Beiträge von TimeIsAHealer

    Vielen Dank Marion fuer deine Worte.

    Freut mich, was von dir zu lesen.

    Ich mag ihm keine Smileys mehr schicken etc. "uebermitteln" weil es keinen Anlass dazu gibt.

    Dennoch ist der Drang da, wissen wollen, wie es ihm geht.

    Aber in dem Moment ruecke ich in den Vordergrund, wie es MIR geht. Und dann klappt das meistens mit dem Ablenken.

    Dieses immer wieder gerne irgendeinen Kontakt haben wollen, ja das kenne ich sehr gut (auch aus frueheren Beziehungen), wobei ich sagen muss, dass ich dennoch dieses Mal wg der "Schwere" der Situation sehr viel ueberlegter handele als noch vor 5 Jahren..

    Vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein.

    Keine Ahnung.

    Einen schoenen Tag euch allen!

    Weil DU Angst davor hast, dann mit DIR Allein zu sein.

    Ohne diesen "Anker", der dir immer doch noch irgendwo Gefuehle gibt.

    Doch dass du Gefuehle hast, ganz unabhaengig von ihm, das merkst du erst, wenn du OHNE ihn bist.

    Das nur ein kurzer Gedanke.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Vielen Dank Frozen Tears und Paddy


    Ja, gestern Abend war es fuer mich eine regelrechte Leere.

    Ich dachte, ok, was soll ich tun, wenn mir doch abedr das Gespraech hier so viel bringt, muss ich mir auch das verbieten, da ich dann die eine durch die andere Sucht ersetze?

    Vielleicht sicherlich gibt es Anzeichen dafuer, dass man Suechte ersetzt. Aber ehrlich gesagt, warum darf ich nicht?

    Die letzten 2 tage waren extrem.

    Ich kann garnicht so richtig klare Gedanken fassen grade.

    Frozen Tears

    Ja, er sagt, dass er nicht mehr trinken will. Aber schon in dem Moment denke ich "Ja, vielleicht meint er das auch grade so, in der Trauer um die Trennung, aber letztendlich muss er es wollen, weil ER so nicht mehr kann, nicht um mich zurueckzubekommen"

    Ich weiss das und auch das habe ich ihm klar gesagt.

    Er hatte sich auch sehr drauf versteift, zu mir zu kommen, mich zu sehen.

    Am Ende habe ich klar gesagt, dass ich nicht moechte dass er kommt. Das war sehr schwer, klar sind da meine Gedanken, dass es ihm helfen koennte, mal ganz abgesehen davon dass auch ich ihn gerne in den Arm nehmen wuerde.
    Neben all meiner Kuehlheit gegenueber ihm (die ich wirklich wahre) habe ich ja auch meine Emotionen dazu. Trotz emotionaler Distanz, die ich mir aufbaue, habe ich ja auch viele Gefuehle, mit denen ich umgehen muss.

    Ich bin sehr kalt.
    Er weint nur, und ich sage, dass es nichts zu reden gibt.
    Er sagt, er kann nicht mehr so weitermachen und schluchzt. Ich sage, dann tu was und hoer auf drueber zu reden.
    Er sagt, es zerreisst ihn, dass er mich durch die Trinkerei verloren hat.
    Ich sage, schau nicht in die Vergangenheit, was passiert ist, ist passiert, lerne draus und mache es im JETZT und HIER so, dass es sich fuer dich gut anfuehlt.
    Er sagt, dass er mich braucht, ich sage dass er einen Therapeuten braucht.

    Ich weine nicht, obwohl es mir auch zum Weinen ist, ich sage nicht, dass ich ihn vermisse, ich sage auch nicht, dass auch ich ihn gerne sehen wuerde.

    Er sagte, er hat Angst, dass er es nicht schafft.

    Ich sagte, dass Angst haben in Ordnung ist, dass es nur nicht in Ordnung ist, deswegen nichts zu tun und jeden Tag erneut die Entscheidung zu treffen, in dem alten Kreis zu bleiben.

    Ja, ich weiss, diese Gespraeche sind wieder Therapiegespraeche.

    Er ist voll auf mich fixiert und darauf, dass er vl was "retten" kann, denke ich. Und ich weiss, dass das eine falsche Motivation ist. Ich weiss das.
    Er sagt zwar, dass er fuer sich das aendern muss, dass er seinen Koerper und seine Psyche retten muss, die er sich seit Jahren versaeuft, aber ob er das wirklich so sieht, ist eben letztendlich nicht klar.

    Ich habe ihm gesagt, ich warte nicht mehr auf ihn, er ist frei, er kann was machen, oder eben nicht.

    Ich habe ihm gesagt, dass ICH jedenfalls frei sein will und dafuer was tue.

    (auch wenn ich gestern nicht frei war, aber auch das will ich nicht bereuen.)

    Du hast Recht, die Sucht ist durchtrieben und ich weiss, dass er Trinken "muss" und ich weiss, dass es nichts bringt, wenn er zum Arzt geht, weil man ihn draengt. Aber ich weiss auch, dass er so nicht leben will, wie er jetzt lebt.
    Aber dennoch macht er es immer wieder von der Beziehung mit mir abhaengig.

    Er ist im Grunde grade genauso abhaengig von mir wie vom Alkohol, genauso wie ich abhaengig war (und es teilweise noch bin) von ihm und von seiner Trinkerei.

    Ich weiss, dass ich jetzt konsequent sein muss. Auch fuer mich. Und ich merke auch, dass die letzten 2 tage nicht gut fuer mich waren.
    Aber es bringt auch fuer mich nichts mich daran aufzuhalten, was jetzt eben so war.
    Ich muss weiterarbeiten, dann eben heute, und morgen und so weiter...
    Denn genau das ist es ja, ich will garnicht erst so denken "ach, jetzt bin ich doch rueckfaellig geworden, dann kann ich ihn ja heut auch nochmal anrufen und fragen, wie es ihm geht"

    NEIN

    Es geht weiter, trotz Versuchung, der ich vielleicht jetzt nicht standhielt.

    Die Hintertuer, die du ansprichst.
    Es kann sein, dass ich hoffe, dass sich was aendert, aber ich muss sagen, ich hoffe im Grunde nur, dass er den Schritt macht, was zu aendern und ich weiss im Grunde, wenn er wirklich den Schritt macht und sich aus seiner Gefangenschaft befreit, dass er dann auch mich anders sehen wird. Darauf hoffe ich.
    Dass er dann automatisch erkennen wird, dass ich garnicht so wichtig bin, wie er glaubt.
    Der Schritt aus seiner Alkoholsucht waere auch der Schritt aus seiner Miriel-Sucht.

    Das wuensche ich ihm.

    Paddy

    Ja, der Zugang zu meinen eigenen Gefuehlen.
    Ich habe ein paar Monate mit ihm gelebt, das war genug um zu erkennen, dass ich das nicht kann und nicht will, genug um das Gefuehl zu bekommen, dass ich an Realitaetsverlust leide, dass ich meiner Wahrnehmung ueberhaupt nicht mehr traute und das gefuehl hatte voellig den Boden unter den Fuessen zu verlieren. Und auch die Zeit, in der wir nicht zusammenlebten, hat mich trotz raeumlicher Distanz voellig mitgerissen.

    Ich weiss nicht mehr richtig, WAS ich fuehle.

    Traurigkeit sicher.
    Angst auch.
    Fuer diesen Menschen empfinde ich sicherlich etwas. Was es ist, ist nicht so wichtig.
    Ich will es nicht definieren muessen.
    Aus der Beziehung habe ich mich befreit. Und ich will nicht traurig sein, dass sie vorbei ist.
    Ich bin froh, dass es so ist, ich bin dankbar fuer die schoenen Momente und ich bin dankbar, dass ich heute so weit bin, wie ich bin, was ich ohne all das vielleicht nie waere.
    Von daher ist es vielleicht genauso gut, wie es ist.

    Und deshalb moechte ich auch nicht zurueckblicken.

    Das Leben ist so lang. Zeit rennt zwar, aber ist dennoch so "fuellbar"

    Man muss es nur wollen.
    Ich will, ich tue das, was ich kann, fuer mich. Ich arbeite daran, jeden Tag.

    Ich versuche, mich selbst wieder zu spueren, was ich jahrelang glaube ich nicht gemacht habe. Ganz einfach, zu fuehlen, was ich wirklich empfinde, und danach zu handeln.
    Hoert sich einfach an, ist aber unglaublich schwierig.
    Wisst ihr sicher alle :)

    Ich danke euch sehr fuer eure Beitraege.

    Mir bringt es sehr viel, das Schreiben, da es fuer mich so zum Einen realer wird, was ich tue und zum Anderen kann ich so nochmals besser reflektieren, was sicher hilfreich ist.

    Alle zwei Wochen 50 Minuten zur Beratung. Da ist es unmoeglich ueberhaupt irgendetwas wirklich zu besprechen, was nicht sowieso schon passiert ist, es ist einfach nicht wirklich moeglich, richtig zu arbeiten. Das muss ich selbst, jeden Tag. Und dabei helft ihr mir einfach unglaublich.

    Und allein nur das Schreiben und Lesen hilft.
    Natuerlich koennte ich auch ein Buch schreiben anstatt dessen.
    Waere sicher auch hilfreich.
    Aber da waere ich dennoch im Grunde wieder allein mit meinem ganzen Gedankenchaos.

    Ihr helft mir, zu ordnen. Und ich glaube, das ist das, was ich am meisten brauche.

    Danke

    Papi, ich hab grad erst deinen vorletzten Thread gelesen.

    JA vielleicht hast du recht.

    Das fuehltl sich echt schlecht an, was du sagst.

    Das Forum hat mir einfach sehr geholfen, Dinge klarer zu sehen und letztendlich mich zu trennen, auich wenn ich jetzt gerade im Chaos bin.

    Fuer mich war die Situation halt eben sehr akut und sowieso schon vorm "Ende", heisst, ich hatte schon vieles realisiert, als ich mich hier angemeldet habe.

    PC aus. Telefon aus.

    OVER and OUT

    JA, InBetween, das will ich nicht.

    Ich hatte auch diese Phase, in der ich eben dann einfach andere Dinge gemacht habe, wenn er getrunken hat, etc.

    Und es war zeitweise ok, aber ja, dann kam fuer mich ganz klar die Antwort: Nein, das will ich so fuer mein Leben nicht!

    Im Moment waege ich mich glaube ich zu sehr in Sicherheit, weil ich immer so denke, ich bin nicht mehr seine Partnerin, wenn er nun was aendert, dann nur fuer sich und ich bin auch nicht mehr verantwortlich.

    Das sagte ich auch klar und deutlich, dass er auch gerne trinken kann, bis er stirbt.

    Sein Freund sagte jetzt eben hundertmal, dass man einem Freund hilft, wenn er was hat, blabla, er hat auch wirklich ganz klar gesagt, wenn er nicht zum Arzt geht und das Problem in Angriff nimmt, dann steht er ihm auch nicht zur Seite.
    Aber ob das was bringt.

    Denn letztendlich geht mein XY ja nicht aus Ueberzeugung dahin, er denkt ja, das brauch er nich. Er geht hin, weil er unter Druck steht.

    Und darum solls ja fuer mich nich gehen, es soll ja um mich gehen. Ich bin gestern wg des Chaos nicht zur SHG gegangen, was mich sehr geaergert hab, hab es wirklich vergessen in all dem WirrWarr gestern Abend.

    Und ich merke, dass ich noch immer voll in der Abhaengigkeit bin, da ich in der Konversation feststecke und mich garnicht befreien kann, was aber durch den Freund um einiges verstaerkt wird, da dieser ja volla m Vermitteln is, ist sicherlich nicht das Schlechteste fuer meinen XY aber fuer mich ist es im Grunde Gift.

    Ja, ich bin voellig im Chaos schon wieder.

    Ja er hatte einen Termin, es sei alles in Ordnung. Auch mit der Leber, nur der Cholesterin waere zu hoch.

    Aber er hat eben nichts zur Trinkerei gesagt.

    Jetzt hat sein Freund ihn so weit, dass er zum Arzt gehen will, aber mein XY sagt dennoch, dass er nicht denkt, dass ihm das helfen kann. er haette Angst, dass er dann wieder in eine Klinik muesse und blablablabla.. Er sucht Gruende, keine Wege.

    Wie sinnlos.

    Sein Freund sagte, ich solle doch kommen, dass man persoenlich sprechen koennte ueber die Situation. Dem ist einfach nicht bewusst, wie oft ich schon persoenlich da war...

    Im Grunde hat das Gespraech vermutlich rein garnichts gebracht.

    Aber es ist ok, ich weiss, dass ich die Chance mit seinem Freund als eine Chance betrachtet habe und es deshalb auch nochmal versucht habe.

    Das soll ok so sein. Ich will es nicht bereuen.

    Hoffnungen: Dass er es schafft und wir vl irgendwann einen gesunden Kontakt haben koennen.

    Aengste: Dass er es nur tut, weil er jetzt sozusagen mit dem Ruecken zur Wand steht. Und dass ich allein durch diesen Tag jetzt wieder viel zu viel gebe und es jetzt vielleicht so weitergehen wird, wenn ich nicht wieder die Notbremse ziehe.

    Der Freund hat jetzt sozusagen als Vermittler funktioniert.

    Mein XY hat jetzt gesagt, er wird sich einen Termin fuer Freitag machen, um zum Arzt zu gehen.

    Ich habe gesagt, dass er stolz sein kann, wenn das wirklich sein Plan und Wille ist, aber dass ich nichts mehr mit ihm darueber diskutieren muss.

    Das ist so der letzte Stand...