Beiträge von TimeIsAHealer

    Ok.

    Ein paar Noten kostenlos runtergeladen, Waesche gemacht, gekocht uuuund Klosteranmeldung bestaetigt.

    Am 25.9. ist es soweit. Ich bin irgendwie davor mehr aufgeregt wie wg Mallorca :D

    Heute habe ich schon aufgehoert, die Tage zu zaehlen (natuerlich weiss ich jetzt, wenn ich das schreibe, der wievielte STILLE Tag es ist, aber ich denke ihr wisst, was ich meine ;) )

    Kurz hatte ich einen Anflug von Traurigkeit bei dem auch ein paar Traenden geflossen sind, aber das war ok so, ich hab mich sofort abgelenkt und etwas gemacht und dann ging es auch nach einer Weile wieder.

    Ich wuensche euch allen eine Gute Nacht.

    Eine gute Ablenkung finde ich, ist auch immer, etwas produktives zu machen, wie zum Beispiel eben einen YogaKurs, Sprachkurs, Musikschule, ....

    Je nach Interesse natuerlich.

    Ich finde, wenn man sich wirklich etwas anderem widmet, was einen auch wirklich persoenlich weiterbringt, ist das eine gute Sache.

    Aber natuerlich kann man sich jetzt nicht die Tage fuellen, indem man jeden Tag einen anderen Kurs belegt :D

    Die richtige Balance zwischen "sich wieder seinen Interessen widmen" und "um sich selbst kuemmern" (und nicht eine Masse an Hobbies dazu nehmen, um sich wiederum nicht mit sich selbst beschaeftigen zu muessen)

    .......

    Hallo ihr Lieben,

    heut war mein Tag wirklich nett.

    Aufgestanden, war beim Arzt, danach hab ich mich kurz mit einer Freundin getroffen, dann gebummelt und dann hab ich noch ein paar Sachen erledigt und mich um ein paar noetige Anschaffungen fuer die Wohnung gekuemmert (Leider nimmt mein Mitbewohner der jetzt auszieht unter anderem die Waschmaschine mit... aaaaah :( )

    Jetzt werd ich mir gleich noch was kochen, meine Haushaltssachen machen und noch einen Film schauen.

    Es ist so unglaublich heiss, dass sogar die Schokolade in der Wohnung schmilzt :D

    inbetween

    Vielen Dank fuer deine Recherche, ich werd mir das mal gleich "zu Gemuete fuehren" :)

    Und auch am Besten direkt ausprobieren.
    Bei der psychotherapeutischen Beratung hab ich ja eine Atem Uebung gezeigt bekommen, konnte mich aber so vor Ort und auf Kommando null drauf einlassen, hab es aber ein paar Mal ausprobiert und das klappt alleine natuerlich besser ;)

    Danke fuer deinen Tipp :)

    topas

    Vielen Dank fuer deine Worte. Es ist schoen zu hoeren, dass ich anscheinend garnicht mehr so vernebelt bin, wie ich noch vor kurzem war :)

    Ja, ich glaube, so wie MaryLou sagt, kommt es sicher auch auf die Art der Ablenkung an. Ich denke es ist ganz wichtig, dass man vor allem SICH SELBST was gutes tut beim Ablenken. Fenster Putzen ist zwar Ablenkung, aber im Grunde machst du da ja nicht wirklich etwas, was du nuuur fuer machst, auch wenn die Fenster danach sauber sind (wobei sie nach einem Mal putzen ja auch schon sauber genug sind ;) )

    Ich gehe zum Beispiel wirklich mit mir allein Spazieren, ganz bewusst, und versuche das auch ganz bewusst zu geniessen. Genauso hab ich es jetzt schon des Oefteren gemacht, dass ich einfach mal stundenlang gebummelt bin, Kaffee getrunken mit mir allein, mir einfach wirklich Zeit gegeben, was auch mir sehr schwer faellt.

    Die Stunden verfliegen und du fuehlst dich irgendwie wohl, auch wenn ich mir anfangs komisch vorkam, das einfach nur ICH der Grund dieser Unternehmung bin.

    Was ist Imagination?

    Progressive Muskelentspannung sagt mir was, ich will mich unbedingt bei einem Kurs anmelden, Meditation oder Yoga. Damit hab ich Zeit gefuellt, mache was fuer mich und lerne gleichzeitig auch noch richtig zu atmen. :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Zu der Freundschaftsfrage...

    Ja, stimmt.

    Nicht von der Person, sondern von der eigenen Sucht und von der Sucht des Partners.

    Ja FrozenTears schrieb ja auch, nicht von der Person.

    Ich finde das alles sehr schwierig.

    Aber ja, es stimmt schon, als ich ihn z.B. am Wochenende sah, bei Skype, fand ich es schoen ihn zu sehen, als er die Flasche alkoholfreies (...) Bier ansetzte, war bei mir sofort alles vorbei.

    Seine (und auch meine) Sucht hat mich krank gemacht, nicht er.

    .........

    Ich hab seit 2 Jahren Probleme mit der Atmung, war auch schon beim Arzt, hat mir da schon empfohlen Entspannungstechniken zu erlernen, da es keine koerperlichen Ursachen gibt. Hab also oft regelrechte Atemnot gehabt, mich aber ueber die Zeit richtig dran gewoehnt, so oft eigentlich hinter meinem eigenen Atem herzurennen..

    Vor ein paar Wochen (hab ich hier kurz erzaehlt) hatte ich dann ein sehr unangehmes Erlebnis auf einem Geburtstag, wo zur akuten Atemnot auch Brustschmerzen hinzukamen, grenzte halt an Panikattacke, aber ich will da auch nicht uebertreiben.

    Mein Atem ist eigentlich grundsaetzlich zu flach und ich habe das Gefuehl ich muesse "nach" atmen, bin also eigentlich was das angeht immer unentspannt.

    Wenn ich Stress habe oder "akut" traurig bin, dann verstaerkt sich das ganze und ich mir bleibt halt eben auch die Luft weg und ich muss mich richtig drauf konzentrieren, tief einzuatmen, und keine Angst zu bekommen.

    Ich hatte dann die letzten 3 Monate Gesangsunterricht und habe dort schonmal grundlegend gelernt, richtig zu atmen, was ich einfach nie tat vorher.
    Das war ein guter Anfang, zu erkennen, dass ich einfach falsch atme, aus welchen Gruenden auch immer.

    Ich glaube, bei mir hat es wirklich was damit zu tun, dass ich nie entspannt bin. Und das muss ich jetzt gezielt lernen.

    Ich muss definitiv was dafuer tun, bzw. dagegen.

    Atemmeditation wird wohl das Beste sein.

    Ich muesste mich halt nur auch mal drum kuemmern. Unglaublich dass ich es schon vor 2 Jahren haette machen sollen, der vermehrte Stress im letzten Jahr hat das natuerlich nich besser gemacht....

    mmh...

    Danke fuer deinen Tipp, ich sollte es vielleicht auch einfach mal im Alltag einbauen, ab und an 10 Minuten still zu sitzen und in den Bauch zu atmen.

    Mit lieben Gruessen :)

    inbetween :)

    Grade erst gesehen.

    Ja, ich habe mir jetzt mal 2 Probetrainingstage auf naechste Woche gesetzt, einmal Fitnessstudio, einmal Kickboxen. Nur fuer mich :)

    Richtige Entspannung ist das natuerlich nur bedingt, Yoga oder Meditation waere da glaub ich eher was, das muss ich eben auch mal in Angriff nehmen.

    Aber mein Klosteraufenthalt kommt ja auch Ende September :)

    Ansonsten habe ich jetzt schonmal nach Noten geschaut und will mir auch da was bestellen, weil ich ja grad auch viel freie Zeit habe also auch Zeit zum Ueben.

    Aber eine gezielte Entspannungstechnik wuerde mir denke ich sehr gut tun.

    Mit vielen Gruessen

    Guten Morgen ihr Lieben,

    Frozen Tears

    Ja stimmt schon, dass ich ihn als Leidenden in den Vordergrund gestellt habe, manchmal immernoch stelle.

    Und du hast mit allem Recht, was du sagst, wobei deine Worte fast hoffnungsvoller klingen, wie ich gerade fuer mich selbst denke.

    Ich will im Grunde garkeine Hoffnung, Erwartung mehr haben, weder darauf, dass unsere Wege wieder zusammenfuehren koennten, noch dass wir vielleicht irgendwann freundschaftlichen Kontakt haben koennen.

    Ich habe sehr sehr hart gekaempft gegen mich selbst, ihn so anzunehmen und zwar mit dem Alkohol, als ich soweit war, bin ich aber dennoch zu der Entscheidung gekommen, dass ICH das aber nicht will, weder als seine Partnerin, noch als seine Freundin, weil er mich immer wieder mit involviert hat in seine Trinkausbrueche, durch Anrufe, Nachrichten, etc.. oder eben vor Ort.

    Ich habe realisiert, dass ich die Beziehung nicht auf die Ebene Freundschaft verlagern kann, dafuer ist zuviel passiert und selbst wenn er nur ein Freund waere, wuerde es mich stoeren, auch an einer Freundin, wenn sie sich so gegenueber mir verhalten wuerde.

    Darueber habe ich viel nachgedacht und das hat letztendlich zur Trennung gefuehrt, dass ICH schlicht und ergreifend MEIN Leben nicht mit dem Alkohol teilen moechte, auf welche Art und Weise auch immer.

    Aber natuerlich habe ich auch erkannt, dass ICH krank bin.
    Und deshalb war fuer mich die Trennung und der erneute Kontaktabbruch jetzt auch der einzige Weg, der MIR helfen kann, wieder leben zu koennen.

    Ich habe sehr frueh erkannt, dass mein XY krank ist und habe mich viel mit der Krankheit beschaeftigt, was natuerlich typisch Co ist und noch mehr dazu gefuehrt hat, dass ich dem ganzen auch viel Verstaendnis entgegen brachte. Falsch natuerlich, denn ob krank hin oder her, man kann etwas dagegen tun! Diese Erkenntnis kam mir eben erst wieder ein Stueck weit spaeter, dass er nicht ganz hilflos ist und ich eben mindestens genauso leide, wenn nicht sogar, wie du auch sagst, die einzig wirklich Leidende war.

    Ich kenne mich ein wenig und ich weiss, dass ich ganz tief innen noch einen kleinen Funken Hoffnung aufbewahre, gegen den ich mich fast wehre, weil ich, genau wie du sagst, nicht mehr enttaeuscht, wenn ueberhaupt, nur noch ueberrascht werden will.

    Im Grunde will ich garkeine Erwartungen mehr haben und so hab ich mich ihm gegenueber auch verabschiedet. Ich warte nicht. Weder auf ihn noch auf sonstwas. Eigentlich verbiete ich mir selbst, weder Gutes noch Schlechtes von ihm zu wissen.

    Ich goenne ihm Gutes, ich wuensche ihm nichts Schlechtes, aber ich will es nicht mehr wissen, nein ich darf es sogar nicht mehr wissen, weil es nur wieder meine Sucht fuettern wuerde.

    Und einen Rueckschlag, so egoistisch es klingt, moechte ich nicht mitbekommen, weil ich auch weiss, dass ICH ihm nicht helfen kann und MEINE Gesellschaft ihm da auch nur schadet, mal abgesehen davon, schadet es mir.

    Wie du sagst, wir stehen uns gegenseitig im Weg und das sehe ich auch so und habe es auch gegenueber ihm genauso formuliert.
    Miteinander kommen wir an dieser Stelle einfach nicht mehr weiter. Das ist klar, aber natuerlich unglaublich schmerzhaft.

    Schwierig war eben nach der Trennung jetzt, dass ich mich ja garnicht mehr meldete aber eben doch zu schwach war, seine Anrufe nicht entgegenzunehmen. Er erzaehlte mir eben dann alle 2 Tage, was er alles vorhat und berichtete mir auch von Schritten, die er schon gegangen sei.
    Ich habe mich oft zurueckgehalten, nicht wieder was belehrendes zu sagen, etwas, was ich noch besser weiss und was er doch anders machen koennte.
    Aber dennoch habe ich dadurch gewusst was er tut und gemerkt, dass mir das NICHT gut tut.
    Und auch das habe ich gesagt.

    Ich bin froh, dass ich so weit bin und sagen kann, dass mir das nicht gut tut und dementsprechend gehandelt habe, trotz des Schmerzes... denn sehr sehr lange habe ich immer nur den Schmerz vermeiden wollen, der entstehen koennte, wenn wir getrennt sind, anstatt mal ueber den Schmerz nachzudenen, der existiert, jeden Tag wenn wir zusammen sind.

    Die Traurigkeit darueber ist gross, aber ich kann dennoch sagen, dass die Begegnung mit ihm bei mir bewirkt hat, dass ICH mich veraendert habe und veraendern will und dass ich viele viele Dinge erkannt habe, die es gilt aufzuarbeiten.

    Ja, ich versuche, meinen Tag einfach zu gestalten, ohne eben an ihn zu denken, ohne zu ueberlegen, das gelingt mir eben nicht immer, aber ich arbeite daran, Tag fuer Tag.

    Danke fuer deine Worte. Sie helfen immer wieder, klar zu sehen und nach vorne zu schauen! :)

    Mary Lou

    Ja.. das mit der Ablenkung ist wirklich so eine Sache.. Ich denke ich habe sie ganz gut eingesetzt, da fuer mich die ersten Tage immer die schwersten sind und meine "Rueckfallgefahr" die groesste, so glaube ich zumindest.

    Ich weiss aber was du meinst, dass der Suchtdruck durch falsche Ablenkung erst Recht groesser werden kann und deshalb versuche ich jetzt auch, mich mit MIR allein abzulenken, da kann ich im Grunde nicht in ein Loch fallen, da ich mich ja selbst nicht allein lassen kann :)

    Ich muss mir inzwischen eigentlich nicht mehr sagen oder vorstellen, wie es waere, wenn ich mich wieder melden wuerde, weil das einfach schon ganz klar ist. Es ist ganz klar, dass der Kontakt nicht sein darf (jedenfalls denke ich das, vielleicht bin ich auch zu streng mit mir selbst, aber ich glaube, dass das der einzige Weg ist..) und deswegen versuche ich einfach nur meinen Tag zu fuellen und der Gedanke ihn anzurufen kommt nur selten, vielmehr kommt eben die grosse Traurigkeit ueber all das und darueber, dass ich nichts machen kann.

    Oft ueberlege ich eben, ob ich ihn jetzt nicht doch im Stich lasse, jetzt wo er so klar sagt, er will was tun... das zerreisst mich immer mal wieder.

    Danke fuer deinen Zuspruch.
    Ich empfinde mich selbst eher als hilflos und klein.

    Mit vielen Gruessen, ich wuensche euch einen schoenen Tag

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    mal kurz ein Gedanke dazu aus Sicht einer Tochter :)

    Auch ich habe zwei Eltern "parteien", die im Krieg stehen.

    Eine finanziell sehr gut gestaerkte (die Manipulative - der Vater) und eine, wo kein Geld ist (die Mama)

    Ich habe mich lange in der Abhaengigkeit zu meinem Vater befunden, und sehe heute, dass es wirklich eine manipulativ erreichte Abhaengigkeit war. Ich war nie materialistisch eingestellt, bin es auch heute genausowenig wie vorher.

    Es war einfach nur die Abhaengigkeit plus dann irgendwann das schlechte Gewissen, weil er mich ja immer "unterstuetzt" hatte.

    Gott sei Dank habe ich meiner Mama deshalb nie den Ruecken gekehrt, bei meiner Schwester sah das zeitweise anders aus.

    Ich bin froh, dass ich nicht mehr mit meinem Vater zusammenlebe und die Dinge heute ganz klar sehen kann und ich bin froh, dass in all dem Krieg die Beziehung zu meiner Mama nicht kaputt gegangen ist.

    Doch hab ich sie immer geliebt und vermisst, auch wenn ich nicht bei ihr war, war da aber dennoch stets diese extreme Hin-und Hergerissenheit die es mir manchmal nur schwer ermoeglicht hat ueberhaupt ein Urteil ueber die Situation zu faellen.

    Meiner Meinung nach auch klare Co-Abhaengigkeit, die es einem fast unmoeglich macht klar zu denken.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Liebe Topas,

    du bist sowieso immer der Verlierer?

    In deiner Situation jetzt, mit all deinen Erkenntnissen und deinem Wissen.

    Du kannst NUR noch gewinnen! Und zwar fuer dich!

    Nein, draengen lassen zu der Entscheidung solltest du dich nicht.
    Auch ich hatte dich gefragt, warum du dich nicht trennst. Aber nicht, weil ich denke, dass es doch einfach ist, sondern weil ich wollte, dass auch DU dir gedanken darueber machst, warum du dich nicht trennen kannst.

    Denn da sind ja die Abhaengigkeiten, die dich an ihn binden, die es gilt zu loesen.

    Ja, etwas zu veraendern bedeutet immer, dass man Altes, Gewohntes loslassen muss, das tut weh und macht Angst, das ist ganz normal und darf auch sein.

    Dennoch, du solltest fuer dich einfach nur versuchen, klar zu sehen.

    Was fuehlst du einfach in der Situation? Fuehlt es sich denn irgendwie noch gut an?

    Und wenn nicht, was koennte sich gut anfuehlen?

    Was bereitet dir momentan Freude?

    Ich wuensche dir ganz viel Kraft

    Miriel

    Zweiter Tag in Stille.

    Heute Morgen noch voller Tatendrang war es mir dann ziemlich schnell garnicht mehr gut, ich bin dann zwar losgefahren aber hab dann doch nur ein paar Sachen erledigt und Schreibkram gemacht und war an der Uni weil es mir irgendwie nicht gut war.

    Um 18 Uhr bin ich dann heimgekommen und hab einfach nur bis jetzt geschlafen.

    Hab fast das Gefuehl, krank zu werden (oder schon zu sein), waere fast zum Arzt weils mir zwischendrin so schlecht war.
    Vielleicht auch nur das Wetter oder sonstiges.

    Oder eben die Anspannung,die mal wieder abfaellt.

    Ich hoffe morgen ist es wieder weg..

    Ich denke an ihn.
    Es sind traurige, wuetende und hoffnungsvolle Gedanken, die sich abwechseln.

    Ich komme immer wieder zu dem Punkt, dass alles hin und her denken nichts bringt, es ist wie es ist.

    Aber es ist wirklich schwierig.

    Jetzt nach 2 Tagen kann ich mir schon wieder garnicht mehr vorstellen, dass wir noch vor 2 Tagen lange Gespraeche fuehrten und auch mitunter sehr locker und schoen miteinander kommunizierten.

    Das ist jetzt wieder in weite Ferne gerutscht und ich bin wieder am vorwaerts gehen, so lansgsam aber sicher..

    Die anfaengliche Freude ueber den Mallorca-Urlaub wurde ein wenig ueberschattet von der Angst vor der Konfrontation mit vielen trinkenden Menschen.
    Aber auch das sollte ich wohl einfach auf mich zukommen lassen.

    Mit vielen Gruessen von Miriel, die gerade wieder einen echten Durchhaenger hat...

    Liebe Herze!!

    Glaube mir, DU wirst ihm nicht helfen koennen, das kann wenn dann nur er selbst.

    Im Grunde sind deine Liebesbekundungen und Zuwendungen mehr schaedlich als hilfreich, da sie ihn immer wieder davon abhalten, die realen Konsequenzen fuer sein Verhalten zu erkennen.

    DU bist nicht fuer ihn verantwortlich!!

    Und DU bist oder die Distanz ist auch nicht der Grund dafuer, dass er grade wieder trinkt.

    Es ist eine Sucht. Er wird immer einen Grund haben zu trinken.

    Du fragst wann es aufhoert -

    Wenn DU aufhoerst !

    Nur DU kannst fuer DICH etwas aendern. Er wird es nicht. Und wenn du dich immer wieder in den Kreislauf aus Trinkerei, Abhaengigkeit, scheinbare Hilfe, etc. begibst, wird dein XY auch nicht die Chance haben, zu erkennen, dass ER ganz allein dafuer verantwortlich ist, fuer das was ER tut.


    Deine Gefuehle kann nachvollziehen, wir alle haben solche Gedankenhoellen durchgemacht.

    Auch wir sind suechtig. Unser Suchtmittel ist XY, von dem wir abhaengig sind, von dem wir uns nicht loesen koennen.

    Wir muessen den Schritt gehen uns zu loesen. Wir erwarten dass XY seine Sucht bekaempft, suhlen uns aber selbst immer und immer wieder in unserer Abhaengigkeit zu ihm !!!

    DU kannst es aendern, liebe Herze. Es liegt in deiner Hand, etwas FUER DICH zu tun.

    Ich wuerde dir raten, ihn im betrunkenen Zustand, GARNICHT anzusprechen, erst garkein Gespraech zu suchen, da es schlicht und ergreifend einfach nur dein Drang ist, dem du nachgehst und nicht wirklich sinnvoll ist.

    Was willst du von ihm hoeren?
    Ob jetzt im trinkenden oder nuechternen Zustand?
    Er wird dir nicht sagen, was du hoeren willst, weil er es auch nicht kann und schon garnicht umsetzen kann!
    Nur du kannst dir Antworten geben auf deine Fragen.
    Und dementsprechend handeln.

    Ich wuensche dir ganz viel Kraft liebe Herze.

    Mit vielen Gruessen Miriel

    Hallo liebe Herze,

    deine Gedanken kann ich nur zu gut nachvollziehen, zwar hat es bei mir nicht 2,5 sondern nur 1 Jahr gedauert bis ich hier gelandet bin aber selbst da habe ich mir oft gedacht, haette ich doch nur frueher die Notbremse gezogen...

    Ich hatte glaube ich das Glueck, warum auch immer, mich schon nach ca. 1 Monat mit der Krankheit zu befassen, weil es fuer mich da irgendwie von jetzt auf gleich offensichtlich war.

    Aber selbst dann dauerte es noch fast ein Jahr bis ich wirklich hierher kam und mich letztendlich trennen konnte.

    Mach dir keine Vorwuerfe.
    Die Zeit ist dann da, wenn sie da ist. Da gibt es keinen richtigen Zeitpunkt, oder besseren, es ist jetzt so wie es ist, und ich finde es erstaunlich, wie schnell du einfach deine Gedanken anfaengst zu durchbrechen, dem ganzen sehr kritisch entgegen bist und dich nicht davor scheust, dir auch selbst Dinge einzugestehen.

    Respekt!

    Suche nicht die Schuld bei dir.
    Genauso gut kann man sagen, haette er dies, haette er das...

    Nein, vielleicht war das eben euer gemeinsamer Weg, den ihr gegangen seid, aus allen moeglichen Gruenden, weder er noch du war eben bereit, etwas wirklich zu aendern.

    Umso besser ist es, dass DU jetzt weisst, dass DU FUER DICH etwas aendern willst!! Und es freut mich fuer dich!

    Deine Traurigkeit.. sie ist normal, sie ist ok, sie ist sogar wichtig. Denn sie ist ein Teil des Erkennens ueber das, was eben wirklich ist und ueber das was war und sie ist Teil der Akzeptanz dessen, was du nicht aendern kannst.
    Seine Sucht.

    Die Gefuehle, mit ihm alles schaffen zu koennen, sich ohne Worte zu verstehen.. Ich glaube auch diese Gefuehle teilen viele hier mit dir.

    Manche moegen annehmen, jeder Alkoholiker wuerde solche Gefuehle dahermanipulieren.
    Mag vielleicht auch manchmal zutreffen.
    Ich persoenlich glaube, es liegt einfach an den zwei extremen Persoenlichkeiten die grundsaetzlich aufeinandertreffen, wenn eine Sucht-Persoenlichkeit auf eine Co-Persoenlichkeit trifft.

    Man sollte sich zwar schon bewusst machen, dass vielleicht sogar 50 % der Persoenlichkeit des alkoholkranken vom Alkohol eingenommen werden (kommt sicher auf die Schwere an).
    Es wird gesagt, dass ein Alkoholiker nicht lieben kann, so lange er nass ist, da seine ganze Gefuehls- und Gedankenwelt eben um den Alkohol kreist.

    Ich selbst kann sagen, dass es wirklich schwierig ist, nachzuvollziehen, ob es sich wirklich um Liebe und nicht doch eben nur um eine gewisse Abhaengigkeit handelt.

    Selbst mein XY hat jetzt im Nachhinein gesagt, dass er zwar jetzt noch immer sehr starke Gefuehle hat, es aber nicht zuordnen kann und wenn er zurueckdenkt, wuesste er nicht, was er warum wann gefuehlt hat.
    Er ist zwar nicht trocken, aber die Beziehung ist vorbei und da kann man ja schon auch als Alkoholkranker Mensch rueckblickend Dinge sagen, zumal er sich momentan in einer Trinkpause befindet und eben ueber seine eigenen Gefuehle in sehr nassen Zeiten sagt, dass er nicht wirklich wusste, was er tat.

    Dennoch will ich nicht alles in Frage stellen und tue es auch nicht. Ich versuche, dankbar zu sein fuer die schoenen Momente und nehme sie einfach so wie sie waren als "echt" an, weil ich sie ja auch real erlebt habe. Ob und inwiefern der Alkohol da jetzt mitgespielt hat, ist heute im Grunde egal. Die Zeit war die Zeit und Heute ist es eben so, wie es heute ist.

    Ok, alles hin und her Gerede bringt auch nichts.

    Letztendlich geht es ja um unsere, also hier um DEINE Gefuehle und wie du dabei empfindest.

    Denn ich kann nur sagen, dass auch meine Gefuehle sich veraendert haben. Wie genau, das weiss ich noch nicht. Aber dieses "WIR gegen den Rest der Welt" ist irgendwie weg und ich bin ein wenig mehr auf den Boden der Tatsachen zurueckgekehrt.

    Die Zeit mit einem nassen Alkoholiker, so kurz oder lang sie auch ist, sie veraendert dich. Sie veraendert Empfindungen, Gedanken, Sichtweisen,....

    Dein ganzes Inneres wird auf den Kopf gestellt, deine Wahrnehmung getruebt, du faehrst Karussell.
    Innerhalb diesem Teufelskreis kannst du irgendwann garnicht mehr "fuehlen", was du wirklich fuehlst.

    Und so wie du dich jetzt fuehlst, alles in Frage zu stellen, das kommt, weil du nun durch den beginnenden mentalen Abstand auch beginnst, dich selbst wieder zu spueren und die Realitaet.

    Ich kann dir nur sagen, die mentale Distanz ist das Einzige, was dir ueberhaupt die Moeglichkeit geben kann, wieder ein wenig Klarheit in den ganzen Nebel zu bringen.

    Und oft ist eben die raeumliche Trennung der beste Schritt um auch eine emotionale Distanzierung ueberhaupt zu ermoeglichen.

    Aber wenn es mit der Funkstille fuer dich gerade angenehm so ist, dann ist das schon mal ein guter Anfang, dennoch besteht eben bei der staendigen Konfrontation immer die Gefahr, dass man wieder in diesem Nebel verschwinden kann, aus dem man dann wieder nur sehr schwer herausfindet.

    Ich wuensche dir viel Kraft.

    Berichte von der Wohnungsbesichtigung :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Hallo ihr Lieben,

    ich wuensche euch einen wunderschoenen guten Morgen.

    Meiner beginnt mit Musik hoeren und auf die Sonne warten.

    Heute gehe ich Fahrrad fahren, jedenfalls hab ich es mir fest vorgenommen und hoffe ich falle nicht wieder in irgendein Loch bevor ich losfahrn kann :)

    @Herze

    Ich fliege vom 28.-31.
    Da meine Freundin das nicht mehr stornieren konnte, zahle ich 50 Euro fuer die Umbuchung und das wars :)
    Ich glaube zwar, dass fuer die Maedels, das ein Party-Urlaub werden soll, was es so garnicht fuer mich sein soll und ich sowieso garnichts mehr trinke, aber das muss ich ja auch nicht.
    Damit muessen die ja dann klarkommen ;)

    Mh..

    Gestern ein Tag in Stille.

    Hab mich spontan verabredet mit jemanden, der mich schon laenger fragt, ob wir mal was machen.

    Es war nett und abends hab ich noch einen alten Freund getroffen.

    Auch das war nett.

    Ich dachte sehr oft an meinen xy und werde immer wieder sehr traurig, aber es hat mir gestern geholfen, dass ich was mit Menschen gemacht habe, den Tag mit einer gewissen Leichtigkeit zu verbringen.

    Heute verbringe ich ihn hauptsaechlich alleine, aber gehe heut Abend mit einer Freundin ins Kino.

    Mhh..es wird hoffentlich diesmal bei der Kontaktstille bleiben.

    Mit lieben Gruessen

    Miriel

    Ich glaube auch.

    Ich bin so froh darueber. Und denke mir nur, dass kommt so richtig.

    Und dennoch bin ich traurig darueber, was ich hinter mir lassen muss.

    Und vor allem der Gedanke daran, dass er es vielleicht nicht schafft, der macht mich fertig.

    Weiss auch nicht.

    Aber ja, ich darf mich nicht mehr damit beschaeftigen, ich weiss....

    Ich muss meinen Weg gehen.

    Und der Urlaub ist sicherlich ein guter Start, um raus zu kommen und noch mehr Abstand zu haben...

    :)

    Mh.. Ich fuehle mich ruhig irgendwie grade..

    Krass, und in diesem Moment bekomme ich grade von meiner besten Freundin das Angebot 4 Tage nach Mallorca, sie macht die Reise nicht aus privaten Gruenden und wuerde sie mir schenken, weil es nicht mehr stornierbar ist.

    Mit 3 Maedels, die ich zwar nicht so gut kenne, aber..

    Ich glaube, ich sollte das jetzt einfach machen.

    Hey Lea,

    ja, ich weiss, mit beten meine ich ja auch, dass ich es ihm einfach wuenschen wuerde, dass er es ernst meint und dass er es eben schafft. Weil ich ihm halt schon glaube, dass er es will. (Vielleicht auch falscher Glaube, keine Ahnung.)

    Dass unsere Beziehung aber ganz klar vorbei ist, das wurde mehrmals ausgesprochen und auch sachlich darueber geredet, schmerzhaft aber auch einfach klarmachend und befreiend.

    Mhh. Entspannen, ja das faellt mir sehr schwer.
    Ich hab mich schon oefters mal umgeschaut, was Yoga und Meditation angeht, es aber dann doch nie wirklich angegangen, hab es noch nie gemacht.

    Auch wg Sport hab ich mich jetzt in der Umgebung ueber einige Vereine informiert und auch angeschrieben, ich habe vor Jahren mal mit Kickboxen angefangen und wuerde es gerne wieder aufnehmen.

    Aber grad jetzt so spontan mache ich eigentlich nichts zur Entspannung.
    Vielleicht sollte ich laufen gehen oder Fahrrad fahren..

    Entspannen kann ganz schoen schwierig sein.. :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel