Ich wuensche mir, wieder frei zu sein.

  • Hallo ihr Lieben,

    ich wuensche euch einen wunderschoenen guten Morgen.

    Meiner beginnt mit Musik hoeren und auf die Sonne warten.

    Heute gehe ich Fahrrad fahren, jedenfalls hab ich es mir fest vorgenommen und hoffe ich falle nicht wieder in irgendein Loch bevor ich losfahrn kann :)

    @Herze

    Ich fliege vom 28.-31.
    Da meine Freundin das nicht mehr stornieren konnte, zahle ich 50 Euro fuer die Umbuchung und das wars :)
    Ich glaube zwar, dass fuer die Maedels, das ein Party-Urlaub werden soll, was es so garnicht fuer mich sein soll und ich sowieso garnichts mehr trinke, aber das muss ich ja auch nicht.
    Damit muessen die ja dann klarkommen ;)

    Mh..

    Gestern ein Tag in Stille.

    Hab mich spontan verabredet mit jemanden, der mich schon laenger fragt, ob wir mal was machen.

    Es war nett und abends hab ich noch einen alten Freund getroffen.

    Auch das war nett.

    Ich dachte sehr oft an meinen xy und werde immer wieder sehr traurig, aber es hat mir gestern geholfen, dass ich was mit Menschen gemacht habe, den Tag mit einer gewissen Leichtigkeit zu verbringen.

    Heute verbringe ich ihn hauptsaechlich alleine, aber gehe heut Abend mit einer Freundin ins Kino.

    Mhh..es wird hoffentlich diesmal bei der Kontaktstille bleiben.

    Mit lieben Gruessen

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Zweiter Tag in Stille.

    Heute Morgen noch voller Tatendrang war es mir dann ziemlich schnell garnicht mehr gut, ich bin dann zwar losgefahren aber hab dann doch nur ein paar Sachen erledigt und Schreibkram gemacht und war an der Uni weil es mir irgendwie nicht gut war.

    Um 18 Uhr bin ich dann heimgekommen und hab einfach nur bis jetzt geschlafen.

    Hab fast das Gefuehl, krank zu werden (oder schon zu sein), waere fast zum Arzt weils mir zwischendrin so schlecht war.
    Vielleicht auch nur das Wetter oder sonstiges.

    Oder eben die Anspannung,die mal wieder abfaellt.

    Ich hoffe morgen ist es wieder weg..

    Ich denke an ihn.
    Es sind traurige, wuetende und hoffnungsvolle Gedanken, die sich abwechseln.

    Ich komme immer wieder zu dem Punkt, dass alles hin und her denken nichts bringt, es ist wie es ist.

    Aber es ist wirklich schwierig.

    Jetzt nach 2 Tagen kann ich mir schon wieder garnicht mehr vorstellen, dass wir noch vor 2 Tagen lange Gespraeche fuehrten und auch mitunter sehr locker und schoen miteinander kommunizierten.

    Das ist jetzt wieder in weite Ferne gerutscht und ich bin wieder am vorwaerts gehen, so lansgsam aber sicher..

    Die anfaengliche Freude ueber den Mallorca-Urlaub wurde ein wenig ueberschattet von der Angst vor der Konfrontation mit vielen trinkenden Menschen.
    Aber auch das sollte ich wohl einfach auf mich zukommen lassen.

    Mit vielen Gruessen von Miriel, die gerade wieder einen echten Durchhaenger hat...

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Miriel,

    ich schick Dir ein Päckchen mit viel Kraft, Zuversicht und Freude auf die Zukunft!!!!!

    (bin schon halb am einschlafen; morgen ausführlicher)

    Viele liebe Grüße
    Herze

    p.S. VIELEN Dank für Deine Worte!!!!!!!

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • Danke und bis Morgen. :)

    Gute Nacht ihr Lieben..

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Miriel,
    diese Hin und Hergefühle, das sind ja echte Entzugserscheinungen. So stelle es Dir jetzt vor, wie es sich auch für ihn anfühlen muß, wenn er nicht mher trinken will. Da ist es auch nicht damit getan einfach keine Alkohol mehr anzufassen , sondern die Zeit muß plötzlich neu gefüllt werden.
    Aber Dein nick sagt es ja schon: Time is a healer.
    Halte durch und sei stolz auf jeden Tag.
    Versuch mal nicht ständig an ihn zu denken und vorallem nicht so sehr ihn zu kontrollieren. Du hast jetzt eine Entscheidung für Dich getroffen. Ob er es irgendwann auch mal schafft - alles Spekulation. Wünsch es ihm, bete für ihn, lass ihn trinken so lange er es braucht. Deine Gedanken mischen sich zu sehr ein. Betrachte es einfach wie andere chronische Krankheiten auch.
    Die gedanken des Coabhängigen sind irgendwie zwanghaft. Und es sind mehr diese Gedanken, die immer wieder bestimmen, kontrollieren wollen,von denen du versuchen sollst dich zu befreien als von deinem Freund als Person. Er kann doch trinken, lass ihn doch. Er muß garnicht aufhören. Stell Dir mal vor, auf Dich würde ständig jemand einreden, was Du tun und lassen sollst. Das würde Dich auch stören. Man kann über Dinge einmal, zweimal diskutieren, das wars. Als Coabhängiger werden Dinge zerredet, die zwar traurig sind, aber einen nicht wirklich was angehen. Man ist freiwillig in einer Beziehung. Aber der andere gehört einem nicht.
    Schmerzhaft sind immer die Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Wenn Du nichts mehr erwartest wirst Du nur noch überrascht. Lass Dich doch einfach überraschen. Er wird schon auch irgendwann mak aufwachen.

    Du hast Dir die beziehung anders vorgestellt. Er ist längst einen anderen Weggegangen und hat seit langem schon Deine Erwartungen von der heilen Welt nicht mehr erfüllt. Und Du hast da gegenan gekämpft. Aber jetzt geht auch Dein Weg in eine andere Richtung. Es ist ja nicht auszuschließen , dass Eure Wege sich irgendwann mal wieder treffen.
    Aber im Moment seid ihr ein Duo zweier übelst süchtiger Menschen, die einander nicht mehr helfen können und sich gegenseitig im Wege stehen.

    Einen Menschen so anzunehmen wie er ist ist garnicht mal so einfach. Man pickt sich gerne nur die Rosinen aus dem Teig. All das wehleidige, trauernde um ihn, daran mußt Du arbeiten. er braucht Dir nicht Leid zu tun. Ihm gehts gut. Dir gehts schlecht. Er hatte ja alles was er braucht mit Dir und dem ALkohol. Er hat sich alles schön so eingerichtet, wie es ihm gefällt. Dabei war und ist es ihm egal, wie es Dir geht/ ging. Sonst hätte er sich ja für Dich geändert. Was Du noch garnicht richitg begriffen hast ist, dass Du die Leidende bist. Bei nassen Alkoholikern sieht es immer so aus, asl ob sie es sind. Zu gerne drücken sie ja auch auf die Tränendrüse. Ein Teil des Spiels, was Du auch durchschauen mußt.

    Was jetzt weh tut ist die Trennung. Aber versuche doch auch mal Freude zu empfinden an Deiner gewonnenen Freiheit. Wenn dieserMann Dir zu sehr fehlt, dann sage dir einfach so: Ich kann keine Beziehung zu ihm haben , aber eine Freundschaft. Aber ich lasse meinen Freund trinken, mische mich nicht in sein Leben, seine Vorlieben. Er ist als Mensch ja nicht für Dich verloren. Aber Du mußt innerlich so viel Abstand zu ihm bekommen, dass er tun und lassen kann, was er will. Du mußt sien Entscheidung respektieren.

  • Hallo und guten Morgen liebe Miriel ! Ich spüre ja dass Ablenkung oft gut tut, manchmal kann sie aber auch gegenteilig wirken. Wenn ein Kontakt oder ein Vorhaben zu wenig gibt und ich dann trotz Menschen und Rummel usw mit leeren Händen bzw Herz da stehe dann hilft das alles nicht bzw. wird der Kummer und mein Suchtdruck ( Mensch) wieder größer. Ich weiß inzwischen, dass ich gut überlegen sollte was ich tue. Du bist so tapfer. Ich lese das aus jedem Wort. Alles Liebe. Marion

  • Liebe Miriel,

    ja, das Auf und Ab ist schwer zu ertragen.
    Frozen Tears hat so Recht – es ist wie ein Entzug, und am Anfang ist man froh, wenn man nur jeden einzelnen Tag ohne Rückfall hinter sich gebracht hat.
    Du hast ja mal geschrieben, dass es dir schwer fällt, zu entspannen. Vielleicht könntest du da mal ansetzen? Etwas Neues ausprobieren und schauen, ob es hilft?
    Mir hilft Entspannung ganz gut dabei, aus diesen Gedankenkreiseln auszusteigen.

    Bleib stark und lass dich nicht beirren!
    Und ein lieber Gruß von
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    Frozen Tears

    Ja stimmt schon, dass ich ihn als Leidenden in den Vordergrund gestellt habe, manchmal immernoch stelle.

    Und du hast mit allem Recht, was du sagst, wobei deine Worte fast hoffnungsvoller klingen, wie ich gerade fuer mich selbst denke.

    Ich will im Grunde garkeine Hoffnung, Erwartung mehr haben, weder darauf, dass unsere Wege wieder zusammenfuehren koennten, noch dass wir vielleicht irgendwann freundschaftlichen Kontakt haben koennen.

    Ich habe sehr sehr hart gekaempft gegen mich selbst, ihn so anzunehmen und zwar mit dem Alkohol, als ich soweit war, bin ich aber dennoch zu der Entscheidung gekommen, dass ICH das aber nicht will, weder als seine Partnerin, noch als seine Freundin, weil er mich immer wieder mit involviert hat in seine Trinkausbrueche, durch Anrufe, Nachrichten, etc.. oder eben vor Ort.

    Ich habe realisiert, dass ich die Beziehung nicht auf die Ebene Freundschaft verlagern kann, dafuer ist zuviel passiert und selbst wenn er nur ein Freund waere, wuerde es mich stoeren, auch an einer Freundin, wenn sie sich so gegenueber mir verhalten wuerde.

    Darueber habe ich viel nachgedacht und das hat letztendlich zur Trennung gefuehrt, dass ICH schlicht und ergreifend MEIN Leben nicht mit dem Alkohol teilen moechte, auf welche Art und Weise auch immer.

    Aber natuerlich habe ich auch erkannt, dass ICH krank bin.
    Und deshalb war fuer mich die Trennung und der erneute Kontaktabbruch jetzt auch der einzige Weg, der MIR helfen kann, wieder leben zu koennen.

    Ich habe sehr frueh erkannt, dass mein XY krank ist und habe mich viel mit der Krankheit beschaeftigt, was natuerlich typisch Co ist und noch mehr dazu gefuehrt hat, dass ich dem ganzen auch viel Verstaendnis entgegen brachte. Falsch natuerlich, denn ob krank hin oder her, man kann etwas dagegen tun! Diese Erkenntnis kam mir eben erst wieder ein Stueck weit spaeter, dass er nicht ganz hilflos ist und ich eben mindestens genauso leide, wenn nicht sogar, wie du auch sagst, die einzig wirklich Leidende war.

    Ich kenne mich ein wenig und ich weiss, dass ich ganz tief innen noch einen kleinen Funken Hoffnung aufbewahre, gegen den ich mich fast wehre, weil ich, genau wie du sagst, nicht mehr enttaeuscht, wenn ueberhaupt, nur noch ueberrascht werden will.

    Im Grunde will ich garkeine Erwartungen mehr haben und so hab ich mich ihm gegenueber auch verabschiedet. Ich warte nicht. Weder auf ihn noch auf sonstwas. Eigentlich verbiete ich mir selbst, weder Gutes noch Schlechtes von ihm zu wissen.

    Ich goenne ihm Gutes, ich wuensche ihm nichts Schlechtes, aber ich will es nicht mehr wissen, nein ich darf es sogar nicht mehr wissen, weil es nur wieder meine Sucht fuettern wuerde.

    Und einen Rueckschlag, so egoistisch es klingt, moechte ich nicht mitbekommen, weil ich auch weiss, dass ICH ihm nicht helfen kann und MEINE Gesellschaft ihm da auch nur schadet, mal abgesehen davon, schadet es mir.

    Wie du sagst, wir stehen uns gegenseitig im Weg und das sehe ich auch so und habe es auch gegenueber ihm genauso formuliert.
    Miteinander kommen wir an dieser Stelle einfach nicht mehr weiter. Das ist klar, aber natuerlich unglaublich schmerzhaft.

    Schwierig war eben nach der Trennung jetzt, dass ich mich ja garnicht mehr meldete aber eben doch zu schwach war, seine Anrufe nicht entgegenzunehmen. Er erzaehlte mir eben dann alle 2 Tage, was er alles vorhat und berichtete mir auch von Schritten, die er schon gegangen sei.
    Ich habe mich oft zurueckgehalten, nicht wieder was belehrendes zu sagen, etwas, was ich noch besser weiss und was er doch anders machen koennte.
    Aber dennoch habe ich dadurch gewusst was er tut und gemerkt, dass mir das NICHT gut tut.
    Und auch das habe ich gesagt.

    Ich bin froh, dass ich so weit bin und sagen kann, dass mir das nicht gut tut und dementsprechend gehandelt habe, trotz des Schmerzes... denn sehr sehr lange habe ich immer nur den Schmerz vermeiden wollen, der entstehen koennte, wenn wir getrennt sind, anstatt mal ueber den Schmerz nachzudenen, der existiert, jeden Tag wenn wir zusammen sind.

    Die Traurigkeit darueber ist gross, aber ich kann dennoch sagen, dass die Begegnung mit ihm bei mir bewirkt hat, dass ICH mich veraendert habe und veraendern will und dass ich viele viele Dinge erkannt habe, die es gilt aufzuarbeiten.

    Ja, ich versuche, meinen Tag einfach zu gestalten, ohne eben an ihn zu denken, ohne zu ueberlegen, das gelingt mir eben nicht immer, aber ich arbeite daran, Tag fuer Tag.

    Danke fuer deine Worte. Sie helfen immer wieder, klar zu sehen und nach vorne zu schauen! :)

    Mary Lou

    Ja.. das mit der Ablenkung ist wirklich so eine Sache.. Ich denke ich habe sie ganz gut eingesetzt, da fuer mich die ersten Tage immer die schwersten sind und meine "Rueckfallgefahr" die groesste, so glaube ich zumindest.

    Ich weiss aber was du meinst, dass der Suchtdruck durch falsche Ablenkung erst Recht groesser werden kann und deshalb versuche ich jetzt auch, mich mit MIR allein abzulenken, da kann ich im Grunde nicht in ein Loch fallen, da ich mich ja selbst nicht allein lassen kann :)

    Ich muss mir inzwischen eigentlich nicht mehr sagen oder vorstellen, wie es waere, wenn ich mich wieder melden wuerde, weil das einfach schon ganz klar ist. Es ist ganz klar, dass der Kontakt nicht sein darf (jedenfalls denke ich das, vielleicht bin ich auch zu streng mit mir selbst, aber ich glaube, dass das der einzige Weg ist..) und deswegen versuche ich einfach nur meinen Tag zu fuellen und der Gedanke ihn anzurufen kommt nur selten, vielmehr kommt eben die grosse Traurigkeit ueber all das und darueber, dass ich nichts machen kann.

    Oft ueberlege ich eben, ob ich ihn jetzt nicht doch im Stich lasse, jetzt wo er so klar sagt, er will was tun... das zerreisst mich immer mal wieder.

    Danke fuer deinen Zuspruch.
    Ich empfinde mich selbst eher als hilflos und klein.

    Mit vielen Gruessen, ich wuensche euch einen schoenen Tag

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • inbetween :)

    Grade erst gesehen.

    Ja, ich habe mir jetzt mal 2 Probetrainingstage auf naechste Woche gesetzt, einmal Fitnessstudio, einmal Kickboxen. Nur fuer mich :)

    Richtige Entspannung ist das natuerlich nur bedingt, Yoga oder Meditation waere da glaub ich eher was, das muss ich eben auch mal in Angriff nehmen.

    Aber mein Klosteraufenthalt kommt ja auch Ende September :)

    Ansonsten habe ich jetzt schonmal nach Noten geschaut und will mir auch da was bestellen, weil ich ja grad auch viel freie Zeit habe also auch Zeit zum Ueben.

    Aber eine gezielte Entspannungstechnik wuerde mir denke ich sehr gut tun.

    Mit vielen Gruessen

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Und wenn man es ganz hart sieht..

    Wenn er mein Suchtmittel ist, sowie der Alkohol seins, dann bedeute das ja fuer die Zukunft, dass ich fuer immer die Finger davon lassen muss, um nicht wieder rueckfaellig zu werden.


    Oder ist das zu streng genommen?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Huhu,

    doch, ich finde schon, körperliche Aktivität bringt auch Entspannung. Und wenn der Körper erst mal müde ist, dann kann der Geist vielleicht auch ein bisschen besser zur Ruhe kommen.
    Kickboxen ist bestimmt auch ganz gut gegen die Aggros. :D :D
    Hast du, wenn du so angespannt oder traurig bist, schon mal auf deine Atmung geachtet? Ich merke bei mir dann ganz oft, dass ich fast ein bisschen die Luft anhalte oder nur ganz flach atme.
    Da hilft es dann manchmal schon, wenn ich einfach gezielt Bauchatmung mache, selbst das entspannt schon ein bisschen.

    Ganz lieber Gruß
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Zitat von TimeIsAHealer

    Und wenn man es ganz hart sieht..

    Wenn er mein Suchtmittel ist, sowie der Alkohol seins, dann bedeute das ja fuer die Zukunft, dass ich fuer immer die Finger davon lassen muss, um nicht wieder rueckfaellig zu werden.

    Hm – das weiß ich nicht so genau. Ich finde es ganz passend, was Frozen Tears geschrieben hat: es geht darum, sich von der eigenen Sucht und von der Sucht des Partners zu lösen.
    Auch ich denke, Freundschaft wäre sehr schwierig. Andererseits habe ich schon manchmal bei dem Gedanken beobachtet, dass viele Erwartungen meinerseits ganz anders (nämlich viel weniger extrem) wären, wenn es sich klar nur um Freundschaft handeln würde.
    Ob das umsetzbar wäre? Kann ich nicht sagen. Im Moment auf keinen Fall.
    Aber es gibt mir doch zu denken.

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Ich hab seit 2 Jahren Probleme mit der Atmung, war auch schon beim Arzt, hat mir da schon empfohlen Entspannungstechniken zu erlernen, da es keine koerperlichen Ursachen gibt. Hab also oft regelrechte Atemnot gehabt, mich aber ueber die Zeit richtig dran gewoehnt, so oft eigentlich hinter meinem eigenen Atem herzurennen..

    Vor ein paar Wochen (hab ich hier kurz erzaehlt) hatte ich dann ein sehr unangehmes Erlebnis auf einem Geburtstag, wo zur akuten Atemnot auch Brustschmerzen hinzukamen, grenzte halt an Panikattacke, aber ich will da auch nicht uebertreiben.

    Mein Atem ist eigentlich grundsaetzlich zu flach und ich habe das Gefuehl ich muesse "nach" atmen, bin also eigentlich was das angeht immer unentspannt.

    Wenn ich Stress habe oder "akut" traurig bin, dann verstaerkt sich das ganze und ich mir bleibt halt eben auch die Luft weg und ich muss mich richtig drauf konzentrieren, tief einzuatmen, und keine Angst zu bekommen.

    Ich hatte dann die letzten 3 Monate Gesangsunterricht und habe dort schonmal grundlegend gelernt, richtig zu atmen, was ich einfach nie tat vorher.
    Das war ein guter Anfang, zu erkennen, dass ich einfach falsch atme, aus welchen Gruenden auch immer.

    Ich glaube, bei mir hat es wirklich was damit zu tun, dass ich nie entspannt bin. Und das muss ich jetzt gezielt lernen.

    Ich muss definitiv was dafuer tun, bzw. dagegen.

    Atemmeditation wird wohl das Beste sein.

    Ich muesste mich halt nur auch mal drum kuemmern. Unglaublich dass ich es schon vor 2 Jahren haette machen sollen, der vermehrte Stress im letzten Jahr hat das natuerlich nich besser gemacht....

    mmh...

    Danke fuer deinen Tipp, ich sollte es vielleicht auch einfach mal im Alltag einbauen, ab und an 10 Minuten still zu sitzen und in den Bauch zu atmen.

    Mit lieben Gruessen :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Zu der Freundschaftsfrage...

    Ja, stimmt.

    Nicht von der Person, sondern von der eigenen Sucht und von der Sucht des Partners.

    Ja FrozenTears schrieb ja auch, nicht von der Person.

    Ich finde das alles sehr schwierig.

    Aber ja, es stimmt schon, als ich ihn z.B. am Wochenende sah, bei Skype, fand ich es schoen ihn zu sehen, als er die Flasche alkoholfreies (...) Bier ansetzte, war bei mir sofort alles vorbei.

    Seine (und auch meine) Sucht hat mich krank gemacht, nicht er.

    .........

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich habe gerade mal in meine schlauen Bücher geschaut und in einem Yoga-Buch die Reinigungsatmung (Kapalabhati) gefunden – kannst du bestimmt auch im Internet googeln.
    Dafür brauchst du gar nicht viel Zeit – vielleicht wäre das ja ein erster Schritt. Mir hat sie gerade sehr gut getan!

    Lieber Gruß!

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • liebe miriel
    ersteinmal danke für deine lieben worte bei mir.
    Ich empfinde dich nicht als hilflos und auch nicht klein.
    Du findest soviele klare worte...
    Du bist eine starke frau und sicherlich auf den richtigen weg.
    Also halte durch.
    Du bist schon so viel weiter als ich....

    Mit ablenkung funktioniert bei mir nicht wirklcih aber es macht zeitweise einfach mal den kopf frei. Und einfach mal aus dem gedankenkarusell auszusteigen entlastet. Ich habe zeitweise täglichmeine fenster geputzt um mich abzulenken...
    Was mich entspannt ist imagination und progressive muskelentspannung. Auf meinen mp3 player, kopfhörer rein, so kann ich entspannen und einschlafen...

    Liebe grüße
    topas

  • Hallo ihr Lieben,

    heut war mein Tag wirklich nett.

    Aufgestanden, war beim Arzt, danach hab ich mich kurz mit einer Freundin getroffen, dann gebummelt und dann hab ich noch ein paar Sachen erledigt und mich um ein paar noetige Anschaffungen fuer die Wohnung gekuemmert (Leider nimmt mein Mitbewohner der jetzt auszieht unter anderem die Waschmaschine mit... aaaaah :( )

    Jetzt werd ich mir gleich noch was kochen, meine Haushaltssachen machen und noch einen Film schauen.

    Es ist so unglaublich heiss, dass sogar die Schokolade in der Wohnung schmilzt :D

    inbetween

    Vielen Dank fuer deine Recherche, ich werd mir das mal gleich "zu Gemuete fuehren" :)

    Und auch am Besten direkt ausprobieren.
    Bei der psychotherapeutischen Beratung hab ich ja eine Atem Uebung gezeigt bekommen, konnte mich aber so vor Ort und auf Kommando null drauf einlassen, hab es aber ein paar Mal ausprobiert und das klappt alleine natuerlich besser ;)

    Danke fuer deinen Tipp :)

    topas

    Vielen Dank fuer deine Worte. Es ist schoen zu hoeren, dass ich anscheinend garnicht mehr so vernebelt bin, wie ich noch vor kurzem war :)

    Ja, ich glaube, so wie MaryLou sagt, kommt es sicher auch auf die Art der Ablenkung an. Ich denke es ist ganz wichtig, dass man vor allem SICH SELBST was gutes tut beim Ablenken. Fenster Putzen ist zwar Ablenkung, aber im Grunde machst du da ja nicht wirklich etwas, was du nuuur fuer machst, auch wenn die Fenster danach sauber sind (wobei sie nach einem Mal putzen ja auch schon sauber genug sind ;) )

    Ich gehe zum Beispiel wirklich mit mir allein Spazieren, ganz bewusst, und versuche das auch ganz bewusst zu geniessen. Genauso hab ich es jetzt schon des Oefteren gemacht, dass ich einfach mal stundenlang gebummelt bin, Kaffee getrunken mit mir allein, mir einfach wirklich Zeit gegeben, was auch mir sehr schwer faellt.

    Die Stunden verfliegen und du fuehlst dich irgendwie wohl, auch wenn ich mir anfangs komisch vorkam, das einfach nur ICH der Grund dieser Unternehmung bin.

    Was ist Imagination?

    Progressive Muskelentspannung sagt mir was, ich will mich unbedingt bei einem Kurs anmelden, Meditation oder Yoga. Damit hab ich Zeit gefuellt, mache was fuer mich und lerne gleichzeitig auch noch richtig zu atmen. :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Eine gute Ablenkung finde ich, ist auch immer, etwas produktives zu machen, wie zum Beispiel eben einen YogaKurs, Sprachkurs, Musikschule, ....

    Je nach Interesse natuerlich.

    Ich finde, wenn man sich wirklich etwas anderem widmet, was einen auch wirklich persoenlich weiterbringt, ist das eine gute Sache.

    Aber natuerlich kann man sich jetzt nicht die Tage fuellen, indem man jeden Tag einen anderen Kurs belegt :D

    Die richtige Balance zwischen "sich wieder seinen Interessen widmen" und "um sich selbst kuemmern" (und nicht eine Masse an Hobbies dazu nehmen, um sich wiederum nicht mit sich selbst beschaeftigen zu muessen)

    .......

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ok.

    Ein paar Noten kostenlos runtergeladen, Waesche gemacht, gekocht uuuund Klosteranmeldung bestaetigt.

    Am 25.9. ist es soweit. Ich bin irgendwie davor mehr aufgeregt wie wg Mallorca :D

    Heute habe ich schon aufgehoert, die Tage zu zaehlen (natuerlich weiss ich jetzt, wenn ich das schreibe, der wievielte STILLE Tag es ist, aber ich denke ihr wisst, was ich meine ;) )

    Kurz hatte ich einen Anflug von Traurigkeit bei dem auch ein paar Traenden geflossen sind, aber das war ok so, ich hab mich sofort abgelenkt und etwas gemacht und dann ging es auch nach einer Weile wieder.

    Ich wuensche euch allen eine Gute Nacht.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

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