Beiträge von Wacholderfrau

    Hallo,

    danke Verena für deine lieben Urlaubswünsche. Ich will nicht hart bleiben, ich will weicher werden... Aber klar weiß ich, was du meinst. Ich habe mich auf den Weg gemacht und da passt Alkohol nicht dazu. Nicht auf diesen Weg. Ich möchte gerne meine Ruhe genießen. Es war gut, dass ich meine Sorge zum Ausdruck gebracht habe und dadurch hat sie sich aufgelöst. Ich bin ziemlich kaputt von der Arbeit, bin erst nach 15 Uhr nach Hause gekommen und ich hatte sehr viel zu tun. Heute werde ich nur noch mit dem Hund gehen und einkaufen, ja und noch kochen.
    Ich fahre nicht weg sondern will hier viel wandern und am Fluss verwildern. Packe morgens oft meine Sachen in einen Rucksack und laufe los, lasse mich treiben, entdecke, lausche einem Bienenschwarm oder dem Wasser, habe meistens ein Buch dabei und etwas zu schreiben, Wasser und Obst, ein Brot...
    Ich werde hier lesen und schreiben und dir auf jeden Fall erzählen, was ich mache. Sport mache ich auch, eigentlich immer.

    Verena, eher sollte man/frau mir mal sagen, dass ich die Füße stillhalten soll oder mich darauf aufmerksam machen, dass ich ein schönes bequemes Sofa habe.

    Was ich zum letzten Beitrag von mir noch sagen wollte - denn das kann missverstanden werden:

    Hm, Notfallkoffer? Das heißt, was mache ich, wenns eng wird? Was mache ich, wenn es mir schlecht geht? Können wir bitte nochmal drüber reden?

    Ich kann mir schon vorstellen, was ein Notfallkoffer ist, verstand nur nicht ganz, was du, Matthias, darunter verstehst.

    Ich will es nicht darauf ankommen lassen, dass es eng wird und mir dann überlegen, was ich mache, wenn es mir schlecht geht..

    Eines weiß ich ganz sicher (aus Erfahrung) ein Rückfall beginnt nicht mit dem ersten Schluck sondern vorher.

    Bis später
    Margit

    Hallo an alle,

    hey ohnerausch, hey Matthias, danke euch.

    Ich habe mich bereits richtig auf meinen Urlaub gefreut, bis mir gestern bewusst geworden ist, wie die meisten meiner Urlaube (im April war ich 2 Wochen in Dänemark, da habe ich nichts, also gut, fast nichts getrunken) mich mehr oder weniger jeden Abend weggeschossen habe und somit auch keine Erholung hat stattfinden können.
    Kein Wunder, dass mir da mulmig wurde.
    Das mache ich ohnerausch:

    ...würde ich die "neuen" Gewohnheiten jeden Tag zu nutzen und das Forum als Anker zu sehen...

    dein kraftpäckl und deine umärmelung tun immer gut.

    Hm, Notfallkoffer? Das heißt, was mache ich, wenns eng wird? Was mache ich, wenn es mir schlecht geht? Können wir bitte nochmal drüber reden?

    Morgen arbeite ich noch vormittags und dann...

    Das hier ist mein Anker, wollte ich noch sagen.

    Liebe Grüße von Margit

    Hallo,

    heute nur kurz.
    Mir ist vorhin bewusst geworden, dass ich die letzten Jahre fast alle Urlaube entweder durchgetrunken und eben viel getrunken habe.
    Ich habe ab Montag drei Wochen Urlaub, auf den ich mich sehr freue - eigentlich.
    Aber plötzlich ist mir unwohl, mulmig. Die Erinnerung ist es wahrscheinlich, die mich durcheinander bringt.

    Bis morgen
    Margit

    Guten Morgen,

    hey Frank, ich achte relativ wenig auf meine Formulierung, schreibe eher einfach drauf los, aus dem Bauch heraus.
    Ich lese deine Beiträge sehr gerne und finde es schade, dass du nicht richtig loslegen.

    Hier gibt es derzeit recht hitzige Themen, über die ich mich wundere, über deren Inhalt und auch über den Umgangston. Immer wieder merke ich, dass ich darüber nachdenken "muss"...

    Ansonsten beschäftigt mich (hinter meiner Ruhe) das Thema Kapitulation und was zerfreila dazu gesagt hat... merke einfach, dass sich diesbezüglich etwas in mir bewegt, genauso wie dies von Uwe:

    Ich weiß heute, dass ich mir nicht alles was ich getan habe, auch hätte zumuten müssen. Zum anderen hat es mir gezeigt, dass nicht jeder Windstoß mich umhaut. Eine vergleichsweise wirklichkeitsnahe Risikobewertung ist allerdings auch heute noch für mich relevant.

    Ich glaube, ich bin auf einem ganz guten Weg, aber ich weiß, dass es etwas gibt, das ich endlich einmal wichtig und ernst nehmen muss und vor allem will, wenn ich nicht irgendwann wieder rückfällig werden will. (Will?)
    Es geht darum, was ich mir selbst zumute, wie sehr ich mein ganzes Leben lang über meine Grenzen gegangen bin, wie sehr ich immerzu aus dem Vollen schöpfe und meine Energie "raube", mich ausbeute, missbrauche.
    Ich habe schon viel gelernt in meinem Leben, aber den Umgang damit nicht oder nur sehr mangelhaft. Ich setze mich schon lange damit auseinander, wie und warum ich derart leistungsorientiert bin, habe auch sehr viel bereits abgelegt.

    Oh, schau grad auf die Uhr... muss los.

    Gruß Margit

    Hallo Marion, Verena und hallo Forum,

    ich bin müde und werde wohl auch heute nicht so spät ins Bett gehen. Denke über die Beiträge hier nach - oder anders, sie geben mir zu denken.

    Meine Stimmung ist unverändert. Es geht mir auf leise Weise gut. Und auch daran hat sich nichts geändert: ich genieße die Ruhe in mir und habe nicht das geringste Bedürfnis, dass nun wieder mal etwas passieren sollte. Es ist genug passiert in den letzten Jahren.

    Matthias, die lieben Dank für deine erfrischende Art.

    Zerfreila, du bist so still.

    Und Uwe, schade, dass du so wenig schreibst.

    Liebe Grüße von Margit

    Hallo, guten Morgen,

    hallo Marion, ich fühle mich immernoch ruhig - und das reicht mir für heute.
    Wünsche dir viel Spaß beim Schritte gehen...
    Mir gehts ein wenig wie Frank, große Schritte sind mir (im Moment) eher ein wenig unheimlich, dabei bin ich eigentlich eine Frau, die anpackt und schafft und rödelt und kraftvoll in die Pedale tritt.
    Gerade ist es anders und das ist eine Wahnsinnserleichterung für mich. Ich mache das, was nötig ist und das versuche ich auch gut zu machen, ansonsten schaue ich, was passiert und genieße meine Ruhe. Ich bevorzuge diese Tage kaum sichtbare Schritte.

    Liebe Grüße und viel Freude an der Sonne und dem schönen Tag
    Margit

    Hallo Verena,

    es geht mir gut. Einfach gut. Ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag, aber es war ein schöner Tag. Ich habe sogar mit einer Freundin und unseren Hunden in der Mittagspause ein kleines Picknick am Fluss gemacht, war auch schön erfrischend, im Fluss herumzuwaten, vor allem wenn die rücksichtslosen Dreckspatzhunde einen nass spritzen...

    Du erzählst nichts von dir? Was ist mit dir?

    Matthias, liebe Grüße an dich und danke.

    Bis später.
    Margit

    Hallo TT,

    herzlichen Glückwunsch - zu deinem Job und zu deiner Freude. Gut, dass du darauf vorbereitet warst und gut, wie du mit dem Verlangen umgegangen bist.

    ...ich bin verbal schwach. Ich werde schnell überhört...

    Mir kam spontan ein Gedanke, den ich gerne mitteilen möchte. Wenn ich selbst auf mich nicht höre, ist mir schon aufgefallen, dass mich andere auch nicht hören, zumindest nicht so, wie ich es gerne hätte. Ähnlich ist es mit Ernst nehmen, wenn ich mich selbst nicht Ernst nehme...

    Zwei Monate sind super!

    Liebe Grüße von Margit

    Hallo,

    noch ein bisschen Tee trinken, noch ein bisschen schreiben. Es geht mir gut. Und das ist wunder-bar. Die Ruhe in mir hält an und ich finde sie (und mich) noch immer keineswegs langweilig, im Gegenteil, ich genieße, dass nichts ist und ich meine Ruhe habe. Hört sich wohl schon langweilig an - aber das ist mir wurscht (schreibt man das so? - auch wurscht)
    In mir ist gerade eine schöne kleine Freude über Nichts.

    Der Austausch hier gefällt mir immer besser, zumal die Angst, die Not, das Leiden meine Gesellschaft im Moment nicht interessant genug finden. Was auch immer es ist, was mir Unruhe bereiten kann, grad lässt es mich eben in Ruhe und ich vertraue in Gelassenheit darauf - Uwe, dein Humor gefällt mir (und deine Weisheit natürlich) - dass es wiederkommen wird.

    Bald werde ich mich mit einem vielleicht dööflich wirkendem Lächeln ins Bett fallen lassen und mich freuen, dass ich so bin, wie ich bin, wenn ich nicht trinke...

    geh dann mal lieber

    Gute Nacht
    wünscht Margit

    Hallo Uwe,

    das Programm allein hat mich schon beeindruckt, aber ich haebe es noch nie geschafft hinzugehen. Bamberger Klassik Open, ja, weiter noch nicht. "Meine Bühnen" sind in Stuttgart, Heidelberg und Würzburg.
    Jedenfalls freue ich mich für dich.

    Und noch was Uwe:

    14 Tage Wohlgefallen... :lol:

    Herzlichst
    Margit

    Hallo zerfreila,

    möchte dir gerne mal hier Hallo sagen.

    ich vermute nicht, dass mein letzter Satz von dir falsch verstanden wurde, aber dennoch: über diese Gemeinsamkeit freue ich mich nicht... weil die Zeit vor 20 Jahren schlicht und ergreifend die Hölle war.

    Ich lege sehr großen Wert auf deine Meinung und deine Gedanken und deine Begleitung.

    Ich danke dir.

    Liebe Grüße von Margit

    Liebe TT,

    richtig schön, wie du das beschrieben hast. Ich glaube, wenn du das so klar erkennst, ist das die Grundlage bzw. ein ganz großer Schritt, deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen. Und da du geschrieben hast:
    ...habe das Gefühl, dass ich viel zu oft "Ach, ist jetzt egal" gesagt habe...
    hast du wohl schon damit angefangen.

    Lieben Gruß von Margit

    Hey TT,

    vielleicht entwickelst du dich zu der Frau, die mehr Ruhe braucht, um die sein zu können, die du bist?

    Ich kenne einiges von dem, was du bisher geschrieben hast. Für mich sind Feste mit vielen Menschen, die durcheinander reden und laut sind schier nicht zu ertragen. Es sind die vielen Eindrücke, die mich verstummen lassen.

    Ich bin gespannt auf deinen Weg.

    Liebe Grüße Margit

    Danke zerfreila,

    was bei mir mit deinen Worten ankommt, lasse ich gerne wirken. Ich freue mich für dich, dass du das so sagen kannst, weil du es so erfahren hast und erfährst. Das ist einfach nur gut.

    Ich habe es auch so erfahren und mir viel davon wieder kaputt gemacht. Mein sehnlicher Wunsch ist, es möge wieder so werden.

    Kann nicht gerade sagen, dass ich mich freue, weil wir Gemeinsamkeiten haben. :)

    Wünsche dir einen schönen Abend.

    Margit

    und allen anderen auch natürlich.

    Hallo zerfreila,

    danke für deine Antwort.

    Dies ist ganz wichtig für mich:

    Zitat von zerfreila


    Es darf dauern, Margit. Trockenheit im Sinne von Bewusst-Trocken-Leben braucht seine Zeit, um sich zu entwickeln.

    Ich stimme dir zu allem zu, was du geschrieben hast, ich sehe das auch so. Als ich deinen Text gelesen habe, habe ich mich an vor 20 Jahren erinnert, als ich das erste Mal kap. habe. Damals wurde mir bewusst und zwar knallhart bewusst, dass ich trotzallem, was bereits war, was ich meinen Kindern und mir angetan hatte, am liebsten nichts anderes lieber machen würde als zu saufen. Vom Verstand war das natürlich längst klar, dass ich nicht mehr trinken will, aber im Innersten, nein, da hätte ich lieber weiter getrunken.
    Und das hat mich dermaßen geschockt, abgrundtief geschockt. Ab da habe ich mich auf den Weg zu einem trockenen, abstinenten und auch glücklichen Leben gemacht.

    Wenn ich mich jetzt mit aller Ehrlichkeit mir gegenüber frage, ob ich statt hier zu sitzen und zu schreiben und mich mit diesen Fragen zu beschäftigen, lieber doch saufen? Ganz, ganz ehrlich, Margit, kein bisschen?

    Die Antwort ist ein klares NEIN!

    Und das zerfeila lässt mich aufatmen und ist für mich ein Stückchen (großes) Glücksgefühl.

    So, Kiste aus und raus in die Sonne und ans Wasser und laufen, laufen.

    Liebe Grüße
    Margit

    Hallo,

    nach einem langen Spaziergang (ohne Regen) habe ich mich nochmal eine Stunde ins Bett gelegt und gemerkt, wie erschöpft und müde ich bin. Und wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich genau das, eine erschöpfte Frau, iregendwie wirke ich auf mich selbst, als wäre ich Jahre gealtert. Ich finde auch, dass ich sehr ernst aussehe.

    Es war viel in den letzten Monaten. Und es ist viel passiert.

    Ich glaube wirklich, ich habe nur haarscharf vor zwei Wochen die Kurve gekriegt, um nicht komplett abzusacken. Und das liegt mir noch ganz schön in den Knochen.

    Ich fühle mich nach wie vor ruhig inzwischen, ich habe viele Fragen, es beschäftigt mich sehr viel, aber vor allem fühle ich mich erschöpft. Alkohol ist insofern ein Thema, dass ich mich mit meiner Abhängigkeit auseinandersetze, ansonsten ist er kein Thema, ich habe nicht das geringste Bedürfnis zu trinken und er fehlt mich auch nicht, nicht das Trinken, nicht der Rausch.

    Ich kann nicht anders, als mich mit der Frage der Kapitulation zu beschäftigen. Ich weiß, was kapitulieren ist, ich weiß, wie sich Kapitulation anfühlt. Und deswegen weiß ich, dass ich noch nicht kaituliert habe und frage mich, was fehlt mir dazu?

    Es ist klar, ich will nicht mehr trinken, ich habe in den letzten beiden Wochen viel für meine Trockenheit (für mich) getan. Darüber bin ich froh. Es ist mir bewusst, ich befinde mich in einem Prozess, der dauern wird und nicht damit beendet ist, wenn ich nicht trinke... Nein, ich glaube, es ist ein lebenslanger Prozess, mal intensiv, mal weniger intensiv, mal mit hohem Wellengang, mal mit Windstille.

    Hat jemand Lust, etwas zur Kapitulation zu sagen?
    Wie es ihm oder ihr selbst ging?
    Bin ich ungeduldig? Habt ihr eine Idee, was ich zu meiner Kapitulation tun kann?

    Liebe Grüße von Margit