Beiträge von sue05

    Hallo Stef,


    für mich persönlich (und meinem Suchthirn) haben solche gedanklichen Spielereien keinerlei Bedeutung.

    Mir war auch während der Jahre, in denen ich getrunken habe, bewusst, wie gesundheitsschädlich es ist und wie viel Geld es mich kostet (war ja nicht zu übersehen). Aber ich wollte und musste ja (da süchtig) trinken, da war mit gesundem Menschenverstand nix auszurichten… 🤷‍♀️

    Auch jetzt würden mir diese Gedanken nicht helfen in meiner Abstinenz. Die absolute Kapitulation war das Ausschlaggebende. Das Anerkennen meiner Abhängigkeit. Und dann das Handeln, also der Gang zum Arzt, die Grundbausteine, die Risikominimierung, die Trockenheitsarbeit.

    VG Sue

    Er kennt meine Bedingung.

    Entweder ich oder der Alkohol.

    Da kann ich (Alkoholikerin) Dir direkt sagen: der Schuß geht nach hinten los. Wenn Dein Mann (uneinsichtiger) Alkoholiker ist - und so wie ich Deine Schilderungen verstanden habe, ist er das - wird er sich für den Alkohol entscheiden. Das ist einfach so, das ist die Sucht.

    Ich kann es einfach nicht fassen, dass er immer wieder versucht,mich für so dumm zu verkaufen

    Und das wird dann noch häufiger vorkommen, denn er wird vermutlich versuchen, Dich hinzuhalten oder Dir etwas vorzumachen.

    Ist das das Leben und die Beziehung, die Du Dir vorstellst? Da hilft auch kein „er hat aber auch tolle Seiten, wenn er nüchtern ist“ - denn im Vordergrund wird immer seine Alkoholabhängigkeit stehen.

    VG Sue

    Hallo Schwesti,


    das ist sicher sehr schwer und Du hast bestimmt viele Fragen im Kopf. Die Antworten wirst Du leider wohl nie bekommen 😒

    Ich könnte mir vorstellen (bin selbst Alkoholikerin), dass Dein Bruder seinen Gesundheitszustand einfach verdrängt hat und vielleicht auch einfach nie zum Arzt gegangen ist trotz eventueller Symptome. Wenn ich an meine nasse Zeit zurück denke, bin ich auch lieber nicht zum Arzt gegangen aus Angst, es könnte etwas gefunden werden.. (und meine Alkoholabhängigkeit könnte entdeckt werden).

    Nach außen hin etwas vorspielen- das beherrschen die meisten Alkoholiker sehr gut. Schließlich geht es ja darum, die Sucht zu verheimlichen und auch darum, sich selbst das Ausmaß der Abhängigkeit klein zu reden. Zumindest war es bei mir so.


    Ich wünsche Dir, dass Du irgendwann das Kapitel für Dich abschließen kannst.
    Du hättest nichts tun können! So traurig die Situation auch ist.

    VG Sue

    Wer sind denn „diese Menschen“? Meinst Du damit Alkoholiker? Das liest sich sehr abwertend.

    Und was sollen „diese Menschen“ Euch (wer genau ist „uns“??) angetan haben? Sich falsch verhalten oder jemanden verletzt haben?

    Das wären dann Eigenschaften, die es bei jedem Nichtalkoholiker auch geben kann. Genau so wie es Alkoholiker gibt, die niemanden verletzt haben oder sich falsch verhalten haben.

    Oder Co-Abhängige, die andere verletzen oder sich falsch verhalten.

    Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, da das offensichtlich keinen Sinn macht.

    Da Du mich aber zitiert hast:

    Ich weiß nicht, wo Du das mit sozialer Isolation und Rückzug gelesen zu haben glaubst, bei mir jedenfalls nicht.

    Und davon ist ja auch überhaupt nicht die Rede, das ist Deine Interpretation.

    Es handelt sich bei Alloholsucht um eine tödlich verlaufende Krankheit und nicht um einen Schnupfen.

    Daher spielt hier die Risikominimierung, auf die wir hier,gerade auch aus eigener Erfahrung, immer wieder anspielen, eine ganz entscheidende Rolle.

    Du fühlst Dich offenbar extrem persönlich angegriffen. Wie heißt es so schön: Da wo es piekt, da geht der Weg entlang.

    Du erwähnst die Selbstreflexion, vielleicht auch etwas, wo Du ansetzen könntest?😉

    Niemand will Dir hier irgendetwas vorschreiben, das hier ist ein Selbsthilfe-Forum. Wer möchte, kann sehr viel für sich mitnehmen.

    Oder eben, wie Hartmut schon schrieb, in die Tonne kloppen.

    So, ich bin dann hier raus.

    Hallo Naira,


    Du stehst noch ganz am Anfang. Deine Vorsätze „Ich werde Wasser oder Saft oder Cola trinken.“ „Ich werde immer keinen Alkohol trinken.“ sind sicher gut gemeint und ich glaube auch, dass Du das tatsächlich möchtest.

    Ich denke, Du hast aber noch nicht verstanden, was es wirklich heißt süchtig zu sein, wie Sucht funktioniert.
    Es gibt den Satz „Nur nicht trinken reicht nicht.“, den Du hier vielleicht schon gelesen hast.

    Bezogen auf das, was Du geschrieben hast: nur der Vorsatz nicht mehr trinken zu wollen, reicht nicht aus um aus der Sucht zu kommen. Dazu gehört vor allem die Risikominimierung. Auch, wenn Du denkst, Du „schaffst“ das, bei diesen Feiern dabei zu sitzen und nichts zu trinken, kann das definitiv nach hinten los gehen und Dich zum Rückfall führen.

    Nicht einmal unbedingt an diesem Abend, aber das kann der Anfang vom Rückfall werden. Deine Synapsen sind noch nicht „trocken“. Da springen sofort alle möglichen Assoziationen im Kopf an, gewohnte Muster wollen bedient werden.

    Es geht beim Trockenwerden darum, die Schritte einzuleiten, die zu einer dauerhaften und stabilen Trockenheit führen mit dem Ziel, irgendwann nicht mehr „kämpfen“ oder etwas „schaffen“ zu müssen, sondern kapituliert zu haben und die Sucht voll und ganz akzeptiert zu haben. Und vor allem der Trockenheit die oberste Priorität einzuräumen. Keine Risiken einzugehen.

    Die Grundbausteine und Erfahrungen, die Dir hier von den länger und Langzeit-Trockenen mitgegeben werden, sind der Schlüssel dazu.

    Wie gesagt, Du stehst noch am Anfang. Und wie die meisten, scheinst Du es auch mit der „Ich mach das aber so, das „funktioniert“ bei mir“ - Methode versuchen zu wollen,

    Ich gebe Dir - als eine der Langzeit- Trockenen hier - die Empfehlung: nimm Dir die Grundbausteine und Ratschläge zu Herzen.

    Hallo Forum,

    herzlichen Glückwunsch zum 20-Jährigen 💐💐


    Zeit auch für mich „Danke“ zu sagen. Im Juli 2012 hab ich Dich gefunden bzw. mich getraut anzumelden, nachdem ich schon eine Weile still mitgelesen hatte.

    Die Anmeldung war, so kann ich es heute rückblickend sagen, der Startschuß in mein neues Leben 🙂 Niemals hätte ich mir damals vorstellen können, dass wir so eine lange und intensive Beziehung haben werden 😉

    Ich kann ganz klar sagen, dass ich nur mit Deiner Hilfe trocken wurde. Ohne die unendlich vielen Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen, ohne die Unterstützung, die Aufmunterungen, die vielen Denkanstöße und die vielen lieben Wegbegleiter, die ich in all den Jahren hier „kennenlernen“ durfte und von denen mir viele sehr ans Herz gewachsen sind, hätte ich es niemals geschafft.


    Und damit mein Leben auch weiterhin so stabil trocken und damit so lebenswert bleibt, wirst Du auch weiterhin mein täglicher Begleiter sein. Auch in der Hoffnung, dem ein oder anderen die gleiche Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können, die ich erfahre!

    Ach ja, dass ich zufällig auch noch meinen passenden Topfdeckel hier gefunden habe, ist das I- Tüpfelchen 😍

    Forum, Du bist einfach großartig 🙏🙏🙏

    Wenn ich vorher weiß, dass getrunken wird, ist es gerade in der Anfangszeit ratsam, solche Treffen oder Veranstaltungen zu meiden und eben abzusagen.

    Das Trockenwerden an oberste Stelle setzen, war für mich Priorität.
    Und weshalb sollte ich es mir unnötig schwer machen, indem ich mich solchen Situationen aussetze, in denen vor meiner Nase Alkohol konsumiert wird?

    Vielleicht wäre das die sicherere Variante. Habt Ihr die Grundbausteine schon gelesen? Diese haben sich bewährt, weshalb sie auch als „Grundlage“ für einen nüchternen Weg gelten.

    VG Sue

    Hallo Petra 889,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Es ist gut, dass Du Deinen Alkoholkonsum kritisch betrachtest. Flaschen verstecken, sich schämen, dauerhaft an Alkohol denken, immer 2 Flaschen trinken - das klingt schon nach nicht mehr „normalem“ Konsum.

    Siehst Du Dich denn als Alkoholikerin?

    VG Sue

    Bei Alkoholikern ist es so "einfach". Wenn sie nicht mehr trinken sind sie trocken

    Wie kommst Du zu dieser Annahme? Ich (als Alkoholikerin) sage ganz klar: als ich aufgehört habe zu trinken, war ich meilenweit davon entfernt trocken zu sein. Ich war vielleicht „nüchtern“ oder „abstinent“, aber bestimmt nicht trocken.

    Das hat lange gedauert. Wie lange genau, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Aber da spreche ich (bei mir!) eher von Jahren als von Wochen oder Monaten.

    Trocken zu werden (und es zufrieden zu bleiben) ist ein langer Prozess und erfordert viel mehr als einfach nur aufzuhören zu trinken! Auch heute noch, nach über 12 Jahren, befinde ich mich in diesem Prozess. Anders natürlich, als in den ersten Jahren, dennoch aber ist es für mich ein dauerhaftes „mich-auseinandersetzen-mit-meiner-Sucht“.

    Nicht falsch zu verstehen: es ist für mich kein „Muss“ oder „Kampf“, denn ich bezeichne und fühle mich als stabil und sehr zufrieden trocken. Aber das dauerhafte Auseinandersetzen mit meiner Sucht (die ja nur gestoppt, nicht aber geheilt ist!) ist weiterhin ganz präsent.

    VG Sue

    Du musst nichts erzählen, was Dir zu intim ist!

    Ein paar Eckdaten zur Sucht interessieren uns hier aber natürlich 😉

    Da hast Du jetzt also ziemlich viel in Deinem Leben umgekrempelt, hast den Grundstein für Dein weiteres Leben gelegt. Das ist toll!


    Beantworte bitte noch die Fragen, die ich gestellt habe (siehst Du Dich als Alkoholikerin und strebst eine lebenslange Abstinenz an?

    Hallo Nanny,


    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    10 Monate sind ja schon ein guter Anfang! Was meinst Du mit „persönliche Aspekte“? Vielleicht magst Du ein bisschen mehr erzählen? Was ist der Unterschied zu Deinen vorherigen Anläufen?

    Hast Du mit ärztlicher Betreuung aufgehört?

    Kontinuierlicher Austausch ist ein wichtiger Aspekt beim Trockenwerden und -sein. Da ist es also gut, dass Du hier in unsere Selbsthilfegruppe gefunden hast.

    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz möchten. Ist das bei Dir auch so?

    VG Sue

    Hallo FE Pilot,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe!

    Gut, dass Du Dich in ärztliche Betreuung begeben und einen qualifizierten Entzug gemacht hast.

    Drei Jahre waren ja schon eine lange Zeit. Dass es nicht funktioniert, doch mal wieder etwas zu trinken und das irgendwie kontrollieren zu können, hast Du ja gemerkt. Alkoholikern ist es nicht möglich, kontrolliert zu trinken. Was willst Du dieses Mal anders machen?

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Wie sieht es da bei Dir aus, trifft das für Dich zu?

    VG Sue