Ich wuensche mir, wieder frei zu sein.

  • Hallo Miriel,

    ich wollte dir mal einen Gruß senden und Dir sagen, dass ich an dich denke.

    Dieser "Wahnsinn" der in deinem Kopf vor sich geht hatte ich auch.

    Er war einer der Tiefpunkte hin zur wirklichen Trennung.

    Jetzt "kämpfe" ich ab und zu noch mit einem "Restssuchtdruck".

    Würde ich ihm doch zu gerne "nur" ein smiley oder sowas senden.

    Ich tu´s natürlich nicht. :D

    Ganz liebe, veständnisvolle Grüße von Marion

  • Vielen Dank Marion fuer deine Worte.

    Freut mich, was von dir zu lesen.

    Ich mag ihm keine Smileys mehr schicken etc. "uebermitteln" weil es keinen Anlass dazu gibt.

    Dennoch ist der Drang da, wissen wollen, wie es ihm geht.

    Aber in dem Moment ruecke ich in den Vordergrund, wie es MIR geht. Und dann klappt das meistens mit dem Ablenken.

    Dieses immer wieder gerne irgendeinen Kontakt haben wollen, ja das kenne ich sehr gut (auch aus frueheren Beziehungen), wobei ich sagen muss, dass ich dennoch dieses Mal wg der "Schwere" der Situation sehr viel ueberlegter handele als noch vor 5 Jahren..

    Vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein.

    Keine Ahnung.

    Einen schoenen Tag euch allen!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich finde dich in deinem Verhalten sehr klar und stark, auch wenn du gestern noch einmal mit deinem Freund gesprochen hast.
    Ich glaube, das Auf- und Ab hört erst wirklich auf, wenn man sich innerlich ganz verabschiedet hat. Die Wellen erst mal ausrollen zu lassen ohne direkt zu reagieren, finde ich, ist schon viel.
    Am nächsten Tag sieht die Welt dann meist schon wieder ganz anders aus.
    Weiterhin viel Kraft!

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Danke InBetween!

    Der Tag danach, also heute... es war schwer aufzustehen, es war schwer aus dem Haus zu gehen, aber ich habe es gemacht.

    Heute ist es eine Mischung aus Traurigkeit und dem Gedanken "Wenn er was macht, dann macht er's, mir muss es egal sein."

    Ist es mir aber nicht.

    Wie kann es mir egal sein? Wer kriegt das wirklich hin?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Gut gemacht! He, du bist kein Roboter. Du hältst prima durch!
    Stelle dir dein Leben in ein paar Wochen - Monaten - Jahren vor. Dann wird es besser sein. Es wird morgen schon ein bisschen besser sein.
    Ich weiß, wie schwer das ist. Ich habe es noch nicht geschafft. Aber du bist auf einem guten Weg!!!

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Mh. Ich glaube, ich sollte jetzt mal ein bisjen Musik machen.

    :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Guten Morgen ihr Lieben!

    Hab so schlecht geschlafen, und ertappe mich wieder beim aufs Uhr schauen und seinen Tagesablauf verfolgend.

    Gestern Abend wieder ein kurzes Gespraech. Ich hab es dann sehr sehr kurz gehalten, nur knapp geantwortet auf wie es geht usw.

    Er suchte sofort die Konversation ueber "Alles", sagte wieder wie leid es ihm tut.

    Ich sagte, dass es mich freut, wenn es ihm gut geht (so wie er vorher gesagt hatte) und dass wir darueber nicht mehr reden muessen (also ueber das "Alles" )

    Naja... Im grunde bringt das nichts, ich hoffe, ich gehe keine Schritte zurueck :(

    Ich fuehle mich grade ziemlich ausgelaugt und all Energie ist irgendwie futsch...
    Das kann doch nicht sein... Wo ist mein Gefuehl der letzten Woche ?

    Hab extreme Genickschmerzen seit zwei Tagen, so schlimm, dass ich es wirklich fast nicht aushalte, weil es 24 h weh tut und auch nicht verschwindet.

    Vielleicht vom vielen Schreiben hier ;)

    So.

    Ich wuensch euch einen schoenen Tag.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Achso, ganz vergessen :
    (so nebenlaeufig ist es immerhin schon fuer mich, da kann ich eigentlich froh sein)

    Er hat mir auch erzaehlt (OHNE dass ich gefragt habe), dass er gestern nach der Arbeit beim Arzt war und sich einen Termin fuer Freitag genommen hat.

    Wieder ein Freitag-Termin.

    Also ich kann nicht sagen, dass das fuer mich gestern wirklich irgendwelche Hoffnung ausgeloest hat.

    Er sagte es und ich sagte auch nichts dazu. Er sagte es und fuer mich war es irgendwie vom Gefuehl er gestern so, als wuerde er mir sagen, dass er eine Pflanze gekauft hat - etwas, womit ich nicht gerechnet haette, aber auch nichts Aussergewoehnliches, im Grunde voellig banal und einfachzu handhaben (Arztbesuch sowie Pflanze)

    Bei der Pflanze wuerde ich aber auch davon ausgehen, dass er sie doch nicht schaffen wird zu giessen.

    Ich habe zwei Moeglichkeiten ins Kloster zu gehen, entweder Ende August oder Ende Semptember.

    Darum muss ich mich jetzt kuemmern.

    Liebste Gruesse

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Achso, und was ich noch im Kopf hatte, die Nachricht von Brigitte Nielsens Rueckfall.

    Ich glaube, es waere garnicht schlecht, wenn Alkoholismus als Krankheit mehr in der Oeffentlichkeit thematisiert werden wuerde, echte Statements, die dann eben auch die Menschen erreichen, die sich schaemen, dass sie es nicht alleine schaffen.

    Aber vielleicht ist das auch ein Irrglaube von mir, da es ja im Grunde wirklich kein Tabuthema mehr ist.

    .....

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo ihr Lieben.

    Gestern wieder (endlich) ein kontaktfreier Tag, jetzt habe ich wieder das Gefuehl, meine Distanz, die ich mir in der einen Woche erarbeitet hatte, ist nicht ganz gebrochen durch die zwei "Rueckfall"-Tage...

    Morgen ist sein Arzttermin, den er mir ja unter die Nase gerieben hat vorgestern.

    Ich hoffe wirklich, dass er sich NICHT meldet. Ich will nicht mal wissen, ob er dort war oder nicht.

    Ich hab meinen Plan fuers Wochenende und ich hoffe, dass falls mein Handy klingelt, ich die Kraft haben werde, nicht dranzugehen.

    Ich weiss, dass es mir nicht gut tut, zu wissen, was er tut und ich will einfach auch garkeine Gedanken mehr dazu haben, was, wo, ob und ueberhaupt.

    Sein Leben. MEIN Leben.

    Ich wuensche euch einen schoenen Tag

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.


  • Das wünsch ich Dir auch Miriel.

    LG nici

  • Wenn du nicht weißt, ob du die Kraft hast, das Handy zu ignorieren- dann lass es doch aus :)
    Ich finde es immer ungemein beruhigend, wenn ich weiß, nicht erreichbar zu sein. Ich verbringe viel Zeit bei meinem Freund- meine Eltern haben seine Nr nicht.
    Auf das Handy rufen sie selten an. Aber an meinen Geburtstagen zB stelle ichs aus- wer mich erreichen will, erreicht mich auch anders bzw schreibt eine SMS. Ansonsten bleibe ich dann davon verschont, dass sie mich besoffen anruft.

  • Ja.

    Ausmachen ist wohl die beste Moeglichkeit.

    AAAAber, da sind dann die ganzen Co-Gedanken, dass ich ja nicht ausmachen muss, weil ich ihn ja nicht mit Ignoranz strafen will.

    Ma abgesehn davon ist mein Handy auch sonst mein einziges Kommunikationsmittel was auch Familie und Co angeht.

    Mh..

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Vielen Dank noch Nici fuer deinen Beitrag :)

    Mh, heute kommt meine Schwester zu Besuch und bleibt bis morgen, morgen oder Sa. kommen evtl Vater+Freundin zu Besuch.
    Zwar Ablenkung und wird auch sicher schoen, aber irgendwie auch alles Menschen, die meine Co-Knoepfe immer wieder umlegen.

    Mh.

    Ich waere gern wieder eine Woche mit Kontaktpause weiter.

    Naja, jede Woche beginnt mit dem ersten Tag ;)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Danke Topas!

    Dir auch viel Kraft fuer deinen Weg!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Meine ehrlichen Gedanken heute:

    * warum kann nicht einfach alles irgendwie normal sein?

    *ich darf auf keinen Fall heute einen Kontaktversuch seinerseits annehmen, denn ihn fuer morgen (Arzt) zu ermutigen, waere das aller falscheste, was ich tun kann

    *hab ich mir unsere ganzen Gemeinsamkeiten nur eingebildet?

    *vielleicht war ich auch nur sein Anker, so wie er meiner, naja, aber dann hoffe ich, dass er genauso weiterkommt, wie ich bisher weitergekommen bin. auch das wuerde mich freun

    *ist es irrsinnig irgendwo doch noch zu glauben, es koennte eventuell ja doch irgendwann ein gemeinsames Zusammenkommen geben, wieso kann ich den Gedanken nicht einfach eleminieren?

    *er ist und bleibt Alkoholiker und wird selbst wenn trocken immer rueckfallgefaehrdet bleiben, ein Leben lang, mach dir das bewusst, Miriel, also nicht : trocken = Happy End

    *Lieber ein Ende mit Schrecken (Trennung) also ein Schrecken ohne Ende, aaaaber es bewegt sich doch grad was in ihm, oder?

    *Ende September geh ich ins Kloster. Bis dahin will ich den Kontakt gegen Null streben lassen, Rueckfaelle hin oder her.

    *Braucht er nicht aber dennoch Unterstuetzung, wenn er jetzt schon sagt, er will aufhoeren?
    Es heisst doch aber auch, man solle dem Alkoholiker Verstaendnis entgegen bringen und ihn ermutigen??

    *Ich beschaeftige mich schon wieder viel zu viel damit. Schluss jetzt!


    ....................

    ja, das waren so ein paar meiner Gedanken ueber den Tag verteilt.

    Ich hoffe es wird wieder STILLER um mich herum und in meinem Kopf. Der Arztbesuch und so lassen mich nicht locker, hat er schon sehr geschickt gemacht, um mich auf Trab zu halten (was ich ihm ja aber nicht zeige) und gerade deswegen darf ich darueber auch nicht mit ihm kommunizieren, oder?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich scheibe nur kurz hierzu was, weil es eine Frage ist, die mich auch beschäftigt hat (und ich lasse jetzt mal dahingestellt, ob ich das "sollte" oder nicht, es war einfach so)

    Zitat von TimeIsAHealer

    *hab ich mir unsere ganzen Gemeinsamkeiten nur eingebildet?

    Es gibt sicher Projektionen - Dinge, die man sich am Partner wünscht, die aber eben nur Wunschdenken sind.
    Es gibt aber sicher auch "objektiv" überprüfbare Dinge, wie z.B. gleiche Bücher im Bücherschrank (von Roman bis Reiseziel) ... usw.

    Bei meinem Partner und mir reichte es bis hin zu einer vergleichbaren Bauweise und Innenausstattung der Elternhäuser (KEIN WITZ!) - darauf haben wir nun wirklich nicht kurzfristig Einfluss nehmen können, um uns aneinander anzupassen.
    Dass das so war, kann man sicherlich auch mit kultursozioligischen Theorien erklären.
    (Und: natürlich gab es auch jede Menge Unterschiede - das ist ja auch gut so! Man will ja keine Kopie von sich selber haben).

    Unsere größte Gemeinsamkeit aber, denke ich, waren tatsächlich ähnliche Kindheitserlebnisse/Beziehungskonstellationen und eine tief verwurzelte Sehnsucht nach Anerkanntsein, Liebe, Geborgenheit. Eigentlich ja auch ein ganz "normaler" Wunsch, bei uns beiden nur eben extrem ausgeprägt und mit extrem kuriosen Versuchen der Umsetzung/Unterdrückung verbunden ... deswegen haben wir uns extrem "getriggert".

    Traurig. Aber so ist es.

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Mhh..

    ja.. auch wir hatten meiner Meinung nach viele Gemeinsamkeiten, die wir geteilt haben, aber sicherlich auch ein paar dazugedachte oder von uns dazugemachte.

    Dieses "triggern" so wie du es beschreibst, auch das kommt mir bekannt vor.

    War da doch das immerstarke Maedchen, dem man schon im Blick die Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung und Schutz ansah.
    Das dann auf den immerstarken Mann traf, der doch nie seine Sehnsuechte ausgelebt hatte und froh war ein solches Maedchen, das alle Liebe zu geben hatte zu treffen.

    So konnten sie sich beide in ihrer Sehnsucht waelzen und sich in die gegenseitige Abhaengigkeit begeben.

    Wollte der starke Mann die ganze Sehnsucht doch immer mit Alkohol ertraenken, hatte er doch jetzt jemandem, der ihm viel besser tat. Nur leider hatte der vorherige Sehnsuchtsstiller schon so viel Platz eingenommen, dass es fuer das Ersetzen durch das Maedchen leider schon zu spaet war.

    Im Grunde garnicht mal das Schlechteste, wenn man bedenkt, wir waren wirklich nur Sehnsuchtsstiller fuer uns ....

    Aber nein, auch daran will ich natuerlich nicht glauben, glaube ich doch, dass auch in dem "normalen" (nuechternen) Zusammensein so viel Wahrheit stecken kann, dass man eine kleine Basis erkennen kann, die da war, die aber leider nie eine Chance hatte sich weiterzuentwickeln, weil der Feind Alkohol laengst jeglichen Raum eingenommen hatte.

    Traurig ist das. :(

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

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