Beiträge von TimeIsAHealer

    Renate,

    das weiss ich und ich bin wirklich garnicht beleidigt oder sowas, das soll jetzt auch nicht falsch rueber kommen.

    Es ist gut, dass du das gesagt hast, denn ich habe wirklich das Gefuehl, dass ich mich selbst verarsche. Und so richtig weiss ich nicht warum.

    Mein groesstes Problem ist denke ich meine Wahrnehmung, die ich mir ganz schnell verklaeren lasse und selbst auch verdrehe. Die Realitaet so zu sehen wie sie ist, faellt mir auch nach all der Zeit anscheinend immernoch sehr schwer. Ich glaube das ist eines meiner groessten Baustellen. Wahrnehmen, Fuehlen und dann auch danach handeln.

    Ich wuensch dir wirkliche einen guten Tag und weiterhin viel Kraft.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Renate,

    ok, das sitzt. Was genau du mit kopflastig meinst weiss ich nicht.

    Ich werde mir Gedanken machen und es erstmal ruhen lassen fuer heut.

    Ich bin auch hier um nicht rueckfaellig zu werden und mich zu loesen.

    Deine Worte haben natuerlich Wahrheit, aber mir zu unterstellen, dass ich aus Zeitvertreib da bin und keinen Leidensdruck habe finde ich nicht so schoen.

    Aber nun gut, wie mein Schreiben im Forum wirkt kann ich natuerlich selbst nicht beurteilen.

    Dass ich schreibe, um euch zu gefallen - nein. Ich schreibe immer was ich gerade denke und fuehle. Ich denke nicht zuerst darueber nach, was koennte ich wie schreiben, damit es auch gut ankommt. Sondern ich schreibe genau das, was in mir los ist.

    Schade, dass das bei dir so ankommt :(

    Ich will sicher niemanden davon ueberzeugen, dass es schon irgendwie klappt Co und Alkoholiker zusammen. Nein. Mit Nichten.

    Ich merke selbst, wenn ich zurueckschaue, dass ich nicht das erreicht habe, was ich wollte. Und nein, es fuehlt sich nicht ganz richtig an. Ich wuerde lieber zurueckblicken und sagen - ja genau so war es richtig. Kann ich so noch nicht sagen, aber ich will auch nicht sagen - alles war falsch. Nein, ich habe die Dinge so gemacht, wie ich sie empfunden habe.

    Verurteilen will ich mich selbst deshalb aber nicht.

    Ich danke dir wirklich fuer deine klaren Worte.

    Ich wuensche dir einen schoenen Tag.

    Mit vielen Gruesssen

    Miriel

    Renate :)

    Damit ich nicht vergesse, was zu deinem Bild zu sagen, dass du mir da "gemalt" hast.

    Also die Pfanne ist jetzt wer?

    Ich glaube schon, dass ich hinter dein Bild schaue und es auch verstehe, aber so ganz irgendwie doch nicht.

    Ich freue mich aber, wenn du es mir erklaerst. Vielleicht bin ich auch grade zu verklaert um es richtig zu sehen. Was bedeutet das Spuelen der Pfanne?

    Komme mir zwar etwas dumm vor, dich so konkret zu fragen :) Aber ichw uerde es wirklich gerne wissen!

    Danke.

    Und ja es ist so. Das Objekt der Begierde vor Augen (bzw. am Telefon; in meinem Leben), das kann nicht funktionieren.

    Ich merke schon nach ein paar Tagen Funkstille, dass ich ruhiger werde, dass ich mehr bei mir bin, als wenn da irgendwie Kontakt besteht.

    So, jetzt bin ich aber fertig. Danke nochmal fuer eure Beitraege :)

    Liebe Gruesse

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank fuer eure Beitraege.

    Ihr habt Recht.

    Ich will versuchen, auch jetzt wieder, wie vielleicht schon einige Male, das Gesagte in mir aufzunehmen, zu verinnerlichen. Ich nehme es sehr ernst, was ihr sagt. Ich habe gerade auch wieder eine Phase, wo der Kontakt wieder "auslaeuft" und ich merke, wie es mir gut tut und ich auch viel aufnahmefaehiger werde, was auch die Realitaet angeht.

    Ich sollte mir einfach nur ueberlegen, wie ich vorgehe, wenn ich wirklich, und damit meine ich wirklich, was aendern will.

    Denn doch, natuerlich erinnere ich mich an die Miriel, die im Regen tappte und die sich hundeelend fuehlte.
    Und es ist gut, dass du mich dran erinnerst.

    Es ist halt voll krass finde ich, wie ich merke, wie schnell ich eigentlich wieder anfange, Dinge klarer zu sehen, wenn ich nicht mit ihm rede.

    Und bitte glaubt mir, ja ich will etwas aendern.
    Ich bin mir nun wieder so sicher, dass ich es aendern will und werde ich seinen Telefonanruf entgegennehmen (was ich ja schon nicht sollte, aber es meistens nur schwer schaffe, es nicht zu tun) dann merke ich, wie ich wieder alles verklaere.

    Es sollte keine Entschuldigung geben. Denn ein Alkoholiker kann ja auch schlecht hier rein schreiben, ja aber wenn dann die Flasche schonmal da steht, dann muss ich eben... .

    Mir leuchtet das ein.

    Ich hab das Gefuehl, jetzt wieder an so einem Punkt zu sein, wo ich abspringen sollte und auch koennte, nur weiss ich nicht genau, wie ich am besten vorgehen muss, um es eben auch zu schaffen.

    Zimttee

    Ich habe wieder angefangen mehr zu lesen, gehe heute Abend zum ProbeKickboxTraining mit einer Freundin. Arbeite strukturierter und mehr fuers Studium, was mir auch sehr gut tut. Mache viel Musik, treffe auch mal wieder Freunde und alte Bekannte, die ich lange nicht gesehen habe.
    Gehe ab und an tanzen :)

    Alles in allem aber versuche ich trotzdem nicht den groessten Teil mit anderen Leuten zu verbringen, ich ziehe mich auch mehr zurueck. Aber nicht mehr in so einer kranken Weise, wie waehrend der Beziehung mit XY, da isoliert man sich dann ja ungesund. Nein, ich nehme mir einfach genuegend Raum und Zeit fuer mich, also auch fuer solche Dinge wie Wellness (wenn man das so nennen kann), Musik hoeren, Entspannen, Allein sein, zur Ruhe kommen, etc...

    Ja, das ist so das, was ich tue.
    Ich gehe jede Woche einmal zu meiner SHG und alle 2 Wochen zur Beratung.

    Das sind so meine Sachen.

    Mein Alltag ist in jedem Fall besser geworden. Es ist immernoch anstrengend und manchmal sind die scheinbar banalsten Dinge echt muehsam, aber es wird.
    Hoffe ich.


    So, jetzt wuensche ich euch noch einen schoenen Tag. Ich arbeit jetzt was und dann heut Abend freu ich mich auf das Probetraining :)

    Liebste Gruesse

    Miriel

    "Mit mir nicht"

    Es ist voellig ungewohnt so etwas zu sagen bzw. zu fuehlen. Geht es dir auch so?

    Auch bei mir kommt das in letzter Zeit immer haeufiger vor.

    Gerade heute hat eine abc mich mal wieder ziemlich unnoetig und ueberheblich auflaufen lassen, was sie wirklich sehr haeufig tut.
    Und gerade heute hab ich gefuehlt "Mit mir nicht" und habe auch danach gehandelt.

    Ich glaube im Zuge der Entwicklung, die wir als Co's durchmachen, veraendert sich eben einfach alles. Und das eben auch im Bezug auf (vielleicht alle) andere Lebensbereiche.

    Ich empfinde das als gut, habe aber auch manchmal negative Gefuehle dabei, wenn ich das Gefuehl habe, dass irgendwie so garnichts mehr passt in manchen Ecken, also z.B. gewisse Freundschaften etc.

    Kennst du das?

    Hey Zimttee,

    danke fuer deinen Beitrag.

    Ich will auch damit garnichts besser reden oder schoen reden oder Ausreden haben um den Kontakt zu rechtfertigen.

    Ich habe mir eben diese Frage wirklich schon oft gestellt.

    Aber vermutlich ist XY mein Suchtmittel (jedenfalls solange er nass ist oder labil, so wie du es beschreibst) und Punkt. Da gibt es wahrscheinlich nichts dran zu ruetteln.

    Es ist grade irgendwie ganz seltsam. Also mein eigenes Gefuehl zu der ganzen Situation. Es ist mal so mal so. Mal denke ich, dass das was ich tue wie du es auch sagst Gift ist und ich mir nur schade und ihm auf Dauer auch, weil ich ihn vl an einer eventuellen Genesung bzw. an einer notwendigen Krise hindere, da ich doch auch fuer ihn immer wieder "erreichbar" bin. Dann wiederum denke ich, ob es nicht auch einfach nur wichtig und gut ist, wenn ich MICH in den Fokus nehme und versuche, obwohl er in meinem Leben ist, dennoch MEINS meins zu lassen und seins eben seins.

    Oder ist das wieder drumherum gerede und Ausreden suchen ?

    Ich versuche grade eigentlich nur, mich auf mein HEUTE zu konzentrieren. Wir haben nicht jeden Tag Kontakt, grade zum Beispiel ist es wieder ganz ruhig geworden und ich fuehle mich voellig ok damit. Ob er nun trinkt oder nicht, moechte ich nicht wissen. Ich bin sehr beschaeftigt mit mir und dem, was ich so im Alltag bewaeltigen muss.

    Und dennoch ist es vermutlich falsch und ungut fuer mich, dass er eben immernoch irgendwie doch present ist, jedenfalls nicht ganz weg? Sicherlich gibt dieses noch da sein mir im Unterbewussten eine gewisse Sicherheit, die mein Co braucht.

    Liege ich damit richtig?

    Tut mir leid, wenn ich nerve oder Sonstiges. Ich versuche nur, die momentane Situation so gut es geht zu verstehen und zu reflektieren. Ich bin sehr vorsichtig geworden was den Umgang mit mir selbst angeht, weil ich nicht mehr schlecht mit mir umgehen moechte.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    Danke fuer eure Beitraege.

    Ich denke, trotz allem fuehle ich einen Fortschritt. Ich glaube nicht, dass ich mir das einbilde. Mein Leben ist um einiges ruhiger geworden, gelassener, strukturierter.

    Ich tue viel viel mehr fuer mich selbst, hoere sehr viel mehr auf das, was ich fuehle und was mir gut tut und lasse das viel mehr, was mir schlecht tut. Also nicht nur auf XY bezogen sondern auch auf meinen sonstigen Alltag.

    XY ist noch immer da, Teil meines Lebens, irgendwie, irgendwo.

    Ich finde auch, dass man diese Sucht mit der Alkoholsucht vergleichen kann.

    Ich will nicht mehr jammern, ich weiss, dass ich meinen Weg gehen muss. Ob mit oder ohne ihn.

    Ich fuehle mich aufjedenfall weiter, freier und besser als noch vor einem halben Jahr und ohne euch waere ich so weit nicht, auch wenn vielleicht einige von euch sagen wuerden, dass ich den XY aber eben immernoch nicht losgelassen habe. Das stimmt sicher.

    Dennoch finde ich den Vergleich, dass das wirklich genau das Gleiche waere, wie wenn ein Alkoholiker kontrolliert trinkt, irgendwie doch zu krass.

    Oder liege ich da voellig falsch?

    Hallo ihr Lieben,

    ich kann mir vorstellen, dass ich vielleicht inzwischen wirklich zu einem "hoffnungslosen Fall" gehoere.. ich weiss es nicht.

    Ich versuche weiterhin den Fokus jeden Tag aufs Neue und NUR FUER HEUTE auf mich zu richten, ich gehe kleine Schrittchen und arbeite daran, dass er nicht wieder in den Vordergrund geraet. Das gelingt mir mal mehr und mal weniger.

    Aber ich merke, dass ich gelassener bin. Ich lasse mein Handy auch mal zuhause, habe mir schon ueber zwei Wochen kein Guthaben mehr drauf geladen, heisst also, ich kann mich weder bei ihm noch bei anderen Menschen melden, was mir sehr gut tut.

    Trotzdem gibt es immer wieder Momente, wo ich von mir abkomme, in denen ich merke, dass ich mich von mir entferne und wieder zu sehr zu ihm uebergreife und ich merke dann sehr schnell, dass mir das ganz und garnicht gut tut. Dann lasse ich es bleiben.

    Im Zuge des mit mir selber Auseinandersetzens beschaeftigen mich immer oefters Schuldgefuehle im Bezug auf meine Inkonsequenz. Seit einem halben Jahr schon koennten wir eigentlich "richtig getrennt" sein. Aber ich habe rumgeiert, war inkonsequent und rueckfaellig.

    Inzwischen ist die Trennung ueberhaupt kein Thema mehr, sondern es ist oft sinnloses Reden, manchmal sehr nett, aber oft auch im Streit endend. Es geht um nichts irgendwie. Ernst nehmen tut er weder mich noch ich ihn, so jedenfalls mein Gefuehl.
    Das macht mich manchmal sehr traurig, weil ich das Gefuehl habe, dass ich daran schuld bin und wir bzw ich sehr viel weiter sein koennten, wenn ich damals den Schlussstrich richtig gezogen haette......


    Es wuerde mich freuen, von euch zu hoern.

    Mit lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    mir geht es seit gestern irgendwie gut.

    Wieder her in mein EIGENES zu kommen, das war noetig, ueber eine Woche zuhause war einfach ein wenig zu viel und ich merke, wie sehr mich auch das immer wieder raus- und von mir selbst wegbringt.

    Vorgestern bin ich angekommen und fuehlte mich abends eher schwer und traege, aber seit gestern nun hab ich begonnen wieder in MEINEN Alltag hineinzukommen, Unterlagen sortieren, Post bearbeiten, Wohnung auf Vordermann bringen, usw.

    Das tut gut und mir ging es gestern richtig gut und heute auch, habe glaube ich grade ein Hoch. Heute hat mich spontan ein Freund besucht, den ich schon ein dreiviertel Jahr nicht mehr gesehen hatte.

    Das war einfach erfrischend und gut.

    Der Kontakt mit XY war sehr regelmaessig ueber Weihnachten und auch zu Neujahr hat er mich um Punkt 12 angerufen, nuechtern und sehr nett.

    Viel dazu schreiben will ich irgendwie grade garnicht, weil ich weiss, dass es nicht das ist, was ich SO weiterfuehren kann. Ich versuche mich nicht darauf zu konzentrieren ob wir nun gerade Kontakt haben oder nicht. Versuche mich um mich zu kuemmern, hab genug zu tun, vor allem bis Anfang Februar, aber auch dann geht es heftig weiter mit Studiern.

    Versuche jeden Tag aufs Neue den Fokus auf Mich und die Dinge zu legen, die MIR wichtig sind. Mein Notfallkoffer besteht hauptsaechlich aus der neuen Handykarte, die ich vielleicht dann schaffe einzusetzen, wenn der naechste Aussetzer seinerseits kommt. Es ist schlimm, dass ich es nicht schaffe, diesen Schritt "einfach so" zu gehen und zu sagen, es ist jetzt so und Punkt, neue Handynummer, Kontaktsperre. Aber ich weiss, ich schaffe es noch immer nicht. Trotz neuen Jahres, etc. Ich bin nicht bereit. Aber ich kann trotzdem einige viele andere gute Schritte fuer mich tun. Und das habe ich ja auch schon getan und werd es auch weiterhin tun.

    Naechste Woche hab ich endlich wieder einen Termin beim Kickboxen, und da geh ich dann auch endlich mal hin! :)

    Ich wuensche euch einen schoenen Abend.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    ich wuensche euch einen guten Jahresanfang und hoffe ihr habt das alte Jahr gut beendet.

    Ich war nicht Kloster, war ueber eine Woche zuhause, was relativ anstrengend war und bin heut wieder in MEIN Zuhause gekommen.

    Ich habe das neue Jahr ruhig mit einer Freundin und meiner Schwester begonnen, mit einigen Wuenschen und Vorsaetzen.

    Der Kontakt zu XY ist wieder vermehrt entstanden beiderseits und ich habe meine Handynummer nicht geschafft zu wechseln, wenngleich ich eine neue Handykarte gekauft habe, die nur drauf wartet benutzt zu werden..

    So richtig fragen will ich grade garnichts, weil ich weiss, wie viel Arbeit hinter mir und vor mir liegt. Trotz allem starte ich das neue Jahr ein wenig gelassen und mit Zuversicht.

    Ich will fuer mich da sein und mich lieben.

    Ich bin ein wenig muede, mich selbst zu enttaeuschen. Moechte gut starten ohne Selbstvorwuerfe.

    Ich hoffe, euch geht es gut.

    Im Moment brauche ich glaube ich einfach ein bisjen, um zu versuchen, mich mal selbst zu ordnen.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben!

    Vielen Dank fuer eure Beitraege!

    Ja , auch mich frisst die Angst manchmal auf, aber ich habe auch vermehrt Angst in Situationen, in denen ich frueher niemals Angst gehabt hatte. Also eine Art von Angst, die mich in der Situation wirklich dann auch behindert und einschraenkt.

    sarawen

    Du "quatscht" hier garnichts zu, im Gegenteil, ich freue mich immer ueber deine Beitraege, zumal ich mich in vielem wiedererkenne.

    Das mit dem Gedanken uebers Studieren. Ich studiere ja grade, aber weisst du, ich denke jetzt auch, haett ich doch lieber, waer doch nicht, usw... und ich glaube dieser Gedanke, der wird immer irgendwie bleiben, egal was man macht. Und ich denke es ist wichtig, unterscheiden zu koennen, zwischen dem steten Drang nach Veraenderung, der in uns Menschen einfach seit je her verankert ist und ich glaube wir Co's glauben sowieso immer ganz fest dran, dass was anderes viel schoener und besser sein koennte und wuerde... und eben zwischen dem wirklichen Willen, etwas tun zu wollen, welcher dann auch die Handlungskosequenz als Folge hat.

    Kannst du dir das mit dem Studieren wirklich vorstellen? Wenn ja, informier dich, pack es an, warum denn nicht? Und was haelt dich ab?
    :)


    Zimttee

    Ja.. auch bei mir ist die Angst ein staendiger Begleiter und seit der Zeit mit XY ist es wirklich auffallend schlimmer geworden, haengt aber sicher auch, wie bei dir, mit anderen Stressfaktoren zusammen.

    Bezueglich meines XY und seines Wohlergehens hingegen mache ich mir weitaus weniger Gedanken inzwischen als zuvor. Diese grosse und staendige Angst, was ihm alles passieren koennte, die ist einfach nicht mehr staendig da, wenngleich ich auch ab und an einen Anflug von negativen Gefuehlen diesbezueglich habe, ist es um einiges weniger bis fast garnicht mehr geworden und dafuer bin ich sehr sehr dankbar.

    Und dennoch bleibt die Angst in einigen anderen Lebenssituationen und ist nur ganz schwierig zu kontrollieren manchmal.

    Kennt ihr sowas auch, Angstanfaelle im Zug, unter Menschen, in Bahn, im Getuemmel, an Orten, die euch nicht so vertraut sind, etc..??

    Mann, ich bin so spaet noch wach.. Fahre morgen nach Hause und wie immer, auch eine meiner mich wirklich nervenden Eigenschaften, habe ich bis auf den letzten Druecker noch irgendwas gemacht, sei es Karten basteln, aufraeumen, Tasche packen...

    Und jetzt geh ich total alle ins Bett ! :)

    Ich wuensche euch eine gute Nacht!!

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hallo liebe Sarawen,

    danke fuer deinen Beitrag.

    Mir geht es derzeit ok.

    Seit Freitag habe ich keinen Kontakt mehr gesucht und auch keinen Kontakt mehr gehabt.

    Das ist keine lange Zeit, aber ich habe dennoch das Gefuehl, mich bewusst dafuer entschieden zu haben. Und es nun aber unbewusst werden zu lassen. Und das fuehlt sich angenehm an, denn ich habe mich im Kopf fuer das AlleinSein entschieden. Und es fuehlt sich grade irgendwie alles friedlich an. Wenngleich ich auch hier und da traurig war, das Wochenende erstmal schwierig war, schaffe ich es immer besser mir etwas Gutes zu tun und Dinge zu machen, die mir Spass bereiten.

    Ich versuche, so wenig wie moeglich ueber ihn nachzudenken, wenn meine Gedanken zu ihm schweifen, versuche ich diesen Gedanken friedlich beiseite zu legen und mich etwas anderem zu widmen.

    Ja, Co plus Suchtkranker, da eine Heilung auf beiden Seiten, das bedarf Unmengen an gegenseitigem Verstaendnis, Geduld, Selbstverstaendnis, Arbeit, ...

    Mein Ziel ist es, mich selbst zu lieben und liebevoll mit mir umgehen zu lernen. Das faengt bei den kleinsten Dingen an, wie zum Beispiel im Alltag gut mit mir umzugehen, z.B. genug zu schlafen, regelmaessig zu essen, usw. All diese Dinge und vieles mehr vernachlaessige ich seit Langem und muss nun richtig lernen, mich zu umsorgen.

    In der Beziehung mit XY war das natuerlich perfekt. Mich selbst habe ich eh nicht umsorgt und ihn dann eben umso mehr. Das konnte ich "perfekt"...

    Aber das kennen wir sicher alle.. diese Muster.

    Dass du Weihnachten oft nicht feierst kann ich verstehen. Auch ich bin meist froh, wenn es vorbei ist. Dieses Jahr wollte ich eigentlich an Weihnachten und Silvester arbeiten, jetzt hat die Firma, bei der ich angestellt bin aber leider garkeine Auftraege bekommen... Ich waere wirklich froh gewesen, es haette viel Geld gegeben und ich waere dem weihnachtlichen SchnickSchnack entkommen.

    Unsere Familie ist ziemlich auseinandergebrochen, meine Eltern sind sowieso geschieden aber auch innerhalb den einzelnen Familien gibt es keinen wirklichen Zusammenhalt mehr, das heisst Weihnachten ist immer mehr ein Krampf als ein Fest.

    Ich bin immernoch am Ueberlegen, wie ich es genau mache..

    Hatte sogar ueberlegt ueber Silvester ins Kloster zu fahren, aber finanziell ist das grade nicht moeglich bei mir.

    Vor allem HeiligAbend finde ich irgendwie ganz unangenehm wenn ich dran denke. Da waere ich im Grunde einfach nur gern allein.

    Mhh...

    Danke fuer deine Worte.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Hey Nys,

    dein Beitrag klingt so klar und bestimmt.

    Waere ich nicht zurueckgegangen in der Zwischenzeit und haette nach der 1. Trennung auch den richtigen "Entzug" gemacht, waere ich nun auch schon seit Juli trocken.

    Habe es nicht geschafft, wurde immer wieder rueckfaellig.

    So, wie du es beschreibst, versuche auch ich es zu sehen. Denn, wieviel habe ich von XY erwartet, was ich selbst in keinster Weise umsetzen konnte/kann.

    Die Frage nach meiner eigenen Liebe besteht auch bei mir. Inwiefern ist meine Liebe nur von der Sucht gefuettert, inwiefern sind es wirkliche Gefuehle.

    Ich bin leider selbst auch so oft rueckfaellig geworden, dass mein XY mich auch nicht mehr ernst nehmen konnte. Denn ich hab, so wie er, auch nur geredet, aber nicht konsequent danach gehandelt.

    Jetzt habe ich es erstmals ohne Reden versucht und versuche einfach nur zu Handeln. Ohne ihm davon irgendetwas mitzuteilen.

    Mich hat es oft wahnsinnig gemacht, meine eigene Liebe zu hinterfragen. Ich weiss, dass in den Momenten immer alles echt und so gemeint war. So wie bei ihm sicher auch.

    Und dennoch bin auch ich suechtig.

    Ich bin, wie du auch sagst, im Kampf mit meiner eigenen Abhaengigkeit, ABER ich darf auch Annehmen, dass es so ist und liebevoll mit mir umgehen in dem Kampf gegen sie.

    Denn zu hart mit sich selbst zu sein kann sehr kontraproduktiv sein. Ich habe mich oft sehr unter Druck gesetzt, alles angezweifelt, was ich tue, was ich fuehle, etc. Das ist inzwischen schon etwas besser geworden.

    Mit deinen Worten kann ich mich sehr gut identifiziern.

    Ich hatte aber eine Zeit, in der ich schon auf einem sichereren Weg war.

    Jetzt bin ich gerade noch immer oder vielmehr wieder auf Entzug. Trocken bin ich nicht.

    Erst wenn ich trocken bin, werd ich auch glaube ich sehen koennen, ob da noch Liebe ist.

    Oder?

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    danke fuer eure Beitraege.

    Renate

    Ja, zu wissen bzw zu fuehlen, was man will ist allein schon unglaublich schwierig. So fernab von Mustern und Gewohnheiten zu wissen, was nun gut und was nicht gut fuer einen ist, nachdem das vorher eigentlich immer zweitrangig war, das ist schon ne Sache fuer sich. Aber ich merke, wie es mir immer besser gelingt, auch in alltaeglichen Sitationen, besser hinzuschauen, besser zu fuehlen, was ist nun der Teil von mir, der wirklich will, weil es sich gut anfuehlt, und welcher Teil tut es nur aus irgendwelche andern Gruenden, sei es fuer jm anderes oder aber auch, weil ich eben einfach garnicht weiss, dass es mir im Grunde garnicht gut tut.

    @ Sarawen

    Ja, ich bin an den Punkt "geduldig" zu sein, mich aber NICHT zu trennen irgendwie nicht gekommen. Also dieser Punkt IN der Beziehung weiterhin zu bleiben, an mir zu arbeiten etc.

    Fuer mich war klar, ich muss handeln, weil so wie es ist, ist es schlecht. Ohne Forum, SHG und Psychologe haette ich aber auch diesen Schritt nie so schnell getan, sondern haette wohl weitergemacht.

    So habe ich den Schritt damals gemacht, ABER war im Grunde nicht bereit, es zu tun. Habe es damals getan, weil ich dachte, es muss sein, das ist der Weg, wie man das loest. Letztendlich bin ich rueckfaellig geworden, habe gehadert, gezweifelt, nicht konsequent gehandelt. Musste erkennen, dass XY auch kleinschrittige Veraenderungen durchlebt, Erkenntnisse hat, Rueckschlaege, etc. Dass er auch seinen Weg am Machen ist, nur eben, in seinem Tempo.

    Doch den Schritt der Trennung war ich schon gegangen. Ging zurueck in die Beziehung, der Rueckschlag kam prompt und mit voller Wucht. Und wieder die Trennung. Dieses Mal aber auch aus der Not. Aus dem Glauben, die Konsequenz ist der einzige Weg. Aber auch dieses Mal hab ich die Konsequenz nicht GELEBT sondern nur angerissen, um sie dann zu verwerfen.

    Vielleicht, weil ich nie innerlich bereit war, das aufzugeben.

    Dennoch. Ich habe es aufgegeben, schon damals bei der ersten Trennung. Und erst jetzt wird mir so langsam bewusst, was es eigentlich heisst, sich WIRKLICH zu trennen. Erst jetzt habe ich das Gefuehl so langsam anzufangen, zu verstehen.

    Und trotzdem, Rueckschlaege gibt es auch jetzt noch. Doch ich lerne und will weiterhin lernen. Will weitergehen.

    Ich moechte, auch wenn es schwer faellt und mich gleichzeitig traurig macht, das neue Jahr in Frieden beginnen. Und genau das wuensche ich ihm auch.

    Aber gemeinsam haben wir nicht in Frieden gelebt. Gegenseitiges Terrorisieren. Und dazu hab auch ich meinen Teil beigetragen. Aber eben, weil auch ich nicht faehig bin, in dieser Situation mit ihm, gesund zu bleiben. Genausowenig wie er faehig ist, in dieser Situtation mit mir zu gesunden. Es hat nicht funktioniert.

    Die Schuld sehe ich da bei keinem mehr.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Renate

    Das mit dem ungeduldig.. einfach Gedanken, die ich auch habe manchmal. Manchmal denke ich, da ich nicht stark genug war eine Trennung konsequent durchzuziehen, haette ich vielleicht erstmal geduldiger mit mir sein muessen, um klar zu sehen, was ich nicht will und was ich will, und um das auch dann klar zu vertreten. So war es ja leider bei mir bisher nichts halbes und nichts ganzes, rumgeeiere, hin und her und zurueck und das hat letztendlich niemandem gut getan.

    Ich wollte damals schnell eine Veraenderung, habe sie mit der Trennung erzwungen, also eine Veraenderung der Situation, welcher Art auch immer, habe aber eben nicht grundsaetzlich was veraendert.

    Ich war sehr ungeduldig und habe mich unte rDruck gesetzt, jetzt etwas entscheiden zu muessen.. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht haette geduldiger sein muessen, nicht auch diese Trennung erzwingen wollen, etc.

    Weiterhin kommt mir schon auch manchmal der Gedanke, dass ich auch mit ihm sehr ungeduldig war (aber natuerlich ist es auch nicht meine Aufgabe, mit meinem Partner ein Leben lang nur geduldig dazusitzen und zu warten) Ich wollte erzwingen, dass er sich aendert, anstatt mich auf mich zu konzentrieren und geduldiger zu sein.. Manchmal frage ich mich schon, ob das alles so gut war...

    Aber haette, waere, wollte, es ist jetzt wie es ist.

    Bei Sarawen habe ich diesen Gedanken, den ich manchmal habe einfach nur ausgesprochen.

    Verstehst du was ich meine?

    hey ihr Lieben,

    Weihnachtsfeier war sehr schoen, beruehrend, staerkend. Ein schoener Ausflug wars.
    Hab mich sehr gut mit der Bekannten unterhalten. Hat gut getan.

    Danach war ich tanzen und wir warn noch was essen. War unglaublich schoen und lustig. Auch das hat mir sehr gut getan :)

    Ja. Morgen frueh mache ichd asmit der Nummer. Und bei Skype hab ich ihn geloescht und geblocked. Vielleicht ist das auch einfach so ok. Ich seh ihn weder, noch er mich, noch kann er mich jetzt noch kontaktieren dort.

    Erster kleiner Schritt getan. Morgen Nummer aendern. Ich bin sehr froh, dass er sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Ich hoffe, dass es auch bis morgen frueh nicht mehr kommt und ich dann Ruhe haben kann...

    War heut Morgen nochmal sehr traurig, aber der aktive Tag heute hat mich wirklich gepushed und jetzt gehe ich geschafft aber dennoch ok ins Bett.

    Zimttee

    Ja, ich will auch niemanden aus so einem Milieu und auch bei dem Typen habe ich mich jetzt bewusst entschieden und werde mich auch nicht mehr mit ihm treffen. Wenn ich meine Handynr aendere wird er mich sowieso auch nicht mehr kontaktiern koennen.

    Abgesehen davon weiss ich auch, dass es gerade eigentlich nicht schlecht fuer mich waere, das mit den Maennern einfach zu lassen und mit MIR ALLEINE zu sein. Das, wovor ich soviel Angst habe.

    Das sollte jetzt glaube ich mal als naechstes kommen.

    Neues Jahr ohne XY beginnen. Ich hoffe, ich schaffe das.

    Linde66

    Nee, ich hab ihn ja jetzt doch nur geloescht und aendere meinen Namen da erstma nicht.

    Und ja, stimmt schon, wenn man ueberall mit dem gleichen Namen auftritt, ist es irgendwann eben auch nicht mehr anonym.

    Trotzdem Danke Zimttee, dass du nachgeschaut hast ;)

    Mit vielen liebe nGruessen

    Gute Nacht

    Miriel