Herze ,mit dem Ernstnehmen meinte ich meinen xy aber irgendwann natürlich auch mich.
Ich habe 2 erwachsene Kinder und eins davon konnte es irgendwann nichtmehr mit ansehen wenn ich mal wieder ,ohne jede Vorwarnung, in eine ,,Auszeit ,,geschickt wurde.
Mein Sohn stellte mich dann vor die Wahl,,wenn du mir erzählen willst was vorgefallen ist ,wird das Folgen für XY haben.
Ich habe erzählt und als Folge durfte YX ein halbes Jahr lang nicht mit zu meinem Sohn(Hausverbot,es traf die Zeit der Hauseinweihung und Weihnachten)) und dann passierte etwas merkwürdigen.
XY war erst sauer (stur) aber er mag meinen Sohn sehr ,respektiert ihn.Irgendwann sagte xy dann zu mir der Junge hat ja RECHT!
Was sagt mir das heute?
Ich glaube so ein Alkoholiker sucht unbewußt sogar die Grenze!!!!
Klingt komisch nichtwahr?
Ich gehe jetzt jedenfalls meinen Weg,ab morgen offiziell mit MEINEM Garten,dort finde ich sicher noch besser wieder zu mir.
Ich habe bei dem Schlussmachen auch kein Ultimatum gestellt oder sowas ,ich habe in meiner unfassbar großen Wut ,,Schlussgemacht,,!!!
Und als solches betrachte ich es jetzt auch.
Punkt...
LG R...
Neu hier und im völligen Gefühlschaos und Gedankenwirrwarr
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hallo zusammen,
der erste morgen nach dem schritt, ihm auf den 1 sep gekündigt zu haben und der erste morgen mit der gewissheit, dass es kein WIR mehr gibt. auch wenn ich die trennung nicht ausgesprochen habe, so weiß ich, dass wir es von nun an sind...
Es tut weh zu wissen, dass wir von nun an nicht mehr zusammen gehören, dass ich von nun an nicht mehr sein mädchen bin, die er in den arm nimmt, aufbaut und tröstet, zum lachen bringt...ich stelle wie so oft meine entscheidung wieder in frage. ich frage mich, ob es wirklich so schlimm war, dass ich diesen weg gegangen bin bzw nun gehen muss
Mir fällt es gerade schwer, das gefühl in mir heraus zu kramen, welches mir gestern noch dabei gehofen hat, den schritt zu gehen, um mich von ihm zu lösen. aber ich finde es momentan nicht.
ich bin einfach nur traurig, dass es so weit zwischen uns gekommen ist. ich hätte mir so sehr gewünscht, dass wir es anders hinbekommen. fair und im frieden. aber im grunde weiß ich, dass soetwas nicht gegangen wäre.
ich muss mich dazu zwingen darauf zu vertrauen dass es die richtige entscheidung war...
ich würde ihm so gerne mitteilen, dass ich diesen schritt nicht gegangen bin, weil er mir nichts mehr bedeutet, ganz im gegenteil...ich würde ihm so gerne erklären, dass ich den schritt gegangen bin, weil ich angst hatte, ihn sonst nie mehr loslassen zu können. wenn ich den entzug abgewartet hätte, hätte ich mich nicht von ihm lösen können, da wieder hoffnung am wachsen gewesen wäre....aber ich habe im moment einfach keine kraft mehr, hoffnungen zu pflegen, da das misstrauen/skeptik immer größer geworden ist, die einen zermürben kann. mich, aber auch ihn, da ich ihn dieses misstrauen vermutlich erstmal immer spüren lassen werde.
ich würde mich so gerne an etwas festhalten können, dass alles wieder gut wird. ich hätte so gerne die gewissheit, dass jetzt einfach jeder erstmal seinen weg geht, und dass sich unsere wege dann wieder kreuzen...aber ich weiß, dass das total kindisch ist und im grunde weiß ich, dass das völlig der falsche weg für mich wäre
ich habe diesen weg gewählt, um mich lösen zu können. um mal wieder für mich zu spüren was ICH möchte. um mal aus seinem leben etwas raus zu kommen. um mich mal um MICH zu kümmern.
der schritt zu ihm zurück wäre auf den ersten lick der leichtere und würde mir den schmerz nehmen, der gerade in mir steckt...aber ich weiß im grunde, dass es der falsche wäre...
traurige grüße
herze -
Liebste Herze,
ich fuehle so mit dir.
Und genauso wirklich genauso fuehle/fuehlte ich mich.
Auch ich habe seit fast 3 Wochen immer wieder diese Gedanken " War es das Richtige, jetzt will er doch wirklich was tun, etc. "
Aber wie du sagst, wir tun das, um UNS zu loesen von dieser Abhaengigkeit.
Auch ich habe diesen Gedanken tief in mir, vielleicht, wenn wir beide an uns arbeiten und irgendwann stabil sind BEIDE, dann........
..und auch ich weiss, dass das eben nicht das Ziel sein darf.
Mein letztes Gespraech mit XY verlief vor allem sehr sehr ruhig, schoen und sogar mit zwischenzeitlichem Lachen ueber irgendwas... Das macht es natuerlich auch nicht einfacher..
Es ist traurig. Dass es so kommen muss. Aber ich glaube auch, dass es der Einzige Weg ist.
Und nein, ich denke nicht, dass dein XY glaubt, dass er dir egal ist. Auch wenn es vl so rueberkam, dass er das denkt. Im Grunde weiss auch er, dass es anders nicht geht. Und deshalb brauchst du ihm das auch nicht zu sagen.
Fuer mich ist es auch unglaublich schwierig, den Gedanken, dass er und ich jetzt kein WIR mehr sind, zu akzeptieren.
Ich versuche mir irgendwie immer vorzustellen, dass wir beide hier auf der Erde sind und uns getroffen haben, aus irgendeinem Grund. Allein das gibt mir schonmal ein schoenes Gefuehl, trotz aller Traurigkeit.
Und dass wir die Welt jetzt auch nicht verlassen und nie wieder erreichbar sind, dass wir auch noch in einem Jahr wieder miteinander sprechen koennen, das muss nicht jetzt sein. Und dieses eine Jahr oder auch mehr, verglichen mit meinem Leben, ist nichts.Und dann, ich glaube dann wird man viele Dinge ganz anders sehen, die man sich jetzt garnicht vorstellen kann. Und ich weiss, dass wir dann immernoch auf der Welt sein werden um die Moeglichkeit wahrzunehmen, miteinander zu reden.
Aber JETZT ist einfach nicht die Zeit fuer UNS.
Und es liegt nicht in meiner Macht. Ich gebe es ab, das was passieren wird und vertraue.
Fuer mich, vertraue ich auf mich und fuer ihn, das gebe ich ab, denn es liegt nicht in meiner Hand.
Das alles gibt mir ein kleines Stueck mehr an Gelassenheit, um im Alltag nicht an meinen Gedanken zu verzeifeln.
Wir wollen nicht zurueck. Denn das war nicht das, womit es uns gut ging.
Und auch unserem XY wuerde es nicht helfen, wuerden wir zurueckgehen.Es so anzunehmen, wie es ist, das ist unglaublich schwierig. Diese Machtlosigkeit, sie laesst einen wahnsinnig werden. Und ja, du bist machtlos! Auch wenn du irgendwelche Ausdrucke oder sonstiges bei ihm gefunden hast. DU BIST MACHTLOS!
Das zu akzeptieren kann befreiend sein.
Ich wuensche dir viel Kraft! Und ich will, dass du weisst, dass ich voll und ganz verstehe, wie du dich fuehlst und dir nur Mut machen kann, dass es besser wird.
Die Traurigkeit ist gross und das darf auch sein. Aber dieses Zweifeln es wird weniger.Vertraue auf dich.
Mit vielen Gruessen
Miriel
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Liebe Miriel,
es tut unglaublich gut, von Dir zu hören. Ich habe in den letzten Tagen Deinen Threat von vorne bis hinten durchgelesen, um mich erstens abzulenken und zweitens weil es so gut tut zu wissen, dass es andere Meschen gibt, die genau das selbe durchmachen, die die selben Ängste und Zweifel haben wie ich...ich denke Du verstehst wie ich das meine...
Und wenn Du schreibst, dass Du mich verstehst und nachempfinden kannst wie ich ich fühle, so weiß ich, dass das wirklich der Fall ist. Es ist komischerweise was ganz anderes, von Freunden getröstet zu werden und auch wenn sie sagen, dass sie mich verstehen, so weiß ich, dass es nicht der Fall ist (nicht wertend gemeint)
Hier zu sein und von EUCH zu hören, dass man verstanden wir, tut so gut!!!Du schreibst, dass das letzte Gespräch mit XY schön verlief. Auch wenn ich gerade mir nichts mehr wünschen würde, als dass ich mit ihm normal und eben auch wieder schöne Gspräche führen könnte, so weiß ich, dass ich momentan dazu gar nicht in der Lage wäre. ich würde SOFORT wieder einknicken. Hätte das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen und mich an ihn zu klammern.
Dass Du dazu in der Lage bist, zeigt aber auch, dass Du Deinen Weg wirklich vor Augen hast, meinst Du nicht?Ich weiß nicht, ob er meinen Schritt wirklich verstehen kann. Weil dieser Schritt aus solch einer absurden Situation (mit dem Rad) heraus gewählt wurde. Auf der anderen Seite denke ich doch, dass er es versteht. Er hat oft zu mir gesagt, dass wenn es mir nur noch schlecht mit ihm geht, dass wir uns dann trennen sollen...ach eigentlich auch egal....zumindest für diesen Augenblik...
Das mit dem Abgeben was mit ihm ist, das ist sicherlich ein ganz befreiendes Gefühl. Ich glaube, ich habe dieses Gefühl ab und an für ein paar Sekunden in mir, aber es ist noch nicht greifbar und somit auch noch nicht möglich für mich, es festzuhalten....aber ich denke, dass es irgendwann mal da sein wird.
Du hast so Recht mit dieser Machtlosigkeit. Aber trotzdem schlecht sich immer wieder der Gedank ein, vielleicht ist es bei ihm anders. Vielleicht braucht er doch jemanden an seiner Seite, der ihn stützt, um nicht in dieser Spirale von Depression und Angst unter zu gehen. Aber im gleichen Moment wo ich das schreibe, spüre ich auch für mich, dass ich genau das nicht mehr sein kann und will....aber die klare Überzeugung, dass es wirklich so ist, habe ich leider noch nicht...aber die kommt, da vertraue ich drauf
Ich danke Dir nochmals herzlich für Deine Worte!!!!
Auch ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.
Ganz liebe Grüße
HerzeP.S. Die Reise nach Mallorca steht ja fest. wie sieht es mit der Reise zum Kloster aus? Hast Du da auch schon was fix gemacht?
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konnte es nicht lassen und habe gerade eine SMS an ihn geschrieben. Ich habe geschrieben, dass er wissen soll, dass es mir sehr leid tut, wie es gekommen ist. Dass ich aber gemerkt habe, dass mich das ewige Hoffen und WArten krank macht...
Weiß nicht ob es richtig war...für den Moment war es das was ich wollte...
Auch wenn ich mit keiner Reaktion von ihm zu rechnen habe, so warte ich jetzt natürlich doch irgendwie auf eine Reaktion....das ist wohl un der Preis dafür, dass ich schwach geworden bin.... -
Liebe Herze,
na klar braucht er Jemanden, damit er nicht voellig im Sumpf von Alkohol und Depression untergeht....
Das meine ich ziemlich so, wie ich es sage .....JEMANDEN.....ziemlich egal wen.....auch Dich, wenns passt und sich anbietet.Bloss, solang Du zulaesst, dass er sich auf Deine Schultern stellt, um den Kopf ueber Wasser zu halten.....drueckt er Dich unter. Noch hast Du die Nase grad so ueber der Wasserlinie, aber Du schnappst schon ziemlich panisch nach Luft.....und die Last auf den Schultern wird mit der Zeit schwerer, nichjt leichter....und drueckt noch mehr und Du musst noch mehr strampeln....
Erst wenn er sieht, dass er so untergeht, strampeln muss, sich freischwimmen, wird er es vielleicht einsehen....eine Garantie gibt es dafuer allerdings nicht.
Das Einzige, was Du tun kannst, ist selber schwimmen. Ohne Rucksack.
Vielleicht trefft ihr euch spaeter irgendwann, Beide mit "Freischwimmer" Bapperle am Badeanzug.....kann sein.Nur solange Du ihn auf den Schultern traegst, schwimmt ER nicht und Du ersaeufst.
Das ist ziemlich garantiert!Natuerlich hat er auch liebenswerte Seiten...nur ob Du die noch schaetzen kannst, wenn der Mund schon voll Brackwasser ist.....wage ich zu bezweifeln.
Also mal schoen weiter Bewegungen mit den Armen ausfuehren, gell?
Lindi -
Hallo zusammen,
Lindi : Danke, dass Du mir das Bild der Schwimmer gegeben hast. Dein Vergleich trifft die Situation völlig auf den Nagel. Ich werde mir dieses Bild vor Augen halten, wenn mich die Unsicherheit wieder quält. Danke

Im Moment fühle ich gerade eine innerliche Ruhe, hoffe sie hält noch lange an.
Habe das Gefühl, dass ich die Situation gerade nüchtern betrachten kann; sehe die Dinge klar vor Augen; habe gerade keine Selbstzweifel, dass ich nicht genug gegeben habe...sehe die vielen Anläufe von ihm, an denen er dann doch gescheitert ist. Spüre, dass ich wirklich nicht mehr geben kann und dass es nun nicht mehr in meiner Macht liegt etwas für ihn zu tun....und eigentlich noch nie diese Macht besessen habe...Wenn ich mir gerade eine Zukunft mit ihm vorstelle, kann ich guten Gewissens sagen "Nein, das möchte ich so nicht".
Die Last, zu denken, nur mit mir kann er es schaffen, fällt gerade von mir. Es ist SEINE Last, die ich nicht tragen kann, denn ich habe meine EIGENE Last.Bin mal gespannt wie lange das anhalten wird...
So, jetzt muss ich mich richten und dann zur Arbeit.Liebe Grüße
Herze -
Liebe Herze,
ich kann gut nachvollziehen, dass es dir gut tut, mit Menschen zu kommuniziern, die einfach das gleiche Problem haben. Wir verstehen vieles und verurteilen auch keine "Sinnlosigkeiten", so wie es vielleicht von der Aussenwelt ganz unverstanden empfunden werden wuerde.
Dass du bei deinen Freunden das Gefuehl hast, sie verstehen es doch nicht.. Ich kenne es. Meine engsten Freundinnen waren in den schlimmen Phasen muss ich sagen sehr verstaendnisvoll, wenn ich zurueckdenke, aber ich habe mich auch sehr zurueckgezogen und garnicht so viel und staendig darueber geredet.
Meine engste Freundin hat irgendwann sehr frueh schon gesagt, sie wuenschte ich haette meinen XY nie kennengelernt. Ich glaube es war schlimm fuer sie, mit anzusehen, wie ich mich kaputtmache.
Jetzt, so im Nachhinein sind sie glaub ich grade alle (auch z.B. meine Mutter) ganz froh, dass ich mich getrennt habe.
Freunde sagen, wie stark ich waere, sie finden es toll, wie ich das jetzt alles "meistere"... aber verstanden fuehle ich mich nicht. Und ich will das auch nicht hoeren. Keiner hat wirklich Ahnung von dem aber das ist ja auch klar.
Dass es sich auch bei uns Co's um eine wirkliche Abhaengigkeit handelt, aus der man sich befreien muss, das muss ja erstmal durchblickt werden.
Aber ich glaube,wir duerfen auch nicht zu streng sein. Ich hatte Phase, in denen habe ich mich voellig abgewandt und war sogar sehr abgeneigt, abweisend, etc. gegenueber manchen Freunden. Weil sie mich ja sowieso alle nicht verstanden.
Aber... koennen sie ja auch nicht und das muss man eben auch beruecksichtigen.
Man muss es selbst erlebt haben, um das verstehen zu koennen.Dass du glaubst, ich sei auf dem festen Weg. Mh. Ich denke, du darfst nicht zu streng mit dir sein. Auch dass du ihm eine SMS geschickt hast, es ist in Ordnung. Nimm es an, bleib nicht daran haengen, mach weiter das, was du vorher im Blick hattest.
Die Gefuehle in unseren Koepfen sie fahren Karussell, das kann man nicht alles einfach so mal mir nichts dir nichts steuern.
Wichtig ist nur, dass du DEINEN Weg beibehaelst, trotz des kurzen "vom Weg abkommen", wobei ich das so hart nicht mal sagen wuerde. Auch diese Dinge gehoeren zu DEINEM Weg dazu und das ist auch genauso wie es ist, ok.
Aber natuerlich solltest du dir genau ueberlegen, warum du solche Dinge dann wirklich tust, was sie wirklich fuer dich bezwecken und ob es wirklich Sinn hat, das nochmal zu machen... usw.Weisst du, die Sache mit dem Rad und dass das ja im Grunde ne "banale Geschichte" ist, wg der man sich ja wohl nicht trennt.
Ne ne , ALLE Beteiligten wissen nur zu gut, dass das natuerlich nicht der Grund ist, hoechsten ein klitzekleiner Tropfen, der das ganze Fass zum ueberlaufen brachte. AABER es ist eigentlich auch voellig egal, weil DU weisst Herze, es ist alles gesagt. Du kannst ihm nicht aber auch wirklich garnichts Neues mehr sagen. Alles was du ihm zu sagen haettest, weiss er schon.
Dass das Gefuehl da ist, da ist aber doch noch das und dies und jenes, was du ihm ja doch gern noch gesagt haettest, das gerne erklaert und dafuer noch entschuldigt. NEIN NEIN NEIN
Tausendmal hast du es, habt ihr es schon gemacht.Die Situation ist voellig klar. Da gibt es garnichts falsch zu verstehen. Und wenn, dann spielt sich das nur im Kopf ab und dann gehts auch wieder nur ums Manipuliern. So z.B. Wie konntest du dich nur trennen, wegen so nem Mist, das Rad, das ist dir wohl wichtiger, als er?!?! Jetzt hat er eiiiinmal das Rad nicht gebracht, ist doch echt kein Beinbrucht... blablabla.
Lass dich nicht beirren. Weder von deinen noch von seinen Gedanken.
Ja und die Machtlosigkeit. Sie ist einfach da.
Und die Gedanken, dass ich ihm ja doch jetzt irgendwie Unterstuetzung leisten muesste, etc..... Ja die habe ich auch.
Aber! Wenn er die Unterstuetzung braucht, dann findet er sie auch woanders. Dann wird er sich die suchen und er wird auch fuendig werden.
Es gibt einfach so viele Wege von Aussen Hilfe und Unterstuetzung zu bekommen. Es gibt SHG, da kann man jeden Tag hingehen, mitunter sogar mehrmals am Tag.Er ist kein einsamer kleiner Junge auf einer Rieseninsel, auf der es leider nur Palmen gibt, an denen Alkohol waechst !
Du kannst ihm nicht helfen, gerade DU schonmal garnicht, weil du selbst mit drinhaengst.
Ja, das Schwimmerbild von Lindi ist perfekt

So, ich geh jetzt schlafen.
Ich wuensche dir viel Kraft und dass dein "Klarsehen" anhaelt und immer staerker wird.
Mit vielen Gruessen Miriel
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Hallo zusammen,
Miriel , lieben dank dir für deine nachricht. ich habe sie dankbar gelesen und trotzdem kann ich mich auf diese Worte, die eigréntlich doch genau das richtige ausdrücken, nicht denken und spüren.
Ich strenge mich an und bin am kämpfen, Deine Worte (die ich ja gestern auch noch so GEFÜHLT habe) zu spüren. Mir gelingt es aber gerade nicht....es ist ein besch**** Gefühl, seine Gedanken und somit seine eigenen Gefühle nicht steurn zu können...Um mir vielleicht ein bischen klarer zu werden was gerade los ist, möchte ich aufschreiben welche Gedanken und somit welche Gefühle in mir vorgehen:
Ich bin vorhin von der Arbeit zurück und jetzt üerfällt mich die Panik, dass er (nicht wie ich erst vermutet habe, seinen Rausch ausschläft), sondern gar nicht zu HAuse, sprich neben an ist. Der Gedanke, dass er gestern eine andere Frau kennen gelernt hat und nun bei der ist macht mich rasend.
Ich weiß, dass es mir egal sein müsste....ist es aber nicht....
Es ist zum Verrückt werden. Einerseits zwinge ich mich zu dem Gedanken, dass WENN er sich jetzt schon ne andere angelt, würde es bedeuten, dass er nichts gelernt hat und immer noch nicht auf SICH schaut. Dass er wieder Halt und Stärke von außen sucht, die er aber nur sich SELBST geben kann, WENN er denn etwas ändern möchte.
Bei diesem Gedanken sagt mir mein Verstand zwar "Hey, und das zeigt Dir eben doch genau, wie es weitergeht mit ihm. Und das möchte ICH nicht mehr"Aber die andere Seite sieht eben so aus, dass es mich zerreißt bei dm Gedanken, dass er bei einer anderen Frau sein könnte. Eine Fremde, der er das Gefühl gibt, welches er MIR doch immer gegeben hat. Die Aufmerksamkeit, die Zärtlichkeit, das Gefühl zu bekommen, dass man jemand besonders ist, wenn er von seinen Innersten Ängsten und Gefühlen spricht....es macht mich wahnsinnig.
Denn wenn dem wirklich so ist, so müsste ich mir selber eingestehen, dass ich ihm gar nichts, überhaupt nichts bedeutet habe. Dieses Gefühl lähmt mich und macht mich traurig. Auch wenn es mir egal sein muss, so möchte ich nicht die Gewissheit haben, dass er mich so einfach eintauscht gegen was Fremdes.
Ich möchte das Gefühl und die Gewissheit haben, dass wir uns beide wirklich geliebt haben....auch wenn es nun zu Ende ist mit uns...
Ich komme mir gerade so albern vor...
Kennt ihr solche Gedanken????
Liebe Grüße
Herze -
Hallo Herze!
Ich kenne solche Gedanken aus einer frueheren Co- Beziehung, bei der mich dieser Gedanke auch immer zerissen hat. Ich wollte es nicht mal gedanklich zulassen, dass das Besondere sich auf eine andere Frau verlagert. Das war wie Sterben fuer mich. Aber wie ich heute erkennen muss, war auch das eben eine Abhaengigkeit vom Feinsten.
Als er dann eine neue Freundin hatte, dachte ich, das ueberlebe ich nicht, wollte unbedingt die Gewissheit, dass es aber doch nur mit uns das Besonderste war und mit der eh nicht usw... Irgendwann realisierte ich, dass es ueberhaupt keinen Unterschied macht und dass ich einfach nur emotional abhaengig war.Bei meinem XY ist es nicht so, ganz im Gegenteil, ich wuerde ihm wuenschen, dass er irgendwann einfach gluecklich wird, erst mit sich selbst und dann eben wg mir auch mit einer anderen.
Auch wenn er jetzt jemand anderes haette. Ich will es garnicht wissen. Es ist einfach seine Sache. Er darf das machen, was er will und wenn er das braucht, um klarzukommen, ich kann es nicht aendern.
Auch da muss ich wieder sagen, das liegt nicht in meiner Hand, und keine Worte oder Handlungen meinerseits werden irgendetwas daran aendern.
Ich versuche es so anzunehmen wie es ist.
Und diese Gewissheit haben wollen, dass ihr euch wirklich geliebt habt. Ja damit habe/hatte ich auch zu kaempfen.
Aber letztendlich halte ich mich an meine Erinnerungen und meine Gefuehle dazu.
Fuer mich war es echt und real. Und da brauch ich keine Bestaetigung von ihm.
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so, da ich solangsam die Gewissheit habe, dass er über Nacht nicht hier geschlafen hat, sondern womöglich bei einer anderen Frau muss ich mich zwingen, wieder Klarheit in MIR zu bekommen. Egal wie sehr mich der Gedanke schmerzt, kränkt und verletzt, dass er bei einer anderen Frau ist, muss ich mir vor Augen halten was mich dazu veranlasst hat mich zu trennen.
Es mag kindisch wirken, aber um mich besser zu fühlen schreibe ich es in der Form auf, indem ich mir vorstelle, was meine mögliche Nachfolgerin erwartet:
- Die Neue wird früher oder später mit seiner Alkoholsucht zu leben und zu kämpfen haben. SIE wird das Gefühl ertragen müssen, dass der Alk wichtiger ist als man selbst. SIE wird seine allmähliche Wesensänderung zu spüren bekommen, SIE wird ihn agressiv, selbstmitleidig, zynisch, egoistisch und schwach erleben. SIE wird seinem körperlichen Zerfall machtlos zuschauen müssen.
- SIE wird früher oder später mit seiner Arbeitslosigkeit konfrontiert werden. Das anfängliche Gefühl von "Geld ist nicht alles, nur unsere Liebe zählt" wird früher oder später auch bröckeln. SIE wird entweder für ihn zahlen müssen oder als Konsequenz eben keine Reisen, Restaurantbesuche usw mit ihm machen können. SIE wird seine schlechet Laune/Unzufriedenheit zu spüren bekommen, dass er nichts auf die Reihe bekommt.
- SIE muss sich damit abfinden, dass gemeinsame Kinder unter diesen Voraussetzungen unrealistisch bzw unverantwortlich wären.
- SIE muss mit seiner Kifferei klarkommen, mit der veränderten/antriebslosen/verplanten Person. Das gleiche Gefühl wie beim Alk zu spüren bekommen, dass die Droge wichtiger ist bzw dass die Droge ihm etwas geben kann, welches man ihm als Partner scheinbar nicht geben kann. und das tut weh!!!!
- SIE muss die Auswirkungen seiner Depression ertragen. Das Gefühl, den anderen nicht erreichen zu können mit der eigenen Liebe. Stets mit der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass man selber sich irgendwann in diesem schwarzen Loch verliert.
- SIE muss akzeptieren, mit seinem Schuldenberg klar zu kommen. An dem er (solange die Süchte noch vohanden sind) so schnell nichts ändern will und kann.
- SIE muss sich nach der anfänglichen Euphorie mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er im Grunde ein tristloses und freudloses Leben führt, ohne Hobbys, Interessen und Träume....da alles unter einer Glocke von Drogen/Depressionen vergraben ist.
Ich komme mir irgendwie albern vor, diese Dinge zu schreiben, aber mir tut es gerade gut, mir all das vor Augen zu führen. Und ich habe die Hoffnung, dass - wenn mich der Schmerz wieder überrennt - ich beim Lesen meines Threats genau auf diese Zeilen stoßen kann und dann vielleicht wieder etwas klarer sehen werde.
und zwar zu sehen was ICH nicht mehr möchte.
Womöglich mag der ein oder andere die Hände über den Kopf schlagen und sich fragen, wie ich an einem Menschen hängen kann, an dem ich doch so viele "negative Seiten" benennen kann. Viele werden vermutlich denken "wenn sie so viele Dinge findet, die sie ablehnt, kann sie ihn doch gar nicht liebe, Warum jammert sie dann rum?"
Und da fängt für mich MEINE Arbeit an....mich zu fragen warum ich all das übersehen habe und auch jetzt immer noch Gedanken habe wie "Das ist doch alles zu bewältigen..." dass ich trotzdem noch nicht von ihm loskomme.Für mich stellt sich natürlich auch die Frage, ob es zum Ende hin noch die wahre Liebe meinerseits war.
Ich habe diese ganzen Baustellen allmählich natürlich immer weniger mit der rosa Brille gesehen und sie haben mich genervt und ich war frustriert, unglücklich, weil sich nichts ändern wollte...
AAAAber trotzdem habe ich an uns festgehalten. Was hat er mir geben können, dass ich die Baustellen wieder hintenan gestellt habe?Ich denke, dass es das Gefühl war, das er mir gab. Das Gefühl, wunderbar, schön, hinreißend, sexy und faszinierend zu sein. All das, wie ich mich selbst eben nicht wahrnehme. Wenn ich das so schreibe werde ich wieder traurig und merke, dass ich mir damit nichts Gutes tue. Ich merke, was mir ohne ihn fehlt.
Aber ich weiß auch, dass ich mir dieser Tatsache bewusst werden muss, wenn ich in Zukunft daran etwas ändern möchte. eben nicht mehr davon abhängig zu sein, dass jemand anderes mich toll findet. Mein Weg muss es sein, mich irgendwann so anzunehmen und vor allem mich so zu mögen wie ich bin.
Das wird ein schwieriger Weg.Aber gerade jetzt im Moment wird mir klar, dass es nicht der richtige Weg ist, das Selbstwertgefühl aufbauen zu wollen, indem man Bestätigung vom anderen bekommt. Ich dachte immer, er tut mir so gut, weil ich mich eben bei IHM so gut; ja auch schön/sexy/faszinierend fand. Aber ich merke ja genau in diesem Moment, dass ich JETZT wo er weg ist, dieses Gefühl nicht mehr habe. Mein Ziel muss es sein, all die guten Gefühle zu mir selbst, mir selbst zu geben, unabhängig von einer anderen Person. Denn andere Menschen kommen und gehen womöglich und es kann nicht sein, dass damit auch mein Selbstwertgefühl dahingeht.....DAS ist es was ich lernen muss....
Nur stellt sich natürlich die Frage, WIE???
Aber irgendwann werde ich darauf auch eine Antwort finden und werde beginnen können, MIR selber das Gefühl zu geen, dass ich etwas wert in...nein, nicht "etwas", sondern ganz viel

Und die Frage, ob es am Ende noch Liebe von meiner Seite war, oder einfach nur die Angst zu wissen, dass ich mich ohne ihn wieder allein und als nichts wert empfinde...ja dies gilt es für mich zu beantworten.
Vor der Antwort habe ich aber auch gleichzeitig Angst. Ich habe Angst, dass ich mir irgendwann eingestehen muss, dass ich mit ihm zusammen geblieben bin OBWOHL ich ihn gar nicht mehr richtig geliebt habe. Ich kann noch nicht richtig greifen, warum ich davor Angst habe....vielleicht weil ich dann an mir zweifeln müsste, nicht richtig lieben zu können? Mir einzugestehen, dass ich zwar immer gedacht habe, ihn aus vollem Herzen zu lieben, es aber in Wahrheit nicht getan habe...Weiß auch nicht...irgendwie verheddere ich mich gerade und komm nicht mehr weiter...deshalb belasse ich es an dieser Stelle.
L
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Hey L,
wie kommst du dazu, dass es eine andere Frau ist? Es ist doch eher wahrscheinlicher, dass er nach einem Rausch irgendwo anders eingeschlafen ist.
Abgesehen davon- wenn er jetzt zu einer anderen geht, dann.. naja. Dann ist es gut so, dass du dich von ihm lossagst. Dann zeigt das nur sein wahres Gesicht und wie er mit dir spielt. Ein Seitensprung als größte Demütigung.Viele Grüße,
Natalie
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Ergänzung zum vorherigen Text:
Wenn er jetzt wirklich bei einer anderen ist, dann hat das auch nichts mehr mit Liebe zu tun. Dann geht es ihm nicht um seine große Liebe, sondern darum, einen Co als Zweck um sich zu haben. -
Herze,
dieses Fokussieren auf eine andere Frau finde ich sehr typisch fuer deine (unsere) Abhaengigkeit.
Tut mir leid, dass ich das so sehe.
Natuerlich kannst du Recht haben, aber dass du dich da halt so damit beschaeftigst, im Grunde reinsteigerst und selbst wahnsinnig machst !
Du kreist wieder NUR um ihn!!!
Wo bist DU ?????
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Liebe Herze,
ich kann eigentlich nichts schreiben, was die anderen nicht schon geschrieben hätten:
versuche erst einmal, wieder zu dir zu kommen. In dem Chaos, in dem du gerade steckst, ist es einfach schwer, einen klaren Gedanken zu fassen.
Aber im Prinzip ist es völlig egal, was er mit wem wann warum macht.
Was wäre, wenn der schlimmste Fall zuträfe? Er ist bei einer anderen Frau? Du hast es selbst ja schon geschrieben – dein Selbstwertgefühl wäre dahin, weil du es in der Beziehung zu diesem Mann gesucht hast. Genau da musst du ansetzen. Warum bist du dir selbst so wenig wert?
Was wäre, wenn sich alles aufklärt, und keine andere Frau damit etwas zu tun hat? Du würdest dich wieder schuldig fühlen, weil du ihn falsch verdächtigt hast, oder du wärest überglücklich, weil deine Befürchtung nicht eingetreten ist.
So oder so hängt dein Wohl und Wehe von diesem Menschen ab. Das ist Co-Abhängigkeit.
Und du wirst dir damit selbst immer und immer wieder weh tun.
Lass’ es nicht zu. Sei dir etwas wert! Du hast alles Gute verdient, was diese Welt zu geben hat. Das hier ist nicht gut.
Mit vielen lieben Grüßen
Lea -
hallo ihr Lieben,
ich habe eure Antworten alle mehrmals durchgelesen und komme mir grade etwas blöd vor, dass mein längster Eintrag hier im Forum darum geht, ob er schon jetzt so kurz nach dem Rausschmiss (und somit auch Trennung!?) eine neue frau kennen gelernt hat.
Darum sollte es nicht gehen...aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich diese Unruhe heute nicht mehr habe....
aber ihr habt völlig Recht, ich muss bei MIR bleiben, die Situation annehmen wie sie ist und mich nicht mit solchen Gedanken noch verrückter zu machenDie Situation ist für mich gerade nämlich schon so schwierig genug. Seine Schwester hat gerade angerufen. Ich hatte den Eindruck (auch wenn wir nur sehr kurz telefoniert haben), dass sie meine Entscheidung völlig respektiert und versteht, ich hörte aber dennoch raus, dass sie sich Sorgen macht, da sie ihn nicht erreicht/er sich nicht zurück meldet.
Und schon wieder fängt es an, dass in mir die Gedanken rasen....mir fällt es schwer einen klaren Gedanken zu bekommen....möchte bei MIR bleiben und dennoch schaff ich es nicht.
Ich möchte wissen wie es ihm geht, möchte ihm sagen, dass alles zu schaffen ist, dass er keine Angst haben braucht....dass ich nicht aus der Welt bin
Obwohl ich, wenn ich ehrlich zu mir bin, sicherlich gerade die letzte wäre, die er im Moment sehen möchte....dieser Gedanke tut verdammt weh und ich verdränge ihn lieber ganz schnell wieder....Und schon wieder fängt es an, dass ich mich mies fühle...dass ich ihn verraten habe, ihn im Stich gelassen habe...so wenige Tage vor seinem Cannabis-Entzug.
Vom Kopf her weiß ich, dass ich das alles nicht denken muss/darf...aber ich FÜHLE es so...Ich ertappe mich bei den Gedanken, dass es doch gar nicht so schlimm war....er hat nicht täglich getrunken, (meist aus Frust oder wenn er nicht weiterkam mit dem was er sich vorgenommen hatte),.....und auch hier weiß ich eigentlich, dass ich mir kein schlechtes Gewissen einreden muss, dass er JETZT gerade dauernd säuft (so vermute ich zumidest).....
Ich bin grade ziemlich wirr im Kopf -
was ich mich aber auch gerade frage, ob ich überhaupt verstanden habe, was Co-Abhängigkeit bedeutet.
-Bedeutet es das, wenn man anfänlich ahnt, dass etwas nicht stimmt und die Hoffnung hat, mit MIR schafft er es in den Griff zu bekommen?
-Bedeutet es, dass man irgendwann dem anderen Vorwürfe macht, dass er einen nicht wirklich lieben würde, wenn er immer weiter trinkt statt aufzuhören?
-Bedeutet es, dass man immer nachfrägt wieviel er getrunken hat und die Menge des Alks davon abhängig macht, ob man sich ihm abwendet oder nicht?
-Ist es das, dass man die Trinkerei auf sich bezieht...so auf die Art, hätte ich nur keinen Streit angezettelt, dann würde er nicht trinekn?Ich frage mich gerade, wie eine gesunde Persönlichkeit mit der Situation umgehen würde, wenn sie mit einem Alkoholkranken Menschen zusammen ist. Oder zeichnet eine gesunde Person sich schon darin aus, dass sie erst gar nicht mit diesem Menschen zusammkommen würde...hab grad das Gefühl, gar nichts mehr zu verstehen...
Ratlose Grüße
Herze -
Hey Herze.
Co-Abhaengigkeit hat viele Facetten und existiert ja nicht nur im Bezug auf Alkohol (so glaube ich?!)
In der Co-Abhaengigkeit begibt man sich sozusagen in eine Symbiose mit dem anderen...
Man mutet dem anderen die Eigenverantwortung zu und umgekehrt.
Der Co-Abhaengige (Ich wuerde mal behaupten, dass es oft auch einfach 2 Co-Abhaengige sind, ist der eine Partner jetzt noch suechtig oder nicht) laesst sich diese Gesamtverantwortung ueber die Innen- sowie manchmal Aussenwelt des Anderen uebertragen und findet sich in dieser Rolle ein.Die Verantwortung fuer sich selbst uebertraegt er auf den Anderen (beim Alkoholiker vielleicht nur sinngemaess, es existiert eben eine emotionale Abhaengigkeit) Der Co-Abhaengige muss nicht mehr selbst fuehlen, sondern fuehlt irgendwann nur noch durch den Partner, lebt nur noch fuer und durch ihn.
Dass du die Hoffnung hast, dass er es mit DIR in den Griff bekommen kann, ist sicher ein Symptom der Co-Abhaengigkeit, durch das dein mangelndes Selbstwertgefuehl in der anfaenglichen Rolle der "Retterin" erstmal maechtig aufpoliert wird.
Das Nicht-AufhoerenKoennens des Partners zu verwechseln mit zu geringer Liebe, auch das ist denke ich eine Begleiterscheinung der emotionalen Abhaengigkeit vom Partner, wobei diese normalerweise abflacht, wenn man sich wirklich intensiv mit der Krankheit Alkoholismus auseinandergesetzt hat (Was die meisten ja auch erstmal tun, bevor sie sich mit ihrer eigenen Abhaengigkeit auseinandersetzen :), auch das typisch Co )
Dass du immer nachfraegst ist ein natuerliches Verhalten, wuerde ich sagen. Du willst deinen Partner klar und nicht benebelt, wenn du mit ihm sprichst. Es ist unangenehm einen immer nur halb-anwesenden Gespraechs-Liebes-usw.- Partner zu haben, also faengt man an, es nicht mehr zu tolerieren. Weiterhin benutzt man diesen Liebesentzug als Strafe, um ihm die Konsequenzen halbherzig und versuchsweise um die Ohren zu knallen.
"Hast du getrunken?" - "Ja, ein Bier"
"Ok, dann reden wir morgen wieder, Gute Nacht!"
Ich glaube, dieses "Bestrafen" ist voelliger Schwachsinn und bewirkt auch bei dem anderen garnichts, aber zum Eigenschutz empfinde ich dieses Verhalten als normal, da es sich beim alkoholisierten Partner ja wirklich um einen penetranten oder unzurechnungsfaehigen Gesellen handeln kann.Das man die Schuld bei sich selbst sucht fuer das Trinken des Anderen, ja ich denke, dass das ganz klar zur Abhaengigkeits-Beziehung gehoert. Macht XY ja auch nicht selten Andeutungen in die Richtung, die einem natuerlich die Gedanken im Kopf rumdrehen. Aber auch da kann es Abhilfe verschaffen, wenn man sich Alkoholismus als Krankheit und nicht als Willensschwaeche vor Augen fuehrt.
Ich glaube, eine gesunde Persoenlichkeit geraet entweder nicht in diese Situation weil sie sehr viel frueher durch den "normalen Instinkt" gefuehrt, die Kurve kriegt und sich vermutlich nicht auf eine Beziehung einlassen wuerde, wenn sie da irgendwas Faules riecht.
Begibt sich aber eine gesunde Persoenlichkeit (gibt es die ueberhaupt?
Also sagen wir mal eine Persoenlichkeit ohne Co-Tendenzen) in eine solche Beziehung oder geraet eben hinein, da der Partner erst Jahre spaeter anfaengt zu trinken, so entwickelt sich glaube ich IMMER auch die Co-Abhaengigkeit durch das sich schleichende Entwickeln der Sucht schleicht auch der Co sich ein, ich glaube grade dann ist es am Schwierigsten das zu erkennen...Ich weiss aber nicht, wie hoch die Anzahl der Menschen mit AlkoholikerBeziehungs-Erfahrung ist, die KEINE fruehere Begegnung (Familie, Kindheit) mit solchen Dingen gemacht haben.
Ich glaube letztendlich ist ein Co-Mensch immer ein Mensch mit mangelndem Selbstwertgefuehl, das verbessert werden muss.
Eine Alkoholikerpersoenlichkeit ist perfekt, um diese Luecken zu fuellen.
Das sind meine Gedanken dazu.
Liebe Gruesse
Miriel
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glück auf herzl
Zitat von herzeloydehab grad das Gefühl, gar nichts mehr zu verstehen...
ich hab grad das Gefühl, das du grade beginnst, ganz genau zu verstehn, was mit dir loß is. und dass du desshalb verwirrt, entsetzt und total von der rolle bist.
sorg dafür, dass es dir gut geht (schreib ich fast jedem co - is aber genau richtig).
kraftpäckl
matthias -
Hallo zusammen,
Miriel : danke Dir für Deine Antwort. Vor allem Deine zwei letzten Sätze drücken aus, was das Problem im Wesentlichen ist:
dass es bei uns Coabhängigen um mangelndes Selbstwertgefühl geht, das wir bei dem Partner versuchen aufzupolieren.
Ist der Partner eben alkoholkrank, so entsteht im Laufe der Partnerschaft eine gegenseitige Abhängigkeit. Ein "gesunder" Partner würde das fehlende Selbstwertgefühl sicherlich früher oder später als "Defizit" feststellen; dieses Prolem ansprechen und zur Änderung auffordern/helfen, da er merkt, dass eine Abhängigkeit zu keiner gesunden Beziehung führen kann.
Ein süchtiger Mensch allerdings ist dazu nicht in der Lage und nimmt bewusst oder unbewusst das geringe Selbstwertgefühl des Partners vielleicht gerne in Kauf. Vielleicht weil es ihm zeigt, dass eben niemand perfekt ist...und somit sein Problem vielleicht auch nicht mehr so dramatisch anzusehen ist....nur so ne Idee gerade."Eine Alkoholikerpersoenlichkeit ist perfekt, um diese Luecken zu fuellen." Das war DEin zweiter Satz. Und genau das darf nicht sein....dass man jemand anderes BRAUCHT um sich vollständig zu fühlen.... so weit das Wissen im Kopf...nun muss "nur" noch das Herz hinterher kommen...
silberkralle
Danke fürs "Glück auf" (immer wieder schön zu lesen; ob nun bei mir oder bei anderen) und das Kraftpäck.
Gestern konnte ich mit Deiner Antwort noch gar nicht so viel anfangen. Ich dachte "Hm...wenn er meint...aber warum bin ich dann so wirr im Kopf..."
Ich hatte eine besch*** Nacht...meine Gedanken sind gerast....über mich, über ihn, über die Arbeit, über Belangloses, über die Welt, über alles...und wieder von vorne....ich konnte keinen dieser Gedanken fassen, sie sind wie Blitze im Kopf hin und her...völlig zusammenhangslos.....dachte echt ich werd verrückt...die Kettenraucherei im Moment hat dann wahrscheinlich noch dazu gegführt, dass ich das Gefühl hatte eine Luft mehr zu bekommen....keine gute Nacht!!!!Aber ich habe sie rumbekommen. Und nun sitze ich hier..habe vorhin beim Filmschauen ein paar Tränen vergossen beim Gedanken an ihn...an uns....
Aaaaber es waren keine Tränen der Verzweiflung.....nicht das Gefühl dabei, dass es nie mehr aufhört...dass es einen zerreist
Es ist nicht gut wie es gerade ist; aber es ist erträglich....vieleicht morgen schon wieder nicht...aber für den Moment..
Jetzt heißt es noch Durchhalten bis er am 1 Sep auszieht (ich hoffe er bekommt das gebacken),.....da wirds sicherlich nochmal hart....aber dann kann ich zur Ruhe kommen.....kann mir überlegen, ob ich die WG auflöse und in eine eigene Bude ziehe oder ob ich einen neuen Mitbewohner (bzw zwei, da der andere Mitbewohner Mitte Sep auch auszieht) suchen werde, um hier nochmal neu anzufangen...ich werde es sehen....Liebe Grüße von Herze, die heute endlich wieder etwas von ihrer Ruhe zurückerkämpft hat
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