Beiträge von lütte69

    Hi,

    hast Du vielleicht einen anderen Nick, den wir verwenden könnten? Es sträubt sich alles in mir dich böse Frau zu nennen.

    Der Weg zur Trennung war bei mir relativ kurz, nachdem ich geschnallt hatte, das und was in meinem Leben schief läuft. Es hat knapp 3 Monate gedauert. Ich hatte damals auch riesige Angst vor einer Trennung, aber mir war bewusst, dass sich nichts ändern würde, wenn ich bleibe. Im Gegenteil, irgendwann hätte ich mich völlig aufgegeben. Ich hatte Glück, dass ich eine preiswerte, kurzfristige Unterkunft gefunden hatte. Mit der emotionalen Trennung war es weitaus schwieriger. Er hat es natürlich nicht verstanden und hat immer versucht mich zu kontaktieren, bis ich nach einem Monat eine Kontaktsperre durchgesetzt hatte. Das war ein echter Kampf. Aber nur so konnte ich zur Ruhe kommen. Meine Tochter ist schon aus dem Haus gewesen zu diesem Zeitpunkt, aber sie war es, die mir mehr oder weniger die Augen geöffnet hat.

    Vielleicht ist der Urlaub allein genau das Richtige für Dich, um dich mal abzulenken, mal auf andere Gedanken zu kommen.

    Wie Dein Mann die Trennung aufnimmt, weiß natürlich niemand. Aber hab keine Scheu die Polizei zu rufen, wenn er dich bedroht. Ich habe solche Erfahrungen zum Glück nicht gemacht. Vielleicht flößt es ihm auch Respekt ein, wenn Du nicht mehr alles mit dir machen lässt und er reagiert anders als du jetzt denkst.

    Dann würde ich Dir empfehlen einen dicken Block Post it's zu kaufen und auf jeden Zettel zu schreiben: "ICH BIN NICHT SCHULD" und dann klebst Du sie für Dich gut sichtbar auf. Das ist nämlich ne ganz fiese Masche von den Alkis, ihren Co's die Schuld für ihr Elend und ihr Saufen müssen in die Schuhe zu schieben. Das klappt so lange, wie Du Dir die Schuhe anziehst. Also versuchen, sie stehen zu lassen.

    So eine Trennung ist bei jedem anders und sicher für keinen leicht. Mich haben Ängste, Zweifel und Tränen ein ganzes Stück begleitet, aber der Weg hat sich gelohnt. Wichtig ist, dass Du den Glauben an Dich und Deine Kraft wieder findest.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo gute Frau,

    das ist ja echt heftig. Ich wurde auch immer gefragt wo ich war. Mochte dann schon nicht mehr weg, weil der Arme dann zu Hause saß und frustriert war und ich böses Mädchen hatte Spaß. Na nicht wirklich, weil ich schon Angst vorm zu Hause hatte. Ja, kuscheln, küssen usw. ist mit ständiger Fahne nicht mehr schön. Da kann ich Dich verstehen.

    Wie soll es jetzt für Dich weitergehen. Wie soll Dein Leben aussehen?

    Du darfst Anrufe auch gern mal ignorieren. Ich weiß, super schwer, aber möglich.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Katrienchen,

    dann lass mal Deine Gefühle ordentlich raus, damit Platz für Neues ist. Ich bin echt durch den Wald gelaufen und hab die Bäume angeschrien. Wir hatten doch unsere Gründe so oder so zu handeln und in dem Moment fühlte sich das für uns richtig an. Im Nachhinein stellt sich das nun als falsch raus. Ärgerlich, aber nicht mehr zu ändern. Du hast doch jetzt die Möglichkeit die Dinge anders zu gestalten. Es ist doch gut, dass Dir das jetzt bewusst geworden ist und Du nicht noch länger in diesen System verharrst. Nutze den Schwung, den Du hast für Veränderungen.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Eule,

    es geht ja erst mal um Dich. Du bist unglücklich und fühlst Dich in Deiner Umgebung nicht mehr wohl, sonst wärst Du wahrscheinlich nicht hier gelandet. Grund ist der Alkoholkonsum von Deinem Mann. Es ist sein Leben, mit dem er machen kann, was er will. Du kannst ihn nicht ändern. Also 2 Möglichkeiten:
    1. Alles bleibt so wie es ist. Er trinkt und du bist unglücklich und unzufrieden. Das kann ewig so weiter gehen, bis Du eventuell eines Tages zusammen brichst.

    2. Du veränderst was. Du kannst ja nur was bei Dir verändern, denn für Dein Leben trägst Du die Verantwortung. Mir hat der räumliche Abstand enorm geholfen - wäre ich geblieben, wäre ich wieder eingeknickt und hätte um des lieben Friedens gute Miene zum bösen Spiel gemacht und wäre irgendwann zu Grunde gegangen. Also weiter mit den kleinen Schritten. Packen kann ja auch befreiend sein.

    Ich weiß nicht, ob wir das Thema schon mal hatten, aber oft hilft es auch, sich den Alk als Geliebte vorzustellen. Würde Dein Partner die Zeit des besoffen Seins mit einer anderen Frau verbringen - wärst Du noch da?

    Code
    das hält mich noch. Und die Hoffnung

    Die gibt es immer und ich will sie dir auch nicht nehmen. Aber jetzt ist die Gegenwart wichtig, die muss verändert werden, damit du wieder glücklich und zufrieden sein kannst. Der Ausgang ist so ungewiss und es gibt so viele Möglichkeiten, dass es müßig ist, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wenn Du mit Dir alleine zufrieden sein kannst, kannst Du es auch wieder mit einem Partner, egal wer es dann ist. Bei mir hat es mit meinem Ehemann geklappt, andere sind glücklich in einer neuen Beziehung und wieder andere leben gern allein. Es gibt so viele Möglichkeiten. Das, was Du jetzt erhoffst, möchtest du in einem Jahr vielleicht gar nicht mehr.

    Ich will dir immer noch Mut machen, dich wieder in den Fokus zu rücken, dein Leben wieder in die Hand zu nehmen und deinen Weg zu gehen und natürlich wieder an Dich zu glauben.

    ganz herzliche Grüße und gedrückte Daumen
    Lütte

    Hallo Emilene,

    Dein Titel ähnelt meinem von vor 5 Jahren sehr. Auch ich hab meinen Wahrnehmungen nicht mehr getraut. Wir waren nach außen eine normale Familie - beide in Arbeit, Haus und Hof. Nach außen alles supi und innen war der Apfel verfault. Vieles von dem was Du schreibst erinnert mich an diese Zeit - Bauchschmerzen beim nach Hause fahren. Das ist für mich schlimm. Vom Partner nicht mehr geküsst werden wollen. Das ist für mich schlimm. Nicht mehr miteinander reden können. Das ist für mich schlimm.

    Trau Deinen Wahrnehmungen, Deinen Gefühlen - sie sind für Dich richtig.

    Ihr seid beide erwachsen und für jeder ist für sein Leben verantwortlich. Als ich das auch gefühlsmäßig verstanden hatte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich musste mich um mich kümmern und konnte seine Verantwortung bei ihm lassen.

    Was gesagt und getan wurde, ist Vergangenheit und nicht zu ändern - Punkt. Du kannst jetzt schauen, wie ein zufriedenes Leben für Dich aussehen soll und kannst beginnen darauf zu zugehen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Eule,

    ich kann dich gut verstehen, sehe mich selbst noch in dieser Situation. Erst diese Bauchschmerzen bezüglich des heimlichen Auszuges, dann diese Angst als er mich suchte. Ich hatte echt Angst vor meiner eigenen Courage und war völlig am Verzweifeln. Mein Kopf sagte, es ist die einzige Möglichkeit und mein Bauch wollte zurück, wollte nicht das Neue und Unbekannte. Zu Hause war ich unglücklich, aber es war das Gewohnte, damit konnte ich umgehen. Das war eine Zeit, die ich nicht noch einmal brauche, aber sie war so enorm wichtig für mich, für uns. Der Ausgang ist erst mal egal. Du bewegst Dich, gibst Dir eine Chance. Das ist es, was zählt. Ich weiß, aus meiner Position sagt sich das leicht, aber meine Erfahrung ist, das Zeit und Geduld ne Menge richten können. Gedanken, die Du jetzt mit wenn und hätte verbringst, hatte ich auch, sie brachten mich aber nicht weiter. Pläne schmieden, Kleinigkeiten umsetzen - das brachte mich weiter.

    Du darfst traurig sein, Du darfst zweifeln, du darfst glücklich sein. Du darfst auch Entscheidungen revidieren. Nur ich würde es an Deiner Stelle erst mal mit der räumlichen Trennung probieren - zur Not auch mit Kontaktsperre, wenn Du fühlst, dass es besser für Dich ist. Alles andere zeigt die Zeit. Sei lieb zu Dir und hab Geduld mit Dir - Du bist es wert.

    Schicke dir eine liebe Umärmelung.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Shopgirl,

    herzlich willkommen im Forum. Das grausame am Alkoholismus für die Angehörigen und Freunde ist, dass jede Hilfe sinnlos ist, solange der Betroffene nicht von selbst trocken werden will. Im Gegenteil, oft bewirkt unsere Hilfe, das der Alkoholiker weiter trinkt, weil sich ja jemand kümmert. Er hat die Verantwortung für sein Leben und wenn er sich zu Tode säuft, dann ist das sein Ding. So traurig und unverständlich das für uns auch ist.

    Code
    bin so verwirrt, ich weiß jetzt, das er zu nassen zeiten uns angelogen hat, aber wie ist das, wenn er trocken war? 
    Kann man sein verhalten , seine gewohnheiten so schnell ändern??

    Das ist so ein bisschen wie Jekyll und Hyde. Im nassen Zustand kommen Züge zum Vorschein, die im trockenen Zustand undenkbar wären. Wenn Du mal bei den Alki-Geschichten ein bisschen quer liest, wird dir einiges klarer.

    Es ist aber nicht notwendig ihn zu verstehen. Du merkst selbst schon, wie nahe Dir das geht und das Du dich nur ganz schlecht abgrenzen kannst. Für mich war die Erkenntnis wichtig, dass er für sein Leben die Verantwortung trägt und seine Entscheidungen trifft, auch wenn sie mir nicht gefallen. Richte den Fokus auf Dich und Deine Familie. Er kann sich professionelle Hilfe organisieren. Die Angebote hier in Deutschland sind sehr vielfältig.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Eule,

    kleine Schritte sind super, damit geht jede Reise los. Ich habe es genauso gemacht. Auch die Zweifel, Ängste und Unsicherheiten haben mich begleitet. Aber die Zeit hilft dabei ungemein. Und logisch machen wir Fehler. Wichtig ist doch nur daraus zu lernen und sie nicht zu wiederholen. Solange es sich für Dich richtig und gut anfühlt, ist es auch richtig und gut. Im Rückblick war vielleicht nicht jede Entscheidung optimal, aber sie hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin - glücklich und zufrieden.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Deinen Weg
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Katrienchen,

    ich bin nach 20 Jahren Ehe von heute auf morgen ausgezogen und hatte echt damit zu tun ihm klar zu machen, dass ich absolut keinen Kontakt erst mal möchte. Meine Gedanken kreisten eh schon ausschließlich um ihn und was er sagte und tat und jeder neue Kontakt hat das befeuert. So konnte ich nicht zur Ruhe kommen. Dann hat er eine 4wöchige Kontaktsperre akzeptiert und ich konnte mich langsam runterfahren und gedanklich von ihm weg kommen. Für mich war 0-Kontakt das Richtige.

    Was verbindet Dich denn außer "ihm" noch mit seiner Mutter? Hilft es Dir mit seiner Mutter ständig um das gleiche Thema zu kreisen oder könnt ihr euch gemeinsam von ihm ablenken? Vielleicht hilft dir diese Frage bei einer Entscheidung.

    zu 3. Was ich auch während meiner Trennung gelernt habe ist, dass es mühselig ist, sich über ungelegte Eier den Kopf zu zerbrechen. 1. kommt es anders und 2. als man denkt :wink: . Lass die Zeit arbeiten und schau, wie du dann zu dem Thema stehst.

    Ich weiß, dass sich das alles leicht anhört und so schwer umzusetzen ist. Ich hab auch stundenlang mutterseelenallein auf dem Bett gesessen und geheult, gezweifelt und geschimpft, aber es war unsere Chance und wir haben sie genutzt. Wir sind beide wieder gemeinsam glücklich.

    Ich kann Dir nur immer wieder raten, zu dir, deinen Bedürfnissen und Wünschen zurück zu finden. Dafür kannst du was tun.

    Viel Kraft und Geduld
    Lütte

    Hallo Katrienchen,

    ich glaube aber, es ist das beste in jetzt alleine zu lassen. Das ist etwas, was mir vor 5 Jahren auch nicht in den Kopf wollte, aber aus heutiger Sicht weiß ich, dass mein Gehen der richtige Schritt war. Was passiert, wenn Du gehst? Du kannst zur Ruhe kommen, dich um dich kümmern. Er kommt vielleicht zur Besinnung und findet einen Weg vom Alk weg oder er säuft weiter, am Ende egal, hier geht es um Dich, um Dein zufriedenes Leben. Diese Erkenntnis, dass es egal ist, was ich tue, er entscheidet ob er trinken will oder nicht, war fundamental für mich. So ist es nicht nur beim Trinken. Jeder ist für sich verantwortlich. Sicher helfen und unterstützen Partner sich, aber das geschieht auf Augenhöhe, die meines Erachtens in einer Alki-Co-Beziehung nicht gegeben ist. Es ist vielleicht abgedroschen, aber mir hat der Spruch "wenn jeder sich um sich sorgt, ist für jeden gesorgt" ne Menge weiter geholfen.

    Ich kenn all die Teufelchen, die etwas anderes Reden und hinter dem Alki steht ja auch der Mensch, den wir lieben, aber es ist niemandem geholfen, wenn 2 Leute an der Sucht zu Grunde gehen. Ich bin es in kleinen Schritten und einem großen Schritt (mein Auszug) angegangen. Kein leichter Weg und voller Zweifel und Tränen, aber er hat sich gelohnt.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    Lütte

    Hallo Katrienchen,

    herzlich willkommen. Mir ging es ähnlich wie dir. Allein das Schreiben hier hat schon einigen Druck aus mir genommen. Es ist großer Mist mit anzusehen wie sich der Partner zu Grunde richtet und nicht helfen zu können, so lange er nicht selbst bereit ist, sein Leben zu ändern. Auch seine Mutter kann den Kontakt abbrechen, wenn er ihr nicht gut tut. Es ist vielleicht noch schwerer als beim Partner, aber so lange es Personen gibt, die den Suff unterstützen, gibt es keinen Grund für den Betreffenden etwas an seinem Leben zu ändern.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Deinen Weg.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo gute Frau,

    herzlich willkommen. Was Du schreibst kenne ich auf die eine Art und Weise. Es hat sich so lange nix geändert, wie ich nix geändert habe. Ist die Frage, wie lange du das aushalten willst. Weiter gehts mit kleinen Schritten, finde wieder Dinge die dir Spaß machen. Glaube an dich und vertrau dir.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Thexx,

    das hier ist ein Austausch, ich bemühe mich, nicht zu werten oder zu urteilen, denn ich stecke nicht in deiner Haut. Ich kann nur von außen auf das, was Du schreibst schauen und von meinen Erfahrungen berichten. Du entscheidest für Dich und Dein Kind.
    Ich hab mir damals auch wahnsinnig den Kopf über ihn und das, was eventuell wird zerbrochen, konnte nächtelang nicht schlafen. Aber so lange wie ich mitgespielt habe, habe ich das System mit aufrecht gehalten und meine Gedanken waren für die Katz. Als ich keinen Ausweg mehr als eine räumliche Trennung gesehen habe und meine Strukturen durchbrochen habe, kam das System ins Wanken. Es war ein Ende und ein Anfang.
    Ich will Dir Mut machen, Dein Wohl und das Wohl Deines Kindes in den Vordergrund zu rücken. Immer wieder - er ist erwachsen und für sich verantwortlich. Wenn er Hilfe von Dir möchte, kann er fragen und Du entscheidest ob Du helfen kannst oder nicht. Ich weiß, dass es kein einfacher Weg ist und Kopf und Herz oft unterschiedlicher Meinung sind, aber so wie Du es schreibst, habe ich den Eindruck, dass er selbst noch nicht so überzeugt ist von einem trockenen Weg. Das bedeutet für mich, dass Du erst mal Dein Leben ohne ihn planen solltest. Wenn er den Weg in eine dauerhafte Trockenheit schafft .......... . Zu viel wenn und aber. Du lebst jetzt und solltest jetzt glücklich und zufrieden sein.
    Ich hab hier viel geschrieben (im geschützten Bereich) und sehr viel für mich mitgenommen und aus den Beiträgen gelernt. Das war ein wichtiger Teil meines Weges.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    Lütte

    Liebe TheXX,

    lies Dir Deinen Text noch mal durch und stell Dir vor, Deine beste Freundin hat ihn geschrieben. Was würdest Du ihr raten?

    Wichtig ist meines Erachtens:

    Code
    Ich halt es nicht mehr aus... Ich möchte mein Kind schützen und ebenfalls mich


    Du hast jedes Recht, Dich und Dein Kind zu schützen. Dafür bist Du verantwortlich. Dein Partner ist für sich selbst verantwortlich und muss seine Entscheidungen selbst treffen. Ich bin damals auch gegangen, weil ich dachte, dass ich sonst verschwinde, dass alles andere besser ist, als weiter auszuhalten und mit zu spielen.

    Ich kann mir nur ein Bild von dem machen, was Du schreibst, aber das sagt mir "Beine in die Hand und weg". Es macht auf mich den Eindruck, dass Dein Mann von sich aus noch nicht vom Alkohol lassen kann/will. Am Ende ist es auch sein Ding. Für mich sieht es so aus, als solltest Du räumlichen Abstand für Dich und Dein Kind suchen, damit ihr mal zur Ruhe kommen könnt. Dein Mann kann sich um sich selbst kümmern und wie es weiter geht, zeigt die Zeit. Die Alternative kannst Du hier und bei den EKA's lesen.

    Dein Mann kann Dir bei Deinen Depressionen bestimmt nicht helfen. Ich kenne das nicht und kann mir kein Urteil darüber erlauben, kann mir aber vorstellen, dass diese eher in den Griff zu bekommen sind, wenn du ein entspanntes Umfeld hast und nicht immer in Angst und mit Bauchschmerzen leben musst.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jule,

    wünsche Dir heute einen befriedigenden Austausch. Immer dran denken, auch die kleinen Schritte bringen uns weiter. Oftmals hab ich gedacht, ich mach und tu und nix ändert sich - hat es aber, ganz leise kamen die Änderungen angeschlichen und irgendwann wurden Sie mir dann bewusst.
    Ich war damals auch sehr enttäuscht, als unsere Angehörigengruppe wegen Personalmangel aufgelöst wurde. Meine 2 Besuche haben aber gereicht, eine Freundschaft zu knüpfen, die ich so noch nicht erlebt habe und dafür bin ich sehr dankbar.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jule,

    es ging mir besonders um das Verstehen. Ich wollte ihn in seiner Sucht verstehen, damit ich dann für ihn Strategien entwickeln kann. Das war so mein Grundgedanke und davon musste ich mich trennen. Das heißt nicht, dass ich meinen Mann nicht unterstütze oder ihm helfe. Es ist ein Lernprozess zu unterscheiden, was tue ich weil ich das möchte und wo maße ich mir wieder an zu wissen, was er will und was gut für ihn ist. Aurora hat Recht, wenn sie sagt, dass nur Reden hilft, denn die Gedanken und Gefühle unseres Gegenübers können wir nur erahnen, niemals wissen und wie oft lagen wir schon daneben. Es war nicht einfach, ihm Verantwortung zurück zu geben und nicht immer alles selbst zu klären und zu organisieren. Wichtig war, dass jeder sich selbst wieder in den Fokus gerückt hat und dass wir beide einen gemeinsamen Weg gesehen haben. Aber das hat sich alles erst so nach und nach entwickelt. Dafür war viel Kraft und Geduld notwendig.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jule,

    schön, dass Du diese freie Zeit für Dich nutzen und genießen kannst. Ich habe auch bei einer kirchlichen Beratungsstelle für Alkoholiker erste Hilfe gesucht - natürlich für meinen Mann :roll: . Es gab dort auch eine Gruppe für Angehörige, die aber aus personellen Gründen bald aufgelöst wurde. Daraufhin hab ich mir einen auf Sucht spezialisierten Psychologen gesucht. Das ging zum Glück alles ziemlich schnell und reibungslos. Ich wollte meinen Mann ja unbedingt verstehen und ihm helfen. Heute weiß ich, dass ich das nicht kann. Das war eine enorm wichtige Erkenntnis für mich, die mir eine große Last von den Schultern genommen hat.

    Freue mich auf einen Austausch in der Villa
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jule,

    ich hatte mir damals auch professionelle Hilfe gesucht. Einfach um mal alles los zu werden. Und glaub mir, die Leute verstehen ihr Handwerk. Bei mir ging es auch darum, diese schräge Sichtweise einer Coabhängigen zu durchbrechen und einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Zu merken, wenn ich wieder in diese kranken Strukturen zurück falle. Für mich waren diese Besuche Hilfe zur Selbsthilfe. Die Art und Weise zu fragen, die Fragen an sich, die mir gestellt wurden, haben geholfen. Hast Du denn ne Ahnung, wie Dir zu helfen wäre? Ich hatte keine Ahnung was ich ändern sollte, sondern ich wusste nur, dass es anders werden musste. Und der Psychologe war ein Teil davon. Ich konnte dort Dinge los werden, die ich auch Freunden nicht erzählen wollte.

    Ich denke trotzdem, dass Du den Fokus mehr auf Dich richten solltest. Dein Mann ist erwachsen und muss für sich entscheiden. Wenn Dich die Besuche im KH nicht zu stark belasten, spricht nix dagegen, ansonsten hast Du auch das Recht, diese Besuche zu unterlassen. Du kannst auch Telefonate ignorieren oder unterbrechen, wenn Du das möchtest. Das ist etwas, was mir zu Anfang sehr schwer gefallen ist, aber nach einiger Überwindung hat es funktioniert.

    Ich weiß, wie schwer es ist, den nötigen Abstand zum trinkenden Partner zu schaffen. Es hat mir streckenweise das Herz aus dem Leib gerissen. Aber es war notwendig, weil ich in einem kranken System gefangen war. Da raus zu finden war hart, aber der Kampf hat sich gelohnt.

    Viel Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    Lütte