, das war ich Anfang 20.

    Dabei war ich nie de Frau, die mit hohen Schuhen rumgelaufen ist, im Gegenteil, ich habe stylishe Turnschuhe geliebt und trug nur selten Absätze, weil ich es immer unbequem fand.

    ich schaffe es vielleicht noch 1 jahr ihn zu verschieben, aber länger geht echt nicht mehr.

    hallo,

    ich habe es "ausitzen" genannt, aber ich komme gerade drauf, dass war genau das, was in der Vergangenheit nicht sooo gut funktioniert hat.
    Ich habe beim "aussitzen" immer gelitten, aber ich hatte damals auch die falsche Einstellung zur Abstinenz. Damals habe ich es für meinen damaligen Freund getan, ich war nicht selbst überzeugt davon dass ich je ohne ALkohol leben kann und nützte ja auch jede Gelegenheit, ein paar mal im Jahr, wenn er nicht da war, um zu trinken.
    In der ZWischenzeit, wenn wir zusammen waren (wir wohnten auch zusammen) ging ich mit dem Saufdruck eben mit "aussitzen" um.

    Jetzt wo ich so mit euch schreibe merke ich aber, das ist nicht mehr mein Weg. @ Berthold, das was du sagst stimmt glaube ich auch für mich. Es kostete in der Vergangenheit immer viel viel Kraft, sich zu wehren.

    Der Gedanke der inneren Einkehr oder Sammlung, so wie du es schreibst,
    @ Blue Cloud, der gefällt mir sehr gut. Das werde ich in meinen "Koffer" packen.

    Meine alte Strategie "stark sein und ignorieren" ist nicht mehr das Richtige, das kam auch in der Therapie jetzt heraus. Wir haben besprochen, es wäre dann gut das Thema dann in dem Moment zu fokussieren und sich bewusst zu machen: warum möchte ich jetzt trinken, was wäre wenn ich es tue, was folgt dann. Sich sozusagen klar machen, wenn ich dem Gefühl jetzt nachgebe, bin ich am Ende wieder da wo ich nicht hinwollte, ist es das wert? Der Ansatz gefällt mir ganz gut.

    Aber ich mache auch Fehler. Gestern war ich nach einigen Wochen in der "freien Wildbahn". Die letzten Wochen war ich ja permanent zu Hause, ging nur raus zur Therapie, zum Arzt und zum Einkaufen.
    GEstern musste ich aber raus, Bücher abholen von der Uni.
    AUf dem Weg rief mich eine Freundin an, sie sei auch gerade am Weg zu Uni, und ob wir uns da treffen um was zu Essen.

    Ich sagte ja ok, es war gestern ein sooo wunderschöner Sonnentag, man konte ohne Jacke sitzen und es war wirklich der allerschönste Frühlingstag.
    Bis wir dann essen waren.

    Ich könnte mich jetzt noch dafür ohrfeigen, dass ich mich auf die Terasse des Lokals gesetzt habe um dort zu essen.
    Denn es kam nach einer Weile eine Gruppe junger Leute, die sich daneben hinsetzten und sich Bier bestellten (ich war hauptsächlich Bietrinkerin!!). Dann sah ich weiter weg, dass 2 Leute Wein tranken. es war 14h am Nachmittag.

    Ich wurde nervös, und versuchte es zu ignorieren. Nur weil ich schon Essen bestellt hatte, blieb ich und hielt es aus. Oder eben nicht.

    Nach dem Essen gingen wir und ich sagte meiner Freundin, das mache ich nicht mehr, es geht einfach nicht, ich kann nicht.

    Die Reaktion meiner Freundin war irgendwie zwiespältig. Sie meinte, na geh auch nicht ins XXX (Restaurant, wo wir immer zusammen gegessen haben, auch mit Garten). Sie wirkte sehr enttäuscht.

    Wie auch immer. Ich habe mich selber in Gefahr begeben und die Rechnung präsentiert bekommen. Offenbar fällt es mir schwer mich von dem Gastgartenambiente zu trennen, denn ich liebe eigentlich schöne Gärten, wenn dann noch irgendwo ein Brunnen in der Mitte plätschert ... es hat einfach was.

    Aber das Risiko ist mir echt zu groß.
    Das wollte ich euch noch erzählen. Aus Fehlern lernt frau.
    Ich war dann gestern noch im Kino mit einer anderen Freundin, und das war wunderbar. Der letzte Kinobesuch ist sicher schon 1 Jahr her.

    Heute ist wieder sooo ein wunderbarer Tag und ich werde dann raus gehen und ein wenig einkaufen. Später besucht mich meine Schwester und hilft mir dann, die schweren Einkäufe zu besorgen (kann nicht viel tragen wegen Zervikals.) Darauf freue ich mich schon. Es wird ein schöner Tag, das weiß ich jetzt schon, denn jeder nüchterner Tag ist mittlerweile ein schöner - auch wenn ich Durchhänger habe fühle ich mich damit nüchtern immer noch huntertmal besser als besoffen oder verkatert!!!

    Heute ist Tag 11 und ich bin nüchtern und dankbar.

    Ich hoffe euer Tag wird auch ein wunderschöner!!!!

    lg
    beagle

    Liebe Rockqueen,

    ja ich weiß, der Druck kann/wird noch kommen, davon bin ich überzeugt. ich war in der Vergangenheit schon mehrere Male eine Weile abstinent, ach mehrere Jahre - und der Saufdruck kam damals auch mindestens 1x die Woche.

    Bei mir dauert er ca 30 Minuten, und die heißt es dann aussitzen.

    Darum bin ich gerade so glücklich, dass der Druck (noch) nicht da ist.

    Was tust du dagegen, also wenn der Druck kommt?

    Guten Morgen,

    ich hoffe die Frage ist hier richtig angesiedelt, sonst bitte einfach verschieben!

    Bei mir steht dieses Jahr noch eine Hallux-Operation an, der Zeitpunkt steht noch in den Sternen.

    Worauf muss ich achten, wenn ich ins Spital gehe? Soll ich am besten vorher schon dem zuweisenden Orthopäden sagen, ich bin Alkoholikerin oder erst im Krankenhaus? Was geschieht dann, wenn ich es gesagt habe - nehme an ich werde dann nicht mit dem medzinischen Alkohol usw gereinigt usw?

    Gibt es nach der OP etwas, das ich selber tun kann -habe hier irgendwo gelesen, dass die Narkose manche trockene AlkoholikerInnen wieder zurückwerfen kann, Suchtdruck usw...

    Ich habe obendrein eine "jodallergie" - ich nenne es jetzt mal so, hängt mit meiner Schilddrüse zusammen, ich darf kein Jod verwenden, soweit es geht.

    Auf Infos freut sich

    Beagle - Frischling

    ach silberkralle, danke dir für deine Worte - sobald mein Gehalt da ist, möchte ich in den geschützten Bereich, denke ich.

    Zitat

    Wenns kommt, dann alles zusammen, naja ist auch für etwas gut, denke ich.
    hmm - und sei s als abschreckung vor dem ersten glas.

    jaaa auf jeden Fall!!!! Mich schreckt das echt ab, weil ich weiß mein Körper hängt mir das nicht umsonst um! Er schreit nach Aufmerksamkeit und die bekommt er jetzt auch endlich.

    Die Insel muss ich dann gleich googeln. Klingt sehr interessant!

    Gerade brutzeln mit Käse überbackene Auberginen im Backrohr und Kater will bespielt werden, maunzt schon fleißig.
    in diesem Sinne -miau mio- bis bald

    Hallo Rockqueen,

    das ist schön zu lesen, dass es dir so gut geht. Und auch dass die Kilos purzeln, gratuliere!
    Bei mir sind auch schon 2 kg weg, vom Schwitzen wahrscheinlich. Und ich habe jetzt auch auf "Teilzeit-Vegatarismus" umgestellt, also das schon vor ein paar Wochen, weil ich gemerkt habe, das tut mir gut.

    Fitnessstudio geht im Augenblick nicht, aber ich bin eingeschrieben in einem (Jahresbeitrag). Und wenn ich dort war, habe ich am liebsten am Rudergerät gerudert. Sobald mein Rücken wieder halbwegs fit ist, werde ich das Schwimmen wieder anfangen, denn ich war mal eine richtige Wasserratte.
    Beim Schwimmen konnte ich als einziges Entspannen. Bevor ich zu Saufen begonnen habe. Dann ging es ja nicht mehr, denn mit Kater hatte ich keine Lust auf Schwimmen.

    Meine Gedanken sind jetzt aufs Heute und auch in die Zukunft gerichtet.
    Am meisten bin ich dem Schicksal oder wem auch immer, dankbar dafür, dass ich noch immer keinen Saufdruck verspüre.

    Überhaupt bin ich derzeit sehr dankbar für alles. Dass ich jetzt diese Chance bekommen habe. Und mein Umfeld gut darauf reagiert.
    Dafür bin ich dankbar.

    hej silberkralle,

    danke für dein Verständnis!

    Wo ist denn das wo du hinfährst, den Name sagt mir leider gar nichts. Wenn es in Deutschland ist, da kenne ich mich nicht so gut aus, bin nicht aus Deutschland. Ich war nur vor ein paar Jahren mal in Hamburg und seitdem liebe ich diese Stadt.

    Da mein Entzug ambulant abläuft, bin ich nicht mit anderen Alkoholikern zusammen, die trocken sind. Allerdings habe ich jetzt viel mit meinen engsten Freunden geredet und die stehen alle hinter mir.
    Ich habe schlechte Erfahrungen mit (realen) Gruppen gemacht, ich bin kein Gruppenmensch und möchte derzeit über das Forum den Kontakt zu anderen AlkoholikerInnen. Ich muss meinen Weg erst finden, aber im Moment fühlt es sich gut an so wie es gerade ist.

    Derzeit laboriere ich auch an meinem Zervikalsyndrom und einer Nebenhöhlenentzündung, und versuche wirklich nur das Nötigste zu machen. Auch das Schlafen funktioniert seit 2 Nächten wieder besser. Ich konnte lange Zeit nicht einschlafen, nicht durchschlafen und um 05h30 beginnt neuerdings mein Kater (also ein echter, mit Fell und Schnurrhaaren) wie ein Verrückter an meiner Schranktür zu kratzen und zu rütteln. Das macht er schon seit Wochen. Er macht das so lange bis ich aufstehe und die Katzen füttere (habe 3 an der Zahl). Erst dann kann ich richtig gut schlafen.

    Heute war ich wieder bei meiner Ärztin, ich bekomme jetzt auch Physiotherapie wegen meinem Zervikalsyndrom und das täglich.

    Wenns kommt, dann alles zusammen, naja ist auch für etwas gut, denke ich.

    noch ein Nachsatz:

    silberkralle : ich möchte mich entschuldigen bei dir, dafür dass ich vorher etwas angepi**t reagiert habe. Du hast natürlich völlig recht.
    Im Grunde brauche ich auch über diese noch gar nicht nachdenken, sie stehen derzeit nicht zur Debatte und werden es noch länger nicht.

    Ich würde nur so wahnsinnig gern auf Urlaub fahren, das ist wohl der Grund. Ich sehne mich soooo sehr nach Meer!!!!

    Entschuldige bitte, weil ich so bockig reagierte, ich denke ich bin hier um mich auszutauschen und auch von euch zu lernen.
    Aller Anfang ist wohl schwer und ich weiß dass ich nichts weiß :)

    silberkralle,

    1. bin ich allein eh zu feige um irgendwohin zu fliegen
    2. muss ich ja nicht in einen Megatouristenort
    3. ja ich verstecke mich zu Hause, ich bin bei Tag 9, und Urlaub steht ohnehin derzeit nicht wirklich zur Debatte.
    4. Ja es wird wohl jemand werden, der nicht trinkt. Ich kenn außer mir selber keine trockenen AlkoholikerInnen.

    Rockqueen :

    danke das werde ich tun (deine beiträge lesen)!

    leider kann ich zur zeit keinen sport machen, spazieren gehen ist das höchste der gefühle.

    es klingt so als ginge es dir sehr gut!

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    ich habe gerade nach ich habe keine ahnung wie vielen Wochen, meine Bettwäsche endlich gewechselt - alles noch von Alkoholschweiß getränkt und mit hunderten Taschentüchern drumherum. Ekelhaft. Habe gerade auch Wasserflaschen entsorgt, aus denen ich in meinem nächtlichen Katerdurst getrunken habe.

    Und komme so nach und nach drauf, dass meine Wohnung zwar von Alkohol befreit ist, aber noch nicht von meiner Vergangenheit!
    Nachdem ich ja besonders in den letzten Monaten vollkommen auf Aufräumen und Staubsaugen gepfiffen habe - klar ich war ja immer breit und verkatert, da kann man kaum Haushalt machen! - sieht meine Wohnung ziemlich versaut aus. Zwar noch herzeigbar, aber für mein Empfinden grausig genug.

    Ich habe mich also jetzt aufgerafft und trotz schmerzen im Rücken mein Schlafzimmer geputzt, und jetzt ist gut. Bettwäsche hängt zum Lüften am Balkon. Jetzt werde ich duschen und dann auf zur Ärztin, und dann raus raus raus in die Sonne!

    Hallo,

    ich bin neu aber das Thema interessiert mich ungemein und beschäftigt mich auch!

    Ich würde gern wissen ob ihr es im Urlaub duldet, wenn eure Begleitung etwas trinkt?
    Letztes Jahr war ich für 2 Woche trocken und machte damals mit einer Freundin Pläne nach Griechenland zu fliegen. Ich sagte ihr, dass ich dort aber sicher nichts trinken werde - sie meinte, ja aber sie schon und dass sie auch in Bars gehen will. ich sagte damals, ja ok, ich trinke halt nichts, aber können wir schon machen (damals war ich nicht so weit wie jetzt, ich war nicht ehrlich, denn in wahrheit war ich gestresst bei dem Gedanken mit ihr auf einer griechischen Terasse zu sitzen und sie trinkt Samos und ich sehe zu....)

    Heute weiß ich dass ich das nicht mehr möchte, wenn Freunde in meiner Gegenwart etwas trinken. Ich habe es auch alles bereits kommuniziert. Bis jetzt hat niemand ein Problem damit.

    Aber mir gab diese Situation zu denken. Eine Bekannte von mir meinte, sie würde trotzdem etwas trinken, wenn ihr danach ist, weil sie nicht verzichten will auf etwas, wenn sie auf Urlaub ist und sei ja dann auch IHR Urlaub.

    Ich denke ich werde in Zukunft einfach gut auswählen, mit wem ich weg fahren will. Es muss auf jeden Fall jemand sein, der es aushält auch im schönen Griechenland zu verzichten. Oder ich fliege eben allen.

    @noty: das mit dem gesparten geld in Klamotten stecken - jaa so wird es wohl sein :)
    und ja stimmt, die niedergeschlagenheit haben andere auch. Meine Therapeutin meint auch, es kann sein dass ich irgendwann am Beginn meiner neugewonnenen Abstinenz so etwas wie "Trauer" verspüren könnte, das sei bei jedem anders, aber könnte eben sein.

    Wobei ich sagen muss, es ist sicher keine Trauer UM den Alkohol, sondern eher eine Art Trauer wohin er mich gebracht hat.
    Ich kann es nicht genau einordnen, und es ging mir dann gestern abend nach dem Spaziergang auch wieder besser.

    In meinem Leben habe ich nicht gelernt mich selber zu lieben und mich auch zu loben, mich zu freuen und glücklich zu sein. Im Moment gehe ich aber sehr liebevoll mit mir um, das erste Mal in meinem ganzen Leben. Ich gönne mir Dinge, ich informiere auch meine Umwelt, dass ich gerade sehr viel Zeit für mich brauche und nehme mir diese Zeit für mich auch. Ich verbringe Zeit mit meinen Katzen und auf meinem Balkon, ich nehme heilsame Bäder und pflege meinen Körper - der Arme, der so viel mitgemacht hat, hat jetzt auch ein wenig Aufmerksamkeit verdient.

    Ich bin erstmals so nahe bei mir selber wie noch niemals zuvor. Zwar immer noch mit einer großen Vorsicht - ich gehe nicht viel raus, damit ich nicht an diversen Lokalen und Werbetafeln usw vorbei muss. Aber das was ich zu Hause mache, genieße ich sehr. Es ist nicht viel, wie gesagt. Und mein Zervikalsyndrom lässt mich auch kaum etwas tun, Geschirrspüler aus- und einräumen ist oft schon das Highligth des Tages an Glanzleistungen. :)

    Heute hat Tag 9 begonnen und ich spüre wie gut es mir geht. Fragil, aber gut. Ich liebe es nüchtern aufzuwachen. Ich bin glücklich keine Reste mehr "von gestern" auf dem Tisch sehen zuu müssen: leere Dosen und Flaschen, einen Aschenbecher der quillt.

    silberkralle : ja danke dass du das erwähnst mit dem Blutbild, stimmt ja - an das hab ich gar nciht gedacht ! Mein Blutbild war nämlich vor ein paar Tagen zwar grundsätzlich ein Wunder (alle Blutwerte innerhalb der Normbereiche), aber ein paar Werte waren an der unteren Grenze, wo ich auch etwas dafür bekommen habe um sie wieder hoch zu bekommen.

    Heute muss ich wieder zu meiner Ärztin, danach habe ich einen freien Sonnennachmittag vor mir und Lust hinaus zu gehen. Der Spaziergang gestern abend habt meinem Zervikalsyndrom sehr gut getan. Heute möchte ich vielleicht in den Zoo gehen, mal sehen.

    Einen schönen Tag wünsche ich !

    lg
    Beagle

    Nach mehrern gescheiterten Abstinenzversuchen waren die "Rückfälle" bei mir stets der neue Anfang vom Ende. In einer Gruppe vor vielen vielen Jahren wurde auch oft von Rückfällen gesprochen und dass es bei sehr vielen besonders am Beginn ihres Nicht-mehr-trinken-wollens der Fall war.

    Und ich habe es selbst erfahren, dass auch ich in meinen diversen Versuchen trocken zu werden einen Rückfall als etwas "Normales" ansah. Etwas, das halt einfach mal passiert, so als würde mir ein Geldstück an der Kasse runterfallen. Wohin hat es mich diese Ansicht geführt? Immer in die Endlosschleife Alkohol zurück.

    Heute denke ich anders. Auch wenn ich erst 8 Tage trocken bin, meine Einstellung hat sich geändert. Ein Rückfall ist für mich keine Option mehr. Ein Rückfall bedeutet bei mir, und ich kann ja nur für mich sprechen, eine Hintertür. Ein Rückfall hat bei mir noch jedesmal im Saufen geendet.
    Etwas das passieren kann? Nein, ich möchte diese Option tatsächlich für mich ausschließen.
    Auch wenn es vielleicht manchen Menschen den Druck nimmt, mir macht es Druck wenn ich in meine neugewonnene Abstinenz einen Rückfall einplanen würde, denn damit gebe ich mir selbst einen Freibrief, und Freibrief gibts nicht mehr bei mir.

    Hallo nochmal,

    das ist jetzt vielleicht nebensächlich, aber seit gestern habe ich extremes Verlangen nach Schokolade und extrem salzigen Dingen. Zudem kommt mir vor, dass ich die Sachen intensiver schmecke als sonst? Ich kenne das von meinen zigarettenfreien Zeiten, da schmeckten die Dinge plötzlich auch wieder nach etwas.

    Guten Abend!

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Ja ich bin ehrlich, weil das mein neuer Lebensweg ist. Ich habe auch in allen anderen Lebensbereichen erkannt, dass es mich nicht weiterbringt, nicht authentisch zu sein. In der Arbeit nicht, in Beziehungen nicht. Nirgends!

    Ich beschäftige mich sehr viel damit, wie ich jetzt zu einem lebenswerten Leben kommen kann. Derzeit habe ich auch die Zeit dazu. Nicht nur wegen dem Alkohol bin ich zu diversen Erkenntnissen gelangt. Mein Leben hatte auch noch andere Unannehmlichkeiten parat, wie es vermutlich bei jedem Menschen ist. Allerdings habe ich nie gelernt, mich den Konflikten zu stellen, habe mich lieber versteckt, den Mund gehalten und meinen Kummer oft ertränkt.

    Durch diverse Rückschläge bin ich mit 34 Jahren dort gelandet, wo ich nie hinwollte. Allerdings hatte ich auch früher keinen Plan WOHIN ich möchte. Es ging stets ums Überleben und auf das habe ich keine Lust mehr. Ich habe über ein Jahr lang mehr oder minder durch gesoffen. Bis ich erkannte, das ist kein Zustand.

    Allerdings merke ich heute auch, die "Sonnenseite" des Entzuges ist schnell verschwunden. Mir ging es am nachmittag nicht so gut, ich war müde und irgendwie traurig, niedergeschlagen.

    Aber ich ging dann noch eine Stunde spazieren, das erste Mal seit Wochen. Kleine Dinge, die vorher normal waren, kosten mich jetzt alle Kraft und spazieren gehen ist für mich ein "Erfolg". Ich bin derzeit etwas zurückgezogen, da ich das Gefühl habe ich brauche die Ruhe jetzt mehr als alles andere. Auch wenn ich mit verschiedenen Freunden telefoniere, wird mir klar, dass sie nicht wirklich zuhören oder damit umgehen können. Das trifft mich, aber es ist mir auch klar, dass sie auch vorsichtig sind. Immerhin habe ich oft von Entzug geredet und wie vorher schon geschrieben, oft gesagt, es sei jetzt diesmal wirklich ernst. Bis zum nächsten Besäufnis allein daheim im stillen Kämmerchen.

    Trotzdem fühle ich mich zur Zeit irgendwie allein. Ich habe zwar meine Therapie und auch eine sehr gute Freundin, mit der ich alles teilen kann, die auch zuhören und verstehen kann, aber ich fühle mich dennoch alleine.

    WIe auch immer, heute ist der Abend des 8. Tages ohne Alkohol und er fehlt mir nicht. Das ist neu. Bei den letzten Entzüge war es immer so, dass mir der Alkohol gefehlt hat. Ich habe ihm nachgetrauert und nur auf die nächste Gelegenheit gewartet um wieder anzufangen.

    Daher weiß ich auch, dass es diesmal anders ist. Mein Körper und meine Psyche wehren sich so sehr gegen den Alkohol. Durch diverse andere Krankheiten bin ich jetzt gezwungen auf meinen Körper zu hören, endlich.

    Ich habe mir heute ein paar gute Getränke gekauft, Vanillemilch zum Beispiel. Hab ich früher nie getrunken, aber heute war mir danach und jetzt bin ich ein Fan davon.

    Ich wünsche euch einen schönen Abend. Danke dass ich hier sein darf.

    lg
    Beagle

    Guten Tag!

    Ich bin Beagle, weiblich und Alkoholikerin.

    Heute ist der 8. nüchterne Tag und ich bin glücklich darüber.

    Es ist ein schönes Gefühl nicht vernebelt, depressiv und mit Magenschmerzen aufzuwachen, sondern klar und frisch.

    Dies ist nicht mein erster Entzug, allerdings habe ich früher kalt entzogen, bis ich Halluzinationen hatte. Da ich am eigenen Leib erfahren habe, wie gefährlich und dumm es war, so etwas zu tun, beschloss ich es diesmal richtig zu machen, mit Arzt, Medis und Therapie.

    Ich möchte es dieses Mal richtig machen, denn ich meine es dieses Mal ernst.
    Zwar ist das wohl einer von einer Alkoholikerin oft gehörter Satz ("Aber diesmal wirklich!!!"), nur es ist jetzt tatsächlich etwas anders. Das letzte Mal war ich einige Jahre mehr oder minder abstinent, hab meinem Partner zuliebe auf Alkohol verzichtet, allerdings ein paar Mal im Jahr, wenn er ins Ausland mußte, dann doch getrunken.

    Er hatte mich damals vor die Wahl gestellt, er oder der Alkohol. Ich verzichtete damals wegen ihm, aber nicht meinetwegen. Damals hatte ich einfach noch NICHTS verstanden.

    Heute ist es so, ich habe erkannt, der Alkohol wird mich zerstören bzw er tut es bereits. Mein Leben war kein Leben mehr, sondern ein "überleben", ohne Qualität, ohne Aktivitäten, ohne Lust.

    Ich möchte so nicht leben. Ich möchte den Alkohol aus meinem Leben verbannen, zumindestens ihm dort aus dem Weg gehen wo ich nur kann.
    Im Vorstellungsbereich habe ich bereits erwähnt, dass ich mir zur Zeit auch viele Gedanken über Freundschaften mache, bzw es wird sich bald herausstellen, wer mein Freund ist und wer nicht.

    Ich möchte nicht mehr mit Alkohol in Berührung kommen, weiß aber, dass es in der Realität leider fast unmöglich ist, ihm nicht zu begegnen.

    Allein mein Supermarkt ist so aufgebaut, dass man zu allererst am Bier vorbei muss, bevor man überhaupt zu irgendwas anderem kommt.
    Von jetzt an gehe ich aber zum türkischen Supermarkt, der keinen Alkohol hat.
    Trotzdem fühle ich mich an alles Ecken und Ende getriggert. Im Fernsehen wird dauernd getrunken, in den Gastgärten auch bald, und an jeder Ecke wird Werbung gemacht.

    Im Moment ist es noch kein Problem, ich habe derzeit einfach nicht das Bedürfnis danach oder verspüre auch keinen Druck. Aber Angst davor habe ich, oder ist es eher Respekt, ich kann es nicht sagen.

    Ich weiß nur eines, und zwar das alles was ich in der Vergangenheit versucht habe, um dem Alkohol zu entkommen, nicht funktioniert hat. Warum hat es nicht funktioniert? das kann ich ganz einfach beantworten:

    ich war damals nicht einsichtig genug, es wirklich für mich zu machen
    ich war dumm und habe mit meinem Leben gespielt (Kalter Entzug)
    ich habe keine Hilfe angenommen, dachte ich schaffe es allein.
    ich war nicht bereit mein Leben umzustellen, Freund und Feind zu unterscheiden.
    ich hatte das gefühl ich muss auf etwas Tolles verzichten, und das auch noch für immer!

    Heute bin ich bereit dafür, ich möchte Hilfe, denn allein kann ich es nicht. Ich möchte neu beginnen, mit allen Konsequenzen.

    Darum bin ich hier.

    Danke fürs Lesen

    Lg
    Beagle