Hallo ihr Lieben....
erstmal danke fuer eure Beitraege 
Da ich erst jetzt wieder zu Hause bin und richtiges Internet habe, kann ich endlich wieder schreiben und lesen wann ich will...
ou mann.. es ist doch so einiges passiert in der letzten Woche.. aber ich wuerde mal sagen, dass ich sicher meinen nicht kleinen Anteil dazu beigetragen habe...
Nachdem wir letzte Woche dann nach 2 Wochen Kontakt den Kontakt wieder aufgenommen hatten, ging es irgendwie ploetzlich ganz schnell und wir hatten eine Woche lang wieder fast taeglich Kontakt, was wir glaube ich beide gewollt und als sehr schoen empfanden....
Ende der Woche hat es ihn dann aus der Bahn geworfen, so von wegen, er wuesste ja nicht ,wo er dran sei, ich wuerde den Kontakt ja doch auch wollen usw.... Ich dachte sofort, ja scheisse, ich hab mich viel zu viel drauf eingelassen, da war es ja aber schon passiert..
Dann hin und her usw usw... Sein Freund wieder mit im Spiel, grosses Drama am Telefon, Schuldgefuehle, Zweifel,.....
Dann kam von ihm die Offenbarung, dass er schon vor 1 1/2 Monate Tickets und Hotel in meiner Stadt gebucht hat (mit dem Freund) um zu kommen. Er dachte ja, wir wuerden vl garkeinen Kontakt mehr haben und wollte dann einfach kommen, ob wir uns dann gesehen haetten, das haette er dann eben "probiert" und wenn ich es nicht gewollt haette, haette er die Tage eben mit seinem Freund verbracht, so waere die Planung gewesen.. Ich natuerlich gedacht, warum habe ich mich nur wieder auf den intensiven Kontakt eingelassen, er haette mich ueberrascht, ich hab jetzt alles kaputt gemacht damit usw... voll unnoetig einfach....
Sein Freund hatte ihm dann auch jetzt am Wochenende gesagt, dass er auf den Scheiss keine Lust mehr hat, weil mein XY sich halt eben nicht unter Kontrolle hatte usw... Er wuerde zwar nichts mehr trinken, aber er hat sich halt eben nicht unter Kontrolle.
Letztendlich hab ich dann nach all dem Hin und Her entschieden zu ihm zu fahren. Keine Ahnung. Ich habe geglaubt, dass ich uns das schulde, weil wir uns ja nie mehr gesehen hatten nach der Trennung. Ich habe geglaubt, dass auch ich das will und es hat sich richtig angefuehlt. Tickets gebucht usw. Er wollte auch dass ich komme und wusste auch, dass ich es vorhabe.
Heute dann hab ich ihm gesagt, dass ich naechste Woche komme.
Er war sehr gluecklich darueber.
Letztendlich ist es aber so verlaufen, dass er heute Abend voellig depressiv war und meinte, dass ja alles scheisse ist, er garnichts geschafft hat, er sowieso alles nur fuer mich und seinen Freund geaendert haette und kaputt waer im Hirn (Selbstmitleid ohne Ende).
Er koenne mich so ja auch auf keinen Fall in Empfang nehmen naechste Woche und so wie es ihm grad ginge, waer er ja garnicht bereit dazu.
Er meinte, dass er Hilfe braeuchte und am Ende sagte er, dass ich ihn bitte nicht mehr anrufen solle.
Ok. Hier erstmal ein Punkt.
Alles in allem sehr grob erzaehlt jetzt die Geschichte.
Mein Fazit dazu.
Ich bin rueckfaellig geworden und hab den Kontakt zum Suchtmittel gesucht. Was dann zu vermehrtem und unkontrolliertem Kontakt fuehrte.
Letztendlich glaube ich, dass er durch den Streit am Wochenende und auch die Auseinandersetzung mit seinem Freund gemerkt, dass er seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat (sich somit an einem seiner Grundprobleme, weswegen er ja auch immer zur Flasche greift/griff (?) also nichts geaendert hat)
Im Grunde hat er als ich Schluss machte die ganze Verantwortung einfach nur von mir auf seinen Freund verlagert.
Und er merkt jetzt, dass die negativen Gefuehle eigentlich immernoch die Gleichen sind.
Ich fuer meinen Teil weiss, dass ich mir diese letzte Woche haette sparen muessen. Es war falsch, den Kontakt aufzunehmen und dann auch noch zu vertiefen, in dem Glauben, es waere irgendwie anders geworden.
Jetzt sitze ich hier, habe mein Handy ausgemacht, versuche mich abzulenken.
Es geht mir nicht total schlecht, da ich diese Situationen ja schon sehr oft hatte.
Ich bin nur geschockt, wie schnell das jetzt alles ging.
Ich schaeme mich dafuer, dass ich wieder so verblendet war, ich mein, ich finde jetzt nicht, dass er mich geblendet hat und ich auf ihn reinfiel. Ich empfinde es eher als Selbstblendung, die da stattgefunden hat.
Ich schaeme mich dafuer, dass ich das nicht zu verhindern wusste.
Aber auch grade deswegen schreibe ich es hier herein.
Es hat mich auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt.
Auch bei mir ist der Weg noch lange nicht geschafft. Es liegt noch viel Arbeit vor mir glaube ich, bis ich es wirklich schaffe, mich zu befreien, nicht nur von XY, vor allem von meinen Mustern und von meiner dadurch immer wieder ausgeloesten Sucht.
Das musste ich bitter erkennen.
Mit vielen Gruessen
eine etwas traurige und leere Miriel