So, jetzt schreibe ich vom Laptop, das macht alles etwas einfacher.
Also, wäre ich an deiner Stelle, würde ich mich erstmal informieren, welcher Arzt sich mit Suchterkrankungen/Alkoholismus auskennt.
Da würd ich mir eine Telefonnr raussuchen und damit zur Mutter fahren.
Sie darauf ansprechen, wie sie sich nun fühlt.. Wie es ihrer Meinung nach weitergehen soll.. Ihr, je nach Reaktion, nochmal die Leberwerte erörtern..
Und sie reden lassen. Du kannst ihr von dem Arzt, den du in Erfahrung gebracht hast, berichten.. Dass der auf die Erkrankung spezialisiert ist, er tausend dieser Fälle bisher gesehen hat, sie sich nciht schämen muss und du ihr bei allem hilfst, wenn sie Hilfe braucht.
Also irgendwie würd ich versuchen, jegliche Ängste und Scham abzubauen und sie nicht zu verurteilen.
Dann merkst du ja schon, wie sie reagiert. Entweder, es ist eine Erleichterung für sie und sie geht darauf ein.. Oder sie wird ausweichen und mehr oder weniger direkt ablehnen.
Dann weißt du, wo du dran bist.
Ich hatte ein ähnliches Gespräch vor mehreren Jahren mit meiner Mutter- das Ergebnis war, dass sie auswich total hektisch wurde und zig Ausreden erfand, warum sie heute nicht reden möchte.
Ich bin mit ihr so verblieben, dass ich sie nicht mehr ansprechen werde, sie wissen soll, dass sie meine Unterstützung hat, wenn sie etwas ändern möchte.. und dass das ansonsten für mich erledigt ist.
Fazit: Seit Jahren hat sich nichts getan, sie hat mich nicht mehr um Hilfe gebeten- ich habe abgeschlossen und das Thema, sie zu "bekehren", ist erledigt.
Es war für mich das Gespräch, mit dem ich loslassen wollte- und ich konnte nun loslassen.
Ich würde es so jederzeit wieder machen.
Liebe Grüße,
Zimttee