Beiträge von TimeIsAHealer

    Hallo Hiob,

    es ist wirklich lieb, was du schreibst.

    Und ja, es ist vielleicht schon so, dass der Mann sich vor koerperlicher Gewalt besser schuetzen kann, als die Frau, in gewissen Situationen, eben auch wg der meist koerperlichen Ueberlegenheit.

    Dennoch seid auch ihr als Maenner vor koerperlicher Gewalt nicht vollkommen sicher und ich stimme Renate zu.

    Die seelische Gewalt, der Schmerz, bleibt. Auch fuer euch Maenner.

    Aber dennoch finde ich es schoen, dass du einen Blick in unsere Perspektive wagst und deine Anmerkung dazu gemacht hast.

    Danke dafuer.

    Und dennoch brauchst du dich fuer nichts zu schaemen.

    Ich denke, es ist trotz der Mehrheit der Frauen hier dennoch eine Individuen-Sache.

    Deine Verbundenheit, die du mit vielen hier empfindest, kann ich gut nachvollziehen.

    Mir geht es auch oft so, dass ich darueber nachdenke, wie schoen es waere, einige von euch kennenzulernen, bzw. auch ueberhaupt was einen Mann angeht, jemanden kennenzulernen, der so reflektiert ist, wie ihr es alle seid.

    Das ist leider viel zu selten.

    Ich wuensche dir weiterhin viel Kraft fuer deinen Weg.

    Mit vielen Gruessen

    :)

    Miriel

    Guten Morgen ihr Lieben.

    Mhh....

    Unruhige Nacht, aber ein guter Start in den Tag liegen bereits hinter mir.

    Ich denke mir jetzt einfach, ich sollte nicht zu viel denken, weil das waere ja gerade wieder falsch, wenn ich jetzt wieder nur um alles kreise und kreise.

    Ich versuche einfach, bei Mir zu bleiben.
    Auch wenn ich dort bin.

    Bei MIR bleiben. Egal, was dann auch sein wird.

    Der Gedanke, daran macht mich stark und meine Angst schwindet eigentlich.

    Denn was kann mir schon passieren, wenn ich wirklich bei MIR bleibe?

    Ich weiss, wie gefaehrlich es ist, dass ich diesen Schritt gehe. Aber ich glaube zu wissen, dass ich stark genug bin, nicht wieder zu IHM zu geraten, sondern wirklich ganz in MIR zu bleiben.

    Mmmh..

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Danke.

    Ja, du sagst es.

    Ich habe gerade das Gefuehl, dass ich mir selbst nicht mehr trauen kann, bzw. ich nicht mehr weiss, wo ich mir trauen kann/sollte und wo nicht....

    Vielleicht ist das aber auch schon die AusWirkung des "Rueckfalls" den ich gerade habe. Naemlich das, dass ich mich wieder absolut nicht sicher und wohl fuehle, sondern zweifle und das vor allem an meiner Wahrnehmung.

    ...

    Ich schlafe jetzt und hoffe, dass ich morgen die Welt wieder ein wenig klarer sehe.

    Vielen Dank fuer deine Worte.

    Gute Nacht.

    Hallo ihr Lieben!

    Danke Melanie, Marion und Renate fuer eure Beitraege...

    Danke Marion und Renate fuer eure Zusprueche und ich weiss auch, dass ich es wohl jetzt selbst erfahren muss, um zu wissen, was es mit mir macht.

    Melanie

    Dein Vergleich mit der Schnapsflasche laesst mich wirklich nachdenklich werden. Ja... Im Grunde ist es wohl so. Schnapsflasche kaufen und vor sich stellen und dann schauen, was passiert.
    Das ist im Grunde das Duemmste, was man machen kann, wenn ich es so betrachte.
    Schauen, ob man wirklich rueckfaellig wird und trinkt oder den Scheiss lassen kann.

    Es ist echt bescheuert. Und wenn ich es so sehe, dann komm ich mir noch duemmer vor wie sowieso schon, dass ich das vorhabe..

    Dass du sagst, dass du nicht mehr an irgendwelchen Versprechungen festhaelst.. Ja, das stimmt, es nagt an mir, dass ich es ausgesprochen habe, dass ich ihm gesagt habe, dass ich komme, das bedeutet fuer mich, dass ich es auch mache.

    Obwohl er ja so oft unzuverlaessig war mit all dem Scheiss, den er fabriziert hat.

    AAAAAAAAAAAAAAAAAAH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Danke Renate fuer deinen Zuspruch wg des Nicht-Verurteilens... Es fuehlt sich gut an zu wissen, dass man verstanden wird.... Im Uebrigen lese ich immer wieder in deinem Thread und habe wirklich verdammt viel Respekt vor deinem Handeln, wie du alles letztendlich nach so langer Beziehung gemeistert hast und jeden Tag meisterst! ...

    Marion

    Deine Worte machen mir Mut aber zeigen mir dennoch auch, dass man sich einfach immer erst voneinander entfernen muss, um sich eventuell irgendwann wieder am gleichen Punkt treffen zu koennen....

    Und dieses voneinander distanzieren, also wirklich jeder alleine, das haben wir im Grunde noch alles andere als erreicht.

    ......

    Mh.

    Mit vielen lieben Gruessen von einer Miriel mit einem ganz grossen Fragezeichen im Kopf

    Liebe Herze,

    auch diese Zweifel kenne ich.

    "Ist er vielleicht garkein Alkoholiker?"

    "Er kann ja auch ohne"

    Blablabla..

    Diese Zweifel sind glaube ich ganz typisch und die Grenzen verschwimmen ja auch, dennoch hat Lindi Recht.

    Ob er nun Alkoholiker ist, ein Mensch mit einem Konsum-Problem oder was auch immer, ist im Grunde egal. Fakt ist, dass es DIR geschadet hat und zwar enorm.

    Und das reicht voellig aus, um zu sagen, dass du es nicht mehr willst und dass deine Entscheidung das Beste war fuer dich.

    Ich habe ganz oft an meiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt und mir eingebildet, dass es ja doch garnciht so schlimm war/ist bei ihm. Aber letztendlich weiss ich doch, wenn ich es mir bewusst mache, durch welche Hoelle ich nicht nur einmal gegangen bin, wenn er alkoholisiert war oder eben auch nur, wenn ich die Aengste durchleiden musste, was wohl heute passiert, wie es ihm heute geht, ob er wieder trinken wird, wie ich ihn abhalten kann, etc etc, das ganze Pi Pa Po. Und letztendlich wissen wir genau, dass wir es hier mit einem Abhaengigkeitsproblem zu tun haben.
    Und das beiderseits!

    Und das ist Grund genug, um bei der Entscheidung zu bleiben und dem Zweifel nicht nachzugeben.

    Sei stark in dir. Du hattest enorm viele und ausreichend Gruende fuer die Entscheidung. Du hast nicht nur wegen einer Lapalie all die Gefuehle durchlebt, die du durchlebt hast und du hast auch nicht nur wg ein paar Bierchen zu viel keine Kraft mehr gehabt.

    Und das weisst du. Das weiss dein Kopf, das weiss dein Herz und das weiss auch dein Koerper.

    Es war mehr als du aushalten konntest und deshalb ging es dir auch so schlecht und deshalb war auch die Trennung der einzige Weg um DICH zu retten.

    Bleib bei DIR.

    Ich druecke dich.

    Miriel

    Wo habe ich die Moeglichkeit ehrlich zu sein, wenn nicht hier?

    Also bin ich es auch.

    Ich habe am Montag ja den Entschluss gefasst zu ihm zu fahren und ich habe es auch immernoch vor.

    Ich nehme mir alles zu Herzen, was ihr mir sagt und ich weiss, dass es wahrscheinlich so ist, dass ich gerade rueckfaellig bin.

    Ich hab den Entschluss zu ihm zu fahren aber getroffen und ihn auch laut ausgesprochen, was fuer mich bedeutet, dass ich es auch machen will.

    Ich weiss nicht wieso, aber es fuehlt sich fuer mich gerade richtig an, auch wenn ich natuerlich hundert Zweifel habe.

    Wie gesagt, ich bin im Chaos.

    Aber ich glaube irgendwie nicht, dass ich mich nochmal umentscheiden kann. :(

    Er wohnt wirklich weit weg, was bedeutet Melinak , dass es nicht dazu fuehren kann, dass wir uns wirklich wieder mehr sehen werden danach, was das angeht fuehle ich mich also irgendwie auf der sicheren Seite.

    Ich weiss nicht genau, warum ich es tue.

    Ich glaube, ich will wissen, was ich empfinde wenn ich ihn sehe. Und ich glaube ich hoffe, dass sich etwas geaendert hat. In ihm, in mir, in uns.

    Vielleicht denkt ihr jetzt "Oh, dann ist ihr eben nicht mehr zu helfen"
    Es tut mir leid, wenn ich jetzt rueberkomme, wie ein hoffnungsloser Fall.
    Nach all der Schnelligkeit im Lernen, im Erkennen, im Handeln, die ich an den Tag gelegt hatte bis zur Trennung und auch nach der Trennung, jetzt das....

    Vielleicht ist es ein Fehler. Vielleicht aber auch heilsam?

    Hallo ihr Lieben.

    Im Grunde weiss ich das, was ihr sagt, schon viel zu lange. Umso mehr bringt es mich ins Schwanken, dass ich ins Schwanken geraten bin......

    Ich habe eigentlich das Gefuehl, dass ich relativ bin und mir vielem bewusst bin, komme jetzt aber dennoch nicht von dem Gefuehl ab, dass es richtig waere, ihn wieder zu sehen.

    Die Alarmglocke silberkralle brauch ich sicher, danke dafuer :) Sie ist im Grunde schon am laeuten, aber grade deshalb denke ich mir, eigentlich weiss ich ja genau, was ich nicht will und was ich will.

    Melinak

    Ja, dass er weinte, das war schon sehr schwierig, aber selbst in der Situation habe ich ihm klar gesagt, dass er weiss, wo er hingehen kann, wenn es ihm schlecht geht, anstatt mich anzurufen.

    Irini

    Ja, Weinen, Versprechen, Bereuen.
    Du sagst es.

    Er hat keine Therapie begonnen oder ins Auge gefasst, jedenfalls nicht dass ich wuesste.

    Leider.

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    Trotz allem habe ich das Gefuehl, dass ich ihn wieder sehen will. Dass ich mit ihm reden will, weil ich merke, wie sehr viel besser wir kommunizieren koennen auf Grund der Distanz, die entstanden ist.

    Ist das ein reines Co-Gefuehl meinerseits???

    Hallo liebeskind,

    ich habe mir heute mal deinen Thread durchgelesen..

    Dieses ganze Auf und Ab, staendiges Wechselbad der Gefuehle, Gedanken, Hoffnung, dann wieder Enttaeuschung, Wut, Schock und Trauer.

    Auch deine wenigen Beschreibungen von deinem XY, seine Art sich inzwischen zu verstecken, wenn er trinkt, seine Trinkpausen, eure immer wiederkehrenden schoenen Tage, und die dann folgenden "schlechten"... Es kennen sich einige von uns.

    So wie es bei dir ablaeuft, erinnert es mich an meine eigene Geschichte.

    Auch ich, eigene Wohnung, unabhaengig, und dennoch musste ich erkennen, wie sehr mich die Beziehung trotz aller Plaene B, die auch ich irgendwann immer hatte, belastete und einnahm.
    Denn wirklich Konsequenzen zu ziehen oder gar sich zu trennen wird dadurch nicht einfacher...

    Deine Beschreibung von heute Morgen, auch diese erinnert mich sehr an mich selbst.
    Egoistisch? Nein.

    Du schnupperst an deinen "freien" Tagen immer wieder in das "Allein/Frei sein" hinein und es ist natuerlich, dass du diese Stille dann vermisst. Abgesehen davon, ist es doch so... Du lebst in einer staendigen Anspannung. Da ist nichts mit Sich Fallen Lassen oder Entspannen koennen, wenn dein XY da ist, denn wie du ja so schoen sagst, der naechste Rueckfall wartet schon um die naechste Ecke. Und natuerlich sehnst du das herbei, denn die Angst davor ist dein staendiger Begleiter.
    Ist also deine einzige Moeglichkeit ein wenig Entspannung zu erhaschen dann gegeben, wenn er nicht da ist und du dir auch grade keine Sorgen machst ( so wie bei frueheren SMS und Anruf Attacken, etc. ) - auch das lief zeitweise so bei mir ab.

    Dass du dann solche Gefuehle an einem Morgen erlebst ist voellig normal meiner Meinung nach. Auch ich hatte diese, auch wenn er grade in einer Trinkpause war.

    Schlicht und ergreifend lebst du in einem Zustand andauernder Anspannung, was dir aufjedenfall auf Dauer schadet.

    Ich habe mich vor 1 1/2 Monaten getrennt.

    Mein staendiger Begleiter "Angst" kam immer seltener zu Besuch und inzwischen habe ich einiges gelernt um damit umzugehen, wenn er es doch mal schafft, vorbei zu kommen.

    Mein Ziel "Freiheit" kommt von Tag zu Tag ein Stueck naeher und ich musste mit Erschrecken feststellen, wie sehr ich mich doch in der ganzen Zeit vergessen hatte.

    Und heute kann ich aufwachen, zwar alleine, aber ohne jemanden, der ab 6 hustet und sich dann sofort 5 Kaffee und 3 Zigaretten reinziehen muss. (auch das war bei mir so ;) )


    Ich kann heute sagen, dass ich meine Entscheidung, mich zu trennen, nicht bereue und auch wenn es immernoch etliche Fallen gibt, die sich mir auf meinem Weg stellen, weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war.
    Es ist viel Arbeit, etwas fuer sich selbst zu tun, ohne sich um jemand anderen zu kuemmern, denn das ist ja ein grosser Teil der ganzen Co-Krankheit.

    Ich habe mich getrennt um MICH zu retten, denn diese staendige Angst und Ungewissheit ueber den naechsten Tag, nein vielleicht sogar die naechste Stunde, die hat mich krank gemacht und die moechte ich nicht fuer mein ganzes Leben mit mir tragen muessen.

    Ich hoffe fuer dich, dass auch du erkennst, was du FUER DICH und was du fuer ihn tust. Und dass du demnach handelst, was FUER DICH gut ist.

    Hallo ihr Lieben,

    gestern Abend hat sich das ganze dann nochmal gewendet und nachdem ich irgendwann nach einer Weile mein Handy wieder einschaltete, rief er mich wieder an, unter Traenen und meinte, dass er sich nicht unter Kontrolle haette und einfach das Gefuehl haette, den Verstand zu verlieren.

    Er weinte und weinte und weinte. Ich hab fast garnichts gesagt und einfach nur zugehoert. Ich habe aber richtig gemerkt, wie er aus diesem Loch, in dem er noch 1 Stunde vorher gewesen war, wieder am herauskommen war, das war schon alles sehr krass. Eben, wie ein Film, der abgelaufen war.

    Ich weiss nicht, wie was, warum das ist, ich kann mich nur erinnern, dass genau das immer nur der Fall war in Zeiten, in denen er nicht trank. Vielleicht Entzugserscheinungen, vielleicht depressive Schwankungen, ich weiss es nicht.

    Ich hab ihm nur gesagt, dass es schoen ist, dass es ihm jetzt besser geht.

    Ich bin froh, dass das gestern passiert ist, weil ich glaube, ich war wieder dabei, voellig mich selbst zu vergessen..

    Ich habe ihm klar gesagt, dass auch ein normaler Kontakt schwierig sein koennte, wenn solche "ausfaelle" seinerseits passieren.

    Ich fuer meinen Teil habe zwar auf sein krasses Stimmungstief reagiert und auch am Anfang mit ihm geredet, dann aber das Gespraech abgebrochen und mich dem Ganzen entzogen.
    Habe was anderes gemacht, das was ich auch sonst gemacht haette, gegessen, usw. und mich nicht davon runterziehen lassen, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass ich haette nichts mehr machen koennen.
    Es machte mich schon traurig, in dem Moment als ich ihn am Telefon hatte, aber ich konnte mich dennoch ganz gut danach wieder auf mich besinnen.

    Ich glaube, das ist eine Sache, die ich wirklich gelernt habe. Und nicht zuletzt durch dieses Forum hier.

    Dennoch muss ich gerade verstaerkt und staerker als vor ein paar Wochen darauf achten, dass ich bei mir bleibe.

    Dass ich einen Trip zu ihm geplant habe ist vermutlich ein voelliger Co-Griff.

    Ich bin ein wenig im Chaos grade, weil ich garnicht mehr weiss, was ich richtig oder falsch ist und eigentlich selbst erstaunt bin darueber, wie sich alles wieder veraendert hat in der letzten Woche.

    Ist das einfach nur ein totaler Rueckfall oder bin ich dennoch auf dem richtigen Weg?

    Vermutlich schreib ich auch chaotisch, aber ich seh grad vor lauter Chaos meinen Weg nicht mehr wirklich.

    Was meint ihr??

    Liebe Herze,

    nach langer Zeit hatte ich heute endlich mal Zeit mir durchzulesen, was bei dir so alles passiert ist in den letzten Wochen.

    Und das ist ganz schoen viel.

    Zu hoeren, dass das mit dem Auszug wirklich passiert ist und du das alles hinter dich gebracht hast. Respekt!

    Du hast einen grossen Schritt hinter dir. Darauf kannst du so stolz sein!

    Dass du erkennst, wie sehr du dich vernachlaessigt hast, finde ich gut. Es ist unglaublich, wie sehr wie uns selbst einfach vergessen koennen. Erschreckend. Aber gut, dass wir es realisieren.
    Jetzt heisst es, arbeiten und was fuer uns selbst tun :)

    Und darauf darfst du dich freuen. Denn wie du schon bemerkt hast, tut es unglaublich gut, Dinge einfach nur fuer einen selbst zu tun und auch zu geniessen ohne irgendwelche Gedanken oder Aengste wg jemand anderem zu haben.

    Deine zwischenzeitlichen Zweifel oder vermeintliches Schwachwerden kann ich nur zu gut nachvollziehen und ich finde es total gut, dass du auch diese kleinen Dinge hier teilst, denn wie du auch sagst, hier kann man wirklich sagen, was Sache ist, auch wenn man sich vielleicht fuer das ein oder andere irgendwie schaemt oder sich bloed vorkommt, es ist trotzdem Teil unserer Gedanken und Gefuehlswelt.

    Fuer mich ist es sehr hilfreich grade diese "Schwachen Momente" bei anderen zu lesen. Den Stark sein spiele ich wie sicher viele auch bei z.B. meiner Familie, Freunde, etc. die ja auch davon ausgehen, dass es halt dann eben jetzt ja mal vorbei sein muss.

    Hier hat man nicht das Gefuehl, dass es eine Schande ist, wenn man dennoch immernoch an den Zweifeln nagt. Deswegen hoffe ich, dass du auch weiterhin alles teilst :)

    Ich glaube, der Weg, bis man ganz frei ist, der ist wirklich nicht so einfach zu gehen, aber dennoch denke ich, er ist mit Geduld zu schaffen..

    Denn gerade das ist vielleicht etwas, was so ein klein wenig an uns knabbert. Wir merken, dass wir vieles geschafft haben aber dennoch wird uns dann in verschiedenen Momenten bewusst, dass wir eben nicht vollkommen "heil" sind. Mich macht das dann immer wuetend mit mir selbst aber ich glaube, auch da muss man fair mit sich sein und sich auch diese Gefuehle zugestehen.

    Denn Ungeduld und zu hohe Erwartung an uns selbst ist mehr schaedlich als foerderlich.

    Kleine Schritte, jeden Tag, immer weiter...

    Ich sende dir ganz viel Kraft!!!

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben....

    erstmal danke fuer eure Beitraege :)

    Da ich erst jetzt wieder zu Hause bin und richtiges Internet habe, kann ich endlich wieder schreiben und lesen wann ich will...

    ou mann.. es ist doch so einiges passiert in der letzten Woche.. aber ich wuerde mal sagen, dass ich sicher meinen nicht kleinen Anteil dazu beigetragen habe...

    Nachdem wir letzte Woche dann nach 2 Wochen Kontakt den Kontakt wieder aufgenommen hatten, ging es irgendwie ploetzlich ganz schnell und wir hatten eine Woche lang wieder fast taeglich Kontakt, was wir glaube ich beide gewollt und als sehr schoen empfanden....

    Ende der Woche hat es ihn dann aus der Bahn geworfen, so von wegen, er wuesste ja nicht ,wo er dran sei, ich wuerde den Kontakt ja doch auch wollen usw.... Ich dachte sofort, ja scheisse, ich hab mich viel zu viel drauf eingelassen, da war es ja aber schon passiert..

    Dann hin und her usw usw... Sein Freund wieder mit im Spiel, grosses Drama am Telefon, Schuldgefuehle, Zweifel,.....

    Dann kam von ihm die Offenbarung, dass er schon vor 1 1/2 Monate Tickets und Hotel in meiner Stadt gebucht hat (mit dem Freund) um zu kommen. Er dachte ja, wir wuerden vl garkeinen Kontakt mehr haben und wollte dann einfach kommen, ob wir uns dann gesehen haetten, das haette er dann eben "probiert" und wenn ich es nicht gewollt haette, haette er die Tage eben mit seinem Freund verbracht, so waere die Planung gewesen.. Ich natuerlich gedacht, warum habe ich mich nur wieder auf den intensiven Kontakt eingelassen, er haette mich ueberrascht, ich hab jetzt alles kaputt gemacht damit usw... voll unnoetig einfach....

    Sein Freund hatte ihm dann auch jetzt am Wochenende gesagt, dass er auf den Scheiss keine Lust mehr hat, weil mein XY sich halt eben nicht unter Kontrolle hatte usw... Er wuerde zwar nichts mehr trinken, aber er hat sich halt eben nicht unter Kontrolle.

    Letztendlich hab ich dann nach all dem Hin und Her entschieden zu ihm zu fahren. Keine Ahnung. Ich habe geglaubt, dass ich uns das schulde, weil wir uns ja nie mehr gesehen hatten nach der Trennung. Ich habe geglaubt, dass auch ich das will und es hat sich richtig angefuehlt. Tickets gebucht usw. Er wollte auch dass ich komme und wusste auch, dass ich es vorhabe.

    Heute dann hab ich ihm gesagt, dass ich naechste Woche komme.
    Er war sehr gluecklich darueber.

    Letztendlich ist es aber so verlaufen, dass er heute Abend voellig depressiv war und meinte, dass ja alles scheisse ist, er garnichts geschafft hat, er sowieso alles nur fuer mich und seinen Freund geaendert haette und kaputt waer im Hirn (Selbstmitleid ohne Ende).
    Er koenne mich so ja auch auf keinen Fall in Empfang nehmen naechste Woche und so wie es ihm grad ginge, waer er ja garnicht bereit dazu.
    Er meinte, dass er Hilfe braeuchte und am Ende sagte er, dass ich ihn bitte nicht mehr anrufen solle.

    Ok. Hier erstmal ein Punkt.

    Alles in allem sehr grob erzaehlt jetzt die Geschichte.

    Mein Fazit dazu.

    Ich bin rueckfaellig geworden und hab den Kontakt zum Suchtmittel gesucht. Was dann zu vermehrtem und unkontrolliertem Kontakt fuehrte.

    Letztendlich glaube ich, dass er durch den Streit am Wochenende und auch die Auseinandersetzung mit seinem Freund gemerkt, dass er seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat (sich somit an einem seiner Grundprobleme, weswegen er ja auch immer zur Flasche greift/griff (?) also nichts geaendert hat)

    Im Grunde hat er als ich Schluss machte die ganze Verantwortung einfach nur von mir auf seinen Freund verlagert.

    Und er merkt jetzt, dass die negativen Gefuehle eigentlich immernoch die Gleichen sind.

    Ich fuer meinen Teil weiss, dass ich mir diese letzte Woche haette sparen muessen. Es war falsch, den Kontakt aufzunehmen und dann auch noch zu vertiefen, in dem Glauben, es waere irgendwie anders geworden.

    Jetzt sitze ich hier, habe mein Handy ausgemacht, versuche mich abzulenken.

    Es geht mir nicht total schlecht, da ich diese Situationen ja schon sehr oft hatte.

    Ich bin nur geschockt, wie schnell das jetzt alles ging.

    Ich schaeme mich dafuer, dass ich wieder so verblendet war, ich mein, ich finde jetzt nicht, dass er mich geblendet hat und ich auf ihn reinfiel. Ich empfinde es eher als Selbstblendung, die da stattgefunden hat.
    Ich schaeme mich dafuer, dass ich das nicht zu verhindern wusste.
    Aber auch grade deswegen schreibe ich es hier herein.

    Es hat mich auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt.
    Auch bei mir ist der Weg noch lange nicht geschafft. Es liegt noch viel Arbeit vor mir glaube ich, bis ich es wirklich schaffe, mich zu befreien, nicht nur von XY, vor allem von meinen Mustern und von meiner dadurch immer wieder ausgeloesten Sucht.

    Das musste ich bitter erkennen.

    Mit vielen Gruessen

    eine etwas traurige und leere Miriel

    Hallo ihr Lieben!

    Bin wieder da :)

    Das zwar schon laenger, aber da ich keinen Internetzugang hatte, blieb mir die Moeglichkeit mal einen Blick hier hinein zu werfen verwehrt.

    Mensch, wie viel sich da einfach tut, wenn man weg ist, aber jetzt hab ich auch wenn ich will eine tolle Ablenkung, wenn ich mich mal ranmache um ein paar neue Beitraege zu lesen :)

    Der Urlaub war ganz schoen, leider bin ich krank geworden und lag einen von den nur drei Tagen im Bett. Aber das hat mir die Laune nicht verdorben, Sonne und Ruhe habe ich dennoch, vielleicht auf Grund der Grippe sogar noch mehr genossen ;)

    Mit dem Abstand gewinnen, das hat auch ganz gut geklappt. Wir hatten zwar nach dem Urlaub wieder Kontakt, aber irgendwie merke ich, dass sich da einfach bei mir was getan hat und immernoch tut.

    Ich fuehle mich einfach von Tag zu Tag ein kleines Stueck freier und das tut verdammt gut.

    Das Buch von Robin Norwood hab ich nicht mit in den Urlaub genommen, bin aber jetzt wieder fleissig am Lesen und habe es bald aus. Dann muss eine neue Lektuere her, vielleicht kauf ich mir dann ja den zweiten Teil, ist es zu empfehlen Renate ??

    Ansonsten war ich gestern aufm Coldplay Konzert mit einem alten Freund und es war so verdammt erfrischend mal wieder so etwas "Grosses" zu machen. Fuer mich war es jedenfalls gross :)

    Der Kontakt zu meinem XY war fast 2 Wochen still gelegt, was sehr angenehm war und ich muss sagen, der Kontakt nach der bisher laengsten Pause war irgendwie.. anders.. vielleicht nur fuer mich, weil ich in der Zeit so vieles gemacht habe, so viele unterschiedliche Eindruecke hatte, ich weiss es nicht.

    Aufjedenfall war es irgendwie so in Ordnung.
    Nichts Gezwungenes. Nichts Trauriges. Nichts Dramatisches.

    Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.

    Ende September gehts ins Kloster.
    Bis dorthin versuche ich noch, so viele "Pflichten" ie moeglich zu erledigen und mich um mich zu kuemmern :)

    Ich versuche grade dennoch, mir den Kontakt zu meinem XY nicht mehr zu verbieten.
    Ich finde es wieder schwierig, ihn als Suchtmittel zu betrachten, wenngleich ich auch das Buch lese und auch dort die Position von Abhaengigem (mir) und Suchtmittel (XY) ganz klar herausgestellt wird.

    Fakt ist, dass wir getrennt sind. Die raeumliche Trennung besteht ohnehin und er steht auch nicht einfach vor meiner Tuer, heisst, ich hab ihn seit nun ueber 2 Monaten sowieso garnicht mehr gesehen.

    Die Anrufe (ob seiner- oder meinerseits) verlaufen in immer groesser werdenden Abstaenden... Vielleicht ist das die Art und Weise der Entwoehnung, ich weiss es nicht... Momentan fuehlt es sich so ok an, aber es ist schon so, dass ich manchmal Angst bekomme, dass es wieder mehr werden koennte, aber im Grunde weiss ich, dass ich das nicht will und auch wie ich es verhindern kann.

    Ich fuehle mich relativ "stabil", heisst also, es ist klar, wir sind getrennt, jeder macht sein Leben, so wie er will und meinerseits schwindet jegliches "WIR-Denken" immer mehr und wird so langsam ersetzt durch ein "ER-ICH-Denken" und dass es genau so auch gut ist.

    Ob das alles ein Trugschluss meinerseits ist und ich mir selbst was vormache, wenn ich glaube, dass das so schnell geht mit dem Umschalten von Beziehung auf gesunden freundschaftlichen Kontakt, das weiss ich nicht.

    Fest steht. Ich will kein Drama mehr und wenn ich Drama auch nur im Entferntesten verspuere, dann mache ich die Tueren zu.

    Mhh.. meint ihr mein Konzept kann funktioniern??

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Liebe Herze,

    dieses Anweisungen brauchen, das kenne ich. Auch mir ging und geht es immernoch so, dass ich manchmal einfach gern ein kleines Männchen neben mir hätt, der mir an der richtigen Stelle einfach banale Anweisungen gibt, die ich dann ausführen kann.

    Ja, hat er denn sonst niemandem, der ihm damit helfen kann?

    Im Grunde weißt du eigentlich, dass er das schon auch alleine organisiert bekäme, auch ohne dich oder?

    Und wenn das Bauhaus nicht so weit ist, dann kann man das auch mit Bus, Fahrrad (hat er sich ja auch schon öfters geliehen ) oder auch zu Fuß machen. Ich wohne in einer Großstadt und besitze kein Auto, ich fahre mit dem Fahrrad zum Baumarkt, auch für Umzugskartons!

    Hab heute bei mir ein Buch erwähnt, wenn du magst, kannst du es dir ja mal anschauen, ich finde, dass es nur passt. Sicher gibt es auch andere gute Lektüre, aber ich glaube als Einstieg ist das sicherlich nicht das Schlechteste. Mich hat es umgehauen.

    Toll, dass du dir einen Strauß gegönnt hast :)

    So, ich wünsche dir jetzt mal viel Kraft für diese Woche und hoffe, dass du alles schaffst, so wie du dir das vorstellst.

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Hey :)

    Ja, morgen früh gehts los.

    Um 7 Uhr geht der Flieger, ich hoff es geht nichts mehr schief, weil das mit dem Namen Umbuchen irgendwie ein wenig kompliziert war. Aaah :D

    Koffer wird gleich fertig gepackt und dann geh ich früh schlafen.

    Bikini ist fertig genäht, garnicht mal schlecht geworden ;)

    Ich sehe schon, bin ich mal einen Tag nicht hier, verpasse ich sofort 500 Beiträge, das muss ich auch mal lernen, das das auch ok ist, nicht alles verfolgen zu können, so wie ich das in den letzten Wochen gemacht habe :)

    Auch dafür ist der Urlaub sicher gut.

    Habe mir ein Buch bestellt.

    "Wenn Frauen zu sehr lieben - Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden" von Robin Norwood.

    Innerhalb eines Tages 100 Seiten rum, wollte es eigentlich als Urlaubslektüre mitnehmen, aber das lasse ich besser, ist doch relativ schwere Kost, eben einfach die Wahrheit.

    Ich verschlinge es regelrecht.

    Habt ihr es schon gelesen??

    Sehr zu empfehlen. Jetzt schon nach 100 Seiten ;)

    In den Urlaub nehm ich aber doch lieber was Leichtes mit, sonst krieg ich den Kopf ja doch nicht frei. Haha. Da hat das nichts verloren.

    Ich wünsche euch eine schöne Woche.

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Hey ihr Lieben,

    ich trinke seit März dieses Jahres garnichts mehr. Anfangs sehr bewusst und natürlich war Auslöser mein XY. Mit ihm zusammen hab ich sowieso nicht mehr getrunken aber als ich dann auch wieder räumlich getrennt war habe ich irgendwie von heut auf morgen gesagt, ich trinke nichts mehr, weil ich auch mein eigenes Trinkverhalten der letzten Jahre erst jetzt wirklich mal reflektiert habe.

    Anfangs habe ich natürlich auch aus der extremen Situation heraus und mit einem Hass auf Alkohol aufgehört.
    Aber schon nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, wie gut es mir tat und vor allem wie schlecht es mir hier und da in der Vergangenheit getan hatte.

    Ich habe also bis heute keinen Tropfen mehr getrunken und bin momentan auch immernoch in dem "Status" - Ich trinke nicht mehr.

    Ob und wie sich das wieder ändert, weiß ich nicht und plane ich auch nicht, wobei ich im Grunde schon so denke:

    Ich habe erfahren, was diese Substanz anrichten kann, wie tückisch es ist, wie gefährlich, wie stark, etc.

    Ich habe erkannt, dass auch ich zu einem Missbrauch der Substanz neige, wenngleich ich von heute auf morgen aufhören konnte.

    Ich habe erkannt, dass ich klar sein will - und das im Grunde ein Leben lang.

    Ich weiß, dass ich nicht davor gefeit bin, wenn nicht sogar gefährdet, Substanzen zu missbrauchen. Gerade deshalb möchte ich bewusster sein damit und vielleicht garnicht mehr damit in Kontakt treten. Da ich ihn nicht vermisse und gut ohne leben kann, stellt sich die Frage gerade nicht, ob es notwendig ist "bewusst" zu trinken.

    Ich habe realisiert, dass der Alkohol mächtiger ist als ich (Macht übernehmen kann) und deswegen Respekt davor.

    Es ist DIEGesellschaftsdroge und ich habe mich entschieden, sie nicht mehr zu mir zu nehmen und sie auch nicht zu brauchen. Ich bin vollkommen zufrieden ohne, nein, mir geht es sogar besser.

    Mit vielen Grüßen

    Miriel :)