Beiträge von TwoTimes

    Hallo Lea,

    oh, du hast mir mit deinem Text sehr geholfen. Eine Stimme in mir unterstützt, die Bestärkung braucht. Du sprichst damit etwas an, dass ich auch wahrnehme.
    Ich habe sehr nette Kollegen gehabt, die sich selbst gut verkaufen konnten und meine Arbeitsleistung praktisch gleich mit verkauft haben. Also der Führungsebene meine Arbeit präsentiert haben, weil ich mich damit so schwer tue und gar nichts positives über mich sagen wollte. Die Hilfe meiner Kollegen habe ich als sehr erleichternd empfunden. Aber thematisiert habe ich das nie. Also offen "Danke dafür" gesagt. Eher habe ich mich schuldig gefühlt. Eine verpasste Gelegenheit zur Offenheit . Es wäre auch eine Chance gewesen, dass sie mir mitteilen, dass ich ihnen auch hilfreich war. Denn auch davon habe ich nichts erfahren. Vielleicht steckt die Einsamkeit darin. Nicht in der Introversion. Und daran kann ich etwas ändern. An der Einstellung dazu.
    Danke! Das war wichtig.

    Hallo BC,

    ja, ich lese dich, vergleiche deine Erfahrungen mit meinen und denke "Stimmt". Ohne Partnerschaft an mir zu arbeiten, hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass ich mir näher gekommen bin. Ich habe viel für mich getan. So auch dieses Mal. Besonders dieses Mal. Aber was wäre ich, hätte ich meine Partnerschaften nicht gelebt? So viele wertvolle Momente, soviel Hoffnung, soviel Liebe und Freude. So viele kleine glückliche Momente. Und es war auch viel Leid dabei und Traurigkeit und Wut und Enttäuschung.

    Ich fühle ein "sowohl als auch" in Bezug auf dieses Thema. Es beinhaltet beides Chancen zum Wachstum. Gemeinsam oder allein.

    Und das Spannungsgefühl, dass ich in mir empfinde ist "Wann ist der Moment, sich wieder zu öffnen?" Sagt mein Inneres "jetzt!"? Ist das der Moment, in dem ich mich verliebe?

    Weiß ich es, wenn es soweit ist?

    Viele Grüße TT

    Hallo BC,

    vor kurzem habe ich in der Bibliothek ein Paar beobachtet, ich denke, sie waren beide um die 60 Jahre alt. Sie saßen sich gegenüber, einer hielt die Hand des anderen, einer sprach, der andere hörte zu. Das war so faszinierend für mich, dass ich alles gleichzeitig war. Traurig, berührt, sehnsüchtig. Das fehlt mir. So ein Mensch. Sie haben sich ganz ruhig und sicher in die Augen gesehen, ließen sich nicht ablenken, waren ganz füreinander da.

    Vielleicht nur eine halbe Stunde lang, aber wie kostbar das ist. Wie wertvoll. Nicht über die Krankenkasse finanziert wie ein Therapeut, der doch ein Fremder bleibt, sondern einfach einander gegeben, als Teil einer Partnerschaft.

    Denn wie kann ich sonst mein Verhalten in Partnerschaft ändern, wenn ich immer um mich selbst kreise? Wenn ich mir Fragen stelle, sie selbst beantworte. Mein einziger realer Gesprächspartner ein Buch ist. Um mich herum hetzt alles. Arbeit, Überstunden, Kinder, Trennung, Scheidung, Neuanfang, wieder Überstunden, erste chronische Krankheiten usw. Keine Zeit die Beine baumeln zu lassen. Keine Zeit zum Schweigen, keine Zeit einander zuzuhören. Meinem ich fehlt das "du"

    Das Partnerschaft zu Enttäuschung führt, habe ich auch festgestellt. Ich war "selbst süchtig" nach Alk, nach Zigaretten, nach Bestätigung. Und sicher eine Enttäuschung. Meine Partner waren süchtig nach Arbeit, Fernsehen, Alk, Zigaretten, PC Spielen, nach Ablenkungen.

    Dennoch, es scheint zu geben was ich suche. Es scheint Menschen zu geben, die sich voll aufeinander einlassen können. Zuhören können. Zusammen schweigen können.

    Lg TT

    Guten Morgen Steffi,

    ja, also das nach innen gerichtete ist ein Teil von mir. Ich mag es...eigentlich. Was ich nicht mag, ist dass es mir nicht gelingen will, es ins Leben zu integrieren, so das ich mich wohlfühle. Es ist ein ganz verzweifeltes Ringen in mir nach einer Antwort. Die ausbleibt.

    Ich hatte bis zu meinen 30. Geburtstag ein schönes Leben. So lange dauerte mein Studium. In der Uni bin ich gut zurechtgekommen. Ich habe mir meine Studienpläne selbst zusammengestellt, Anspannung und Entspannung, Zeit mit anderen, Zeit mit mir selbst, ich konnte es gut ausbalancieren, hatte viele Freunde.

    Mit dem Eintritt ins Arbeitsleben traten meine Defizite sehr stark zutage. Ich brauche Rückzugsräume, die ein "9 Stunden Arbeitsplatz" nicht bieten kann. Ein Kollege, der zum Beispiel ständig telefoniert, macht mich fix und fertig. Ich werde davon richtig krank. Weil ich dann selbst nicht mehr arbeiten kann. Und das Arbeitsleben ist halt kein Wunschkonzert. Ich habe versucht, ein Einzelbüro zu bekommen. Keine Chance. Also Arbeitsplatzwechsel. Finanzielle Einbußen. Rückschritte. Neue Probleme. Wenn man in Besprechungen immer da sitzt, als könnte man nicht sprechen (was in den Momenten auch so ist) wird man irgendwann als komisch abgestempelt und landet in der Isolation. Da bin ich jetzt.

    Für mich wäre es im Prinzip am besten als Postbotin zu arbeiten, oder im Archiv, oder dergleichen. Allein und in der Stille. Ausdauernd arbeiten kann ich, auch in vielen Bereichen. Menschlicher Kontakt ist es, der mich erschöpft. Zu viele Eindrücke, Wünsche, Erwartungen. Aber ich bestehe ja nicht nur aus Introversion, ich habe im Prinzip schon den richtigen Beruf. Nur die Anpassung an die extrovertierte Welt gelingt nicht. In keinster Weise.

    Genauso ist es mit potentiellen Freunden und Partnern. Ich strahle Freundlichkeit und Lebensfreude aus, ziehe also erstmal Menschen an, dann merken sie, wie ich bin und fühlen sich zurückgestossen. Also gehen sie auf Distanz und erwarten von mir, dass ich mich "mal wieder melde" was ich nicht tue, weil ich nicht weiß, was ich sagen soll. Wie es mir geht? Ich will keinen belasten. Fragen, wie es ihnen geht? Dann sagen sie es mir und ich trage mich damit tagelang rum, und versuche Lösungen zu finden, wie es meinen Freunden besser geht. Das bekommen sie aber gar nicht mit, Auch nicht, wie oft ich an sie denke.

    Das alles erscheint mir so kompliziert, dass es mir am leichtesten vorkommt, einfach alles allein zu machen und mich bei keinem mehr zu melden. Das geht eine Weile gut, dann fühle ich mich so einsam, dass ich doch wieder nach Kontakt suche.

    Ich habe völlig die Balance verloren, bin zu sehr in die Isolation geraten. Und ich versuche jetzt mal das eine oder andere, um anzusetzen, um zu schauen, was hilfreich sein könnte.

    Ich habe in deinem Thread gelesen, dass du dich draußen nicht so wohl fühlst...wie ist dein Erleben, wenn du draußen bist?

    Lg TT

    Hi Steffi,

    ja, helfen dir die Schlaftabletten? Ist der Schlaf dann mit deren Hilfe erholsam? Ich habe noch nie eine genommen.
    Aber ich kenne viele, viele Menschen in meiner Familie und im Bekanntenkreis, die nicht gut oder nur wenig schlafen können.

    Bei mir hat der Alkohol den Schlaf verflacht und mich manchmal morgens um 4 geweckt. Aber selten.
    Jetzt ist es so, dass ich tagsüber müde bin. Trotz 8 Stunden Schlaf, der sich anfühlt, als wäre ich in der Nacht bis in den Erdmittelpunkt gesackt.

    Das ich den Kopf nicht mehr in den Sand und mich nicht mehr im Sekt verstecken kann führt zu Müdigkeit. Die Präsenz im Leben. Ich kann nicht weg, wenn ich mich gut oder schlecht fühle und bin dabei mir neue Strategien anzueignen. Das schafft mich, echt. Müde, Müde, Müde :wink:

    Ja, weißt du, ich glaube, ich kann nicht mal mit einem Silbertablett mit Freunden drauf richtig umgehen. Ich bin so eine Rückzugs-Tante, das glaubst du nicht. Aber ich gebe nicht auf!

    Lg TT

    Guten Morgen,

    heute nacht habe ich vom Alkohol geträumt. Aber nicht, dass ich getrunken habe, sondern wie sehr ich mich freue, dass ich nicht mehr trinke. Ich habe im Traum dazu gestanden und mich sehr stark und wohl damit gefühlt. Ich habe mein Haltung nach außen vertreten und habe mich authentisch gefühlt. War ein guter Traum. In der Realität bin ich auf dem Weg dahin, aber noch nicht angekommen.

    Heute wird wieder viel zu organisieren sein...und ich habe die erste Zeile einer Kontaktanzeige geschrieben. Wird sicher einige Wochen dauern, bis sie fertig ist. Ich werde das schriftlich machen und eine lokale Zeitung benutzen. Kein Internet. Alles ein wenig retro. Mal sehen, was passiert.

    Euch einen schönen Tag.

    Lg TT

    Hallo Forum!

    Heute habe ich Post bekommen. Organisatorisches, alles kleine Beiträge zum Arbeitsplatzwechsel. Noch gut 2 Wochen, dann gehts los. Ich habe mir ganz bewusst gemacht, dass ich das in die Wege geleitet habe, um zu spüren, dass ich etwas bewirke, wenn ich handle. Das, was in mir flüchten will, ist ziemlich stark. Der Wunsch, in den Alkohol zu flüchten, wir tatsächlich immer schwächer (Große Freude darüber!!!) dafür sind es jetzt eben reale Wünsche, dass ich entweder weg will oder das alles schneller gehen soll oder das etwas ganz großes Tolles passieren soll (Lottogewinn, Kreuzfahrt, Mr Right plus Pferd :wink: )

    Wie auch immer, es ist Konzentrationsarbeit, mich bewusst auf jeden einzelnen Schritt zu fokussieren. Dafür ist es jetzt tatsächlich gut, dass in meinem Leben gerade nicht soviel los ist.

    Euch viele Grüße
    TT

    Hallo Forum,

    nach wie vor, gehts mir eigentlich gut. Stück für Stück geht es vorwärts und ich erlebe inzwischen viele kleine Momente über die ich mich dann wundere und überrascht werde davon und denke "Was war das jetzt für ein Gefühl?" weil ich es immer wieder aufs Neue nicht zuordnen kann, aber ich denke das ist "das kleine Glück des Augenblicks"
    Ich lache auch mehr, fühle mich gelöster und denke auch, meine Zentimeter-Vorangehensweise ist genau das richtige Tempo.
    Aber irgendwie...an der Einsamkeit ändert sich nichts. Wenn ich nicht aus mir rauskomme..wird das wohl so bleiben. Vielleicht werde ich eines Tages meine Bücher loslassen und etwas anders machen, als am Tag davor. Vielleicht ist es besser ab und zu mal etwas zu riskieren, ein Lächeln, eine Frage, mal den ersten Schritt machen und nicht immer warten.

    LG TT

    Hallo Frank,

    ich hatte mal Probleme mit den Schienenbeinen, da war die Bindung der Schuhe zu fest, sie waren da auch noch relativ neu. Mit Lockerung der Schnürsenkel und ein paar Dehnübungen lief es wieder besser.

    Wünsche dir alles Gute für das Gespräch am Mittwoch!

    LG TT

    Hallo Frank, Hallo Forum,

    ja hier ist es ähnlich. Sehr lange Wartezeiten...bis zu einem Jahr oder länger.
    Ich fand die Suche nach einem Therapeuten als anstrengend und anregend. Man lernt einige interessante Menschen dabei kennen :wink: Ich habe es jetzt, wie auch bei der ersten Therapeutin über eine Empfehlung versucht. Das hat mir etwas Sicherheit vermittelt, für das Erstgespräch. Und ich finde es auch sehr wichtig, dass die Chemie stimmt.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück bei der Suche nach einem passenden Therapeuten für dich!

    Ich war gestern im Kino. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ich bin allerdings mal wieder mit meiner Geräuschempfindlichkeit konfrontiert worden. Ich habe zweimal den Platz gewechselt, wegen Popcorn-Geraschel und Leuten, die während des Films ihr Leben austauschen müssen. Eine zeitlang habe ich mir ein Ohr zugehalten. Und mir jetzt tatsächlich vorgenommen, Ohrenstöpsel bei mir zu tragen, wie meinen Haustürschlüssel.

    Ein Buch über Hochsensibilität habe ich mir heute auch gekauft. Ich mag das Wort an sich nicht. Es klingt, als wäre man hochbegabt oder etwas Besonderes. Das bin ich ja nicht und will es gar nicht sein, ich will nur meine Ruhe haben. Und die ist so schwer zu bekommen.

    Vielleicht sind diese Geräuschprobleme auch nur Vorboten eines Unbehagens das sich bei mir eingestellt hat: Wenn ich nicht mehr trinke, gehts wohl jetzt darum, mein Leben so anzugehen, dass ich mich darin wohlfühle. Von der Gestaltung meines Arbeitsplatzes, meiner beruflichen Zukunft bis hin zum passenden Wohnort. Und yes, das macht mir Angst. Auch, wenn ich das nicht alles heute oder in einem Monat erledigen brauche, Angst macht mir auch eher, dass ich zu mir stehen und meine Bedürfnisse einfordern "muss". Das kann ich nicht so gut. Ich tue mich schwer, schon bei Gedankenspielen. Wenn ich einen geeigneten Arbeitsplatz visualisiere, fällt mir dazu nur "Wie soll ich das bloß schaffen?" ein. Gewöhnt bin ich von mir, dass ich vom Großraumbüro bis zur Besenkammer alles abnicke, dankbar, dass ich überhaupt da sein darf. Sieht wie ein großer Berg aus...im Moment.

    Viele Grüße TT

    Hi Steffi,

    ja, ich hatte vor einigen Jahren auch eine angefangen. Aber Therapie und Trinken schließt sich wohl aus. Ich konnte mich gar nicht öffnen. Ich war nur in Verteidigungshaltung (um die Leiche in meinem Keller vor Entdeckung zu schützen).
    Dabei war die Therapeutin so eine tolle Frau. Sie hat sich viel Mühe mit mir gegeben und Gutes und Wichtiges gesagt und sich engagiert. Im Gegensatz zu mir. Ich habe das echt vergurkt. Es tut mir bis heute leid, dass ich nicht mit dem Trinken aufgehört, und dann begonnen habe.
    Diesmal mache ichs besser. Ja, das Wochenende ist jetzt schon schön und ich freue mich drauf.

    Dir auch schöne Tage und Erlebnisse,

    Liebe Grüße TT

    Hallo Frank, Margit, Steffi, hallo Forum,

    die letzten Tage habe ich mich mit dem Neustart im Beruf beschäftigt, organisatorisches erledigt, Sport getrieben und bin doch sehr zur Ruhe gekommen.

    Steffi, ich habe keine LZT gemacht. Ich warte auf eine ambulante VT. Vor dem Spätherbst wird sie sicher nicht beginnen. Es ist aber auch kein drängendes Warten. Ich empfinde diese Zeit jetzt als Vorbereitungszeit, eine Art Sammlung. Über welche Themen möchte ich sprechen? Was ist mir wichtig? Wo gehts nicht weiter? Das meiste habe ich hier schon angesprochen: Einsamkeit. Mich in Partnerschaften nicht mehr wichtig nehmen. Für den anderen seine Probleme lösen wollen. Meine Bedürfnisse nicht aussprechen können, den anderen über mich im Unklaren lassen. Den Kopf in den Sand stecken wollen. Angst. Weglaufen wollen. Es auch wirklich tun. Rennen. Wegrennen. Ganz schnell, ganz weit weg. Nicht mehr umdrehen. Das Ganze mit Alkohol lösen wollen. Dann Scham, weil es doch so offensichtlich so falsch ist. Jetzt ohne den Alkohol sind die Probleme ja weiterhin da. Ich kann sie nur klarer sehen und benennen´, begreife Zusammenhänge und fühle mich kompetent genug nach Lösungen zu suchen.

    Frank, so gehts mir mittlerweile auch, dass ich beginne, meine Muster zu erkennen und die auch in anderen erkenne. Endlich. Ich habe mich durch das Trinken so zerfasert gefühlt, die Gedanken waren wie zerstückelt, ergaben kein Bild mehr. Jetzt kann ich es zusammensetzen.

    Ja, Margit, ich könnte, jetzt beginnen, etwas für meine Irland Reise zu tun. Und damit wirds richtig spannend: Wenn es aus dem Reden handeln wird, halte ich dann durch?
    Ich musste gerade wieder an das "Nur heute" denken, nur für die nächsten 24 Stunden zu hoffen, einen Mini-Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Wenn ich wirklich nur einen Tag nach dem anderen denke, gewinne ich Zuversicht. Das ist wirklich sehr spannend.

    LG TT

    Hi!

    Also mir ist mein Alkoholkonsum nicht zuviel, weil es irgendwelche offensichtlichen Folgen gab. Ich bin noch nie in meinem Leben alkoholisiert Auto gefahren, geschweige denn meinen Führerschein verloren. Ich bin noch nicht negativ aufgefallen, kein Arbeitgeber hat mich angesprochen, kein Mann hat mich deshalb verlassen. Mir hat der Satz "Pass ein bißchen auf, dass es nicht zuviel wird", mehr als gereicht" Zusätzlich dazu dieses riesige Gebäude aus eigener Scham, dass sich in mir aufgebaut hat. Mich macht der Alkohol krank. Ich lasse die Finger davon.

    Ich will auch von keinem hören, dass mein Konsum doch noch normal ist. Für mich fühlte es sich falsch an. Das reicht mir. Ich lebe ja mit mir...24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche
    :wink:

    Lg TT

    Ja, siehst du, jetzt, da du mich so direkt fragst, ist sie gleich wieder da, meine Verhaltensstörung und piekst mich. Ich will nach Irland. Und das "erst" seit 15 Jahren. Und es gelingt mir nicht. Ich mache nichts dafür. Spare kein Geld, suche mir keine Reisebegleitung. Beziehungsweise beginne ich damit, es kommt der Punkt, an dem mir alles nicht umsetzbar erscheint und dann taucht eine "Ablenkung" auf.

    Dann habe ich das Gefühl, Angst vor meinen eigenen Wünschen zu haben. Ich rede von ihnen und setze sie nicht um. Einige schon, einige fallen meiner Störung zum Opfer. Ich lasse mich dann auf einen problematischen Mann ein und will ihm "helfen". Und stehe am Ende vor dem Nichts. Und muss wieder von vorn anfangen. Oder ich habe zuviel Alkohol getrunken. Oder bin zu lange in einem Job geblieben, der nicht zu mir passte.

    Ich habe gehört, dass manche Menschen selbstzerstörerisch werden, wenn sie viel Angst haben und sich damit nicht auseinandersetzen wollen, sich ihr nicht stellen wollen. Ich denke, ich bin so.

    Deine Route klingt toll. Ich liebe das Meer. Es gibt keinen schöneren Ort auf der Welt, als an einem Strand zu stehen und aufs Meer zu sehen finde ich.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend,

    LG TT

    Hi Steffi,

    ja, mir hilft Laufen auch. In den Momenten des Verlangens war es die beste Methode der Hilfe, und natürlich Nudeln, Schokolade und Gummibärchen. Aber die lassen sich am besten essen, wenn ich auch Sport treibe. Wegen des Gewichts. Also Süßigkeiten:Ja. Zunehmen: Bloß nicht. Viel zu gefährlich für mein fragiles Selbstwertgefühl.

    Ich mag auch gern schwimmen und inlinern. Also gleichmäßige und ruhige Bewegung nach vorne. Ich kann auch stundenlang spazieren gehen oder wandern. Das ist wie eine Art Meditation. Ehrgeiz habe ich dabei keinen. Also schneller, besser weiter höher...will ich nicht.

    Warst du schon mal mit einem Kleinbus unterwegs, Steffi? Hast du daran gute Erinnerungen? Wohin würdest du gern reisen?

    LG
    TT

    Alkoholfreie Geburtstagsparties

    Man bietet Gesellschaftsspiele an, gibt ein Motto vor, bietet eine kleine Tanzfläche und/oder Karaokeanlage. Man könnte auch gemeinsam kochen und dann zusammen essen, je nach Größe der Gesellschaft. Der Gastgeber trinkt nicht einen Schnaps nach dem anderen, sondern stellt seine Freunde untereinander vor, betont Gemeinsamkeiten, damit sie ins Gespräch kommen und sich wohl fühlen.

    Alkoholfreie Diskotheken

    Man geht hin um zu tanzen, Menschen kennenzulernen und Freunde zu treffen. Es gibt eine große Auswahl an Getränken. Wer viel tanzt, hat viel Durst. Also braucht es Getränke, die Durst löschen und nicht dehydrieren.
    Es gibt Räume, in denen es möglich ist, sich zu unterhalten. Dort ist die Musik leiser.

    Alkoholfreies Fußballstadion

    Man geht hin, um seinen Liebligsverein anzufeuern, Spass zu haben, das Wochenende zu genießen, kann seine Kinder mitnehmen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie abstossende Szenen miterleben müssen oder Gewalt erfahren.

    Hallo Frank!

    Ja, ich denke, dass in meiner Sehnsucht wegzulaufen, sowohl etwas steckt, dass zu der Verhaltensstörung gehört, die zum Trinken führte, als auch ein grundlegender Wunsch nach Leichtigkeit und Spontanität.

    Als ob die beiden im Moment miteinander verknüpft sind. Deswegen ist es mir jetzt auch lieber, das zu beobachten und mich vorzubereiten, damit ich nächstes Jahr die Möglichkeit habe, einfach mal spontan und mit leichten Gepäck wegzufahren. Ziele fallen mir viele ein.

    Ich hatte gestern einen richtig schönen Tag. Ich habe in meiner Stadt gemeinsam mit einer Freundin ein paar Orte besucht, die ich noch nicht kannte. So als wäre ich zu Besuch hier, und nicht Einwohnerin.
    War toll!

    Und du? Bist du gelaufen? Hat es dir gefallen?

    Liebe Grüße TT

    Hallo Steffi,

    unverändert habe ich das Gefühl, weg zu wollen. Ohne Betäubungsmittel merke ich das stärker. Am liebsten würde ich sofort ein paar Sachen in einen Rucksack werfen, ein Ticket lösen und ..gone baby gone :wink:

    Aber letzlich habe ich es versäumt, in der Vergangenheit auch für dieses Bedürfnis die Weichen zu stellen und bin jetzt ganz vernünftig zu Hause und hole das nach. Vielleicht habe ich nächstes Jahr schon die Chance, spontan zu sagen "Ich bin dann mal weg"

    Ich habe jetzt mal nüchtern das Nachtleben getestet. Das macht mir Spaß! Werde mal ein paar Aktivitäten testen: Theater, Konzert usw.
    Ich habe ja nicht nur ein Vormittagsleben, Nachmittage und Abende gehören ja jetzt auch mir und ich kann...da keine Fahne mehr...hingehen wo immer und wann immer ich will und ich kann Verabredungen annehmen und muss nicht überlegen, ob ich schon was getrunken habe oder nicht. Das hilft auch ein wenig gegen Einsamkeit.

    Ich wünsch dir noch viel Freude mit dem Buch und einen schönen Sonntag.

    Ich gehe zum Sport, dann Kultur tanken, dann...nur noch ausruhen,
    Lg TT

    Hi!

    In der letzten Zeit haben sich meine Gedanken etwas verändert. Das Verlangen wird weniger und es kämpft schwächer.

    Dafür sind starke Fluchtgedanken aufgetaucht. Die Stadt verlassen, das Land verlassen, ich bin schon froh, dass ich zumindest noch auf dem Erdball bleiben möchte.
    Ich träume von Irland, Schweden, Bergseen, Kananda, dem Grand Canyon. Vom wandern, vom unterwegs sein.
    "Ich will weg". Naja, so kenne ich mich. Das will ich oft. Weg. Die schönste Reise meines Lebens war dann auch eine mit leichtem Gepäck, ohne Hotelbuchung und wochenlang "on the road" und immer gespannt, was hinter der nächsten Biegung auftaucht.

    Da aber alle Bilder durcheinander gehen und ich gerade nicht verreisen, geschweige den auswandern :wink: und mein Fernweh befriedigen kann, werde ich das mal eine Weile beobachten und mal wieder den Fernseher anmachen und mir ein paar Reisereportagen anschauen.

    Viele Grüße
    TT

    Hi Steffi,

    ja, ich freu mich, von dir zu hören.

    Ich habe mir einen weiteren Teil bestellt. Es ist ja eine Reihe zum Thema Gefühle. Schämen und Beschämt werden. Das ist auch ein Gefühl, dass mich sehr beschäftigt, seit ich trinke..und auch, seit ich damit aufgehört habe.

    Ich habe gelesen, du warst gestern glücklich laufen..das mache ich heute auch noch.

    Dir einen schönen Tag

    Liebe Grüße
    TT