Hallo ihr Lieben,
danke fuer eure Beitraege.
Renate
Ja, zu wissen bzw zu fuehlen, was man will ist allein schon unglaublich schwierig. So fernab von Mustern und Gewohnheiten zu wissen, was nun gut und was nicht gut fuer einen ist, nachdem das vorher eigentlich immer zweitrangig war, das ist schon ne Sache fuer sich. Aber ich merke, wie es mir immer besser gelingt, auch in alltaeglichen Sitationen, besser hinzuschauen, besser zu fuehlen, was ist nun der Teil von mir, der wirklich will, weil es sich gut anfuehlt, und welcher Teil tut es nur aus irgendwelche andern Gruenden, sei es fuer jm anderes oder aber auch, weil ich eben einfach garnicht weiss, dass es mir im Grunde garnicht gut tut.
@ Sarawen
Ja, ich bin an den Punkt "geduldig" zu sein, mich aber NICHT zu trennen irgendwie nicht gekommen. Also dieser Punkt IN der Beziehung weiterhin zu bleiben, an mir zu arbeiten etc.
Fuer mich war klar, ich muss handeln, weil so wie es ist, ist es schlecht. Ohne Forum, SHG und Psychologe haette ich aber auch diesen Schritt nie so schnell getan, sondern haette wohl weitergemacht.
So habe ich den Schritt damals gemacht, ABER war im Grunde nicht bereit, es zu tun. Habe es damals getan, weil ich dachte, es muss sein, das ist der Weg, wie man das loest. Letztendlich bin ich rueckfaellig geworden, habe gehadert, gezweifelt, nicht konsequent gehandelt. Musste erkennen, dass XY auch kleinschrittige Veraenderungen durchlebt, Erkenntnisse hat, Rueckschlaege, etc. Dass er auch seinen Weg am Machen ist, nur eben, in seinem Tempo.
Doch den Schritt der Trennung war ich schon gegangen. Ging zurueck in die Beziehung, der Rueckschlag kam prompt und mit voller Wucht. Und wieder die Trennung. Dieses Mal aber auch aus der Not. Aus dem Glauben, die Konsequenz ist der einzige Weg. Aber auch dieses Mal hab ich die Konsequenz nicht GELEBT sondern nur angerissen, um sie dann zu verwerfen.
Vielleicht, weil ich nie innerlich bereit war, das aufzugeben.
Dennoch. Ich habe es aufgegeben, schon damals bei der ersten Trennung. Und erst jetzt wird mir so langsam bewusst, was es eigentlich heisst, sich WIRKLICH zu trennen. Erst jetzt habe ich das Gefuehl so langsam anzufangen, zu verstehen.
Und trotzdem, Rueckschlaege gibt es auch jetzt noch. Doch ich lerne und will weiterhin lernen. Will weitergehen.
Ich moechte, auch wenn es schwer faellt und mich gleichzeitig traurig macht, das neue Jahr in Frieden beginnen. Und genau das wuensche ich ihm auch.
Aber gemeinsam haben wir nicht in Frieden gelebt. Gegenseitiges Terrorisieren. Und dazu hab auch ich meinen Teil beigetragen. Aber eben, weil auch ich nicht faehig bin, in dieser Situation mit ihm, gesund zu bleiben. Genausowenig wie er faehig ist, in dieser Situtation mit mir zu gesunden. Es hat nicht funktioniert.
Die Schuld sehe ich da bei keinem mehr.
Mit vielen lieben Gruessen
Miriel