Beiträge von TimeIsAHealer

    Witzig, grade habe ich bei dir geschrieben :)

    Ich habs mir nochmal durchgelesen, ist ziemlich wirr, ich hoffe man versteht was, sorry dafuer ;)

    Ja.... es ist echt schwierig und momentan fuehlen wir uns beide glaube ich trotz Schmerz recht frei und ich glaube, das tut uns gut.
    Ich habe nicht mehr so sehr das Beduerfnis ihn nach seiner Trinkerei zu fragen, jedenfalls ist das grade so, aber ich gehe natuerlich auch grade davon aus, dass er nicht trinkt, aber letztendlich hatten wir jetzt insgesamt 2 1/2 Wochen (mit 2 Unterbrechungen) garkeinen Kontakt, das heisst, wirklich wissen tue ich es nicht, aber das gibt mir ueberhaupt kein schlechtes Gefuehl, im Gegenteil, es ist gut, NICHTS zu wissen. Er ist mir ja nicht verpflichtet etc..

    Die Muster in denen ich noch stecke...

    Also z.B. gestern als ich ihn anrief. Das Gespraech an sich war ja superschoen, aber zwischendurch gab es eine kurze heftige Diskussion. Entfacht wurde sie wg einer banalen Frage, die er mir stellte. Er wollte wissen, ob er sich ein Handykabel(PC) kaufen solle, um mir dann dadurch Bilder zukommen zu lassen.
    Ich habe gemerkt, wie ich sofort pampig wurde und dass er selbst wissen muss, was er tut.
    Ich habe damit eben jegliche "Verantwortung" von mir geschoben.

    Ja ich finde auch, dass seine Frage ein wenig unnoetig war, weil ich es schon so sehe, dass er mich garnicht fragen sollte.
    Aber ich hab dann halt voellig ueberreagiert und eben gesagt, dass er nicht in der Lage ist, eine Entscheidung alleine zu treffen und dass ich keine Verantwortung mehr fuer NICHTS uebernehmen will.

    Das z.B. war fuer mich ein klassisches Beispiel, dass ich einfach noch voellig in dieser Angst drin bin, fuer irgendwas verantwortlich zu sein, was er tut. Dabei gings eben nur um ein Kabel. Naja..

    Danach hoerte ich ihn dann wieder ein Glas abstellen und ZACK! waren die Gedanken im Kopf Ach ja, wg der Diskussion trinkt er jetzt vielleicht..."

    Unkontrollierte Gedanken, wg denen ich mich sehr zusammenreissen musste ab und an. Ich habe ihn zwar nicht gefragt und auch nicht gefragt, wie denn eigentlich sein "Plan" aufzuhoeren, so vorangeht. Aber ich merke einfach, dass da 100 Aengste, Gedanken und Zweifel, Aggressionen und nicht Verarbeitetes ist, was noch im Argen liegt.

    Und da wird er mir auch nicht helfen, selbst wenn er aufhoert.

    Die Muster, die ich auch vorher schon hatte sind solche, dass ich einfach sehr oft meine Emotionen von anderen abhaengig gemacht habe, also eigentlich nur durch andere gefuehlt habe. Ich hatte immer viele (zu viele!) Menschen um mich herum und wenn keine vielen Menschen, dann ein Partner. Irgendwie wurden die Luecken gefuellt und wenns mit den Menschen und mit dem Partner nicht klappte, dann griff ich auch schon mal zur Flasche im Alleingang. Ich habe mich immer um "Beduerftige" gekummert, obwohl ich selbst beduerftig war/bin. Das konnte/kann ich aber immer sehr gut verstecken.

    Meine Rolle ist "die Starke" und das schon seit ich ein Kind bin. Die Muster, die zu der Rolle passen, die habe ich jahrelang gelebt, zu meinem eigenen Schaden.

    Heute bin ich mir dessen bewusst und will es gern veraendern, um frei und selbstliebend leben zu koennen.

    Hey Herze.

    Co-Abhaengigkeit hat viele Facetten und existiert ja nicht nur im Bezug auf Alkohol (so glaube ich?!)

    In der Co-Abhaengigkeit begibt man sich sozusagen in eine Symbiose mit dem anderen...

    Man mutet dem anderen die Eigenverantwortung zu und umgekehrt.
    Der Co-Abhaengige (Ich wuerde mal behaupten, dass es oft auch einfach 2 Co-Abhaengige sind, ist der eine Partner jetzt noch suechtig oder nicht) laesst sich diese Gesamtverantwortung ueber die Innen- sowie manchmal Aussenwelt des Anderen uebertragen und findet sich in dieser Rolle ein.

    Die Verantwortung fuer sich selbst uebertraegt er auf den Anderen (beim Alkoholiker vielleicht nur sinngemaess, es existiert eben eine emotionale Abhaengigkeit) Der Co-Abhaengige muss nicht mehr selbst fuehlen, sondern fuehlt irgendwann nur noch durch den Partner, lebt nur noch fuer und durch ihn.

    Dass du die Hoffnung hast, dass er es mit DIR in den Griff bekommen kann, ist sicher ein Symptom der Co-Abhaengigkeit, durch das dein mangelndes Selbstwertgefuehl in der anfaenglichen Rolle der "Retterin" erstmal maechtig aufpoliert wird.

    Das Nicht-AufhoerenKoennens des Partners zu verwechseln mit zu geringer Liebe, auch das ist denke ich eine Begleiterscheinung der emotionalen Abhaengigkeit vom Partner, wobei diese normalerweise abflacht, wenn man sich wirklich intensiv mit der Krankheit Alkoholismus auseinandergesetzt hat (Was die meisten ja auch erstmal tun, bevor sie sich mit ihrer eigenen Abhaengigkeit auseinandersetzen :), auch das typisch Co )

    Dass du immer nachfraegst ist ein natuerliches Verhalten, wuerde ich sagen. Du willst deinen Partner klar und nicht benebelt, wenn du mit ihm sprichst. Es ist unangenehm einen immer nur halb-anwesenden Gespraechs-Liebes-usw.- Partner zu haben, also faengt man an, es nicht mehr zu tolerieren. Weiterhin benutzt man diesen Liebesentzug als Strafe, um ihm die Konsequenzen halbherzig und versuchsweise um die Ohren zu knallen.
    "Hast du getrunken?" - "Ja, ein Bier"
    "Ok, dann reden wir morgen wieder, Gute Nacht!"
    Ich glaube, dieses "Bestrafen" ist voelliger Schwachsinn und bewirkt auch bei dem anderen garnichts, aber zum Eigenschutz empfinde ich dieses Verhalten als normal, da es sich beim alkoholisierten Partner ja wirklich um einen penetranten oder unzurechnungsfaehigen Gesellen handeln kann.

    Das man die Schuld bei sich selbst sucht fuer das Trinken des Anderen, ja ich denke, dass das ganz klar zur Abhaengigkeits-Beziehung gehoert. Macht XY ja auch nicht selten Andeutungen in die Richtung, die einem natuerlich die Gedanken im Kopf rumdrehen. Aber auch da kann es Abhilfe verschaffen, wenn man sich Alkoholismus als Krankheit und nicht als Willensschwaeche vor Augen fuehrt.


    Ich glaube, eine gesunde Persoenlichkeit geraet entweder nicht in diese Situation weil sie sehr viel frueher durch den "normalen Instinkt" gefuehrt, die Kurve kriegt und sich vermutlich nicht auf eine Beziehung einlassen wuerde, wenn sie da irgendwas Faules riecht.
    Begibt sich aber eine gesunde Persoenlichkeit (gibt es die ueberhaupt? :D Also sagen wir mal eine Persoenlichkeit ohne Co-Tendenzen) in eine solche Beziehung oder geraet eben hinein, da der Partner erst Jahre spaeter anfaengt zu trinken, so entwickelt sich glaube ich IMMER auch die Co-Abhaengigkeit durch das sich schleichende Entwickeln der Sucht schleicht auch der Co sich ein, ich glaube grade dann ist es am Schwierigsten das zu erkennen...

    Ich weiss aber nicht, wie hoch die Anzahl der Menschen mit AlkoholikerBeziehungs-Erfahrung ist, die KEINE fruehere Begegnung (Familie, Kindheit) mit solchen Dingen gemacht haben.

    Ich glaube letztendlich ist ein Co-Mensch immer ein Mensch mit mangelndem Selbstwertgefuehl, das verbessert werden muss.

    Eine Alkoholikerpersoenlichkeit ist perfekt, um diese Luecken zu fuellen.

    Das sind meine Gedanken dazu.

    Liebe Gruesse

    Miriel

    Mh..

    Aber ich mein, in dem Moment, in dem ich vorschlage "gemeinsam zu genesen" impliziert das ja wiederum den moeglichen Gedanken eines Zusammenkommens nach dem Genesen, was ja wiederum volle Hoffnung fuer ihn heissen wuerde.

    Gemeinsam genesen, jeder fuer sich, aber eben beide gleichzeitig. So ungefaehr ist das ja im Grunde oder?

    Und ja, wir muessen nicht genesen. Wenn ueberhaupt wollen wir. Will ICH jedenfalls.

    Mh. Eigentlich find ich das einen ziemlich schoenen Gedanken, das Genesen irgendwie auch zu "teilen" andererseits weiss ich, dass es auch erneuten Druck bedeuten koennte, fuer beide Seiten..

    Vielleicht belass ichs einfach so.

    Ist einfach so schwierig. Ich moechte einfach keine falschen Entscheidungen treffen und ihn gestern zu hoeren, so klar und ich hab mich selbst ueberhaupt nicht klar gefuehlt. Das war angenehm und ueberraschend.

    Ich war diejenige die zwischendurch mal pampig wurde oder laut, nicht er. Ich hatte meine Gefuehle einfach hier oder da nicht unter Kontrolle, konnte garnichts dagegen tun und hab teilweise ueberreagiert auf banale Fragen von ihm.

    Ich bin der Meinung, dass das alles in dem Muster liegt, in dem ich noch immer drinstecke..

    Danke :)

    Mh.

    Jetzt hab ich mir ihren Thread mal komplett durchgelesen.

    Tut gut. Aber macht auch sehr nachdenklich.

    Jetzt wuerde ich ihn am liebsten sofort anrufen und ihm sagen, dass wir beide erstmal genesen muessen bevor wir ueberhaupt drueber nachdenken koennen, evtl nochmal gemeinsam einen Weg zu finden... da macht sich grad Panik breit.

    Ich geh mal raus und versuche den Kopf frei zu kriegen.

    Euch einen schoenen Tag!

    Mit vielen Gruessen
    Miriel

    Hallo liebe Claerchen,

    ich habe schon am Anfang als ich hier war, mal in deinen Thread reingeschaut und nachdem Silberkralle mich heute wieder auf dich aufmerksam machte, habe ich mich mal intensiv ans Lesen gemacht.

    Einige Traenen sind geflossen beim Lesen und manchmal musste ich auch wirklich schmunzeln.

    Deine Geschichte zu lesen macht Mut, aber sie zeigt auch, dass es einfach unglaublich viel Arbeit bedeutet, diesen Weg wirklich zu gehen, jeder fuer sich und dann wieder gemeinsam.

    Es freut mich sehr fuer euch, dass ihr euren Weg wieder gemeinsam geht - und doch jeder fuer sich.


    Ich habe gerade meine Trennung hinter mir und seit dem Trennungstag ist er trocken.

    Und so sehr ich es versuche, ich komme nicht ab von meinen Aengsten und Zweifeln und da bei mir die Trennung schon passiert ist, gehe ich auch momentan aufkeinenfall zurueck.

    Wie das fuer die Zukunft aussieht, weiss ich nicht, aber sich darueber keine Gedanken zu machen, faellt schwer. Sich wirklich nur auf sich zu konzentriern, obwohl der Partner jetzt doch genau das macht, was man so lange wollte.... es ist so verdammt hart.

    Auch bei uns stand kurz vor der Trennung ein Urlaub an, den ich dann komplett abgesagt hatte.

    Und nun steht MEIN Urlaub vor der Tuer.

    Deinen Thread zu lesen zeigt den Weg, mit allen Hoehen und Tiefen...

    Und man weiss einfach nie, wie es weitergeht und deshalb soll es sich dennoch immer lohnen und zwar nur fuer einen selbst.

    Ich wuensche euch eine schoene Zeit.

    Mit vielen lieben Gruessen

    Miriel

    Danke Marion fuer deine Gedanken dazu.

    Ja du hast Recht.
    Wenn ich auf meine Gefuehle hoere, weiss ich dass ich wohl dem Drang nachgegangen bin, mich zu melden. Also eben in der Abhaengigkeit.

    Aber dennoch war das Gespraech so ueberraschend "frei", dass ich es nicht bereuen moechte.

    Aber gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich den Kontakt nicht aufleben lassen willdarf, da ich weiss, dass ich wieder in der Spirale drin waere und spaetestens bei einem Rueckschlag im Bezug auf Alkohol waere ich wieder am Boden.

    Deshalb ist es besser, wenn ich auch in Zukunft die Finger von seiner Nummer lasse.

    Ich weiss das. Es umzusetzen kostet Kraft. Aber den Kontakt taeglich zu haben kostet viel mehr Kraft.

    Deshalb versuche ich einfach mich jetzt weiter auf meinen Weg zu konzentrieren ohne nun reumuetig zurueckzublicken auf den "Rueckfall"

    Ich glaube, alles andere hielte mich auf.
    Ich kann nur versuchen daraus lernen und es in Zukunft anders zu machen.

    Danke fuer eure Worte.

    Liebste Gruesse

    Miriel

    Deine Vorstellung ist 1 A.

    Klugscheisse wuerde ich es nicht nennen :D Es trifft's eigentlich auf'n Punkt aber das Wort "Wunsch" vor dem Wort "Vorstellung" triffts halt irgendwie auch :)

    Ich darf glaube ich sagen, ich bin auch jetzt schon ein wenig froh, dass es so "weit" ist. Damit meine ich nicht, dass er evtl aufhoert, damit meine ich meine Distanz dazu.

    Auch wenn der Weg holprig ist und ich z.B. gestern ueber einen Stein gefallen bin. Es wird mich nicht hindern aufzustehen und weiterzugehen. Und was er macht, bleibt weiterhin seine Sache.

    Ich fuehle mich grade mehr abhaengig als ich es vom ihm glaube. Aber das ist auch mal gut so und ich glaube, auch das hab ich mal gebraucht um zu sehen, dass ich eben auch NICHT von jetzt auf gleich "trocken" bin.

    Deine Vorstellung ist perfekt und sie so umzusetzen mh, ob umsetzbar, weiss ich nicht.

    Ich denke, man kann sich auch gemeinsam entscheiden, was zu tun und muss nicht fuer die Zeit des "an sich arbeitens" voellig von der Bildflaeche verschwinden.

    Oder meinst du das braucht es zur Genesung beiderseits zwangslaeufig?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hey Lea,

    ja, vieles vieles findet nur in unseren Koepfen statt.

    Auch ich habe mich in Sicherheit gewaegt und letztendlich meinerseits die Funkstille gebrochen. Heut denke ich, ich wuerde mich wohler fuehlen, wenn das nicht passiert waere.

    Du kannst stolz sein, dass du das Wochenende so gut geschafft hast :)

    Aber natuerlich kann es immer wieder Momente geben, in denen wir mit unserer "Sucht" konfrontiert werden.

    Wuensche dir weiterhin viel Kraft!!

    du wartest noch immer auf die Anerkennung von aussen.

    Gib sie dir selbst.

    Schau, was du geschafft hast FUER DICH. Schau, wie weit du gegangen bist allein und FUER DICH. Schau wie weit du jetzt bist !!

    Reicht das nicht als Anerkennung von dir fuer dich?

    Dass es dir jetzt besser geht als damals?

    Hallo ihr Lieben!

    Vielen Dank fuer eure Beitraege.

    Gestern habe ich ihn angerufen.

    Es war ein sehr schoenes Gespraech mit zwischenzeitlich kurzer Diskussion ueber irgendwas.

    Wir haben kein einziges Mal ueber den Alkohol gesprochen.

    Es war angenehm und schoen dennoch merke ich, wie vorsichtig ich war und bin, irgendwas zu sagen.

    Wir haben uns dann irgendwann wieder auf unbestimmte Zeit verabschiedet.

    Heute Morgen rief er an, vor der Arbeit, so wie er das frueher ganz oft gemacht hat. Einfach nur Guten Morgen und einen schoenen Tag wuenschen.

    Einerseits schoen, andererseits weiss ich, dass ich durch meinen Anruf sicher Hoffnung in ihm geweckt habe, was ich nicht wollte. Ich will es nicht bereuen ihn angerufen zu haben, aber ich muss natuerlich erkennen, dass es vielleicht nicht das Beste war.

    Ich war einen Moment schwach und rief an. Ich wollte doch einfach nur gerne wissen, wie es ihm geht. Ich weiss, voellig absurd vielleicht und auch nur ein Versuch, einen Grund zu finden...

    War das also jetzt ein Rueckfall??
    War es vollkommen falsch das zu tun?
    Muss ich es wirklich so sehen, als haette ich das erste Glas gestern nicht stehen lassen?

    Was meint ihr?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo Herze!

    Ich kenne solche Gedanken aus einer frueheren Co- Beziehung, bei der mich dieser Gedanke auch immer zerissen hat. Ich wollte es nicht mal gedanklich zulassen, dass das Besondere sich auf eine andere Frau verlagert. Das war wie Sterben fuer mich. Aber wie ich heute erkennen muss, war auch das eben eine Abhaengigkeit vom Feinsten.
    Als er dann eine neue Freundin hatte, dachte ich, das ueberlebe ich nicht, wollte unbedingt die Gewissheit, dass es aber doch nur mit uns das Besonderste war und mit der eh nicht usw... Irgendwann realisierte ich, dass es ueberhaupt keinen Unterschied macht und dass ich einfach nur emotional abhaengig war.

    Bei meinem XY ist es nicht so, ganz im Gegenteil, ich wuerde ihm wuenschen, dass er irgendwann einfach gluecklich wird, erst mit sich selbst und dann eben wg mir auch mit einer anderen.

    Auch wenn er jetzt jemand anderes haette. Ich will es garnicht wissen. Es ist einfach seine Sache. Er darf das machen, was er will und wenn er das braucht, um klarzukommen, ich kann es nicht aendern.

    Auch da muss ich wieder sagen, das liegt nicht in meiner Hand, und keine Worte oder Handlungen meinerseits werden irgendetwas daran aendern.

    Ich versuche es so anzunehmen wie es ist.

    Und diese Gewissheit haben wollen, dass ihr euch wirklich geliebt habt. Ja damit habe/hatte ich auch zu kaempfen.

    Aber letztendlich halte ich mich an meine Erinnerungen und meine Gefuehle dazu.

    Fuer mich war es echt und real. Und da brauch ich keine Bestaetigung von ihm.

    Liebe Herze,

    ich kann gut nachvollziehen, dass es dir gut tut, mit Menschen zu kommuniziern, die einfach das gleiche Problem haben. Wir verstehen vieles und verurteilen auch keine "Sinnlosigkeiten", so wie es vielleicht von der Aussenwelt ganz unverstanden empfunden werden wuerde.

    Dass du bei deinen Freunden das Gefuehl hast, sie verstehen es doch nicht.. Ich kenne es. Meine engsten Freundinnen waren in den schlimmen Phasen muss ich sagen sehr verstaendnisvoll, wenn ich zurueckdenke, aber ich habe mich auch sehr zurueckgezogen und garnicht so viel und staendig darueber geredet.

    Meine engste Freundin hat irgendwann sehr frueh schon gesagt, sie wuenschte ich haette meinen XY nie kennengelernt. Ich glaube es war schlimm fuer sie, mit anzusehen, wie ich mich kaputtmache.

    Jetzt, so im Nachhinein sind sie glaub ich grade alle (auch z.B. meine Mutter) ganz froh, dass ich mich getrennt habe.

    Freunde sagen, wie stark ich waere, sie finden es toll, wie ich das jetzt alles "meistere"... aber verstanden fuehle ich mich nicht. Und ich will das auch nicht hoeren. Keiner hat wirklich Ahnung von dem aber das ist ja auch klar.

    Dass es sich auch bei uns Co's um eine wirkliche Abhaengigkeit handelt, aus der man sich befreien muss, das muss ja erstmal durchblickt werden.

    Aber ich glaube,wir duerfen auch nicht zu streng sein. Ich hatte Phase, in denen habe ich mich voellig abgewandt und war sogar sehr abgeneigt, abweisend, etc. gegenueber manchen Freunden. Weil sie mich ja sowieso alle nicht verstanden.
    Aber... koennen sie ja auch nicht und das muss man eben auch beruecksichtigen.
    Man muss es selbst erlebt haben, um das verstehen zu koennen.

    Dass du glaubst, ich sei auf dem festen Weg. Mh. Ich denke, du darfst nicht zu streng mit dir sein. Auch dass du ihm eine SMS geschickt hast, es ist in Ordnung. Nimm es an, bleib nicht daran haengen, mach weiter das, was du vorher im Blick hattest.
    Die Gefuehle in unseren Koepfen sie fahren Karussell, das kann man nicht alles einfach so mal mir nichts dir nichts steuern.
    Wichtig ist nur, dass du DEINEN Weg beibehaelst, trotz des kurzen "vom Weg abkommen", wobei ich das so hart nicht mal sagen wuerde. Auch diese Dinge gehoeren zu DEINEM Weg dazu und das ist auch genauso wie es ist, ok.
    Aber natuerlich solltest du dir genau ueberlegen, warum du solche Dinge dann wirklich tust, was sie wirklich fuer dich bezwecken und ob es wirklich Sinn hat, das nochmal zu machen... usw.

    Weisst du, die Sache mit dem Rad und dass das ja im Grunde ne "banale Geschichte" ist, wg der man sich ja wohl nicht trennt.
    Ne ne , ALLE Beteiligten wissen nur zu gut, dass das natuerlich nicht der Grund ist, hoechsten ein klitzekleiner Tropfen, der das ganze Fass zum ueberlaufen brachte. AABER es ist eigentlich auch voellig egal, weil DU weisst Herze, es ist alles gesagt. Du kannst ihm nicht aber auch wirklich garnichts Neues mehr sagen. Alles was du ihm zu sagen haettest, weiss er schon.
    Dass das Gefuehl da ist, da ist aber doch noch das und dies und jenes, was du ihm ja doch gern noch gesagt haettest, das gerne erklaert und dafuer noch entschuldigt. NEIN NEIN NEIN
    Tausendmal hast du es, habt ihr es schon gemacht.

    Die Situation ist voellig klar. Da gibt es garnichts falsch zu verstehen. Und wenn, dann spielt sich das nur im Kopf ab und dann gehts auch wieder nur ums Manipuliern. So z.B. Wie konntest du dich nur trennen, wegen so nem Mist, das Rad, das ist dir wohl wichtiger, als er?!?! Jetzt hat er eiiiinmal das Rad nicht gebracht, ist doch echt kein Beinbrucht... blablabla.

    Lass dich nicht beirren. Weder von deinen noch von seinen Gedanken.

    Ja und die Machtlosigkeit. Sie ist einfach da.

    Und die Gedanken, dass ich ihm ja doch jetzt irgendwie Unterstuetzung leisten muesste, etc..... Ja die habe ich auch.

    Aber! Wenn er die Unterstuetzung braucht, dann findet er sie auch woanders. Dann wird er sich die suchen und er wird auch fuendig werden.
    Es gibt einfach so viele Wege von Aussen Hilfe und Unterstuetzung zu bekommen. Es gibt SHG, da kann man jeden Tag hingehen, mitunter sogar mehrmals am Tag.

    Er ist kein einsamer kleiner Junge auf einer Rieseninsel, auf der es leider nur Palmen gibt, an denen Alkohol waechst !

    Du kannst ihm nicht helfen, gerade DU schonmal garnicht, weil du selbst mit drinhaengst.

    Ja, das Schwimmerbild von Lindi ist perfekt :)

    So, ich geh jetzt schlafen.

    Ich wuensche dir viel Kraft und dass dein "Klarsehen" anhaelt und immer staerker wird.

    Mit vielen Gruessen Miriel

    Danke ihr Lieben fuer eure Beitraege... ja.. jeder hat eben seine Geschichte und hier aehneln sich eben doch viele, deswegen ist es ja auch so schoen, dass wir hier sind und uns gemeinsam austauschen koennen.

    Hab grade 12 Stunden gearbeitet, bin voellig alle aber total froh, dass ich es gemacht hab. War wiedermal garnicht so schlimm, wie ich vorher dachte :) und 12 Stunden gibt natuerlich auch richtig Geld. Gut gemacht Miriel ;) Das darf ich an der Stelle ruhig mal sagen.

    Mein XY fehlt mir sehr. Einfach, dass er da ist.
    Vielleicht ist das auch grad eine typische Trennungsphase, in der man, wie du sagst Irini, sich NUR an die guten Momente zurueckerinnert?

    Nein, ich muss sagen, zwischendurch kommen oft ganz schlagartig irgendwelche Momente in meine Gedanken, die mich richtig erschrecken.

    Z.B. Situation, in der ich ihm das erste und letzte Mal waehrend der ganzen Zeit Bier abholte und es den Abfluss runterkippte und ihn anschrie, dass er mich einfach jedes Mal "verlaesst", wenn er das zu sich nimmt (im Sinne von mental alleine lassen, oder auch koerperlich unter Umstaenden)..... Ein einziger Moment, in dem ich das tat, und dann nie mehr. Das war ganz am Anfang. Da war ich schon verdammt verzweifelt....

    Oder auch Nachte, in denen ich (oder auch mal er) bei ihm zuhaus in der Kueche auf dem Boden schlief, weil es nicht mehr ging. Ich erinnere mich gut an eine Nacht, in der ich dort lag und fast Angst vor ihm hatte und vor dem, wie er sich verhielt.

    Bei meinem XY war es fast immer so, dass er von einem auf den anderen Moment (ca. nach dem 2. o. 3. Bier) eine andere Person wurde.
    Das war wie als wuerde sich ein Schalter umlegen auf "gefuehlte schwarze Hoelle" oder sowas.

    Ich habe ein paar wenige Versuche gestartet zu Anfang ihn aus dieser "schwarzen Welt" in der er dann war, heraus zu holen. Vergebens. Unfassbar, wie sich das anfuehlte.

    Er wurde nicht einfach muede und schlief ein, er wurde zum Irren. Der Alkohol hatte ihn dann voellig eingenommen, jede Zelle.

    Ich habe mir wirklich gedacht, so muss sich auch ein Partner von einem z.B. Heroinsuechtigen fuehlen, der auf einem Trip ist.

    Abartig war das. Und ich war teilweise in diesen Situationen am Rande des Wahnsinns, weil ich nicht mehr wusste irgendwann, wer er wirklich ist. Ich glaube das wusste er selbst auch manchmal nicht mehr, vor allem wenn ich ihm dann Aufnahmen gezeigt habe, die ich gemacht hatte..
    Das alles hat mir auch in kuerzester Zeit fast alle Nerven geraubt, soweit, dass ich wirklich Aengste entwickelt habe...

    Ich schweife zu sehr aus... Ja, aber damit wollte ich eigentlich nur sagen, dass ich nicht wirklich in der Phase bin, dass ich mich nur noch an die guten Dinge erinnern kann/will.

    Die schlechten sind selbst wenn ich es nicht wollte gespeichert und sitzen tief.

    Ich weiss, welchen Horrortrip ich nicht mehr erleben will.

    Gleichzeitig weiss ich aber auch, dass der Alkohol der Grund dafuer war/ist und ich hasse meinen XY dafuer nicht.

    Und ich weiss, wie unglaublich viel ich mit ihm sein konnte und durfte... Kind, Schwester, Freund, Geliebte, Partnerin, Frau und auch einfach nur Ich.

    ...........................................................................


    Es ist wie es ist, sagte die Liebe.


    Gute Nacht ihr Lieben

    Miriel

    Liebste Herze,

    ich fuehle so mit dir.

    Und genauso wirklich genauso fuehle/fuehlte ich mich.

    Auch ich habe seit fast 3 Wochen immer wieder diese Gedanken " War es das Richtige, jetzt will er doch wirklich was tun, etc. "

    Aber wie du sagst, wir tun das, um UNS zu loesen von dieser Abhaengigkeit.

    Auch ich habe diesen Gedanken tief in mir, vielleicht, wenn wir beide an uns arbeiten und irgendwann stabil sind BEIDE, dann........

    ..und auch ich weiss, dass das eben nicht das Ziel sein darf.

    Mein letztes Gespraech mit XY verlief vor allem sehr sehr ruhig, schoen und sogar mit zwischenzeitlichem Lachen ueber irgendwas... Das macht es natuerlich auch nicht einfacher..

    Es ist traurig. Dass es so kommen muss. Aber ich glaube auch, dass es der Einzige Weg ist.

    Und nein, ich denke nicht, dass dein XY glaubt, dass er dir egal ist. Auch wenn es vl so rueberkam, dass er das denkt. Im Grunde weiss auch er, dass es anders nicht geht. Und deshalb brauchst du ihm das auch nicht zu sagen.

    Fuer mich ist es auch unglaublich schwierig, den Gedanken, dass er und ich jetzt kein WIR mehr sind, zu akzeptieren.

    Ich versuche mir irgendwie immer vorzustellen, dass wir beide hier auf der Erde sind und uns getroffen haben, aus irgendeinem Grund. Allein das gibt mir schonmal ein schoenes Gefuehl, trotz aller Traurigkeit.
    Und dass wir die Welt jetzt auch nicht verlassen und nie wieder erreichbar sind, dass wir auch noch in einem Jahr wieder miteinander sprechen koennen, das muss nicht jetzt sein. Und dieses eine Jahr oder auch mehr, verglichen mit meinem Leben, ist nichts.

    Und dann, ich glaube dann wird man viele Dinge ganz anders sehen, die man sich jetzt garnicht vorstellen kann. Und ich weiss, dass wir dann immernoch auf der Welt sein werden um die Moeglichkeit wahrzunehmen, miteinander zu reden.

    Aber JETZT ist einfach nicht die Zeit fuer UNS.

    Und es liegt nicht in meiner Macht. Ich gebe es ab, das was passieren wird und vertraue.

    Fuer mich, vertraue ich auf mich und fuer ihn, das gebe ich ab, denn es liegt nicht in meiner Hand.

    Das alles gibt mir ein kleines Stueck mehr an Gelassenheit, um im Alltag nicht an meinen Gedanken zu verzeifeln.

    Wir wollen nicht zurueck. Denn das war nicht das, womit es uns gut ging.
    Und auch unserem XY wuerde es nicht helfen, wuerden wir zurueckgehen.

    Es so anzunehmen, wie es ist, das ist unglaublich schwierig. Diese Machtlosigkeit, sie laesst einen wahnsinnig werden. Und ja, du bist machtlos! Auch wenn du irgendwelche Ausdrucke oder sonstiges bei ihm gefunden hast. DU BIST MACHTLOS!

    Das zu akzeptieren kann befreiend sein.

    Ich wuensche dir viel Kraft! Und ich will, dass du weisst, dass ich voll und ganz verstehe, wie du dich fuehlst und dir nur Mut machen kann, dass es besser wird.
    Die Traurigkeit ist gross und das darf auch sein. Aber dieses Zweifeln es wird weniger.

    Vertraue auf dich.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Ich schreibe jetzt einfach mal ein paar Gedanken nieder, die ich mir eigentlich die ganze Zeit versuche zu verbieten, die aber trotz allem einfach da sind und doch zu mir gehoeren, auch wenn ich mich dagegen wehre...


    XY und Ich.

    Als wir uns kennenlernten. Ich fand ihn optisch nicht anziehend. Er war fuer mich ein richtiger Mann, mir im Grunde zu sehr Mann, als dass er fuer mich (kleines Maedchen) in Frage kaeme.
    Er war ganz lustig, aber irgendwie sehr ungreifbar, was ihn fuer mich interessant aber nicht im Sinne Liebesbeziehung machte.

    ... Ich weiss nicht, wann sich das veraendert hat. Unsere anfaengliche Freundschaft, ueber Gott und die Welt sprechen, da war keine sexuelle Anziehung. Jedenfalls nicht von meiner Seite aus.

    Und dann irgendwann aenderte sich das. Irgendwann, nach ein paar Wochen.

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    Mit ihm fuehlte ich mich unglaublich stark. Manchmal kam ich mir vor wie in Bonny&Clyde, wenn wir so gemeinsam irgendetwas anstellten.

    Wir verbrachten Stunden in Supermaerkten und amuesierten uns ueber die "Schnaeppchen", die ja doch keine waren. Das war eine unserer Lieblingsbeschaeftigungen, wir vergassen immer, was wir eigentlich einkaufen wollten.
    Wir machten so viel Unsinn, wie 2 Teenager eben. Wir kannten keine Scham zusammen und keine Grenzen. Wir machten einfach das, was uns in den Momenten gefiel. Und wir fuehlten uns stark. Unglaublich stark.

    Oft wachten wir nachts gemeinsam auf und fingen an zu erzaehlen, Stunden manchmal, obwohl er morgens zur Arbeit musste, einfach erzaehlen, lachen, schweigen, und wieder schlafen.

    Ich machte ihm Kaffee wenn er aufstehen musste, er machte mir Kaffee, wenn ich rausmusste.

    Er kuemmerte sich sehr um mich, wenn ich krank war, kuemmerte sich um alles, waehrend ich im Bett lag, er brachte mich mitten in der Nacht zum Krankenhaus, als ich hinmusste.

    Wenn es ernst war, war er da.

    Er hatte immer ein offenes Ohr fuer meine Probleme, die ich an meiner damaligen Arbeitsstelle hatte, er stellte seine eigenen nie in den Vordergrund, er verstand mich. Er hoerte zu. Er troestete mich. Er ging mit mir nachts raus, wenn ich nicht schlafen konnte.

    Mit ihm zusammen vergass ich die Welt um mich herum. Es war mir egal, was andere Leute dachten. Es war einfach egal.

    Ich hatte das Gefuehl, in seiner Gegenwart kann ich sein, wie ich bin. Verrueckt, manchmal schwach, laut, und traurig, wenn es sein musste.

    Mit ihm zusammen schien alles einfacher. Und sinnvoll.

    Er bestaerkte mich. Immer, wenn ich es brauchte.

    Wenn wir erzaehlten, spannen wir herum, aber das ging. Mit ihm. Wir konnten uns die irrsinnigsten Dinge ausdenken und weiterspinnen, so dass wir es am Ende selbst glaubten.

    Dieses Phantasieren und herumspinnen, das kann ich sonst nur mit einer Person und das ist meine Schwester, und als wir mal zu dritt unterwegs waren. Es war fantastisch. Es passte einfach, genauso, wie es war. Einfach schoen.

    Der Mann hat eine Gabe, andere zum Lachen zu bringen, das ist unglaublich. Meine Familie mochte ihn sofort, jedenfalls das, was sie von ihm selbst erlebt haben.

    Seine Intelligenz. Sein Tiefgang. All das, etwas, was ich in vielen anderen Partnerschaften (bis auf eine) IMMER vermisst habe.

    Mit ihm dachte ich, koennte ich leben.


    Ich vermisse ihn sehr. Mit ihm zu reden, mich auszutauschen, zu fragen, zu lachen, zu erzaehlen. Das Koerperliche, ja in den Arm nehmen wuerde ich ihn gerne, aber das ist nicht das Vordergruendige.

    Ich vermisse ihn als Mensch, mit dem ich Gedanken teilen kann.

    Er fehlt mir einfach.


    ----------------------------------------------

    Und ueber all dem schwebte und schwebt die schwarze Wolke "Alkohol".

    Leider.

    Und denoch fuehlt es sich fuer mich echt an.

    Guten Morgen ihr Lieben,

    Vielen Dank fuer eure Beitraege!

    Lindi

    Ja, bei mir hat es auch schon Probleme gegeben wg meiner Aufschieberei und Verdraengerei, z.B. dass ich Dinge nicht bezahlt hab, nicht, weil ich das Geld nicht hatte, nein,weil ich es einfach verdraengt hatte, und letztendlich war es dann verschwunden aus meinem Kopf.....

    Deine Deutung dieses Verhaltens mit dem "maessigen Vorbereiten - maessiges Ergebnis" finde ich recht interessant, ich mache es genauso und ja letztendlich kann ich immer danach sagen "Ich weiss ja, dass ich haette besser sein koennen, wenn ich ein wenig mehr gemacht habe, aaber "will" ich ja garnicht, mir reichts ja so"

    Ja, ich beschaeftige mich jetzt seit der Beziehung mit XY auch wirklich viel mit den ganzen Sachen und will es auch gerne aendern fuer die Zukunft. Wobei ich sagen muss, dass ich zwischendurch auch viele Phasen ohne Partner hatte und mich auch da nicht mit meinen eigenen Problemen beschaeftigt habe, irgendwie kam das erst jetzt, und zwar wie der Schlag!
    Aber vielleicht hatte ich in den Solo-Phasen auch immer andere Leute, um die ich mich gekuemmert habe ( Ich vermute mal so war es..)

    Zimttee

    Mh, ja.. also ich bin bei mir immernoch nicht davon ueberzeugt, dass ich Pruefungsangst habe.

    Das Gefuehl ich bin zu wenig vorbereitet habe ich eigentlich nie, weil ich mir ja einrede, ich wollte ja nicht mehr machen. Richtige Angst vor der Pruefung hab ich nicht und meist schmeiss ich die Pruefung auch schon raus, bevor ich anfange zu lernen, es ist ein wenig absurd.

    Mein Psychotherapeut sagt, dass es sich auch um Angst im Allgemeinen handeln koenne, weil sich das bei mir auch auf andere Bereiche und nicht nur Pruefungen erstreckt. Auch das liegt wohl in der Kindheit, dieser ganze Angstkram. Ich weiss nicht, ich bin ja ein wenig skeptisch demgegenueber, dass alles in der Kindheit ankert....

    Als Kind hatte ich immer Angst, irgendwas zu tun. Eigentlich vor allem. Karussell zu fahrn, zu Geburtstagen zu gehen, zum Reitunterricht zu gehen, etc. alles war immer mit einer anfaenglichen grossen Angst verbunden, die auch oft so gross war, dass ich es letztendlich nicht machen konnte.
    Obwohl die Situation, wenn ich mich ihr stellte auch immer bewies, dass es garnicht schlimm ist, war die Angst dennoch jedes Mal da.

    Und genau die gleichen Gefuehle habe ich heute immernoch.

    Frueher nannte man das dann "Lampenfieber", mein Psychotherapeut nennt es "massive Angst".

    Naja. Da darf ich jetzt wohl mal drueber nachdenken.

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    Gester war ich 4 Stunden mit dem Rad unterwegs und es hat einfach gut getan :)

    Als ich heimkam, rief mich der Freund von meinem XY an. Ich ging auch dran.

    Verwunderlicher Weise hat er erstmal garnicht ueber XY gesprochen, nur gefragt, wie es mir geht, etc. Wir haben ein bisjen geredet und irgendwann fing er dann doch an, zu erzaehlen, dass mein XY immernoch nichts trinkt und fest entschlossen waere, das durchzuziehen.

    Sie waeren sogar zusammen weggegangen in eine Bar (was ich fuer ziemlich bescheuert halte) und auch da haetten sie beide nicht-alkoholische Getraenke getrunken und auch da haette er nochmal fest entschlossen zum Ausdruck gebracht, dass er nichts mehr trinken will.
    Der Freund nannte es "sich der Angst stellen", also dieses in die Bar gehen.

    Ich habe nur gesagt, dass es mich freut wenn es meinen XY gut geht. Mehr nicht.
    Ich habe aber sofort gemerkt, wie meine Knoepfe wieder anfingen zu wackeln, ich gerne gefragt haette gerne gefragt, ob mein XY denn auch wie er gesagt hatte, zu einer SHG geht, ob er sich einen Psychologen gesucht haette, usw,

    Bei mir war nur der Gedanke "Einmal zum Arzt gegangen und jeder denkt, alles ist gut oder was?! "

    Dann war das Gespraech auch schon vorbei. Der Freund meinte noch, dass er im Januar/Februar evtl in meiner Gegend zu tun haette und dass er mich dann aufjedenfall besuchen kaeme
    (also der Freund)

    Keine Ahnung was ich davon halten soll, von dem ganzen Gespraech. Aber ich lasse es einfach mal so stehen.

    Heute muss ich spontan arbeiten, eigentlich sollte ich froh sein. Bringt Geld, lenkt mich ab, ich seh andere Leute, etc.

    Aber so richtig froh bin ich nicht. Kommt sicher, wenn ich dann am Arbeiten bin :)

    Ich wuensch euch einen guten Tag :)

    Miriel