Beiträge von Zimttee

    Schwierig zu diagnostizieren ist die Co-Abhängigkeit nicht. Aber es ist schwierig, jemanden zu finden, der dir richtig helfen kann.
    Jemand aus meiner Familie hat mal den Hausarzt gerufen, der sich mit der Familie unterhalten hat. Man sollte meinen, der Hausarzt kenne sich damit aus- Pustekuchen. Obwohl diese Person höchst co-abhängig ist, hat der HA ihr geraten, meine Mutter nicht zu frustrieren und sie betrunken nicht auszugrenzen, sonst hätte sie weitere Gründe zu trinken.
    Diese Ratschläge waren eine Katastrophe- und das für einen Arzt. Natürlich bedient er die Co-Abhängigkeit der Person nur.
    Auf die Probleme der Familie wurde nicht eingegangen.

    Hepzibah, ich denke, wir können alle nachvollziehen, wie du dich fühlst. Wir alle waren in ähnlichen Situationen.
    Wenn ich nur an die ersten Beiträge in meiner Vorstellung Vorstellungsbereich denke.. Aber irgendwann kommt man zu dem Gedanken, dass da gehörig was schief läuft, dass das, was man als normal erachtete, nicht normal ist und man sein Handeln ändern muss. Das versuchen wir dir aufzuzeigen. Was natürlich schwierig ist, wenn du nicht an dem Punkt stehst.
    Das "nein" war heute definitiv ein guter erster Schritt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

    Natalie

    Ich denke, dass sich emotionale und räumliche Trennung gegenseitig bedingen. Wenn ich dann räumlich getrennt bin und notwendigerweise ein paar km zwischen uns liegen, wird die emotionale Distanz noch größer.

    Aber, seit ein paar Tagen grüble ich darum, wie das nun bei uns EKAs im Idealfall ablaufen soll/kann. Es sind ja dann die Eltern, von denen man sich trennen sollte.
    Wenn mein Partner trinkt, dann verlasse ich ihn und weiß, ich will einen anderen Partner, einen gesunden, wenn ich zu mir gefunden habe. Irgendwann, in ferner Zukunft.
    Wenn aber nun ein Elternteil trinkt, das andere Elternteil als Co daneben hockt und Flaschen zählt- dann verlasse ich ja nicht nur meine Mutter, sondern auch den Vater... Und irgendwie zählt dann auch noch der ein oder andere Verwandte dazu, der auch als Co mit drinhängt. Und plötzlich fehlt einem die Basis.
    Wenn es um den Partner geht, weiß ich, wenn ich mich gefangen habe und meine Fehler erkannt, finde ich vielleicht einen neuen. Aber eine neue Familie gibts nicht.
    So sieht es leider aus und damit tue ich mich derzeit schwer.

    Liebe Grüße,
    Natalie

    Hallo Uschi,

    bis ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, hatte ich 4 Beziehungen. Zwar war niemand alkoholkrank, jedoch hatten die Männer andere Probleme. Einer hat sich nun umgebracht, ein anderer wg Depressionen in Behandlung. Das Problem war, im Nachhinein betrachtet, dass ich die Partner hatte, um nicht alleinzusein. Da war jeder ganz lieb drum, weil sie ja auch jemanden brauchten. Aber ich war nicht bei mir, sonst hätte ich mich nicht so schlecht behandeln lassen. Nach Nr. 4 machte ich einen Cut und hatte 3,5 Jahre lang keine Beziehung. Die Zeit ist sehr schnell rumgegangen ^^ Und nun war ich bereit, auf Mr. Richtig zu warten. Wir passen sehr sehr gut zusammen- seit über 3 Jahren hab ich überwiegend Wolke 7. Das hätte ich damals nicht erwartet- aber es ist möglich.

    Natalie

    Hallo topas,

    ja, die Kindheit aufarbeiten möchte ich auf jeden Fall. Ich habe einfach Panik, dass diese kranken Strukturen doch noch irgendwo in mir schlummern und sie an die nächste Generation weiter gegeben werden könnten. Oder dass ich als Mutter auch mal irgendwann so fertig mit den Nerven bin, dass ich alles an den Kindern auslasse. Oder dass ich weiterhin über meine Kräfte lebe. Momentan habe ich Stress, da muss ich durch. Aber ich wähle solche Situationen immer aus und bin seit ich 19 war, dauernd erschöpft und ausgepowert. Da achte ich nicht genug auf mich.
    Es ist immer noch ein Rest Akku da, darauf achte ich mitlerweile. Aber dennoch sollte ich meinen Akku noch vor dem roten Bereich aufladen und meine Grenzen eher erkennen.
    Im Moment denke ich, dass alles im Lot ist. Es geht mir gut, meine Nägel wachsen noch, die Distanz ist da.
    Ich setze mich intensiv weiterhin mit meiner Situation auseinander. Ich habe demnächst mein Examen im Schwerpunkt Psychologie und habe dort u.a. die Themen "Eltern und Familie", "Suchtprävention" und "Beratung" (die genaue Form habe ich vergessen) vorgeschlagen, die akzeptiert wurden.
    Meine Form, an mir selbst zu arbeiten. Um professionelle Hilfe führt kein Weg vorbei, aktuell würde es mir aber meine Karriere versauen, da Therapien ein NoGo sein können- ganz gleich, ob nun wg Depressionen oder einer verkorksten Kindheit. Da ist meine chron. Erkrankung noch das geringere Problem.

    Ich weiß nicht, ob ich jemals regelmäßigen Kontakt will- muss nicht sein. Ich glaube und erwarte nicht, dass sie da was von Bedauern oder so zeigen. Das brauche ich auch nicht, bisher zumindest. Momentan habe ich meinen Weg mit ihnen gefunden, mal gucken, worauf es hinausläuft. So ists momentan gut.

    Hallo Schnuffig!
    Ja, genau! Mir ists egal, was sie von mir halten, ich gehe auf Manipulationen nicht mehr ein, ich lasse mir nicht mehr alles bieten und sehe momentan, was mir gut tut. Das nehme ich mit, was nicht klappt, lasse ich sein. Nähe klappt nicht- also "zwinge" ich mich nicht dazu.
    So lange, wie meine Umzüge und der Refbeginn nicht feststehen, werd ich auch nichts dazu sagen. Offiziell wird das erst in knapp 4 Wochen. Früher hätte ich es nicht abwarten können, ihnen dies mitzuteilen.

    Mein Partner unterstützt mich nun, auch wenn wir aufgrund seines Umzugs vorab eine Fernbeziehung haben. Heute ist der erste Tag und es geht mir auch alleine gut. Darauf war ich ja gespannt, nach 3 gemeinsamen Jahren. Ich hab hier schon bei dem ein oder anderen gelesen, dass er eben alleine nicht mehr so zurecht kommt- da bin ich für mich nun beruhigt.

    Danke für eure Antworten, sie haben mir geholfen.

    Natalie

    @ Jürgen: ist da eine versteckte Anspielung? ;)

    @ hepzibah: mir wurde auch ständig und an allem die schuld gegeben. Jedes Mal sollte ich mich rechtfertigen; bis heute rutsche ich schnell in eine defensive Position. Ist mir nun noch aufgefallen. auch in der Familie wird gerne'Schuld' verteilt. Hat du schon etwas über Familienstrukturen in Familien mit Suchthintergrund gehört? Dass hat mir geholfen, mich daraus zu lösen und dieser Menschen reden zu lassen.
    ich glaube außerdem, dass zwischen 'Schuld sein' und 'Verantwortung tragen' ein unterschied ist.
    Natalie

    Uschi, dich hat hier doch niemand persönlich angegriffen? Und es hat sich auch niemand schlecht in deinem Thread verhalten. Da hast du gute Tipps bekommen.
    Wieso ärgert es dich, wenn jemand in einem anderen Thread kritisiert wird und wieso stellst du dafür nun sofort alles in Frage? Obwohl vorher ja eigentlich alles gut war?

    Hallo Hepzibah,

    ich hab echt immer Panik, deinen Namen falsch zu schreiben.
    Ich möchte dich nicht anklagen, auf keinen Fall.

    Wir hatten neulich mal eine Diskussion hier im Forum, du kannst sie ganz oben im Thread "er" nachlesen. Vielleicht kannst du so erkennen, was in deinem Thread grad los ist.
    Dein Thread ist ziemlich, ziemlich heftig und übersteigt wahrscheinlich das, was man sich so vorstellen kann. Daher um so heftiger die Reaktionen mancher hier.
    Generell ist man hier sehr direkt, was manchmal falsch aufgefasst werden kann.
    Natürlich können wir hier keine Diagnosen stellen aus der Ferne; möglicherweise gehen in dir Dinge vor, die du hier nicht schreibst.
    Aber auch ich dachte schon, dass die Gedanken, die der klassische Co-Abhängige hier schreibt, doch andere sind. Da geht es um eine übertriebe Verantwortung, Schuldgefühle, Angst, den anderen fallen zu lassen und damit ihm den Rest zu geben... Um Kontrolle ausüben, damit er seinen Konsum im Griff hat etc. Bisher liest man, dass er dich unter Kontrolle in seiner Gewalt hat, dass er dich massiv unter Druck setzt und du alles machst, was er verlangt. Aus Angst und keine Konsequenzen für dich ziehst. Wenn man da den Alkohol ausklammert, dann bleibt einfach eine Hörigkeit übrig. Ich denke das ist das, was Jonas sagen wollte.
    Jonas argumentiert sehr sachlich, ohne dich anzugreifen.
    Vielleicht hat sich bei dir nur so viel Leidensdruck angesammelt, dass das erstmal dein Thema ist und du dich daher nun erstmal sortierst, indem du berichtest, was er tut. Und dir die Sorge um ihn schon vergangen ist? Ich weiß es nicht, aber es ist auch egal.

    Im Prinzip ist es an dieser Stelle egal, ob man nun von Co-Abhängigkeit spricht oder von Hörigkeit.
    Es ändert nichts an deiner Situation, aus der du dich dringend befreien solltest.
    Ich bin immer noch ziemlich erschrocken, was da abgeht. Aber letztendlich ist es deine Verantwortung, ob du das weiterhin mit dir machen lässt, oder nicht.
    Wenn du nichts änderst, wird er weitermachen. Also bist nun du dran.

    Solche Manipulationen wie "Wir gehören doch zusammen" "Und wenn ich krank bin, kümmerst du dich um mich" und überhaupt kenne ich von meinem Vater nur zu genüge. Und er ist kein Alkoholiker, es geht auch daohne. In meinen Vater kriege ich das nicht mehr rein, dass er begreift, wie falsch er sich verhält und wie er mir schadet. Da bleibt mir also nur der Weg, für mich die Konsequenzen zu ziehen.

    Du hast schonmal begonnen zu schreiben, was du möchtest. Mir Respekt behandelt werden, wie ein Mensch behandelt werden.

    Aber von wem? Soll er sich ändern, willst du jemand anderes an seiner Stelle?
    Und wie willst du das angehen? Was muss sich ändern?
    Versuche, öfters das Wort "ich" zu schreiben und "weniger" er.
    Wenn du in meinen Thread schaust, wirst du sehen, dass auch ich das lernen musste.

    Schönen Abend noch,
    Natalie

    Zitat von RenateO

    Hallo Zimttee
    Ich hab in letzter Zeit einige Bücher von E. Kübler-Ross gelesen, sie vertritt die Meinung das wir solange dasselbe vor die Nase gesetzt bekommen ,bis wir es lösen können............
    Kling fies nichtwahr,aber vielleicht gibt es sowas wie Schicksal.........und das fordert von dir die Lösung (Elternhaus) zu finden ,denn offenbar lebst du da ja noch in so einer Art ,,Waffenstillstand?,,

    Liebe Grüße R..

    Danke Renate!
    Ich glaube nicht an solche Theorien.
    Aber es stimmt schon, dass ich dann auf den Tisch hauen muss. Erneut. Bisher hats nämlich nicht gefruchtet. So, wie ich sie einschätze, gibt es da nur ein ganz oder gar nicht. Mein Vater würde einen eingeschränkten Kontakt, wenn ich in der Nähe wohne, wahrscheinlich nicht akzeptieren.

    Sollte ich direkt in den näheren Umkreis meiner Eltern gesetzt werden, werde ich die Stelle ablehnen. Es ist nicht so, dass ich die Probleme nie angesprochen habe- meine Worte werden einfach ignoriert, verdrängt und vergessen. Ich mag die Gegend nicht, es gibt keine Verkehrsanbindungen, keine Geschäfte und viele unschöne Erinnerungen.
    Ich möchte irgendwohin, wo ich mich wohlfühle und bin eher ein Stadtmensch.

    Egal, was ich sage- es geht bei ihm rechts rein und links raus. Würde er erfahren, wo mein Seminarort sein wird, würde er auf seine manipulative-heuchlerische Art versuchen, mir schmackhaft zu machen, wieder zu Hause einzuziehen und sämtliche Co-Knöpfe drücken. Obwohl ich gebetsmühlenartig in den letzten 5 Jahren wiederholt habe, dass das nie in Frage kommt und ich lieber von einer Brücke springen würde, als dort wieder einzuziehen.
    Und dann wird er so tun, als ob er das zum ersten Mal höre, mich verletzt anschauen, sich als armes Opfer darstellen und mir ein schlechtes Gewissen machen wollen.
    Ich sehe es schon vor mir- es ist immer das gleiche!
    Das kann ich nicht lösen, außer vielleicht unbekannt zu verziehen und einen neuen Namen anzunehmen.
    Alles andere ist nur mit einer hohen räumlichen Distanz lösbar. Egal, was ich sage und mache, wird verdrängt und er steht wieder vor der Tür. Und nach einer Zeit wieder so getan, als wäre nichts gewesen.

    Wie gesagt, bisher war die km-Distanz in einem dreistelligen Bereich- und das war gut. Zwar war er oft genug an meiner Wohnung um zu kontrollieren, aber meist war ich auch nicht da, sondern bei meinem Partner, dessen Adresse er bis Dezember nicht kannte.
    Die Distanz hat er akzeptiert- sollte ich aber nun in der Nähe wohnen, war es das mit der Akzeptanz. Dann wirds richtig hässlich. Aber dann bin ich auch nicht mehr finanziell abhängig und es sollte mir egal sein- weil dann können sie mir nichts mehr. Vielleicht ists gut, dann auch endlich einen akuten Grund zu haben, den Kontakt beizulegen.
    Ich muss es erstmal sacken lassen, bisher hatte ich damit nicht gerechnet, da ich alles gewählt habe, nur die Region nicht.

    Hallo Hepzibah,

    ich denke, um den Umzug führt kein Weg herum.
    Wie stellst du dir sonst vor, dass sich alles bessern wird?
    Bisher hast du auf die Frage nicht geantwortet.

    Meinst du, er findet plötzlich Respekt für dich, lässt den Wodka sein und schafft sich eine andere Putzfrau an? Mit nichten.

    Die Situation ist ziemlich heftig und du solltest dich schützen.
    Aber du hast die Wahl: Entweder ziehst du um, brichst den Kontakt ab und führst endlich ein besseres Leben, oder du bleibst dort wohnen und wirst weiterhin darum gebeten, Scherben und Dreck wegzumachen.
    Möbel könntest du doch mitnehmen.

    Wieso sollte er sich ändern, wenn du direkt einknickst, sobald er vor der Tür steht? Daher ist die räumliche Distanz so wichtig.

    Natalie

    Hallo Carpenter,
    mein Text war auch nicht an dich gerichtet, sondern an die TE.
    Er sollte ihr eben verdeutlichen, wie schlecht er sie behandelt- da hat es jede Putzfrau, die für jemand anderes putzt und einen gescheiten Lohn (oder überhaupt Lohn) und ein lieb gemeintes Danke bekommt, besser.

    Letztendlich ist es ihre Sache, ob sie in dem System verharrt oder endlich ausbricht. Letzteres wäre natürlich wünschenswert; aber es wird nicht ohne ihr Zutun besser.
    Ich weiß nicht, ob ich bei diesem Mann den Mund aufmachen würde und ihn aktiv in die Schranken verweisen. Er wird sich eh nicht ändern und von heute auf morgen trocken werden. Ob er ruhig wird sich zurück zieht würd ich auch nicht hoffen. Seine Sicherungen können auch durchbrennen und er flippt komplett aus und die TE landet im besten Fall im Krankenhaus und nicht in der Leichenhalle. Da würd ich vorsichtig sein und meinen Umzug still und leise mit fachmännischer Betreuung durch eine Suchtberatung regeln.

    Ich finde es aber gut, dass hier ab und an auch Alkoholiker schreiben. Das sollte keine indirekte Aufforderung sein, die Texte zu unterlassen.

    Natalie

    Zitat von Carpenter

    Du bist seine Putze und sein Mülleimer...

    Das sehe ich etwas anders. Der Unterschied ist der, dass man Haushälterinnen, Putzfrauen und Pflegefachpersonal für gewöhnlich bezahlen muss. Dir wird es in Form von Demütigungen und psychischer Gewalt, die sich anscheinend auf dem Weg zur körperlichen Gewalt befindet, "gedankt". Das erinnert mich eher an einen modernen Sklaven.

    Nimm mir die harten Worte nicht übel, ich möchte dich nicht verletzen, sondern dich wachrütteln.
    Ich habe auch erst in den letzten Monaten erkannt, dass ich für meine Eltern auch nicht die Person bin, sondern eine Funktion erfülle. Bei Bedarf bin ich auch nur der Blitzableiter oder Sündenbock. Man darf nicht meinen, dass sie sich ändern- die sind viel zu tief drin im Suff, Depressionen und Co-Abhängigkeit. Bei beiden bedarf es einer langen, stationären Therapie. Da hab ich aufgegeben, noch irgendwo mit logischen Argumenten zu hantieren. Für sie geht es ums Überleben, was andere ihnen sichern sollen. Daher ist die einzige Möglichkeit, selbst zu handeln, um vom Acker zu kommen.

    Natalie

    Hallo ihr beiden!
    Heute ists soweit gewesen. Es kam die Post wegen meines Referendariats. Mein Freund und ich leben in einem anderen Bundesland, als wir eigentlich geboren und aufgewachsen sind. Wir haben uns überlegt, dass wir wieder zurückgehen, er hat nun dort schon einen Job gefunden und ich habe mich in diesem Land um einen Refplatz beworben. Es hat auch alles geklappt.

    Ich habe mich überall beworben, nur nicht in der Nähe meiner alten Heimat.
    Orte möchte ich jetzt nicht nennen. Aber wo schickt man mich hin? Wieder zurück zu meinen Eltern in den Bezirk. Im besten Fall würde ich also 50km von ihnen entfernt landen, im schlimmsten Fall ist die Schule in ihrer Nachbarschaft.

    Das muss sich erstmal setzen.

    Das klingt besser als dein Erstposting.
    Bei mir ist es auch nichts anderes. Meine Eltern kleben so aneinander, dass ich wohl auf beide verzichten muss, wenn ich einen Cut mache. Mein Vater will sich nicht trennen, sondern denkt, ich würde mich wieder mit ins Boot zu ihnen setzen, damit er nicht so alleine mit ihr ist.

    Ich merke es auch, dass ich da irgendwann Stellung beziehen muss. Noch muss ich nicht.

    Klappt es, zu ihr die emotionale Distanz zu wahren und dennoch Kontakt zu haben?

    Zitat von Zimttee


    Was erwartest du denn noch? Siehst du irgendwelche anderen Möglichkeiten?

    Zitat von Hepzibah

    hallo zimttee,
    erwarten oder erhoffen tue ich mir von ihm gar nichts mehr

    Vergleich mal unsere beiden Sätze. Ich habe rein gar nichts von ihm geschrieben. Das Problem von uns Cos ist, dass wir immer alles auf IHN beziehen, auch wenn von IHM keine Rede ist.

    Was erwartest du für dich, für dein Leben? Was ist mit deinen Kindern? Können die dir unter die Arme greifen, dass du da aus der Schusslinie kommst?
    Was siehst du noch für Möglichkeiten, von ihm wegzukommen?

    Was denkst du denn selbst, wenn du diesen Text liest?
    Ich finds ziemlich schockierend.

    Wäre ich an deiner Stelle, würde ich gar keine Kraft mehr aufwenden, ihm irgendwelche Schranken aufzuzeigen oder ihn umzuerziehen und zum Auszug zu bewegen. Ich würde meine Schotten dicht machen, mich NICHT mehr zu ihm in die Wohnung bitten lassen, ihn nicht mehr reinlassen und schnellstmöglich meinen Umzug organisieren.

    Was erwartest du denn noch? Siehst du irgendwelche anderen Möglichkeiten?

    Grüße,
    Natalie

    @ topas: Danke, ja, das stimmt. Hätte es nicht geklappt, hätte ich massive Probleme bekommen. Aber das ist ja nun nicht eingetreten. *Puh*. Da ich nun absolut scheinfrei bin, könnte ich mir auf jeden Fall eine Vertretungsstelle suchen, auch wenn es nun irgendwo nicht klappen sollte. Denn ich muss ja nicht mehr wöchentlich in die Uni.
    Auf jeden Fall hab ich nun eine Baustelle weniger. Schön, wenn die sich so nach und nach reduzieren.

    Nys , ja, hätte ich die Unterschrift nicht bekommen, hätte ich einen weiteren Job für die Wohnung gebraucht. Aber es fühlt sich sehr gut an! Und ich bin einfach nur dankbar

    @ Renate: Also, bisher hab ich das immer so gemacht, dass ich sie unter Nagellack gezüchtet habe. Aber dann waren sie immer total dünn, sehr brüchig und sind schnell gesplittet. Das hat mir dann noch vermeintlich das Recht gegeben zu knibbeln.
    Nun habe ich seit Wochen Kunstnägel getragen und die Nägel sind gesund und fest nachgewachsen. Ich habe überlegt, ob ich sie nun mal lackieren soll, denn manche lassen nun schon nach. Aber bisher war es immer so, dass sobald ich mehr mit den Nägeln gemacht habe, sie direkt kaputt gingen. Hm, ich hab letzte Woche den Nagellackentferner ausgetauscht. Früher hatte ich einen für 1Euro, aber ohne Aceton. Nun habe ich einen von einer Marke für 4 Euro, auch ohne Aceton gekauft. Ob das wohl reicht? Ich trau mich gar nicht.

    Danke für eure Rückmeldungen.
    Ich hab nun ein Gewicht erreicht, welches ich seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr hatte. Die 2-3 kg von Weihnachten und noch ein Pfund mehr sind wieder runter. Ich freu mich.
    Seit Weihnachten war ich nicht mehr zu Hause und es tat mir echt gut. Das bestrebt mich weiter in meinen Plänen für nach dem Studium. Bis dahin bin ich noch finanziell von ihnen abhängig.

    Manche von euch haben ja auch Probleme mit den Eltern/Müttern. Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr den Kontakt ganz abgebrochen oder nur oberflächlich reduziert?
    Momentan beschäftige ich mich seit der "er"-Debatte wieder intensiver damit.

    Alles Liebe,
    Natalie

    Hallo Brummbär,
    wir haben den RTW 3 Mal gerufen. 2 Mal wurd sie mitgenommen, weil sie bewusstlos war, beim 3. Mal nicht, da sie in der Zwischenzeit, bis der RTW kam, wieder zu Bewusstsein kam. Die haben sie nur angeguckt, genickt und das wars.

    Verstehen.. Ich habs langsam aufgegeben.. Und will es auch nicht mehr. Du hast alles mögliche getan; Gespräche, einen Brief, sogar der Auszug als Warnung.. Die Steigerung wäre, einen Entzug für sie zu machen- das geht wiederum nicht. Gott sei Dank.

    Solange, wie sie nicht kapiert, dass das wirklich ein Problem ist, hilft es nichts.
    Hoffentlich hatte sie einen ordentlichen Kater und kommt vielleicht so zur Besinnung.

    Alles Liebe,
    Natalie