Hallo ihr Lieben,
skybird
Ja, damit kannst du Recht haben. Wobei ich es dennoch so sehe, dass mir Dinge vielleicht anders wuenschen wuerde (wie z.B. das mit der SMS) es aber dennoch dann akzeptiere, wenn es nicht genauso passiert und mich nicht demzufolge anders verhalte oder negativ gestimmt bin der Person gegenueber.
Aber ja, es stimmt schon, dass ich mich unter Anderem auch z.B. von meiner Schwester distanziert habe, weil ich auch wuetend bin, dass sie mich nicht versteht. Was ja wiederum enttaeuschte Erwartung bedeutet.
Andererseits habe ich aber eigentlich immer die Beziehung zwischen ihr und mir versucht, so "frei" wie moeglich zu gestalten, d.h. auch wenn sie mir absagte oder Sonstiges, oder sich auch mal Wochen nicht meldet, dann habe ich das nicht kommentiert sondern genauso akzeptiert. Und umgekehrt war das eben meiner Meinung nach nie so.
Danke fuer deine ehrlichen Worte. Es ist gut, wenn ich nicht aus den Augen verliere, welche Erwartungen meinerseits eigentlich auch da waren und noch immer sind.
Aurora
Ja, meine Familie (vor allem der Dunstkreis um meinen Vater herum) war einfach immer sehr stark aufeinander bezogen/fixiert, wie auch immer. Zusammenhalt war in der einen oder anderen Situation sehr wichtig und wenn notwendig, dann war er auch da. Dass es da zu Abhaengigkeiten kam/kommt, ist ja klar. Aber inwiefern ist es eben dann noch normaler Familienzusammenhalt oder eben schon Abhaengigkeit.
Diese Frage kann ich mir selbst nicht beantworten.
Denn gegenueber mir kommt ja der Vorwurf, die Familie sei mir nicht wichtig genug. Weil ich halt eben als "Eigenbroedlerin" aus der Rolle falle.
Vor allem aber auch, weil ICH nicht mehr benutze und brauche, was ich sicher auch frueher gemacht habe innerhalb der Familie.
Dass ich nicht mehr "brauche" verletzt meinen Vater/Oma und meine Schwester.
JA. Es ist nicht falsch, etwas zu tun, was mir gut tut.
Und ja, es ist mein Recht, mir mein Leben so angenehm wie moeglich zu gestalten. Und dann kommt aber eben meine Schwester mit Saetzen wie: "Aber Papa hat so viel fuer uns getan..."
Wie soll ich da noch klar im Kopf bleiben??
Melanie
genau das habe ich zu meiner Schwester gesagt. Dass es mir leid tut, wenn sie mein Verhalten verletzt/enttaeuscht, dass ich darauf aber keine Ruecksicht nehmen kann, weil ich ja genau wieder zurueck in meine Rolle, die ich nicht mehr haben will, fallen wuerde.
Ich glaube, ich bin dazu in der Lage, merke aber, dass es schon sehr schwierig ist, weiterhin an die eigene Ueberzeugung zu glauben, ohne Zweifel, wenn solche harten Worte von familiaerer Seite fallen.
Und mit dem sich Bewegen sprichst du echt was an.
Familie ist ein System. Sozusagen wie eine Familie. Und ich bin ein Glied. Ein Glied veraendert sich, was bedeutet, dass das ganze System ins Wackeln geraet und alle anderen Glieder versuchen das Glied wieder ins System zu bringen.
Nur wie kann Familie weiter funktionieren, wenn sich ein Glied loest?
@Linde
vielen Dank!! 
__________________________________________________________
Heute war ein recht produktiver Tag und das macht mich zufrieden.
War in der SHG und auch das hat mir gut getan, wobei heute einige unbekannte Gesichter da warn, was dem ganzen ein wenig die Vertrautheit genommen hat, aber auch das war eigentlich nicht schlimm.
Trotzdem fuehl ich mich insgesamt eher bedrueckt und erschlagen und merke, dass ich mit diesem Gefuehl immer sehr anfaellig bin, was meinen XY angeht.
Der Drang ihn anzurufen ist da.
Ich merke auch, wie ich eigentlich seit der Trennung vor 3 Wochen diesen Drang und ueberhaupt die Trauer, aber vor allem die Wut, anfange mit Essen zu killen.
Ich weiss, dass mir das garnicht gut tut und ich weiss auch, dass es voellig falsch ist, das zu tun, weil das auch so eine Dynamik entwickelt, die einfach nicht gut sein kann.
Auch eben als ich einfach wieder so eine Unruhe verspuerte und mir nur dachte "Du darfst ihn nicht anrufen, du begibst dich wieder aufs Karussell, wenn du es tust. Es gibt nichts zu sagen, es gibt nichts zu klaeren. Er kann dir nichts sagen, um dich gluecklicher zu machen...."
habe ich mir Suessigkeiten geschnappt und gegessen...
Mir faellt es grade aber auch total schwer, das zu lassen, obwohl ich vor der Trennung was das anging wirklich relativ stabil war. Also keine staendigen Aufs und Abs, was mein Essverhalten angeht.
Ich habe das Gefuehl, ich kann das nicht richtig bewaeltigen und ich habe Angst, dass ich es einfach nicht schaffe.
Ich wuensche euch eine Gute Nacht.
Mit lieben Gruessen
Miriel