hi ihr lieben,
erst mal herzlichen dank fuer all die lieben glueckwuensche!
hab gestern schon mal geschrieben, auch an meiner 2. geschichte, ueber eine stunde, dann bin ich raussgeflogen................ 
alles umsonst, jetzt versuchs ich heute halt noch mal.
also, da muss ich erst ueber 50 jahre alt werden, um festzustellen, wie viel schoener, freier und lebenswerter jeder tag ohne alkohol ist.
ich hab es unzaehlige male halbherzig probiert, es hatte nie funktiniert.
auch jetzt hab ich immer wieder mal den "diktator alkohol" im hinterkopf, der mich versucht von meinem guten weg abzubringen.
es war oft nicht einfach, aber bis jetzt hat er es nicht geschafft, mich in die falle zu locken. vielleicht hat mich auch giselas masiver absturz im unterbewustsein so stark gemacht.
daher werde ich heute mal wieder in meiner 2. geschichte
"meine verlorene zeit" weiterschreiben.
(fuer alle die neu hier mitlesen.... in dieser geschichte "meine verlorene zeit" war ich noch lange nicht trocken......, fuer neue mitglieder hier, vielleicht etwas schwer zu verstehn. )
es klingelte also das telefon.
der immer noch sauere ron ging nicht ran, so nahm ich den hoerer ab,
hielt ihn mir aber gleich weit weg vom ohr. eine hysterisch kreischende maennerstimme bruellte am anderen ende. ich verstand kein wort.
es war jim, giselas ehemann. sein stimme wurde leiser undlangsamer. bedrohlich zischte er mir ins ohr. es waere alles meine schuld,
was mit gisela passiert ist, koennte ich nie mehr gut machen!
sollte ich noch einmal sein gelaende unaufgefordert betreten, wuerde das ernste folgen fuer mich haben. er gebrauchte die
worte "anzeige und schusswaffe". es waere alles meine schuld, das es so weit gekommen ist.
gisela verhielt sich seltsam und durfte daher das krankenhaus noch nicht verlassen.
ich sagte kein wort und legte langsam den hoerer auf.
schwiegend drehte ich mich um, sah in die immer noch wuetenden, aber fragenden augen von ron. i
ch war in diesem moment nicht faehig, darueber zu sprechen.
ich wollte alleine sein, dass war zu viel fuer mich.
ich lief zu unserer wasserstelle und setzte mich ans ufer. ich schaute lange zeit in das leise plaetschernde wasser.
ich erschrak, ploetzlich fuehlte ich eine hand auf meiner schulter.
es war ron, er legte seinen arm um mich und wir standen eine weile schweigend nebeneinander.
dann ploetzlich sprudelte es nur so aus mir heraus und ich erzaehlte im alles. er war geschockt, aber verstaendnisvoll. so verstaendnisvoll,
das er meinem wunsch nachgab und wir losfuhren, um wein und bier zu kaufen.
das brauchte ich jetzt ganz dringend um mit dieser fuerchterlichen geschichte klarzukommen. dachte ich......... und gab mir ordentlich die kante.
wie ich ins bett gekommen bin, weis ich nicht mehr. am morgen wachte ich auf und hatte sofort wieder die schreckliche geschichte im kopf.
ein kraeftiger schluck alkohol musste sein! ich hatte mich nicht mehr unter kontrolle, dass war mir irgendwie klar, konnte aber auch nichts dagegen machen.
ron hielt sich wie immer zurueck, keine vorwuerfe, keine belehrungen .....aus erfahrung wusste er, es wuerde nichts bringen.
so verschwand ich in meiner alkoholwelt. ein brief von der einwanderungsbehoerde ruettelte mich wach. in 2 wochen war es also soweit.
die entscheidung
creencard JA oder NEIN ?
natuerlich wollte ich bei der einwanderungsbehoerde eindruck schinden.
ich schaffte es tatsaechlich meinen alkoholkonsum erheblich einzuschraenken. es machte ron gluecklich und ich hatte wiedermal den vorsatz, den alkohol vielleicht ganz zu lassen.
Da war aber immer noch das wort "vielleicht" ...... !
der tag war gekommen. wir stellten uns bei der einwanderungsbehoerde persoenlich vor.
es war ein laengeres gespraech mit unendlich vielen fangfragen. Gut, das ich so "fit" war. der beamte gratulierte uns, wir hatten es geschafft.
Endlich .......... die GREENCARD!
das musste natuerlich gefeitert werden, mit sekt bis zum abwinken. ron trank nur ein glas und ich konnte nicht genug bekommen.
am naechsten morgen sass ich sozugagen "neben mir" auf der terasse.
ich war total benommen....
ron kam mit der zeitung in der hand auf mich zu,
und lies mich die schlagzeile lesen
"54 jaehrige machte von schusswaffe gebrauch....
das war ganz bei uns in der naehe!
GISELA?????? schoss es mir in den kopf!
ja, das wars fuer heute mit meiner 2. geschichte.
ich wuensche euch eine wunderschoene woche,
lasst es euch gutgehen.
anglina