Hallo Zabou,
ja, der Bauchknoten ist ein wichtiges Indiz. Ich habe ihn viel zu oft ignoriert und weg gedrückt und weiter gemacht. Was der große Unterschied zu meinem ersten Auszug vor 12 Jahren ist: Ich bin für mich gegangen. Es sind keine Hintergedanken da, dass er sich vielleicht doch ändert. Das war beim ersten Mal nämlich so. Da hab ich gehofft, dass er sich ändert, also aufhört zu saufen und mein Leben dann wieder in Ordnung ist. Habe lernen dürfen, dass das nicht funktioniert.
Was bedeutet um des lieben Friedens willen denn am Ende für uns? Wir geben gegen unser inneres Gefühl (Bauchknoten) nach. Wir verbiegen uns und leiden. Mag sein, dass es eine Zeit lang gut geht, aber ich für mich weiß, dass ich spätestens in einem Jahr wieder an der gleichen Stelle stehe. Und ganz wichtig - ich liebe ihn nicht mehr. Eine Freundschaft zwischen uns kann ich mir vorstellen und er wird auch immer ein Teil meines Lebens sein, aber ich möchte nicht mehr die Frau an seiner Seite sein. Er ist wie er ist, mit seinen guten und sehr guten und doofen Seiten, wie jeder andere auch, nur habe ich mich über die Zeit so entwickelt, dass ich uns nicht mehr als Paar sehe.
Er sieht das anders, er möchte mich zurück, weiter mit mir leben. Ich denke, dass ich mir meine Freiheit erkämpfen muss im Inneren wie im Äußeren. Ich bin bereit dazu und ich habe mir ein Netz geschaffen, dass mich auffängt und an meiner Seite ist. Noch ist er im Opfer-Modus, bin gespannt, was passiert, wenn die Wut kommt.
sonnige Grüße Lütte