Beiträge von Wacholderfrau

    Hallo,

    oh nein :twisted:
    Ich habe einen langen und ausführlichen Text geschrieben - und versemmelt! Schade, ich wollte so gern mal wieder piep sagen und eigentlich erzählen, dass es mir gerade nicht so geht - wie ich es gerne hätte... sondern meine Stimmung eher bedrückt und etwas unfroh ist... Ich habe Urlaub, und es gibt trotz diesem (hoffentlich kleinen) Tief sehr schöne Momente, die ich genießen kann und die mir Freude machen.

    Alles noch einmal aufzuschreiben - mag ich nimmer, zumindest jetzt nicht.

    Liebe Wacholdergrüße

    Hallo Mäuki,

    ob es gelingt, weiß ich nicht, ich weiß aber, dass es immer besser gelingt und manchmal sogar richtig gut. Ich glaube, dass Wunden heilen können, auch wenn das nicht möglich erscheint, die Narben jedoch erinnern an das, was war, schmerzen mal mehr mal weniger bis zu gar nicht. Das ist meine Erfahrung.

    Vielen Dank für deine Worte.

    Lieben Gruß
    Wacholderfrau

    Liebe Samsara,

    Zitat von Samsara


    Manchmal denke ich, dass ich während meiner Saufzeit permanent soviel *Spektakuläres* gelebt habe, dass es für den Rest des Lebens reicht :roll:

    In den letzten beiden Tagen habe ich es genossen, bei den milderen Temperaturen abends bei Kerzenschein auf meinem Balkon zu sitzen, den Geräuschen der anbrechenden Nacht zu lauschen und einfach DA zu sein.


    Mein Leben ist ruhig geworden, manchmal richtig still. Nichts davon ist langweilig oder "eingefahren". Ich bin sehr froh, nichts Spektakuläres mehr zu brauchen. In den letzten Wochen hatte ich verletzungsbedingt eine Auszeit, die manchmal etwas von einer Klausur hatte. Irgendwann kam mir dieser Gedanke: Leben ist, wenn nichts passiert.

    Schicke dir liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo Luna,

    willkommen hier im Forum.

    Mein Vater war auch Alkoholiker. Und ich konnte mir niemals vorstellen, so zu werden wie er. Es war einfach nur ab-und erschreckend und furchtbar. Nun, wie er bin ich auch nicht geworden...

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Gruß, Wacholderfrau

    Hallo Sunshine,

    vielen Dank für deine freundliche Begrüßung und deine Worte.

    Ich möchte dich auch sehr gerne im Forum willkommen heißen. Schön, dass du hier bist.

    Deine Beiträge wirken auf mich, als wärst du längst hier zu Hause :lol: und außerdem wirkst du sehr direkt auf mich, ich bin auch gern dirket: du wirkt auf mich sehr sympathisch und ich bin neugierig auf dich.

    Zitat

    Ich wünsche Dir, für immer trocken bleiben zu können. Der Anfang ist gemacht !



    Ja, der Anfang ist gemacht, meinetwegen darf es immer beim Anfang bleiben, ich lege keinen Wert auf eine Medalliensammlung in Sachen Trockenheit.
    Ich wünsche dir auch, für immer trocken bleiben zu können.

    Zitat

    Heute lege ich auch viel Wert darauf, ein lebenswertes Leben zu haben, bisschen glücklich sein kann auch nicht schaden.

    Lebenswertes Leben hört und fühlt sich einfach gut an, aber glückelig ist mein Lieblingswort :lol:
    Es sind immer so große Worte, wenn man sagt, mein Leben hat soch komplett geändert, dabei wohne ich noch in derselben Wohnung, mein Beruf und Arbeitsplatz ist gleich geblieben, aber ich habe viel gewonnen - meine Freiheit, Lebensqualität, Unabhängigkeit, Lebenslust.

    Manchmal sitze ich hier und lächle vor mich hin, wenn mir bewusst wird, dass ich da angelangt bin, wo ich mich viele Jahre hingeseht habe.

    Gruß von Wacholderfrau

    Hallo Sebastian,

    herzlich willkommen hier im Forum.

    Ich finde es mutig, wie dich hier gleich einbringst. Alle Achtung.
    Ich kann nicht von ähnlichen Dingen wie du berichten, ABER das heißt nicht, dass es nicht auch einiges gibt, für das ich mich schäme oder Dinge, die mir unendlich leid tun. Ich habe als trinkende Alkoholikerin nicht nur einmal einen Teil meiner Würde verloren und damit auch meine Achtung vor mir selbst.
    Inzwischen habe ich nicht nur meine Achtung vor mir wiedererlangt sondern auch das Vertrauen in mich.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße von Wacholderfrau

    Hallo GlückaufJung,

    danke, dass du dich hier blicken lässt :lol: ich freue mich über dich. Meinst du, dass ich mich täusche?
    Auf jeden Fall - ich bleibe am Ball.

    Dir auch eine schöne Zeit.

    Hallo Venezia,

    ich freue mich auch, dass es dir gut geht. Das ist schön. Mich interessiert sehr, was du machst, dass es so ist. Bei mir hat es schon eine Weile gedauert, bis ich einigermaßen wieder Boden unter den Füßen spürte. Wenn du magst, erzähl doch ein wenig von dir. Ich wünsche dir auch noch einen schönen Tag :wink:

    Wacholdergrüße

    Hallo,

    danke Andreas, deine erfrischende Art zu schreiben, gefällt mir total gut.

    Zitat

    Jaja, die ollen Geister...denen muß man im Vorbeilaufen ab und zu eines auf die Lichter geben, dann geben die kurzzeitig auch mal Ruhe


    jep, das nächste Mal kommt bestimmt... :lol:


    Mich beschäftigt etwas, das ich gerne hierlassen möchte.
    Da ich erst seit einiger Zeit wieder im offenen Bereich lese und schreibe, fällt mir auf, wie wenig hier überhaupt geschrieben und sich ausgetasucht wird. Ich habe irgendwann damit aufgehört, als mir manche Beiträge zu nah gingen und/oder es mir überhaupt zu viel war, alles zu lesen. Ich habe mir allerdings im geschützten Bereich alles von der Seele geschrieben, was mir wichtig für mein Leben ohne Alkohol war und damit auch sehr wertvolle Unterstützung erhalten.

    Ich bin froh, dass ich derzeit nicht als Neuling hier ankomme (n muss). Als ich mich anmeldete, gab es viel mehr Austausch und viel mehr Rückmeldungen als zur Zeit. Für mich wäre es schrecklich gewesen, wenn niemand auf meine Worte reagiert hätte. Ich fühlte mich zu Beginn sehr labil und empfindlich und war auf Hilfe angewiesen. Was ist anders geworden?

    Im geschützen Bereich fühle ich mich natürlich wohler, weil ich einfach alles - naja, fast alles - aufschreiben kann, was mir wichtig ist und nicht überlegen muss, was ich wie formuliere. Mein Tagebuch und die Begleitung da bedeutet mir sehr viel. Aber ich finde es erschreckend, wie wenig Resonanz neue User bekommen und dass überhaupt so wenig geschrieben wird und dass es so viele User gibt, die sich nach mir angemeldet haben und schon längst nicht mehr schreiben und wieder weg sind. Ich finde das sehr schade.

    Ja, ich weiß, ich bin ja selbst von der Bildfläche verschwunden und habe nur noch im geschützten Bereich geschrieben. Aber es gab doch auch viel mehr User, die ausschließlich hier geschrieben habe. Wo sind sie denn alle?

    Zitat von silberkralle

    kann reichen, wenn du s ernst nimmst.


    genau, so sehe ich das auch.

    liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo,

    mit meiner Krankschreibung, die mindestens noch nächste Woche andauern wird, sank meine Stimmung nun doch sehr. Sei es Pflichtbewusstsein, Leistungsbestreben oder nicht funktionieren zu können, wie ich das gerne hätte und letztendlich alte Geister wie: ich bin nicht gut genug, und ich bin ohnehin eine Versagerin. Das alles ist keine so gute Mischung, schon gar nicht, wenn es meinen Seelenfrieden betrifft.

    Die gute Nachricht Nr. 1 ist: ich trinke nicht
    die gute Nachricht Nr. 2 ist: ich rauche nicht
    die gute Nachricht Nr. 3 ist: das Stimmungstief blieb nicht lebenslang 8) sondern hat sich heute im Lauf des Tages bereits erheblich gebessert.

    Die alten Geister begleiten mich halt. Sollen sie doch.
    Ich stehe nicht drüber - aber auch nicht mehr drunter.

    Was ich nun wieder ein bisschen mehr gewonnen habe ist, dass schwierige Situationen nicht nur ohne zu trinken zu überstehen sondern auch zu bewältigen sind und dass sie nicht endlos andauern. Das stärkt mein Selbst-Bewusstsein.

    Ich bin froh - mein Bruder hat sich seinem Arzt gegenüber geöffnet und von seiner (bereits sehr) langen Alkoholabhängigkeit berichtet und hat morgen einen Untersuchungstermin. Uff.

    Fast schon wieder gutgelaunte Grüße
    von Wacholderfrau

    Liebe Samsara,

    schön, dass du wieder hier bist.

    Es wäre schön, wenn meine Erfahrungen für jemandem hilfreich ist, schreiben tu ich jedoch für mich, weil es mir wichtig ist, mich mit-zu-teilen, zu erzählen, zu berichten, zu jammern, zu bedauern... :)

    Dass ich nun auch wieder hier im offenen Bereich schreibe, liegt einfach daran, dass mir sehr viel daran liegt. Eine zeitlang konnte ich hier nicht lesen, weil es mir zu viel war und mich auch zu sehr belastet hat.

    Ich bin froh, heute mit dem Bruder und der Mutter lange sprechen zu können und zwar ungeschönt Klartext. Es ist mir sehr, sehr wichtig zu spüren, dass ich dieses Familiendrama nicht bedingungslos an mich heranlassen muss, sondern fähig bin, mich abzugrenzen, was für mich nicht selbstverständlich ist. Traurig ist es trotzdem.

    Lieben Gruß
    Wacholderfrau

    Hallo,

    liebe Samsara, vielen Dank - ich will dir später antworten.

    Im Moment liegt mir am Herzen zu schreiben, wie nah ich die furchtbare Auswirkung der Alkoholabhängigkeit meines Bruders erlebe, der zur Zeit ununterbrochen trinkt, das heißt dauerbetrunken ist und tatsächlich noch in der Lage ist zu diskutieren und anzuzweifeln, ein Alkoholiker zu sein. Der Mann trinkt sein ganzes Leben lang!
    Ich selbst habe alle Hände voll zu tun, mich abzugrenzen, was nicht einfach ist, da meine 89jährige Mutter involviert ist, die ihn schützt und gleichzeitig beschimpft..., sich nicht helfen lassen will, sich absolut Co verhält.
    Es macht mir gerade sehr viel aus, nichts tun zu können. Merke bei aller Distanz, die ich im Lauf der Zeit aufgebaut habe, wie nah mir das doch geht.

    Gruß, Wacholderfrau

    Hallo Cemend,

    Zitat

    Ich fühl' mich irgendwie (klingt ein wenig pathetisch..) wie neu geboren, als ob ich meine Fesslen gesprengt habe.


    pathetisch - ich empfinde das ähnlich, wenn ich nach Worten suche und in Worte fassen möchte, was sich alles verändert hat, es ist doch auch großartig, finde ich

    Zitat

    Letztens verglich ich in einem Gespräch das ganze so, als ob ich jahrelang einen tonnenschweren Schatten hinter mir her ziehen musste, der mich gebremst hat. Den bin ich nun los und voller Elan und Leichtfüssigkeit. Herrlich.


    Ich kann deine Worte so gut nachvollziehen auch wenn bei mir von Leichtfüssigkeit im Moment nicht die Rede sein kann, weil ich mich bei der ebensolchen verletzt habe.

    Zitat

    Auch privat hat sich einiges getan. Das gibt mir wahnsinnig viel Kraft.


    Viel Glück! Und viel Spaß beim Leben
    Wacholderfrau

    Hallo Lucina,

    auch von mir noch Glückünsche zu (inzwischen) 37 Tagen.

    Wenn ich deinen "Titel" lese, muss ich immer an "die wundersame Welt der Amelie" denken :)

    Zitat

    Schade, das in meinem "Blog" so gut wie keine Resonanz vorhanden ist.
    Stimmt mich ein wenig traurig, dennoch lasse ich mich davon nicht entmutigen und bleibe weiterhin abstinent!


    Nein, lass dich bitte nicht entmutigen. Es wäre schön, wenn du mehr von dir schreiben würdest.

    Liebe Grüße von Wacholderfrau

    Hallo,

    vielen Dank venezia, Matthias, Chris und Aloisius.

    @venezia

    Zitat

    Ich trinke jetzt seit ein paar Wochen nicht und mir geht es wirklich gut.
    Natürlich denke ich oft daran,aber das ist wohl normal


    Magst du erzählen, wie du es geschafft hast, mit dem Trinken aufzuhören? Was machst du, wenn du an den Alkohol denkst/denken musst?
    Bis bald :wink:

    @Matthias
    für mich bist du ein Pfeiler hier im Forum, auch wenn ich bei dir nur eine stille Leserin war. Ich danke dir.

    Chris
    Das ist so eine schöne Überraschung, dich hier zu sehen/lesen. Ich freue mich sehr, dass du mir geschrieben hast. Danke. Du fehlst mir bei den TagebuchschreiberInnen. Wie geht es dir? Komm bald wieder und lass von dir hören, ja? Schicke dir ganz herzliche Grüße.

    Aloisius
    Noch ein Vermisster :lol: Plötzlich warste weg... Geht es dir gut? Schreib doch ab und zu ein wenig, wir ollen Alkis müssen doch zusammenhalten!

    Ich genieße den Sommer so sehr und würde am liebsten den ganzen Tag am Fluss sitzen, im Fluss sein, am Fluss spazieren gehen, verbringe sogar meine Mittagspausen an einem schönen Plätzchen direkt am Wasser. Wenn ich nicht so feige wäre... ich würde sogar die Nächte gerne am Fluss verbringen...

    Es geht mir zur Zeit sehr gut, fühle mich oft glücklich, einfach so, ohne große Geschehnisse, die, was weiß ich, wie toll sind.
    Was mir allerdings allmählich zu denken gibt ist, dass ich ständig irgendwelche körperlichen Einschränkungen habe. Gestern bin ich gestürzt und habe mich am Fuß verletzt, dann ist es mal ein Infekt, dann die Schulter, oder es sind langwierige Fußprobleme...
    Manchmal denke ich, es darf mir nicht gut gehen... Bis jetzt ist meine gute Laune allerdings (noch) nicht beeinträchtigt.

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo venezia,

    Zitat von venezia


    Du hast mir mit deinen Zeilen Kraft gegeben weiterzumachen,
    ich bin noch am Anfang...
    danke !

    gerne :wink:

    Ich würde mich freuen, von dir mehr lesen zu können. Wie geht es dir inzwischen?

    Bis bald?

    Gruß von Wacholderfrau

    Hallo,

    herzlichen Dank für eure Glück-Wünsche - danke Matthias, Lütze, venezia, NNGNeo, Linde und zerfreila. Ich freue mich sehr darüber.

    Ja, es ist ein schönes Gefühl, auf ein Jahr ohne Alkohol zurückblicken zu können.
    Ich lege keinen Wert darauf zu vergessen, wie es mir in meinen Saufzeiten gegangen ist, aber ich lege Wert darauf, ein lebenswertes Leben zu führen.

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis meine Angst nachgelassen hat und bis ich mir selbst wieder "über den Weg" traute. Am Anfang hatte ich sinnbildlich ständig das Gefühl, mich auf einem sumpfigen Gelände zu befinden, traute mich kaum mich zu bewegen. Ich glaube, das war auch gut so. So konnte ich erstmal sitzen bleiben, bis ich mich nicht mehr so wackelig fühlte und dann langsam aufstehen, ganz langsam, bis ich in der Lage war, erste Schritte zu machen. Inzwischen schätze ich die kleinen Schritte sehr, ich, die gerne große Sprünge gemacht hat.

    Einfach war sie nicht, die erste Zeit, aber nur weil ich mit mir konfrontiert war, mit mir und meinen Gefühlen. Ja, was soll ich sagen? Es lohnt sich total, mich mit mir zu beschäftigen und mir wieder näher zu kommen. Einfach war sie nicht, die erste Zeit, weil ich mich total an den Abgrund gesoffen habe. So sehe ich das. Frage mich gerade, wo ist denn nun dieser Abgrund? Wie weit bin ich weg? Ich habe keine Ahnung, wo der ist und wie weit er weg ist, ich weiß aber mit tödlicher Sicherheit, wie ich da wieder hinkomme.

    Mein Halt ist das Forum geworden. Vielleicht hört sich das seltsam an, wo ich mir sozusagen wieder üder den Weg traue, sprich, mir vertraue, empinde ich es nicht so, dass ich in mir den Halt habe, an dem ich mich festhalten kann. Ich fühle mich stabil, das ja, aber ich brauche etwas, woran ich mich festhalten kann, und dieser Halt ist für mich das Forum geworden.
    Ich schreibe und schreibe, schreibe das, was mir in den Sinn kommt, schreibe das, was mich belastet, schreibe das, was mir Spaß macht, schreibe mir praktisch alles von der Seele. Viele der TeilnehmerInnen sind mir inzwischen sehr vertraut, und das tut gut.
    Das Forum ist meine Selbsthilfegruppe, und ich bin eine aktive Teilnehmerin dieser Gruppe geworden. Darüber bin ich froh und dankbar.

    Liebe Grüße von Wacholderfrau