Liebe Harley,
Zitat
hier ein kleines Update zu meiner "Konsequenz". Ich halte es bisher (3 Tage) gut durch standhaft zu bleiben. Das bedeutet, wenn er zu spät kommt, läuft der Abend nicht so wie vorher abgemacht. Ich warte dann nicht, sondern fange dann meinen Stiefel an.
Heute war klar, dass es keine klare Abmachung gibt, da ich aber stark geahnt habe, dass er heute mehr trinkt als sonst, und ich ihn so dann nicht bei mir haben wollen würde, habe ich ihm vorgeschlagen unser Treffen zu verschieben.
Das sind doch schon Schritte in die richtige Richtung. Wenn Du das öfter machst, fühlt sich das nicht mehr so komisch an und irgendwann kannst Du ihm sagen, dass Du nichts mit ihm zu tun haben willst, wenn er was getrunken hat. Das hat meiner Meinung nach was mit gesundem Selbstwert zu tun, den ich mir auch erst wieder erarbeiten musste.
Zum Zitieren: Die Passage, die Du zitieren willst, musst Du kopieren und dann auf "Antworten" gehen. Da siehst Du unter der Betreffzeile verschiedene Symbole. Du wählst die Anführungsstriche und dann erscheint [qoute][/quote] und dazwischen fügst Du dann Deinen kopierten Text. Über "Vorschau" kannst Du kontrollieren, ob es geklappt hat. So mach ich es immer.
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Du hast gefragt was ich mir wünsche... Ich wünsche mir eine Beziehung mit diesem Mann. Ohne Alkohol...
Stell Dir mal vor, es wäre nicht der Alkohol, sondern eine andere Frau, von der er nicht die Finger lassen kann. Würdest Du das auch so lange mit machen? So lange er keine Einsicht zeigt, dass er süchtig trinkt, wird sich dieser Wunsch nicht erfüllen (und auch wenn er die Einsicht hat, heißt das noch nicht, dass er handelt). Was ich damit sagen will, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt, still zu sitzen und darauf zu warten/hoffen, dass er sich ändert. Ich bin mir zu 99,9% sicher, dass Du da ewig warten kannst. Bei mir war es so, dass mit meinem Auszug (nach über 20 Jahren Ehe) Bewegung in unsere verfahrene Situation kam. Ich hatte mich bewegt, ich habe mich um mich gekümmert, ich habe dafür gesorgt, dass es mir gut geht. Die gleiche Chance hatte mein Mann auch. Wir haben sie beide genutzt und sind einer der doch eher seltenen Fälle, wo es am Ende nicht zur Trennung kam. Als ich gegangen bin, war es mir aber völlig egal, ob die Ehe weiter Bestand hat oder nicht. Mir war bewusst, dass ich so nicht weiter leben konnte und da er keinen Grund zum Handeln sah, musste ich mich wohl oder übel bewegen. Das war eine beschi**ene Zeit, voller Tränen, Selbstzweifel,Wut, Angst, Resignation, Panikattacken - die volle Bandbreite negativer Gefühle. Aber irgendwie bin ich da durch gekommen. Und ich finde es ist nicht leicht, mit seinem Partner neu anzufangen. Da müssen ganz viele Erfahrungen im Gehirn gelöscht und überschrieben werden. Das geht nicht von heut auf morgen und der Alltag mit seinen Problemen macht die Sache nicht einfacher.
Ich will Dir Mut machen, dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht und dass Du Dein Wohlbefinden nicht von einem trinkenden Mann abhängig machst.
sonnige Grüße
Lütte