Daumen sind gedrückt, Neuweg!
Es freut mich, dass du so viel Unterstützung hast.
Meld dich morgen!
Zimttee
Daumen sind gedrückt, Neuweg!
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Zimttee
Hallo Neuweg,
ich denke, du solltest selbst mal über eine Therapie nachdenken. Alkoholkranke Mutter, alkoholkranker Mann- dann ist ein Kreis, der sich schließt. Du hast selbst eine kranke Sozialisation genossen und diese letztendlich, weil du sie nicht anders kanntest, an deine Kinder in Form deiner Ehe mit deinem Mann weitergegeben.
Eine heile Welt kannst du deinen Kindern sehr wohl bieten, auch wenn du von deinem Mann getrennt bist. Aber sicher nicht in der jetzigen Konstellation.
Zitat von NeuwegHeute morgen war ich entschlossen, zu gehen. Dann habe ich die Kinder geweckt, und es kam bei beiden ein juhu morgen ist Geburtstag. Sie wirken nicht so verschreckt, nach außen hin zumindest...
Glaubst du das wirklich? Deine Kinder sollen okay sein, obwohl eins davon schon in psychologischer Behandlung ist (mit 6 -8 Jahren??) und der Fachmann bestätigt, woher die Probleme resultieren?
Du hast in deinem Posting gefragt, ob es für die Kinder das beste wäre, sich zu trennen. Ja. Aus meiner Perspektive stimme ich dem zu.
Vielleicht sind sie traurig, wenn sie merken, dass ihr euch trennt. Wahrscheinlich werden sie weinen, weil sie nicht in dem Alter sind zu verstehen, was für sie das beste ist. Nach dem, was du so über sie geschrieben hast, werden die Kinder wohl schon in der Co-Spirale drinhängen.
Aber auch wenn sie weinen, ist es notwendig, sich zu trennen. Den Schaden, den dein Mann anrichtet, können deine Kinder nicht überblicken. Daher haben ja Erwachsene die Verantwortung für Kinder.
Ich hätte damals auch geweint. Erst später, mit 12, 13, 14 in dem Alter, habe ich gedacht, dass eine Trennung das beste wäre. Wobei ich damal schon wusste, dass Mama alkoholkrank ist und Papa alleine lebensunfähig. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich ein Heim bevorzugt.
Vorher dachte ich, dass eine komplette Familie das wichtigste wäre.
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Neuweg,
ich sitze hier mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf. Warum, um Gottes Willen, packst du diesen Koffer nicht jetzt und gehst, wo er aus dem Haus ist?
Diese Nacht war doch Terror pur- warum sitzt du weiterhin vor der Schlange?? Aufwachen, verdammt!!!
Meinst du, deinen Kindern ist noch nach feiern zu Mute? Die müssen doch total verängstigt sein.
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Lea,
willkommen zurück ![]()
Hab ich gar nicht mitbekommen.
Viele Grüße,
ZImttee (bei mir hat sich auch sooo viel getan, muss hier mal dringend aktualisieren)
Hallo Mausepaul,
ich lese diesen Thread schon seit Beginn. Mir ist echt nicht klar, wie du zulassen kannst, dass du (wobei, das lässt du für dich ja selbst zu) und deine zu Beginn sicher minderjährigen Mädchen von diesem Mann so abgewertet und abgelehnt werdet.
Wieso hälst du daran so fest? Sein Verhalten ist doch massiv schädigend, vor allem für Kinder. Wieso schützt du sie und dich nicht, sondern lässt immer weitere Verletzungen zu?
Schutz ist doch für uns Angehörige so wichtig.
Was kannst du denn tun, damit ihr euch räumlich trennen könnt und ihr alle endlich ein würdevolles Leben genießen könnt?
Viele Grüße,
Zimttee
Hey Garten,
ich schließe mich Doro an.
Keine unnötigen Diskussionen- die Ansage hat er und die würde ich nicht mehr weichklopfen lassen.
Auch finde ich die SMS "Mittwoch oder Donnerstag" mehr als dreist. Bist du ein Hotel oder ein Taxifahrer, mit dem man Termine vereinbart und einfach aufschlägt, wenn man die Dienstleistung will? Und dann noch "oder". Also zu festen Absprachen ist er nicht willens?
Auf so einen MIst würde ich erst recht nicht antworten.
Ich weiß nicht, ob ich meine Tür nach solchem Verhalten überhaupt noch öffnen würde.
Eine Woche saufen, unauffindbar sein und dann wieder auf Friede-Freude-Eierkuchen machen,als wäre nie was gewesen?
Ich glaube, ich würde meine "Spielregel" aufstellen. Klare Ansage seinerseits, eine Aussprache auf Termin, nüchtern.. Und ansonsten war es das.
Ich glaube nicht, dass ich nach solchem Verhalten noch zu irgendwelchen Unterhaltungen bereit wäre.
Ich würde mir nicht darüber Gedanken machen, inweit ich mit narzistischen Verhaltensweisen rechnen müsste, sondern gucken, inwiefern sein Verhalten schon seinen Narzismus widerspiegelt.
Und das sieht man ohne Ende. Oder meinst du, er hat in der letzten Woche irgendwann ernsthaft an deine Bedürfnisse und Ängste gedacht. Abgesehen bei dieser gnädigen, großzügigen SMS.
Viele Grüße und lass dich nicht verarschen,
Zimttee
Hallo Bitter-Tea,
die Mühlen hier mahlen langsam. Gerade in der EKA(ErwachseneKindervonAlkoholikern)-Ecke.
Ich bin auch betroffen, auch bei mir ist es meine Mutter. Sie trinkt aber schon durchweg seit ich denken kann- also knapp 25 Jahre.
Hier im Forum findest du, wenn du auf meinen Namen klickst, auch meine Geschichte.
Für mich hat es sich so ergeben, dass die einzige Möglichkeit, mich zu schütze, eine ziemliche Einschränkung des Kontakts ist. Erst dadurch kam ich zur Ruhe und erkannte viele Dinge, die auch meinen Vater und seine Rolle im Gefüge betreffen.
Bei Al-Anon war ich auch- aber nur ein Mal. Es brachte mir nicht sooo viel wie das Forum hier.
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Georg,
ich bin auch sehr gläubig und glaube nicht daran, dass Gott von jemandem möchte, dass er sich opfert. Nur um der Ehe wegen. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"- wie Girasole schon sagte. An erster Stelle stehst du- nur du kannst Liebe weitergeben, wenn du mit dir im Reinen bist und dich selbst liebst.
Und ich denke, dass diese Liebe eben der Sinn unseres Lebens ist. Und das ist leider in einer Suchtbeziehung nicht der Fall. Da richtet sich jeder selbst zu Grunde- das Gegenteil dessen, was eigentlich Gottes Ziel ist.
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Elpida!
Puh, vor 7 Jahren steckte ich auch in deiner Situation.
Trinkende Mutter und mitten im Abitur.
Nach allem, was ich erlebt habe, kann ich dir nur die Flucht nach vorne empfehlen. Sieh zu, dass du vielleicht wo anders unterkommst und suche dir jemanden in der Schule, mit dem du sprechen kannst. Das sind ja echt keine Zustände bei euch zu Hause..
Bei mir war es damals genau so- die üblichen Grabenkämpfe, miese Stimmung- meine Kraft wurde an allen Ecken abgezogen.
Damals bin ich auch beim ersten Versuch durchgefallen- zuvor war ich nicht gefährdet, aber die Prüfungen hab ich nicht gepackt.
Nun bin ich selbst Lehrerin. Mein Studium packte ich nur dadurch, dass ich mich von zu Hause abschottete.
Wir haben in der Schule auch viele Kinder aus schwierigen Verhältnissen- und nun, wo ich auf der Seite stehe, sehe ich es auch anders. Lehrer sind bemüht, ihre Schüler zu unterstützen. Solange niemand weiß, was bei euch abgeht, kann man dir nicht helfen. Du verhinderst selbst die Hilfe.
Zitat von Elpida
Aber ich würde mich niemals trauen zu sagen, dass mein Vater ein Alkoholiker ist. Dafür schäme ich mich viel zu sehr und ich will auch nicht, dass meine Familie verurteilt wird..
Du brauchst dich nicht dafür zu schämen, weil dein Vater krank ist. Du brauchst auch nicht den Ruf deiner Eltern zu schützen- das ist ihr eigener Job. Dafür sind sie doch selbst verantwortlich. Und es ist ihre eigene Schuld, wenn sie eben nicht wie die perfekten Eltern angesehen werden. Das sind sie auch gewiss nicht und das haben sie sicher auch nicht verdient. Im Fokus wird aber nicht das Verhalten deiner Eltern stehen, sondern wie man dir helfen kann. Also von daher- wenn du deren Bild wahren willst, schadest du dir nur selbst.
Gib dir einen Ruck und lass Hilfe zu. Momentan riskierst du echt deine Zukunft ![]()
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Jenny!
Es tut mir leid, dass du soetwas erleben musstest.
Fühl dich umarmt!
Leider ist es oft so- sobald man die Missstände irgendwie registriert und auch nur leicht andeutet, ist man der Buhmann.
Was ist denn nun mit deiner Schwester?
Ihr solltet damit zum Jugendamt gehen und gucken, wo sie unterkommen kann.
Nehmt das als Anlass.
Viele Grüße,
Zimttee
Ich kopiere meinen Text mal von drüben rein!
Zitat von ZimtteeAlles anzeigenHallo Engelchen,
puuuh.
Bist du dir bewusst, was du da mit dir machen lässt?Ich bin Tochter einer Alkoholikerin und habe diese Spielchen 20 Jahre aus dieser Perspektive am eigenen Leib erfahren müssen und auch gesehen, wie meine Mutter meinen Vater so manipulierte.
Nach allem, was ich erlebt habe, habe ich eine Reihe von Vorsätzen, die mir sehr wichtig sind.
Ich hätte ihn schon nach der Aktion mit der Ex verlassen. Glaubst du, dass er nur mit ihr getrunken hat? Dass er durch den Alkohol berauscht war und dann trotzdem die Kontrolle über sich hatte? Dass er nur einen Teil der alten Gewohnheiten aufgenommen hat und nicht komplett in alte Muster verfiel?Ich finde es heftig, dass dein Partner dir unterstellt, dass du ihn hintergehst, Dinge hinter seinem Rücken machst. Aber im Prinzip hast du doch nur herausgefunden, dass er hinter deinem Rücken Dinge abzieht. Dass er dir vorspielt, er wolle einen Entzug machen- aber das Ticket quasi in der Tasche hat, dir das verheimlicht, sondern wieder rückfällig wird.
Hör auf, irgendwelche Dinge um 5 Ecken zu interpretieren- meistens liegen die Dinge offensichtlich auf der Hand. In erster Linie möchte er wohl weitersaufen- das, was er nämlich nun ungeniert wieder begonnen hat. Alternativ hätte er ja auch ohne "unangenehme Gespräche" trocken bleiben können. Da gibt es hier im Forum auch ein Paar, die damit gut fahren.
Aber mir scheint es, als ob er einfach nicht in den Entzug will und seine Lippenbekenntnisse dazu dienten, dich ruhigzustellen. Und nun, wo er Handlungen folgen lassen muss, lässt er die Maske fallen.Lass dich nicht von ihm verarschen. Mir scheint es, als will er dich nun so verdrehen, manipulieren mit Schuldzuweisungen und verbaler Aggression, dass du geknickt seine Sauferei duldest und hinnimmst.
Lass dir das nicht aufzwingen!
Das alles ist doch keine gute Beziehung. Von Anfang an nicht.Wo soll es denn hinführen? Eine Hochzeit und Kinder? Mit so jemandem?
Willst du dem, dem du nun ausgesetzt bist, auch Kinder aussetzen? Solche Manipulationen und Gehirnwäschen von Anfang an?Weißt du, wozu du dich durch eine Heirat rechtlich verpflichtest? Du bist damit für ihn verantwortlich- auch finanziell. Wenn er Pflege braucht, bist du die erste, nach der geguckt wird. Auch Jahrzehnte nach einer Scheidung haben Frauen noch Post vom Sozialamt bekommen.
Ich denke, dass es gelingen kann, dass Paare eine Sucht zusammen packen. Aber ich glaube, dass das Beziehungen sind, die schon Jahre vor der Sucht bestanden haben, eine "trockene Basis" und gemeinsame Ziele besitzen, zu der vor allem Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gehören. Und das alles fehlt euch.
Dein Partner setzt gar nicht auf diese Basis, ihm geht es darum, dich bei der Stange und notfalls mit Manipulation gefügig zu halten. Egal, ob es dich verletzt, niedermacht oder sonst negativ beeinflusst. Er hat gar nicht im Sinn, eine aufrichtige Partnerschaft zu führen; für ihn ist der Konsum an erster Stelle und dein Wohl und deine Unversertheit sind untergeordnet.Das ist doch wiederum mit deinen Zielen nicht zu vereinbaren?
Daher glaube ich nicht, dass ihr eine Chance habt.
Ich würde dir raten, auf dich zu achten.. Zu gucken, was er mit dir macht, wie du dich fühlst.. Und ob es das ist, was du für dich möchtest. Beobachte, inwieweit seine Handlungen zu seinen Versprechen ("Ich mache eine Therapie, ohne Alkohol ist alles besser") passen und lass dir keine Mitschuld oder irgendwelche verqueren Gedanken einreden.Sei froh, dass der Mitarbeiter der Beratungsstelle so aufrichtig war--
"Ich verstehe das alles nicht….er hatte mir doch vorher gesagt, dass es ihm viel besser ohne Alkohol geht und dass er so glücklich wäre, weil unsere Beziehung, seitdem er nicht mehr trinkt, so harmonisch ist. Jetzt wirft er mir vor, ich würde alles für ihn entscheiden und ihn einengen.
Gestern habe ich wieder Alkohol gerochen"===> das passt nicht zu seinen Worten, stimmt. Actions speak louder than words. Daher- würd ich sein Gerede wegfallen lassen und das, was dann übrig bleibt, ist jemand, der nicht im geringsten an Nüchternheit Interesse zeigt.
Lass dich nicht veralbern und bleib bei dir!
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Ms Linda,
ist der Kontakt zu anderen dann komplett vorbei oder handelt es sich um so eine on-off-Sache?
Ich bin prinzipiell total harmoniesüchtig und komme mit den meisten total gut klar. Aber ich habe es schon kennengelernt, dass es Menschen gibt, die ihre Wut auf sich selbst auf mich projizierten und mich ewig piesakten, weil sie mir das ein oder andere nicht gönnten. Ganz dem von zu Hause antrainierten Motto kam ich nicht aus mir raus, konnte mich nicht wehren und war so ein leichtes Opfer für viele.
Ist es das, was du meinst?
Ergänzung: Unsere Beiträge haben sich überschnitten.
Ja, so in etwa hab ich es erwartet.
Ich würde auf keinen Fall wegziehen, aber dann jeglichen Kontakt zu ihr unterbinden und sie stehenlassen. Wenn sie mit ihrer Manipulation immer durchkam, würd ich mir irgendwo Unterstützung suchen (Forum oder eigene Therapie) und dann auf Durchzug stellen, wenn sie wieder anfängt.
Das ist ja echt ein starkes Stück- aber wenn du nun für sie wegziehst, dann gibst du ihr wieder mehr Macht über dein Leben. Nämlich, dass du für sie wieder wegziehst und ein Umfeld aufgibst, das du eigentlich ganz lieb gewonnen hast.
Vielmehr würde es dir wahrscheinlich gut tun, in aktiven Widerstand deiner Mutter gegenüber zu treten.
In meiner Familie wurde ähnlich manipuliert; ich bin nun nochmal ein Stück weiter weggezogen, wodurch sich unser Kontakt mehr minimiert. Meine Eltern wollen das nicht so recht wahr haben und fahren nun stärkere Geschütze auf.
Seit ein paar Wochen bin ich in Therapie und kann nun an mir arbeiten und vor allen Dingen eine klare Stellung ihnen gegenüber beziehen.
Hallo NeverendingStory!
Das erinnert mich auch wieder alles sehr an mich.
Zuerst möchte ich noch auf einen früheren Beitrag von dir eingehen:
Diese Selbstzweifel habe ich auch ganz stark. Zum einen an mir und meinen Fähigkeiten und dann eben daran, dass ich darüber nachgrüble, wie ich nun geworden bin, was besser hätte sein können, wenn ich in einer harmonischeren Familie groß geworden wäre... Oder was genau nun welche Merkmale hervorgerufen hat. Ich habe heftige Konzentrationsschwierigkeiten und denke häufig darüber nach, dass mir das vieles verbockt hat.
Aber auf der anderen Seite ist das total destruktiv- vielmehr sollte ich meine Kraft darein stecken, Probleme anzugehen. Aber ich kann es nachvollziehen, dass dieses Verhalten, seine Charakterzüge zu ergründen, Teil der Persönlichkeitsfindung ist.
Und dann, der zweite Teil meines Beitrags:
Als ich deinen Beitrag das erste Mal gelesen habe, hat es mir ein wenig den Brustkorb zugeschnürt. Ich glaube, es lag an der Beschreibung deiner Mutter. Diese Hilflosigkeit, du sollst für sie übersetzen, sie schiebt Verantwortung zu dir und macht sich von dir abhängig. So ähnlich ist es mit meinem Vater- er hat zwar keine Sprachprobleme, ist aber dennoch von sämtlichen Leuten des Umfeldes abhängig. Ich weiß, dass es solange meine Mutter lebt, noch recht unproblematisch mit ihm ist- aber wenn sie dann vor ihm stirbt, wird er an mir hängen.
Ich kann es nachvollziehen, dass du nicht möchtest, dass sie dir nachzieht. Hast du ihr das schonmal so gesagt? Auch, dass du nicht willst, dass sie dann an dir hängt? Wenn sie dort niemanden kennt, wirst du zu ihrer ersten Anlaufstelle. Ich würde aber auf gar keinen Fall ihretwegen wegziehen. sondern ihr lieber den Zahn ziehen, dass sie sich bei dir anhängen kann.
Gibt es jemanden, der nachhorchen kann, wie dein Vater gerade tickt? Oder weißt du es sicher, dass er dir Vorwürfe machen wird?
Dieses Sicherheitsbedürfnis und die möglichst starke Planung kenne ich auch.
Bei Al Anon war ich auch mal, die spezielle Gruppe war aber nichts für mich. Daher bin ich hier im Forum besser aufgehoben.
Viele Grüße,
Zimttee
Hallo Tina,
das klingt in der Tat so, als würdest du ziemlich tief drinhängen.
Kennst du den Begriff "Co-Abhängigkeit"?
Ich habe auch eine Mutter, die schon seit meiner Kleinkindzeit trinkt.
Sie hat quasi meine ganze Kindheit versoffen.
Ich habe irgendwann gemerkt, dass es mich kaputt macht. Für mich blieb nur die Wahl: den Mist weiter mitmachen, das System zu Hause unterstützen- oder gehen und mich abkapseln.
Ich habe mich für letzteres entschieden. Der Kontakt ist minimal- wir telefonieren alle 1-2 Wochen, sehen uns pro Quartal ein Mal.
Das reicht, sonst ertrage ich es nicht mehr.
Aber auch das ist ihr lieber, als mit dem Saufen aufzuhören. Das Problem ist ja, dass du ihre Sucht unterstützt, indem du weiter zu ihr hälst und die beste Freundin bist. Wieso sollte sie dann was ändern? Ist doch alles tutti.
Was glaubst du denn- wenn sie bei euch einziehen wird- ist sie dann schon trocken? Duldest du ihren Einzug auch dann, wenn sie noch trinkt?
Ist dir klar, was du dir da aufhalst?
Für mich habe ich den Entschluss gefasst, dass sie niemals nie bei mir einziehen wird. NIE. Das kann ich nicht ertragen und es ist nicht meine Aufgabe. Ich werde ihre Sucht nicht unterstützen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass eure Rollen arg vertauscht sind. Kümmert sie sich denn auch um deine Probleme? Sorgt sie sich, so wie du? Wohl kaum, sonst würde sie ja Rücksicht auf dich nehmen und nicht mehr trinken.
Der komplette Beitrag dreht sich um deine Mutter. Was machst du denn selbst für dich? Wie geht es dir, wie fühlst du dich?
Viele Grüße,
Zimttee
Zitat von -jenny
Wieso erkennt sie ihre Krankheit nicht? Ich bin auch Raucher und weiß das. Für die Erkenntnis muss man doch nur ein bisschen selbstreflektiv sein :(([/i]
Und warum änderst du dann nichts an deiner Sucht?
Vielleicht geht es deiner Ma auch so.
Ich kann dir nur zu einer Therapie raten- ich mache auch eine. Kannst du bei mir nachlesen.
Viele Grüße,
ZImttee
Hallo Bella,
mein Vater ist im Grunde wie dein Schwager.
Er hatte immer andere Ausreden, warum er bei ihr blieb.
Die Kinder, was denken die Nachbarn, man lässt sich nicht scheiden, gibt nicht so einfach auf. Rennt nicht vor Problemen weg.
Letzteres soll ja bedeuten, dass er stark wäre und kämpft, nicht den leichteren Weg geht. Aber genau das macht er- er macht es es sich einfach, ist schwach und erduldet statt zu kämpfen. Der harte Teil wäre nämlich reinen Tisch zu machen und eine Klärung einzufordern.
Ich denke, du hast die Situation deiner Schwester (kleinen Finger hinreichen...) schon richtig erfasst.
Ich kann nachvollziehen, was die kleinen erleben- meine Mutter hatte die erste Alkoholvergiftung als ich 3 war und mit ihr alleine im Haus, ein paar Jahre später sprang sie aus dem Fenster, dann folgten wieder Alkoholvergiftungen, zwischendurch beinahe allabendlich irgendwelche Ekzesse- je nach temporärem Zustand. Manchmal hatten wir auch Ruhe. Aber immer alles vor unseren Augen und auf unseren Schultern. Mein Vater glaubt bis heute, wir hätten nichts mitbekommen bzw wenn, alles wieder vergessen.
Mir tut es unglaublich leid, wenn ich mitbekomme, dass Kinder solche Zustände mitbekommen. Ich arbeite nun mit Kindern zwischen 10 und 17 etwa zusammen und habe viele kennengelernt, die solche Probleme Zuhause haben. Viele von ihnen sind verhaltensauffällig, haben in der Schule stark zu kämpfen (mit der Konzentration, der Eingliederung in eine Gruppe, haben Probleme mit sich selbst, ihrem Selbstwertgefühl etc..). Mir ging es früher genauso- aber ich bin froh, dass ich alles irgendwie hinbekommen habe- auch ohne Hilfe und Unterstützung durch meine Eltern. Dafür gab es andere Menschen, die mir nahe standen.
Ich denke, die Idee mit dem Jugendamt ist gut- es geht ja nicht um das Wohl deiner Schwester und ihres Mannes, sondern um die Kinder. Und wenn beide die Verantwortung nicht tragen können, sollte geprüft werden, ob andere Schritte notwendig sind.
Ich habe mir damals gewünscht, dass jemand Hilfe von außen holt und du weißt es ja selbst, wie es ist, wenn man aus der Hölle kommt.
Du kannst dich dort auf jeden Fall informieren.
Vorher solltest du dir Notizen machen- möglichst konkret, mit Beispielen. Was müssen die Kinder erleben, was haben sie alles schon gesehen? Sind sie schon verhaltensauffällig? Letzteres war ich schon seit dem Kindergarten.
Ansonsten kann ich mich nur Lindi anschließen. Für deinen Schwager und die Schwester ist ja momentan alles anscheinend okay. Warum sollte sich was ändern?
Mein Vater macht da noch weiterhin mit- wir Kinder sind momentan alt genug, um eigene Wege zu gehen und haben uns da verabschiedet. Vater hat nichts geändert, nur uns haben wir zu verdanken, dieser Hölle nicht mehr ausgesetzt zu sein. Er behielt seinen Platz und deckelt nun alles auch uns gegebenüber.
Aber so ist das nunmal- sein Wille.
Viele Grüße,
Zimttee
Ich kann da nur Girasole beipflichten.
Ich stamme aus einer Familie, in der die Mutter säuft und der Vater seit 25 Jahren die Scherben beiseite fegt.
Genau das gleiche wie bei uns lese ich in diesem Thread- daher will ich eigentlich gar nichts wirklilch dazu schreiben. Also Kind fühlt man sich von beidem wahnsinnig im Stich gelassen. Und dieses Kleinreden ist das schlimmste und so unglaublich prägend.
Ich kann jetzt kaum meinen Warnehmungen trauen.
Ich bin einfach nur froh, dass die Hölle vorbei ist. Ich hab hier auch im Offenen einen Thread, Bella. Wenn du magst, lies mal nach.
Viele Grüße!
Zimttee
Hallo Starkemom,
meinst du, dass du deinen Kindern etwas Gutes tust, wenn du sie mit einem Alkoholiker aufwachsen lässt?
Viele Grüße,
Zimttee
(Tochter einer Alkoholikerin)
Hallo NeverendingStory,
ich bin in einer vergleichbaren Situation wie du.
Ich bin allerdings schon mit dem Studium fertig, habe zu Hause eine alkoholkranke Mutter. Aber auch sie trinkt seit 25 Jahren und sieht nichts ein. Sprich: Sie hat sich entschlossen, sich zu Tode zu trinken.
Ich habe gemerkt, dass es für mich eine unzumutbare Belastung ist, ihr dabei zuzusehen und habe mich daher sehr zurückgezogen. Wohne mehrere Hundert km entfernt. Ich kann auch sagen, dass wir eigentlich keinen Bezug zueinander haben, keine Gemeinsamkeiten, keine Themen, über die wir reden könnten. ich erzähle wenig und reduziere den Kontakt momentan auf das Minimum.
Es tut mir schon leid, gerne hätte ich eine "richtige, normale" Mutter- aber so ist es nicht. Und selbst, wenn ich normal auf sie zugehen würde, hätten wir keinen normalen Kontakt, keine intakte Beziehung.
Meine Distanz ist nur eine Reaktion auf die Zustände. Es würde ohne Distanz nicht besser, sondern nur schlimmer.
Ich habe aufgehört, auf Menschen, die die Situation nicht wirklich kennen, zuzugehen. Solche Kommentare wie "Wenn du jetzt nicht den Kontakt suchst, dann wirst du das bereuhen" sind doch total bescheuert. Sie sprechen doch genau das schlechte Gewissen an, was die Suchtkranken und anderen Teilhaber des kranken Systems meistens schon lange aufbauen. Wenn du wieder auf sie zugehst, wirst du wieder Teil des Systems und darunter leiden.
Daher sollte man dich eigentlich darin unterstützen, auf Abstand zu bleiben- das tut dir wahrscheinlich am besten. Du musst dich nun auf dein Studium konzentrieren.
Ich denke, ich würde aber wahrscheinlich zusammenbrechen, wenn irgendeine schlechte Nachricht käme. Das ist, denke ich, normal.
Aber es ändert sich bis dahin leider nichts.
Wenn sie dann stirbt, ist es so endgültig. Mit der Endgültigkeit mag ich mich noch nicht beschäftigen.
Viele Grüße,
Zimttee