Guten Morgen liebe Sonnenblume,
willkommen im Forum. Das kommt mir alles so bekannt vor was Du schreibst.
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Ich gebe auf und lasse los. Ich bin einfach machtlos dagegen. Ich drehe mich mit ihm im Kreis.
Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Bei mir war es so, dass der Kopf in vielem schon weiter war, als das Herz und dadurch fühlte ich mich innerlich so sehr zerrissen. Ich brauchte damals auch ca. 1 Monat um eine Kontaktsperre durchzusetzen. Als er diese dann wirklich akzeptierte, ging es mir die ersten paar Tage richtig mies. Meine Gedanken, meine Gefühle, mein Leben drehte sich doch nur um ihn. Aber diese Funkstille war wichtig für mich, denn so gelang es mir, meinen Fokus endlich mal auf mich zu richten. Ich musste ja auch in mir einiges gerade rücken. Ich war ja auch in gewisser Weise abhängig und mein Suchtmittel meldete sich nicht mehr. Jetzt ist deine Zeit. Er ist erwachsen und verantwortlich für sein Leben. Für meinen Mann war mein Auszug damals der Schuss vor den Bug, den er brauchte um mal über sein Leben nachzudenken. Mir war kurz vor meinem Auszug egal, wie das alles endet. Ich wusste nur, dass ich untergehen, wenn ich bei ihm bleibe.
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Er stellt mich hin, als würde ich ein Problem erschaffen was es nicht gibt. Nach dem lesen
hier im Forum, hat er wohl recht. Ich hab das Problem und ich kann/muss es ändern, für mich. Aber es tut dennoch wahnsinnig weh und
dieser Schritt ist so so schwer durchzustehen. Aber ich versuche weiterhin stark zu bleiben und durchzuhalten.
Wie ein ganz lieber Forumsteilnehmer hier immer schreibt, "ein Apfel vom Baum der Erkenntnis". Ja, es tut weh, aber nichts tun, bleiben und aushalten wird am Ende viel schmerzhafter. Wir sind alle für unser Leben verantwortlich, wir müssen dafür sorgen, dass es uns gut geht. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Schmerz vorüber geht. Je mehr ich für mich da war um so weniger tat es weh. Ich habe hier im Forum ganz viel geschrieben, habe Bücher zum Thema gelesen, ein Psychotherapie gemacht, neue Freunde gefunden und alte Hobbies ausgegraben. Der Weg war nicht leicht, es gab viele Tränen, Zweifel, Einsamkeit, aber er war so immens wichtig, um zu meinem heutigen zufriedenen Leben zu finden.
Wenn ich deine Zeilen so lese, hab ich den Eindruck, dass dir klar ist, wie der Hase läuft. Du weißt, dass Du ihn nicht retten kannst und du weißt, dass Du mit untergehst, wenn Du bleibst. Jetzt ist vielleicht der Zeitpunkt, dem Kopf zu vertrauen, das Gefühl zieht irgendwann hinterher.
Ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Kraft und Geduld
sonnige Grüße
Lütte