Beiträge von TimeIsAHealer

    Hallo ihr Lieben,

    habe einen voelligen Durchhaenger. Auf die SMS kam natuerlich was zurueck. Haben gestritten und sind dann auch im Streit "auseinander".
    Ist aber im Grunde auch voellig egal und macht auch nicht wirklich einen Unterschied. Mir gehts auch nicht wirklich schlechter im Bezug auf die Trennung.

    Nur im Bezug auf mich selbst. Weil ich merke, wie rueckfaellig ich gerade war und bin. Ich versuche mir zu erklaeren, wieso und wie das passiert ist.

    Was ich mir erhofft habe, keine Ahnung. Wahrscheinlich nichts Grosses oder eben das grosse Wunder.

    Vielleicht war ich gelangweilt davon, dass ich garkeinen Stress mehr mit XY habe, also hab ich mir den Stress einfach selbst kreiert. Wie dumm man sein kann.

    Ich verstehe mich grade selbst nicht und versuche meine Staerke zu finden, die noch vor ein paar Tagen spuerbar war. Fuehle mich schwach und extrem inkonsequent. Noch dazu kann ich mich selbst nicht mehr ernstnehmen, wie sollte es da ein anderer koennen.

    Ich hab mich und meine Gefuehle ueberhaupt nicht unter Kontrolle. Bin super wuetend auf mich selbst, gleichzeitig aber auch z.B. darauf, dass mein Psychologe letzte Woche abgesagt hatte und ich einfach schon seit 4 Wochen keine Sitzung mehr hatte. Ich bin dorthin, weil ich sagte, dass ich es nicht schaffe, klar zu kommen, aber alle 2 Wochen sind mir einfach zu wenig. Und die SHG ist zwar viele Tage in der Woche, aber dazu kann ich mich grade auch nur einmal in der Woche aufraffen (wobei dieses eine Mal wirklich fester Bestandteil meiner Woche ist) und trotzdem bin ich grade total am broeckeln und ich weiss nicht so richtig, wieso. Ich hab das Gefuehl, ich mache mir selbst was vor.

    Woran liegt das alles?

    Bin ich einfach nur krank und brauche Zeit und eine Therapie?

    Hallo ihr Lieben,

    war nun zuhause wg der Trauung meines Vaters.

    Hab dann auch meine Mutter noch besucht und ihr erzaehlt, dass mein Vater geheiratet hat. Ihre Reaktion war relativ neutral, sie meinte nur, dass sie sich das schon gedacht hat, dass sie iwann heiraten gehn (sie hatte mich auch hie rund da ma gefragt) und dass es fuer sie egal ist, aber sie einfach nicht mehr hoeren will, dass er ueber Geld jammert, weil er spaetestens jetzt eben gut versorgt sei... usw.

    Ich bin froh, dass ich es ihr gesagt habe, weil ich mich echt schaebig fuehlte, weil ich meine rMutter im Grunde alles erzaehlen kann und es einfach bloed war, dass ich ihr dieses im Grunde schon relevante Detail einfach verschweige, zumal ich ja auch deshalb nachhause gefahrn bin...

    Zuhause sein war ganz schoen, anstrengend aber ich hab mich sehr gefreut meine Oma zu sehen, die grade in Reha ist.
    Bin auch gestern Morgen dann nochmal alleine zu ihr gefahren und wir haben drei Stunden geredet, das war einfach schoen.

    Mein Vater ist gesundheitlich ueberhaupt nicht gut dran und das ist sehr offensichtlich. Aber genauso offensichtlich ist auch, dass sich garnichts geaendert hat.

    Leider.

    Er sieht so schlecht aus und wenn man ihn mit seiner Frau vergleicht, ist da ein himmelweiter Unterschied.

    Ich hoffe fuer ihn, dass er es schafft, sich um seine Gesundheit zu kuemmern.
    Ich kann auch nicht mehr sagen, wie das mit dem Alkohol zusammenhaengt und wie mit dem Essverhalten. Hier und da hab ich ne leere Flasche entdeckt. Zum Essen trank er Wein, abends noch ein bisjen Sekt. Gegessen wurde viel zu viel. Ich hab keine ahnung mehr, was da von was kommt und was zu was fuehrt.
    Im Grunde auch egal. Es muesste eine totale Umstellung her und das waere mehr als notwendig. Aber es bleibt seine Entscheidung....

    Ich mache mir halt Sorgen und habe Angst, dass wenn er so weitermacht, er sich eben voellig kaputt macht...

    Meinem XY habe ich eine SMS geschrieben. Eine Woche wieder ohne Kontakt und ich schreibe. Voellig unsinnig und anscheinend halte ich es nicht aus, dass von ihm nichts kommt.

    Habe ihm geschrieben, dass es ihm nicht einmal wert war, zu versuchen, ehrlich zu sein, aufrichtig zu sein, es nur zu versuchen, ehrlich mit dem Ganzen umzugehen, mit sich selbst, mit uns, mit allem. Es wars ihm nicht wert und dass wir deswegen auch nicht mehr zusammen sind und ich hoffe, dass er jetzt gluecklicher ist.


    Voellig schaebig. Oder?

    Aber genau das denke ich.

    Er hat es nicht mal versucht.

    :(


    Jetzt werde ich versuchen mich meinen Sachen zu widmen und was fuer die Woche vorzubereiten.
    Heute Abend hab ich vor Tanzen zu gehen, ich hoffe mal, ich mache es auch ;)

    Viele liebe Gruesse
    Miriel

    danke skybird und Reanute..

    Ja, ich brauche Zeit und es ist sicher gut, wenn ich mir die auch gebe und mir nicht selbst Druck mache.

    Klar wuerde ich ihm immer wieder gerne sagen, wie traurig ich darueber bin, dass er nichts gegen sein Problem getan hat und wir deshalb nicht mehr zusammen sein koennen und es auch nie sein werden. usw.. Viele Dinge, die ich ihm immer wieder gerne sagen wuerde...

    danke fuer deinen Zuspruch Skybird. Ja, ich hoffe, dass mein Weg, so wie ich ihn begonnen habe zu gehen, gut so ist, fuer mich..


    Renate, ja der Gedanke, ich habe zu frueh aufgegeben, genau der kommt mir manchmal.. aber dann versuche ich mir bewusst zu machen, wieviel ich eigentlich reingesteckt habe, was ich schon garnicht haette tun sollen, weil sein Problem ja nicht meines ist. Und umgekehrt. Es war einfach von vorn herein ein Ungleichgewicht da, dass so nicht sein darf in einer funktionierenden Beziehung.

    Ein Grund, warum ich nun "so frueh" "aufgegeben" habe, ist glaube ich auch,d ass ich es auch nicht so weit kommen lassen wollte, dass ich ihn irgendwann hassen werde und wir im Krieg und Unverstaendnis auseinandergehen. Auch da ist es mir so wie es bis jetzt ist sehr viel lieber...

    Mh...

    Mir selbst die beste Freundin sein. Manche wuerden das als Egoismus bezeichnen. Z.B. familiaere Seite...

    Wobei es doch eigentlich das Einzige ist, um mit sich selbst im Reinen zu sein...

    Hallo jesuis!

    Wie er hatte das garnicht mitbekommen?

    War er zu dem Zeitpunkt betrunken, als du dich getrennt hast oder wie?

    Und wie war denn danach die Situation zwischen euch? Hattet ihr normalen Kontakt, sodass er davon ausgehen konnte, alles sei wie immer?

    Ich hatte bei dir mitgelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass du gesagt hattest, dass er die Trennung deinerseits garnciht mitbekommen hatte??

    Hey Renate,

    wir waren "nur" 1 Jahr zusammen. Heisst also, wenn man die aktuelle zurueckliegende Trennung nimmt muesste ich in einer Woche durch sein mit Verarbeitung, Trauer und Abschied.

    Laut Mathias muesste ich dann in 4 Wochen durch sein, weil ich ihn ja Sonntag wieder kontaktiert habe und dann ja alles von vorne beginnt.

    Mh. Also ich finde diese Rechnung recht fragwuerdig, denn ich denke es kommt immer auf den persoenlichen Entwicklungsprozess an, den man diesbezueglich durchmacht.

    Aber klar ist schon, dass es einen Unterschied gibt zwischen 20 Jahre verheiratet und 1 Jahr ein Paerchen.
    Wobei ich es selbst eigentlich nicht abwerten will, da ich weiss, welche Gefuehle ich zu der ganzen Sache habe.

    Dennoch ist mir auch bewusst, das ich weder verheiratet bin noch Kinder im Spiel sind, wir nicht zusammen wohnen und ich auch finanziell voellig unabhaengig bin. Das macht die emotionale Arbeit durchaus einfacher, aber Arbeit ist es eben trotzdem.

    Brenzliche Situationen anders besetzen find ich auch total gut und das gelingt mir auch immer besser.
    Klar hab ich eigene Wahrnehmungen und ich kann mich auch wirklich an vielem erfreuen, auch wenn ich es alleine mache.
    Ich merke auch, wie es, trotz Rueckfalls am Sonntag, immer besser wird. Die erste Woche war sehr schlimm, wobei ich da auch einfach noch unter Schock stand von der Begegnung mit ihm hier.. In der zweiten Woche wuerde ich sagen, wurde es realer... die dritte Woche war dann viel mit Trauer und Wut besetzt, Ende der 3. Woche dann der Rueckfall, vielleicht auch dadurch ausgeloest, weil ich jetzt merkte, er geht jetzt wirklich so langsam aus meinem Leben. Jetzt, in der 4. Woche...
    Heisst es dann wohl, wirklich Abschied nehmen, von den Wuenschen, Hoffnungen, Gedanken.
    Erinnerungen Erinnerungen sein lassen, sie annehmen und ruhen lassen.

    Mich nun ganz MEINEM zu widmen, da XY die letzten Wochen hier und da eben doch immer wieder eine Rolle spielte.

    Meins zu betrachten, stolz sein, wie ich MEINS beginne, selbst zu gestalten, weitermachen, nicht aufgeben, mir gut tun.

    Boa, ist das alles so anstrengend ;)

    Hey,

    ja. Das kann ich alles bejahen und ich muss sagen, dass ich gestern als ich so allein durchs Kaufhaus lief (habe es echt genossen) traurig wurde, als ich in der Spielwarenabteilung war.
    Denn das war eine unsere Lieblingsbeschaeftigungen an kalten Tagen, dass wir einfach ins Kaufhaus sind und dort jede Menge Unsinn angestellt haben. Vor allem in der Spielwarenabteilung haben wir uns die ganzen Sachen gemeinsam angesehen, die elektrischen Spielzeuge ausprobiert :D und es hat einfach echt Spass gemacht, zusammen Kind zu sein.

    Und daran musst ich dann natuerlich denken. Fing an, eine SMS an ihn zu formulieren, dass ich gerade im SpielParadies bin und dran denken muss, wie oft wir,.... blablablablabla Stop! und da hab ich mich zurueckgeholt in die Realitaet.

    1. Was will ich ihm bitte mit der SMS sagen?
    --> dass ich Erinnerungen habe, ok die hat jeder, also ziemlich unnoetig es mitzuteilen

    2.Was hab ich davon, dass ich SMS schreibe?
    --> ich bin dem Impuls nachgegangen und hoffe dann, dass er mir was Nettes zurueckschreibt. Was absolut REIN GARNICHTS bringt, ausser eben ein Moment-Gutes-Gefuehl der Befriedigung
    --> warum brauche ich das? und warum von ihm?
    Ich brauch das, weil ich mir das Gefuehl nicht selbst geben kann, das aber ja lernen will und von ihm, weil er es mir eben so oft gegeben hat und die Sucht noch da ist --> also NICHT SCHREIBEN

    und 3. Will ich wirklich dem Mann dieses Zeichen von Zuneigung geben, von dem ich mich getrennt habe und wegen dem ich eben genau in dieser Nacht wie ein begossener Pudel mit dem miesesten Gefuehl aller Zeiten alleine nach Hause stackste???

    -----> NEIN NEIN NEIN


    und SMS geloescht und angefangen das Kaufhaus und die Spielwarenabteilung fuer mich alleine zu geniessen. Das war dann wirklich irgendwann schoen und ich bin zufrieden heimgegangen :)

    Hat funktioniert!

    Das muss ich eben nur immer koennen wenn es so kommt...

    Ja ihr habt schon Recht..

    Vielleicht mache ich mir was das angeht immernoch was vor und bilde mir ein, ein "kontrollierte Kontakt" koenne moeglich sein.

    Nein - ist er nicht.

    Ich weiss, dass ich wieder rueckfaellig werde und dass der Kontakt mir nicht gut tut. Fuer einen Moment dann ja vielleicht, aber nie auf Dauer.

    Heute kamen mir auch ploetzlich wieder alle Gedanken an die Situation, als er betrunken hier ankam und ich ihn dann weggeschickt habe. Das ist grade mal drei Wochen her und ich finde es krass, wie sehr ich das im Grunde schon wieder "vergessen" hat. Es ist echt erstaunlich, wie das Gehirn funktioniert.

    Heut hab ich mich wieder gesehen, die Situation, wie ich gegangen bin, wie ich alleine mit der Bahn heimfuhr, weil ich das alles nicht mehr ertragen konnte, es regnete und ich hatte wirklich hohe Schuhe an (hatte mich ja extra schick gemacht).. Es regnete und war unglaublich kalt und all das hat die Situation wirklich nur noch betont.
    Die Situation war wirklich ironisch.
    Ich so in meinen schicken Kleidern, mit hohen Schuhen, auf dem nassen Kopfsteinpflaster zur Bahn laufend. Da es Freitag spaet war, waren da ueberall wirklich viele Betrunkene unterwegs. Und dann fuhr die Bahn damals nicht mal richtig und am Ende hatte ich mir ein Taxi genommen.

    Heute ist mir dieses Gefuehl, das ich da hatte, wieder gekommen ....

    Und dann hab ich mich wirklich ueber mich geaergert, dass ich ihn angerufen habe, dass ich ihm immernoch auch das Gefuehl gebe, da ist was bei mir, ich sorge mich um ihn, ich vergesse ihn nicht, ich bin da, etc.

    Denn dieser Anruf hat auf jeden Fall mehr IHM als mir gezeigt, dass ICH noch was fuer ihn uebrig hat, nicht er fuer mich (auch wenn er zurueck gerufen hat, hab ich dennoch zuerst angerufen)...

    Ich kann es nicht mehr rueckgaengig machen, aber ic hweiss, ich brauche auch, wie du Renate, Fragen, die ich mir ganz bewusst immer wieder stellen muss, wenn ich mich wieder so fuehle und anrufen will..... Es hat ja im Grunde 2 Wochen funktioniert aber Sucht ist Sucht und man muss eben jeden Tag arbeiten. Man darf nicht nachlassen.

    Mhh.

    Gute Nacht ihr Lieben

    Hey mathias!!

    Schoen mal wieder von dir zu lesen! :)

    Mh.. ist das wirklich so?

    Ich fuehle mich dieses Mal aber garnicht so wie nach einem Rueckfall..

    Dass es nicht einfach ist.. ja das weiss ich.....

    Aber das alles nun von vorne beginnt?

    Mmh...

    Ich weiss ja auch nicht.

    Ich muss schon zugeben, dass es mir ein wenig innere Ruhe verschaffen hat, dass wir so im "Guten" gesprochen haben, dem hingegen ja vor 2 Wochen alles noch sehr sehr aufgewuehlt und frisch war, war es nun sachlicher und einfach nur irgendwie ok.

    Weisst du?

    Achso, Renate... zu deinem Beitrag..

    wenn du dich so fuehlst, dann wuerde ich es auch einfach nicht machen.

    Ich hatte auch mal im Sommer nach der 1. Trennung zufaellig jm kennengelernt, aber ich habe den Kontakt nicht wirklich aufgenommen, weil ich einfach noch lange nicht bereit war.

    Und mir geht es jetzt auch so, dass da jemand waere, mit dem ich in anderer Situation sicher mal ausgehen wuerde/wollen wuerde.

    Aber ich weiss, dass es einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt ist. Und deshalb denk ich auch garnicht weiter oder tiefer, was mit diesem Mann sein koennte, weil ich einfach weiss, ich bin noch nicht so weit.

    Und wenn der Mann dann, wenn ich vielleicht mal soweit sein sollte, dann noch da ist, dann wird das schoen sein. Und wenn nicht, dann ist das dann auch so.

    Mmmmh.

    Hallo ihr Lieben,

    danke fuer die Beitraege..

    Ich hab schon das Gefuehl, dass, wenn ich irgendeinen Stressplus habe, dass ich dann viel rueckfallgefaehrdeter bin. Aber da das ja bei jeder Sucht so ist, ist das eben keine Entschuldigung.

    Schlecht getan hat mir das Anrufen glaube ich nicht..
    Ob ich mir was vormache, weiss ich nicht..

    Was ich damit stillen wollte. So wirklich kann ich es nicht benennen.
    Ich habe eine Unruhe verspuert. Eine Sehnsucht. Nach seiner Stimme und seinen Worten. Ich habe mich nach dem Anruf sofort irgendwie geschaemt, dass ich es nicht geschafft hatte, mich zurueckzuhalten, zumal er dann nicht mal rangegangen war.

    Er hat dann ca. eine halbe Stunde spaeter zurueckgerufen.
    Wir haben nicht sehr lange gesprochen, vielleicht eine halbe Stunde (?!)... zu telefonieren war sehr angenehm, das muss ich zugeben. Aber ich weiss auch, dass er genauso gut haette getrunken haben koennen. Hatte er aber nicht.

    Wir haben uns nur ein wenig ausgetauscht, wie es dem andern geht, was so passiert ist (nichts grossartiges), sehr allgemeine Dinge, aber dennoch nett.

    Ich habe dann aber schon gemerkt, wie mir das Auflegen schwer fiel und ich auch nach dem Auflegen am liebsten direkt nochmal angerufen haette, das hab ich dann aber gelassen und ich hab mich dann dem Drang gestellt und mir bewusst gemacht, dass es einfach wirklich nun nur ein reiner "Suchtdruck" sein muss, da es wirklich so war wie, kurz am Glas genippt und direkt mehr wollen.

    Aber ich habe dem entgegen gewirkt und mich dann wieder meinem normalen Alltag gewidmet. Das hat gut funktioniert und jetzt ist es wieder voellig ok.

    Dennoch ist es ja wahrscheinlich auch nicht gut, wenn ich alle 2 Wochen mal so einen Druck ablassen muss und mich melden muss, damit es mir wieder besser geht.. Aber vielleicht geht das Beduerfnis auch mit der Zeit einfach weg?

    Ich mein, wenn ich das Gefuehl jetzt mit dem von vor 3 Monaten vergleiche, der Drang, dann die Faehigkeit, das zu reflektieren, etc. Dann weiss ich, dass ich ein gutes Stueck vorangekommen bin.

    Ja..

    Ansonsten hatte ich echt n anstrengendes Wochenende, emotional und auch geistig, und jetzt bin ich froh, wenn ich mal abschalten kann heut. Da ist dann auch wirklich kein Beduerfnis nach Gespraech mit irgendwem da, auch nicht mit XY ;)

    Freitag ist die Trauung von meinem Vater und seiner Partnerin, da fahr ich dann wohl Donnerstag Abend hin. Aber Samstag Morgen gehts brav wieder zurueck (bestimmt mit Fragezeichen seitens Familie - Wieso bleibst du nicht bist Sonntag?? - aaaber, ich gehe Samstag in meine SHG, so! Ausserdem brauch ich Sonntag um dann endlich richtig abschalten zu koennen, bevor es Montag wieder los geht...

    Ja...

    Ich wuensche euch einen schoenen Nachmittag und Abend!

    Viele liebe Gruesse

    Miriel

    Vielleicht nervt es.

    Ich weiss auch nicht, wieso ich es dann in gewissen Momenten einfach nicht zu schaffen scheine, mir selbst treu zu bleiben.

    Mh.

    Ich konzentrier mich jetzt wieder auf meine Sachen, die ich fuer die Woche zu tun habe.

    Danke noch @ Zimttee fuer deinen Beitrag

    Hatte heut auch ein laengeres Gespraech mit meinem Vater und hab meinen Standpunkt klar gemacht, so wie ich das auch vorgestern bei meiner Schwester getan habe.

    Im Grunde habe ich einfach nur erklaert, worum es mir geht und warum ich jetzt einfach gewissen Dinge nicht mehr tue/anders mache.

    Ob das nun akzeptiert wird in Zukunft oder nicht, ist dann eine andere Sache und liegt ja auch nicht in meiner Hand.

    Bei dir scheint das ja auch alles ziemlich forsch zu zugehen. Das tut mir irgendwie leid. Aber ich finde es total stark, dass du deinen Weg gegangen bist und immernoch gehst. Weil ich selbst spuere, wie schwierig es ist, aus dem System auszusteigen..

    Hallo,

    eine sehr gute Frage, dem stimme ich zu.

    Auch ich kann nur rueckblickend etwas dazu sagen.

    Ich habe mich schon sehr geliebt gefuehlt. Habe den Alkoholkonsum aber auch nie mit "Nichtliebe" gleichgestellt.

    Sicher war ich auch enttaeuscht und wuetend, dass er den Alkohol in 100 Situationen vorzog, habe das aber dennoch nie mit seiner Liebe zu mir verglichen.

    Er hat mir sehr oft seine Liebe gezeigt, emotional, mit Worten, mit Taten, wie z.B. dass er mir half, dass er mich emotional unterstuetzte, wenn ich ein Problem hatte, dass er mir zuhoeren konnte, dass er mich ernst nahm, dass er mir kleine Ueberraschungen machte (banale Dinge wie Fruehstueck ans Bett bringen, etc.)
    Wenn es drauf ankam, war er da, also z.B. wenn ich krank war, kuemmerte er sich sehr sorgsam um mich und stellte seine eigenen Dinge hinten an.

    Und was er tat vieles dafuer, um mich zum lachen zu bringen. Fuer mich, auch eine Art, Liebe zu zeigen. Und bekanntlich hat ja jeder eine andere Sprache der Liebe :)


    Alles in Allem kann ich sagen, dass er mir sehr schoen zeigen konnte, dass ich ihm wichtig bin, in Situationen, in Gespraechen, in stillen Momenten, im Alltag.

    Ich habe mich geliebt gefuehlt. Sogar sehr.

    Leider hat er sich dennoch nicht gegen den Alkohol entscheiden koennen und ich bin gegangen.

    Ich wuerde ihm aber deshalb nicht unterstellen, dass er mich nie liebte.

    Ich denke, er hat starke Gefuehle fuer mich (gehabt), aber die Gefuehle zum Alkohol, die Sucht, ist einfach staerker als jegliche Liebe.

    Hallo jesuis,

    auch ich kann dir sagen, du bist mutig. Du hast den ersten Schritt getan, dich zu schuetzen, dich um dich zu kuemmern, fuer dich zu sorgen.

    Ich habe mich zum zweiten Mal getrennt und erst jetzt war bei mir die Trennung auch wirklich eine Trennung (auch eine emotinale)
    Es wird besser.

    Und jedes Mal wenn die Sehnsucht kommt, dann mache ich mir das bewusst, wieso ich mich gerade so fuehle, was ich wirklich fuehle und ob ein Anruf bei meinem XY daran wirklich etwas aendern/besser machen kann. Und die Antwort lautet, vorausgesetzt ich bin ehrlich zu mir selbst, immer NEIN.


    Das wichtigste ist, dass es jetzt UM DICH geht.

    Und zwar nur UM DICH.

    Lass SEINS bei ihm und kuemmere dich um DEINS.

    Hinschauen, was du gemacht hast, den Schmerz aushalten. Ja, das ist schwierig, aber es ist auch heilsam.

    Ich wuensche dir ganz viel Kraft.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Ja das stimmt wohl.

    Wobei die Problematik mit meiner Schwester nicht erst seit der Trennung/Beziehung so ist, sondern auch schon Jahre besteht, es nur jetzt sozusagen alles zusammen kam, weil ich wohl einfach keine Energie mehr habe und eben wirklich nun Dinge veraendern will.

    Sicher hat mein XY damit zu tun, dass ich nun die Notbremse gezogen hab, nicht nur was ihn anging, sondern eben auch was mein eigenes Leben anging.

    Und diese Notbremse spuert eben auch jeder, der mich kennt. Weil ich mich eben dadurch veraendere.

    Wobei ich es garnicht "veraendern" sondern eher "weiterentwickeln" nennen will.

    Nur dann kommt immer wieder dieser Gedanke, ob ich es vielleicht auf Kosten anderer tue (wie z.B. eben meiner Schwester, die ja anscheinend unter meinem Verhalten leidet, oder unter meiner emotionalen Distanz (die sie mit Gleichgueltigkeit gleichsetzt) ).....

    Schwierig und irgendwie kompliziert.

    Hallo Renate,

    danke fuer deine Beitraege.

    Ja, das was du beschreibst in deinem ersten Beitrag kann ich so nur bejahen. Alles in Frage zu stellen ist auch nicht das, was ich tun sollte, und es hilft auch keinem weiter.

    Dass mein familiaeres Umfeld auf mich und mein Veraendern reagiert, merke ich nur zu gut.

    In deinem 2. Beitrag schreibst du ueber das Verhaeltnis meiner Schwester zu meinem XY.

    Das hast du falsch verstanden. Ich hab mich sicherlich auch hier und da chaotisch ausgedrueckt ;)

    Sie hat nicht wirklich ein Problem damit, dass ich mich getrennt habe oder so etwas.
    Im Zuge der Beziehung mit meinem XY und auch im Zuge der Trennung habe ich eben eine persoenliche Entwicklung durchgemacht, die zu Veraenderung von Mustern (die ich schon Jahre lebe) gefuehrt hat und ich bin ja aktuell aktiv dabei, Dinge zu tun, zu reflektieren, zu veraendern.

    Diese Veraenderung stoesst bei meiner Schwester auf Missfallen, weil diese Veraenderung u.A. auch mit sich zieht, dass ich mich MEHR um mich selbst kuemmere, als um andere (wie z.B. meine Schwester)

    Nicht die Trennung empfindet sie als schlecht, viel mehr das, was viel tiefer geht, naemlich meine Trennung von meinen alten mich behindernten Mustern, das kann sie irgendwie nicht nachvollziehen, obwohl sie in den gleichen Mustern steckt und es ihr nicht gut geht damit...

    Hallo ihr Lieben,

    skybird

    Ja, damit kannst du Recht haben. Wobei ich es dennoch so sehe, dass mir Dinge vielleicht anders wuenschen wuerde (wie z.B. das mit der SMS) es aber dennoch dann akzeptiere, wenn es nicht genauso passiert und mich nicht demzufolge anders verhalte oder negativ gestimmt bin der Person gegenueber.

    Aber ja, es stimmt schon, dass ich mich unter Anderem auch z.B. von meiner Schwester distanziert habe, weil ich auch wuetend bin, dass sie mich nicht versteht. Was ja wiederum enttaeuschte Erwartung bedeutet.
    Andererseits habe ich aber eigentlich immer die Beziehung zwischen ihr und mir versucht, so "frei" wie moeglich zu gestalten, d.h. auch wenn sie mir absagte oder Sonstiges, oder sich auch mal Wochen nicht meldet, dann habe ich das nicht kommentiert sondern genauso akzeptiert. Und umgekehrt war das eben meiner Meinung nach nie so.

    Danke fuer deine ehrlichen Worte. Es ist gut, wenn ich nicht aus den Augen verliere, welche Erwartungen meinerseits eigentlich auch da waren und noch immer sind.

    Aurora

    Ja, meine Familie (vor allem der Dunstkreis um meinen Vater herum) war einfach immer sehr stark aufeinander bezogen/fixiert, wie auch immer. Zusammenhalt war in der einen oder anderen Situation sehr wichtig und wenn notwendig, dann war er auch da. Dass es da zu Abhaengigkeiten kam/kommt, ist ja klar. Aber inwiefern ist es eben dann noch normaler Familienzusammenhalt oder eben schon Abhaengigkeit.

    Diese Frage kann ich mir selbst nicht beantworten.

    Denn gegenueber mir kommt ja der Vorwurf, die Familie sei mir nicht wichtig genug. Weil ich halt eben als "Eigenbroedlerin" aus der Rolle falle.

    Vor allem aber auch, weil ICH nicht mehr benutze und brauche, was ich sicher auch frueher gemacht habe innerhalb der Familie.

    Dass ich nicht mehr "brauche" verletzt meinen Vater/Oma und meine Schwester.

    JA. Es ist nicht falsch, etwas zu tun, was mir gut tut.
    Und ja, es ist mein Recht, mir mein Leben so angenehm wie moeglich zu gestalten. Und dann kommt aber eben meine Schwester mit Saetzen wie: "Aber Papa hat so viel fuer uns getan..."

    Wie soll ich da noch klar im Kopf bleiben??

    Melanie

    genau das habe ich zu meiner Schwester gesagt. Dass es mir leid tut, wenn sie mein Verhalten verletzt/enttaeuscht, dass ich darauf aber keine Ruecksicht nehmen kann, weil ich ja genau wieder zurueck in meine Rolle, die ich nicht mehr haben will, fallen wuerde.

    Ich glaube, ich bin dazu in der Lage, merke aber, dass es schon sehr schwierig ist, weiterhin an die eigene Ueberzeugung zu glauben, ohne Zweifel, wenn solche harten Worte von familiaerer Seite fallen.

    Und mit dem sich Bewegen sprichst du echt was an.
    Familie ist ein System. Sozusagen wie eine Familie. Und ich bin ein Glied. Ein Glied veraendert sich, was bedeutet, dass das ganze System ins Wackeln geraet und alle anderen Glieder versuchen das Glied wieder ins System zu bringen.

    Nur wie kann Familie weiter funktionieren, wenn sich ein Glied loest?

    @Linde

    vielen Dank!! :)

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    Heute war ein recht produktiver Tag und das macht mich zufrieden.
    War in der SHG und auch das hat mir gut getan, wobei heute einige unbekannte Gesichter da warn, was dem ganzen ein wenig die Vertrautheit genommen hat, aber auch das war eigentlich nicht schlimm.

    Trotzdem fuehl ich mich insgesamt eher bedrueckt und erschlagen und merke, dass ich mit diesem Gefuehl immer sehr anfaellig bin, was meinen XY angeht.
    Der Drang ihn anzurufen ist da.
    Ich merke auch, wie ich eigentlich seit der Trennung vor 3 Wochen diesen Drang und ueberhaupt die Trauer, aber vor allem die Wut, anfange mit Essen zu killen.
    Ich weiss, dass mir das garnicht gut tut und ich weiss auch, dass es voellig falsch ist, das zu tun, weil das auch so eine Dynamik entwickelt, die einfach nicht gut sein kann.

    Auch eben als ich einfach wieder so eine Unruhe verspuerte und mir nur dachte "Du darfst ihn nicht anrufen, du begibst dich wieder aufs Karussell, wenn du es tust. Es gibt nichts zu sagen, es gibt nichts zu klaeren. Er kann dir nichts sagen, um dich gluecklicher zu machen...."
    habe ich mir Suessigkeiten geschnappt und gegessen...

    Mir faellt es grade aber auch total schwer, das zu lassen, obwohl ich vor der Trennung was das anging wirklich relativ stabil war. Also keine staendigen Aufs und Abs, was mein Essverhalten angeht.

    Ich habe das Gefuehl, ich kann das nicht richtig bewaeltigen und ich habe Angst, dass ich es einfach nicht schaffe.

    Ich wuensche euch eine Gute Nacht.

    Mit lieben Gruessen

    Miriel

    Danke Skybird,

    ja. ich habe mich auch zurueckgezogen, eigentlich keine Erwartungshaltung mehr. Aber natuerlich ist da eine versteckte Erwartung, ich erwarte, dass es akzeptiert wird, wie ich mich verhalte, wie ich mich veraendere, dass ich eben nicht mehr springe, etc.

    Ich erwarte, dass das verstanden wird. Wird es aber nicht.

    Frueher habe ich auch erwartet.
    Z.B. erwartet, dass meine Mutter IMMER da ist, erwartet, dass mein Vater fuer alles Verstaendnis hat, was ich tue, erwartet, dass meine Grosseltern IMMEr stark sind, erwartet, dass meine Schwester....

    Naja. So richtig viel habe ich aber dennoch nicht erwartet weil ich eigentlich stets damit beschaeftigt war, den Erwartungen meines Umfels gerecht zu werden.

    ODer habe ich vielleicht einen voellig verqueren Blick?

    Liebe Aurora,

    danke fuer deine klaren Worte und dein Teilen deiner Geschichte diesbezueglich.

    Du sagst es und ja, ungefaehr genauso passiert das wohl gerade...

    Mein Vater z.B. hat schon viel mehr begonnen, mich doch irgendwie so anzunehmen, wie ich bin, war ich aber nie, wie du es bei meiner Schwester treffend sagst, seine Verbuendete, wenn er es auch vl gerne gehabt haette im Bezug auf meine Mutter.

    Ja. Ich muss sagen, dass meine Schwester sogar schon solche Dinge ausgesprochen hat gestern, sowas wie "Naja, dann passt es wohl einfach nicht mehr, wenn die Meinungen so auseinander gehen" etc.

    Das trifft mich schon, aber dann soll es wohl so sein.

    Und immer wieder kommt mein Gedanke, ob ich mir denn ueberhaupt das Recht rausnehmen darf, dass sich mein Umfeld mir "anpassen" muss, weil ich mich veraendere. Aber im Grunde ist der Knackpunkt ja die Akzeptanz.

    Es muss ja keiner meine MEinung teilen, aber akzeptieren muss man es und wenn man das nicht kann, wird es eben zum Problem.

    Was mich daran eben nur belastet ist erstens, dass ich natuerlich niemanden wirklich verletzen will, zweitens, dass es mich traurig macht, dass es egal zu sein scheint, dass es mir eben vorher garnicht gut ging und drittens, dass mich meine Gedanken immer wieder einholen mit der Frage, ob es wirklich richtig ist, was ich tue.