Hallo Naira,
Du stehst noch ganz am Anfang. Deine Vorsätze „Ich werde Wasser oder Saft oder Cola trinken.“ „Ich werde immer keinen Alkohol trinken.“ sind sicher gut gemeint und ich glaube auch, dass Du das tatsächlich möchtest.
Ich denke, Du hast aber noch nicht verstanden, was es wirklich heißt süchtig zu sein, wie Sucht funktioniert.
Es gibt den Satz „Nur nicht trinken reicht nicht.“, den Du hier vielleicht schon gelesen hast.
Bezogen auf das, was Du geschrieben hast: nur der Vorsatz nicht mehr trinken zu wollen, reicht nicht aus um aus der Sucht zu kommen. Dazu gehört vor allem die Risikominimierung. Auch, wenn Du denkst, Du „schaffst“ das, bei diesen Feiern dabei zu sitzen und nichts zu trinken, kann das definitiv nach hinten los gehen und Dich zum Rückfall führen.
Nicht einmal unbedingt an diesem Abend, aber das kann der Anfang vom Rückfall werden. Deine Synapsen sind noch nicht „trocken“. Da springen sofort alle möglichen Assoziationen im Kopf an, gewohnte Muster wollen bedient werden.
Es geht beim Trockenwerden darum, die Schritte einzuleiten, die zu einer dauerhaften und stabilen Trockenheit führen mit dem Ziel, irgendwann nicht mehr „kämpfen“ oder etwas „schaffen“ zu müssen, sondern kapituliert zu haben und die Sucht voll und ganz akzeptiert zu haben. Und vor allem der Trockenheit die oberste Priorität einzuräumen. Keine Risiken einzugehen.
Die Grundbausteine und Erfahrungen, die Dir hier von den länger und Langzeit-Trockenen mitgegeben werden, sind der Schlüssel dazu.
Wie gesagt, Du stehst noch am Anfang. Und wie die meisten, scheinst Du es auch mit der „Ich mach das aber so, das „funktioniert“ bei mir“ - Methode versuchen zu wollen,
Ich gebe Dir - als eine der Langzeit- Trockenen hier - die Empfehlung: nimm Dir die Grundbausteine und Ratschläge zu Herzen.