Hallo,
nach einem langen Spaziergang (ohne Regen) habe ich mich nochmal eine Stunde ins Bett gelegt und gemerkt, wie erschöpft und müde ich bin. Und wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich genau das, eine erschöpfte Frau, iregendwie wirke ich auf mich selbst, als wäre ich Jahre gealtert. Ich finde auch, dass ich sehr ernst aussehe.
Es war viel in den letzten Monaten. Und es ist viel passiert.
Ich glaube wirklich, ich habe nur haarscharf vor zwei Wochen die Kurve gekriegt, um nicht komplett abzusacken. Und das liegt mir noch ganz schön in den Knochen.
Ich fühle mich nach wie vor ruhig inzwischen, ich habe viele Fragen, es beschäftigt mich sehr viel, aber vor allem fühle ich mich erschöpft. Alkohol ist insofern ein Thema, dass ich mich mit meiner Abhängigkeit auseinandersetze, ansonsten ist er kein Thema, ich habe nicht das geringste Bedürfnis zu trinken und er fehlt mich auch nicht, nicht das Trinken, nicht der Rausch.
Ich kann nicht anders, als mich mit der Frage der Kapitulation zu beschäftigen. Ich weiß, was kapitulieren ist, ich weiß, wie sich Kapitulation anfühlt. Und deswegen weiß ich, dass ich noch nicht kaituliert habe und frage mich, was fehlt mir dazu?
Es ist klar, ich will nicht mehr trinken, ich habe in den letzten beiden Wochen viel für meine Trockenheit (für mich) getan. Darüber bin ich froh. Es ist mir bewusst, ich befinde mich in einem Prozess, der dauern wird und nicht damit beendet ist, wenn ich nicht trinke... Nein, ich glaube, es ist ein lebenslanger Prozess, mal intensiv, mal weniger intensiv, mal mit hohem Wellengang, mal mit Windstille.
Hat jemand Lust, etwas zur Kapitulation zu sagen?
Wie es ihm oder ihr selbst ging?
Bin ich ungeduldig? Habt ihr eine Idee, was ich zu meiner Kapitulation tun kann?
Liebe Grüße von Margit