Beiträge von sarawen

    Nun möchte ich hier meinen neuen Faden eröffnen. Der alte Faden passte nicht mehr zu mir- denn ich habe bereits vieles hinter mir gelassen.
    Dazu gehört u.a. ein schwerst Alkoholkranker Vater und ein nasser Partner. Die Therapie um meine Vergangenheit ebenfalls da zu lassen wo sie hingehört habe ich im letzten Monat gestartet.
    Meine Befindlichkeiten drehen sich nicht mehr um einen (uneinsichtigen) nassen Partner sondern nur noch um mich.
    Baustellen habe ich dahingehend noch genug denn auch das Leben danach hat genügend Fallen. Oft fällt mir meine Co - Abhängigkeit auch in ganz anderen Bereichen ins Kreutz.
    Dann sitze ich meinen Partner gegenüber und bin Misstrauisch ... kann Gefühle nicht annehmen oder hänge der Vergangenheit nach. Das sind nur Beispiele womit ich jetzt kämpfe.
    Abgrenzen und Nein sagen das habe ich mittlerweile gelernt und ich schaffe es schon recht gut bei mir zu sein und Dinge für mich zu entscheiden.
    Ich kann es sagen wenn es mir nicht gut geht und das ganz ohne die Angst das mein Gegenüber mich dann ablehnt.

    In diesen Faden suche ich nun Austausch und berichte vielleicht hin und wieder welche Schritte ich gehe oder schreibe einfach darüber was ich nun tue....

    Für diejenigen die sich dafür Interessieren ... einiges aus meiner Vergangenheit steht in meinen alten Faden "Sarawen und die Co - Abhängigkeit"

    LG

    Sarawen

    Hin und wieder habe ich den Eindruck das tendenziell einige der Meinung sind sie wären nicht Co - Abhängig.
    M.E. ist das erkennen der eigenen Abhängigkeit jedoch die Grundvorraussetzung um zu erkennen das etwas falsch läuft. Quasi wie bei der Alkoholabhängigkeit das erkennen das das 5 Bier am Abend eben 5 zuviel Abends sind.
    Nur das erkennen ermöglicht doch den Weg zum persönlichen Tiefpunkt ....

    Wäre zumindest meine Folgerung daraus...

    LG

    Sarawen

    Hallo Nancy,

    das alles klingt nach einen Burn Out. Es gibt immer Situationen im Leben in denen einen alles über den Kopf wächst.
    Manchmal hilft es in diesen Fällen den Kontakt mit den krankmachenden Menschen im Umfeld zu meiden (wenn es denn geht). Habt ihr bei euch im Betrieb einen Betriebsrat?
    Wäre es vielleicht möglich sich nach einer anderen Position umzuschauen?
    Manchmal ist ein Neubeginn die bessere Variante... damit meine ich nicht Flucht aber es gibt auch im beruflichen Bereichen Situationen in denen alles verfahren ist.
    Nimm dir Notfalls eine Auszeit ...(versuche wieder klare Gedanken zu fassen und sammle Kraft).

    Wie Matthias immer so schön schreibt ....

    sende dir ein Kraftpäckl.

    LG

    Sarawen

    Hallo Nys,

    eine Zeitlang habe ich bestimmte Themen im Forum immer ausgeschlossen. Mittlerweile habe ich es satt immer alles runterzuschlucken und bin mir gegenüber auch ehrlicher geworden. Wenn mich etwas belastet dann schreibe ich es - auch auf die Gefahr hin das das jemanden nicht gefällt.
    Im Grunde sage ich mir dann - ok, derjenige muss es nicht lesen und kommentiert werden muß das dann auch nicht.
    Einige Themen habe ich auf den Tisch gebracht und ich empfand dann auch immer Dankbarkeit wenn du oder jemand anderes etwas dazu geschrieben hat.
    Da gab es z.B. das Thema mit meiner Kinderlosigkeit die mich schon arg belastet hat (tut es hin und wieder immer noch). Dann auch Kindheitserfahrungen- falsche Verhaltensmuster und auch ganz dumme allgemeine Fragen zur Co - Abhängigkeit.
    Ich habe das Forum als etwas empfunden das einlädt Erfahrungen auszutauschen. Es sind viele hier mit ganz Unterschiedlichen Stadien der Entwicklung ... Leute die getrennt sind ... einige die wieder zusammen sind... andere die schon lange keine Beziehung mehr führen mit Suchttendenz. Als "Elite" sehe ich mich in dem Zusammenhang auch nicht.... meine Therapie startet gerade erst und ich bin von Heilung weit weg. Der Austausch ist mir wichtig denn ich mache Fehler und manchmal hilft eine andere Sicht der Dinge auch Klarheit zu bekommen.
    Ob das was ich schreibe damit anderen hilft weiß ich nicht ... ich für meinen Teil ziehe das was ich nutzen kann raus ... andere Themen lese ich wenn ich Zeit und Energie dafür habe.

    Beiträge die manchmal hart sind bringen mir meistens mehr ... denn ich bin kein Böckchen im Streichelzoo. Daher bin ich für die ehrliche Nys die auch mal Klartext schreibt.

    In diesem Sinne....dir eine gute Zeit

    LG

    Sarawen

    Zitat von Klick

    Ich finde das sehr individuell, was für einen persönlich der schwierige Punkt ist.

    Wenn man erst ziemlich frisch zusammen ist, ist das sicherlich was ganz anderes als wenn man seit vielen Jahren vielleicht sogar seit Jahrzehnten zusammen ist.
    Wir setzen uns in unserer Beziehung z.B. ständig auseinander und verbringen sehr viel Zeit damit miteinander über "UNS" zu sprechen und sind diesbezüglich ständig in Bewegung.
    Und für mich ist es eher mal etwas besonderes, mich auf eine Beziehung einzulassen und nicht vorschnell einen Schlußstrich zu ziehen, weil mal wieder irgendetwas nicht passt.

    Ich reite keinen toten Gaul...ganz sicher nicht, aber ich verlasse auch nicht gleich das sinkende Schiff, weil ich in dem Schiff mit drin sitze und dort auch gerade mein "emotionales Hab und Gut" mit vertaut ist.

    .

    Hallo Klick,

    eine Trennung kann bei einer frischen Beziehung genauso schwer sein wie bei einer alten. Bei der neuen kommen oft noch starke Verliebtheitsgefühle hinzu - bei der alten kann auch sehr viel Routine enthalten sein.
    Scheinbar ist ein gehen für manche (damit meine ich dich nicht persönlich Klick!) hier so schwer das sie sogar den eigenen Tiefpunkt nicht mehr richtig wahrnehmen und noch immer Liebe mit Abhängigkeit verwechseln.

    Als ich mich hier angemeldet habe war es mein Ziel meine Situation zu verbessern. Den Punkt Trennung / Abgrenzung habe ich bestimmt 4-5 Monate ausgeblendet. Nur mit Liebe heilt der Suchtkranke leider nicht das hatte ich mir damals auch so gewünscht (wenn ich genug liebe wird er es schaffen) - heute empfinde ich das als Realitätsfremd.
    Grauselig waren auch immer die Gespräche in denen mir mein Ex immer Signalisierte er hätte verstanden. Am Ende bin ich trotz Gefühle gegangen weil er immer neue Gründe fand die Entgiftung nicht zu machen. Ich selbst hatte bis dahin schon eine ganze Weile hier gelesen und bereits Hilfe in Anspruch genommen.

    Keiner verlässt seinen Partner sofort ... bei den meisten sind bereits viele Tage des Haderns vergangen und die Situation nicht mehr tragbar. Man sollte für sich erkennen können wann es Zeit ist die Titanic 2 zu verlassen. :wink:
    Wenn man für sich die Situation als ok betrachtet braucht man sich nicht trennen allerdings sollte man dann aber auch damit klarkommen das getrunken wird! Ich persönlich könnte das für mich nicht mehr akzeptieren und würde sofort gehen.

    LG

    Sarawen

    Liebe Cassie,

    wenn du diesen Begriff bei google eingibst wirst du zahlreiche Belege und Informationen dazu finden. Ob es sich bei der Co - Abhängigkeit um eine Psychische Erkrankung handelt ist sehr umstritten.
    Fakt ist jedoch das Co - Abhängigkeit ähnliche Tendenzen hat wie eine Alkoholsucht nur das dahinter dann nicht die Sucht nach dem Alkohol steht.
    Es gab Zeiten da habe ich mein Leben nicht mehr gelebt sondern wurde gelebt (von meinen Vater, meiner Mutter oder eben auch meinen Partnern). Oft sind Menschen so verstrickt in die Probleme des anderen das sie ihre eigenen Probleme komplett ausblenden.
    Das Verhalten kann auch in anderen Bereichen auftreten. Es ist keine Seltenheit das sich Co´s in SHG´s neue Partner für die Abhängigkeit suchen (ich will ja nur helfen). :wink:
    Gerade wenn du bestimmte Strukturen vom Elternhaus kennst ... ist es schwer einzuschätzen ab wann es zuviel wird.

    LG

    S.

    Wie soll man selbst gesund sein bzw. gesund werden wenn es im Grunde doch nur um den einen (den Partner) geht. In Liebe loslassen bedeutet eben auch sich selbst wieder in den Fokus stellen.

    Auch in der Beziehung gilt, dass frau/mann nicht alles ertragen muss, wie das vielleicht in der Elterngeneration noch vorgelebt wurde. Manchmal ist eine Trennung der für beide Seiten bessere Weg gerade dann wenn ein Partner (Suchtkrank) nicht mehr in der Lage ist eine gleichberechtigte Beziehung zu führen.
    Da trägt dann ein jeder auch für sich selbst die Verantwortung und sollte so vernünftig sein schlechte Faktoren (einen uneinsichtigen Nassen) sich selbst zu überlassen.
    M. E. nach kann man aneinander nicht gesunden sondern nur mit der nötigen Distanz.

    Matthias bringt es in der Tat auf den Punkt. :wink:

    Zitat von Klick

    An welchen Punkten habt ihr gemerkt, dass es euch in die "Mit-Abhängigkeit" reisst?
    Waren das äußere Schwierigkeiten, die pötzlich auftauchten?
    Wo habt ihr eure inneren Grenzen überschritten gefühlt??

    Hallo Klick,

    wie ich schon erwähnte ... es handelt sich meist um einen schleichenden Prozess - wenn du es merkst ist es meist schon zu spät.
    Spätestens dann wenn ich seine Belange über meine eigenen stelle sind die Grenzen m.E. nach schon überschritten.
    Das hat mit Partnerschaft in dem Sinn das man sich umeinander sorgt bzw. kümmert meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.
    Das schlimmste ist jedoch der Status wenn man anfängt helfen zu wollen ohne das der andere darum gebeten hat.
    Als ich es merkte war ich schon am Ende meine Kräfte ... morgens war ich schon müde und teils sehr depressiv - auch weil ich dachte irgendwann muß mein Bemühen und meine Selbstlosigkeit doch aufgehen. Ich fand keine Ruhe und Erholung mehr.
    Heute bin ich Glücklicherweise in einer Beziehung ohne Alkoholtendenz ... die Co - Strukturen sind aber immer noch da.

    LG

    Sarawen

    Guten Morgen Varescu,

    es gibt mehr als einen Fall in dem die Nassen das Lesen hier nicht für sich genutzt haben sondern nichts anderes zu tun hatten als den Thread der Ex- Partnerin zu suchen und das dann gegen die jeweilige Frau (oder selten den Mann) zu verwenden. Es gibt hier einige die aus dem Grunde ihren ganzen Thread löschen lassen mussten.
    Ich würde es mir gut überlegen ob ich das alles so bereitwillig teilen möchte... :wink:

    LG

    Sarawen

    Guten Morgen Klick,

    es kann keine Zukunft mit einen Mann geben der dem Alkohol zugetan ist.
    Die Abwärtsspirale ist da vorprogrammiert ...und es reisst alles mit sich was sich im Umfeld befindet. Am Ende steht der schleichende Prozess in die Co - Abhängigkeit ohne das du es bewusst merkst.

    LG + Herzlich Willkommen.

    Sarawen

    Hallo Miriel,

    das Gespräch das du bzgl. des Alkohols mit ihm geführt hast - war doch aber schon mal Thema. Nun hast du ihn nochmal angesprochen und wieder dreht sich das Karussel. Den Status hattest du schon mal.
    Für mich fühlt es sich nach einer Trennung bzw. Abgrenzung an hinter die du nicht stehst.
    Im Grunde willst du zurück - die Schmerzgrenze die es für dich nicht mehr tragbar macht hast du scheinbar (noch) nicht erreicht. Die Gedanken scheinst du sehr auf die Meinung anderer auszurichten ... das kenne ich von mir auch (nun rede ich nach eurer Nase - nun habt mich gefälligst auch lieb).
    Natürlich reflektierst du was gerade hier passiert ... das hast du bisher aber auch immer getan. Als ich im Januar darüber schrieb das mein Ex mich noch immer Kontaktiert warst du es die mich darauf ansprach doch die Handy- Nr. zu wechseln und das sogar mit Nachdruck.
    Du hast Druck ausgeübt ... wenn Renate jetzt sagt das du diese Dinge nicht für dich selbst umsetzt klingt es im ersten Moment sehr barsch. Im Grunde fühlt es sich jetzt so an als wenn nur andere sich trennen sollen ... Miriel aber nicht denn bei ihr ist alles anders und besser. Tendenziell ist es natürlich schön die guten Dinge für sich rauszuziehen ... Lach nicht aber das habe ich im letzten Jahr auch getan ... (dazu habe ich im geschlossenen geschrieben - muß im Herbst gewesen sein...). Ich traf ihn zum Stadtbummel ... Eis essen... Tierpark...etc. und liess ihn zahlen. Wenn er trank bin ich gegangen und liess ihn machen... immer mit den Grundsatz ich will nicht mehr Co. sein. Konsequent war ich dabei jedoch nicht ...
    Vieles was ich tat habe ich hier nicht geschrieben ... denn es hätte den Eindruck erweckt ich wäre Nachlässig. Selbstbetrug - das können auch Co´s.
    Was du tust und machst bleibt jedoch bei dir ... nur letztendlich ist es auch deine Zeit die du so verbringst. Liebeskummer bleibt - wenn man sich nicht von den Gedanken frei macht.
    Der Mensch mag sich nicht mit Dingen auseinander setzen die Negativ sind und blendet diese nun mal auch gerne aus ... dennoch hilft es auch manchmal sie ernsthaft zu betrachten auch wenn es schmerzt.

    Weiss nicht ob du mit diesen Gedanken was anfangen kannst aber vielleicht passt auch das eine oder andere.

    Dir einen netten Tag.

    Lieben Gruß

    Sarawen

    aus meiner Sicht der Dinge ... stünde Trennung oder Abgrenzung nicht als Grundsatz über allen würde ich es auch als nicht so wichtig erachten. Prinzipiell bleibt es natürlich jeden selbst überlassen ob er sich trennen will.

    Nur dann stelle ich mal die Frage welchen Tiefpunkt braucht der Suchtkranke bzw. auch der Co - Abhängige um zu heilen?
    Kann eine Gesundung mit den Suchtmittel im Haushalt überhaupt erfolgen?

    LG

    Sarawen

    Nochmal als Hinweis ... ich greife hier niemanden persönlich an...

    Hallo Lütte,

    ein jeder zieht sich eben das raus was er möchte. Man kann aus 1 Jahr auch 30 Jahre machen. Das hat meine Mutter mir auch vorgelebt. Das du dich nicht trennen kannst oder willst ist deine Baustelle.
    Wenn einige hier ihren Unmut und inneren Kämpfe in einer Tour in einen Thread mitteilen auch.
    Es steht jeden frei seinen Seelenmüll hierzulassen.

    Ich bin an einen Punkt angekommen an dem ich mich frage warum sich Menschen hier anmelden wenn sie doch eigentlich nichts ändern wollen!?
    Thema: Trennung oder Abgrenzung - nahezu jeder Therapeut rät dazu sich zu trennen. Ist es denn dann wirklich noch Notwendig diesen Punkt in Frage zu stellen und darüber zu diskutieren.

    Ja, du hast dich schon mal getrennt aber nur um nach 3 Monaten wieder zum Ursprung des Problems zurückzukehren!
    Seitdem besteht das Thema nur aus ... trinkt er wieder, trinkt er nicht mehr - gehe ich weg oder bleibe ich.

    Ich kenne mind. eine Person die meine Meinung bzgl. des lesens hier teilt. Nicht weil es nichts gebracht hätte sondern weil sich die Empfehlungen gleichen und es einfach vertane, fruchtlose Zeit ist immer wieder zu wiederholen.

    Eine Frage die ich mir eben auch stelle - Warum beziehst du mein Post auf dich?
    Man muß sich nicht jeden Schuh anziehen...

    Wen ich mein Mitleid schenke ist meine Sache ... :lol:

    PS: Ich bin nicht hier um Freunde zu finden... die suche ich eher im Real - Life! Es muß niemanden gefallen was ich schreibe.

    Guten Morgen,

    im Grunde ist es doch so das ohne Trennung bzw. Abgrenzung keine Heilung einsetzen kann. Man selbst braucht doch auch Zeit für sich um sich wieder zu finden.
    Damals als ich hier anfing dachte ich wunder was ich für eine große Liebe habe. Es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre bei ihm eingezogen.
    Wenn ich dann von der großen Liebe lese denke ich immer wieder daran das Alkoholismus ein Selbstmord auf Raten ist. Jeder der das mit seinen bleiben unterstützt betreibt quasi Beihilfe (wenn auch nur beim Selbstmord).
    Der Suchtkranke lügt gerne und belügt sich dabei auch selbst. Wenn dieser dann von der großen Liebe zum Co redet - stellt sich doch die Frage wieviel ist davon denn wirklich echt!?
    Will man als Co denn wirklich eine Beziehung führen in der die Gefühle nicht unbedingt echt sind!?

    Eigentlich tun mir Menschen leid ... die in solch Partnerschaften verbleiben und nie wissen wie es sich anfühlt von einen Menschen geliebt zu werden der eben nicht Alk braucht um "ich liebe dich" zu sagen.
    Scheinbar ist der Co - Bereich voll mit Menschen die eine Selbstbewusstseins- Problematik haben und auch dadurch nicht bereit sind Nägel mit Köpfen zu machen.
    Auch wenn es heißt den Partner den man angeblich so liebt über die Klinge springen zu lassen.
    Mag sein das das was ich hier schreibe hart klingt aber alleine die Überschriften der einzelnen Threads sprechen hier doch für sich. Der Bereich wird hier zum großen Teil nicht dafür genutzt um sich aus diesen Kreislauf zu befreien (mit einigen Ausnahmen) sondern vielmehr um über die Entgleisungen der jeweiligen Partner rumzuheulen.
    Im trockenen Bereich hingegen machen sich gleichgesinnte Mut den Weg weiterzugehen.
    Hier ist es oft nicht Lösungsorientiert sondern vielmehr nur auf Kummerkastenniveau angelegt.
    Es ist mir klar das viele hier nicht mehr lesen wollen ...
    Selbst mir fällt es manchmal schwer hier noch etwas zu schreiben denn vieles was ich zu sagen habe wollen Leute die hier neu herkommen doch eigentlich garnicht hören. Die meisten wollen nicht wissen das sie mit ihren unkonsequenten Verhalten zur Nicht -Heilung beitragen.
    Sie wollen das was sie schon zuhause haben ... Lügen "dein Partner nimmt ein Drops und ist trocken, nein du mußt ihn nicht verlassen - er wird nur mit deiner Liebe Gesund, etc."
    Im Grunde müsste man hier einen 3 Bereich eröffnen. Den Bereich für die Co´s die bereits getrennt sind bzw. auf den Weg sind zu heilen.
    Es stimmt mich sogar hin und wieder traurig wenn ich wieder lese das "Emma P." wieder bei xy angerufen hat - ihn alle 3 Wochen trifft und scheinbar nicht in der Lage ist ihr leben mit leben zu füllen.

    LG

    Sarawen

    Zitat von Aurora

    Hallo,

    Und was hat euch, die ihr euch schlussendlich getrennt habt, dazu geführt? Welche Gedanken waren dabei, welche Dinge haben euch zu guter letzt zu diesem Entschluss kommen lassen?

    Aurora

    Liebe Aurora,

    ich kämpfte mit dem Entschluss zu gehen schon seit Oktober 2012. Letztendlich bin ich dann Ende Dezember 2012 gegangen.
    Ich saß Silvester alleine zuhause und wieder entbrannte die Diskussion die schon Monate vorher immer wieder Thema war. Wir lieferten uns über FB Wortduelle.
    Meine Aussage: "ich helfe dir wenn du zur Entgiftung gehst." Seine Aussage: "ich gehe zur Entgiftung wenn du mir hilfst und immer bei mir bist".
    Heute schüttel ich darüber nur noch den Kopf.
    Silvester ging dieses im Kreis drehen über 3 Stunden. Inhalt immer das gleiche nur in anderen Sätzen verpackt.
    Die Liebe kippte immer mehr um ... ich empfand es immer mehr als Belastung mit ihm zusammen zu sein. Alleine das klicken der unzähligen Bierdosen nervte mich am Ende nur noch.
    Erpressungsversuche von seiner Seite machten alles nur noch schlimmer.

    Irgendwie wollte ich am Ende nur noch meine Ruhe und dachte "gut - dann eben alleine". Die Aussicht auf meine friedliche, ruhige Wohnung ohne diesen permanenten Druck und Stress waren am Ende Ausschlaggebend. Teilweise war ich voll mit Angst. Existenzängste und die Einsamkeit bremsten mich total aus.
    Dennoch war für mich einfach alles so erdrückend das ich einfach nicht mehr wollte. Zeitweise fühlte ich mich wie ein Tier das sich zum sterben in die 4 Wände zurückzieht.
    Der Kontaktabbruch wurde dann noch 2 x von ihm unterwandert. Zur Entgiftung ist er gegangen aber da interessierte es mich nicht mehr.

    Heute geht es mir gut ...ich erinner mich hin und wieder noch an einzelne Situationen aber nicht mehr verklärt sondern eben so wie es ist.
    Seit der Trennung ist viel passiert ... vorallem mit mir. Ich bin nicht immer glücklich ... aber ich arbeite daran.

    LG

    Sarawen

    Hallo Time,

    bzgl. des Themas "warten" - das wiederspricht dem was du Renate geschrieben hast...

    Renate

    Ja, warum kann ich ihn nicht loslassen. Vermutlich weil ich hoffe, dass wir doch irgendwann ein gemeinsames Leben haben könnten.

    Was heißt irgendwann? Dann verbringst du dein Leben eben doch mit warten :)

    "Mein Lebenszweck ist es nicht, zu warten. Mein Lebenszweck ist es aber auch nicht, auf Biegen und Brechen einen Partner zu finden, der zu mir passt."

    Interessant ... Kinderwunsch, Ehe etc. alles kein Thema?
    Scheinbar ist deine Definition dann doch sehr stark mit deinen Partner oder nicht mehr Partner verknüpft.
    Es dreht sich in der Form dann doch wieder nur um dein xy ... du wirst dein Glück finden... ich wünsche es dir.
    Glücklich mit dir selbst zu sein ... setzt Heilung vorraus. Loslassen ... auch von Faktoren die nicht gesund sind. Den Kontakt den du mit deinen xy pflegst erachte ich nicht als Gesund aber es ist deine Thematik und nicht meine.

    Du wirst irgendwann wissen was gut für dich ist ... dafür hast du auch die Therapie.
    Ich bin nur Laie und will mich in Psychologische Verwicklungen nicht einarbeiten ... das überlasse ich anderen...

    Wünsche dir einen wunderschönen Tag.

    LG
    S.

    Hallo Time,

    was ist das für ein Kontakt? Beziehung nein ... Treffen dennoch....
    Alkohol immer noch vorhanden aber du schaust darauf nicht mehr. Neue Partnerschaft auf Augenhöhe Fehlanzeige - weil ja noch Gefühle da für den alten Partner...
    Abstand und Kontaktabbruch wie du es allen anderen empfohlen hast auch nicht!!!

    Irgendwie blockiert ihr euch gegenseitig.
    Dennoch ist es dein Leben und du mußt wissen womit du die Zeit rumbringen willst. Vielleicht ist es dein Lebenszweck zu warten.... :wink:

    Wünsche dir eine schöne Zeit

    LG

    S.

    Hallo Zwergin,

    ich finde das was du gerade für dich tust sehr Mutig. Das das was du da tust richtig ist spürst du ja auch schon selbst.
    Alleine damit sagst du ja zu deinen Leben und zu dir.

    Sicher wird es nicht einfach aber der Schritt lohnt sich.

    LG

    + viel Kraft

    Sarawen